Taiye Selasi

 4 Sterne bei 56 Bewertungen
Autor von Diese Dinge geschehen nicht einfach so, Ghana Must Go und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Taiye Selasi

Diese Dinge geschehen nicht einfach so

Diese Dinge geschehen nicht einfach so

 (52)
Erschienen am 26.06.2014
Ghana Must Go

Ghana Must Go

 (3)
Erschienen am 01.04.2013
Lejos de Ghana = Far Away from Ghana

Lejos de Ghana = Far Away from Ghana

 (0)
Erschienen am 30.06.2014
Ghana Must Go

Ghana Must Go

 (1)
Erschienen am 04.04.2013

Neue Rezensionen zu Taiye Selasi

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Gruenentes avatar

Rezension zu "Diese Dinge geschehen nicht einfach so" von Taiye Selasi

Was bedeutet Familie?
Gruenentevor 3 Jahren

Meine Rezension befindet sich auf meinem Blog!
http://leckerekekse.de/wordpress/diese-dinge-geschehen-nicht-einfach-so/

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Corsicanas avatar

Rezension zu "Diese Dinge geschehen nicht einfach so" von Taiye Selasi

Eine kosmopolitische Familiengeschichte mit Wurzeln in Afrika
Corsicanavor 4 Jahren

Ein ehemals erfolgreicher Chirurg stirbt frühmorgens im Garten seines  Hauses in seiner Heimat Ghana. Dorthin ist er nach einem dramatischen Karriereknick als Arzt in den USA zurückgekehrt und hat dafür seine Frau Fola, eine gebürtige Nigerianerin und seine vier Kinder verlassen.

Sein Sterben wird - stilistisch sehr gelungen - für Erinnerungen an seine Kinder und an seine Frau genutzt, alleine diese Schilderungen lohnen die Lektüre.  Dies nimmt den langen ersten Teil des Buches ein, der zweite Teil handelt dann von den Kindern, die sich in Amerika treffen um gemeinsam zur Beerdigung ihres Vaters zu reisen. In diesem Teil wird auch das aktuelle Leben der Kinder erläutert - alles in wechselnden Perspektiven und in einem weiterhin eher assoziativen Stil.

Im letzten Teil trifft sich dann die gesamte Familie in Ghana, wo die Mutter der Kinder kürzlich hingezogen ist. In diesem Teil ist die Erzählweise etwas chronologischer und trotz des Trauerfalls gibt es schöne und positive Szenen und Beschreibungen.

In Afrika werden die Wurzeln der Familie aber auch die Gründe für die seltsame, gefühlte Heimatlosigkeit der Familie sichtbar. Und indem Geheimnisse und Wurzeln sichtbar und Thema werden, können die einzelnen Familienmitglieder ihre Situation verstehen und akzeptieren und versuchen, ihr Leben aufzubauen.

Es gibt einiges im Hintergrund, das nie richtig angesprochen wurde: Die Flucht er Eltern aus politischen Gründen (Mutter), aus der Armut (Vater) und der Versuch, in Amerika ein klassisches Familienidyll zu gestalten. Dafür wird erfolgreich studiert, viel gearbeitet, an der Karriere als Chirurg gebastelt, die Kinder werden auf gute Schulen geschickt, irgendwann ist auch genügend Geld da für ein eigenes schönes Haus in einer guten Gegend. Aber es ist alles ein Bild, an dem gearbeitet wird, die Basis fehlt - denn bei der ersten größeren Erschütterung (der Vater verliert aufgrund eines Kunstfehlers seine Stelle) zerfällt die Familie und wird auseinandergerissen. Der älteste Sohn darf weiter auf seine teure Schule gehen, das jüngste Kind ist noch klein und darf Zuhause bleiben - nur für die beiden mittleren Kinder, Zwillinge, ist kein Geld und kein Platz, sie werden zurück nach Afrika zu Verwandten geschickt und kommen traumatisiert zurück.

