Tadeusz Borowski

 4,5 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor*in von Bei uns in Auschwitz, Willkommen in Auschwitz und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Tadeusz Borowski, geboren 1922 in Schitomir (Ukraine), studierte Polonistik an der Untergrund-Universität in Warschau. 1943 wurde er verhaftet und nach Auschwitz deportiert, danach in andere Lager, zuletzt nach Dachau. Nach der Befreiung der Konzentrationslager hielt er sich in München auf, wo 1945 ein Gedichtband erschien. 1946 arbeitete er als Redakteur in Warschau, 1949/50 als Korrespondent in Berlin. 1951 nahm sich Tadeusz Borowski in Warschau das Leben.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Tadeusz Borowski

Cover des Buches Bei uns in Auschwitz (ISBN: 9783895613319)

Bei uns in Auschwitz

(13)
Erschienen am 23.01.2025
Cover des Buches Willkommen in Auschwitz (ISBN: 9783949671074)

Willkommen in Auschwitz

(6)
Erschienen am 13.03.2023
Cover des Buches Bei uns in Auschwitz (ISBN: 9783311153030)

Bei uns in Auschwitz

(0)
Erschienen am 23.01.2025

Neue Rezensionen zu Tadeusz Borowski

Cover des Buches Willkommen in Auschwitz (ISBN: 9783949671074)
Kathrin_Schroeders avatar

Rezension zu "Willkommen in Auschwitz" von Tadeusz Borowski

Kathrin_Schroeder
Literarischer Angang

Willkommen in Auschwitz von Tadeusz Borowski gelesen dank Netgalley

Kein bloßer Erfahrungsbericht, sondern eine literarische Aufarbeitung seiner Erfahrungen. Die Kurzgeschichten sind erstmals 1963 erschienen, hier eine neue Auflage, die nur eine Auswahl der Geschichten, ausgewählt von Artur Becker enthält.

Ich habe viel Literatur aus diesem Themenbereich gelesen, doch dieses Buch hat mich ziemlich kalt gelassen. Die ersten beiden Geschichten waren sehr weitschweifig und sprachen mich kaum an (sie handelten auch nicht in Auschwitz), in die Weiteren konnte ich mich besser hineinfinden. Was mich gestört hat, war das Fehlen einer zentralen Person, sei es als Ich-Erzähler oder auch nur als Möglichkeit sich mit ihm zu identifizieren. Die jeweils erzählende Person hielt mich in allen Geschichten auf Abstand als ob nur Gedanken oder fremde Situationen beschrieben würden, sprachlich hat es mir auch nicht wirklich gefallen. Auch nach dem Buch kann ich nicht sagen, ob die Geschichten eine oder mehrere unterschiedliche Erzählstimmen darstellten. Möglicherweise liegt es an der Auswahl der Geschichten – ich kann es nicht einordnen

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Cover des Buches Willkommen in Auschwitz (ISBN: 9783949671074)
junias avatar

Rezension zu "Willkommen in Auschwitz" von Tadeusz Borowski

junia
Grausiger Schreibstil, tendenziell unlesbar

Wie kam ich zu diesem Buch?

Durch Zufall wurde ich auf das Buch aufmerksam. Es ist das erste Buch von Tadeusz Borowski, das ich gelesen habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf dem eBook-Reader vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.


Wie finde ich Cover und Titel?

Das Cover ist ziemlich nichtssagend, der Titel passt.


Wie ist es geschrieben?

Es handelt sich um einen Einzelroman bzw. Erzählungen, kann also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden. Ein gewisses geschichtliches Vorwissen und Interesse sollten aber schon vorhanden sein. Der Schreibstil ist zäh und holprig. Die erste Erzählung ist nahezu unlesbar, die zweite sehr wirr und äußerst mühevoll zu lesen. Bei der dritten, titelgebenden Erzählung hatte ich mir den Schreibstil entweder schöngelesen oder er war tatsächlich nicht so vermurkst wie bei den anderen, zumindest habe ich hier so etwas wie einen roten Faden zumindest erahnen können. Das Interessanteste war das Glossar.


Mein Fazit?

Ich habe wirklich schon sehr viele Bücher dieser Art gelesen, und - tut mir leid, das schreiben zu müssen - keins war so schlecht wie dieses. Nachdem ich mich mehr oder weniger durchgequält habe, kann ich nur 2 von 5 Sternchen geben, die auch nur wohlwollend. Ich werde voraussichtlich keine weiteren Bücher von Tadeusz Borowski lesen.

Cover des Buches Willkommen in Auschwitz (ISBN: 9783949671074)
katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "Willkommen in Auschwitz" von Tadeusz Borowski

katikatharinenhof
Verstörender Alltag in der Vernichtungsmaschinerie

Tadeusz Borowski überlebt Auschwitz, aber die Schrecken dieses Ortes sitzen tief. So tief, dass er, der dem Tod durch Gas entkommen ist, Jahre später den Freitod durch Gas wählt, um einer Welt zu entfliehen, in der er nie wieder Fuß fassen konnte. In seinem Buch "Willkommen in Auschwitz" berichtet er mit einer unglaublich ruhigen, distanzierten Art vom verstörenden Alltag der Vernichtungsmaschinerie und genau diese Distanz ist es, die den Leser:innen die Hölle auf Erden sehr nahe bringt.

Borowski erzählt vom Hunger, von immer mehr Menschen, die ermordet werden, sodass das Böse übermächtig wird und den Alltag beherrscht. Und doch blitzen immer wieder kleine weiße Punkte in all diesem Morden auf und streuen die Saat des Guten, der Hoffnung. Ein Ort, an dem das Schlimmste seit Menschengedenken grausame Realität ist und an dem Borowski mit einer fast schon stoischen Kälte die Selektion an Rampe beschreibt, die dadurch noch erschreckender wird.

Das Buch gibt in leisen, eindringlichen Worten die Steigerung des Grauens wieder, denn in Auschwitz zählt nicht das Leben eines Einzelnen, sondern nur der Tod, das Vernichten von Vielen. Es sind die Erinnerungen, die zu Dämonen werden, die Borowski nie mehr los lassen - genau so, wie das Gelesene die Leser:innen noch lange beschäftigen wird

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