Tad Williams Shadowmarch 4: Das Herz

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Inhaltsangabe zu „Shadowmarch 4: Das Herz“ von Tad Williams

Band 4: Der Südmarksfeste droht Gefahr von zwei unerbittlichen Feinden, den uralten Quar der Nebellande und dem verrückten Gottkönig von Xis. Mittendrin kämpfen die königlichen Zwillinge Briony und Barrick um ihr Erbe und Leben. Vielfältig sind die Bedrohungen des Landes Eion. Von Norden dringt im Schutz undurchdringlichen Nebels ein Elbenheer vor, und im Süden schmiedet der machtbesessene Herrscher Sulepis Eroberungspläne. In diesen Wirren lastet auf Prinz Barrik und seiner Schwester Briony eine übergroße Aufgabe. Eine riesige Elbenarmee überschreitet die Schattengrenze, und nichts scheint sie aufhalten zu können. Als Barrick in die Hände der heimtückischen Feinde fällt, ist Briony gezwungen, aus der Südmarkfeste zu fliehen. Ist es das Schicksal der Völker Eions, zwischen den Armeen der Elben und des Autarchen zerrieben zu werden? Gelingt es Briony, in der Fremde Unterstützung zu finden, um den Thron zurückzuerobern? Und ist Barrick der Herausforderung gewachsen, die ihn immer weiter in die Schattenlande hineinführt ...? Ein echter Tad Williams: vielschichtig erzählt und voller Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Seine »Otherland«-Tetralogie ist eines der großen Meisterwerke der modernen Phantastik und wurde zum Weltbestseller. Mit der »Shadowmarch«-Trilogie knüpft er an seinen ersten großen Erfolg, die Saga um den »Drachenbeinthron«, an.

Wunderschöne Geschichte

— cat10367
cat10367

Absolut Genial!!!!!!

— Skyara
Skyara

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  • Toller Abschluss einer packenden Fantasyreihe genial interpretiert von David Nathan

