Tad Williams Otherland - Stadt der goldenen Schatten

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Inhaltsangabe zu „Otherland - Stadt der goldenen Schatten“ von Tad Williams

Otherland – ein virtueller Raum, der von den reichsten und skrupellosesten Männern der Erde regiert wird: Der Gralsbruderschaft. Otherland, das ist ein Ort der kühnsten Phantasien und der schlimmsten Albträume. Eine Gruppe mächtiger Männer, die sich Gralsbruderschaft nennt, hat mit enormen Geldmitteln das Simulationsnetzwerk »Otherland« entwickelt. Es ist mehr als nur die Spielwiese einiger Exzentriker: Von langer Hand vorbereitet soll es das gigantische Kontrollsystem werden, das die gesamte Menschheit beherrscht. Nur wenige haben eine Ahnung davon, welche Ausmaße das Netz bereits angenommen hat. Nur wenige erkennen die tödliche Gefahr. Angelockt von der Vision einer strahlenden, einer goldenen Stadt, versammeln sich neun Menschen in der VR, um sich dem Bösen entgegen zu stellen und seine Pläne zunichte zu machen. Im November 2004 hat Tad Williams für »Otherland« den Corine-Future Preis erhalten.

Gut aber ............

— Kvothe_Sohn_des_Arliden
Kvothe_Sohn_des_Arliden

Wunderschöne Geschichte

— cat10367
cat10367

Freunde komplizierter Handlungen und vielschichtiger Dystopien kommen hier sicherlich auf ihre Kosten.

— Flaventus
Flaventus

Schreibstil gewohnt gut. Aber die Geschichte war mir zu verworren. Ich habe einfach nicht in die Geschichte hinein gefunden.

— PaulaZ25
PaulaZ25

Leider nicht mein Fall, könnte aber jeden interessieren, der auf Virtual Reality SciFi steht. Mir war's zu langatmig.

— Book_Bug
Book_Bug

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  • Gut, aber ....

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    Kvothe_Sohn_des_Arliden

    Kvothe_Sohn_des_Arliden

    01. September 2017 um 20:18

    Die Inhaltsangabe ist oben.   Die Charaktere: sind alle sehr vielschichtig und komplex. Das ist gut.   Die Handlung: Die ersten vierhundert Seiten kapiert man nichts (das gefiel mir aber, es war ein Fallenlassen ins Chaos), danach war es für meinen Geschmack zu vollgestopft mit Handlung und Hinweisen, wobei quasi überall Hinweise versteckt sind und sobald man einen entdeckt hat, versucht man ihn sich zu merken, und wenn dieser Hinweise (200 Seiten später) dann zu tragen käme hat man ihn wieder vergessen. Für mich ist es einfach zu lang und zu vollgestopft, es ist nicht die Komplexität der Handlung sondern die Menge.   Die Sprache: Der Autor beherrscht es zu formulieren, das lässt sich zweifellos feststellen.   Resümee: Das Buch ist geil! Die Story (also das Konzept) ist grandios aber es ist zu viel- Ich möchte dem Autor nicht unterstellen Logiklücken vertuschen zu wollen, denn man merkt wie liebevoll jedes Detail bearbeitet ist, aber ich hasse es wenn ich nicht mal mehr in der Lage bin gegebenfalls Logiklücken erkennen zu können, weil ich von der Menge erschlagen bin.   Das Buch ist gut, aber.....

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  • Faszinierend von Anfang bis Ende!

