Tad Williams Die dunklen Gassen des Himmels

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Inhaltsangabe zu „Die dunklen Gassen des Himmels“ von Tad Williams

Bobby Dollar ist ein Engel – und als Engel weiß er so ziemlich alles über die Sünden der Menschen. Er ist nämlich Anwalt für die jüngst Verstorbenen, um die zwischen Hölle und Himmel erbittert gekämpft wird. Neben seinen Geschäftsreisen zu den Opfern von Autounfällen, zu plötzlich an einer Herzattacke Verstorbenen treibt Bobby Dollar sich viel in himmlischen Bars und Vergnügungslokalen herum. Alles geht seinen gewohnten Gang, bis eines Tages die Seele eines Toten verschwunden ist. Hat 'die andere Seite' sie gestohlen – der Anwalt der Hölle? Waren es Hintermänner im Himmel? Ein neues Kapitel im Krieg zwischen Himmel und Hölle beginnt, und der Engel Bobby steckt mittendrin …

Bobby Dollar

— Tynes
Tynes

für mich eine ganz andere Art von Fantasy

— Odenwaldwurm
Odenwaldwurm

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat mich das Buch gepackt. Ein Mix aus Thriller, Krimi und Fantasy mit einer Prise Sex und viel .....

— phantastische_fluchten
phantastische_fluchten

Dieses Buch eröffneten einen neuen Blick auf Himmel und Hölle!

— Bookling
Bookling

Nette Unterhaltung

— Mono-chan
Mono-chan

Gelungener Einstieg mit Humor und Action

— Kim_Rylee
Kim_Rylee

najaaaa.....

— MonaMoni
MonaMoni

Spitzen-Titel! Unbedingte Lesempfehlung für alle die etwas "andere" Fantasy suchen!

— MrHemmer
MrHemmer

Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt.

— Arkascha
Arkascha

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SteffiVS

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  • Bobby Dollar

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Tynes

    Tynes

    30. July 2017 um 15:37

    Tad Williams - Die dunklen Gassen des Himmels eBook - 572 Seiten   Oh man, das war echt eine schwere Geburt - streckenweise war ich drauf und dran, abzubrechen. Ca. die erste Hälfte des Buches zieht sich wie Kaugummi, die Story dümpelt lediglich vor sich hin, viel passiert hier nicht, eigentlich gar nichts. Ich kenne sowas ja bisher nur von King-Büchern - die haben oftmals auch eine dermaßen lange Anlaufphase, dass man verzweifeln könnte… Das ist wahrscheinlich auch der einzige Grund, weshalb ich es geschafft habe, mich auch hier durch zu quälen. Aber ab der Hälfte etwa nimmt die Story endlich an Fahrt auf, es passiert was, es wird spannend. Auch das Ende hat es wahrlich nochmal in sich, entschädigt schon ein wenig für die Durststrecke am Anfang - aber eben nur ein wenig. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm, das Buch ließ sich flüssig lesen - allerdings sind die Kapital ziemlich lang. Meiner Meinung nach hätte man die Geschichte locker auf der Hälfte an Seiten unterbringen können - wenn man die "Einführung" auf ein Minimum reduziert hätte - so gibt’s leider trotz des guten Endes nur 3 Sterne von mir.   * digitales Rezensionsexemplar von NetGalley & Klett-Cotta Verlag

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  • Die dunklen Gassen des Himmels

