Tahar Ben Jelloun Sohn ihres Vaters

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Inhaltsangabe zu „Sohn ihres Vaters“ von Tahar Ben Jelloun

Mit Sohn ihres Vaters erlebte Tahar Ben Jelloun seinen Durchbruch als Schriftsteller. Er erzählt darin im Stil eines orientalischen Märchens aus Tausendundeiner Nacht die Geschichte von Zahra, der achten Tochter des arabischen Kaufmanns Hadsch Ahmed Suleiman, der sich verzweifelt einen Sohn als Nachfolger wünscht. Weil er den Sohn nicht bekommt, erklärt er kurzerhand Zahra zu seinem "kleinen Prinzen". Und so wächst Zahra vor den Augen der Familie, der Verwandten, der Nachbarschaft als Knabe Ahmed auf ... Mit Die Nacht der Unschuld spinnt Ben Jelloun Zahras Geschichte fort. Sie ist zwanzig Jahre alt, als ihr Vater stirbt und sie sich endlich nicht mehr als Junge ausgeben muss. "Glücklich, verrückt und ganz neu" macht sie sich in einer haltlosen Männergesellschaft auf die Suche nach ihrer Identität. Der zärtlichste und zugleich zornigste Roman des großen Ben Jelloun, für den er den Prix Goncourt bekam.

Das Buch ist sehr poetische und erschreckend zugleich. Und Sie entdeckten auch eine ferne Kultur, die nur ein guter Roman entdecken kann.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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LadyIceTea

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    Sohn ihres Vaters
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    18. March 2015 um 14:49

    Sohn ihres Vaters - Tahar Ben Jelloun, Christiane Kayser (Übersetzer) 192 Seiten, Berlin Verlag, 9.03.2015, 9,99 €, ISBN 978-3-8333-0995-3 "Sohn ihres Vaters" beschreibt das Leben der achten Tochter eines älteren Mannes, der sich verzweifelt einen Sohn als Erben und Nachfolger in Familie und Geschäft wünscht. Weil sich der gewünschte Sohn nicht einstellen will, erklärt er die Tochter zum Jungen. Und so wächst sie vor der Familie, den Verwandten, der Nachbarschaft als Knabe Ahmed auf und der/die sieht auch die Vorteile für sich: Er kann über seine Schwestern und seine Mutter herrschen, das Geschäft des Vaters weiterführen, hat Ansehen und Macht und muss sich nicht verschleiern. Tahar Ben Jelloun erzählt diese ungeheuerliche Geschichte durch ein Kaleidoskop orientalischer Märchen und entfaltet seine gesamte Erzählkraft. Interessant vor allem die Erzählperspektive. Nicht Ahmed erzählt seine Geschichte und auch kein alles wissender Autor. Ein alter Erzähler auf dem Bazar von Marrakesch beginnt mit der Geschichte, wird von anderen unterbrochen, die ihrerseits weiter erzählen, von anderen abgelöst werden und so fort … Das ist große Erzählkunst. Nicht Ahmeds gesamte Biographie wird dargelegt, seine Gedanken und Empfindungen stehen im Vordergrund. Sie ist mehrdeutig, was  auf der permanenten Identität der Hauptfigur, den symbolischen und Traumwelten und der Überlagerung der Erzählstimmen beruht. Aber Jelloun erzählt nicht nur eine Geschichte. Es ist eine Analyse sozialer Entfremdung, eine Analyse der biologischen Maskerade von männlich/weiblich, wobei nicht sicher ist, ob der Junge der Gewinner ist.  Vielleicht sind wir alle Gefangene eines Bildes, eines Vorurteils? Das Buch ist sehr poetische und erschreckend zugleich. Und Sie entdeckten auch so etwas wie eine ferne Kultur, die nur ein guter Roman entdecken kann. Tahar Ben Jelloun ist es sicherlich gelungen, Licht in der unteren Stellung der Frau in der marokkanischen rein patriarchalischen Gesellschaft zu bringen.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Berlinverlages: http://www.berlinverlag.de/buecher/sohn-ihres-vaters-isbn-978-3-8333-0995-3 Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de  

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