Die Hexenholzkrone 1 - Der letzte König von Osten Ard

von Tad Williams 
4,6 Sterne bei28 Bewertungen
Die Hexenholzkrone 1 - Der letzte König von Osten Ard
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Tolles Fantasy-Buch, in dass ich auch ohne Vorkenntnisse gut hinein gefunden habe. Bin gespannt wie es weiter geht.

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Inhaltsangabe zu "Die Hexenholzkrone 1 - Der letzte König von Osten Ard"

Der Auftakt von Tad Williams' neuem Epos aus Osten Ard

Osten Ard ist in Aufruhr. Seit 30 Jahre regieren König Simon und Königin Miriamel mit Weisheit und Güte über ihr Land. Doch die dunklen Mächte sammeln sich um die Nornenkönigin und wollen sich Osten Ard untertan machen.

Vor allem Prinz Morgan ist in Gefahr, denn die Feinde wollen seine Thronbesteigung verhindern und selbst die Macht erlangen. Da ruft König Simon seine alten Freunde zu Hilfe, und Binabiq, Aditu, Jiriki und Jeremias treten gemeinsam mit ihm gegen die Nornen und andere Widersacher an. Wird es einen gerechten Kampf geben? Können die Freunde Osten Ard verteidigen? Und wird Prinz Morgan unversehrt aus der Schlacht zurückkehren?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608949537
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:800 Seiten
Verlag:Klett-Cotta
Erscheinungsdatum:20.12.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 30.10.2017 bei Der Hörverlag erschienen.

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    derMichis avatar
    derMichivor 6 Monaten
    Fantasy für Feinschmecker

    Eigentlich soll die neue (und dem Titel zufolge vermutlich letzte) Saga um das Reich von Osten Ard ohne die ersten vier Bände funktionieren. Bleibt die Frage, ob es sinnvoll ist. Tad Williams hat zur Überbrückung noch einen weiteren Band geschrieben ("Das Herz der verlorenen Dinge"), der beide Erzählungen miteinander verknüpft, und baut außerdem viele Verweise auf frühere Ereignisse in die Handlung ein, die allerdings nur mit Vorwissen richtig gewürdigt werden können. Gerade die lang und breit besprochenen politischen Angelegenheiten des Hochkönigsbanns erfordern gleichermaßen Aufmerksamkeit, wie eine gewisse Vertrautheit mit der Welt.

    Macht nichts, immerhin fühlt sich der gesamte erste Band sowieso meistens wie ein Geschenk für alle Fans an, die gerne wissen wollen, wie es weitergeht. Simon und Miriamel sind in Würde gealtert, doch die nächste Generation macht ihnen Probleme. Prinz Morgan ist nicht nur der einzige infrage kommende Nachfolger des Königspaars, er schlägt sich zudem lieber mit den Vergnügungen seines prinzlichen Lebens herum, als sich für Verantwortung und Vorsicht zu interessieren. Ein spannender Konflikt, der den Titel der Saga "Der letzte König von Osten Ard" gleich in ganz anderem Licht erscheinen lässt. Denn offenbar stehen dem Reich oder der Königsfamilie gravierende Veränderungen bevor.

    Dass die ersten zwei Drittel dieses Buchs mit der ausgedehnten Rundreise des Königspaars beginnen könnte ein Gruß zurück an Kollege George R.R. Martin und dessen Roman "Die Herren von Winterfell" sein, der eine ähnliche Ausgangssituation beinhaltet. Martin schrieb seine Saga eigenen Aussagen zufolge unter anderem, weil ihn "Das Geheimnis der großen Schwerter" nachhaltig beeindruckte. Auch hier bemüht sich die alte Riege rund um den Thron ihre Angelegenheiten zu ordnen, während der Nachwuchs schon in den Startlöchern steht und sich am Horizont weitere Veränderungen andeuten. Hier ist das vor allem das Wiedererstarken der Nornen und das Auftauchen einer mysteriösen Sithi-Botschafterin, deren Schicksal bis zum Ende des Bandes unklar bleibt.

    Während Neueinsteiger gerade in der ersten Hälfe ein wenig Spannung und Abenteuer vermissen dürften, sollte allen eingefleischten Fans mit etwas Geduld der sanfte Wiedereinstieg gut gelingen. Und ja, in Sachen Komplexität kann sich Tad Williams' Weltenbau im Gegensatz zu vielen anderen prominenten Kollegen im Ansatz wirklich mit Tolkien messen. Außerdem hat Williams die Porno- und Gore-Effekte der Konkurrenz weniger nötig, sondern vertraut hauptsächlich auf seine fundiert ausgearbeiteten Charaktere und die sie umgebende Welt.

    Damit ist der Auftakt der neuen Saga besonders für alle Kenner von Osten Ard ein durch und durch gelungenes Werk, das die Stärken der Fantasy feiert und in Sachen Qualität meist nahtlos an die Vorgängerbände anknüpft. Einzig die Landkarten hätten gerne gesammelt am Anfang des Buches abgedruckt werden können, damit man sie nicht mühsam am Beginn der wichtigsten Abschnitte suchen muss.

