Happy Hour in der Hölle

von Tad Williams 
3,6 Sterne bei39 Bewertungen
Happy Hour in der Hölle
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Positiv (22):
PMelittaMs avatar

Zu viel Hölle, zu wenig Vorantreiben der Haupthandlung, daher nur 3,5 Punkte und Hoffnung auf den Abschlussband der Trilogie

Kritisch (6):
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ich hab es bei der Hälfte genervt beiseite gelegt. Der Höllentrip ist ganz schön zäh und langweilig...

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Inhaltsangabe zu "Happy Hour in der Hölle"

Bobby Dollar, Engel und Anwalt der verlorenen Seelen, macht sich auf in die Hölle, um einen Auftrag seines Mentors im Himmel zu erledigen. Vor allem aber will er die faszinierende Gräfin Casimira von Coldhands wiedersehen – und sie aus der Hölle hinausschmuggeln. Das ist ein äußert schwieriges Unterfangen, da sein Widersacher einer der mächtigsten Teufel der Unterwelt ist: der Großfürst Eligor. Er hasst Bobby ohnehin und es wäre ihm das größte Vergnügen, ihm seine unsterbliche Seele aus dem Körper zu reißen. Oder ihm alle mörderischen Kreaturen der Hölle auf den Hals zu jagen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608938333
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:565 Seiten
Verlag:Klett-Cotta
Erscheinungsdatum:23.08.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.08.2014 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    phantastische_fluchtens avatar
    phantastische_fluchtenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich liebe diesen Autor aber das Buch war wirklich ermüdend
    Nach Band eins eine absolute Enttäuschung

    Vorab: ich bin ein absoluter Tad Williams Fan. Ich habe Otherland schon zwei Mal gelesen, ebenso das Geheimnis der großen Schwerter. Sprachlich ist der Autor ein Könner, seine Redegewandtheit, seine Ausdrucksstärke und sein Wortwitz beeindrucken mich bei jedem seiner Bücher. Und auch Bobby Dollar Band eins habe ich gerne gelesen. Dieses Buch hier jedoch nicht. Von einem Tad Williams erwarte ich wesentlich mehr, als der Autor hier geboten hat. Alle meine Erwartungen wurden enttäuscht. Das beginnt leider schon beim Cover.
    Es gibt ausufernde Beschreibungen der Hölle mit all ihren Ekeleien, immerwährender Qual und ewigem Leid. Und ein Bobby Dollar, der endlose Monologe führt und dem Leser zeitweise den letzten Nerv raubt. Der Leser mag keine Figuren, die sich permanent selbst loben, die alle Qualen der Hölle mit einem Lächeln überstehen und dem Feind immer noch ein trotziges Wort an den Kopf werfen können. Ich liebe z.B. den Burbon Kid und ich finde es in einem Fantasy Buch durchaus nicht abstoßend, wenn die Hauptfigur ein mordender Antiheld ist. Ich mag auch Harry Dresden, der ja auch über ein starkes Selbstbewusstsein verfügt. Ok, die Hölle färbt auf den Charakter ab, aber Doloriel ist immerhin ein Engel, da erwarte ich als Leser doch etwas mehr als tierisches oder menschliches Verhalten. Die teilweise sinnlose Brutalität hat mich abgestoßen, es reicht nicht nur, einen Gegner zu eliminieren, nein man muss ihn auch noch verstümmeln, zerhacken und foltern.

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    Nightflowers avatar
    Nightflowervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr ermüdender Trip in die Hölle und zurück. Zu viel Hölle, zu wenig drumherum. Wenig Antworten zu den Fragen, die man Ende Teil 1 hat...
    Happy Hour?

    Buchinfo: Bobby Dollar, Engel und Anwalt der verlorenen Seelen, macht sich auf in die Hölle, um einen Auftrag seines Mentors im Himmel zu erledigen. Vor allem aber will er die faszinierende Gräfin Casimira von Coldhands wiedersehen – und sie aus der Hölle hinausschmuggeln. Das ist ein äußert schwieriges Unterfangen, da sein Widersacher einer der mächtigsten Teufel der Unterwelt ist: der Großfürst Eligor. Er hasst Bobby ohnehin und es wäre ihm das größte Vergnügen, ihm seine unsterbliche Seele aus dem Körper zu reißen. Oder ihm alle mörderischen Kreaturen der Hölle auf den Hals zu jagen.