    Shadowmarch 4: Das Herz
    EmmaZecka

    EmmaZecka

    09. December 2016 um 18:03

    Gliederung Schon nach wenigen Minuten hatte ich das Gefühl mich in einer vertrauten Welt wiederzufinden. David Nathan sorgte dafür, dass mir der Einstieg in das Shadowmarch Finale erstaunlich leicht fiel. Nachdem ich Mühe hatte, der Handlung im dritten Band zu folgen, war ich zu Beginn etwas verunsichert, wie mir der letzte Teil der Shadowmarch Reihe wohl gefallen würde.Als die verschiedenen Hauptcharaktere unserer Geschichte auftauchten und Nathan sie wie gewohnt sehr gut interpretierte, lächelte ich zufrieden und freute mich auf das große Finale, dass ich gemeinsam mit den liebgewonnenen Charakteren erleben durfte.Inhalt Der Großteil der Geschichte spielt in Südmark. So kehren nicht nur Prinzessin Briony und ihr Zwillingsbruder in die Heimat zurück. Auch der Autarch ist auf dem Weg nach Südmark. Er möchte aber keinesfalls Herrscher des kleinen Landes werden. Er plant ein düsteres Ritual. Und auch der momentane Herrscher Südmarks, Hendon Tolly, hat ähnliche Pläne wie der Autarch...Während im dritten Teil Die Dämmerung viel über die Götter berichtet wurde, konzentrierte sich Tad Williams hier wieder auf die eigentlichen Charaktere der Geschichte. Das gefiel mir besonders gut, da die Götter für mich doch etwas zu weit weg waren.In Das Herz bekamen wir nicht nur ein paar tolle Grundeigenschaften unserer Charaktere geliefert, die mich gut unterhielten, sondern es wurde zudem auch die Weiterentwicklung deutlich. So stellt sich für Barrick beispielsweise die Frage, wo sein wirkliches Zuhause ist. Auch Briony hat in ihrer Zeit außerhalb von Südmark viel dazugelernt.Das eigentliche Finale von Das Herz fand ich einerseits wirklich spannend. Andererseits wurde es mir auch zu einfach dargestellt. Die Geschichte spitzt sich immer mehr zu und mir hat sich die Frage gestellt, wie unsere Protagonisten ihrem Schicksal wohl entkommen können. Mit zwei verrückten Herrschern ist das gar nicht so einfach. Als dann die Geschichte der vier Bände mit einer scheinbar einfachen genialen Idee aufgelöst wurde, saß ich kurz da und dachte: Echt jetzt? Ist das wirklich des Rätsels Lösung?Es ist aber keinesfalls so, dass mir das Ende der Reihe nicht gefallen hat. Tad Williams nimmt sich sehr viel Zeit, um sich von den Charakteren zu verabschieden.Spannung Auch in Das Herz versteht sich Tad Williams wunderbar darauf Handlungsstränge zu verstricken und wieder zueinander zu führen. Allerdings hat Tad Williams auch Handlungsstränge wieder aufgegriffen, die in sich abgeschlossen waren. Das hat mich dann etwas verwirrt, zudem keine neuen wesentlichen Informationen hinzukamen.Besonders gut hat mir gefallen, wie inhaltlich detailliert er gearbeitet hat. So wird beispielsweise zu Beginn jeden neuen Kapitels die Geschichte des Waisenjungen erzählt. Und dieser Strang wird erst am Ende des Romanes aufgeklärt.Schreibstil An sich bin ich ein großer Fan von Tad Williams Schreibstil. So mag ich seine bildhaften Beschreibungen sowie seine lebendigen Dialoge, die die Eigenschaften der Charaktere nur noch besser hervorheben.Mir ist in Das Herz aber erstmals aufgefallen, dass er auch unschöne sprachliche Bilder, wie beispielsweise detailliert beschriebene Gewaltszenen in seiner Geschichte unterbringt. Das fand ich stellenweise etwas heftig, weswegen ich oben die empfohlene Altersbegrenzung eingeführt habe.Gesamteindruck Es war wieder einmal toll, eine Buchreihe hören zu dürfen. Mir hat die Geschichte rund um Shadowmarch richtig gut gefallen. Das lag nicht nur daran, dass es schön war, in eine fantastische Welt abzutauchen. Besonders gut hat mir gefallen, dass auch Probleme aufgegriffen wurden, die in unserer realen Welt zu finden sind. So geht es hier und da nicht nur um Machtkämpfe, sondern auch die um die Frage, wo das richtige Zuhause ist, oder wie weit man für Freundschaft gehen mag.David Nathan hat die Charaktere der Geschichte dank seiner Interpretation greifbar gemacht. Mit jedem neuen Band hatte ich das Gefühl alte Bekannte wiederzutreffen. Zudem ist es ihm auch gelungen scheinbar lange Monologe lebendig zu gestalten. 

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  • Rezension zu "Shadowmarch / Das Herz" von Tad Williams

    Shadowmarch 4: Das Herz
    HelmuthSantler

    HelmuthSantler

    18. February 2013 um 14:38

    Es ist vollbracht: Tad Williams hat seinen jüngsten Wurf, die zum Vierteiler gewordene Shadowmarch-Trilogie, erfolgreich ins Finale geführt. Anfangs lahmt der Abschlussband ein ganz klein wenig, aber sehr rasch erzeugt der Text, in der bewährten Übersetzung von Cornelia Holfelder-von der Tann, die gewohnte, hoch geschätzte Sogwirkung und hält sein einmal wiedergefundenes Tempo und Niveau bis zur allerletzten Seite durch. Inhaltliches hat hier keinen Platz – diese Kurzbesprechung dient dem alleinigen Zweck, den Fans von Tad Williams bzw. Shadowmarch die beruhigende Info zukommen zu lassen: Er hat sich nicht verzettelt, überdehnt oder sonst etwas falsch gemacht. Ganz im Gegenteil: ein längerer, intensiverer, atemberaubender Showdown ist definitiv nicht mehr vorstellbar. Kaufen, lesen, erleben!

