Der Blumenkrieg

von Tad Williams 
4,2 Sterne bei169 Bewertungen
Der Blumenkrieg
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Rodrik-Andersens avatar

Buch abgebrochen - Erzählstil war nicht nach meinem Geschmack.

C

Wunderschöne Geschichte

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Inhaltsangabe zu "Der Blumenkrieg"

Das Meisterwerk von Tad Williams – erstmals im Taschenbuch
Die Zukunft unserer Welt steht auf dem Spiel. Doch entschieden wird sie nicht in den Zentren der Macht, sondern im Blumen-Parlament in Elfien, einer bizarren und außergewöhnlichen Anderswelt. Was sich wie ein Märchen anhört, wird für den notorischen Versager Theo plötzlich Wirklichkeit. Denn wie aus dem Nichts taucht eines Tages ein winziges Flügelwesen auf und öffnet Theo eine verborgene Tür – in eine magische Welt und in das Abenteuer seines Lebens ...
• Mit seiner „Otherland-Saga“ setzte Tad Williams neue Maßstäbe in der Fantasy. In „Der Blumenkrieg“, einem in sich abgeschlossenen Roman, wendet er sich der klassischen Anderswelt zu: Urban Fantasy der Spitzenklasse!• Bestsellerautor Tad Williams, übersetzt in mehr als 20 Sprachen, gilt als der vielseitigste und wichtigste Fantasy-Autor der Gegenwart

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453532748
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:958 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:02.01.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    Rodrik-Andersens avatar
    Rodrik-Andersenvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Buch abgebrochen - Erzählstil war nicht nach meinem Geschmack.
    Buch abgebrochen - Erzählstil war nicht nach meinem Geschmack

    Bei Tad Williams handelt es sich - neben George R.R. Martin - um einen der bekanntesten und prägendsten Fantasy-Autoren unserer Zeit. Die Tatsache, dass ich von Tad Williams bislang noch kein Buch gelesen habe, wollte ich daher nicht auf sich beruhen lassen. Da ich nicht gleich eine komplette Serie in Angriff nehmen wollte, griff ich stattdessen zu diesem Werk, dessen Geschichte in sich abgeschlossen ist.

    Keine Frage: Bei "Der Blumenkrieg" handelt es sich mit knapp 800 Seiten um einen richtigen Wälzer. Ich kam allerdings nicht über die ersten 10 Kapitel hinaus.

    Woran es lag, dass ich das Buch schließlich abgebrochen habe?

    Einerseits war der ausschweifende Erzählstil des Autors überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Die Sätze plätschern - in die Länge gezogen - einfach vor sich hin. Selbst nach 150 Seiten wollte bei mir überhaupt keine Spannung aufkommen. Zudem kam die Handlung nicht in die Pötte. Und die Wahrscheinlichkeit war hoch, dass sich daran nichts so schnell ändern würde.
    Dann gab es da noch die Hauptfigur Theo, der zwar wirklich gut ausgearbeitet war, sich aber trotz geringer Schulbildung unentwegt wie ein Gelehrter ausdrückte. Das passte einfach nicht zusammen.

    Da mir mein Bauchgefühl zuflüsterte, dass sich an den gegebenen Umständen wohl nichts mehr ändern würde, beendete ich vorzeitig meinen Besuch in die Elfenwelt, der eigentlich erst im 10. Kapitel beginnt (was auch schon Aussagekraft genug hat).

    Eine Stelle aus dem Buch ließ mich schmunzeln, brachte sie doch zum Ausdruck, wie es mir beim Lesen dieses Buches erging. Auf Seite 125 steht geschrieben:
    "Langsam verlor er die Geduld mit dem Buch seines Großonkels. Die Beschreibungen waren interessant, ja faszinierend (...). Das Buch war eine kuriose und wahrscheinlich hoffnungslos unverkäufliche Mischung aus Fantasy ohne Abenteuer (...)."
    Letzteres trifft auf "Der Blumenkrieg" zwar nicht zu. Aber für mich traf dieser Vergleich genau ins Schwarze.