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Mine_B

    Mine_B

    26. June 2017 um 16:44

    Der bekannte Fantasy- Autor Tad Williams hat mit „Die dunklen Gassen des Himmels“ den Auftakt einer Trilogie geschrieben. Im Mittelpunkt dieser Reihe steht der Engel Bobby Dollar, welcher nicht die typischen Klischees eines Engels bedient.   Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Bobby Dollar ist ein Engel – und als Engel weiß er so ziemlich alles über die Sünden der Menschen. Er ist nämlich Anwalt für die jüngst Verstorbenen, um die zwischen Hölle und Himmel erbittert gekämpft wird. Neben seinen Geschäftsreisen zu den Opfern von Autounfällen, zu plötzlich an einer Herzattacke Verstorbenen treibt Bobby Dollar sich viel in himmlischen Bars und Vergnügungslokalen herum. Alles geht seinen gewohnten Gang, bis eines Tages die Seele eines Toten verschwunden ist. Hat 'die andere Seite' sie gestohlen – der Anwalt der Hölle? Waren es Hintermänner im Himmel? Ein neues Kapitel im Krieg zwischen Himmel und Hölle beginnt, und der Engel Bobby steckt mittendrin …   Die Grundidee zu diesem Buch hat mir ganz gut gefallen und hat sofort mein Interesse geweckt. Die Idee, ein Buch über den Konflikt zwischen Himmel und Hölle oder auch Engeln und Dämonen zu schreiben ist definitiv nicht neu – dennoch verleiht Williams gekonnt dieser Grundidee seinen eigenen Touch. Er hat teilweise recht skurrile Einfälle und allgemein überzeugt dieses Buch durch seinen Ideenreichtum. Der Autor hat hier wirklich seine eigene Art gefunden, mit all diesen Klischees aufzuräumen und etwas ganz eigenes zu erschaffen. So sind seine Engel nicht blond gelockt und unschuldig, nein jeder Engel hat seine Eigenarten und wirkt teilweise etwas überspitzt und dennoch originell. Der Protagonist in „Die dunklen Gassen des Himmels“ ist der Engel Bobby Dollar. Er ist ein Anwaltsengel und kämpft für die Seelen der vor kurzem Verstorbenen, damit ihre Seele in den Himmel und nicht in die Hölle kommt. Er ist kein stereotypischer Engel, Bobby Dollar ist misstrauisch und hinterfragt gerne diverse Sachen, auch hadert er teilweise mit dem Konzept des Himmels. Zu gerne würde er wissen, was er in seinem irdischen Leben erlebt hat, wer er war. Auch hat dieser Engel ein Talent in gefährliche Situationen zu geraten. So auch in diesem Auftakt zu der Reihe rund um Bobby Dollar. Er gelingt ganz zufällig in einige wirklich bedrohliche Situationen und weiß sehr lange eigentlich nicht, worum es genau geht und warum er die Zielscheibe ist. Er hat eine recht lockere Zunge, wodurch er sich nicht selten auch Feinde macht. Das Fantasy- Buch wird aus der Ich- Perspektive des Anwaltsengels erzählt. So bekommt der Leser einen recht guten Einblick in die Gedankengänge des Engels. Man lernt an seiner Seite die Stadt kennen, aber auch einen Einblick in den Himmel nach Williams Vorstellung erhält der Leser. Mir hat diese Darstellung gefallen, sie ist nicht zu romantisiert und zeigt auch die Schattenseiten dieses Konzeptes. Durch den Erzählstil weiß der Leser nur soviel, wie auch der Protagonist weiß. Man bekommt bruchstückhaft Informationen und versucht dessen Zusammenhänge zu entschlüsseln. Dadurch wird der Spannungsbogen hochgehalten, man möchte gerne wissen, in was Bobby Dollar eigentlich hineingeraten ist und was hinter all dem steckt, wie diese Vorfälle zusammen hängen. Innerhalb dieses Abenteuers muss Bobby Dollar einige Abenteuer bestreiten und nicht selten muss er sich aus gefährlichen Situationen heraus manövrieren. So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Buch einiges an Action zu bieten hat. Besonders zu Ende des Werkes gibt es einige actionreiche Szenen, die meiner Meinung nach gut umgesetzt wurden sind. Auch der Einstieg in das Buch beginnt bereits actiongeladen. Auf den ersten Seiten kämpft Bobby gegen Dämonen. An der spannendesten Stelle wird jedoch abgebrochen. Nur um in den darauf folgenden Kapiteln zu erzählen, wie er überhaupt in diese beunruhigende Situation gelangt ist. Ich finde, Tad Williams hat diesen Einstieg gut gemeistert. Das Interesse wurde geweckt, man möchte gerne wissen, was es mit diesem Gespräch und der Lage im Allgemeinen auf sich hat. Leider konnte mich der Schreibstil des Autors diesmal nicht vollkommen überzeugen. Dieser war anders im Vergleich zu den bisherigen Büchern, welche ich bereits von Tad Williams gelesen habe. Besonders zu Beginn des Buches wirkte er auf mich gezwungen sarkastisch. Mir wurden zu oft sarkastische Bemerkungen gemacht. Es wirkte auf mich, als wollte der Autor beweisen, dass er auch lustig schreiben kann. Dies kann Williams auch, aber besonders zu Beginn wäre manchmal weniger Sarkasmus einfach mehr gewesen. Ich mochte die sarkastische Seite des Engels, doch teilweise wirkte es auf mich einfach zu überladen. Ansonsten war der Schreibstil wieder gewohnt flüssig. Man merkt, dass der Autor weiß, wie man mit Worten umgeht - damit eine stimmige Atmosphäre und Bilder erschafft. Ein weiterer negativer Punkt war für mich die eingebundene Liebesgeschichte. Diese ging mir persönlich viel zu plötzlich und teilweise war sie für mich auch unrealistisch. Die Geschichte ist in sich relativ abgeschlossen. Einige Fragen werden offen gelassen, die wesentlichen Themen werden jedoch geklärt. Die Neugier, wie es wohl mit Bobby Dollar weitergeht, wird ohne einen großen Cliffhanger geweckt.   Insgesamt hat Tad William mit „Die dunklen Gassen des Himmels“ einen interessanten Reihenauftakt geschaffen, wobei mich besonders die Umsetzung der Grundidee überzeugen konnte. Auf Grund ein paar Kritikpunkte meinerseits möchte ich 3,5 Sterne vergeben.

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  • Williams‘ hat Besseres geschrieben

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Tallianna

    Tallianna

    20. May 2017 um 16:24

    Bobby Dollar ist ein Engel, der als Anwalt um die Seelen der jüngst Verstorbenen kämpft, damit sie in den Himmel geleitet werden können. Das funktioniert allerdings nur, wenn besagte Seelen auch anwesend sind – und das ist bei einigen nicht mehr der Fall. Plötzlich sieht sich Bobby inmitten von Intrigen wieder, sowohl auf himmlischer als auch dämonischer Seite und nicht nur sein irdisches Leben, sondern auch seine unsterbliche Seele sind plötzlich in Gefahr ...Meine halbe Jugend habe ich damit verbracht, mir jeden Tad Williams Roman in unserer kleinen Stadtbücherei einzuverleiben. Trotzdem muss ich sagen, dass ich, wenn „Dunkle Gassen des Himmels“ meiner erster Williams gewesen wäre, ich kein weiteres Buch mehr von diesem Autor gelesen hätte. Die Grundidee mag ja ganz nett sein, aber für mich zieht sich dieses Buch in die Länge wie Kaugummi. Wenn man die ganze Story auf etwas mehr als die Hälfte des aktuellen Buches komprimieren würde, hätte man immer noch die wesentlichen Elemente, aber es würde sich sehr viel besser lesen lassen und vielleicht würde mir dann nicht der Kopf voller Fragezeichen schwirren.Dazu kommt, dass der Hauptcharakter Bobby für mich nie wirklich greifbar ist. Er erweckt bei mir keine Sympathien, aber auch keine Antipathien – vermutlich ist er einer der wenigen Akteure, die mir einfach völlig egal sind. Hätte es ihn in der Mitte des Buches dahingerafft, wüsste ich nicht, ob es mir aufgefallen wäre. Die Geschichte jedenfalls könnte auch ohne ihn weitergeführt werden.Was das ganze Buch ein wenig rettet, ist einfach Williams toller Schreibstil. Mir hat seine Art zu schreiben schon immer gefallen und wenn nicht gerade die Handlung hängt, lässt sie sich auch sehr flüssig und angenehm lesen.Vermutlich werde ich diese Reihe in nächster Zeit nicht weiterlesen, außer mir geht plötzlich völlig unerwartet der Lesestoff aus. Glücklicherweise weiß ich bereits, dass Williams auch anders kann und wende mich daher erst einmal seinen anderen Büchern zu.