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    Aniday

    Aniday

    23. January 2017 um 20:18

    Virtuelle Realität ist völlig normal, die ganze Welt ist vernetzt und hat, bis auf wenige, rückständige Gegenden, Zugriff auf das Netz. Man taucht ganz ein und bewegt sich darin, je nach Wohlstand auf rudimentärer Ebene bis fast lebensecht mit sämtlichen Sinneseindrücken. Das diese virtuelle Welt auch Gefahren birgt beginnt Renie zu ahnen, als ihr kleiner Bruder ins Koma fällt und niemand erklären kann wieso - nur sie vermutet etwas im Netz. Verzweifelt in ihrem Versuch auch nach dem letzten Strohhalm zur Rettung Stephens zu greifen macht sich Renie zusammen mit !Xabbu auf, das Mysterium zu lösen und muss entdecken, dass mehr dahinter steckt. Schnell erstrecken sich die Gefahren für alle Beteiligten auch in die Realität...Vorweg: Lange hat mich kein Buch mehr so fasziniert wie dieses! Es ist eine langsam fortschreitende Geschichte mit vielen Handlungssträngen und Personen, und die meiste Zeit kann man höchstens raten, wie diese zusammen hängen könnten. Eigentlich das perfekte Rezept, um den Faden und das Interesse zu verlieren. Doch Tad Williams verstrickt die Stränge langsam so miteinander, dass man miträtseln will, dass man eintaucht und versucht zu verstehen was hinter all dem steckt. Und was "all das" eigentlich ist. Renie und !Xabbu nehmen den größten Teil der Geschichte ein, zumindest gefühlt, denn wirklich verglichen habe ich die Länge der Anteile nicht. Mit ihnen wird man in den Stand der Entwicklung eingeführt - was ich gerade in Hinsicht auf den heutigen Stand mit VR-Brillen und allem interessant fand, immerhin ist das Buch ein paar Tage älter. !Xabbu selbst war leider nicht mein Fall, ich fand seinen Charakter teilweise etwas nervig und nicht so interessant wie wohl von Williams angedacht, wenn auch auch ganz sympathisch im Zusammenspiel mit Renie. Von ihm und seinen Ansichten hätte ich mir etwas weniger gewünscht.Aber dafür waren auch die anderen Charaktere, allen voran Orlando und Fredericks, waren gut durchdacht und haben mir sehr gefallen, von ihnen erhoffe ich mir noch einiges in den nächsten Bänden.Obwohl es zum Ende des Buchs gerade erst richtig los ging, oder gerade deshalb, fand ich es schade, dass es vorbei war und ich werde unbedingt weiterlesen müssen. Ich habe sehr viel Zeit mit dem Buch verbracht, es langsam gelesen, auf mich wirken lassen und darüber nachgedacht. Das tue ich nicht mit jedem Buch - doch dieses war jede Sekunde wert! Von mir gibt es vier Sterne, denn ich denke da ist für die nächsten Bände sogar noch ein bisschen Luft nach oben!

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  • keine entspannende Feierabendlektüre

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    Flaventus

    Flaventus

    19. December 2016 um 12:22

    Dieses Buch wurde im englischen Original vor über 20 Jahren, nämlich 1996, veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund zeigt die Geschichte interessante Visionen zur heutigen digitalisierten Welt. Wenn man sich in ihr zurecht findet. Umfangreiche Bücher schrecken mich für gewöhnlich nicht ab. Auch kann ich in der Regel komplizierten und verstrickten Handlungen folgen. Dieses Buch spielt aber in einer Liga der anspruchsvollen Literatur, in der ich mich zugegebenermaßen zur selten bewege. Dieses Buch ist nicht geeignet, um mal eben nebenher gelesen zu werden und erfordert durchgehend eine hohe Konzentration. Schuld daran sind die unzähligen Handlungsstränge und Hauptcharaktere, die zuerst parallel und nachher immer weiter ineinander verwoben erzählt werden. Eine inhaltliche Zusammenfassung ist nahezu kaum möglich, wenn diese Rezension nicht uns bodenlose ausufern soll. Es sei nur so viel gesagt, dass es sich um virtuelle Welten auf verschiedenen Handlungsebenen handelt, in denen die Protagonisten sich bewegen. Offene Fragen Die Welten und Charaktere werden dabei recht ausführlich dargestellt. Für meinen Teil ein bisschen zu ausführlich. Hier hätte es der Geschichte meiner Meinung nach gutgetan, wenn diese etwas gestrafft worden wäre. Der Sprachstil ist hingegen recht angenehm und unkompliziert. Ich vermute das Buch wäre unlesbar, wenn dem nicht so wäre. Ich muss gestehen, dass ich am Ende nicht so recht weiß, was ich mit dieser Geschichte anfangen soll. Viele Fragen wurden gestellt, nur wenige beantwortet. Vermutlich muss ich die anderen drei Bände dieser Tetralogie noch lesen, um den Plot in seiner Gänze zu erfassen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn es neben den übergreifenden Haupthandlungen mehr in sich abgeschlossene Nebenhandlungen gegeben hätte. Fazit Dieses Buch wurde über aller Maßen gelobt. Es wurde als "monumental" und "episch" charakterisiert. Natürlich weisen solche Bücher Längen auf. Das macht auch ein "Der Herr der Ringe". Der Vergleich zu diesem Fantasybuch hinkt ein bisschen, denn während Tolkien mit seinem Werk das Genre des "High Fantasy" begründete, baut Williams auf bekanntem auf. Auch vor dem Hintergrund, dass das Buch nun mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel hat. Ja, man muss sich auf dieses Werk einlassen und dieses idealerweise ohne Pause am Stück durchlesen. Wer zwischendrinnen zur Entspannung etwas anderes liest, läuft Gefahr aus der Handlung - oder besser den Handlungen - zu driften und den Anschluss an die Geschichte zu verlieren. Freunde komplizierter Handlungen und vielschichtiger Dystopien kommen hier sicherlich auf ihre Kosten. Wer nach einer entspannenden Feierabendlektüre Ausschau hält, lässt lieber die Finger von diesem Buch. Ich habe das Buch in elektronischer Form in neuester Auflage von 2016 aus dem Klett-Cotta-Verlag gelesen. Ob es Unterschiede zu der Version aus dem Heyne-Verlag bestehen, vermag ich nicht zu beurteilen.