    Fazit: Ich konnte feststellen, dass mir der Schreibstil von Tad Williams überhaupt nicht liegt. Das ist eben Pech für mich. Was spannende Charakterentwicklung und geschliffene Dialoge anbelangt, hat George R.R. Martin für mich ganz klar die Nase vorne. Da ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe, vergebe ich eine mittlere Bewertung, die meine vorsichtige Zurückhaltung zum Ausdruck bringen soll.

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    phantastische_fluchtens avatar
    phantastische_fluchtenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nie waren Elfen dekandenter und bösartiger
    Humorvoll, skurril, wunderbar, poetisch

    Theo ist Anfang 30, ein Waschlappen, ein Looser, ein Typ, der seinen Weg noch nicht gefunden hat. Einer, der anders sein möchte als seine Eltern aber im Endeffekt nicht weiß, was er eigentlich will. Kein Studium, kein fester Job, eine Beziehung, die nicht den Stellenwert für ihn hat, die für eine glückliche Beziehung angebracht wäre. Und Musikerfreunde mit denen er abhängt,  alle ohne Perspektiven. Als Theos Freundin ihr gemeinsames Kind verliert, schmeißt sie Theo raus, denn sie gesteht sich endlich ein, was sie schon lange fühlt: Nichts ist für diesen Mann wichtig, außer der Musik. Theo zieht wieder zu seiner Mutter zurück, zu der er nie eine herzliche Bindung hatte. Doch als sie an Krebs erkrankt, pflegt er sie und begleitet sie bis zu ihrem Tod. In dieser kurzen Zeit kommen sie sich näher als jemals zuvor und ihr Tod hinterlässt eine Leere in ihm. Er verkauft das Haus seiner Eltern und zieht sich für ein Jahr von der Welt zurück, um endlich herauszufinden, was in seinem Leben schief läuft und wohin sein Weg ihn führen soll. Dazu mietet er sich eine abgelegen Berghütte, doch bald stellt er fest, dass sie Einsamkeit nicht so sein Ding ist. Er fühlt sich beobachtet und verfolgt und Alpträume plagen ihn.  Um sich abzulenken liest er das Tagebuch seines unbekannten Großonkels, das von einer märchenhaften Welt erzählt, teilweise unserer ähnlich, teilweise grotesk und andersartig.  Bevor er sich noch richtig entschieden hat ob er diese Erzählungen für bare Münze nehmen oder als Phantasien eines Irren abtun soll, befindet sich Theo plötzlich selbst in dieser Welt. Vor einem Monster gerettet von einer scharfzüngigen Minifee,  wird er herüber gezerrt in eine andere Welt. Er, der Tagträumer und ohne Perspektiven, der sich in seiner eigenen Welt kaum zurecht findet, muss plötzlich Partei ergreifen in einem Kampf, den er nicht versteht,  in einer Welt, die er nicht versteht. Das ihm dabei  jeder nach dem Leben trachtet, macht die Sache für ihn nicht einfacher. Zum Glück hat er Apfelgriebs an seiner Seite, die trotz ihrer nur 15 cm Körpergröße, dem uncoolen Antihelden eine große Hilfe ist. Kommentar: Nach Osten Ard und Otherland ist man als Leser zuerst bestürzt zu erfahren, dass es sich hier um ein einbändiges Werk handelt. Doch der Autor schafft es, auf 800 Seiten alles aufzubieten, was ein erstklassiges Fantasywerk braucht. Und er widerlegt hier alle gängigen Klischees, die in der Fantasy so verbreitet sind. Elfen sind edel, Goblins sind hirnlose Trottel, Oger sind Bösewichter. Nicht so hier, nicht in Elfien, wie dieses Land genannt wird. Hier dominieren despotische, arrogante und intrigante Elfen über den Rest des Landes. Es herrscht eine Mehrklassengesellschaft, in der die Goblins