    Originaltitel: "The Witchwood Crown. The Last King of Osten Ard Volume 1"
    Bonusmaterial: Landkarten, Vorbemerkung, Glossar

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    Cornelia_Ruoffs avatar
    Cornelia_Ruoffvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Super!
    Super!

    „Die Hexenholzkrone 1 - Der letzte König von Osten Ard“ von Tad Williams

    1. Klappentext

    Der Auftakt von Tad Williams‘ neuem Epos aus Osten Ard
    Osten Ard ist in Aufruhr. Seit 30 Jahre regieren König Simon und Königin Miriamel mit Weisheit und Güte über ihr Land. Doch die dunklen Mächte sammeln sich um die Nornenkönigin und wollen sich Osten Ard untertan machen.
    Vor allem Prinz Morgan ist in Gefahr, denn die Feinde wollen seine Thronbesteigung verhindern und selbst die Macht erlangen. Da ruft König Simon seine alten Freunde zu Hilfe, und Binabiq, Aditu, Jiriki und Jeremias treten gemeinsam mit ihm gegen die Nornen und andere Widersacher an. Wird es einen gerechten Kampf geben? Können die Freunde Osten Ard verteidigen? Und wird Prinz Morgan unversehrt aus der Schlacht zurückkehren?

    1. Das Hörbuch wird gesprochen von Andreas Fröhlich

    und wurde von der Hörverlag am 30. Oktober 2017 veröffentlicht.

    Andreas Fröhlich ist ein Traumsprecher und ein Virtuose der Modulation und der dramaturgischen Umsetzung. Viele Hörer kennen ihn aus der Eragon Reihe, den „drei ???“, dem „Labyrinth der träumenden Bücher“ oder als Synchronsprecher von Gollum.

    5/5 Punkten

    2. Zum Inhalt

    Tad Williams erzählt die Geschichte von Osten Ard weiter. In epischer Weise zeigt er die Zeit, dreißig Jahre nach dem Sturmkönigskrieg. In der Gegenwartszeit des Buches lebt es sich im Reich des Hochkönigspaares entspannt und friedlich. Es gibt kaum noch Zeitzeugen des großen Krieges..

    Doch dann geschehen Dinge, die Jene aufhorchen lassen, die sich noch an die Nornen erinnern können. Die Hikeda’ya zeigen sich wieder. Geschickt verpackt uns Tad Williams die Ereignisse in mehrere Haupthandlungsstränge. Ich möchte acht davon kurz skizzieren.

    1. Das Hochkönigspaar Simon und Miriamel ist zusammen mit ihrem Enkel auf Reisen Prinz Morgan auf Reisen und trifft Gefährten aus alten Zeiten wieder.
    2. Die Botin und Sithi Tanahaya von Shisae’Ron wird im Kyrnswald überfallen.
    3. Der zuhause gebliebene Königshaushalt mit der Enkelin Lilian, deren Mutter ...
    4. Der Prinz lernt Binabiqs Familie kennen und verändert sich.
    5. Die finstere Nornenkönigin Utuk’ku ist erwacht. Wird der alte Blutkult wieder aufleben?
    6. Eine Klaue der Königin fängt an, ihr Verhalten zu reflektieren..
    7. Der Hikeda’ya Viyeki wird von der Nornenkönigin unter Druck gesetzt.
    8. Die weiße Hand arbeitet im Untergrund..

    Dadurch erleben wir das Geschehen, das mindestens sieben Erzählperspektiven geschildert wird. Der Leser sieht es mit menschlichen Augen, aus der Sicht der Sithi, der Nornen und spürt den Machthunger der Nornenkönigin.

    Der Leser erhält durch die Handlungsstränge und die unterschiedlichen Erzählperspektiven eine komplexe Welt mit einem gelungenen Setting.

    Politsche Ereignisse und gesellschaftliche Besonderheiten sind herausragend ausgearbeitet.

    Tad Williams zeigt uns ein Generationenproblem. Die Helden, die beim letzten Krieg dabei waren, sind entweder tot oder alt und oft auch schon gebrechlich. Simons Enkel Prinz Morgan ist jetzt an der Reihe, allerdings weiß er nicht wirklich, worauf er sich einlässt, weil er die Hikkeda’ya - die Nornen und deren finstere Königin nur aus Erzählungen kennt. Wird er den Anforderungen erfüllen können?

    5/5 Punkten

    3. Protagonisten

    Prinz Morgan, der Enkel des Hochkönigspaares tritt eine Heldenreise an. Als „Säuferprinz“ gestartet, muss er sich nun nicht nur kämpferisch, sondern auch diplomatisch beweisen. Gelingt ihm mithilfe der Freunde seines Großvaters, Binabiq, Aditu, Jirik und Jeremias, die dunkle Macht in Gestalt der wiedererwachten Nornenkönigin zurückzuschlagen?

    Der Leser gewinnt die liebevoll ausgearbeiteten Charakter lieb, oder er beginnt sie zu verachten. Durch die vielschichtige Gestaltung der Figuren wird der Leser in die Geschichte gezogen. Nicht nur die Menschen entwickeln sich. Auch die Sithen und Hikkeda’ya entwickeln sich und reflektieren die Handlung.

