Der Club

von Takis Würger 
4,2 Sterne bei151 Bewertungen
Der Club
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Buecherphies avatar

Sehr zu empfehlen! https://buecherphie.com/2018/02/27/der-club-takis-wuerger/

ChattysBuecherblogs avatar

Ein Roman, der irgendwie so ganz anders ist. Leise, aber doch sehr kraftvoll. Eine Story mit Tiefgang.

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Inhaltsangabe zu "Der Club"

Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783036957531
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Kein & Aber
Erscheinungsdatum:22.02.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2018 bei Headroom Sound Production erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    walli007s avatar
    walli007vor 10 Tagen
    Elite

    Seine Eltern versterben früh und seine Tante in England nimmt ihn nicht zu sich. Warum also sollte Hans nach Jahren im Internat in Cambridge studieren, um seiner Tante einen Gefallen zu tun. Allerdings ist sie seine einzige Verwandte. Und so landet Hans schließlich doch in England, um in der altehrwürdigen Universität im Auftrag seiner Tante einem geheimen Bund auf die Spur zu kommen. Bei seinen ersten Schritten auf dem fremden Gebiet hilft ihm die Doktorandin Charlotte. Das Ziel ist: Hans soll in den elitären Pitt-Club aufgenommen werden. Vielleicht kann seine Liebe zum Boxsport dabei hilfreich sein.


    Schon als Jugendlicher allein auf der Welt, alles andere als leicht für den jungen Hans. Da ist es natürlich nicht schwer, ihn zu überreden, nach England zu gehen, obwohl er der Schwester seiner Mutter nicht wirklich verziehen hat. Wahrscheinlich hofft er, in ihr doch noch eine Art Familie zu finden. Doch ihr oberstes Ziel ist es, ihren Neffen in den Club einzuschleusen, um ein Verbrechen aufzuklären, das nie an die Öffentlichkeit gelangt ist. Hans ist hin und hergerissen, zum einen hat er doch den Wunsch dazu zu gehören und sei es in einem Elite-Club, zum anderen möchte er seiner Tante den Gefallen tun, doch dafür muss er gegen den Club arbeiten. 


    So wie Hans mit einer schwierigen Situation konfrontiert wird, ist schon speziell. Doch seine Reaktion aus Hilfsbereitschaft und Eigennutz lässt ihn sehr authentisch wirken. Wer würde nicht Mitglied in einem Elite-Club werden wollen. Doch je mehr Hans klar wird, dass diese Verbindung eher aus Nutzen oder Ausnutzen besteht, desto mehr besinnt er sich auf echte Freundschaft. Und er beginnt nachzuforschen, ob es die Club-Mitglieder mit einigen Riten nicht zu weit treiben. Und so kommt er zum Kern der Sache, wann kippt eine vielleicht Gute oder zumindest gut gemeinte Organisation ins Gegenteil. Wann ist es Zeit, die geheimen Machenschaften ans Licht zu bringen, um dem Treiben ein Ende zu bereiten. Zwar kann Networking in Clubs durchaus Sinn machen, aber sich selbst für etwas Besseres zu halten und eine Gruppe zu gründen, nur um andere außen vor zu halten, kann sicher nicht das Ziel sein. Doch wer steht auf, wer hat den Mut oder auch die Distanz, Tacheles zu reden. Manchmal bedarf es eines Fremden, der anderen die Augen öffnet, der zeigt, dass ein Verbrechen ein Verbrechen bleibt und dass auch in elitären Club bei weitem nicht alles erlaubt ist.