ausgebeutet und die Armen unterdrückt werden. Wie im indischen Kastensystem ist es kaum möglich, die Gesellschaftsschicht zu verlassen, in die man hineingeboren wurde. Viele Unterdrückte arbeiten für wenige Reiche. Theo ist entsetzt, als er den sagenumwobenen Elfen in Natura begegnet. Nichts gleicht den Erzählungen über Elfen in seiner Welt. Nichts ist hier märchenhaft, außer die seltsamen Wesen, denen er begegnet, die Welt steht kurz vor einem Krieg. Allerdings ist ihm schleierhaft, was er damit zu schaffen hat und warum er verfolgt und bedroht wird. Er ist und bleibt über weite Längen des Buches ein Waschlappen und Angsthase, der nur in seine eigene Welt zurück möchte. Apfelgriebs nennt ihn flach, er verfügt über keinen Charakter und befasst sich nur mit sich und seinem eigenen Elend. Die Fee findet sehr deutliche Worte für den oberflächlichen jungen Mann, denen wir als Leser nur zustimmen können. Er ist es auch nicht, der den Leser in seinen Bann hält. Es sind die Bewohner Elfiens, die den Charme des Buches ausmachen, allen voran Apfelgriebs, Wuschel und Knopf. Die legendären, menschenähnlichen Elfen dagegen sind durchweg unsympathisch.  Die Jugend ist dekadent, verdorben und verzogen, die Älteren sind gierig und Macht besessen. Die sieben reichen und mächtigen Adelsgeschlechter herrschen über das ganze Land. Obwohl Fürst Narziss die Menschen verachtet und als minderwertig ansieht, geht er den gleichen Weg, wie die Menschen. Die Elfen bedienen sich der Erfindungen der Menschen, die hier allerdings eher durch Magie betrieben werden. Doch diese Magie, welche aus der Kraft des Landes gezogen wird, ist nicht unendlich. Um dies zu vertuschen, unterdrücken die herrschenden Adelshäuser die anderen Rassen mehr und mehr und beuten sie aus. Ein Krieg ist unvermeidlich.  Der Autor findet sehr deutliche Worte und hält uns teilweise einen Spiegel vor. Man könnte diese Geschichte durchaus sozialkritisch nennen. Dazu passt es auch, dass der Held eben kein Held ist. Er ist ein Mensch, der keine Ziele im Leben hat und nichts mit sich anzufangen weiß.  Er ist ein Vertreter der Generation ohne Ziele. Die Eltern, die hart geschuftet haben, damit ihre Kinder es besser haben, die den Kindern aber somit keine Perspektiven mitgegeben haben. Eine Generation, die sich treiben lässt.   Während Tad Williams wunderbar mit der Sprache umgehen kann, besitzt der Übersetzer Hans-Ulrich Möhring dieses Talent nicht unbedingt. Wie soll man sich als Leser ansonsten die sich wiederholende Wortkombination „ als wie“ erklären? Man mag es vielleicht einem heimischen Dialekt des Übersetzers zuschreiben, als Leser empfindet man diesen Satzbau  jedoch als absolut störend. Da hat er seine Sache bei Otherland wesentlich besser gemacht. Fazit: Ich mochte schon fool on hill und Elfen in New York. Dieses Buch reiht sich nahtlos an diese außergewöhnlichen und andersartigen Fantasygeschichten an und bereitet dem mutigen Leser unendliches Vergnügen.  Wer allerdings Elben a la Hennen und Tolkien bevorzugt, wird eher enttäuscht werden.

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    Zaras avatar
    Zaravor 5 Jahren
    Tolle neue Ideen

    Nach Osten-Ard habe ich es nun mit dem Blumenkrieg versucht. Für meine Verhältnisse schreibt Williams mir etwas zu ausufernd. Klar, es macht Spaß es zu lesen, aber manchmal sind es mir doch zu viele Details. Das ist mir schon bei Osten-Ard aufgefallen.