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  • Einfach nur toll!

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    RapsUndRuebe

    RapsUndRuebe

    13. June 2016 um 13:50

    Inhalt:Inhaltsangaben spare ich mir. Die sind aus dem Klappentext und bei anderen Rezensionen zur Genüge ersichtlich. Stil:Es ist fantastisch, wie Williams es schafft einen in die virtuellen und andere Welten zu entführen. Dieses Buch ist ein grandioses Epos. Für mich handelt es sich hier nicht um Fantasy, sondern eher um Science Fiction. Gar so weit sind wir nämlich von den beschriebenen Virtual Reality's nicht mehr entfernt. Jetzt, wo im Moment die VR-Brillen und rudimentäre VR-Software der grosse Renner sind, ist es nur noch ein kleiner Schritt sich den beschriebenen Welten in und ausserhalb Otherlands zu nähern. Das ganze Buch liest sich flüssig, ist spannend und kombiniert verschiedenste Handlungsstränge. Einige der Handlungsstränge sind bis zum Ende des Buches (ca. 900 Seiten) nicht wirklich einzuordnen. Das Epos umfasst aber vier Teile mit knapp 4000 Seiten. Es ist also noch genügend Raum, um diese Handlungsstränge zu integrieren. Das Buch geht ohne Pseudo-Ende direkt in den nächsten Teil über. Alle vier Bücher sind eine einzige grosse Geschichte. Fazit:Ein fantastisches Epos, das einen nicht mehr losslässt. Ich freue mich schon auf die nachfolgenden Teile. Unbedingt lesen. Dieses Buch hat sich einen festen Platz im Bücherregal verdient und wird sicher irgendwann wieder gelesen.

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    • 4
  • Band 1 einer epischen Sci-Fi Geschichte.

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    Hypokras

    Hypokras

    17. September 2015 um 11:23

    Die Bücher: Otherland Bd.1: Stadt der goldenen Schatten ISBN 3-608-93421-9 Otherland Bd.2: Fluss aus blauem Feuer ISBN 3-608-93422-7 Otherland Bd.3: Berg aus schwarzem Glas ISBN 3-608-93423-5 Otherland Bd.4: Meer des silbernen Lichts ISBN 3-608-93424-3 Zusammenfassung Ein todkranker Junge, eine Lehrerin, der letzte Buschmann, der älteste Mensch, ein durchgeknallter Killer, ein Mann im Rollstuhl, ein vermeintlicher Soldat, ein "Stück" Software ... Die Geschicke dieser und noch eingier anderer Personen sind alle mit dem Schicksal von Otherland verwoben. Otherland ist eine virtuelle Welt, in der einen die Unsterblichkeit erwartet. Zumindest ist dies die Hoffnung eines sehr reichen und noch exklusiveren Kreises von mächtigen Männern. Um ihr Ziel zu erreichen gehen sie über Leichen. Es ist nun an der wie zufällig zusammengewürfelt scheinenden Schar von Menschen dies zu verhindern. Aber wer weiss denn schon, dass sich hinter dem unbesiegbaren Barbaren Thargor ein kleiner Junge mit einer unheilbaren, todbringenden Krankheit verbirgt? Und wer sind die anderen? Wem kann man trauen? Was ist "wirklich"? Meine Meinung Tad Williams schreibt - zumindest zu Beginn - alles andere als reisserisch. Ich musste mich durch die ersten 150 Seiten durchkämpfen. Aber dann plötzlich kam die erste Ahnung davon, dass die einzelnen Handlungsstränge irgendwie miteinander verwoben sein könnten. Und sie waren es. Und wie! Plötzlich stösst man auf Begebenheiten, die man doch schon kennt. Oder doch nicht? Wenn man die Geduld aufbringt sich durch nahezu die Hälfte eines normalen Taschenbuchs zu kämpfen - um dann noch über 700 Seiten (im ersten von vier Bänden) vor sich zu haben - dem sei Otherland empfohlen. Es ist eine detaillierte Welt, eine ebenso detaillierte Geschichte mit vielschichtigen Personen, die jedoch manchmal etwas in die Länge gezogen wirkt. Nichts desto trotz ist Otherland ein Buch dessen Figuren einem mit der Zeit wirklich real erscheinen. Man leidet mit den Guten und kann die Bösen nicht ausstehen. Man trifft jedoch nicht einfach schwarz/weiss gezeichnete platte Ueberzeichnungen von Helden und Bösewichten. Sogar der "Oberbösewicht" kommt einem bisweilen fast ein bisschen sympathisch vor.