    5/5 Punkten

    4. Sprachliche Gestaltung

    Der Leser muss sich „Tad Williams“ erarbeiten. Wir haben mehrere Handlungsstränge, zahlreiche Charaktere, es werden unterschiedliche Sprachen gesprochen, die Kulturen sind sehr unterschiedlich und funktionieren auf ihre eigene Art und Weise.

    Ich habe die ersten Kapitel zweimal gelesen, damit ich ja nichts überlese. Der Text ist dicht und der Weltenbau facettenreich. Dem aufmerksamen Leser gelingt es, in dieser Welt anzukommen und zu genießen.

    Der Spannungsbogen ist hoch und bleibt hoch. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

    Besonders gut hat mir das Glossar am Ende des Buches gefallen. Tad Williams hat nun mal viele Mitspieler und es ist schön, wenn man nachschauen kann!

    5/5 Punkten

    5. Cover und äußere Erscheinung

    „Die Hexenholzkrone 1 - Der letzte König von Osten Ard“ von Tad Williams in der Übersetzung von Cornelia Holfelder-von der Tann und Wolfram Ströle hat 800 Seiten, einen festen Einband und ist am 20.12.2017 unter der ISBN 9783608949537 bei Klett-Cotta im Genre Fantasy erschienen und kostet 20,60 €.

    Leider wurde „Die Hexenholzkrone“ für den deutschen Markt geteilt. Das führt zu einem etwas unglücklichen Ende des ersten Teiles.
    .
    Das Cover bildet das Hexenholz ab - die Hexenholzkrone? Passt genial zum Setting, auch wenn ich es nicht wirklich identifizieren kann.

    5/5 Punkten

    6. Fazit

    Wo Tad Williams draufsteht, ist auch Tad Williams drin. Für aufmerksames Lesen wurde ich mit außerordentlichem Weltenbau belohnt. Charaktere mit Tiefe haben mich beeindruckt und sind mir ans Herz gewachsen. Besonders das Halbblut Nezeru Seyt-Enduya - die Tochter von Vijeki, dem Großmagister des Ordens der Bauleute und dessen menschlicher Geliebten Tzoja. Nezeru gehörte zu den fünf Klauen der Nornenkönigin. Ich glaube sie wartet noch mit einigen Überraschungen auf.

    Man glaubt wirklich die Protagonisten zu kennen und wartet auf das Wiedersehen mit Band 2.

    Ich danke Klett-Cotta Verlag und NetGalleyDE für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

    Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.

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    Lerchies avatar
    Lerchievor 6 Monaten
    Es geht weiter mit Osten Ard

    Im Vorspiel lesen wir, wie eine Sitha im Kynswaldgehölz nahe des Hochhorsts überfallen wird…
    Simon und Miriamel regieren nun seit dreißig Jahren in Osten Ard. Ihr Königssitz ist der Hochhorst, doch sind sie nicht immer dort. Im Moment finden wird sie vor den Toren von Hernystir, wo man sie auf den Eintritt warten lässt…
    Prinz Morgan, seines Zeichens der Enkel des Königspaares benimmt sich absolut nicht wie der Thronfolger, der er nun mal ist…
    Und hier gibt es auch noch unheilvolle Gerüchte…
    Doch eigentlich ist das Königspaar auf dem Weg nach Rimmersgard, denn Herzog Isgrimnur, ein guter Freund von Simon, liegt im Sterben….
    Zwischen all diesen Geschehnissen um Simon, Miriamel, ihren Enkel Morgan und ihre Freunde, liest man auch was die Nornen hoch oben im Norden planen. Da sie nicht mehr viele waren, haben sie sich mit menschlichen Sklaven gepaart…
    Nezeru ist das Ergebnis einer solchen Paarung und hat es bis zur Klaue der wieder auferstandenen Königin Utuk‘ku gebracht…
    Auf dem Rückweg nach Erkynland zum Hochhorst wird die Gruppe von ein paar Nornen überfallen…
    Und dann gibt es da noch den Bund der Schriftrollen, dem jedoch nur noch wenige angehören…
    Wer ist die Sitha, die überfallen wird? Was wollte sie so nahe am Hochhorst? Warum hat man das Königspaar in Hernystir so lange warten lassen? Was gab es dort für Gerüchte, denen man evtl. doch nachgehen sollte? Wie benimmt sich der Prinz daneben? Wieso ist der Enkel der Thronfolger? Lebt Simons und Miriamels Sohn nicht mehr? Was ist mit ihm passiert? Was ist mit Herzog Isgrimnur? Wird er sterben? Was war das Ergebnis der Paarung der Nornen mit menschlichen Sklaven? Wie ist Nezeru so weit gekommen? Ist sie mehr Norne als Mensch? Wieso kommen die Nornen so weit in den Süden, dass sie den Zug des Königspaares überfallen können? Was hat es mit dem Bund der Schriftrollen auf sich? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

