Tabea S. Mainberg

 4,7 Sterne bei 298 Bewertungen
Autorin von Tiefseeperle, Two Faces – Verbotenes Verlangen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Tabea S. Mainberg (©Fotostudio Schlön Köln)

Lebenslauf von Tabea S. Mainberg

Tabea S. Mainberg aka MayNewton ist in Nordhessen aufgewachsen und hat bis Mitte Dreißig dort gelebt und gearbeitet. Sie führte mit ihrem Mann ein Unternehmen im Immobilienbereich. Bereits in der Zeit schrieb sie ihre Geschichten auf, die in einer Schublade verschwanden. Job und Alltag ließen keinen Spielraum für den Traum ihre Romane mit anderen zu teilen. Es folgten berufliche Veränderungen, die sie nach Berlin verschlugen. Das pulsierende Hauptstadtleben in all seinen Facetten war prägend und inspirierend. Eine aus gesundheitlichen bedingte Auszeit nutzte sie, um sich intensiver mit dem Schreiben zu befassen. Im November 2013 war es endlich soweit und sie veröffentliche ihren ersten Roman »Tiefseeperle« als Selfpublisher. Die Geschichten sind prickelnd ohne ins Pornografische abzurutschen. Alle Titel erhielten Bestsellerstatus in den Amazon-Kindle-Charts. Tabea S. Mainberg versteht es, Spannung, Erotik, Emotionen zu verbinden, die viele Leser begeistert. Im Mai 2017 beschloss sie, unter dem Pseudonym May Newton im Genre Dark Romance einen zweiten Weg einzuschlagen. Mit dem Wechsel zu Piper digital »Spannungsvoll« beginnt im Sommer 2018 ein neuer Abschnitt. Heute lebt und arbeitet sie in Köln.


Das zweite  : MAY NEWTON - Dark Romance Romane mit hellen Nuancen - mal düster und dirty, sexy und verboten (gut)! Gefühle sind im Spiel, aber nicht immer ist es ein Liebesroman ... und ist ein "Bad Boy" immer der Böse? Viel Spaß in der Welt der May Newton   

Botschaft an meine Leser

Ich freue mich, dass Du hier auf meiner Seite gelandet bist. "Romane voll fesselnder Leidenschaft  Love_Thrill_Books_4You: BDSM-Liebesromane - Erotische Romane - Erotikthriller" - all das erwartet Dich in meiner Welt, in die ich Dich entführen möchte. Mein Motto ist: In dir muss brennen - was du in anderen entzünden willst! 

Auf meiner Homepage findest Du eine Übersicht all meiner Werke, ausführliche Leseproben und mehr.  Möchtest Du nichts mehr verpassen? Dann melde Dich zu meinem Newsletter an: https://www.tabea-s-mainberg.de/newsletter-v-i-p-s/  Ich freue mich, wenn Du mich begleitest!

Alle Bücher von Tabea S. Mainberg

Cover des Buches Tiefseeperle (ISBN: 9783844279023)

Tiefseeperle

 (35)
Erschienen am 29.09.2014
Cover des Buches Two Faces – Verbotenes Verlangen (ISBN: 9783492501842)

Two Faces – Verbotenes Verlangen

 (33)
Erschienen am 02.10.2018
Cover des Buches Die Perlentaucherin - Er sagt, sie folgt! (ISBN: 9781506133171)

Die Perlentaucherin - Er sagt, sie folgt!

 (29)
Erschienen am 13.01.2015
Cover des Buches Sue Brooks: Tödliche Passion (ISBN: B01CH3WRPS)

Sue Brooks: Tödliche Passion

 (13)
Erschienen am 01.03.2016
Cover des Buches Ruthless - Zerrissenheit: Dark Office Romance (ISBN: B08B9Q12XY)

Ruthless - Zerrissenheit: Dark Office Romance

 (11)
Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches Sternesucherin: Bedingungslose Hingabe (ISBN: B01A9ONVVQ)