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  • Rezension zu "Shadowmarch / Das Herz" von Tad Williams

    Shadowmarch 4: Das Herz
    kornmuhme

    kornmuhme

    09. February 2012 um 14:05

    So, das war er also, der 4. Teil der Shadowmarch-Reihe von Tad Williams, und ich muss sagen, er lässt mich zweigeteilter Meinung zurück. Zum Inhalt will ich hier gar nichts groß sagen, nur soviel: Die Stunde der Entscheidung naht. Briony und Barrick machen sich - aus völlig unterschiedlichen Teilen des Landes Eion - auf zurück nach Südmark, um den Autarchen von Xis aufzuhalten, der mit einer immensen Armee das kleine Reich zu überrollen droht. Auch Gardehautptmann Vansen, Funderling Chert und der Dichter Matty Kettelsmit sind wieder mitten in den gefahrvollsten Wirren dabei und geben ihr Bestes, um die südmärkische Burg zu retten, die mittlerweile von dem irren Tolly besetzt ist. Alles läuft also auf den einen, entscheidenden Höhepunkt hinaus ... Das Buch bietet wieder das Beste von Tad Williams: eine geniale Schreibweise, die Kopfkino auslöst, übersprudelnde Fantasie, ausgefeilte Charaktere. Aber ich habe diesmal doch sehr lange an dem fst 900 Seiten Wälzer gesessen (über 2 Monate), denn so richtig in Fahrt kommt die Geschichte nicht, zumindest nicht soweit, dass atemlose Spannung aufkommt. Meines Erachtens hält sich Williams viel zu sehr bei der Reise Brionys von Tessis nach Südmark auf. es dauert etwa 500 Seiten, bis sie endlich ankommt und ihre Burg zurückerobern kann. Auch Barricks Aufenthalt in den Schattenlanden sowie seiner Rückkehr werden ein sehr breiter Raum eingeräumt. Und das zieht sich! Die Geschichte um Qinnitan, die in den ersten Bänden so schön und spannend entwickelt wurde, verläuft im letzten Band nur sehr plätschernd, und man fragt sich, warum sie jetzt eigentlich so wichtig war ... Ein weiterer Nachteil des Buches liegt in dem abrupten Aus einiger Figuren, die aber dennoch über viele hundert Seiten, wenn nicht aufgebaut, so dennoch stets irgendwie präsent waren ... Tja, am Ende wird da nicht viel Federlesens gemacht, ihre Geschichten enden ganz plötzlich, ohne große Erklärungen oder Ereignisse. Es gibt nur wenige Seiten, wo die Geschichte Fahrt aufnahm und ich richtig mitfiebern konnte, insgesamt plätscherte sie recht behäbig dahin. Für mich sind auch nicht alle Fragen und Ereignisse befriedigend beantwortet bzw. geklärt. Ich werde das Gefühl nicht los, als habe Tad Williams in den Jahren der Entwicklung und des Schreibens der Geschichte (immerhin 4 dicke Bände!) Ideen für seine Figuren gehabt, die er dann aber geändert oder abgewandelt hat. Ich vermisse am 4. und letzten Band ein wenig die Stringenz, sowohl bei der storyline als auch den Charakteren. Daher nur 3 von 5 Sternen - obwohl ich jedem Fantasyliebhaber Tad Williams und auch die Shadowmarch-Reihe ans Herz legen würde :-).

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  • Rezension zu "Shadowmarch / Das Herz" von Tad Williams

    Shadowmarch 4: Das Herz
    hebersch

    hebersch

    07. November 2011 um 13:10

    Einfach super, wie der Autor die Reihe zum Ende bringen. Nach scheinbar endlos langem Warten auf den Abschlussband, der ursprünglich als Trilogie geplant war, bietet das Buch wieder spannende Unterhaltung für mehrere Tage. Die Erzählfäden laufen zusammen und es kommt zu einem großen Kampf. Mit einer Invasionsarmee versucht der Autarch von Xis das Königreich der Eddons zu erobern. Mit dem Gefangenen König Olin und der jungen Quinnitan plant er ein finsteres Ritual. Aber auch auf der Burg bemüht sich der Verräter Hendon Tolly darum ein magisches Opfer zu bringen, um unendliche Macht zu gewinnen. Viele Völker der Qar, die Funderlinge und die Dachlinge kämpfen einen verzweifelten Kampf um ihr Überleben. Trotz fast 900 Seiten ist das Buch nie langweilig, immer lesenswert und als einziges Manko würde ich die lange Erscheinungsdauer der einzelnen Bände bezeichnen. Wie seine früheren Fantasybände gerne empfohlen