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  • Eine einzigartige Weltenschöpfung

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    MissErfolg

    MissErfolg

    10. October 2014 um 12:43

    Bei der „Stadt der goldenen Schatten“ handelt es sich um den ersten Band von insgesamt vier Teilen des berühmten Otherland-Zyklus‘ von Tad Williams. Bisher war mir Williams nur als Autor grandioser Fantasy-Literatur bekannt, doch jetzt weiß ich: Er kann auch Science-Fiction/Science-Fantasy! Gerne hätte ich dem Buch volle 5 Sterne gegeben, doch ich konnte mich nicht dazu durchringen - bedingt durch die schiere Länge des Romans. Nicht, dass ich Probleme mit umfangreichen Büchern hätte, aber wenn man weiß, dass man nach der „Stadt der goldenen Schatten“ noch drei weitere Bände dieses Formats vor sich hat, kann das doch ein bisschen … überwältigend sein. “Im Schlamm fing es an, wie so vieles.” Das Buch wechselt zwischen mehreren, parallelen Erzählsträngen, die im Laufe der Handlung teilweise miteinander verknüpft werden. Insgesamt gibt es etwa 20 wichtige Charaktere. Man kann sich allein deswegen also schon ausmalen, dass die „Stadt der goldenen Schatten“ ein wirklich konzentriertes Lesen erfordert – aber es lohnt sich! Der umfangreiche, vielschichtige Inhalt lässt sich dementsprechend auch nur schwer auf ein paar Sätze runterbrechen. Im Grunde geht es darum, dass eine Gruppierung zwielichtiger, mächtiger Männer (auch „die Gralsbruderschaft“ genannt) eine Virtuelle Realität erschaffen hat – Otherland. Hierbei handelt es sich jedoch keinesfalls um die bloße Spielwiese alter, gelangweilter Männer. Weit gefehlt: Das Simulationsnetzwerk soll am Ende die ganze Menschheit beherrschen. In diesen teuflischen Plan sind nur wenige Menschen eingeweiht – der Rest der Menschheit schwebt in süßer Ahnungslosigkeit. Angelockt von der Vision einer strahlenden, goldenen Stadt, versammeln sich neun, völlig unterschiedliche Menschen in „Otherland“, um sich dem Bösen entgegen zu stellen. „Und überhaupt, was hieß heutzutage schon real?“ Besonders fasziniert hat mich – verständlicherweise – die Idee der virtuellen Realität. Obwohl das Buch bereits 1996 erschienen ist, erweist sich Tad Williams „Otherland“ noch immer als tagesaktuell und beinhaltet viele Dinge, die sich die Menschen auch heute, fast 20 Jahre später, von der (virtuellen) Zukunft erträumen. Die von Williams entworfene Dystopie ist für mich absolut nachvollziehbar, auch wenn noch viele Fragen betreffend der VR offen bleiben. Vermutlich werden diese nach und nach in den folgenden drei Büchern geklärt. Die gezeichneten Charaktere sind vielschichtig, Williams Schreibstil (wie immer) überaus angenehm zu lesen und allein aufgrund des Ideenreichtums, der „Otherland“ zugrunde liegt, lohnt sich die Lektüre bereits. Williams gelingt es in unnachahmlicher Manier, meine eigenen Visionen bezüglich einer virtuellen Zukunft anzuregen und hat mich zu kleinen und größeren Gedankenspielchen motiviert.

