Tad Williams Sleeping Late on Judgement Day

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Inhaltsangabe zu „Sleeping Late on Judgement Day“ von Tad Williams

The conclusion of Tad Williams' brilliant Bobby Dollar series. (Quelle:'Flexibler Einband/11.09.2014')

Typisches Tad-Williams-Problem: Alles deutlich kürzer wäre besser gewesen.

— Louisdor

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  • Der schwächste Band der Trilogie

    Sleeping Late on Judgement Day

    Louisdor

    14. January 2016 um 12:30

    Tad Williams ist ein Autor mit teilweise genialen Ideen, der regelmäßig die Tendenz hat, diese Ideen zu lange auszuwalzen, bis sie an Kraft verlieren. Ich bin ihm bis heute dankbar für "Osten Ard" und "Otherland", aber schon diese beiden epischen Werke waren gefühlt mindestens "ein Buch" zu lang. Bei Bobby Dollar ist es leider wieder genau dasselbe. Band 1 bestach durch das Setting, durch die erfrischend verschrobene Urban-Fantasy-Idee, gepaart mit einem Seitenhieb auf religiöse Fragen, und ein irgendwie angenehm-optimistische Weltsicht, dass Engel ja schon eigentlich ziemlich dufte Kerle sind. Auch der mysteriöse "Dritte Weg" war eine Idee fast schon philosophichen Ausmaßes. Band 2 fiel aus meiner Sicht dagegen stark ab, ergötzte sich in einem bunten Reigen aus Höllenbildern, war eine Art höllenspektakelhaftes Road-Movie, und wurde erst gegen Ende stark, als man sich als Leser in der Tat fragte, wozu so eine Hölle eigentlich gut ist, und wie ein Gott überhaupt auf diese Idee kommt. Was die Story anging, drehte sich das Buch aber im Kreis. Band 3, "Sleeping Late on Judgement Day" fehlt beides: Die Originalität genauso wie die tieferschürfende Frage. Es geht halt irgendwie zu Ende, aber bevor es zu Ende geht, müssen nochmal Steine in den Weg gelegt werden. Man hat beim Lesen förmlich das Gefühl, die Gedankengänge des Autors mitzuverfolgen, die da lauten "So, jetzt hatten wir eine ruhige Szene, jetzt brauchen wir als nächstes eine Action-Szene...". Es plätschert dahin, der "snarky"-zynische Bobby-Humor ist ausgelutscht, es kommen auch keine neuen Ideen mehr hinzu, und wie genau jetzt das große Finale endet, wird, zumindest für mich als Leser, eigentlich komplett gleichgültig. Wird schon irgendwie klappen. Passt schon. Mein Fazit: Nach dem ersten Buch zu lesen aufhören. Eignet sich ganz wunderbar als Stand-Alone. Mit offenen Fragen. Manchmal sind offene Fragen besser, als ein erschöpfender Reigen an Szenen.

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  • Himmel und Hölle im Aufruhr und ein unbedeutender Engel zwischen allen Fronten

    Sleeping Late on Judgement Day

    gra

    03. January 2015 um 16:38

    Im dritten Teil der Reihe um den Engel Doloriel, auch bekannt als Bobby Dollar, wird er von seinen Problemen geradezu überrannt. Nicht nur, dass er den Zorn eines Höllenfürsten auf sich gezogen hat, auch die himmlische Chefetage ist mehr als schlecht auf ihn zu sprechen. Er wird von Neonazis und Albtraumwesen verfolgt und weiß doch eigentlich nicht genau, was er getan hat, um diese Behandlung zu verdienen. Zu allem Überfluss hat der genannte Höllenfürst immer noch Caz in seiner Gewalt, die einzige Frau, für die Bobby etwas empfindet und für die er - im wahrsten Sinne des Wortes - schon durch die Hölle gegangen ist. Wie immer denkt Bobby sich großartige Pläne aus, um seine Probleme zu lösen oder zumindest eine Weile länger am Leben zu bleiben, die dann meist ebenso großartig scheitern. Es wird viel geflucht, getrunken und geschossen - im Zuge der Gleichberechtigung sowohl von Bobby als auch auf ihn. Das Ende lässt Raum für weitere Bücher der gleichen Reihe, obwohl ich auf die Schnelle nicht heraus finden konnte, ob welche geplant sind. Die Lektüre ist spannend, manchmal traurig und oft überraschend. Einziges Manko für mich ist, dass die "böser Junge"-Sprache von Bobby in meinem Ohr zuweilen etwas zu gewollt klingt. Ich würde mich über eine weitere Fortsetzung auf jeden Fall freuen.

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