    Sprachlich und durch die Handlung war sofort klar: Das ist Fantasy für Erwachsene. Nur waren die ersten 100 Seiten so gar nicht das, was ich erwartet hatte. Von Fantasy erstmal keine Spur. Dann wurde ich auch noch vom Klappentext ziemlich irre geleitet. Dort wurde ich informiert, dass Theo "ein notorischer Pechvogel" ist. Was ich aber dann bekam, war ein vom Schicksal gebeutelter Mann, der einen Schicksalsschlag nach dem anderen hinnehmen musste.

    Zum Glück habe ich durchgehalten, denn ab dem Zeitpunkt, wo es in Elfien weiterging, wurde ich für den Anfang entschädigt. Eine tolle Elfenwelt mit neuen Charaktern und endlich einmal nicht ein typisches "alle Elfen sind umwerfend" Buch. Von böse über zwielichtig bis nett. Manche konnte ich gar nicht einschätzen. Es hat richtig Spaß gemacht, Tad Williams hat einen Ideenreichtum, das ist wirklich wahnsinn.

    Wegen dem - für mich - nicht so gelungenen Anfang, vergebe ich: 3,5 Sterne

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: DER BLUMENKRIEG ist ein phantastisches Epos, das mit einer neuen fremden Welt aufwartet, die man gerne entdecken möchte.
    Autos, Magie und Wechselbälger

    Ein Schicksalsschlag treibt den dreißigjährigen Theo aus der Stadt heraus in eine einsame Hütte. Als ihn etwas angreift, kommt ihm ein kleines geflügeltes Wesen zur Hilfe und bringt ihn in die Elfenwelt. Dort herrschen die Elfen in einer ähnlich hochtechnisierten Welt wie unserer, nur dass die Technologien nicht mit gewöhnlichem elektrischen Strom funktionieren. Die Welt hat ihre eigenen Gesetze, die Theo erst verstehen muss. Doch sein Auftauchen hat einen Grund und langsam gerät er in das Machtspiel der hohen Adelshäuser der Elfen: den Blumen.

    Auch in DER BLUMENKRIEG schafft es Tad Williams („Otherland“) durch die vielen Details eine epische Handlung zu schaffen, die einen nicht mehr loslässt.
    Auch wenn sich viel Zeit für die Charakterentwicklung genommen wird, folgen die Charaktere in erster Linie ihrem Rollenbild, aber gerade das lässt sie dem Leser so ans Herz wachsen. Die Charaktere beleben die Handlung, die ihre Höhen und Tiefen hat. Und auch wenn der Anfang einem sehr lang erscheinen mag, da es länger dauert, bis die Elfenwelt überhaupt in Erscheinung tritt, heißt es durchhalten, denn danach entfaltet sich die mitreißende Geschichte, die hier erzählt wird.

    Die Stärke es Buches liegt besonders in der Andersartigkeit der Elfenwelt, die unserer so fremd zu sein scheint und doch genauso Abgründe kennt.
    DER BLUMENKRIEG ist ein phantastisches Epos, das mit einer neuen fremden Welt aufwartet, die man gerne entdecken möchte.

    Daniela

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    Maggis avatar
    Maggivor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Heute zu Ostern geschenkt bekommen beginne ich nun neugierig die Lektüre...
    Rezension zu "Der Blumenkrieg" von Tad Williams

    Ein sehr vielschichtiges Fantasy-Buch, das einen in eine komplexe neue Welt entführt.

    Theo, der Inbegriff eines Mannes, der im Leben nichts erreicht hat, wird eines Abends von einer kleinen Fee unfreiwillig nach Elfien entführt. Er, die nie an die Existenz eines Märchenlandes geglaubt hat, muss sich auf einmal in einer Gesellschaft zurecht finden, deren einfachste Regeln und Bräuche ihm völlig fremd und unverständlich sind. Außerdem scheinen sich mehrere Mächtige dieses Landes darum zu reißen, Theo in die Hände zu bekommen, was er nun erst recht nicht versteht. Apfelgriebs, die Fee, steht ihm mit losem Mundwerk tatkräftig zur Seite und hilft ihm sowohl bei der tatsächliche Reise durch Elfien, als auch bei der emotionalen und psychischen Annäherung Theos an das neue Land.