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  • Rezension zu "Otherland: Stadt der Goldenen Schatten" von Tad Williams

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    21. June 2014 um 22:37

    Ein grandioser Mix aus Fantasy-, Science-Fiction und Cyberpunkelementen, der die technologische Entwicklung  akkurat zur zukünftigen Realität beschreibt. Vor allem angesichts des Veröffentlichungsdatums der englischen Erstausgabe im Jahre 1996 beschleicht einen mit leichter Gänsehaut garnierte Überraschung, da zum Zeitpunkt der Ideenreifung bis zur Fertigstellung des Romans für den Autor die aktuelle Entwicklung unvorhersehbar war, er es sich aber trotzdem nicht nehmen lies, sie mitunter wirklichkeitsgetreu zu schildern. Weder Internet noch mobile Kommunikationsgeräte, von Google Glasses oder 3D Projektionshelmen für Computerspiele gar nicht zu sprechen, waren vor beinahe 20 Jahren in der jetzigen Qualität denk- oder vorstellbar. Man könnte es aber auch schlicht als zufälliges Glück des Autors bei dessen Ideenfindung werten, wie die zufällig richtige Prognose einer Sonnenfinsternis im Mittelalter, aber ich finde die Erhöhung in den Status eines potentiellen richtig liegenden Wahrsagers macht sich im Portfolio eines Autors besser. Die, eine extreme Sogwirkung entfaltende, Handlung teilt sich in mehrere Protagonisten in einer durch und durch digitalisierten und streng hierarchisch gegliederten Welt. Monetäre Potenz zur Erlangung entsprechender technischer Ausstattung, Datensicherheit und Übertragungsgeschwindigkeit sind nur den wenigsten vergönnt und der Rest der Menschheit darf sich mit den Pendants von 56k Modems und Röhrenmonitoren herumschlagen. Höre ich da Zweiklasseninternet? Eine Verschwörung mächtiger Eliten im Hintergrund, ein vom Schicksal schwer geprüfter Teenager, dessen Avatar Legende ist, ein zeitreisender Krieger, der obligate und extra undurchsichtige Schurke und Unmengen an kreativen Einfällen bergen beträchtliche Suchtgefahr. Allein der Gedanke an eine solche Welt, die in 3 bis 4 Dekädchen in vielen Bereichen die unsere sein könnte und wahrscheinlich auch sein wird, fesselte mich noch nach Beendigung der Lektüre und animierte den Rezensenten zu mancherlei Gedankenexperiment. Und dass Literatur es vermag den Funken der Imagination aus dem rein fiktiven in die reale Welt zu tragen und Grundideen spendet, auf deren Fundament weitere Illusionen errichtet werden können, die noch dazu etliche Realitätsbezüge aufweisen, ist bemerkenswert. Man mag sich selbst den Gefallen tun und, was nach der Investition von netto mehreren Lebenstagen bei insgesamt über 3000 Seiten für die gesamte Tetralogie auch schon egal ist, nach der Lektüre einen Abgleich der Realität und der von einem selbst imaginierten Zukunft ziehen. Erstaunlich welch Welten sich dabei eröffnen können, so viel Kino im Kopf und noch dazu selbst gemacht. Bestens gedankt sei es dem Herrn Autor.

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  • Otherland 1 - Stadt der goldenen Schatten

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    darkchylde

    darkchylde

    08. January 2014 um 00:12

    Die fast 4000 Seiten lange Cyberspace-Saga „Otherland“ von Tad Williams, aufgeteilt in 4 Bücher, beginnt relativ schleppend und auf den ersten 200 Seiten ohne wirklich erkennbaren Handlungsstrang. Verschiedene Personen werden vorgestellt und bei ihren Erlebnissen begleitet. Ich gebe zu, dass ich versucht war, Band 1 zu diesem Zeitpunkt wieder wegzulegen und das Lesen auf „Irgendwann einmal, aber nicht jetzt!“ zu vertagen. Heute bin ich froh, am Ball geblieben zu sein. Nach dem schleppenden Beginn entwickelt die Otherland-Saga eine faszinierende Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. Das komplexe Handlungs- und Figurengerüst sucht Seinesgleichen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Gruppe unterschiedlichster Personen verschiedenen Alters, verteilt über die ganze Welt. Otherland selbst ist ein geheimer Bereich innerhalb der Virtuellen Realität, ein multidimensionales Universum, errichtet von einer Gruppe mächtiger, alter Männer mit zwielichtigen Motiven. Als auf der ganzen Welt Kinder in ein unweckbares Koma fallen, nachdem sie sich in der Virtuellen Realität aufgehalten haben, machen sich die Helden der Geschichte auf, ihre Freunde oder Familienangehörigen zu retten. In Band 1 gelingt es der Gruppe zunächst, in das geheimnisvolle Otherland-Netzwerk einzudringen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass der Weg hinein wohl doch leichter zu finden war, als der Weg hinaus… Tad Williams erzählt die gesamte Geschichte abwechselnd aus der Sicht verschiedener Protagonisten und nutzt den Freiraum, den die virtuellen Welten ihm geben, um immer neue und spannende Schauplätze zu kreieren. Manche Szenen erinnern an Märchen, alte Filme oder Comics, das Wiedererkennen ist durchaus gewollt. Kurzum, die Otherland-Saga gehört mit zum eindrucksvollsten, was man sich bei entsprechendem Durchhaltevermögen antun kann, falls man einer intelligenten Verbindung von Science Fiction, Thriller und Fantasy nicht abgeneigt ist. Für mich jedenfalls eine der besten Buchreihen, die ich je gelesen habe!