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  • Viel Fantasy Lesesspaß

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Odenwaldwurm

    Odenwaldwurm

    03. May 2017 um 13:28

    Ein Buch für alle Fantasy Fans. Das Buch hat alles von Action bis Humor und die Idee der Geschichte ist toll. Besonderheiten der verschiedenen Engel und Dämonen eingeführt. Bobby Dollar, der Held, ist Anwaltsengel der in einem menschlichen Körper tätig ist. Er verteidigt die Seelen Verstorbener vor den Richtern des jüngsten Gerichts, gegen die dämonischen Ankläger. Der Ärger beginnt, als die Seele eines Verstorbenen einfach so verschwindet. Bobby muss herausfinden, was wirklich geschehen ist, wenn er sein unsterbliches Leben behalten möchte ... „Die dunklen Gassen des Himmels“ ist eine tolle Fantasy-Geschichte. Auch für Leser, die normalerweise der Fantasy-Geschichten nicht viel abgewinnen können.

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  • Überraschend anders, der ewige Kampf Himmel gegen Hölle

    Die dunklen Gassen des Himmels
    phantastische_fluchten

    phantastische_fluchten

    28. April 2017 um 15:05

    Doloriel, auch genannt  Bobby Dollar ist ein Engel. Doch er fühlt sich den Menschenseelen verwandt und so lebt er in einem menschlichen Körper auf der Erde, wo er als Anwalt des Himmels arbeitet. Stirbt ein Mensch, wird von einem unparteiischen himmlischen Gericht entschieden, ob dieser das Himmelreich oder die Hölle verdient hat. Bobby vertritt die Seite des Himmels und versucht alles, um der Seele den Weg in den Himmel zu ebnen. Doch die Vertreter der Hölle versuchen alles, um die Seele für Lucifer zu gewinnen und so entbrennt um jede Seele ein heftiger Kampf. Als beide Parteien eines Tages am Schauplatz eines Todes eintreffen und über die Seele befinden wollen, ist diese verschwunden und niemand kann sich erklären, was damit passiert ist. Ein nie dagewesenes Ereignis, das Himmel und Hölle in Panik versetzt. Jeder schiebt die Schuld der anderen Partei zu. Nur, wohin ist die Seele verschwunden, wenn sie weder im Himmel noch in der Hölle oder im Fegefeuer ist? Da Doloriel als Anwalt für diese Seele eingeteilt war, wird er in die Untersuchungen verwickelt. Als Stunden später der Anwalt der Gegenseite brutal ermordet wird, gerät Bobby Dollar in einen Strudel von Ereignissen, die bald nicht mehr zu kontrollieren sind. Da sein Leben bedroht wird beginnt er mit Hilfe seines Freundes Samariel und einigen menschlichen Helfern, die Ereignisse zu untersuchen. Das ist nicht so einfach, wenn man von einem Fürsten der Hölle bedroht wird und eine uralter Dämon auf  einen angesetzt wird. Bobby wird nicht nur verdächtigt, in dem Seelenklau und den Mord verwickelt zu sein, er wird auch beschuldigt dem Fürsten der Hölle ein mächtiges magisches Artefakt gestohlen zu haben, das beweist, dass jemand im Himmel mit der Hölle konspiriert. Bobby kann noch so sehr seine Unschuld beteuern, er hat einmal zu oft Wolf gerufen als das man ihm noch Glauben schenkt. Kommentar: Bobby Dollar ist der Jack Reacher unter den Engeln. Hart, kompromisslos, überrollt er seine Feinde wie eine Walze. Aber tief im Inneren hat er ein weiches Herz. Wer hier sensible und mitfühlende Engel erwartet, die hoch über den Dächern über die Menschheit wachen, wird enttäuscht sein.  Doloriel ist ein harter Kerl mit Ecken und Kanten, der alles in Frage stellt und bis an die Grenzen des Erlaubten und sogar darüber hinaus geht. Er befolgt Gottes Gebote und die Gesetze des Himmels nicht blind, sondern hinterfragt alles und jeden. Das schafft ihm natürlich nicht nur Freunde. Er hat eine Vergangenheit, denn bevor er als Anwalt zu den Menschen kam war er in einer Elitetruppe die im Geheimen gegen die Mächte der Finsternis kämpfte. Ein Säuberungskommando, das unbarmherzig gegen die Feinde des Guten vorging aber so, dass die Menschheit nichts merkte. Dieser Job hat ihn Samariel, genannt Sam als Freund beschert, ihn aber auch einiger Illusionen bezüglich der Mächte des Guten beraubt. Als er sich immer in die Untersuchung um die gesoulnapten Seelen (eine Wortschöpfung des Autors) verstrickt ahnt er, dass es auch auf der Seite des angeblich Guten Unzufriedene gibt, die mit der Hölle paktieren und den gerechten Weg verlassen haben. Um sein Leben noch komplizierter zu machen verliebt er sich auch noch in die falsche Frau, eine femme fatale der Hölle. Der Himmel wird hier nicht als makellos geschildert, eher wirkt er wie eine Anstalt mit weißen Wänden, für seelisch entrückte oder für Leute auf dem LSD Trip. Für Bobby ist dort alles zu clean, zu langweilig, zu geradlinig. Daher bevorzugt er die Erde und die Menschen, mit all ihren Fehlern und Fragen. Ein Lob an die Übersetzerin dieses Romans. Sie hat den teilweise sehr schwarzen Humor wirklich gut getroffen und ins Deutsche herüber gerettet. Der Kniff, dass Doloriel sich oft direkt an den Leser wendet und ihn in das Geschehen mit einbezieht, macht die Geschichte zu etwas Besonderem. Der Anwalt ist somit kein Protagonist eines Buches, sondern ein Freund, den wir auf seinem gefährlichen Weg begleiten. Die Nebenfiguren bereichern die Geschichte ungemein, sind sie doch sehr skurril, teilweise verstörend und immer für eine Überraschung gut. Das einzige Manko dieses Buches ist das Cover. Die himmlischen Anwälte auf der Erde besitzen keine Flügel. Sie sitzen nicht auf Hausdächern sondern sie leben als Menschen getarnt unter uns, saufen, fluchen und lieben Männer oder Frauen wie jeder normale Mensch. Das Cover vermittelt da einen falschen Eindruck. Fazit: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat mich das Buch gepackt. Ein Mix aus Thriller, Krimi und Fantasy mit einer Prise Sex und viel Action. Ein neuer Weg, den Tad Williams beschreitet aber ein spannender Weg, dem die Leser sicher weiter folgen werden