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  • Rezension zu "Shadowmarch / Das Herz" von Tad Williams

    Shadowmarch 4: Das Herz
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    23. August 2011 um 21:27

    Ein furioses Finale mit viel Tiefgang! Wenn ich daran denke, wie die Geschichte um das Köngshaus Eddon 2008 für mich begann, als Tad Williams einen ruhigen See erst zu einem kleinen Wellenbad und dann später zu einem tosenden Strudel werden ließ, dann bin ich 2011 fasziniert, wie er alle Fäden zusammenführt und im furiosen Finale des Epos keine Frage unbeantwortet lässt. Die scheinbar unwichtigsten Figuren erhalten ungeahntes Profil, Völker und deren Herrscher ändern ihre Sichtweisen und Menschen finden zueinander. Alle Hoffnungen auf ein plausibles Ende werden erfüllt. Das gesamte Vertrauen des Lesers, der mehr als drei Jahre diesem Weg durch die Markenlande folgte war gerechtfertigt. Tad Williams hat seine Versprechen gehalten und seine Saga vollendet. Dass die komplette Auflösung aller Handlungsstränge und Konflikte, die sich in dieser Saga angehäuft haben, nicht gewaltfrei verlaufen konnte, lag auf der Hand. Aber Shadowmarch “Das Herz” ist mehr als ein Schlachtengemälde oder ein brutaler Abgesang auf das Leben in den Markenlanden. Tad Williams lässt seine Leser auch zur Ruhe kommen und die großen Momente in diesem Buch in vollen Zügen genießen. Briony und Barrick Eddon, Ferras Vansen, Chert, Opalia und Fint werden mein Leserherz immer begleiten. Und natürlich auch der kleine Dachling Giebelgaup, der “Bogenschütz”! Abschied nehmenvon den lieb gewonnenen Menschen und Wesen, die alles in die Waagschale warfen, um Südmark zu retten war nicht leicht. Zu nah ist man diesen Charakteren in der langen Zeit gekommen, um es spurlos zu verdauen, dass sie das Ende nicht erleben. Opfer werden gebracht – Helden werden gemacht und so schließen sich für mich im Zentrum des Strudels – dort wo auf einmal Ruhe einkehrt – die Wellenkreise auf denen ich seit Jahren treiben musste. Und noch lange verharre ich an jener Grenze, die mehr als die Lebenden voneinander trennt – am Ufer eines Flusses, der durch die Liebe seinen Schrecken verliert! Meine Bewertung: 3 Lesejahre – 4 Bücher – - 3203 Seitenjeweils 5 Sterne – Leserherz was willst Du mehr? Mehr zu Tad Williams am 24.8. auf dem Blog.Lovelybooks!

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  • Rezension zu "Shadowmarch / Das Herz" von Tad Williams

