Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442313013)
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Rezension zu Ich fürchte mich nicht von Tahereh H. Mafi

Rezension zu "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh H. Mafi

von Buecherwelten vor 12 Jahren

Rezension

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Buecherweltenvor 12 Jahren
Ich bin verflucht Ich habe eine Gabe Ich bin tödlich Ich bin das Leben Niemand darf mich berühren Berühr mich In Ich fürchte mich nicht geht es um Juliette, die aufgrund einer besonderen Gabe oder eher gesagt einem Fluch, von ihren Eltern mit 14 Jahren verstoßen und eingesperrt wurde. Das Buch beginnt damit, dass die nun Siebzehnjährige in einer Art Irrenanstalt sitzt. Sie hat keinen Kontakt zu anderen Menschen schon seit mehr als 250 Tagen. Sie lebt gefangen in ihrerZelle, wo sie kaum Licht sieht. Sie ist ganz allein, doch eines Tages ändert sich dies. Sie bekommt einen Zellengenossen - Adam. Charaktere Julliette ist zu Anfang des Buches sehr in sich gekehrt, was ja verständlich ist. Sie hat nie Liebe erfahren, ihre Eltern haben sie stets als eine Art Monster gesehen. Da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, erfährt man nach und nach recht viel über ihre Gedanken und ihre Vergangenheit. Juliette ist anfangs auch recht verwirrt und verängstigt, weshalb sie kaum mit Adam spricht. Da sie diese Besonderheit hat, will sie niemanden berühren und wurde auch lange nicht mehr berührt. Doch gerade das ist es wonach sie sich so sehr sehnt - Liebe und Berührungen. Sie wird nach und nach immer mutiger und wieder "normaler" in ihrem Verhalten. Sie scheint auch immer mehr Adam zu vertrauen, doch dann scheint alles wieder nicht so zu sein, wie sie dachte... Am Anfang fande ich sie noch sehr interessant, doch zur Mitte hin fande ich ihre Handlungen manchmal ein bisschen unverständlich. Sie hat auf vieles sehr emotional reagiert - besonders wenn es um Adam ging. Das hat mich manchmal ein bisschen gestört, da es dann einfach "too mutch" war. Sonst fande ich sie sehr gut geschrieben und gerade wegen ihrer besonderen "Gabe" auch sehr interessant, da sonst niemand so zu sein scheint wie sie, und ich mich gefragt habe, wieso sie so ist. "Du bekommst einen Zellengenossen Mitbewohner", haben sie gesagt. "Wir hoffen, du verrottest hier Für gute Führung", haben sie gesagt. "Der ist genauso verrückt wie du Keine Isolationshaft mehr", haben sie gesagt. Adam ist in Juliettes Alter und wird eines Tages mit in ihre Zelle gesperrt. Er ist zuerst grob zu ihr, was aber schnell nachlässt. Er fragt Juliette viel, erhält aber kaum Antworten. Er scheint in seinem Willen noch nicht "gebrochen" zu sein, so wie die anderen in der Anstalt, die Juliette nie zu Gesicht bekommt, aber deren Schreie sie stets hören kann. Adam erinnert Juliette an jemanden. Bald weiß sie auch, warum seine Augen ihr so bekannt vorkommen... Adam fande ich nicht so originell wie Juliette. Er war eben ein ziemlich typischer Charakter, obwohl er doch so manche Geheimisse in sich getragen hat. Auch sein Verhalten gegenüber Juliette fande ich oft vorhersehbar. Da ich bei Erwähnung von eventuell anderen Charakteren, die im Buch vorkommen, spoilern würde, verrate ich hier nichts mehr - das müsst ihr schon alleine rausfinden :) Story + Schreibstil Die Story fande ich an sich sehr interessant. In so einer Art habe ich noch nichts gelesen. Man kann sich zwar schon denken, dass sich zwischen Juliette und Adam etwas anbahnt, aber trotzdem fande ich es gut gemacht. Die Story hatte mehrere Wendungen und war gut zu verstehen. Das Einzige, was dem Leser (zumindest mir) nicht ganz klar wird ist, wieso die Welt anscheinend so zerrüttet ist. Alles scheint fast tot zu sein und die Menschen haben nicht viel. Die Regierung scheint sie regelrecht zu unterdrücken. Doch je mehr man mit dem Buch voran kommt, umso mehr erfährt man auch, obwohl meine Fragen nicht alle beantwortet wurden. Da aber, wie ich finde, noch durchaus genug Stoff zu erzählen wäre, hoffe ich auf einen zweiten Teil. Der Schreibstil ist hier, zumindest sehr am Anfang, ein bisschen anders als bei anderen Büchern. Oft sind Sätze oder einzelne Wörter durchgestrichen. Ich finde, dass dies aber sehr gut zum Buch und Juliettes Wesen passt, da dies ihre Verwirrtheit und Vereinsamung sehr gut verdeutlicht. Auch die eher kurzen Sätze am Anfang passen gut dazu. Je weiter man liest, desto mehr verändert sich nicht nur Juliette, sodnern auch der Schreibstil. Die Sätze und Juliettes Gedanken werden länger und geordneter. Mich hat es keineswegs gestört, dass manches durchgestrichen war - im Gegenteil! - ich fande es sogar sehr gut so und über haupt nicht störend. Fazit Ich fürchte mich nicht ist ein wirklich tolles Buch mit einer Geschichte, die ich so noch nicht gelesen habe. Ein Buch für jeden, der auf Dystopien, Liebesgeschichte und Spannung steht! Bewertung: 4 von 5
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