Taichi Yamada Sommer mit Fremden

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Inhaltsangabe zu „Sommer mit Fremden“ von Taichi Yamada

Faszinierend und geheimnisvoll

Als seine Ehe zerbricht, gerät der einst erfolgreiche Drehbuchautor Harada in eine tiefe Krise. Er zieht sich immer tiefer in eine selbst gewählte Einsamkeit zurück und grübelt über sein Leben nach. Da erfasst ihn plötzlich das beklemmende Gefühl, dass er die Kontrolle über die Realität zunehmend verliert. Ist es möglich, dass er seinen längst verstorbenen Eltern wiederbegegnet ist? Und was hat es mit seiner mysteriösen Geliebten auf sich, deren merkwürdiges Verhalten ihn vor ein Rätsel stellt? Unmerklich gerät Harada in einen gefährlichen Sog, der ihn beinahe das Leben kostet …

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  • Rezension zu "Sommer mit Fremden" von Taichi Yamada

    Sommer mit Fremden

    Liebes_Buch

    15. February 2013 um 17:21

    Wikipedia sagt, Taichi Yamada sei Drehbuchautor und Schriftsteller. In Wahrheit ist er Poet. "Sommer mit Fremden" ist von betörender Schönheit! Harada wohnt nach seiner Scheidung in seinem Büro in einem Bürogebäudekomplex, in dem er nach Feierabend allein zurückbleibt. Plötzlich muss er an seine Eltern denken, die ums Leben kamen als er 12 war. Es gibt eine Frau in dem Gebäude, die auch an Einsamkeit leidet. Können sie sich trösten? Das Buch handelt vom Leben und vom Sterben, von der Liebe, von Eltern und Kindern und von Traurigkeit und Sehnsüchten. Obwohl man auf jeder Seite mit Harada mitempfindet, gibt es viel zu lachen, denn Yamada hat einen sehr trockenen Humor. Leider kann ich über die Geschichte nicht mehr sagen, weil sonst die Spannung weg ist, wenn man es verrät. Das Buch hat nur 189 Seiten und ich bin traurig, dass es zu Ende ist. Ich möchte in einem Buch von Taichi Yamada leben! Nie zuvor habe ich über den Kauf einer Krawatte so gelacht, nie zuvor habe ich bei ausverkauften Reiskeksen so gelitten. Wer weiss schon, was man im Spiegel wirklich sieht. Jeder, der die Gelegenheit hat, dieses Buch zu lesen, sollte sie ergreifen. Ich werde dieses Buch niemals mehr hergeben.

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  • Rezension zu "Sommer mit Fremden" von Taichi Yamada

    Sommer mit Fremden

    ksunlimited

    01. January 2013 um 20:28

    Es ist gut zu lesen und man möchte immer wissen wie es weiter geht. Zwar lassen einen (zumindest geht es mir so) japanische Bücher immer etwas ratlos zurück, aber wenn man Mystisches mag ist Yamada und Co eine klare Empfehlung.

  • Rezension zu "Sommer mit Fremden" von Taichi Yamada

    Sommer mit Fremden

    Ferrante

    20. September 2011 um 21:10

    Zu diesem Überraschungsfund am Wühltisch kann ich nur sagen: Wow! Über den Inhalt möchte ich nicht all zu viel veraten, um der Spannung nicht vorweg zu greifen. Ein Mann, der sich gerade in einer Krise nach seiner Scheidung befindet, trifft unverhofft zwei Menschen wieder, die seine früh verstorbenen Eltern zu sein scheinen. Dann ist da auch noch die mysteriöse Nachbarin im Wohnblock, mit der er eine Affäre beginnt. Merkwürdige Dinge beginnen zu passieren... Das Buch kann man auf mehreren Ebenen lesen, einerseits als moderne Geistergeschichte, andererseits als Parabal darauf, wie einen Geister aus der Vergangenheit noch im Griff haben können, und drittens als stilisierte Darstellung psychischer Erkrankungen. Das dieses Buch mit seiner einfachen Sprache so vielschichtig ist, ist verblüffend. Leise melancholisch, aber am Ende doch hoffnungsvoll reißt einen die unkomplizierte Erzählstimme mit ihren Einblicken in die menschliche Psyche bald mit. Eine super Entdeckung aus Japan!

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  • Rezension zu "Sommer mit Fremden" von Taichi Yamada

    Sommer mit Fremden

    tedesca

    14. July 2011 um 11:33

    Ein Mann Ende 40 trifft seine vor Jahrzehnten verstorbenen Eltern, gleichzeitig macht er eine mysteriöse Frauenbekanntschaft. Beides beflügelt ihn, doch seine Umwelt nimmt ihn ganz anders wahr als er sich selbst. Erst in letzter Minute ist er bereit, sich dem zu stellen, was er nicht sehen will und so sein eigenes Leben zu retten. Beinahe in Murakami-Manier skurril wird hier eine Geschichte erzählt, die man sicher als Parabel dafür ansehen kann, wie einen die Geister der Vergangenheit gerade in Krisensituationen regelrecht aufzehren können. Mysteriös und befremdend ist die Geschichte, aber auch auf seltsame Art berührend und beängstigend. Alles in allem ein gut geschriebenes Buch, das einen nach der letzten Seite mit ein paar Fragezeichen zurücklässt und noch eine zeitlang "nacharbeitet". Eine gelungene Zufallsentdeckung vom Wühltisch, die ich Freunden skurriler und japanischer Literatur auf jeden Fall empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Sommer mit Fremden" von Taichi Yamada

