Taja Gut

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Swetlana Geier

Swetlana Geier

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Erschienen am 11.11.2011
Wie hast du's mit der Anthroposophie?

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Erschienen am 12.03.2010
Die wundersame Welt der Opal Whiteley

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Erschienen am 01.01.2005

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Rezension zu "Swetlana Geier" von Taja Gut

Rezension zu "Swetlana Geier" von Swetlana Geier
Ailisvor 7 Jahren

Wer russische Literatur mag, der kennt auch Swetlana Geier. Besonders ihre Dostojewskij-Neuübersetzungen haben sie bekannt gemacht, was wirklich bemerkenswert ist, denn selten werden Übersetzer in diesem Maße gewürdigt und in den Mittelpunkt gerückt.
Der vorliegende Band enthält insgesamt Aufzeichungen aus vier Interviews, die Taja Gut in den Jahren 1986, 1993, 1999, 2004 und 2007 mit der im Jahre 2010 leider verstorbenen Swetlana Geier geführt hat. Den längsten Teil bilden dabei die Aufzeichnungen aus den Jahren 2004 und 2007, die restlichen Interviews und ein kleines Zeitdokument befinden sich im recht großzügigen Anhang. Während es in den früheren Gesprächen mehr um ihr Tun und Denken geht, was sich mitunter schon sehr philosophisch und anspruchsvoll liest, offenbart sie in den Aufzeichnungen aus den Jahren 2004 und 2007 erstmals detaillierte Fakten aus ihrem ereignisreichen Leben, besonders aus Kindheit, Jugend und frühem Erwachsenenleben. Denn Swetlana Geiers frühe Jahre waren ereignisreich und prägend, sie erlebte als in Kiew geborene Ukrainerin den Terror unter Stalin, ebenso aber auch die spätere deutsche Besatzung durch Hitler. Besonders interessant ist ihr Verhältnis zu Deutschland und ihr Denken über die Deutschen, die sie durch die guten Taten, die wenige ihr und ihrer Mutter haben zukommen lassen, in einem fast durchweg positiven Licht sieht.
Es ist gut, dass die Interviews aus den früheren Jahren im Anhang nachzulesen sind, denn Swetlana Geiers Antworten aus den Jahren 2004 und 2007 wirken mitunter ein wenig ungeordnet und unverständlich, besonders wenn es um ihre Arbeit und ihr Selbstverständnis als Übersetzerin geht, da sie ein Wissen voraussetzt, was sicher nicht jeder Leser dieser Aufzeichnungen vorweisen kann. Die drei früheren Interviews sind zwar sehr anspruchsvoll, da man ihnen deutlich die Germanistin anmerkt, die Swetlana Geier ja war, doch sie erläutern manchen Fakt, der mir aus dem Hauptteil noch ungeklärt geblieben war.
"Ein Leben zwischen den Sprachen" ist anspruchsvolle Lektüre, die den Leser an vielen Stellen fordert, ihn leider aber auch oft alleine lässt. Taja Gut hat die Gespräche mit Swetlana Geier nur aufgezeichnet und auf Erläuterungen verzichtet, so dass sich dieses Buch eher an jene richtet, die sich auch vorher schon mit Swetlana Geier und ihrer Arbeit auseinandergesetzt haben. Allen anderen wird es mitunter so gehen wie mir: sie möchten die Lücken gerne füllen, um diese großartige Frau besser verstehen zu können. Und so bin ich ein bisschen hin- und hergerissen: eine reine Aufzeichnung der Gespräche ohne weiterführende Erläuterungen hat sicher viel für sich, weil sie Swetlana Geier ungetrübt und ungefiltert zeigen, einfach so, wie sie war. Doch für den Leser bleiben so auch manche Dinge unerklärt, was wiederum schade ist, da dies ein Gefühl der Unvollständigkeit zurücklässt.

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