Tahmima Anam

 4 Sterne bei 22 Bewertungen
Autorin von Die letzte wahre Geschichte, Mein fremder Bruder und weiteren Büchern.
Tahmima Anam

Lebenslauf von Tahmima Anam

Tahmima Anam wurde 1975 in Dhaka in Bangladesch geboren und wuchs in Paris, New York und Bangkok auf. Sie studierte an der Harvard University. Ihr Debütroman »Zeit der Verheißungen« war ein großer internationaler Erfolg. Anam lebt in London.

Alle Bücher von Tahmima Anam

Die letzte wahre Geschichte

Die letzte wahre Geschichte

 (13)
Erschienen am 12.02.2018
Mein fremder Bruder

Mein fremder Bruder

 (5)
Erschienen am 19.09.2011
Zeit der Verheißungen

Zeit der Verheißungen

 (3)
Erschienen am 15.03.2010
Im Namen meiner Kinder

Im Namen meiner Kinder

 (1)
Erschienen am 19.09.2011
A Golden Age

A Golden Age

 (0)
Erschienen am 19.01.2009
The Good Muslim

The Good Muslim

 (0)
Erschienen am 14.08.2012

Neue Rezensionen zu Tahmima Anam

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Caro_Lesemauss avatar

Rezension zu "Die letzte wahre Geschichte" von Tahmima Anam

Die Wahl zwischen Tradition und Moderne
Caro_Lesemausvor 6 Monaten

Zubaida stammt ursprünglich aus Bangladesch, zu Beginn des Romanes lebt sie in den USA und studiert Paläontologie. Der weitere Weg ist bereits vorgezeichnet: Seit ihrer Kindheit steht fest, dass sie ihren Jugendfreund Rashid heiraten wird, den Sohn guter Freunde ihrer Adoptiveltern. Kurz bevor sie zu einer lang ersehnten Ausgrabung aufbricht, trifft sie Elijah und verliebt sich Hals über Kopf. Soll sie nun wegen einer Woche Schmetterlinge im Bauch alle anderen Pläne über Bord werfen und ihre Familie bitter enttäuschen? Was nützt ihr eigentlich ihr abgeschlossenes Studium, wenn sie wieder in Bangladesch lebt und mit Rashid verheiratet ist? Und wer sind eigentlich ihre leiblichen Eltern, wo kommt sie her?


Die Geschichte an sich birgt viel Potential: Eine junge Frau aus einem armen Land, die dort aber in einer eher wohlhabenden Familie aufgewachsen ist, studiert zwar in den USA, ist aber traditionell tief verwurzelt. Es scheint nur natürlich, dass sie irgendwann den vorgegebenen Weg in Frage stellt, so sehr sie auch jahrelang von dessen Richtigkeit überzeugt war. Nach vielen Jahren Eigenständigkeit in den USA soll sie in Bangladesch plötzlich wieder unter ständiger Beobachtung der Familie leben - auch das ist nicht einfach. Und dann ist da noch das Rätsel um ihre wahre Herkunft. Sie weiß, dass ihre Eltern sie adoptiert haben, aber warum sie abgegeben wurde und wer ihre leiblichen Eltern sind, darüber wurde nie gesprochen. In jedem dieser Aspekte zeigt sich schließlich die innere Zerissenheit der Protagonistin, die sich nicht entscheiden kann, ob sie allen Traditionen entsagen soll (was ihre Familie schwer kränken würde), ob sie weiter Fragen stellen und ihre leiblichen Eltern suchen soll (was ihre liebevollen Adoptiveltern traurig macht und irgendwie kränkt) und wie sie als verheiratete bengalische Frau eigentlich ihrem Traumberuf in der Paläontologie weiter nachgehen soll. Diese innere Zerissenheit wurde von der Autorin gut dargestellt, wobei es über die Zeit eher nervig wurde, weil Zubaida so wankelmütig ist und wirklich wichtige Entscheidungen einfach mal wieder umstößt und das ganze Nachgedenke beginnt von vorn. Das hat erhebliche Längen in die Geschichte gebracht, die sich an manchen Stellen einfach nicht fortzubewegen schien.
Insbesondere am Anfang werden einige kurze Blicke in die Zukunft gestattet und Zubaida wirft mit Namen um sich, deren Bedeutung sich zum Teil erst im letzten Drittel erschließt. Das fand ich für den Einstieg ins Buch unnötig verwirrend, da man sich auf den ersten Seiten zunächst mit den Protagonisten vertraut macht und die zusätzlichen Namen ohne weiteren Zusammenhang störend wirken. 
Der Roman ist bis auf den Einschub einer anderen Lebensgeschichte, die mit Zubaidas eng verwoben ist, aus ihrer Ich-Perspektive erzählt und liest sich häufig wie ein (sehr langer) Brief, den sie an Elijah richtet - den Mann, den sie in den USA kurz vor ihrer Abreise kennenlernt. Die Liebesgeschichte der beiden mit in der ersten Hälfte so heftig geschilderten Gefühlen konnte ich zunächst überhaupt nicht nachvollziehen und fand es unglaubwürdig. Auch das nervte mich dann zunehmend. Später im Buch treffen sich die beiden wieder und lernen sich eigentlich erst dann richtig kennen - wenn man dann weiß, dass das Buch (bzw. quasi der Brief an Elijah) einige Zeit später verfasst wurde, kann ich die Liebesgefühle schon eher glauben. Aber insbesondere am Anfang wirkte es auf mich sehr überzogen. Die Emotionen konnten sich dementsprechend nicht auf mich übertragen, mit der Protagonistin wurde ich leider nicht warm. Zu Herzen ging mir dann schon eher das Schicksal der Arbeiter in den Abwrackwerften von Chittagong und der kurze Ausflug nach Dubai mit Anwar.
Das Buch war dann auch mehr Liebes- als Kulturgeschichte. Einige geschichtliche Schlaglichter Bangladeschs und Einblicke in die Kultur werden im Laufe des Romans gewährt, die Wichtung hätte ich mir aber anders herum gewünscht. Ich bin allerdings auch kein Liebesromanleser, also vielleicht einfach nicht die richtige Zielgruppe. 

