Tabitha Suzuma Forbidden

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Inhaltsangabe zu „Forbidden“ von Tabitha Suzuma

Eine große Liebe – voller Leidenschaft und gegen alle Vernunft Die sechzehnjährige Maya und ihr ein Jahr älterer Bruder Lochan kümmern sich um ihre drei jüngeren Geschwister, während ihre Mutter sich dem Alkohol und ihrem Liebhaber zuwendet. Verzweifelt versuchen die beiden, ihre Familie zu erhalten und kommen sich dabei immer näher. Sie wissen, was der andere denkt und fühlt, geben sich Halt und sind sich gegenseitig Trost. Eines Tages wird mehr aus ihrer Beziehung. Maya und Lochan wissen, dass sie etwas Verbotenes tun, aber ihre Gefühle sind stärker und sie können nicht mehr ohne den anderen sein. Denn: Wie kann sich etwas Falsches so richtig anfühlen? Sensibel und eindringlich erzählt Tabitha Suzuma von einer bedingungslosen Liebe über alle Grenzen hinweg. Ein Tabuthema, das bewegt, fesselt und lange nachklingt.

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  • Eine grenzenlose Liebesgeschichte

    Forbidden

    Helles_Leuchten

    23. October 2016 um 16:41

    Tabitha Suzuma erzählt in "Forbidden" die Geschichte zweier Teenager- Maya und Lochan, die sich ineinander verlieben und für die ein Leben ohne den anderen kaum mehr vorstellbar scheint. Das Prekäre an der Situation ist der Umstand, dass Maya und Lochan Geschwister sind, die kurz nacheinander das Licht der Welt erblickten. Tabitha Suzuma rollt das Thema Inzest dabei so vorsichtig und feinfühlig auf, dass es dem Leser wider Erwarten überhaupt nicht schwer fällt, sich in die Protagonisten hineinzuversetzen und ein grundlegendes Verständnis für ihre Situation zu entwickeln. Die 16jährige Maya und der 17jährige Lochan kümmern sich gemeinsam seit dem Auszug des Vaters vor über fünf Jahren um ihre drei jüngeren Geschwister im Alter zwischen beginnender Pubertät und Vorschule. Früh mussten sie erwachsen werden und Verantwortung übernehmen, denn von den eigenen Eltern war das nicht zu erwarten. Der Vater wechselt den Kontinent und gründet eine neue Familie. Die Mutter bedauert sich selbst, für das Pech, fünf Kinder, die sie nie haben wollte, allein großziehen zu müssen. Sie jagt der ewigen Jugend nach, ertränkt Sorgen in Alkohol und verbringt die meiste Zeit auswärts bei ihrem Freund. Wird sie gebraucht, ist sie nie da, und wenn doch, dann keinesfalls nüchtern. Maya und Lochan sind ihren Geschwistern die Eltern, die diese sonst nicht hätten. Sie kaufen ein, lesen Gute-Nacht-Geschichten vor, bringen die Kids zur Schule und holen sie wieder ab,... Und zu all der Alltagsroutine und damit verbundenen Verantwortung gesellt sich ganz plötzlich das Bewusstsein, für den anderen mehr zu empfinden, als es unter Geschwistern erlaubt ist. So sachte und durchdacht, wie Tabitha Suzuma die Geschichte voranbringt, so überstürzt lässt sie sie leider enden. Und das ist der Grund, warum es nur vier Sterne von mir gibt. Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen: Generell passt der Ausgang der Geschichte zu den den Charakteren der Protagonisten. Doch mir fehlte eindeutig etwas. Die Autorin beschreibt im Vorfeld jedes Detail, um ein solides Fundament für ihre Geschichte zu gießen. Doch dann greift sie nur noch nach dem Offensichtlichen und verliert das Augenmerk für die Nuancen. Zum Glück wirklich ganz zum Schluss erst. Zu gerne hätte ich Einblick in die gesellschaftliche Reaktion erhalten, diese zumindest angesprochen gewusst. Und die Resonanz der jüngeren Geschwister - das hat mir einfach nicht gereicht. Dennoch: Sehr empfehlenswert!

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  • So Wrong It's Right!?

    Forbidden

    Lonechastesoul

    13. June 2015 um 20:04

    This book was... I’m at a loss of words, so emotionally drained that I am actually cursing. And I never Curse. :( It would be completely accurate for me to say that I have NEVER read a book like this in my life. It's just my recommendation that this book not be taken lightly. This is the story of a boy and a girl who fall in love. Lochan and Maya are best friends who have known each other their entire lives and have helped each other and fiercely loved one another through the many brutally painful experiences of growing up. The thing is, they also happen to be brother and sister, and the unholy mess of the repercussions from their choices looms over this entire story. This is perhaps not a perfect book, but it is one that may open up a tiny crack in your armor and flood you with unexpected feeling. Whatever your per-conceived notions about the sensitive subject of this novel, I defy anyone with a heart to experience the vibrant, pulsing emotions in this story and remain unmoved. I wept like a baby--I bet you will, too.