    Shadowmarch 4: Das Herz
    sabisteb

    sabisteb

    11. August 2011 um 11:45

    Nur ein halbes Jahr ist vergangen, seit die sechzehnjährige Briony Eddon aus Southmarch fliehen musste und doch ist nichts mehr wie es war. Sulepis, der Herrscher von Xis, hat endlich sein Ziel erreicht: Southmarch Castle. Die Zeit jedoch wird knapp, will der bis Mittsommer erobert haben, wonach sich sein Herz sehnt, die Mysterien unter dem Schloss und die Macht eines Gottes. Briony Eddon und Prinz Eneas haben Southmarch Castle ebenfalls erreicht, gerade nach rechtzeitig, damit Briony, wie es prophezeit wurde, ein letztes Mal mit ihrem Vater sprechen kann bevor dieser sein Schicksal trifft, während der Verräter Hendon Tolly versucht dem Autarchen von Xis in seinem Bestreben zuvorzukommen. Barrick Eddon, Brionies Zwillingsbruder, kämpft noch immer mit der Feuerblume, die seinen Geist auszulöschen droht, aber Ynnir und seine Schwestergattin Saqri stehen ihm zur Seite, damit auch er sein Schicksal erfüllen kann. Währenddessen schlagen die Funderlinge unter Ferras Vansens Führung die letzte, alles entscheidende Schlacht, um die Rettung der Menschheit und bezahlen einen hohen Preis, damit letztendlich ihre Verbündeten und wer auch immer tatsächlich die Fäden in diesem Krieg zieht, tun kann, was nötig ist. Hier nun der vierte und letzte Band der Southmarch Saga. Es sagt schon einiges, dass auf diesem vierten Band nicht vierter Band sondern „final volume“ steht. Dieser vierte Band beschreibt die letzte große Schlacht um Southmarch Castle und das letzte Kapitel des Götterkrieges sehr detailreich, teils sogar ein wenig zu detailreich. Zum einen führt dieser Band alle Handlungsstränge der vorherigen Bände zusammen, fast alle sogar an einem einzigen Ort. Die Handlungsstränge wechseln in den Kapiteln teils von Abschnitt zu Abschnitt und man sollte die Personen schon gut kennen, um der Handlung noch folgen zu können. Besonders blutig und ausufernd sind zu meinem Leidwesen die Schlachtenszenen. Über die Hälfte des Buches sind wohl am ehesten als Schlachten –oder Kriesepos zu beschreiben in denen der Autor nicht mit blutigen Details spart und auch seine Protagonisten erkennen lässt „This was not a song, not a poem; it was blood and shit and shrieking men and screaming horses“ (S. 330). Mir waren diese Schlachtenbeschreibungen zu viel. Nicht weil sie zu blutig gewesen wären, einfach von der schieren Menge her. Es war teils einfach sehr mühsam sich von einer Schlacht zur nächsten blutigen Belagerung zu lesen, in denen nicht wirklich viel passierte, diese Teile des Buches zogen sich teils unsäglich. Der Höhepunkt der Schlacht ist teils vorhersehbar, teils jedoch voller Überraschungen und Wendungen. Tad Williams gehört zu den Autoren, denen die Geschichte wichtiger ist, als ihre Protagonisten. Wenn es die Geschichte erfordert, werden auch mühsam aufgebaute Charaktere geopfert, um die Geschichte logisch voranzutreiben. Umso schöner war es zu sehen und zu lesen, dass Tad Williams auch zu den Autoren gehört, die sich die Zeit nehmen, nach der großen Schlacht aufzuräumen. Lose Handlungsstränge werden verknüpft und es wird die Geschichte der Überlebenden erzählt, die jedoch nicht glücklich enden muss. Er vermeidet Kitsch und Klischees und so ist es teils schon traurig zu sehen, dass sich nicht alle Hoffnungen erfüllen. Positiv anzumerken sind bei diesem Band auch die sehr ausführlichen und teils ein wenig selbstironischen Zusammenfassungen der ersten drei Bände, die diesem abschließenden Band vorausgehen. Auch ein ausführliches Personen und Sachregister und vor allem ein Register der Götter und ihrer verschiedenen Namen, sind in diesem Band zu finden. Obwohl die Geschichte blutig und teils grausam ist, ist Tad Williams ein Meister des stillen, ironischen Humors, wie ein kleiner Dialog gegen Schluss zeigt: „There ist no precedent for you, Master Dan Far. It seems to me that the last time we saw you, you were ransoming our King” – “It’s true, I am a busy man” (S. 689). Fazit: Gelungener Abschluss des Shadowmarch Epos. Für meinen Geschmack deutlich zu schlachtenlastig, aber dafür nimmt sich der Autor zum Schluss noch einmal richtig Zeit alle Handlungsstränge ordentlich aufzuräumen. Diesmal tatsächlich, wirklich der letzte Band der Reihe.

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