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  • Erster Teil der Otherland-Saga

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    19. August 2013 um 21:58

    Ich bin bei diesem Buch etwas zwiegespalten: einerseits fasziniert mich wieder der Ideenreichtum des Autors und seine komplexe Erzählweise. Andererseits konnte mich das Thema "Virtelle Realität" nicht so wirklich in seinen Bann ziehen, was auch daran liegt, daß mich VR so gar nicht interessieren. Da haben mir die Bücher über die Großen Schwerter, die in einer altertümlichen Umgebung spielen, deutlich besser gefallen. Teilweise haben mich die Beschreibungen der Virtuellen Welten richtiggehend genervt und ich fand sie ziemlich anstrengend. Dann wiederum haben sie mir auch wieder ganz gut gefallen, weil sie sehr detailliert und einzigartig beschrieben waren. Auf jeden Fall hat sich der Autor bei der Beschreibung der einzelnen Welten ziemlich ausgetobt. Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen und Hauptpersonen, die erstmal nichts miteinander zu tun haben und mich als Leser ziemlich lange verwirrt haben, aber allmählich fügt sich das alles zu einem Ganzen zusammen. Das Ende ist ziemlich offen und ich bin froh, daß alle vier Bände bereits erschienen sind und ich nicht lange warten muß mit dem Weiterlesen. Auch wenn ich mich schwer tue mit der Virtuellen Realität, werde ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen, weil ich wissen möchte, wie es weitergeht.

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  • Rezension zu "Otherland 1. Stadt der goldenen Schatten" von Tad Williams

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    untillnow

    untillnow

    30. November 2012 um 09:59

    Grandioser erster Teil des Vierteilers. Am Anfang versteht man noch nicht wirklich, wie die verschiedenen Geschichten zusammenpassen, aber nach und nach fügt sich das. Tad Williams erschafft eine Zukunft, die unter anderem auch auf seinen Nachforschungen beruht. Ob sie wirklich so kommen kann, sei mal dahingestellt. Die Erzählung beginnt in der Realität, verliert sich dann aber immer wieder in virtuellen Welten, nach jedem Kapitel muss man sich fragen: Wo bin ich gerade, weil viele unterschiedliche Geschichten gleichzeitig erzählt werden. Ob das Sinn hat, werde ich noch sehen, schließlich bin ich erst beim dritten Teil. Freue mich aber auf jeden Fall auf den Film

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  • Rezension zu "Otherland 1. Stadt der goldenen Schatten" von Tad Williams