Fazit:
Das Buch hat Unterhaltungswert und bietet grundlegende Einblicke in die Kultur Bangladeschs. Schriftstellerisch konnte es mich nicht vollständig überzeugen - zu viele Längen mit zu vielen nicht nachvollziehbaren Abschweifungen Zubaidas und immer wieder betonte Emotionen, die mich dennoch nicht erreichen konnten. Das war leider nicht "mein Buch".

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Annafriedas avatar

Rezension zu "Die letzte wahre Geschichte" von Tahmima Anam

Auf der Suche
Annafriedavor 6 Monaten

Das ist die Geschichte von Zubaida aus Bangladesch, die als Baby von einer wohlhabenden Familie adoptiert wurde. Sie hatte die Möglichkeit in den USA zu studieren und Ausgrabungen zu machen. Sie lernt Elijah kennen und sie verlieben sich ineinander. Trotzdem beugt Zubaida sich dem Willen der Familie und kehrt nach Bangladesch zurück, um einen Jungen zu heiraten, dem sie versprochen war. Doch schon kurz nach der Hochzeit bereut sie es. Ihr Mann hat große Anforderungen, denen sie sich nicht gewachsen fühlt. Da bietet sich ihr die MögMöglichleit für eine Nichtregierungsorganisation zu arbeiten. Ihr Weg führt sie zu den Abwrackwerften in Chittagong, wo unter schlimmsten Bedingungen gearbeitet wird. Hier ist ein Menschenleben nicht viel wert. 

Zubaida kann Elijah nicht vergessen und sie trifft ihn auch wieder.
Außerdem ist sie auf der Suche nach ihren Wurzeln.

Diese Geschichte ist eine Gradwanderung zwischen den Kulturen. Sie zweigt auf, wie schwer es sein kann, zwischen Tradition und Moderne zu leben. Sie gewährt uns einen Einblick in das Leben der Ärmsten: die Ausbeutung, das Elend und die Macht der Oberschicht. 
Sehr intensiv und sprachgewaltig führt uns die Autorin durch die Lebensgeschichte von Zubaida. Man erfährt viel über eine uns fremde Kultur. Das habe ich als sehr bereichernd empfunden. Auch der Erzählstil hat mir gefallen und besonders auch die Perspektive. 
Leider gab es aber auch Strecken, die ich eher als zäh empfunden habe, ein bisschen Straffung hätte in meinen Augen manchmal gut getan.
Dennoch eine wunderbare Geschichte, die ich gerne gelesen habe und ich kann sie weiterempfehlen. Sie ist außergewöhnlich.