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    liebling

    06. December 2011 um 15:02

    Zum Inhalt: Lochan liebt Maya und Maya liebt Lochan. Das Problem ist: Sie sind Geschwister. Doch damit nicht genug. Aufgrund der ständigen Abwesenheit ihrer alkoholkranken Mutter sind sie auch noch für ihre drei jüngeren Geschwister verantwortlich. Dazu haben beide auch noch ihre eigenen Probleme, besonders Lochan, der mit einer ganzen Reihe psychischer Probleme zu kämpfen scheint. Meine Meinung: Wow, das war mal harter Tobak! Besonders deshalb, weil man bei einem Jugendbuch gar nicht mit einer solchen Wucht von Drama rechnet. Ich bin auch eigentlich nicht der Meinung, dass es sich hiermit um geeignetes Material für jüngere Leser eignet. Das steht auch auf dem Buch und trotzdem stand es in der Jugendbuchabteilung, also geht man wohl davon aus, dass es zumindest ab 16 gelesen werden kann. Meiner Meinung nach handelt es aber von einigen Dingen, mit denen auch Jugendliche in den Alter (Gott sei Dank) in der Regel noch nichts anfangen können. Dabei ist das, was man laut Klappentext hier als Hauptthema vermutet, eigentlich nur die Spitze des Eisberges. Die Geschwisterliebe an sich und deren Beschreibung - auch die intimeren Szenen - habe ich hier gar nicht so skandalös empfunden und durchaus auch für junge Leser anschaulich beschrieben. Man merkt auch, wie die Zuneigung zueinander Maya und Lochan belastet, wie sie sie aber doch als eine Art kleinen Sonnenstrahl in ihrem sonst eher trüben Leben sehen. Dadurch entwickelt sich natürlich ein Zwiespalt für die beiden, in welchem sie sich gefangen sehen zwischen der Moral und dem Wunsch, beieinander zu sein. Doch wie gesagt, das ist eigentlich nur ein kleiner Teil des Buches. Eigentlich geht es zu großen Teilen um Lochan und dessen Probleme. Er ist eine sehr komplizierte Persönlichkeit, kämpft mit Depressionen und einer Art Phobie vor der Interaktion mit anderen Menschen. Eigentlich ist er nur zu Hause bei seinen Geschwistern er selbst. Hier versucht Tabitha Suzuma immer wieder, die Gefühle und Gedankengänge zu beschreiben, was teilweise in seitenlangen sehr komplexen inneren Monologen endet, die für Außenstehende nur schwer nachvollziehen sind. Obwohl mich psychische Krankheiten als Thema interessieren, musste auch ich hier oft passen und habe große Passagen überflogen. Zumal sie oft Wiederholungen beinhalteten. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, welche abwechselnd aus Lochans und aus Mayas Sicht geschrieben sind. So beschreibt Lochan häufig Dinge aus seiner Sicht, welche Maya bereits beschrieben hat. Und da seine Gedankengänge weitaus komplexer sind, muss ich zugeben, dass ich beim Lesen oft gedanklich abgedriftet bin. Ja, manchmal war ich sogar wütend auf ihn, weil er so irrational ist und mich damit langweilte. Die Stellen hingegen, die die Beziehung der beiden und das Zusammenleben mit ihren Geschwistern beschreiben, fand ich wirklich gut und spannend. Hier wollte ich auch immer wissen, wie es weiter geht und konnte viele Gefühle und Reaktionen gut nachvollziehen. Die Wut auf den rebellischen Teenie-Bruder Kit z.B. kann ich sehr gut verstehen, genauso die Schuldgefühle, die die beiden haben, wenn sie für die kleine Schwester Willa nicht genug Zeit haben, obwohl das eigentlich gar nicht ihre Aufgabe sein sollte. Insgesamt hätte ich mir gewünscht, dass Frau Suzuma nicht so viele komplexe Themen in einem Buch verarbeitet. Das Thema Geschwisterliebe an sich wirft schon so viele Probleme und Fragen auf, dass es gereicht hätte, ebenso tun es psychische Probleme. Gerade bei einem Jugendbuch frage ich mich, ob es nötig ist, gleich alle auf einmal zu behandeln. Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog:http://rabbitholereading.blogspot.com