    Seiten: 565 Seiten

    Cover: passt gut zum 1. Band, finde ich ganz schön. Ich mag Flügel.

    Meinung zum Inhalt: Ich muss leider gestehen, dass ich am Ende ein wenig quer gelesen habe. Der Autor hat ja ganz tolle Ideen, wie die Hölle gestaltet sein kann, was es da so Grausiges gibt und was man dort alles erleben kann, aber vielleicht gar nicht willl, aber insgesamt hat sich alles für mich dann doch ziemlich gezogen. Ein wenig schade fand ich auch, dass bis zum Ende fast ausschließlich Bobby Dollar allein herumgezogen ist und die "Leute", die man aus Band 1 kennt, quasi nicht auftauchen. Ich finde auch immer noch, dass es ein wenig krass ist, dass er Caz kaum kennt und schon hinter ihr herrennt wie ein liebestolles Hündchen. Das ist doch ein wenig zu viel des Guten!
    Trotz allem möchte ich nun wissen wie das alles ausgeht, was eigentlich hinter allem steckt und wer denn nun schlussendlich Freund und wer Feind ist. Denn viele neue Antworten auf meine Fragen aus Band 1 gab es hier nicht und die möchte ich doch noch zu gerne erhalten!!

    Fazit: Sehr ermüdender Trip in die Hölle und zurück. Zu viel Hölle, zu wenig drumherum. Wenig Antworten zu den Fragen, die man Ende Teil 1 hat... Band 3 möchte ich trotzdem noch lesen.

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    Babschas avatar
    Babschavor 2 Jahren
    Höllenfahrt mit Rückfahrticket

    Teil 2 der Geschichte um den Anwaltsengel Bobby "Doloriel" Dollar, der sich diesmal direkt in die Hölle aufmacht, um dort seine geliebte Casimira den Fängen des schrecklichen Dämonenfürsten Eligor zu entreißen. Dieses Höllenfahrtskommando entpuppt  sich schnell als wahnwitziges Unterfangen in einem Universum, das jeden Menschen umgehend auf den Pfad der Tugend zurück bringen würde, wenn er wüsste, wie sich dort der ewige Alltag so gestaltet. Aber unser Bobby ist ja bekanntermaßen unverwüstlich. Wie sich nach und nach heraus stellt, kocht aber auch der Himmel sein ganz eigenes Süppchen und die Zusammenhänge werden immer undurchsichtiger.

    Leider kann das Buch nicht mit dem Einstiegsband mithalten, zumal die Handlung sich fast vollständig auf die Geschehnisse in der Hölle beschränkt. Diese hat er sich eigentlich gut ausgedacht, aber in seinen penetranten und exzessiven Schilderungen der Gräuel dieser unsäglichen Welt tut Williams einfach zu viel des Guten.  In dem Versuch, immer noch einen drauf zu setzen, wird der Bogen hier eindeutig überspannt. Das bringt die Geschichte nicht voran, die bislang intelligent und spannungsreich aufgebaute Story wie auch die eigentlich gut ausgeformte Figur des schicksals- gebeutelten Hauptprotagonisten, alles leidet unter den irgendwann nur noch nervigen Schilderungen der brachialen Figuren und laufenden Gemetzel. Aber wenigstens zum Schluss kriegt der Autor zum Glück dann wieder die Kurve, wenn sich die Story zurück auf die uns bekannten diesseitigen Gefilde verlagert. Hoffen wir, dass der Abschlussband der Trilogie wieder an frühere Qualitäten anknüpft.

    Kommentare: 2
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    laraelainas avatar
    laraelainavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dantes Göttliche Komödie verfeinert
    Wahrhaft Höllisch

    Tad Williams hat Dantes Göttliche Komödie und Hieronymus Bosch Bilder bei weitem übertroffen, verfeinert mit einem guten Schuss Lovestory der anderen Art. Demnächst erscheint der 3. Band über den Engel Bobby-Dollar und die Machenschaften zwischen Himmel und Hölle. Ich bin schon sehr gespannt.