Sternesucherin: Bedingungslose Hingabe

 (9)
Erschienen am 06.01.2016

Neue Rezensionen zu Tabea S. Mainberg

Cover des Buches Ruthless - Surprise: Dark Romance Roman (Ruthless - Dark Romance) (ISBN: B08R92SX55)A

Rezension zu "Ruthless - Surprise: Dark Romance Roman (Ruthless - Dark Romance)" von May Newton

Ein dünnes Buch mit sehr viel Inhalt
Alina_booktruelovevor 8 Monaten

Langsam werde ich immer mehr ein Fan von kürzeren Büchern, vor allem, wenn sie einfach so klasse geschrieben sind! Auf ungefähr 130 Seiten durchlebt der Leser ein Gefühlschaos, dass ihn sowohl Schmunzeln, Erröten, als auch eine Träne unterdrücken lässt.

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Cover des Buches Ruthless - Zerrissenheit: Dark Office Romance (ISBN: B08B9Q12XY)M

Rezension zu "Ruthless - Zerrissenheit: Dark Office Romance" von May Newton

Hot hot got
Mira19881vor 10 Monaten

Das Buch ist kurz und knackig. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstiel war wirklich toll. Mir hat auch sehr gefallen, das man die erotische Szenen nicht direkt miterlebt hat, sondern aus Erzählungen oder Gedanken der Protagonisten. Das war mal was anderes. Der Schreibstiel war wirklich gut und die Geschichte war durchweg interessant. Bei einer Entwicklung dachte ich nur: Uhhhh. Das kann lustig werden. Und das war es dann auch. Das hat der Story wirklich einen kleinen Kick gegeben. Ich möchte Indira und Tyler wirklich gerne und habe die Zeit mit den beiden genossen.

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Cover des Buches Ruthless Almost Lost: Dark Office Romance (ISBN: 9798551609407)B

Rezension zu "Ruthless Almost Lost: Dark Office Romance" von May Newton

WOW... bin total begeistert...
Birgit_Offenhammer_Geb_Beckmannvor einem Jahr

Das Cover spricht ja wohl für sich, es passt perfekt zusammen.
Summer und Blake sind zwei tolle Protagonisten, deren Charakter fantastisch beschrieben ist.
Die Geschichte der Beiden ist toll beschrieben worden, man kann sich super in die Protagonisten hinein fühlen. Sie ist mega spannend und reißt einen voll mit. Wenn man angefangen hat mit dem lesen, kann man es nicht mehr aus der Hand legen, bis man auf der letzten Seite angelangt ist...

Ihr müsst es Lesen... es ist einfach zu Gut...

Für mich hat das Buch seine vollen 5 Sterne mehr wie verdient....

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Gespräche aus der Community

Ein romantischer Thriller - Einladung zur Leserunde

Ich möchte euch ganz herzlich zu meiner Leserunde zu  dem 1. Teil der Trilogie  "TWO FACES" Verbotenes Verlangen einladen.  Ich verlose 10 Taschenbücher und 10 E-Books.

Darum geht es:

Billy, eine engagierte Polizistin, wird als verdeckte Ermittlerin in Frankfurt eingesetzt. Sie schlüpft in die Rolle von IT-Girl Cecilia Ballier, um die kriminellen Aktivitäten von Ethan Grafenberg, Patriarch und Narzisst, aufzudecken. Billy verliert sich zunehmend in der Identität der Cecilia, da Grafenbergs Jetset-Leben sie fasziniert. Brisant wird es, als sie Samuel, den Sohn, trifft und dem vermeintlichen Badboy verfällt. Eine gefährliche Gratwanderung zwischen Liebe und illegalen Machenschaften, die jeden mit ihren zwei Gesichtern konfrontiert.

Ein romantischer Thriller rund um Billys und Samuels Ringen, die wahre Identität sowie die große Liebe zu finden. Verlieren sie sich auf dem steinigen Weg oder arrangieren sie sich mit den neuen Rollen ihres gemeinsamen Lebens?