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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch, das leise und geheimnivoll ist, aber mit seinem besonderen Stil den Leser schnell fesselt. Besonders zum Ende hin packend.
    Geheimnisvolle Geschichte mit packendem Ende

    Der Club und seine Geheimnisse…

    Für Hans Stichler, der aus einfachen Verhältnissen stammt, ändert sich plötzlich das ganze Leben: Seine Tante, die zugleich seine einzig lebende Verwandte ist, vermittelt ihm ein Stipendium für die Universität in Cambridge. Im Gegenzug dafür soll er ein Verbrechen aufklären. Anfangs ahnt er noch nicht, auf was er sich da wirklich eingelassen hat, denn um mehr über den Fall zu erfahren, muss er ein Mitglied des elitären Pitt-Clubs werden. Charlotte hilft ihm dabei und weiht Hans in die Bräuche der Snobs ein – für ihn eine ganz neue und fremde Welt. Schnell muss er feststellen, dass sich in dem Club Dinge ereignen, über die niemand spricht. Auch Charlotte scheint Geheimnisse zu haben. Und schon bald wird er hinter den verschlossenen Türen des Pitt-Clubs vor eine Wahl gestellt, die alles abverlangt…

    „Der blaue Balzer, die blanken Steine, das saubere Gras in den Höfen, die schwarzen Roben, die weißen Säulen des Pitt Clubs, alles fügte sich zu einem Ganzen und hielt den Mythos zusammen, der diesen Ort groß machte. Ich erinnerte mich daran, wie ich mir gewünscht hatte, dazuzugehören, aber in dieser Nacht, als ich endlich ganz dazugehörte und die Farbe der Universität trug, widerte es mich an.“ – Seite 179

    Dieses Buch hatte ich schon lange im Hinterkopf, da der Klappentext sich geheimnisvoll-spannend anhört. Hauptfigur ist hier der achtzehnjährige Hans, der schon früh in seinem Leben einige Schicksalsschläge verkraften musste. Bevor er eigene Pläne für die Zukunft schmieden kann, vermittelt seine Tante Alex ihm ein Studienplatz an der Universität in Cambridge. Doch für das vermittelte Stipendium erwartet sie eine Gegenleistung, die für Hans im ersten Moment mehr als skurril erscheint.
    Auch der Pitt-Club, um den es hier geht, wirkt anfangs sehr mysteriös und scheint voller dunkler Geheimnisse zu stecken – was sich wirklich dahinter verbirgt, erfährt man nach und nach. Die Geschichte ist aus mehreren Blickwinkeln geschrieben, immer in der Ich-Perspektive von verschiedenen Personen. Anfang ist es gut gemacht, doch nach und nach werden es zu viele Personen – dadurch werden die Charaktere immer blasser und sind unnahbar. Das ist ein Punkt, den ich etwas schade fand. Ansonsten ist es aber ein gutes Buch, das besonders zum Ende hin spannend wird.

    „Die Wahrheit, Bill“, sagte sie, „sind die Geschichten, die wir uns so lange erzählen, bis wir glauben, sie wären Wirklichkeit.“ – Seite 229

    Mein Fazit: Ein Buch, das leise und geheimnisvoll ist, aber mit seinem besonderen Stil den Leser schnell fesselt. Sehr gut verständlich – auf nur 240 Seiten ein atmosphärisch dichter Roman, der einige Krimi-Elemente enthält und nach und nach dunkle Geheimnisse zutage fördert. Bis auf Schwächen bei den Charakteren sehr gut gelungen – besonders zum Ende hin spannend.

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte mit viel Potential, das aber durch diesen Schreibstil verschenkt wurde :/
    Emotionslos

    Takis Würger, Jahrgang 1985, ist ein deutscher Journalist und Autor. Er volontierte bei der Münchner Abendzeitung und ging danach zum Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Würger hat bereits mehrere Journalistenpreise gewonnen. "Der Club" ist sein erster Roman.

    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Klappentext):
    Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Er bekommt ein Stipendium für die Universität von Cambridge - als Gegenleistung soll er dort ein Verbrechen aufklären. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Bald merkt er, dass hinter den alten Mauern der britischen Oberschicht Geheimnisse lauern, über die keiner spricht. Was ist Hans bereit zu geben, um dazuzugehören? Muss er das Falsche tun, um das Richtige zu erreichen?