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  • Fantasy-Highlight

    Der Engelsturm
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Das sind die richtig guten Bücher. Die, wo man am Ende tieftraurig ist, dass es vorbei ist. Dabei war es lang, sehr lang sogar und ich habe es nicht zum ersten Mal gehört.  Im letzten Teil der Osten Ard Saga wird man gründlich fürs Durchhalten belohnt. Es gibt ein wirklich leidvolles Ringen um den Sieg über Ineluki. Herbe Verluste sind zu beklagen. Es sterben reichlich Helden. Man kann es kaum fassen.Aber dann kommt es zum großen Showdown und einem Happy End, das sich gewaschen hat. Da bleiben weder Wünsche offen noch Augen trocken.Auch nach satten 20 Jahren hat mich diese Saga wieder begeistert. Ich bin tief beeindruckt und freue mich, dass es tatsächlich bald eine Fortsetzung geben wird. Ein großes Lob auch an Andreas Fröhlich, der das Hörbuch fantastisch liest. Für jeden der zahlreichen Protagonisten hat er eine eigene Stimme und jede ist glaubwürdig. Diese Saga ist nach wie vor mein absolutes Fantasy-Highlight.

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    • 4
  • Leserunde zu "Das Herz der verlorenen Dinge" von Tad Williams

    Das Herz der verlorenen Dinge
    TanjaMaFi

    TanjaMaFi

    Komm mit in die Welt von Osten Ard! Mit seiner Reihe "Das Geheimnis der Großen Schwerter" hat Tad Williams ein faszinierendes und detailreiches Fantasyepos geschaffen - nicht ohne Grund wurde er schon als "Tolkien des 21. Jahrhunderts" bezeichnet. Nun geht mit "Das Herz der verlorenen Dinge" die Saga voller Intrigen und Gefahren aus der Welt von Osten Ard weiter. Ganz egal ob ihr absolute Tad Williams Kenner seid oder die Welt von Osten Ard, ihre Bewohner und deren Ränkespiele erst noch kennenlernen möchtet, mit "Das Herz der verlorenen Dinge" und unserer Leserunde kommt ihr garantiert auf eure Kosten.  Mehr zum Inhalt Osten Ard steht erneut am Scheideweg. Die Nornen, alte Feinde, die lange still gehalten hatten, bereiten sich darauf vor, das Land, das ihnen einst gehörte, zurückzuholen. König Simons und Herzog Isgrimnurs Kriegern gelingt es, das Elbenvolk zurück in ihre Hochburg in den Bergen zu drängen. Der Krieg scheint vorbei, aber das Töten dauert an. Die Sterblichen begnügen sich nicht mit ihrem Sieg, sie trachten danach, das Volk der Nornen gänzlich auszulöschen. Da verbreitet sich die Kunde, dass die uralte Nornenkönigin Utuk’ku gar nicht tot ist sondern in einem todesähnlichen Schlaf liegt, von dem sie zurückkehren wird … Neugierig geworden? Dann geht es hier zur Leseprobe! Mehr zum Autor Tad Williams ist ein amerikanischer Schriftsteller, der besonders im Bereich der Fantasyliteratur aktiv ist. Seine Buchreihen "Otherworld", "Shadowmarch" und "Das Geheimnis der großen Schwerter" gelten als drei der einflussreichsten Reihen auf andere Autoren unserer Zeit. Mit seiner Familie lebt er in den Bergen von Santa Cruz in einem schönen und doch etwas seltsamen Haus. Gemeinsam mit Klett-Cotta vergeben wir 20 Exemplare von "Das Herz der verlorenen Dinge" unter allen, die sich bis zum 12.03.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bewerben und folgende Frage beantworten: Was ist euer Lieblingsfantasybuch und warum habt ihr euch gerade dafür entschieden? Ich drücke euch die Daumen! Aufgepasst! Die Saga um Osten Ard geht weiter! Unter allen, die bis zum 18.04. eine Rezension zu "Das Herz der verlorenen Dinge" posten, verlosen wir außerdem 5 Reihen-Abos zu Tad Williams neuer Reihe aus dem Klett-Cotta Verlag! Mehr zu Tad Williams und seinen Büchern findet ihr übrigens auch auf unserer großen Tad Williams-Aktionsseite! * Bitte beachtet unsere Richtlinien zur Teilnahme an Leserunden und Buchverlosungen