    Hier kommt alles zusammen, was gute Fantasy ausmacht: Spannung, Abenteuer, Intrigen, Macht, Ängste und Hoffnungen. Zudem stellt Theo sich Fragen nach dem Sinn seines Lebens und seinem Dasein in Elfien, was offensichtlich weder zufällig noch unbedeutend ist.

    Auffällig ist die komplexe Ausarbeitung der Gesellschaftsstrukturen Elfiens, die dem Autor sehr gelingt und die Geschichte von anderen Büchern abhebt. Machtmissbrauch, Knechtschaft... das alles eingebunden in eine glaubhafte Ideologie und Historie.

    Wirklich lesenswert, lediglich ein Stern Abzug wegen der Länge des Buches, 200 Seiten weniger hätten der Story, meines Erachtens nach, nicht geschadet und den Lesefluss (und vor allem die Zeit, in der man das Buch schaffen kann) verbessert.

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    Grummelchens avatar
    Grummelchenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Blumenkrieg" von Tad Williams

    Die Hauptperson Theo weiß mit seinem Leben nicht recht was anzufangen. Praktischerweise fängt das Leben etwas mit ihm an - er wird von einer winzigen Elfe durch ein Tor in die Welt der Elfen gezerrt. Gerade noch rechtzeitig, bevor ein widerwärtiges Wesen einer anderen Dimension Theo den Garaus hat machen können. Seine Reise führt ihn durch die korrupte Welt der Elfen, immer im Bewusstsein, ein Gejagter zu sein, allerdings ohne einen leisen Schimmer, warum ausgerechnet er auf der Zielscheibe der Mächtigen Elfiens klebt.
    Auch in diesem Roman zeigt sich der unglaubliche Ideenreichtum von Tad Williams. Leider leidet die Handlung ein wenig darunter: Eine geniale absurdität reiht sich an die andere, jedoch dienen diese häufig nicht dem Fortgang der Geschichte. Außerdem ist es ein wenig anstrengend, einen Helden von einer ausweglosen, tödlichen Situation in die nächste stolpern zu sehen, vor allem, da jedes Mal eben diese Ausweglosigkeit betont wird - der Leser weiß natürlich, dass der Held überlebt. Ein fesselndes Buch ist ein bisschen wie Treppensteigen: Irgendwann kommt die Handlung oben an. Dieses Buch gleicht eher einer Reihe von Trampolinsprüngen. Schade, vor allem, weil der Anfang, die Einführung des Helden, Tad-Williams-typisch genial ist und Theo ein so echter, glaubwürdiger Mann ist, wie man ihn sich nur denken kann. Aber eben leider nur am Anfang.

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    gras avatar
    gravor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Blumenkrieg" von Tad Williams