    Meine Meinung
    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es ist unkompliziert geschrieben, sieht man einmal davon ab, dass es in Fantasyromanen meistens irgendwelche etwas komplizierteren Worte gibt. In der Geschichte war ich wieder schnell drinnen und konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Die Sitha, die im Vorspiel überfallen wurde tat mir leid. So ganz dahinter gekommen, wie alt Morgan der Thronerbe ist, bin ich noch nicht. Auf jeden Fall ist er trinkfest.
    Das Buch nimmt nach und nach langsam Fahrt auf. Nicht jeder kennt die Vorgängerbände von Drachenbeinthron bis Engelsturm. Und so wird auch ab und zu auf die Vorgeschichte hingewiesen. Überhaupt als Simon und Miriamel in Elvritshalla bei Herzog Isgrimnur ankommen. Man merkt auch, dass auch ein Thronfolger nicht unbedingt immer das macht, was sich seine Großeltern wünschen. Tad Williams räumt in diesem Buch den Nornen etwas mehr Platz ein. Wir erfahren, dass die Strategie, Nornen mit Menschen (Sklaven) zu paaren, anscheinend aufgeht. Und Utuk’ku die Nornenkönigin, die lange in tiefem Schlaf lag, ist wieder erwacht. Sie dürfte die große Gefahr für die Menschen sein. Aber nicht alles, was in ihrer Abwesenheit passiert ist, gefällt ihr. Dieses Buch ist der erste Teil der Hexenholzkrone1 Der letzte König von Osten Ard. Hexenholzkrone 1 deshalb, weil das Urspungsbuch für die deutsche Übersetzung zu dick war und deshalb gesplittet werden musste. Tad Williams hat es auf jeden Fall mal wieder geschafft Spannung zu erzeugen, in diesem Buch gleich von Anfang an, auch wenn sie zwischendurch vielleicht ein klitzekleines bisschen nachließ. Aber sie hörte nie auf. Und am Ende haben wir dann noch einen Cliffhanger, der mich ungeduldig werden lässt, denn ich habe den zweiten Band noch nicht. Und dann geht es natürlich vermutlich genauso spannend wieder weiter und ich warte auf den dritten, den vierten Band. Und ich frage mich, was mit dem König passiert. Wer ist jetzt der letzte König von Osten Ard? Dieses Buch hat mich gefesselt und ich musste immer weiterlesen. Es bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und volle Bewertungszahl.

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    Flaventuss avatar
    Flaventusvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Tad Willliams ist ein wirklich sehr guter Auftakt zu einem neuen High-Fantasy-Epos gelungen.
    High Fantasy vom Feinsten

    Herrscht Frieden in den Landen, so ist es nicht derart beachtenswert, dass Bücher darüber geschrieben werden. Viel interessanter ist es, wenn Bewegung in die Fronten kommt und Unheil angekündigt wird. Zumindest in einem High-Fantasy-Roman. Und so verwundert es nicht, dass der neue Zyklus „Der letzte König von Osten Ard“ von Tad Williams gut 30 Jahre nach den Ereignissen aus „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ spielt.

     

    Vorkenntnisse?

    Es ist sehr löblich, dass der Autor diesen neuen Zyklus so geschrieben hat, dass Kenntnisse aus der Saga „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ nicht notwendig sind. Klar, für das Gesamtverständnis mag es hilfreich sein, aber ich persönlich finde, dass er es tatsächlich geschafft hat, die „aktuellen“ Ereignisse so zu beschreiben, dass der Leser nicht das Gefühl hat, dass ihm Informationen fehlen.

    Eventuell reicht es dem ein oder anderen Leser, eine Zusammenfassung der Ereignisse zu lesen, die sich an diversen Stellen im Netz befinden. Ich persönlich rate es allerdings so zu machen, wie ich selbst, und zuerst die vier Bücher des vorhergehenden Zyklus zu lesen.

     

    Neue alte Bekannte

    Die Mischung der Charaktere in diesem Buch ist Williams wirklich gut gelungen. Fast schon besser als im vorhergehenden Zyklus. Diverse Figuren wurden aus dem Universum genommen, andere sind in ihren Rollen gewachsen. Allen voran natürlich Simon und Miriamel. Aber neben den zum Teil charmant gealterten Bekannten, wird der neue Zyklus von vielen neuen Charakteren belebt, wie z.B. von „Prinz Frohsinn“, seines Zeichens Enkel der Majestäten.

    Auch wenn mir seine Rolle als pubertärer Saufbold anfänglich etwas aufgestoßen ist, so fand ich seine Entwicklung im Laufe des Buchs wirklich sehr gelungen. Ebenso wie die Darstellung der „anderen Seite“. Habe ich vor allem zum Ende des vorhergehenden Zyklus bemängelt, dass die Gegenspieler von Simon zu wenig Raum spendiert bekommen haben, so ist das Verhältnis in „Die Hexenholzkrone“ deutlich ausgeglichener.

    Alles in allem lebt das Buch von seinen authentischen Charakteren, die facettenreich ausgearbeitet wurden und Osten Ard von neuem zu beleben vermögen.

     

    High Fantasy vom Feinsten

    Dem Leser wird mit diesem Buch High Fantasy vom Feinsten geboten und ich persönlich finden den neuen Zyklus sogar atmosphärisch dichter und die Geschichte nochmals abwechslungsreicher. Selbstverständlich gibt es wieder mehrere Handlungsstränge, viele Charaktere und Namen und diverse verschachtelte Ereignisse, die der Geschichte eine typische Komplexität geben.