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    • 380
  • Großartige Urban-Fantasy

    Die dunklen Gassen des Himmels
    raven1711

    raven1711

    22. February 2017 um 09:55

    Klappentext: Bobby Dollar ist ein Engel – und als Engel weiß er so ziemlich alles über die Sünden der Menschen. Er ist nämlich Anwalt für die jüngst Verstorbenen, um die zwischen Hölle und Himmel erbittert gekämpft wird. Neben seinen Geschäftsreisen zu den Opfern von Autounfällen, zu plötzlich an einer Herzattacke Verstorbenen treibt Bobby Dollar sich viel in himmlischen Bars und Vergnügungslokalen herum. Alles geht seinen gewohnten Gang, bis eines Tages die Seele eines Toten verschwunden ist. Hat »die andere Seite« sie gestohlen – der Anwalt der Hölle? Waren es Hintermänner im Himmel? Ein neues Kapitel im Krieg zwischen Himmel und Hölle beginnt, und der Engel Bobby steckt mittendrin … Meinung: Tad Williams kann Fantasy schreiben, das hat er schon mit seiner Osten-Ard, Shadowmarch und Otherland-Reihe bewiesen. In der Bobby-Dollar-Trilogie geht es zwar auch fantastisch zu, aber eher urban, d. h. als Leser findet man sich in einer vertrauten Umgebung wieder, sprich in der realen Welt. Denn Bobby Dollar ist ein Engel, der als Anwalt die Seelen der Verstorbenen vertritt, wenn die Entscheidung zwischen Himmel und Hölle getroffen wird. Doch als er eines Tages erneut eine Seele vertreten soll, sind alle Beteiligten anwesend, nur nicht die Seele. Diese ist spurlos verschwunden und um Bobby bricht die buchstäbliche Hölle los. Nicht nur, dass er dem Geheimnis der verschollenen Seele nachgeht und sich damit einiges an Ärger einhandelt, auch ein uralter Dämon hat es auf ihn abgesehen und trachtet nach seinem Leben. Aber dieser handelt nur im Auftrag von Jemand und Bobby ist gezwungen, alles zu riskieren, um sein Leben zu retten. Neben einer interessanten und originellen Geschichte, mag ich Tad Williams Figuren immer sehr gerne. Und auch Bobby Dollar bildet da keine Ausnahme. Zwar ist er irgendwie ein sarkastischer Mistkerl, aber einer, den man gern hat und dem man seine große Klappe gerne mal verzeiht. Diese große Klappe sorgt aber auch für viel Witz und Tempo in der Handlung, was die Geschichte selber zügig voranbringt und den Leser durch eine Vielzahl von actionreichen Szenen führt. Auch die Nebencharaktere überzeugen, sind komplex, interessant und greifen gut ineinander über. Bobby Dollar erzählt seine Geschichte in der Ich-Perspektive, die Kapitel haben eine moderate Länge und dank des gut ausgearbeiteten Plots kommen keine Längen im Roman auf. Die dunklen Gassen des Himmels ist, wie auch schon die Shadowmarch-Reihe, großartig von Cornelia Holfelder-von-der-Tann übersetzt worden, die genau den richtigen Ton für dieses aberwitzige Abenteuer findet. Der Plot bleibt spannend bis zur letzten Seite und auch wenn der die wichtigsten Punkte des Romans aufgelöst werden, so bleibt doch noch einiges zu klären, so dass man sich direkt auf den nächsten Teil freuen kann. Fazit: Die dunklen Gassen des Himmels ist richtig gute Urban-Fantasy, die nicht nur einen sehr speziellen, aber sympathischen Hauptprotagonisten präsentiert, sondern auch eine clever konstruierte Geschichte bietet, die Lust auf mehr macht. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. Vielen Dank an den Klett Cotta Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • (K)ein Engel auf Erden