    Das Buch ist aus vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben. Diese Abschnitte sind teilweise sehr kurz und wechseln ständig. Dadurch war es für mich schwierig eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. Es hatte zwar den Vorteil, dass man verschiedene Sichtweisen auf ein und dasselbe Ereignis hatte, aber durch die Distanz zu den handelnden Personen, blieb die Geschichte für mich seltsam emotionslos. Auch waren manche der Protagonisten für die Geschichte überhaupt nicht relevant und ich frage mich, warum sie der Autor sie eingebaut hat.
    Was ich auch nicht so ganz nachvollziehen konnte, war, warum alle ganz wild darauf waren, eine Freundschaft zu Hans aufzubauen, wo er doch eindeutig nicht zu ihren elitären Kreisen gehörte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Gesellschaft doch lieber unter sich bleibt.  Das wirkte auf mich sehr unglaubwürdig. 
    So blieb mir leider alles fern, die Protagonisten, die Szenerie und auch die Geschehnisse.
    Schade, denn die Geschichte hat viel Potential, das durch diesen Schreibstil leider verschenkt wurde.



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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Herausragend gut!
    Herausragend gut!

    Eliteuniversitäten sind tückisch. Mehr als das; sorgenfreies Lernen ist da kaum möglich. Kein stundenlanges Pauken, kein strenger Unterricht, keine ruhigen Bibliothekssitzungen. Takis Würger beschreibt eine Elite-Uni als stressig, als kontrovers, mehr als das: als mörderisch und kriminell. Der junge Autor hat in seinem Bestseller einen geheimen Club als Fundament geschaffen. Ein Club, dessen Kennzeichen, dessen Signet ein Schmetterling ist. Sie selbst nennen sich „Schmetterlinge“: Der legendäre „Pitt Club“, in dem sich Hans einschleusen muss, damit er ein Verbrechen aufklären kann. Eine hinreißende Geschichte über Begierde und dem nicht existierenden Limit.

    Der Autor, Takis Würger, schreibt sensationell! Ein Roman, der mich wirklich begeistern konnte. Ein parataktischer Schreibstil auf hoher Abstraktionsebene, mit einem flüssigen und sehr interessanten Schreibstil. Wir beginnen die Geschichte im Heimatort von Hans, dessen Familie wir kennenlernen und auch erfahren unter welchen Umständen er lebt. Abrupt wird er erwachsen, schließt das Abitur in einem Internat ab, ist mit Boxen und Büchern aufgewachsen und fliegt nun nach England, da seine Verwandte ihn darum gebeten hat zu versuchen im Pitt Club aufgenommen zu werden, da ein Verbrechen aufgeklärt werden muss. Natürlich geht Hans dieser Bitte nach, und er beginnt, in Cambridge zu studieren. Takis Würger portraitierte einen sehr sympathischen jungen Mann, der, anders als erwartet, erwachsener und intelligenter war als vermutet. Sein Charakter wird geprägt vom Geruhsamen, vom Überlegten und Grüblerischen. Er ist vorsichtig, absolut hilfsbereit und selbstlos. Hans Stichler – ein ungewöhnlicher Name für einen Studenten in England – agiert authentisch und frei, seine Dia- und Monologe haben mir sehr gefallen, und sein zwischenmenschlicher Kontakt, seine Aktivitäten zeichnen einen herzensguten Menschen aus. Wir erleben aber nicht nur das Geschehen durch die Augen von Hans, sondern auch von vielen anderen Personen wie Charlotte, Alex, Angus, Billy oder Josh. Charlotte war, genauso wie Alex und Billy, ein gut geformter Charakter. Angus trieb das Loyale zum Club und Josh das Materielle. Er war der Playboy, der Geldjunge in der Konstellation der Figuren, und er war der mehr oder weniger Unbeliebteste, der trotzdem aber typische „Bad-Boy“, der geldgeile Student mit Pudding statt Grips im Hirn. Er war trotzdem am Interessantesten, denn er hegte eine bestimmte Freundschaft, eine bestimmte Neigung zu Hans, die interessant war zu analysieren. Takis Würger also konzipierte eine herausragende Palette an Figuren, die allesamt wohlüberlegt, aber auch authentisch und sehr interessant präsentiert wurden. Der Schreibstil des Autors wurde ja schon erwähnt; hier auch nochmal ein großes Lob an die Länge der Kapitel – kurze, knackige Kapitel mit flüssigen Übergängen und immer einer Spannung, die stets aufrechterhalten wurde.