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    sursulapitschis avatar
    sursulapitschivor 3 Jahren
    Plastische Studie der Höllenqualen


    Ich bin Tad Williams Fan der ersten Stunde. Ich habe alle seine Bücher gelesen und geliebt. Auch den ersten Teil der Bobby Dollar-Reihe fand ich großartig und das, was ich jetzt sage, sage ich gar nicht gerne, aber es muss gesagt werden: Das war schrecklich!

    Natürlich darf Fantasy absurd sein, aber hier verfolgt man mit Erstaunen, wie der coole Anwaltsengel Bobby Dollar zum liebeskranken Rambo mutiert.
    Er geht in die Hölle, um seine Geliebte Dämonin Caz zu befreien. Das ist spannend und heroisch, aber an welcher Stelle ist denn diese Liebe so grenzenlos geworden? Hab ich was verpasst? Ich meine, ihre Beziehung war äußerst kurz. Gut, vielleicht lieben Engel intensiver, weiß man´s?

    Also geht er durch die Hölle und die Hölle ist wirklich höllisch.
    Hier zeigt uns Herr Williams, dass er erzählen kann. Die Hölle ist grauenhaft, unwirtlich, stinkend, gefährlich, bevölkert von monsterartigen Wesen unterschiedlichster Art. In seinen schlimmsten Alpträumen stellt man sich die Hölle nicht so höllisch vor. Bobby schlägt sich durch, im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder wird er in Kämpfe mit allerfinstersten Gestalten verwickelt. Da fliegen die Fetzen und die Körperteile, das Blut fließt in Strömen. Zum Glück können Engel nicht sterben, sonst hätte Bobby schon die ersten Kapitel nicht überlebt. Auch abgebissene Hände wachsen nach, das ist hilfreich.

    Man schwankt zwischen Ekel und Bewunderung. Einerseits ist das Buch ein einziges Schlachtfest, blutigste Kämpfe und Folterqualen, zwischendurch flieht Bobby wieder vor irgendwem, das langweilt zunächst nicht, weil es wirklich brillant erzählt wird. Trotzdem denkt man früher oder später: Jetzt ist es genug… und schon wird Bobby wieder gefangen genommen. Auch die wiederholten „Caz, oh Caz, werden wir jemals zusammenkommen?“- Stellen laden zum Überblättern ein.

    Grundsätzlich ist die Idee ja spannend und originell: Engel liebt Dämonin, wie können sie zusammenfinden? Selbst wenn es Bobby gelingt, seine Liebste aus der Hölle zu befreien, wo sollen sie leben (ähm…wohnen!), wenn die Verbindung weder im Himmel noch in der Hölle toleriert wird? Und da winkt uns Sam mit dem „dritten Weg“ aus Band 1 so deutlich zu, dass man sich fragt: Lieber Herr Williams, ist das Ihr Ernst? Schreiben Sie, ausgerechnet Sie, eine Trilogie, bei der man nach dem ersten Band schon ahnt wie es ausgeht? Ich bin zwischenzeitlich empört und hoffe auf eine gewaltige Überraschung in Band 3.

    Natürlich kann man es jetzt noch nicht genau wissen, aber ich habe den Eindruck, dass die eigentliche Geschichte erst im nächsten Band weiter geht. Dieses Buch war ein Abstecher in die Hölle (den man vermutlich einfach auslassen kann) (Echte Fans lesen es natürlich trotzdem!). Bobbys irdisches Dasein mit den verzwickten diplomatischen Beziehungen zum Himmel hat mir sehr viel besser gefallen. Hoffen wir auf den dritten Band.

    Kommentare: 2
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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mit Happy Hour in der Hölle serviert uns Tad Williams einen literarischen Reiseführer für die Hölle der besonderen Art.
    Reiseführer für die Hölle

    Bobby Dollar alias Engel Doloriel hat eine Menge Ärger am Hals. Zum einem hat er eine Feder eines unbekannten Erzengels aneignet, die aber eigentlich Eligor, einem Großfürsten der Hölle als Pfand für ein bislang unbekanntes Geschäft zwischen Himmel und Hölle dient. Eligor hat aber dafür Caz in seiner Gewalt, in die sich Bobby blöderweise verguckt hat. Eine Pattsituation die vermeintlich von Eligor aufs übelste torpediert wird, denn er wird von einem dämonischen Wesen angegriffen. Bobby ist kein üblicher Engel und beschließt der Hölle einen Besuch abzustatten und dabei Caz aus den Fängen des Großfürsten zu retten.