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Fornika

    Fornika

    06. February 2017 um 10:19

    Bobby Dollar ist ein Engel. Doch keiner mit Flügeln, Harfe und verklärtem Blick. Er streift auch nicht über grüne Wiesen irgendwo im Himmelreich, sondern durch die dunklen Gassen von San Judas. Dort betätigt er sich als Anwalt für die Frischgestorbenen, die müssen nämlich direkt nach ihrem Tod erst mal ein Gerichtsverfahren um ihre unsterbliche Seele bestehen. Gegenspieler Bobbys sind Anwälte der Hölle. Zwielichte, hinterhältige Gestalten. Kein Wunder also, dass die erst mal in Verdacht geraten als die Seele eines Verstorbenen einfach so verschwindet. Doch was steckt wirklich dahinter?  Tad Williams hat mich mit diesem Trilogieauftakt restlos begeistert. Er entwirft ein sehr ansprechendes, plastisches und überzeugendes Himmel-Hölle-Szenario, für dessen Einführung er sich lange Zeit nimmt. Seine Beschreibungen lassen eine interessante Parallelwelt entstehen, die sich hervorragend in die realen Gegebenheiten einfügt. Auch seine Figuren sind dem Erzähler sehr gut gelungen, allen voran Bobby Dollar, der mich mit seiner sympathischen Art direkt überzeugt hat. Er ist mitnichten ein „Engel“ in der landläufigen Bedeutung, hat so seine Fehler und Macken und natürlich auch einen gewissen Hang das Establishment – naja, sagen wir mal vorsichtig – zu umgehen. Ein sehr großer Sympathieträger, dem man gerne durch die Seiten folgt. Aber auch alle anderen Figuren, egal ob sie einen großen oder kleinen Part der Story ausmachen, sind fantasievoll und dreidimensional gestaltet. Die Handlung entwickelt sich sehr spannend, sodass einen nicht nur Williams‘ Erzählstil und Humor, sondern auch ein knallharter Kriminalfall an die Seiten fesselt. Obwohl es sich um Band eins der Trilogie handelt, ist die Handlung für sich gut abgeschlossen, man wird nicht mit endlosen Cliffhangern in der Luft hängen gelassen. Trotzdem ist meine Neugier geweckt und Band 2 wird sicherlich bald gelesen werden wollen.

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  • Es fehlt der Tiefgang ...

    Die dunklen Gassen des Himmels
    StMoonlight

    StMoonlight

    23. January 2017 um 15:14

    Das es Engel gibt ist keine neue Geschichte, ebenso wenig wie die Mythen um Hölle und Himmel in die man nach dem Tod fährt bzw. aufsteigt. Doch neu ist das man, direkt nach seinem Tod eine Gerichtsverhandlung bekommt. Hier tauchen neben einem Richter ein düsterer Dämon aus der Unterwelt als Ankläger und ein gleißend heller Verteidiger aus dem Himmel. Nun versuchen beide Seiten die Seele des Verstorbenen, durch Argumente die euer Leben betreffen, auf ihre Seite zu bekommen. Der Tote selbst darf sich gar nicht äußern, bekommt aber mit wie um seine Seele geschachert wird. – Muss schon ein ziemlicher Schock sein. Kaum wird einem klar dass man grade gestorben ist, trifft man auf Dämonen die über das Schicksal seiner Seele entscheiden… Aber eine äußerst spannende Idee.Der Leser begleitet hier einen Engel namens Bobby bei seinen „Geschäften“. Im Gegensatz zu den Beschreibungen über Himmel und Himmel im klassischen Sinne hat Tad Williams hier eine eigene Version geschaffen. Engel sind hier keine Unschuldslämmer, besonders nicht Bobby, sie sitzen auch in der Bar, trinken Alkohol, feiern gerne, … Und ohnehin ist Bobby ein äußerst zynisches Exemplar. – Das machte ihn mir auf Anhieb sympathisch! Aber natürlich geht es hier nicht darum das Arbeitsleben des Engels zu verfolgen. Denn auf einmal sind alle hinter Bobby her und der hat keine Ahnung warum. Nach und nach bekommt er raus, dass er etwas gestohlen haben soll. Da er immer noch nicht weiß was behauptet er einfach das er dieses „Dings“ verkaufen will. Ein riskantes Spiel, denn auch die Wesen der Hölle sind scharf darauf. Mehr durch Zufall offenbart sich Bobby was sich wirklich zugetragen hat und das Feind und Freund manchmal nichts mit Gut und Böse zu tun haben – und das selbst die Liebe Grenzen überschreiten kann.Der Schreibstil ist angenehm, wenn auch eher etwas salopp. Bei Fantasyromanen erwarte ich eher Ausschmückendes, ein leichtes Abschweifen und .. ja, irgendwie vieles was nicht ganz so in „unsere menschliche“ Welt gehört. Fantasy eben. In diesem Roman fehlt mir das leider. Zwar gibt es einige bildliche und auch gute Beschreibungen, bspw. ein Engel der an seinen Sehen aufgehängt wurde, aber das ist mir persönlich zu wenig. Ansonsten ist der Roman sehr flüssig und zügig zu lesen. Mit Fachwörtern oder ähnlichem schmeißt der Autor hier glücklicherweise nicht um sich. ~°~ Fazit ~°~Die Idee zu diesem Buch ist wirklich toll. Eben einfach mal etwas anderes. An der Umsetzung hapert es dann aber leider, denn der Roman ist leider recht fad. Für eine einfache „Zeitvertreibsliteratur“

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  • Himmel. Hölle. Und dazwischen Bobby Dollar, ein vorlauter Engel inmitten einer verwirrenden Handlung

