Tad Williams Rite Short Work

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Inhaltsangabe zu „Rite Short Work“ von Tad Williams

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  • Rezension zu "Rite Short Work" von Tad Williams

    Rite Short Work
    Manuela

    Manuela

    10. December 2007 um 13:34

    Tad Williams gehört für viele Fantasy-Begeisterte zu den Besten der Szene. Mit kiloschweren Romanen zeigte er, dass er auf 600 bis 2000+ Seiten mitreißende Geschichten erzählen kann, und auch Otherland verriet, dass Williams sich nicht nur auf Fantasy beschränkt, sondern auch hervorragende Science Fiction schreiben kann. Das bei Subterranean Press erschienene Rite stellt wieder Neuland auch für den geübten Williams-Leser dar. Es ist eine Kurzgeschichtensammlung mit Geschichten verschiedenster Genres. Auch zwei Fernseh-Skripte haben ihren Weg in die Sammlung gefunden. In der Vielfalt, die auf 480 Seiten geboten wird, sollten die meisten Leser etwas für sie Interessantes finden. Die oft vom Phantastischen zumindest angehauchten Kurzgeschichten nehmen den Großteil des Buches ein, gefolgt von den Skripten, sowie Buch-Rezensionen und einer Hintergrundgeschichte von Williams’ ehemaliger Band Idiot. Die Kurzgeschichten selbst umfassen Fantasy, Science Fiction (darunter eine Fortsetzung der Otherland-Geschichte, die sich um den beliebten Charakter Orlando dreht) und auch Fanfiction zu Moorcocks Elric-Serie. Ebenfalls befindet sich eine Geschichte in der Sammlung, die aus Williams’ Shadowmarch-Serie stammt. Doch auch wenn einige der Geschichte Vorwissen verlagen, können sie ohne jenes ebenfalls gelesen und genossen werden. Es gehen zwar einige Nuancen verloren, doch jede Geschichte kann auch als ein für sich stehendes Werk gesehen werden. Schon die ersten Kurzgeschichten überzeugen, dass Williams auch bei kleiner Seitenanzahl sehr lesenswerte Geschichten niederschreiben kann. Die Themen- und Genrevielfalt bringt stets eine interessante Abwechslung in das Lesevergnügen. Herausstechend sind vor allem einige Stilexperimente, wie z.B. „Not With a Whimper, Either“, das dem Aufbau von Kommunikation in Internet-Foren folgt. Diese Geschichte sticht an Witz und Form besonders unter der Sammlung hervor. Der Teil der Fernsehskripte und Non-Fiction kommt leider nicht an die Qualität der Kurzgeschichten heran, was jedoch zum Teil am Genre liegt. Im Gegensatz zu den Kurzgeschichten braucht man hier das Vorwissen um die Bücher, die rezensiert werden (bzw. deren Autoren), da die Texte ansonsten schwer verständlich sind. Die Fernsehskripte sind amüsant, jedoch – wie Dramen – vom Stil her ursprüunglich nicht zum Gelesen-Werden gedacht. Dennoch bieten sie einen netten Einblick in die Vielseitigkeit Williams’ und entlocken doch das eine oder andere Schmunzeln. Inhaltlich ist Rite letztendlich eindeutig empfehlenswert, nicht nur für Williams-Fans. Auch die Aufmachung des Buchs ist sehr schön. Subterranean Press ist bekannt für Bücher, die für Liebhaber gemacht werden, was an Rite eindeutig erkennbar ist. Jede Kurzgeschichte wird von einer qualitativ hochwertigen Zeichnung begleitet, die ebenso viel Aufmerksamkeit verdienen wie die Geschichten selbst. Auch der Einband des Buchs ist sehr gut, so wie die Schutzhülle mit dem stimmungsvollen Cover. Alles in allem ein Buch, das man gerne im Regal stehen hat.

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