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    serpent

    24. November 2011 um 18:04

    Inhalt Eine Familie kann ein sicherer Hafen sein. Der Ort, an den man gerne zurückkehrt um seine Sorgen zu vergessen und sich zu entspannen. Aber so ist es nicht für den siebzehnjährigen Lochan und seine sechzehnjährige Schwester Maya. Seit der Vater die Familie im Stich gelassen hat, geht alles drunter und drüber. Die Mutter klammert sich an ihre längst vergangene Jugend und lebt ihr Leben wie eine große Party, anstatt sich um ihre fünf Kinder zu kümmern. Alkohol, Shoppingexzesse und der neuste Liebhaber sind alles, was sie interessiert. Deshalb müssen die beiden Ältesten, Lochan und Maya seit Jahren ihr Bestes geben um die Familie zusammen zu halten. Für die beiden Teenager stehen nach der Schule nicht Freunde und Freizeit an, sondern Einkaufen, Putzen und die jüngeren Geschwister betreuen. Und immer sitzt ihnen die Angst vor dem Sozialamt im Nacken, das ihre übrig gebliebene Familie auseinander reißen könnte. Ihr sicherer Hafen sind sie gegenseitig und Loch und Maya verbindet bald mehr als die Tatsache, dass sie Geschwister sind. Sie verlieben sich in einander und wissen: es ist verboten. Aber es fühlt sich so gut an… Bewertung Tabitha Suzuma spricht in ihrem Bbuch „Forbidden“ über ein außergewöhnlich schwieriges Thema und bringt es dem Leser auf einfühlsame, poetische Weise näher. Abwechselnd aus Lochans und Mayas Sicht erzählt, gewinnt man schnell Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Teenager. Loch ist nur in seinem familiären Umfeld dazu in der Lage aus sich heraus zu kommen. In der Schule hingegen fällt ihm selbst das Antworten auf die einfachsten Fragen schwer – und das, obwohl er überdurchschnittlich talentiert zu sein scheint. Maya hingegen verwendet all ihre Kraft darauf, nach außen hin „normal“ zu wirken. Sie bemüht sich darum, sich anzupassen und an den fröhlichen und unbeschwerten Gesprächen ihrer Mitschüler Teil zu haben. Doch so, wie Tabitha Suzuma das Umfeld der beiden Protagonisten zeichnet, ist von Anfang an klar, welche Bürde die beiden mit sich tragen. Das war es auch, was mich an dem Buch unendlich begeistert hat. Die ganzen 400 Seiten über wird hauptsächlich der Alltag dieser außergewöhnlichen „Familie“ geschildert. Von Essenschlachten, Geldsorgen, Einkäufen und Schulaufgaben wird detailliert berichtet. Dennoch ist die Geschichte nicht langweilig. Sehr ruhig, beinahe poetisch wird dem Leser geschildert, wie die Gedankengänge von Lochan und Maya sind und wie sie sich in der bedrückenden Situation fühlen. Tatsächlich erweckt es den Eindruck, dass es gar nicht so überraschend ist, dass die Geschwister sich letztendlich in einander verlieben. Sie müssen seit jeher eng zusammenarbeiten und werden in eine Rolle gedrängt, die nicht ihrem Alter entspricht. Anstatt wie Bruder und Schwester, leben sie eher wie ein Ehepaar zusammen und versuchen den Alltag zu meistern. Die Liebesgeschichte selber entwickelt sich zart und nur sehr langsam. Beide werden von Schuldgefühlen und Angst geplagt – wissen sie doch genau, wie verboten und falsch ihre Liebe ist. Diesen Aspekt empfand ich beim Lesen als sehr wichtig, denn wenn alles überstürzt und ganz ohne Reue passiert wäre, hätte man die Geschichte nicht als glaubwürdig empfinden können. Wie gesagt macht die poetische und detailverliebte Sprache Suzumas den wesentlichen Aspekt des Buches aus. So vergisst man als Leser kurzzeitig selber, dass diese Liebe zwischen Lochan und Maya nicht sein darf und freut sich für die beiden, dass sie sich in ihrem grauen Alltag etwas Glück verdient haben. Doch so einfach macht es Suzuma dem Leser auch nicht. Sie stößt uns immer wieder direkt auf den Konflikt, der die Thematik des Buches ausmacht und man ist bisweilen verwundert, wie einfühlsam die Geschichte erzählt wird. Das Ende hat mich dann leider etwas negativ überrascht. Nicht, weil ich mir einen anderen Ausgang gewünscht hätte (ein anderes Ende wäre einem schlichtweg falsch vorgekommen), aber letztendlich war es zu viel auf einmal. Nach den durchweg ruhig verlaufenden vorherigen Seiten kam plötzlich zu viel Drama zu überraschend. Hinzu kommt, dass die Reaktion der jüngeren Geschwister meiner Meinung nach etwas zu kurz kam und irgendwo zwischen dem Drama und der Rückkehr in die Realität untergegangen ist. Der Eindruck der Gleichgültigkeit entsteht viel zu leicht, dafür, dass Lochan und Maya die einzigen Bezugspersonen der Jüngeren waren. Zusammengefasst ist „Forbidden“ ein durchweg interessantes Werk. Man muss mit langen Alltagsbeschreibungen zurechtkommen, denn sonst kann vermutlich auch die schöne Sprache nichts mehr retten. Aber wer sich darauf einlässt und bereit ist, sich einmal mit einem so schwierigen Thema wie Inzucht auseinander zu setzen, der hat hier auf jeden Fall die richtige Lektüre gefunden. Von Verständnis über Abscheu, Schrecken, Wünschen und Hoffen kann man hier alles miterleben und sich selber eine Meinung bilden. Definitiv ein Schmöker für etwas ernstere Lesestunden.

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    nasedo

    28. September 2011 um 22:07

    WOW! Ein Buch, dass mich von Anfang bis zum Schluss gefesselt hat...zur Geschichte selbst möchte ich nicht mehr viel sagen, es geht um Inzest,ein schwieriges Thema, das entsetzt, abstößt...und doch schafft es die Autorin eine andere Seite einer Geschwisterliebe zu zeigen. Wie kann es dazu kommen, wie gehen die beiden damit um? Das Hin und Her der Gefühle wird aus der Sicht der beiden Hauptpersonen beschrieben, das macht die Geschichte noch tiefgründiger. Die Autorin schafft es ein Tabuthema so zu behandeln, dass man gezwungen wird seine vorgefertigte Meinung zu diesem Thema zu überdenken. Das tragische Ende des Buches ist wohl unvermeidlich und erinnert mich ein wenig an Romeo und Julia. MUST READ !!!