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Sardonyx

    Sardonyx

    Doloriel alias Bobby Dollar hat als Anwaltsengel der jüngst Verstorbenen nicht gerade den besten Beruf erwischt, den es für einen Engel auf der Erde gibt. Jeden Tag aufs Neue sucht er seine Klienten auf, verteidigt sie, damit sie in den Himmel kommen - oder auch in die Hölle, wenn die Ankläger aus der Hölle schlagkräftiger sind. Alles in seinem Leben läuft einigermaßen normal - bis plötzlich die Seele eines verstorbenen Mannes spurlos verschwindet! Ausgerechnet für diese Seele war Bobby zuständig und kann sich nicht mehr aus dem drohenden Streit zwischen Himmel und Hölle befreien, weil beide Seiten einander anklagen, die Seele gesetzwidrig genommen zu haben. Und als ob dies nicht schon genug wär, entdeckt Bobby neben einer magianischen Geheimgesellschaft auch, dass der Himmel ein viel düsterer Ort ist, als es scheint ... Tad Williams ist im Fantasy-Genre ein großer Name und ich habe schon so manches von ihm gelesen, darunter den phänomenalen Wälzer ,,Der Blumenkrieg". Deshalb habe ich nicht lange gezögert, noch mehr von ihm zu lesen, weil ja fast immer gelobt wird, wie vielseitig, einzigartig und durchgeknallt Tad Williams' Bücher sind.*seufz* Okay, wie fange ich jetzt am besten die Rezension an? Denn, wie vielleicht allmählich erkennbar wird, gab es im ersten Band der Bobby-Dollar-Trilogie ,,Die dunklen Gassen des Himmels" Strecken, wo ich wirklich von Herzen glaubte, dass dies eines der besten Bücher aller Zeiten sein könnte! Bis ich mich ein paar Kapitel später zu langweilen begann und nur der intelligente Wortwitz des rüpeligen Bobby mich zum Lächeln bringen konnte. Ja, wirklich, Bobby Dollar IST ein umwerfender Engel, einer, der fast alles hinterfragt, gerne vor sich hin flucht und ein Großmaul ist, viel herumballert (rasante Action gibt es in diesem Buch zu 100%, aber das ist schließlich das Tolle) und in seiner Seele - nennt man das bei Engeln so? - auch mal tiefe Abgründe zeigt. Doloriel ist zu einem meiner Lieblings-Buchfiguren geworden, denn Tad Williams hat sich viel Mühe gegeben, einerseits das christliche Himmel & Hölle-Prinzip aufrecht zu erhalten und hat gleichzeitig alle Engel-Klischees mit Freuden zertrümmert. Nur um Beispiele zu nennen: Sweetheart, allem Anschein nach ein Transvestit-Engel; Sam, der sich so lange betrunken hat, bis seine frühere Menschenhülle starb und er eine neue brauchte; und eigentlich auch alle anderen Engel, einer verrückter als der andere. Am Anfang musste ich mich erst mal damit zurechtfinden, dass die Engel hier so gewöhnungsbedürftig drauf sind. Andere Leser werden sich bestimmt nicht mit den Engeln, die manchmal sogar Witze über Blowjobs reißen, gut zurechtfinden.Casimira ist Bobbys totales Anti-Gegenstück: Ich konnte die schnulzige, schnodderige Caz-Bobby-Liebesgeschichte von Anfang bis Ende nicht ernstnehmen, nicht nur weil sie eine Dämonin ist und er ein Engel. Die beiden verbindet im Prinzip doch gar nichts! Das ist genau wie bei der Handlung - für die hat Tad Williams mindestens 5 Grundkonflikte miteinander verwoben, ohne dass mir klar war, worum's jetzt eigetlich exakt ging! Ein stierhaftes Monster, eine magianische Gesellschaft, ein mysteriöses Objekt, eine von Anfang an dämliche Liebesgeschichte, eine Verschwörung im Himmel, ein viel zu überstürztes Finale, Bobbys allgemeine Midlife-Crisis ... Und das alles in einem einzigen Buch!!Denkt jetzt nicht, dass das Negative an ,,Die dunklen Gassen des Himmels" überwiegt. Es gibt einfach ein paar Aspekte, die mir tiefe Stirnrunzeln ins Gesicht gezeichnet haben, weil sie diesem völlig abgedreht tollen Urban Fantasy-Buch erhebliche Stoßdämpfef aufhalsen. Deswegen werde ich Bobby nicht im Stich lassen und als nächstes wieder in ,,Happy Hour in der Hölle" auf seinem unvorhersehbaren, verrückten Weg begleiten.

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    • 3
  • Bobby Dollar: Anwaltsengel

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Nespavanje

    Nespavanje

    10. October 2016 um 14:12

    Bobby Dollar ist ein Anwaltsengel. Er lebt auf der Erde, genauer gesagt in San Judas - Kalifornien und steht dadurch in der Hierarchie der Engel ganz weit unten. Dabei hat er einen wichtigen Job: Stirbt ein Mensch wird sofort nach dem Tod über seine Seele Gericht gehalten. In diesem Schnellverfahren werden sie, je nach dem wie das Verfahren ausgeht, dem Himmel oder eben der Hölle zugeordnet. Als Bobby zu der Verhandlung über die Seele von Edward Lynes Walker gerufen wird, ist nichts mehr wie es war. Walkers Seele ist nämlich verschwunden, obwohl das gar nicht sein kann. Der Engel fängt an zu recherchieren und kommt einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur. "Bobby Dollar: Die dunkeln Gassen des Himmels" ist der Auftakt zu einer fulminanten Trilogie, die mir ungemein gut gefallen hat, wenn auch nicht von Anfang an, da der Hauptprotagonist, mit seiner derben und unflätigen Ausdrucksweise, eher unsympathisch aufgefallen ist und keineswegs einem klassischen Engel aus dem Himmel nachempfunden wurde. Deswegen ist auch sein Faible für Waffen nicht verwunderlich, wer sich einem pazifistischen Engel vorstellt, ist bei Bobby an der falschen Adresse. Dabei reiht sich dieser Charakter in eine Reihe von Privatermittlern ein, dessen literarisches Vorbild wohl Sam Spade ist (Dashiell Hammet - Der Malteser Falke) und sehr menschliche Züge hat. Selbst der Clinch zwischen Himmel und Hölle ist keineswegs klassisch oder religiös erzählt, sondern kann im weitesten Sinne, mit dem kalten Krieg zwischen den USA und der damaligen UDSSR vergleichen. Das Ganze ist sehr detailverliebt erzählt, und macht Laune mehr von diesem Autor zu lesen. Der nächste Band in dieser Trilogie ist - Happy Hour in der Hölle - und ist mindestens genauso schwarz-humorig wie dieser!