Bist du neugierig geworden? Dann bewerbe dich um 10 Taschenbücher und 10 ebooks! Schreibe bitte ebenfalls dazu welches Format du gern lesen möchtest.

Nach Abschluss der Leserunde erklärst du dich bereit eine Rezension auf Amazon & Co einzustellen. 

381 BeiträgeVerlosung beendet
T
Letzter Beitrag von  TabeaSMainbergvor 3 Jahren
Noch einemal herzlichen Dank für Deine ausführliche Beteiligung. Es hat mir ebenfalls viel Spaß gemacht! Liebe Grüße Tabea

3 Beiträge
T
Letzter Beitrag von  TabeaSMainbergvor 3 Jahren
Wahre Liebe zeigt auch ihre Makel. Versuche nicht, sie zu verbergen, nur so findest du Glück und Wertschätzung.

Die Auszeit in den USA hat Billy gutgetan und sie freut sich auf ihre Weiterbildung zur Fallanalytikerin in Wiesbaden. Im Rahmen einer Sonderkommission soll sie ihre ehemaligen Kollegen bei einer mysteriösen Mordserie an drei Influencern aus der YouTuber-Szene unterstützen. Billys Fallanalysen führen sie in das Umfeld des Blue66, dort trifft sie zum ersten Mal nach ihrer Trennung auf Samuel. Beide hegen weiterhin tiefe Gefühle für einander und nach einer vorsichtigen Annäherung siegen Leidenschaft und Begehren. Doch durch ihre Rückkehr wird Billy erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, was die wiederentdeckte Liebe ein weiteres Mal auf eine brisante Probe stellt. Wird es beiden endlich gelingen, der Vergangenheit zu entfliehen?

Ein romantischer Thriller rund um Billys und Samuels Ringen, die wahre Identität sowie die große Liebe zu finden.

»Two Faces - Makel der Schönheit« ist der Abschluss der Trilogie. Die anderen Bände der Reihe, »Two Faces - Verbotenes Verlangen« und »Two Faces - Herzenssplitter« erscheinen ebenfalls bei Piper Spannungsvoll.