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    Heldin-mit-Happy-End

    05. September 2011 um 17:30

    Maya liebt Lochan. Lochan liebt Maya. Sie sind wie zwei Teile eines Ganzen, aber zusammen sein dürfen sie nicht. Denn Maya und Lochan sind Geschwister... INHALT Die beiden wachsen unter tristen Umständen auf: Der Vater ist schon vor Jahren nach Australien verschwunden. Die Mutter ist fast nie nüchtern, selten zu Hause und in Gedanken ohnehin immer bei ihrem aktuellen Liebhaber. Die kleinen Geschwister sind umso präsenter, brauchen frische Kleidung, Spielkameraden, Tröster und Vorbilder. Das Haus muss geputzt, der Wocheneinkauf bezahlt und nebenbei auch noch die Hausaufgaben erledigt werden. Maya und Lochan, die beiden ältesten Kinder, teilen schon seit Jahren diese anfallenden Aufgaben. Beide sind für einander der Fels in der Brandung, der einzige Ruhepol in ihrem chaotischen Leben. Als sie bemerken, dass sie unendlich viel mehr füreinander empfinden als geschwisterliche Zuneigung, beginnt für beide eine Achterbahnfahrt zwischen der Angst, entdeckt zu werden, Hoffnungslosigkeit und purem, reinem Glück in gemeinsamen Stunden. MEINUNG Sprachlich ist das Buch flüssig und leicht zu lesen. Erzählt wird abwechselnd aus Mayas und Lochans Sicht. Das ist theoretisch klug ausgedacht, weil der Leser so das innerste Erleben beider Protagonisten hautnah mitfühlen kann. Die praktische Umsetzung ist leider weniger gelungen. Lochans und Mayas Erzählweisen sind vollkommen identisch, Gedanken und Gefühle ebenso. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, unterschiedlichen Personen zu begegnen. Schade, das hätte Tabitha Suzuma besser machen können. Ich hätte mir gewünscht, dass jeder Charakter einen unverwechselbaren Schreibstil hat und dem Leser eine individuelle Sicht der Situation offenbart. Inhaltlich überzeugt „Forbidden“ hingegen gleich zu Beginn. Ich wurde sofort ins Geschehen hineinkatapultiert, die Schilderung von Mayas und Lochan verzweifelten Versuchen, die zerrüttete Familie zusammen zu halten, geht voll unter die Haut. Überhaupt sind alle Teile des Buches, die sich mit dem Familienleben beschäftigen, besonders atmosphärisch geschrieben. Die vier Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich war gerührt von ihrem Mut und ihrer Tapferkeit, von ihrem Willen, sich von den widrigen Umständen nicht unterkriegen zu lassen. Die Liebesgeschichte zwischen Maya und Lochan fällt dagegen leider etwas ab. Vor allem in der Mitte des Buches hatte ich das Gefühl, alles wiederholt sich: Maya und Lochan erleben einen Moment der Nähe, einer von beiden bekommt es mit der Angst zu tun und will daraufhin die Beziehung beenden. Tagelang quälen sich beide, bevor eine dramatische Wendung sie einander wieder näher bringt und alles von vorn beginnt. Auch das Ende ist etwas zu dramatisch, um realistisch und echt zu wirken. Es will nicht recht in die Geschichte passen. Stattdessen scheint so, als hätte Tabitha Suzuma unbedingt einen massenkompatiblen, fesselnden Schluss gesucht, was leider auch zu einigen logischen Inkonsistenzen führt. Das ist schade, manchmal sind es gerade die leisen und stillen Bücher, die in Erinnerung bleiben (wie z.B. „Alles, was wir geben mussten“). Trotz allem ist „Forbidden“ ein gelungenes Jugendbuch, eines der ganz wenigen, die sich mit dem sensiblen Thema der Geschwisterliebe auseinander setzen. Allein dafür hat es einen extra Stern verdient. Auch wenn die Beziehung Mayas und Lochans immer gefährlich zwischen Wiederholung und Dramatik pendelt, ist ihre Liebe zu einander doch einfühlsam und vorurteilsfrei geschildert. Außerdem ist das Buch ein Mahnmal, die eigenen Wertvorstellungen zu hinterfragen: Ist es wirklich gerechtfertigt, Geschwisterliebe, auch wenn dabei keine Kinder gezeugt werden, gesetzlich zu verbieten? Finden wir das vielleicht nur seltsam, irritierend oder abstoßend, weil wir gelernt haben so zu fühlen? Homosexualität wurde gesellschaftlich lange Zeit als „krankhaft“ beurteilt – machen wir jetzt das selbe mit Inzest? FAZIT Ein nachdenklich stimmendes Jugendbuch, das mit seinem ungewöhnlichem Thema ein Tabu bricht. Spannend und leicht geschrieben, teilweise mit sehr atmosphärische Schilderungen. Für ein Jugendbuch genau richtig, für erwachsene Leser teilweise etwas zu wenig tiefgründig und zu unglaubwürdig dramatisch.