    Sommer mit Fremden

    dzaushang

    01. July 2010 um 09:18

    Hideo Harada, 47, seit seinem 12. Lebensjahr Waise, ist ein mittelmäßiger Drehbuchautor. Er arbeitet und lebt, frisch geschieden, in seinem Büro in einem Bürohochhaus. Tagsüber erfüllt mit Leben und Lärm ist dieses Haus nach Feierabend still und leer. Auf Harada wirkt diese Stille stark belastend, lässt sie ihn seine Einsamkeit doch deutlich spüren. Mit der Zeit stellt Harada fest, dass offensichtlich noch eine Person, eine junge Frau, in diesem Haus zu leben scheint. Als sie ihn eines Abends unerwartet besuchen möchte, lehnt er ihren Vorstoß jedoch ab. In seinem jetzigen Zustand ist er nicht offen für neue zwischenmenschliche Kontakte, schon gar nicht zu Frauen. Das diese Ablehnung furchtbare Folgen haben wird, vermag er nicht zu erahnen. Der Tag seines 48. Geburtstags markiert einen weiteren Wendepunkt in seinem Leben. Als er an diesem Tag aus einem Kaufhaus kommt und feststellt, dass er sich soeben selbst mit einer Krawatte beschenkt hat ist dies für ihn an Peinlichkeit nicht mehr zu toppen. Sein Leben muss sich jetzt einfach wieder ändern. Aber so leicht wird das nicht gelingen. Einer Eingebung folgend beschließt er, zunächst völlig harmlos, in einen Stadtteil Tokios zu fahren, den er schon sein vielen, vielen Jahren nicht mehr aufgesucht hat: den Stadtteil, in dem er geboren und seine Kindheit verbracht hat. Nichts ist hier mehr so, wie er es in Erinnerung hat, was ihn nicht besonders überrascht. Als er dann aber am Abend einem Mann und wenig später auch einer Frau begegnet, die Harada stark an seine verstorbenen Eltern erinnern, gerät sein Leben gefährlich aus dem Gleichgewicht. Psychische Störungen, das Hauptthema des Romans „Sommer mit Fremden“, sind keine seltene Erkrankung. Im Laufe eines Jahres erleiden z.B. 27% der EU-Bevölkerung oder 83 Millionen Menschen mindestens eine psychische Störung wie z.B. eine Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, Sozialphobie, Generalisierte Angst oder somatoforme Störungen. Das Lebenszeitrisiko an einer psychischen Störung zu erkranken ist mit über 50% der Bevölkerung noch einmal deutlich höher. Taichi Yamada erzählt davon, was geschehen kann, wenn sich ein Mensch in einer außerordentlichen Lebenssituation befindet, wenn seine seelische Befindlichkeit sich auf einem schmalen Grat hin und her bewegt, wenn er sich, bewusst oder unbewusst, total von seiner Umwelt abzukapseln beginnt und eine der oben benannten Störungen zu entwickeln beginnt. Davon wie, zuerst ganz langsam, dann immer prägnanter, sich Wahrnehmung von Umwelt und Menschen hin zu Trugbildern, Ängsten, ja Wahnvorstellungen verzerren kann. Bis zu dem Punkt, dass selbst die Wahrnehmung vom eigenen Körper lebensgefährlich gestört sein kann. Der Leser bekommt auch gespiegelt welchen, auf Dauer jedoch zweifelhaften ja unbrauchbaren, „Lösungsweg“ ein Betroffener zu Beginn meistens noch frei wählen zu können glaubt: er stürzt sich in Arbeit, Arbeit, Arbeit. Manchmal scheint dieser Selbstbetrug zu funktionieren, fast immer klappt das so jedoch nicht. Gut wenn sich in solch auswegloser Situation dann doch ein Freund, oder einfach ein Mensch findet, der das Geschehen aus der Distanz nicht nur entsetzt beobachtet, sondern der es vielleicht schafft, den Betroffenen aus seiner Isolation zu befreien. Oder der zumindest so verständig ist und professionelle Hilfe für den Betroffenen organisiert. Findet sich solch ein Mensch nicht, gibt es kaum eine Chance auf Rettung. Denn wieder sagen uns die nackten Zahlen für die Bevölkerung der EU, dass nur ca. 26% aller Betroffenen mit psychischen Störungen irgendeine und noch weniger eine adäquate Behandlung erhalten. Mit „Sommer mit Fremden“ ist Yamada ein aktueller, packender Roman über ein schwieriges Thema geglückt. Mich hat dieses Buch mit seinem guten Spannungsaufbau und seiner wunderbaren Sprache bis zum Schluss in seinen Bann gezogen. Absolut empfehlenswert, nicht nur für Freunde des japanischen Autors oder der japanischen Literatur.

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  • Rezension zu "Sommer mit Fremden" von Taichi Yamada

    Sommer mit Fremden

    lesemaus

    28. March 2009 um 11:53

    Es ist erstaunlich, wie realistisch die Geschicht ist.

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