    Theo ist 30, talentierter doch erfolgloser Musiker mit wenig Ambition und wenig Perspektive. Als er dann von mehrere Schicksalsschlägen gebeutelt ganz unten ist, geschieht das Unglaubliche: ein grässliches Monster versucht ihn zu töten und in letzter Minute wird er von einem 15cm großen Elfenwesen in eine fremde Welt gerettet.
    Diese Welt erscheint ihm zunächst so schön, dass er es kaum aushalten kann, doch das bleibt nicht lange so. Schnell lernt er, dass er mächtige Feinde hat, selbst von seinen "Verbündeten" meist nur verachtet wird und keine Möglichkeit hat, aus dieser Welt zu verschwinden, von der er nicht einmal die elementarsten Regeln kennt. Auf seiner weiteren Flucht lernt Theo, dass die zunächst harmonisch erscheinende Gesellschaft auf Sklaverei und Rassismus gründet. Das ganze scheint noch schlimmer zu werden, als nach einem Staatsstreich das Chaos ausbricht...
    Während ich mich anfangs leicht an Gaimans Niemalslands erinnert fühlte, entfaltete sich beim Lesen bald der Willams-typische Zauber. Wieder einmal hat er eine völlig neue und originelle Welt erschaffen, bei der es mir echt Leid tut, dass er sich ausnahmsweise auf einen einzelnen Band beschränkt hat. Die verschiedenen Charakere sind glaubwürdig und facettenreich gezeichnet, wobei sie stets innerhalb des Rahmens ihrer jeweiligen "Rasse" bleiben. Über die Elfenwelt hätte ich brennend gern mehr erfahren - aber ich soll ja nicht immer meckern. Williams hätte jedenfalls mit Sicherheit genug Ideen, falls er eines Tagse eine Fortsetzung schreiben will. Sein Ideenreichtum zeigt sich schon darin, dass er Einfälle, die andere zu ganzen Büchern ausbauen würden, einfach in einem Nebensatz abtut (Lieblingsbeispiel: die Elfenwelt ist eine Lamarcksche Welt!).
    Lesen!

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    Asus avatar
    Asuvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Blumenkrieg" von Tad Williams

    Ein wundertolles Buch! Ich bin einfach total begeistert! Eine schöne Reise in eine Welt voller sonderbarer Wesen. Theo weiss gar nicht mehr wo sein Kopf steht, zuerst sieht er ein zombieähnliches Monster und dann auch noch eine winzige Fee die ein sehr großes Mundwerk besitzt. Ein Buch voller Fantasy und Abenteuer! Unbedingt lesen!

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    Ezris avatar
    Ezrivor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Blumenkrieg" von Tad Williams

    Der Protagonist dieses Buches - Theo - ist in unserer Welt 30 Jahre alt und hat noch nicht wirklich viel erreicht. Auf einmal ist ein untotes Monster hinter ihm her und eine kleine Fee öffnet ihm ein Portal nach Elfien. Hier beginnt sein Abenteuer. Die Welt der Elfen bildet eine Parallelwelt zu unserer Welt und ist in gewisser Weise mit ihr verbunden.
    Dennoch ist die Elfenwelt nicht die typische, bunt schillernde Märchenwelt, wie man sie aus anderen Büchern kennt. Es herrschen soziale Ungerechtigkeit, Unterdrückung und sogar Krieg. Dieser Krieg bedroht nun auch die Menschenwelt und Theo steht irgendwie im Mittelpunkt.

    Es handelt sich um eine sehr schöne, abgeschlossene Fantasygeschichte. Die Protagonisten sind liebevoll charakterisiert und man kann mit ihnen mitfiebern. Beeindruckt hat mich die Vielschichtigkeit der Elfenbevölkerung und die Fantasie, mit der ihre Eigenheiten beschrieben wurden. Leider ist auch dieses Buch von Tad Williams an manchen Stellen etwas langatmig. Ich habe es aber trotzdem gerne gelesen und empfehle es weiter

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    Darviniuss avatar
    Darviniusvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Blumenkrieg" von Tad Williams

    Nicht jeder der Tad Williams gewohnt ist wird das Buch unbedingt lieben . Doch ich fand es wunderschön. Grade die Idee mit der Paralleldimension der Elfen und Sagengestalten die sich immer mehr modernisiert und dabei ihre Wurzeln verliert. Natürlich ist da auch der Zeigefinger der auf moderne Themen wie Umweltverschmutzung etc zeigt. Doch stören tut es nicht. Im Gegenteil das Buch regt doch schon zum Nachdenken an stellenweise. Auch die Charaktere finde ich wiedermal sehr liebevoll ausgearbeitet. Es war ein schönes Leseerlebnis was ich gerne wiederholen werde einfach weil es Spass machte.

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