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    Ami Li Misaki

    31. August 2011 um 21:35

    Lochan und Maya Whitely sind Geschwister. Ihr Vater hat sich vor fünf Jahren wegen einer anderen Frau von ihrer Mutter getrennt und lebt seither in Australien. Lochan und seine vier Geschwister in London. Nach einiger Zeit brach der Kontakt zum Vater ab. Die Mutter wurde zur Alkoholikerin und hat auch einen neuen Lebensgefährten, Dave, der von einer neuen Familie nichts wissen will. Lochan und Maya sind die beiden ältesten, gerade 13 Monate auseinander, und kümmern sich seit der Vater sie verlassen hat, um ihre drei kleinen Geschwister. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, eine Liebesbeziehung, die nicht nur verboten, sondern auch strafbar ist. Das Buch habe ich auf Englisch gelesen. Deswegen will/kann ich jetzt nichts groß zum Schreibstil sagen. Ich habe es eigentlich ganz gut verstanden. Es gab zwar Szenen, da kannte ich einige Wörter nicht, aber im Großen und Ganzen ließ es sich gut lesen. Es wird abwechselnd (kapitelweise) aus Lochans und Mayas Sicht erzählt. In der Ich-Perspektive. Zu Forbidden könnte ich jetzt so viel schreiben. Aber ich will natürlich nicht spoilern oder zu viel verraten. Denn an sich passiert im engeren Sinn nichts. Es dreht sich vielmehr um die Entwicklung von Lochan und Maya und wie es zu dieser Liebe überhaupt kommt, wie die beiden damit umgehen, ihre Gedanken, Ängste, Wünsche. Und ja, auch wie es weitergeht und endet. Lochan ist ein sehr schüchterner, introvertierter Teenager. Er ist anders als seine Mitschüler, spricht kaum mit jemandem außerhalb der Familie, kann es nicht einmal. Aber er ist ein cleverer junger Mann, der viel zu schnell erwachsen werden musste. Maya ist da schon eher Teenager, aber auch sie trägt viel Verantwortung, was man durchaus auch spürt. Sie ist nett, fröhlich und liebevoll. Allerdings konnte ich mich besser in Lochan hineinversetzen und mit ihm mitfühlen als Maya. Ich mochte ihn auch ein klein bisschen mehr, während ich mit Maya nicht so recht warm geworden bin. Nachdem ich ja schon einiges zu Forbidden gehört habe, konnte ich mir nicht so recht vorstellen, wie zwei normale Geschwister sich so lieben können. So romantisch, so sexuell. Ich bin davon ausgegangen, dass es keine "normalen" Geschwister sind. Und das stimmt in gewisser Weise auch. Wenn man sich die Familiengeschichte anschaut und die rund ersten 100 Seiten, bekommt man einen ganz guten Eindruck vom Leben der Whitely-Geschwister. Lochan und Maya sind vielmehr als Bruder und Schwester. Sie sind eher so etwas wie Eltern, wie ein altes Ehepaar. Auch Mayas Schilderungen tragen zu dem Eindruck bei. Lochan ist eher der zögerliche, zurückhaltende, aber auch der leidenschaftliche. Er ist der, der eher einen klaren Kopf behält, aber eben auch sehr pessimistisch. Maya ist lockerer, vielleicht auch ein bisschen naiver. Aber beiden gehen ihre Geschwister (Kit, Tiffin und Willa) über alles. Mir kam es nicht so vor als wären die beiden wirklich Geschwister. Das hatte ich zwar im Hinterkopf, aber ihr ganzes Verhalten, ihre Gefühle, die Beschreibungen... Ich hatte sehr großes Mitgefühl mit beiden. Hatte einen genauso großen Groll wie die beiden auf die Mutter, die sich wirklich nicht so nennen dürfte. Kurz: Ein rührendes und aufrührendes Buch über ein Tabu-Thema, das zum Nachdenken anregt.

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  • Leserunde zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    doceten

    Bruder und Schwester - was ist, wenn da plötzlich mehr als nur harmlose Geschwisterliebe ist? Sensibel und eindringlich erzählt Tabitha Suzuma in ihrem Jugendbuch 'Forbidden' von einer bedingungslosen Liebe über alle Grenzen hinweg. In einer Leserunde wollen wir dieses kontroverse Buch besprechen und gemeinsam mit euch über das Tabuthema diskutieren. 30 Testleser werden gesucht, die sich diesem schockierenden Thema stellen und mitreden möchten. Eine ausführliche Rezension am Ende der Besprechung ist natürlich wie immer Ehrensache. *** Worum geht's? *** Eine große Liebe – voller Leidenschaft und gegen alle Vernunft. Die sechzehnjährige Maya und ihr ein Jahr älterer Bruder Lochan kümmern sich um ihre drei jüngeren Geschwister, während ihre Mutter sich dem Alkohol und ihrem Liebhaber zuwendet. Verzweifelt versuchen die beiden, ihre Familie zu erhalten und kommen sich dabei immer näher. Sie wissen, was der andere denkt und fühlt, geben sich Halt und sind sich gegenseitig Trost. Eines Tages wird mehr aus ihrer Beziehung. Maya und Lochan wissen, dass sie etwas Verbotenes tun, aber ihre Gefühle sind stärker und sie können nicht mehr ohne den anderen sein. Denn: Wie kann sich etwas Falsches so richtig anfühlen? Leseprobe: http://media.lovelybooks.de.s3.amazonaws.com/Leseprobe_Forbidden_Tabitha-Suzuma.pdf *** Wie ist das Buch? *** "Es ist das schockierendste Buch, dass ich je gelesen habe. Ich bin immer noch total fertig mit den Nerven und mir treten ständig Tränen in die Augen, das hab ich so noch nie erlebt. Ich musste zwischendrin auch immer wieder Pausen einlegen, weil es mich emotional einfach total mitgerissen hat..." schreibt LovelyBooks-Leserin Glass in ihrer Rezension zu 'Forbidden'. Im Durchschnitt erreicht das Buch bereits 4,5 Sterne bei LovelyBooks. *** Leserunde: So könnt ihr euch bewerben *** Bis Dienstag, 16.8., kannst Du dich hier unter dem Bereich "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" für eines der 30 kostenlosen Testlese-Exemplare bewerben. Erkläre uns nur, wieso dich dieses heikle Thema besonders interessiert! Übrigens haben wir ein paar Exemplare für Buch-Blogger reserviert. Wenn Du also einen Blog hast und ihn bei deiner Bewerbung verlinkst, kannst du deine Chancen etwas steigern! Du hast das Buch nicht gewonnen oder vielleicht sogar schon gelesen? Diskutiere doch trotzdem mit uns! Wie immer sind alle Leser herzlich zum gegenseitigen Austausch eingeladen. :)