    ​Die Pointe im Buch hat mir – um dies auch noch kurz zu erwähnen – gut gefallen. Die Auflösung, dieser kriminelle Club, diese Fälle, die jahrzehntelang zurücklaufen, das Motiv, war Klasse gelöst und mit einer Moral verbunden, die nicht nur für Studenten ein wichtiges Thema sein wird.

    ​„Der Club“ von Takis Würger ist ein sensationeller Roman, der mir mehr als gefallen hat. Flüssiger Schreibstil, „cooles“ Setting und eine unglaublich interessante Personenkonstellation. Sehr empfehlenswert!    

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    Linatosts avatar
    Linatostvor 6 Monaten
    Ein Buch, dass dem Hype gerecht wird.

    Dieses Buch lag jetzt völlig zu Unrecht etwas länger auf meinem SUB. Jetzt hab ich es endlich geschafft und bin genauso begeistert wie der Hype es versprochen hat. Der Inhalt ist ja den meisten unlängst bekannt darum möchte ich ihn nicht nochmal wiederholen.

    Zu aller Anfang sind mit die kurzen Sätze des Autors aufgefallen, fast im Stil von Hemingway. Nach zwei Seiten hatte ich mich auch daran gewöhnt und es viel mir gar nicht mehr weiter auf. Der Charakter des Hans an sich ist schon eigen, wie auch viele andere in dem Buch. Sehr gut hat mir da gefallen wie der Auto diese manchmal doch sehr absonderlichen Eigenarten völlig unsentimental, als wäre es das Normalste der Welt erzählt hat. Ich musste dann immer noch mal einen kurzen Moment nachdenken „Ist es wirklich das was ich denke?“ weil es so normal erzählt wurde.

    Es hat mir auch gefallen wie alle möglichen Charaktere aus diesem Buch ein Stück aus ihrer Sicht erzählt haben, dabei haben sie nicht Ereignisse die wir schon gelesen hatten nur aus ihrer Sicht nochmal erzählt sondern die Geschichte tatsächlich weiter erzählt! Oft halten Autoren die Spannung dadurch ja künstlich oben. Nicht so der Herr Würger. Wirklich gelungen. Das Buch was für mich das reinste Lesevergnügen.

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    Alice_Whydens avatar
    Alice_Whydenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Super spannenden Buch! Ein gelungenes Debüt von Takis Würger
    Der Club – Ein Einblick ins Buch

    Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Der atmosphärische Einstieg in das Leben des Hans Stichlers, seine Schicksalsschläge und seine aufstrebende Zukunft haben einen bilderreichen ersten Eindruck hinterlassen. Schreitet man in der Geschichte weiter fort, entwickeln sich einige unerwartete Gefühle und natürlich großes Interesse an den aufzudeckenden Geheimnissen. Eine wirklich starke und auf den Punkt gebrachte Substanz!

    Was mir besonders an diesem Buch gefallen hat, sind die wechselnden Perspektiven aus denen die Situationen beschrieben werden. Die Schreibweise zieht einen wirklich in den Bann! Besonders überraschend war das Ende für mich. Die letzten Schlussszenen steigen die Spannung und lassen das Buch mit einem großen Knall enden.

    Die ganze Rezension des Buches findest du auf Whyden.de.