    „Happy Hour in der Hölle“ ist der zweite Band der Bobby Dollar Reihe. Dieser hat mir sehr gut gefallen und bevor ich nun mit der Rezension über dieses wirklich gut gelungene Werk kundgebe, muss ich im Hinblick auf „Die dunklen Gassen des Himmels“ meine Meinung ein klein wenig revidieren. Ist mir im ersten Roman gerade der Sarkasmus und Zynismus des Hauptprotagonisten ein bisschen sauer aufgestoßen, hab ich mich nun darüber, im zweiten Teil dieser Reihe, aufs köstlichste amüsiert. Bobby sprüht von Originalität und Witz und half damit im ersten Roman,  über ein paar langatmigere Stellen hinweg. Vielleicht lag es auch daran, dass mir dieser bürokratisch dargestellte Himmel nicht sonderlich zugesagt hat, wobei der Himmel immer nur andeutet wird. Der Leser weiß eigentlich gar nicht so recht, wie es sich nun Tad Williams dort oben tatsächlich vorstellt. Dafür hat er uns nun einen großen Brocken Hölle vorgesetzt, in dem sich der Leser mindestens genauso ein bisschen verliert wie Bobby Dollar. Ein paar zusätzliche Handlungsstränge tun sich in der Hölle auf und das könnte vielleicht dem einen oder anderen Leser etwas sauer aufstoßen, mir hingegen hat dieser Reiseführer der Hölle eigentlich ziemlich gut gefallen. Neben dem Humor hatte der Erzählstil seinen ganz eigenen Reiz an dieser Geschichte. Tad Williams beginnt damit, dass Engel Bobby Dollar in einem dämonischen Körper, vor der Neronischen Brücke und damit vor einem Eingang zur Hölle steht. Bobby Dollar wendet sich dabei oft direkt an den Leser und versucht dem Leser nun begreifbar zu machen, weshalb und wie er hier hergekommen ist. Manchmal hat mich diese ganze Geschichte an Persephone und Orpheus erinnert, und auf den letzten Seiten nimmt er dann auch kurz Bezug auf diese griechische Sage. Das Ende war nicht ganz so rund, wie ich es mir vorgestellt habe, allerdings erfährt der Leser um was es sich wahrscheinlich beim nächsten Band handeln könnte. Ich bin im Tad Williams Fieber, und kann den nächsten Teil kaum erwarten. Voraussichtlich erscheint er auf Englisch im September 2015 und laut seiner Homepage wird er „Sleeping Late on Judgement Day“ heißen und die Reihe rund um den Engelsrabauken abschließen, auch wenn noch zwei weitere Bücher über Bobby Dollar in Planung sind.

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    JuliaOs avatar
    JuliaOvor 3 Jahren
    Band 2 von Bobby Dollar

    Bobby Dollar Band 2 hat mir wieder sehr gut gefallen.
    Gefühlt war er etwas weniger humorvoll, und deutlich "dunkler" als Band eins - aber das ist ja auch kein Wunder, wenn man sich in der Hölle rum treibt ;)
    Von mir gibt es diesmal nur 4 Sterne, da mich das Buch zwar die ganze Zeit über gut unterhalten hat, aber man am Ende irgendwie nicht das Gefühl hat, in der größeren Geschichte irgendwie weiter gekommen zu sein. Das hat mich irgendwie nicht zu 100 zufrieden gestellt.
    Davon abgesehen, ist wieder alles dabei was man braucht - Abenteuer, Humor, Liebe, Grusel, neue Charaktere, alte Bekannte, überraschende Wendungen, ...


    Also trotz wenig Fortschritt im großen Bild auf alle Fälle empfehlenswert für alle denen Band eins gut gefallen hat!

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    M
    michael_lehmann-papevor 4 Jahren
    Neues von der unterhaltsamen Engeslfront

    Neues von der unterhaltsamen Engeslfront

    Durchaus findet sich in diesem zweiten Roman um den „Anwaltsengel“ Bobby Dollar zwar ein ganz anderes Szenario wieder, dies führt allerdings nicht unbedingt zu einer wirklichen „Neuerung“, was das Grundkonzept vor allem des Umganges mit Figuren bei Tad Williams angeht.