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. August 2011 um 16:19

    "How can something so wrong feel so right? * Die Familie Whitley gibt es nicht mehr! Der Vater ist abgehauen und hat eine neue Familie gegründet. Für seine alte Familie interessiert er sich nicht mehr! Die Mutter ist Alkoholikerin und sozusagen bei ihrem neuen Freund eingezogen. Sie benimmt sich wie eine naive Teenagerin und "besucht" ihre Kinder immer seltener. Übrig bleiben nur noch der 17-jährige Lochan, der hochbegabt, aber sehr still ist und in der Schule panische Angst hat, etwas zu sagen, die 16-jährige Maya, die im Gegensatz zu ihrem Bruder recht beliebt ist, der 13-jährige Kit, der momentan eine schwierige Phase durchlebt, der 8-jährige Tiffin, der für sein alter sehr viel Energie hat und die 5-jährige Willa, die einfach nur zum Knuddeln ist. Seit der Vater abgehauen und die Mutter in den Alkoholsumpf abgestürzt ist, kümmern sich Lochan und Maya um ihrer kleinen Geschwister, als wären sie ihre Eltern. Schließlich brauchen die Kleinen jemanden, der auf sie aufpasst, ihnen kocht, bei den Hausaufgaben hilft, mit ihnen spielt, notfalls in die Schranken weißt und vor allem jemanden, der ihnen Liebe schenkt. Von der Mutter ist schon lange keine mehr zu erwarten. Diese ungewöhnliche Situation spitzt sich nach zu, als Maya und Lochan merken, dass sie Gefühle für einander entwickeln, die nicht sein sollten, die nicht sein dürfen! Während Maya versucht, das Beste aus der Situation zu machen, damit zu leben und es so gut wie möglich zu verheimlichen, macht Lochan sich große Sorgen. Was wenn das rauskommt? Das ist Inzucht! Die Gesellschaft findet sowas eklig! Aber was soll man schon gegen seine Gefühle machen? Durch den gesellschatlichen Druck und seine Verantwortung als der Ältere der beiden, macht er Maya klar, dass ihre Beziehung nicht sein kann. Sie versuchen, wieder wie normale Geschwister miteinander umzugehen und werden vor Sehnsucht nach einander krank. Auch Lochan bemerkt schnell, dass man gegen die wahre Liebe machtlos ist und lebt seine Gefühle zu Maya aus. Doch wie weit dürfen die beiden gehen? Es beginnt ein gnadenloses Versteckspiel, aber auch eine Liebe, wider den gesellschaftlichen Grenzen, die so stark ist, dass nicht sie aufhalten kann. Oder doch? * Erst einmal muss ich sagen, dass Tabitha Suzuma eine großartige Autorin ist. Ich habe das Buch ja auf Englisch, also Originalsprache gelesen und der Schreibstil hat mich umgehauen. So wie sie die Gefühle und Empfindungen von Maya und Lochan beschreibt, habe ich es noch nie von irgendeiner anderen Autorin gelesen! Außerdem hat sie meine volle Anerkennung verdient, da sie so mutig war, sich an ein so heikles Tabuthema zu wagen. Viele Autoren schrecken vor soetwas zurück und schreiben dann lieber wieder einen seichten niveaulosen Frauenroman. Aber nicht Tabitha Suzuma. Diese Autorin hat es tatsächlich geschafft, dass ich mich während des Romans kein einziges mal vor Maya oder Lochan geekelt habe. Ich habe mich einfach nur gefreut, dass die beiden sich so innig lieben und so wunderbar um einander kümmern. Das ist wahre Liebe. Mal davon abgesehen, dass sie Geschwister sind, glaube ich, dass das die schönste Liebesgeschichte ist, die ich je gelesen habe. Und das liegt einzig und alleine daran, dass Tabitha Suzuma die Gefühle der beiden so wundervoll beschreibt und man dadurch einfach merkt, wie echt und groß die Liebe der beiden ist! * Mag sein, dass das Thema nicht für jederman ist, aber wenn man als Leser Angst hat, sich von der Geschichte abgestoßen zu fühlen kann ich nur sagen: Vergesst es! Mir zumindest ging es so, dass ich mich zwischendrinnen geradezu daran erinnern musste, dass die beiden Geschwister sind, weil man das bei den heftigen Gefühlen, die die beiden für einander haben einfach so leicht vergisst! Ich fand das Buch einfach nur richtig schön, gefühlvoll, niveauvoll und melanchonisch. Mich hat das Buch noch lange nach dem Lesen nicht mehr losgelassen und ich musste wirklich darüber nachdenken, wie ich zu diesem Thema stehe. Ob ich das richtig finde, dass Geschwister sich nicht lieben dürfen und soweiter. Das ist ja nun wirklich ein sehr heikles Thema! * Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen! Jeder der mal etwas ganz anderes lesen möchte und eine bewegende Liebesgeschichte lesen will, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen! Klar muss man sich auch das Thema einlassen, aber wenn einem das erst gelingt, wird man das Buch geradezu verschlingen!