    Es gibt aber auch große Emotionen, Intrigen, Verrat und natürlich diverse Scharmützel, die einfach ebenso in diese Welt gehören.

     

    Fazit

    Tad Willliams ist ein wirklich sehr guter Auftakt zu einem neuen High-Fantasy-Epos gelungen. Dass „Die Hexenholzkrone“ derart umfänglich ist, dass der Verlag sich entschieden hat, diese in zwei Teilen erscheinen zu lassen, muss der Leser hinnehmen. Freunde des High Fantasy werden um diesen neuen Zyklus nicht umhin kommen und ich bin mir sicher, dass der Leser mit den beiden Teilen seine wahre Freude haben wird.


    Diese und weitere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

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    Motte_s avatar
    Motte_vor 7 Monaten
    Vielversprechender Auftakt

    Mit „Die Hexenholzkrone“ beginnt Tad Williams‘ neuer Zyklus „Der letzte König von Osten Ard“, welcher nach dem Zwischenspiel „Das Herz der verlorenen Dinge“ an die Saga um das Geheimnis der Großen Schwerter anknüpft.
    Dabei war „Die Hexenholzkrone“ mein Tor nach Osten Ard, doch auch ohne das entsprechende Vorwissen ist mir der Einstieg bestens gelungen. Musste ich mich stellenweise ob der Fülle an Völkern, Sprachen und Figuren etwas mehr konzentrieren, blieb dennoch alles verständlich.

    Miriamel und Simon, das Hochkönigspaar von Osten Ard, stehen vor einigen Herausforderungen. Gerüchten zufolge soll die Nornenkönigin erwacht sein, und auch bei den Hernystyri und in Nabban kündigen sich Konflikte an. Zu allem Überfluss bereitet ihnen auch der königliche Enkelsohn große Sorgen, der seine Rolle als zukünftiger Thronfolger nicht mit der gebührenden Ernsthaftigkeit  anzugehen scheint.
    In mehreren zunächst voneinander unabhängigen Handlungssträngen schildert Tad Williams das Schicksal mehrerer Bewohner von Osten Ard, die unter den unterschiedlichsten Bedingungen leben – doch keinem von ihnen entgeht, dass sich ihre Welt im Wandel befindet.
    Alle Figuren wirken bisher authentisch, doch erfährt man wegen der vielen Perspektivwechsel noch nicht allzu viel über einzelne Protagonisten.
    William’s Schreibstil ist dabei sehr angenehm, detailverliebt und zieht den Leser schnell mitten ins Geschehen, allerdings dauert es ein wenig, bis dieses an Fahrt aufnimmt. Anfänglich plätschert die Geschichte so vor sich hin, ohne, dass es zu spannenderen Zwischenfällen käme, doch dies wird der Tatsache geschuldet sein, dass hier die Basis für weitere Bände gelegt wird. Diese versprechen allerdings, spannend zu werden!
    Der Roman hat mich in seinen Bann gezogen und auch auf die Vorgeschichte bin ich sehr neugierig geworden.


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    Wortmagies avatar
    Wortmagievor einem Jahr
    Alte Freunde, dunkle Vorzeichen - es wird episch!

    Endlich ist es da! Seit ich erfahren habe, dass Tad Williams 2017 nach Osten Ard zurückkehrt und uns mit der neuen Trilogie „Der Letzte König von Osten Ard“ beglückt, konnte ich die Veröffentlichung des ersten Bandes „Die Hexenholzkrone“, der auf dem deutschen Markt geteilt erscheint, kaum erwarten. Das Zwischenspiel „Das Herz der Verlorenen Dinge“ versüßte mir natürlich die Wartezeit, doch es fachte meine Ungeduld auch zusätzlich an. Im September war es dann soweit. Der erste Teil „Die Hexenholzkrone 1“ erblickte das Licht der Welt und ich zögerte nicht, den Verlag Klett-Cotta um ein Rezensionsexemplar zu bitten, das ich rechtzeitig vor Erscheinen des zweiten Teils im November lesen und rezensieren wollte. Voller Vorfreude stürzte ich mich in mein Wiedersehen mit Simon und seinen Freunden, wohl wissend, dass mich Tad Williams im Grunde nicht enttäuschen konnte.

    30 Jahre nach dem Sturmkönigskrieg sind die gefürchteten Nornen nur noch eine Schauergeschichte. Osten Ard erblühte und gedieh unter der Regentschaft des Königspaares Simon und Miriamel; es herrschen Frieden und Wohlstand. Doch der Schein trügt. Tief unter der Sturmspitze regen sich die Hikeda‘ya erneut. Ihre finstere Königin Utuk’ku erwachte aus ihrem Heilschlaf und plant, Rache für die verheerende Niederlage am Hochhorst zu nehmen. Immer häufiger erreichen Simon und Miriamel Berichte von Sichtungen der Nornen. Unruhe breitet sich wie ein beklemmender Schatten in Osten Ard aus. In Hernystir künden besorgniserregende Gerüchte von der Wiederbelebung eines grässlichen Blutkultes. Im nabbanischen Süden droht eine Fehde zwischen Brüdern zu eskalieren und das Land in einen Bürgerkrieg zu stürzen. Simon und Miriamel müssen handeln. Unglücklicherweise sind sie nicht mehr jung. Ihre Verbündeten sind entweder alt oder tot. Können sie es wagen, das Schicksal ihres Reiches in die Hände der nächsten Generation zu legen?