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    awogfli

    awogfli

    Alle begeisterten Rezensionen stimmen: Dieses SF-Epos, und so kann man es wirklich nennen mit seinen 1000 Seiten a 4 Bände ist atemberaubend und eine Achterbahnfahrt der Fantasie. Perfekt ist eine zukünftige eigentlich nicht mehr ferne Welt konzipiert, in der sich die Menschen sowohl im Realen Leben RL als auch in virtuellen Realitäten VR bewegen. Mit einer Schnittstelle am Kopf als User Interface, kann man in den künstlichen Welten auch fühlen, riechen schmecken und manche finden auch nicht mehr heraus. Die Universitätsassistentin Rennie möchte klären, warum ihr Bruder im Anschluss an eine Netzsitzung ins Wachkoma gefallen ist. Quer durch viele wunderbar konzipierten Netzwelten versucht Rennie zu eruieren, was ihrem Bruder passiert ist und deckt dabei ein unglaubliches Komplott auf. Vom Stil her ist dieser SF-Krimi in mehreren losen Erzählsträngen konzipiert, die erst am Ende der Geschichte zusammengefügt werden. Genauso wie die Hauptprotagonistin schwebt der Leser bis zum Ende total im Ungewissen und vermutet bzw. spekuliert total wild drauflos wie sich die realen und virtuellen Identitäten und Handlungen in das gesamte Verschwörungsgebäude einfügen - sehr spannend. Am Ende werden zwar die virtuellen Identitäten und ihre Funktionen einigermaßen gelüftet - die Aufdeckung der Verschwörung wird aber auf die anderen Bände verschoben. Dies ist auch der Grund, warum ich einen Stern abgezogen habe, das ist mir ein bisschen zuviel Cliffhanger und die Geschichte in sich zu wenig abgeschlossen. Die Zeiten als ich 4000 Seiten fast in einem Rutsch und mit wenig Schlaf durchlesen konnte, sind bei mir auch schon vorbei ;-) Neben der überbordenden wunderbaren kreativen Fantasie hat mir in diesem Buch am besten eine Szene gefallen, die beschreibt, in welcher Art ein Schöpfer seine virtuellen Welt kreiert. Das war die beste Beschreibung von Gott, die ich jemals gelesen habe. Fazit Sprache, Geschichte, Fantasie, Figurentwicklung real und virtuell traumhaft, für mich vielleicht ein bisschen zu breit angelegt - aber wer es episch mag, wird bei Otherland kaum einen Kritikpunkt finden.

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    • 3
    thursdaynext

    thursdaynext

    26. June 2012 um 15:41
  • Rezension zu "Otherland: Stadt der goldenen Schatten" von Tad Williams

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    rallus

    rallus

    Zuallerst: Zu diesem Buch kann es keine Inhaltsangabe geben, wer eine möchte sollte sich den zweiten Band kaufen und die ersten 20 Seiten lesen. Damit ich den Rahmen hier nicht sprenge, möchte ich nur meine Eindrücke wiedergeben. Anfangs gestaltet sich das Einlesen schwierig - eine nahe Zukunft (lakonisch, sarkastisch wiedergegeben durch kurze prägnante Einschübe am Anfang eines jeden Kapitels) hat die virtuelle Welt so weit weiterentwickelt, dass sich haptische Sinneseindrücke mit dem enstprechenden Inventar, Rechnerleistung und Geld bequem und anonym zu Hause erleben lassen. Geschichten vieler verschiedener Menschen werden in den Kapiteln beschrieben, es reicht von einem versprengten Soldat des ersten Weltkrieges zu einem Buschmann in Südafrika zu einer geheimen Gralsbruderschaft. Dazwischen ist so ziemlich alles vertreten was man sich vorstellen kann - das Buch platzt vor lauter Ideen und Menschen aus allen Nähten. Als erstes ist es - trotz virtueller Welt und der Zukunft eigentlich eine Fantasy Geschichte. Der Leser bewegt sich hauptsächlich in geschaffenen Welten und die Suche nach der goldenen Stadt ist eine Reise in eine fiktive Welt. Dabei ist bei Betrachtung der Kapitelanfänge immer die Frage welche Welt irrer ist, die des sprechenden Frühstücks oder die wirkliche Welt. Dass dabei unsere jetzige Welt nicht weit davon entfernt ist, trägt dazu bei, sich zu fragen wo das alles noch hingehen soll. Die Erdung der Geschichte liegt in dem naturverbundenen !Xabbu, der allzu oft der Gesellschaft den Spiegel vorhält, aber auch eine große Chance in der Zukunft sieht. Wie die Fäden auseinanderdriften um am Ende zusammenzukommen und leider das Buch beschliessen, lest selber. Zu vergleichen ist dieser Anfang der Tetralogie von Tad Williams noch mit Donaldson (Die Chroniken von Thomas Covenant, dem Zweifler) was aber mehr Fantasy ist, oder dem SF-Epos Armageddon von Hamilton, welches sich aber mehr dem Weltraum zuwendet. Tad Williams hat etwas dazwischen erschaffen was einen aber komplett in seinen Bann zieht, sobald man darin eingetaucht ist. Eines der komplexesten Bücher die ich je gelesen habe. Volle Punktzahl!

