Die ganze Geschichte mutet seltsam an. Sie führt den Leser zusammen mit einer Frau in das Haus von Zauberern, Menschen, die das Menschliche hinter sich gelassen haben und meinen, dadurch absolute Freiheit erreicht zu haben.
Tatsächlich wird schnell deutlich, dass die junge Frau in anerlernten Verhaltensmustern und Denkweisen gefangen ist, steif und angespannt ist, voller Ängste und Wut steckt. Der erste Schritt auf dem Weg zur inneren Freiheit besteht demnach darin, diese Muster aufzulösen, was durch das "Rekapitulieren" in Verbindung mit dem "Fegeatem" geschieht. Monatelang zieht sie sich in eine Höhle zurück und rekapituliert jede Begegnung in ihrem bisherigen Leben, um die dort gebundene Energie einzusammeln.
Womit wir beim Hauptpunkt wären ... es geht um Energie. Erst wenn ein bestimmtes Energieniveau erreicht ist, geht es weiter auf dem Weg der Freiheit, welche an den "Doppelgänger" gebunden ist, der wiederum über den "abstrakten Flug" befreit wird. Es werden zwei Qualitäten von Zauberern unterschieden, die "Pirscher" und die "Träumer".
"Pirscher planen und handeln dann nach ihren Plänen; sie schmieden und erfinden und verändern, im Wachzustand wie in Träumen. Träumer ziehen ohne irgendeinen Plan oder Gedanken los und springen in die Wirklichkeit der Welt oder ihre Träume hinein." (S. 164)
Die Erklärungen sind für die Frau sehr verwirrend und so richtig versteht sie nicht was mit ihr passiert und warum. Selbst am Ende der Geschichte, weiß man nicht so recht, was ihr das Ganze nun genützt hat bzw. wo es noch hinführt und wie es weitergeht. Doch irgendwo ergeben die Ausführungen dann doch einen Sinn und sprechen eine tiefere Ebene an, die versteht ... vielleicht ist es der Doppelgänger, der beständig mit dem Kopf nickt.
Selbstfindung im Haus der Zauberer ...