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    • 3
  • Höllenabenteuer eines Engels

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Babscha

    Babscha

    Bobby "Doloriel" Dollar ist Anwaltsengel, ein erdgebundener Vertreter der himmlischen Heerscharen und deren Interessen, der, ausgestattet mit einem ansehnlichen und leistungsfähigen menschlichen Körper, in San Judas, einer mittelgroßen Stadt in Nordkalifornien, lebt. Wenn er nicht gerade ein Techtelmechtel mit menschlichen oder engelhaften weiblichen Wesen hat, seine 38er Smith& Wesson versorgt oder sich mit seinen Freunden, dem Ganzen Kaputten Chor, in seiner Lieblingskneipe die Kante gibt, wird er gelegentlich auch von seinen Bossen zur Arbeit gerufen. Das heisst dann für ihn, am Ablebeort just Verstorbener aufzutauchen und sich dort mit einem gleichartigen Vertreter der Höllenmächte einen erbitterten Kampf um die sich im vorübergehenden stand-by befindliche Seele der betreffenden Person zu liefern. Den Entscheidungsdaumen hebt oder senkt nach den Plädoyers der beiden Parteien dann ein ebenfalls herbeigerufener himmlischer Richter mit der entsprechenden unmittelbaren Konsequenz für den oder die Betroffene. Als das völlig Unmögliche eintritt, nämlich die Seele eines Prominenten nach seinem Ableben plötzlich spurlos verschwindet, setzt dies in Himmel wie Hölle eine Kettenreaktion mit unabsehbaren Folgen in Gang und Dollar gerät zwischen alle Fronten. Der überzeugende Auftaktband einer Trilogie, in der Williams alle Register seines Könnens zieht. Ein respektloses Feuerwerk schwarzen, immer treffsicheren Humors, in dem der Autor oberhalb wie unterhalb unserer menschlichen Welt Figuren und Szenarien schafft, die ihresgleichen suchen. Allen voran natürlich die sympathische Hauptfigur, ein letztlich prinzipientreuer, aber immer clever das sich zunehmend als korrupt heraus stellende System hinterfragender Engel aus der Klasse des Fußvolkes, der mit Hierarchien so seine grundsätzlichen Probleme hat, damit eigene, unauthorisierte Wege geht, sich hierdurch regelmäßig  in arge Schwierigkeiten bringt, aus denen er sich aber immer wieder rauswindet. Rasante action, menschliche wie höllische Verfehlungen auf allen Ebenen und die konsequente Hinführung zu den Motiven des Ganzen in Krimimanier innerhalb eines durchdachten, interessanten Handlungsstrangs wechseln in lockerer Folge und bereiten eine Menge Lesespaß. Und natürlich sind auch die ganzen Bösewichte vom erwartet schweren Kaliber. Ein echtes Gute-Laune-Buch für Leute, denen nichts Menschliches fremd ist und die, ausgestattet mit einem stabilen unempfindlichen Humorlevel, auch was aushalten können. Möge es im Folgeband in gleicher Weise weiter gehen.

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    • 7
  • Große Klappe gewürzt mit Humor und Action

    Die dunklen Gassen des Himmels
    Kim_Rylee

    Kim_Rylee

    10. August 2016 um 15:59

    Ausnahmsweise habe ich bei dieser Serie das Feld von hinten aufgeräumt.Naja, vielleicht nicht von ganz hinten, denn ich habe mir den zweiten Teil zuerst angehört. Mir gefiel der zweite Teil "Happy Hour in der Hölle" schon vom Untertitel sehr gut.  Genaueres kannst du in der dazugehörigen Rezi lesen, die ich ebenfalls geschrieben habe. :-)Der erste Teil wurde hoch gelobt, sodass ich nicht drum herum gekommen bin, ihn mir ebenfalls auf die Ohren zu packen.Was soll ich sagen? Ich hatte hohe Ansprüche und bin tief gefallen. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht geworden. Um ehrlich zu sein, in diesem Fall sagte mir der zweite Teil eher zu.Ich hatte mir vom ersten Teil einfach mehr versprochen. Für mich war es eine langgezogene Einführung des Charakters Bobby Dollar, gespickt mit humorvollen Elementen, Wortspielen und ein wenig Esprit. Allerdings lassen die fantasievollen Beschreibungen, wie ich sie im zweiten Teil bekam, hier eher zu wünschen übrig. Dafür gab es ein mehr Action und die große Klappe des Protagonisten.Im großen und ganzen hat mir der erste Teil Spaß gemacht. Allerdings reichte er mir nicht an den zweiten Teil heran.Daher gibt es in diesem Fall 3.5 Sterne.

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  • Frisch und lustig

    Die dunklen Gassen des Himmels
    JanineT

    JanineT

    30. May 2016 um 16:48

    Ein Buch wie kein anderes: Ich finde die Idee, dass es Anwalts-Engeln gibt, die sich nach unserem Tod gegen die Maechte der Hoelle einsetzen, um uns in den Himmel zu geleiten, irrsinning toll. Tad Williams hat ein fast realistisches Konzept von Himmel und Hoelle entwickelt, mit den Hoellendienern als Anklaeger unserer Suenden und die Himmelsdienern als Verteidiger der guten Seiten an uns Menschen. Und dawischen ein objektiver, neutraler Richter. Auch die Idee mit dem dritten Weg - ein anderer Ort als Himmel und Hoelle, wo die menschlichen Seelen nach ihrem Ableben hinkommen koennen - finde ich super! Die Geschichte hat ausserdem viele widerliche und liebenswerte Figuren und langweilig wird es mit Bobby Dollar nie.

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