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    • 6
    awogfli

    awogfli

    21. June 2012 um 08:12
  • Rezension zu "Otherland: Stadt der goldenen Schatten" von Tad Williams

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    NormalIstAnders

    NormalIstAnders

    Ich hab mich schon lange drauf gefreut, diese Buchserie zu lesen, und jetzt endlich hat meine Bibliothek sie Tad Williams Schreibstil ist einfach phänomenal. Er schafft es nicht nur, etwas völlig neues zu erschaffen, sondern auch Charakteren eine richtige Tiefe zu verleihen. Jede Sichtweise, jeder Charakter hat seinen eigenen Sprachstil (z.B. Christabel), und jede Welt ist absolut genial beschrieben. Ich liebe es diese Ausdrücke wie "scännig" etc. jetzt auch so zu benutzen, meine Eltern denken bestimmt das sei schon die neue Jugendsprache . Der "Vorwurf" der diesem Buch bzw. dieser Reihe oft gemacht wird ist, dass sie zu sehr in die Länge gezogen sei. Stimmt,. es wird vieles sehr ausführlich beschrieben, aber in einer Weise, die ich persönlich gut finde. Kein Vergleich zu der Beschreibung der Küchenkacheln in Effi Briest, die nicht wesentlich zur Handlung beigetragen haben . Die Ausführung in Otherland sind eher dazu da, das System, die Welten oder die Charaktere mehr zu beschreiben, was ich persönlich gut finde. Wer Kurzgeschichten mag sollte lieber zu einem anderen Buch greifen.

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    • 2
    thursdaynext

    thursdaynext

    22. January 2012 um 16:11
  • Rezension zu "Otherland: Stadt der goldenen Schatten" von Tad Williams

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    Lesenstattschlafen

    Lesenstattschlafen

    Kultstatus für Scifi-Leser. Könnte ein Tolkien im modernen Gewand sein. Unglaubliche Ideenfülle und spannend auf jeder der 1000 Seiten. Die Folgebände sind ebenfalls allen Fantasy-Freaks ans Herz zu legen. Nehmt am besten eine Woche Urlaub und lest durch.

    • 2
  • Rezension zu "Otherland: Stadt der goldenen Schatten" von Tad Williams

    Otherland - Stadt der goldenen Schatten
    Babscha

    Babscha

    Ein „anderes“, unbekanntes Land, erschaffen von einer dubiosen, sich selbst „Gralsbruderschaft“ nennenden Gemeinschaft Superreicher ist der zentrale Mittelpunkt dieses Werkes. Es ist eine mit unvorstellbarem Zeit- und Geldaufwand technisch perfekt konstruierte Parallelwelt im Netz, nur einem eingeweihten Zirkel bekannt und hermetisch abgeschottet. Und der letztendliche Zweck des Ganzen, das große Ziel dieser Investition, bleibt mysteriös. Im fast 1000-seitigen Auftaktband seines wahrhaft fantastischen Zyklus führt der Autor den Leser in einem permanenten Wechselspiel verschiedenster Handlungsstränge immer tiefer hinein in seine in naher Zukunft angesiedelten Welten aus Realität und Cyberspace. Die eine ist eine dystopisch geprägte Szenerie, in der sich die Wohlhabenden mit militärischer Hilfe und voller Angst in abgeschirmte Ghettos fern der Unterschicht zurückgezogen haben, die andere ein mittels Spielkonsole erreichbarer interaktiver Fluchtpunkt ihrer Bewohner. Und irgendwann geraten die Dinge außer Kontrolle, als Jugendliche im Netz auf Spuren der sagenhaften Schattenwelt stoßen und sich damit in lebensbedrohliche Umstände bringen. „Der Tanz beginnt“, wie es jemand aus dem Lager der Bösen im Buch einmal sehr treffend formuliert, und es ist keine Rumba…. Eine geniale Idee, eine spannende, episch angelegte und bis in feinste Verästelungen auskonstruierte Geschichte nimmt hier ihren Anfang und den Leser sofort in Beschlag. Das lässt auch für die Folgebände Großes erwarten. Unter den vielen guten wie bösen Mitwirkenden kristallisiert sich im Laufe der Handlung ein innerer Kreis von zwei Handvoll Hauptakteuren heraus, um die sich alles dreht und über deren weiteres Schicksal man lieber heute als morgen mehr wüsste. Das lässt sich auch bewerkstelligen, sofern man als Leser sein eigenes „real life“ mal eine Zeitlang etwas schleifen lässt und komplett abtaucht in eine Welt, in der die Genres Science Fiction, Fantasy und Krimi kunstvoll wie selten miteinander verflochten werden. Ein Meilenstein. 10 von 10 Punkten.

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