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    Rahel1102

    08. August 2011 um 11:17

    Lochan und Maya kümmern sich um die Geschwister der Familie Whitley. Das sind: Die Fünfjährige süße, blonde, unschuldige Willa. Der achtjährige dunkelblonde Wirbelwind Tiffin und der Dreizehn Jährige Kit. Besonders Kit ist anstrengend. Er gehört zur Clique der Schläger und Kiffer und er macht am liebsten seinen 17 jährigen Bruder Lochan fertig, da der gut aussehende, schwarz haarige Junge einen Sozialphobie hat und mit niemanden außer seiner Familie reden kann. Seine 16 jährige rotbraun haarige, zierliche Schwester Maya verteidigt oft ihren Bruder. Beide sind sehr beliebt auf der Schule und beste Freunde. Ihr Vater, ein Dichter, lebt mir seiner neuen Familie in Australien und ihre Mutter hat ein massives Alkoholproblem und ist meist mehr bei ihrem Freund, als daheim. So bleibt es an den beiden ältesten Geschwistern sich um die jüngsten zukümmern. Sie morgens wecken, ihnen Frühstück machen, zur Schule schicken und abholen. Mit ihnen Hausaufgaben machen, ihnen Essen kochen und sie zu Bett bringen. Nebenbei versuchen May und Lochan noch ihre guten Noten zuhalten und den Haushalt zumachen. Die einzigen freien Momente haben sie, wenn ihre Mutter sich mal aufrafft mit den anderen was zu unternehmen. Meist verbringen Lochan und Maya zusammen diese Momente. Als Maya ihr erstes Date hat, begreifen beide plötzlich, wieso sie auf andere Eifersüchtig sind, denn Maya liebt Lochan und er liebt seinen Schwester Maya. Obwohl verboten und sie am Anfang dagegen an kämpfen kommt es doch dazu, dass die beiden ihre Gefühle nachgeben und Inzest begehen... Fazit: Das Buch ist... schockierend und spannend. Die Familie ist wirklich kaputt und Maya und Lochan sind mehr Eltern als Geschwister, aber Inzest? Sie sind sich der vollen Konsequenzen bewusst, tuen es aber dennoch. Ich habe schon viele Bücher mit Tabu Themen gelesen, aber Geschwisterliebe ist definitiv auch meine Grenze. Vor allem, da man die Figuren dennoch gern hat und es einen so leid tut das sie nie zusammen seinen dürfen. So ist das Ende eigentlich klar und man möchte es doch nicht wissen. Das Buch ist definitiv nichts für schwache nerven..

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    Alice93

    07. June 2011 um 01:22

    Forbidden ist ein Buch das lange nachwirkt. Forbidden brennt sich in den Kopf seines Lesers ein. Forbidden lässt einen zurück mit einer Bandbreite an Gefühlen und man ist Tabitha Suzuma dankbar diesen,mehr als nur,Jugendroman geschrieben zu haben,denn es besteht die Gefahr,dass man danach über manche Dinge anders denkt als zuvor! Maya und Lochan wachsen in London auf.Der Vater hat sich vor etlichen Jahren von ihrer Mutter getrennt,die seitdem mehr als nur ein Alkoholproblem hat. Und so sind es Maya und Lochan die die Familie zusammenhalten,während sie mit ihren eigenen und gemeinsamen Geistern zu kämpfen haben. Dabei entwickelt sich etwas so zartes und zebrechliches,welches in der Gesellschaft schlichtweg mit dem Wort "Inzest" abgetan wird. Maya und Lochan zeigen dem Leser jedoch,dass es nur eins ist. Liebe.