    Hach. Ich bin zu Hause. Als ich „Die Hexenholzkrone 1“ aufschlug und die ersten Sätze las, war es, als hätte sich eine Tür geöffnet. Eine schwere, massive Holztür, reich verziert mit verschnörkelten Schnitzereien von Tad Williams persönlich. Ich atmete tief ein und konnte Osten Ard auf meiner Zunge schmecken, sein Duft kitzelte mich in der Nase und all die wundervollen Erinnerungen an „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ zupften an meinem Herzen. Ich wollte rennen, durch diese Tür hindurch und hinein in das Reich, in dem meine alten Freunde bereits auf mich warteten. Es war unheimlich ergreifend, nach Osten Ard zurückzukehren. Nostalgisch und doch überraschend. Selbstverständlich bereitete mich die Stippvisite in „Das Herz der Verlorenen Dinge“ darauf vor, aber mich jetzt in der Gesellschaft all der liebgewonnenen Figuren wiederzufinden, war rührender, als ich erwartet hatte. Wie schön war es, Simon, Miriamel, Binabik, Sludig und ihre Verbündeten wiederzusehen! Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie sich kaum verändert haben. Sie mögen älter und reifer sein, aber sie sind noch immer dieselben. Ich habe alle sofort wiedererkannt, was impliziert, wie intensiv sich Tad Williams mit ihren Charakteren auseinandergesetzt haben muss. Schließlich sind nicht nur in Osten Ard 30 Jahre verstrichen und es ist sicherlich nicht einfach, sich in Figuren hineinzuversetzen, die vor so langer Zeit konstruiert wurden. Zahlreiche Perspektivwechsel, die weniger abrupt als in „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ ausfallen, überzeugten mich davon, dass er hart daran arbeitete, sie realistisch und ihren Persönlichkeiten entsprechend handeln und fühlen zu lassen, was natürlich auch für die neuen Figuren in „Der Letzte König von Osten Ard“ gilt. Ich fand es fabelhaft, Simon und Miriamels Enkel, Prinz Morgan, kennenzulernen, weil es mich köstlich amüsierte, wie ähnlich er dem jugendlichen Simon ist und diesen damit zur Weißglut treibt. Morgan ist ebenso stur, stolz, rebellisch, trotzig und abenteuerlustig wie Simon. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Vielleicht ist er gerade deshalb der Held, der Osten Ard zu retten vermag, denn dass Osten Ard schon bald einen Helden brauchen wird, steht für mich außer Frage. Trotz der zunehmend aufweichenden Grenzen zwischen Gut und Böse, die die Nornen nicht mehr als ultimative Antagonisten brandmarken, sondern sie als Volk mit einer reichen, aber starren und weit zurückreichenden Kultur beschreiben, braut sich da zweifellos etwas Bedrohliches zusammen. Ich kann es bis in meine Haarspitzen spüren. Tad Williams ist ein Meister sich einschleichender, dunkler Vorzeichen, die hauptsächlich durch die Atmosphäre transportiert werden. Sein enormes Feingefühl für die Wirkung winziger Details ist fantastisch und möglicherweise der Grund, warum ich den Spannungsbogen als angenehm konstant empfand. „Die Hexenholzkrone 1“ ist unbestritten eine Einleitung, demzufolge ist das Tempo gemächlich, doch im Gegensatz zu „Der Drachenbeinthron“ musste ich mich während der Lektüre nicht antreiben. Die Seiten flogen dahin. 30 zusätzliche Jahre Erfahrung als Autor lassen sich eben nicht wegdiskutieren.

    Ich verfluche meine selbstauferlegten Richtlinien zum Schreiben einer Rezension. Ich würde euch gern so viel mehr von „Die Hexenholzkrone 1“ erzählen, schwärmen, schwelgen und meine Begeisterung hinausposaunen. Es ist ehrfurchtgebietend, dass Tad Williams nach 30 Jahren den Mut und die Disziplin aufbrachte, noch einmal von vorn zu beginnen, sowohl Osten Ard als auch seine Figuren neu kennenzulernen und die Möglichkeiten dieses atemberaubenden Universums zu erforschen. All seine Arbeit schwingt auf jeder Seite dieses Trilogieauftakts mit und ich bewundere ihn dafür zutiefst. „Der Letzte König von Osten Ard“ verspricht, ein gewaltiges, episches Abenteuer zu werden und ich freue mich wie ein Kleinkind darauf, herauszufinden, welche Herausforderungen Simon, Miri und ihre Freunde meistern müssen. Ich bin heimgekehrt. Jetzt mache ich es mir gemütlich.