    War der erste Roman um den sensiblen, ironischen, zynischen, toughen aber auch weihherzigen Engel Bobby Dollar noch erfrischend neu gerade in seinem „metropolischen Umfeld“ in „San Judas“, der Stadt der Schutz-Anwalts oder auch gefallenen Engel mit ihrem direkten Kontakt zum Himmel (und den Erzengeln) sowie der Gefährdung durch die andere Seite (die Hölle und ihre Dämonen), so setzt Williams nun über weite Strecken des neuen Romans ein eher reines Fantasy-Setting als Schauplatz, die Hölle selbst, bei unverändert ironisch-zynischer Erzählweise.

    Bobby Dollar sucht seine Liebe, die Eigentum des Höllenfürsten Eligor ist und von diesem „in die Heimat“ mitgenommen wurde.
    Da trifft es sich gut, dass einer der Erzengel eine Botschaft für einen Höllenbewohner hat, Bobby mit einem Dämonenkörper ausrüstet und dem liebeskranken Engel den Weg zu einem vergessenen Eingang (dem „Nero-Tor“) weist. (Und ja, auch Nero wird auf einer der Ebenen der Hölle anzutreffen sein.)

    Weiterhin wie gewohnt bietet Williams, neben den überzeichneten Figuren, vor allem viel Action, unterbrochen von reflektierenden Einheiten. Ein Gemisch, an dem man sich allerdings auch an manchen Stellen im Buch (zu) satt zu lesen vermag.

    Wenn da in trauter „Therapierunde“ verlorene Seelen ihr „Bekenntnis“ ablegen, kann man ruhig auch einmal ein paar Seiten überschlagen, wie auch manch andere Sequenz dem Leser letztlich nicht unbekannt vorkommt aus vielfachen Horror-Filmen oder Büchern anderer Autoren (der explodierende Dämonenpalast), neben den durchaus kreativen Gestalten, die Williams originär und originell ins Rennen schickt.

    „Ja, es gibt Kamine in der Hölle. Manche benutzen Sie in der infernalischen Hitze als Klimaanlage“.
    So kämpft sich Bobby Dollar durch Hitze, Dreck und verwachsene Gestalten, denen das Leiden in vielfachen Formen auferlegt ist.

    Und so begleitet der Leser, durchaus sprachlich weitgehend cool und flüssig durch Williams unterhalten, Bobby auf seinen diversen Wegen und Begegnungen auf den verschiedenen Ebenen der Hölle mit krassen Momenten (seine Vergewaltigung durch Geschlechtsorgane, die hier lieber nicht allzu klar beschrieben werden sollen („Das obszöne Ding zwische ihren Beinen kaute an mir“)), mit langatmigen Momenten (der Weg durch die erste Ebene der Hölle), mit Kämpfen, Gegnern, Verbündeten in einem surreal wirkenden geographischen Rahmen, der zwar viel ekliges bereit hält, eher aber an heruntergekommene Slums erinnert als an eine Form der „religiösen Hölle“.

    Bis am Ende des Romans auch gemischte Gefühle verbleiben.

    Locker, leger, ironisch, cool auf der einen Seite sowohl in Sprache, Stil und der (fast alleinigen) Hauptfigur Bobby Dollar, überbordend und teils nicht wirklich überzeugend oder mitreißend in der „Aufgabe“ und der Schilderung der Hölle selbst.

    Das da einer wie Orpheus seine Liebe aus der Hölle entreißen will, ist letztendlich auch nicht unbedingt neu als Motiv, wohl aber, wie im ersten Roman, sehr unterhaltsam, bildkräftig und in Teilen spannend erzählt. Mit vielen Verweisen auf den ersten Teil der Reihe und einem roten Faden (die Feder), den Williams auch durch diesen zweiten Roman hindurch hintergründig immer wieder aufnimmt.

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    Dat-Engelsches avatar
    Dat-Engelschevor einem Jahr
    Kurzmeinung: ich hab es bei der Hälfte genervt beiseite gelegt. Der Höllentrip ist ganz schön zäh und langweilig...
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    PMelittaMs avatar
    PMelittaMvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zu viel Hölle, zu wenig Vorantreiben der Haupthandlung, daher nur 3,5 Punkte und Hoffnung auf den Abschlussband der Trilogie
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