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grit0707s avatar

Rezension zu "Die letzte wahre Geschichte" von Tahmima Anam

"Die letzte wahre Geschichte" - Erzählung über das Leben in einer anderen Kultur
grit0707vor 7 Monaten

Klappentext:
Zubaida, junge Paläontologin aus Bangladesch, trifft in Harvard in dem Amerikaner Elijah ihre große Liebe, heiratet jedoch aus Verpflichtung ihrer Familie und den Traditionen gegenüber ihren Jugendfreund Rashid. Doch bald schon entflieht sie den familiären Zwängen und Rashids Erwartungen. Als sie einige Zeit für eine humanitäre Organisation in den berüchtigten Abwrackwerften von Chittagong arbeitet, trifft sie Elijah wieder – dort, wo Arbeiter unter katastrophalen Bedingungen ihr Leben riskieren, erleben die beiden die leidenschaftliche Erfüllung ihrer Liebe. Und Zubaida, die als Baby adoptiert wurde, stößt ausgerechnet hier auf Spuren ihrer verloren geglaubten Eltern und einer mysteriösen Schwester. Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln muss sie die schwierigste Entscheidung ihres Lebens treffen.Eine Geschichte von Liebe und Verlust vor dem bewegten Hintergrund der Geschichte Bangladeschs.

Meine Meinung:
Ich wollte die Geschichte von Zubaida gerne lesen, da ich immer neugierig auf andere Kulturen bin, die der unseren so gar nicht gleichen. Ich fand es interessant, dass die Hauptprotagonistin beruflich so engagiert ist und das Leben als Frau in einer bestimmten Tradition ebenfalls ihren Tribut fordert. Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt ist, spürt man die Zerrissenheit von Zubaida sehr deutlich. Im Laufe der Geschichte gibt es viele Informationen über die Traditionen und die Lebensart in Bangladesch. Vieles war mir bisher fremd und ich fand es interessant. Allerdings hat mir insgesamt etwas Spannung gefehlt und es gab einige Längen. Auch die zeitlichen Abschnitte brachten mich teilweise etwas durcheinander. Das hätte die Autorin besser lösen können. Alles in allem fand ich das Buch aber lesenswert.

Mein Fazit:
Wer etwas über andere Kulturen erfahren möchte, für den ist das Buch richtig. Das Buch ist kein Roman über Liebe und Leidenschaft, sondern eher eine Erzählung, die viele Themen des Lebens in einer anderen Kultur anschneidet, die uns hier nicht bekannt sind.

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Gespräche aus der Community

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Insel_Verlags avatar

Eine Geschichte von Liebe und Verlust

Nach ihren beiden Romanen Im Namen meiner Kinder und Mein fremder Bruder taucht Tahmima Anam nun in Die letzte wahre Geschichte ein weiteres Mal in die bewegte Geschichte Bangladeschs ein – und wir verlosen 20 Exemplare ihrer mitreißenden Erzählung von Liebe und Verlust.

»Ein Leben in zwei gegensätzlichen Welten. Anams Charakterstudie nimmt ihre Leser von der ersten Seite an gefangen.« Publishers Weekly


Worum geht’s genau?
Zubaida, junge Paläontologin aus Bangladesch, trifft in Harvard in dem Amerikaner Elijah ihre große Liebe, heiratet jedoch aus Verpflichtung ihrer Familie und den Traditionen gegenüber ihren Jugendfreund Rashid. Doch bald schon entflieht sie den familiären Zwängen und Rashids Erwartungen. Als sie einige Zeit für eine humanitäre Organisation in den berüchtigten Abwrackwerften von Chittagong arbeitet, trifft sie Elijah wieder – dort, wo Arbeiter unter katastrophalen Bedingungen ihr Leben riskieren, erleben die beiden die leidenschaftliche Erfüllung ihrer Liebe. Und Zubaida, die als Baby adoptiert wurde, stößt ausgerechnet hier auf Spuren ihrer verloren geglaubten Eltern und einer mysteriösen Schwester. Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln muss sie die schwierigste Entscheidung ihres Lebens treffen.

Das klingt gut? Dann schaut mal in unsere Leseprobe »

Wenn Ihr Lust habt, Zubaida auf ihrem bewegten Lebensweg zu folgen, bewerbt Euch bis zum 21. Februar über den »Jetzt bewerben«-Button und beantwortet uns folgende Frage:

Habt Ihr Euch schon einmal vermeintlichen Verpflichtungen gebeugt, statt auf Euer Herz zu hören?


PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

Über die Autorin: Tahmima Anam wurde 1975 in Dhaka in Bangladesch geboren und wuchs in Paris, New York und Bangkok auf. Sie studierte an der Harvard University. Ihr Debütroman »Zeit der Verheißungen« war ein großer internationaler Erfolg. Anam lebt in London.
Caro_Lesemauss avatar
Letzter Beitrag von  Caro_Lesemausvor 6 Monaten
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