Leseprobe aus Kapitel 2 Die Zeit heilt nicht alle Wunden

Samuel

Es ist erstaunlich, wie sich das Leben normalisiert, wenn man die Ereignisse, die einen zugesetzt haben, hinter sich lässt. Dass ich darin ein Experte war, stellte ich nicht infrage. Es gab in meiner Vergangenheit genügend dunkle Flecken, die ich durch gezieltes Ausschalten, konsequent aus meinem Gedächtnis strich. Manche benutzten das unschöne Wort verdrängen. Aber wie sonst sollte ich vergessen, dass ich aufgrund jugendlicher Dummheit ein Menschenleben auf dem Gewissen hatte. Jahrelang trug ich es unausgesprochen mit mir herum, bis die eine Frau es mir entlockte. Darüber zu reden, sich mit all seinen Ängsten zu offenbaren, war für mich ein ungewohntes Erlebnis. Gegenüber Cecilia Ballier gab ich ein enormes Stück Unnahbarkeit auf. Wenig später erstürmte eine Billy Winkler, ihre wahre Persönlichkeit, mein Herz. Hatte ich angenommen, niemals echte Liebe zu empfinden, belehrte sie mich eines Besseren. Die kurze gemeinsame Zeit, die wir in unserem rosaroten Kokon verbrachten, bewertete ich ohne zu übertreiben, als eine der intensivsten meines bisherigen Lebens. Nähe, Zärtlichkeit, Verbundenheit und der Wille, alle Unwegsamkeiten zu meistern. Ja, das war das Ziel gewesen. Vertrauen, Offenheit und Treue betrachtete Billy als die wichtigsten Voraussetzungen für eine stabile Partnerschaft. Der Gedanke, dass ich genau die drei bedeutendsten Punkte verkackt hatte, nagte nach wie vor an mir. Lag es daran, dass Billy uns keine zweite Chance einräumte?
»Spuren bleiben und das ist entscheidend, damit es einen an die Fehler erinnert.« Dazu stand ich, als ich sie spontan am Flughafen aufsuchte. Zunächst hatte ich mit mir gerungen, ob es eine kluge Idee war, sie sprichwörtlich zu überfallen. Niemals zuvor erlebte ich solch emotionale Minuten. Wir warteten vor den Sicherheitskontrollen, sahen uns in die Augen und umarmten uns ein letztes Mal. Billy drückte sich an mich und hatte den Kampf gegen die Tränen verloren. In meinem Kopf kreiste nur eine Frage: Weshalb verhielt sie sich so selbstzerstörerisch? Obgleich ich merkte, wie sehr sie unter der Trennung litt.
»Ich beweise es dir! Ich werde mich ändern, für uns.« Bei ihrem traurigen Blick zog sich mir das Herz zusammen.
»Mein Herz ist in tausend Splitter zersprungen und so etwas ist schwer zu reparieren.«
Nein, ich wollte sie nicht gehen lassen, doch wir waren an den äußeren Umständen gescheitert. Ich war mir sicher, dass es für jedes Problem eine Lösung gab. Billy hingegen hatte kapituliert. Suchte nach ihrem misslungenen Neustart im wahrsten Sinne des Wortes das Weite.
»Ich besuche dich jederzeit«, bot ich ihr an. »Drüben sind wir von all den Problemen entfernt und nehmen uns die Zeit für einander, die wir brauchen.«
»Es ist schwierig, zerstörtes Vertrauen aufzubauen, Misstrauen ist Gift.«
Die Sätze schwirrten mir durch den Kopf. Jeder für sich symbolisierte das Aus, verbunden mit dem Hauch von Hoffnung, das Ruder herumzureißen.
Die Schönheit des Makels betrachtete ich in dem Augenblick wie einen Strohhalm, an dem man sich festhält, um einen halbwegs unbelasteten Neustart zu ermöglichen. Sie hatte unter Tränen gelächelt. Ihr Gesichtsausdruck hatte sich in mein Gedächtnis eingebrannt.
Es hatte einige Zeit gebraucht, bis ich den Flughafen verließ. Gedankenverloren wanderte ich durch die Hallen, um auf die Besucherterrasse zu gelangen. Ich wollte mir zumindest einbilden, dass Flugzeug zu verfolgen, das Billy endgültig von mir entfernte. Zu sehen, wie dieses mit Getöse abhob und zügig aus dem Sichtfeld verschwand. Anstatt es dadurch leichter zu haben, liefen mir die Tränen die Wangen herunter und das erste Mal erlebte ich Liebeskummer. Ein Gefühl, das den gesamten Körper erfasste, sich wie ein Schraubstock um den Brustkorb presste. Der verdammte Schmerz in meinem Herzen ließ mich mit dem Gedanken an Billy einschlafen und aufwachen. Ich vermisste sie, doch ich hielt mich an ihren Wunsch eines Kontaktabbruches. Wie ein Bittsteller hinter ihr herzulaufen, kam nicht infrage, das verbot mir meine Selbstachtung. Jetzt war sie am Zug. Da dies nicht passieren würde, blieb mir nichts anderes übrig, als das Kapitel Billy Winkler abzuschließen. Schade ...
Niemand wusste von meinen wahren Gefühlen, es ging keine Menschenseele etwas an. Um mit mir klarzukommen, verfiel ich in alte Gewohnheiten. Das Blue66 war mein zweites Zuhause und somit der ideale Ort für Partys, Affären, Alkohol und ein Näschen Schnee. Es gab nichts, auf was ich zu verzichten brauchte. Die Frauen, die mich anhimmelten, polierten mein angekratztes Ego eines Bad Boys auf. Ich hätte es mir gewünscht, einen anderen Lebensweg einzuschlagen, vielleicht in ein paar Jahren mit Billy eine Familie zu gründen. Leider ist das Leben kein Wunschkonzert, da half kein gut gefülltes Bankkonto. Gefühle blieben unbezahlbar sowie unbestechlich, auch in einer durch und durch korrupten Welt.