    Vielen Dank an den Verlag Klett-Cotta bzw. Hobbit Presse für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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    anke3006s avatar
    anke3006vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolle Fantasy
    Eine neue Saga - 30 Jahre später

    Osten Ard ist in Aufruhr. Seit 30 Jahre regieren König Simon und Königin Miriamel mit Weisheit und Güte über ihr Land. Doch die dunklen Mächte sammeln sich um die Nornenkönigin und wollen sich Osten Ard untertan machen. Vor allem Prinz Morgan ist in Gefahr, denn die Feinde wollen seine Thronbesteigung verhindern und selbst die Macht erlangen. Da ruft König Simon seine alten Freunde zu Hilfe, und Binabiq, Aditu, Jiriki und Jeremias treten gemeinsam mit ihm gegen die Nornen und andere Widersacher an. Wird es einen gerechten Kampf geben? Können die Freunde Osten Ard verteidigen? Und wird Prinz Morgan unversehrt aus der Schlacht zurückkehren? Tad Williams Erzählstil ist allumfassend und beschreibt sehr detailgetreu. Ich kenne die Vorgeschichte und die dazugehörigen Figuren nicht, aber es hat mir gut gefallen. Die einzelnen Charaktere sind gut dargestellt und entwickeln sich. Ich bin neugierig wie es weitergeht.

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    Kruemelchen14s avatar
    Kruemelchen14vor einem Jahr
    Fantastischer Auftakt der neuen Reihe

    Osten Ard ist in Aufruhr. Seit 30 Jahre regieren König Simon und Königin Miriamel mit Weisheit und Güte über ihr Land. Doch die dunklen Mächte sammeln sich um die Nornenkönigin und wollen sich Osten Ard untertan machen.

    Vor allem Prinz Morgan ist in Gefahr, denn die Feinde wollen seine Thronbesteigung verhindern und selbst die Macht erlangen. Da ruft König Simon seine alten Freunde zu Hilfe, und Binabiq, Aditu, Jiriki und Jeremias treten gemeinsam mit ihm gegen die Nornen und andere Widersacher an. Wird es einen gerechten Kampf geben? Können die Freunde Osten Ard verteidigen? Und wird Prinz Morgan unversehrt aus der Schlacht zurückkehren?

    Der Roman „Die Hexenholzkrone 1: Der letzte König von Osten Ard 1“ von Tad Williams ist der erste Band des neuen Epos aus Osten Ard und ist im Klett-Cotta Verlag erschienen.
    Der Autor knüpft 30 Jahre später an seinem ersten Epos von Osten Art mit seinem neuen Roman „Die Hexenholzkrone 1“ an. Die Hochkönige Simon und Miriamel bereiten ihren Enkel Prinz Morgan auf die Thronfolge vor, doch der scheint noch nicht für diese Rolle geschaffen und ist eher eine Enttäuschung für das Königspaar. Aber es gibt noch weitere Probleme, nach der langen Zeit des Friedens wurden wieder Nornen gesichtet und es scheint, dass die Nornenkönigin erwacht ist und nach Rache sinnt. Doch das darf jeder selber lesen.
    Ich konnte schon nach nur wenigen Seiten super gut in das Geschehen einfinden. Der Autor schreibt detailreich und spannend. Sodass man super leicht in die fantastische Welt eintauchen kann. Auch wenn der erste Band viele Rückblicke auf Ereignisse aus der Vergangenheit aufweist, als Neuling war das für mich sehr hilfreich.
    Die Charakteren Simon und Miriamel haben mir sehr gut gefallen, sie sind sehr schön ausgearbeitet und mir regelrecht ans Herz gewachsen. Aber auch andere Charakter sind jeder auf seine Art einzigartig.
    Man spürt auch, dass der Autor mit einer außerordentlichen Hingabe die Welt von Osten Art erschaffen hat. Die verschiedenen Sprachen der einzelnen Völker, die Landkarten oder Kulturen sind so unglaublich facettenreich ausgeführt und bis ins kleinste Detail durchdacht.
    Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, in diese fantastische Welt einzutauchen und auch zu verlieren. Ich bin schon wahnsinnig auf den nächsten Band gespannt.  

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    AngiFs avatar
    AngiFvor einem Jahr
    Dreißig Jahre später

    Mit seinem neuesten Werk „Die Hexenholzkrone 1“ setzt der Autor Tad Williams in der Zeit dreißig Jahre später im Geschehen in der fiktiven Welt Osten Ard an. Simon und Miriamel sind die Herrscher über Osten Ard. Ihren Sohn haben sie in einem Fieber verloren. Ihr Enkel ist nun rechtmäßiger Thronfolger, Prinz Morgan, doch sie sind sehr enttäuscht von ihm. Alles was die Pflicht betrifft scheint ihn nicht zu interessieren, er gilt als Trunkenbold und Spieler. Seine kleine Schwester bereitet den Großeltern da schon größere Freude, Prinzessin Lillia ist ein kleiner, wenn auch trotziger, Sonnenschein. Dabei gibt es jetzt ganz andere Probleme, die es vorrangig zu lösen gilt. Scheint es doch so, als wäre die Nornenkönigin wieder aktiv ...