Alle Kinder versuchen, den Weg der Eltern zu vervollständigen, alle sind begabt, erfolgreich im Studium und im Beruf - und doch seltsam verloren. Erst in Ghana lernen sie mehr über sich und ihre Familie.

Dieses Buch zeigt, wie es Menschen geht, die aus verschiedenen Gründen ihre Heimat verlassen und wie dies sich auf die nächsten Generationen auswirkt. Es wird deutlich, dass die Geschichte und die Wurzeln einer Familie wichtig sind - und dass Familiengeheimnisse geklärt werden müssen. Und, dass es nicht möglich ist  Wurzeln und Herkunft einfach hinter sich zu lassen.

Weltweit leben und lebten immer Menschen im "Exil" - lediglich bei Deutschen ist dies in den letzten Jahrzehnten eher selten so gewesen, daher ist uns Deutschen dieses Thema recht fremd - unser Umgang mit dem "Fremden" daher unsicher.

Dieses Buch zeigt die Problematik aber auch die Möglichkeiten der Emigration.

Für mich war sehr interessant, dass im Buch das Kernproblem Afrikas so definiert wurde, dass dort die Väter die Familien verlassen - und auch hier verlässt der Vater die Familie - und sein Sohn wird am Ende des Buches sagen, dass er es besser machen will. Die Familie wird von den Frauen zusammengehalten - soweit es eben geht, wie auch hier in dieser Geschichte  Eine durchaus weltweit zu beobachtende Realität.

 

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WildRoses avatar

Rezension zu "Diese Dinge geschehen nicht einfach so" von Taiye Selasi

Eigenwilliger Schreibstil; Spannung fehlt teilweise
WildRosevor 4 Jahren

Nach der Lektüre von Romanen wie "Americanah" entschied ich mich, "Diese Dinge geschehen nicht einfach so" ebenfalls eine Chance zu geben. Ich erwartete eine interessante, informative Familiengeschichte, in der man mehr über das Leben einer afrikanischstämmigen Familie in Amerika erfährt. Zugleich hofte ich auf eine emotionale, vielschichtige Handlung. Leider wure ich von "Diese Dinge geschehen nicht einfach so" letztendlich ein wenig enttäuscht.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gewöhnungsbedürftig: lange, verschachtelte Sätze lassen das Buch zwar an manchen Stellen sehr lyrisch erscheinen, doch oft wird die Handlung von diesem eigensinnigen Schreibstil in den Hintergrund gedrängt und man hat das Gefühl, wieder und wieder dieselben Passagen zu lesen. Dadurch verliert die Geschichte leider an Spannung.
Hineinversetzen kann man sich in die Personen ebenfalls nur bedingt: Vielleicht hat die Autorin sich hier einfach zu viel vorgenommen. Vier Geschwister, darunter Zwillinge, müssen charakterisiert und auf ihrem Weg begleitet werden, hinzu kommen noch deren Eltern. Hatte man sich an eine Figur gerade ein wenig gewöhnt, wurde diese schon wieder fallengelassen und man wurde in das Leben des nächsten Protagonisten mit hineingerissen. So erhält man zwar einen ganz guten Überblick über die einzelnen Personen, kann sich aber nicht wirklich in sie hineindenken, sondern erlebt sie, als befänden sie sich hinter einer dicken Glaswand, durch die man recht angestrengt hindurchspähen muss.
Das große "Geheimnis", auf das in diesem Buch immer wieder angespielt wird, ist zwar schockierend und aufrüttelnd, doch fragt man sich hier, ob es für die Geschichte tatsächlich notwendig war oder ob die Autorin nicht einfach nur um jeden Preis noch eine Prise Drama in die Handlung hineinzwingen wollte.
Das Buch lässt sich zwar ganz flüssig lesen, doch leider wirken die einzelnen Personen eher eindimensional und konstruiert, auch aus der Handlung hätte man mehr machen können.

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