All das lag inzwischen sechs Monate zurück. Der blöde Spruch Die Zeit heilt alle Wunden traf zu. Unerwartet öffneten sich die Augen für Neues. In dem speziellen Fall war ihr Name Juliette. Sie tauchte wie aus dem Nichts auf. Sie war unkompliziert und es war unkompliziert. Mein gesamtes Umfeld, sogar mein Vater, waren von ihr angetan. Das war haargenau, was ich brauchte: Ruhe und keinerlei Stress in Beziehungsfragen, unnötige Kommentare, Vorbehalte, all das war kein Thema. Erst jetzt registrierte ich im vollen Umfang, mit welchem Gegenwind Billy und ich zu kämpfen hatten. Juliette tat mir gut und möglicherweise entwickelte sich mehr als ein gern haben.
Zufrieden saß ich an meinem Schreibtisch, hatte wie so oft die Füße auf den Tisch gelegt und gönnte mir einen Zigarillo. Das soeben beendete Telefonat und die daraus erzielten Gemeinsamkeiten mit dem Investor, reizten mich immer mehr. Ich grinste, wenn ich an meinen alten Herrn dachte, der den damaligen Plänen, einen Club zu eröffnen, skeptisch gegenüber gestanden hatte. Den Instinkt für gewinnbringende Geschäfte hatte ich von ihm geerbt und ich hegte nie Zweifel, einen Flop zu landen. Der Gedanke, zu expandieren und den Namen Blue66 als Marke schützen zu lassen, gefiel mir zusehends besser. Mit einem finanzstarken Partner konnte ich mir vorstellen, die Idee umzusetzen. Obgleich ich über ein erhebliches Kapital verfügte, betrachtete ich einen Alleingang als zu waghalsig. Immerhin sprachen wir in dem Fall von einigen Millionen, die es zu investieren galt.
Mein Vater hatte mir unablässig suggeriert, das Geld und Macht essenzielle Bestandteile für Erfolg waren und darauf legte ich wieder den Fokus. Das Blue lief besser denn je, da ich etliche Konzepte und Marketingmaßnahmen ausgearbeitet hatte. Mittlerweile lag sogar ein Angebot eines Investors vor, gemeinsam den Club zu kopieren und in anderen Städten zu platzieren. Insbesondere in denen, die in der Clubszene wenig zu bieten hatten.
Unvermittelt klopfte es an der Tür und ohne eine Antwort abzuwarten, stürmte Juliette wie ein Wirbelwind hinein.
»Samuel ... ich habe das perfekte Kleid gefunden!« Dabei wedelte sie mit einer Papiertüte eines bekannten Modelabels umher. Sie war so ganz anders, auch optisch. Eine zierliche Frau mit einem frechen, blonden Kurzhaarschnitt, hasselnussfarbenden Augen, die Wärme und Herzlichkeit ausstrahlten. Dass sie erst Ende zwanzig war, störte mich nicht. Juliette hatte ein geordnetes Leben. Intakte Familie mit einem beträchtlichen finanziellen Background, klare Ziele, was ihre beruflichen Ambitionen betraf. Ihren Studiengang in Management&Business Studies verfolgte sie gewissenhaft. Manches Mal hatte ich das Gefühl, sie sei vom Himmel gestürzt, da sie ununterbrochen ausgezeichnete Laune versprühte, ein rundum positiver Mensch, der mir in dieser Form noch nie begegnet war.
»Ich bin so aufgeregt, was die Geburtstagsfeier deines Vaters angeht. Ich möchte doch einen guten Eindruck hinterlassen.«
Dieses Jahr fiel das Fest in einem ungewöhnlich großen Rahmen aus. Auf die Frage, was ihn dazu motivierte, hatte er mir geantwortet: »Ich bin Privatier und kann es mit leisten, mich den angenehmen Dingen zu widmen.«
Mein alter Herr war vom ersten Augenblick von Juliette begeistert und bestand darauf, dass sie mich begleitete. Insgeheim hegte ich den Verdacht, er wolle aller Welt beweisen, dass ich mich von der Polizistin, wie er Billy abfällig nannte, getrennt hatte und zur Vernunft gekommen war. Ich nahm es ihm nicht übel und im Grunde gab es keinerlei Einwände, sie nicht in unser gesellschaftliches Umfeld einzuführen.
»Baby, ruhig bleiben.« Schmunzelnd nahm ich die Füße vom Tisch und lehnte mich wieder in den Stuhl zurück. »Hatten wir nicht vereinbart, dass du auf ein Herein wartest?«
»Ja, ja ...« Sie ließ sich nicht beirren, kam zu mir und drückte mir einen Kuss auf den Mund. »Bist du neugierig?« Sie strahlte mich mit ihren Rehaugen an. »Es ist so ... ach, so wahnsinnig hipp und sexy.«
»Bei den Superlativen gehe ich davon aus, dass du die optimale Wahl getroffen hast.«
»Soll ich es anziehen?« Geheimnisvoll zog sie ein Stück schwarzen Stoff aus der Tüte.
»Gegen einen aufreizenden Anblick gibt es nichts einzuwenden.«
»Ich habe ebenfalls neue Unterwäsche gekauft.« Sie tippelte auf ihren Stiefeln hin und her. Juliette trug aufgrund ihrer Körpergröße ausschließlich hohe Schuhe. Ein reizvoller Augenschmaus, da ich Frauen in High Heels liebte. Es unterstrich bei einer modisch gekleideten Frau unumstritten ihre Weiblichkeit.
»Dann bitte das komplette Outfit.« Ich sah sie aufmunternd an. »Es ist allerdings gefährlich, da ich deinem Körper nur schwerlich widerstehe.« Der Sex mit der kleinen Wildkatze ließ keinerlei Bedürfnisse offen.
»Ach, das wäre nicht so tragisch«, kicherte sie. Lasziv knöpfte sie ihre Bluse auf, bewegte sich tänzelnd auf mich zu, öffnete den Reißverschluss ihres Rocks. Dabei drehte sie sich mit dem Rücken zu mir und präsentierte ihren knackigen Po. Es dauerte keine Minute und die Unterwäsche flog durch die Luft. Bis auf ihre Stiefel stand sie nackt vor mir.
»Das nenne ich mal eine erotisch gelungene Provokation.«
»Warte ab, wenn ich das Nichts aus schwarzer Spitze anziehe.« Kokett wandt sie sich ab. »Ich zieh es im Bad an.«
»Zunächst das Kleid ...«, rief ich ihr hinterher und grinste. Für spontanen Sex war ich gern zu haben. Dass es darauf hinauslief, bezweifelte ich nicht.
»So, bist du bereit?«, hallte ihre Stimme aus dem Bad.
»Aber sowas von.« Ja, es kribbelte und in meiner Hose regte sich einiges.
»Tatataaaa!« Wie eine Primaballerina tanzte sie auf mich zu. »Und?«
Bei dem Anblick des Kleides traf mich fast der Schlag und ich musste mich zusammenreißen, dass mir nicht die Gesichtszüge entglitten. Das elegante, dennoch schlichte Etuikleid war exakt dasselbe, welches ich einst Billy geschenkt hatte.
»Gefällt es dir etwa nicht?« Sie bemerkte sofort meine verhaltene Reaktion und hörte sich enttäuscht an.
»Nein, nein, es ist wunderschön und es steht dir hervorragend.« Ich fragte mich, wie so etwas passierte, in den Läden gab es vermutlich mehr Arten von Kleidern als Frauen in Frankfurt. Im Leben geschahen so manches Mal die unglaublichsten Zufälle.
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Leseprobe:


Diese kurze Passage, charakterisiert Grace optimal:
Das aufregende Erlebnis im Domizil Lanarkshire, das alles ins Rollen brachte, hinterließ bei Grace einen nachhaltigen Eindruck. Es wühlte sie auf, dass in ihr die Neigung für bizarren Sex schlummerte. Sie hatte sich nach ihrer Rückkehr mit dem Thema BDSM im Internet auseinandergesetzt. Eine typische Herangehensweise für Grace, die jegliches Unbekannte genau ergründete. Die unterschiedlichen Praktiken lösten gemischte Gefühle in ihr aus. Während des überraschenden Aufenthalts in dem Bizarrhotel hatte sie einige Spielarten beobachten können und das Prickeln überwog.
Tyler hörte geduldig zu, wenn sie ihre Erkenntnisse analysierte, und antwortete bereitwillig. Das Gespräch nahm Züge eines Interviews für eine Reportage an.
»Ich habe gelesen, dass ein Mann eine Frau tatsächlich zum …« Sie stockte, da es ihr unangenehm war, die Frage zu formulieren. Anderseits brannte sie auf die Antwort, wie sie hoffte aus erster Hand. »… also, ähm … zum Abspritzen bringt.« Eine leichte Röte durchzog ihr Gesicht und sie ergänzte, um nicht ungebildet zu erscheinen: »Ich habe natürlich Genaueres nachgelesen.«
»Natürlich.« Seine blauen Augen hatten belustigt gefunkelt und um seine Mundwinkel zuckte es.
»Warum grinst du?«
»Weil ich es süß finde, wie du alles genauestens unter die Lupe nimmst.« Das Grinsen wurde breiter.
»Was ist so falsch daran?« Sie hatte sich ausgelacht gefühlt. »Ich muss doch im Bilde sein, was mich erwartet.«
»Ja, es ist immer gut, zu wissen, worauf man sich einlässt.« Es klang im Gegensatz zu seinem Gesichtsausdruck ernsthaft. »Die Frage beantworte ich dir gern in der Praxis.«
Mit dem Satz brachte er Grace vollends durcheinander.