    Schon nach ein paar Zeilen der Lektüre bin ich verloren in Zeit und Raum und vollkommen absorbiert in Tad Williams Fantasy-Welt Osten Ard. Mehrere Handlungsstränge lässt Tad Williams brillant nebeneinander herlaufen, um sie dann gekonnt zusammen zu fassen. Ein herrlicher Erzählstil, der mich fesseln und faszinieren kann. Die verwendete Sprache ist ausdrucksstark und zuweilen als zauberhaft zu bezeichnen. Es gibt Riesen und Zwerge, Trolle und diverse andere Charaktere. Die Figuren sind allesamt perfekt gezeichnet und angelegt und lassen mich beim Lesen gerne zwischen den verschiedenen Schauplätzen hin und her springen. Gekonnt gesetzte Cliffhanger spitzen die Spannung zu. Die Geschichte selbst ist episch und nimmt es locker mit anderen Fantasy-Großwerken auf. Tad Williams selbst heißt es, sei inspiriert von Tolkiens „Herr der Ringe“-Saga und George R.R. Marin gibt in einem Interview im „The Guardian“ zu, ohne Osten Ard wäre „Game of Thrones“ nie entstanden. Der neue Band wurde aufgrund seines Umfangs vom Verlag in zwei Teile aufgespalten, Teil 2 erscheint Anfang November.


    Von ganzem Herzen vergebe ich dem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Fantasy Leser werden es lieben und für die Fans des Autoren Tad Williams ist es so oder so ein Must-Read. Tad Williams sagt übrigens selbst, er schreibe jedes seiner Bücher so, als sei es ein Einzelband. Also ist die Lektüre für jeden gut verständlich. Ich selbst bin auf den Autoren bei einer Lesung auf den Dragon-Days 2017 in Stuttgart, die als Livestreamlesung bei Lovelybooks übertragen wurde, aufmerksam geworden und er konnte mich sofort begeistern, so dass ich dieses Buch als Neuling verschlungen oder gar gesuchtet habe.

    https://angisbuecherkiste.blogspot.se/2017/10/die-hexenholzkrone-1-von-tad-williams.html

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    brauchnixvor einem Jahr
    geniale Fortsetzung

    Fast zwei Generationen sind vergangen, seit Simon den Sturmkönig Ineluki besiegt hat und Osten Ard, nachdem die Nornen in ihre unterirdische Festung gejagt wurden, einen langen Frieden genießen konnte. Aber jetzt regt sich neues Unheil. Die Nornenkönigin erwacht und an das Ohr des Königshofes dringen beunruhigende Neuigkeiten.

    Simon ist, wie erwartet ein guter König geworden. Nachdem sein Sohn viel zu früh gestorben ist, ruht nun seine ganze Hoffnung auf dem erstgeborenen Enkelsohn Morgan. Der ist aber ein Jungspund und voll in der rebellischen Phase. Die immer wieder erzählten Geschichten des Krieges, bei dem sein Großvater und seine Großmutter das Land gerettet haben, langweilen ihn und er hält sie für maßlos übertrieben.

    Freudig habe ich „Hexenholzkrone“ zu lesen begonnen und bin problemlos wieder in die Fantasywelt von Osten Ard eingetaucht. Gott sei Dank sind die meisten der Charakter noch am Leben und ich habe mich über jedes vertraute Gesicht gefreut, welches ich wieder getroffen habe. Dazu gehören tatsächlich auch die noch frischen Helden aus dem kurzen Zwischenband. Tad Williams kehrt zurück zu den Anfängen seiner Karriere und er macht alles richtig dabei.

    Mit großem Vergnügen habe ich den Beginn der Fortsetzungsreihe gelesen. Von der ersten Seite an hat es mich gefesselt. Ich mag seinen Erzählstil, der sich Zeit für die Darsteller nimmt und dabei ein paar sehr interessante Neulinge einführt. Langsam und intensiv schildert er die ersten Anzeichen einer neuen Gefahr, legt erste Fährten und baut einige Rätsel und Geheimnisse auf, die die Protas und der Leser erst noch lösen müssen.

    Wie im Flug habe ich die 700 Seiten gelesen. Das Ende des ersten Bandes kommt leider fürchterlich abrupt und ich bin heilfroh, dass es schon bald weitergeht.

    Tolles Buch. Ich bin begeistert.

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    Pressestimmen

    »Alten Fans und neuen Lesern können wir bedenkenlos zur Reise nach Osten Ard raten.«
    Carsten Schmitt, Nautilus Fantasymagazin, 12.10.2017

    »Es ist ein Hochvergnügen, Binabik, Eolair und Tiamak nach so vielen Jahren erneut treffen zu dürfen.«
    Arndt Stroscher, AstroLibrium, 10.10.2017

    »Tad Williams schließt alle Kreise.«
    Arndt Stroscher, AstroLibrium, 10.10.2017

    »[Die Hexenholzkrone 1 bedeutet] den ersten literarischen Fanfarenstoß, der die lang ersehnte Fortsetzung einer der größten Fantasy-Geschichten unserer Zeit ankündigt.«
    Arndt Stroscher, AstroLibrium, 10.10.2017

    Der Auftakt von Tad Williams' neuem Epos aus Osten Ard

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