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    Erdbeere_Mag_Lesen

    16. January 2011 um 13:56

    Ich habe noch nie ein Buch über das Thema Inzest gelesen und es hat mich einfach gereizt zu erfahren, wie die Autorin die Beziehung zwischen den Beiden umsetzten würde und ob man erfährt, wie ihre Umgebung darauf reagiert. An sich ist es schon ein schwieriges Thema, das leicht ins Unrealistische oder Morbide abrutschen kann. Was hier, Gott sei Dank, nicht der Fall war. Selten habe ich ein Buch gelesen, welches mich so emotional zerriss und an die Grenzen meiner Gefühle brachte. Es ist nicht nur ein Buch über eine verbotenen Liebe, sondern auch ein schockierendes und realistisches Portrait einer kaputten Familie aus London. Neben der eben genannten Liebe, spielen auch die Familienverhältnisse untereinander eine große Rolle. Die Protagonisten Maya und Lochan sind die 2 ältesten von insgesamt 5 Kindern. Da die Mutter nur mit ihrer Abwesenheit glänzt und sich lieber ihren Lover und ein paar Flaschen Alkohol hingibt, müssen eben Maya und Lochan den Part der Eltern übernehmen. Dies beinhaltet, dass sie neben ihrer Schule die Kinder wecken, Frühstück machen, zur Schule bringen, wieder abholen und sich mit ihnen bis abends beschäftigen müssen, ehe sie ins Bett gehen. Mich überkam eine Welle der Wut auf die Mutter und großes Mitgefühl für die Kinder. Es gab Momente, da konnte ich nicht anders als verständnislos den Kopf zu schütteln und hätte der Mutter am liebsten das Buch um die Ohren gehauen. Selten ist mir eine so unsympathische Person in einem Buch untergekommen. Und wir könnten hier auch von Hass reden, denn ich habe sie gehasst. Neben all dem Stress und Streit zu Hause und in der Schule passiert das Unglaublichste: Maya und Lochan entdecken ihre Liebe zueinander. Eine Liebe, die schon immer da war, aber erst jetzt zum Vorschein kam. Eine Liebe, die schmerzvoller und sehnsuchtsvoller nicht sein kann. Eine Liebe, die so schön und doch so verboten ist. Maya und Lochan sind sich die Konsequenzen ihres Handelns durchaus bewusst und sträuben sich anfangs dagegen. Doch dies führte meistens zu seelischen, ja fast körperlichen, Qualen. Denn Maya und Lochan konnten nicht ohne einander leben. Jede Trennung kam einer Hinrichtung gleich. Ihre Liebe war so stark, dass es einen selber schon weh tat. Tabithia Suzuma schreibt abwechselnd aus der Sicht von Maya und Lochan. So kennt der Leser jeweils die Gefühle und Gedanken der beiden und leidet mit ihnen. Und wenn ich sage leiden, dann meine ich das auch. Ich habe zum Ende hin gezittert und ein paar Tränchen vergossen. Naja, eigentlich kommt es eher einer Pfütze gleich. Nachdem ich, Rotz und Wasser heulend, das Buch zugeschlagen habe, musste ich mich erst mal sammeln und das verarbeiten, was ich gerade gelesen habe. Suzuma beschreibt die Geschichte so realistisch, frei von jeglichen Kitsch und so schockierend ehrlich. Man musste sich beim Lesen auch jedes Mal ins Gedächtnis rufen, dass sie eigentlich Geschwister sind. Das Thema Geschwister war immer allgegenwärtig, jedoch empfand man beim Lesen nichts Perverses oder war angeekelt, obwohl es durchaus ein verwerfliches Thema ist. Tabithia Suzuma konzentrierte sich hauptsächlich auf die Liebe, die es niemals geben sollte. Sie geht dabei sehr zärtlich und sensibel auf das Thema ein, geht niemals ein Schritt zu weit und hat ein schönes Erzähltempo. Die Figuren hat sie dabei jeweils liebevoll herausgearbeitet. Jeder hatte seinen eigenen Charakter. Besonders Lochan und seine kleine Schwester Willa habe ich besonders ins Herz geschlossen. Vor allem Lochan war ein so lieber und süßer, aber auch verzweifelter und gebrochener Charakter. Mein Urteil: Unbedingt Lesen! Selbst wenn man die Letzte Seite umblättert und das Buch schließt, bleibt es doch im Hinterkopf hängen. Es ist erschütternd, traurig und herzerweichend.

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  • Rezension zu "Forbidden" von Tabitha Suzuma

    Forbidden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. January 2011 um 17:55

    Nun, ich habe das Buch gelesen und wusste, worauf ich mich einlassen würde. Die Tiefe der Gefühle und wie sich die Personen zunächst dagegen gewehrt haben, hat mich aber wirklich berührt. Wie sie sich die Zukunft ausgemalt haben, eine gemeinsame Zukunft, weg von der Mutter, die sowieso kaum zu hause ist, weg von der Schule, die zumindest Lochan keinen Spaß bereitet, da er panische Angst hat, mit jemandem von ihnen überhaupt zu reden. Weg von der Justiz, die beide sofort anklagen würde, wenn sie etwas davon erfahren würde. Doch auch weg von den drei jüngeren Geschwistern, die sie so lieben... Es ist eine hoffnungslose Liebe, der doch sehr viel Hoffnung gemacht wird während des Buches. Da die Autorin schlecht die beiden davonkommen lassen konnte (was gäbe das für einen Aufschrei von den Leuten?), ist das Ende, so wie es ist, wohl noch am besten. Und doch ist es sehr traurig und hat mich zu Tränen gerührt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich das Buch wahrscheinlich kein zweites Mal lesen werde. Das Thema ist zu heikel und sieht man es realistisch: nicht gerade angenehm, obwohl sich die beiden wirklich lieben.

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