Ihre Unsicherheit, ob die bizarren Neigungen wirklich real sind:
Bei dem letzten gemeinsamen Restaurantbesuch vor ihrer Verabredung in Grace' Wohnung rückte sie mit der Sprache heraus. »Ich bin mir nicht sicher, ob das was für mich ist. Es könnte ja sein, dass an jenem Abend nur die außergewöhnliche Atmosphäre dazu beigetragen hat …«
»Grace!« Tyler hatte ihre Hand genommen. Das spitzbübische Lächeln war verschwunden. »Ich möchte, dass du es fließen lässt. Es ist kein Projekt, das du steuern kannst.«
Sie hatte gespürt, wie ihr die Röte ins Gesicht schoss.
»Es ist ein Spiel der Lust, etwas, was man gemeinsam erlebt und genießt.«
»Was aber, wenn ich es nicht mag?« Sie kam sich in der Sekunde unreif vor.
»Ich bin überzeugt, du wirst es mögen!« Dabei hatte er sie durchdringend angesehen.
Durch Grace rauschte wieder einmal eine heiße Welle. Seine Gegenwart wirkte auf sie wie ein Brandbeschleuniger.
»Ich werde dich, wenn du es zulässt, in diese Welt mitnehmen.«
»Schöne Worte«, murmelte sie und umklammerte Tylers Hand. »Ich weiß, dass ich mich auf dich verlassen kann, das hast du an unserem ersten Abend bewiesen.«
»Ohne Vertrauen wird es nicht funktionieren«, fuhr er fort.
»Ja.« Sie seufzte leise. »Der Gedanke, mich fallen zu lassen und nicht bestimmen zu können, was mit mir passiert, ist seltsam.«
»Grace, es ist mir bewusst, dass es dir schwerfällt die Kontrolle abzugeben. Das ist gegen dein Naturell.«
»Aber ich will es versuchen.« Sie schaute ihn an und ein Kloß hatte sich in ihrem Hals gebildet. Kaum hörbar ergänzte sie: »Dir zuliebe.« Die zwei geflüsterten Worte kamen einer Liebeserklärung gleich.
»Du bist eine wundervolle Frau.«
Grace blickte ihn überrascht an und in ihrem Bauch flatterten viele Schmetterlinge.
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