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    BWV-57s avatar
    BWV-57vor 7 Monaten
    Gemächlich

    Hans wird nach dem Tod seiner Eltern in einem Internat erzogen und kommt dann zum Studium nach Cambridge. In einem elitären Kreis um die Box-Mannschaft scheint er zum ersten Mal Freunde zu finden. Doch dann erfährt er von einem angeblichen Verbrechen …

    Als Krimi oder Thriller würde ich den Roman nicht bezeichnen. Es wird zwar gegen Ende spannend, aber wer richtigen Nervenkitzel sucht, wird hier nicht bedient. Ich würde das Buch eher in Richtung Milieustudie einordnen. Es geht sehr viel um die sogenannte „feine“ Gesellschaft und um die elitären Verbindungen an der Universität.

    Die Sprache ist geschliffen und angenehm zu lesen.

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen, weil die Umgebung, in der es spielt, interessant geschildert wird. Trotzdem hat mir letztlich das „gewisse etwas“ gefehlt, das es zu einem richtig tollen Buch gemacht hätte. Die Erzählung fängt sehr langsam an und auch insgesamt ist das Erzähltempo eher gemächlich. Daher wirkt die Geschichte zumindest anfangs etwas langatmig und man weiß auch sehr lange nicht, worum es denn jetzt eigentlich gehen soll. Mit den verschiedenen Figuren, aus deren Perspektive abwechselnd erzählt wird, konnte ich nicht richtig warm werden. Eigentlich hat mich niemand richtig interessiert.

    Ein Buch für Leute die langsam und sorgfältig erzählte Gesellschaftskritik zu schätzen wissen.

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    DominicsBücherWelts avatar
    DominicsBücherWeltvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Langsamer Beginn, dann unglaublich fesselnd und lange nachwirkend. Insgesammt spannendes Debut und Freude auf mehr...
    Interessanter Debütroman mit einer faszinierenden Sprache


    Inhalt:

    Nach dem Tod der Eltern landet der ruhige Außenseiter Hans in einem Internat im Bayerischen Wald. Einziger Zufluchtsort vor dem Spot und den Ausgrenzungen seiner Mitschüler ist ein hoher Turm auf den er sich alleine zurückzieht und an seine Tante Alex denkt und hofft, dass sie ihn zu sich holt. Als seine Zeit im Internat endlich zu Ende ist, erfüllt sich sein Wunsch. Alex verschafft ihm sogar ein Studium an der Eliteuni Cambridge. Allerdings ist dies an eine Bedingung geknüpft. Hans soll ein Verbrechen aufklären, genaueres erfährt er erst mal nicht. Schon während seiner Internatszeit zeigte sich Hans Talent im Boxen und so gelingt ihm schnell der Sprung ins Boxteam an der Universität und bald die Aufnahme in einen elitären Kreis im Boxclub der Universität. Im Boxclub gewinnt er auch die Aufmerksamkeit und Liebe der hübschen Studentin Charlotte. Endlich scheint Hans im Leben angekommen zu sein, da muss er sich entscheiden. Zwischen Liebe und Freundschaft, Wahrheit und Lüge, Erfolg und Familie....
    Meinung:
    Durch einige Berichte über Takis Würger und seinen Debütroman, war ich schon lange sehr gespannt auf dieses Buch. Im Urlaub war es dann endlich so weit, als ich das toll gestaltete Büchlein aus dem Kain und Aber Verlag in einer Buchhandlung entdeckte. Die 238 Seiten in der gebundenen Ausgabe sind relativ schnell gelesen, was vor allem an der tollen Sprache, die Takis Würger zu Papier gebracht hat, liegt. Trotzdem konnte mich der erste Teil der Geschichte inhaltlich nur teilweise überzeugen. Die Stimmung die in der Geschichte vermittelt wird ist zu Beginn deprimierend und gibt in meinen Augen erst mal wenig Spannung her. Die Geschichte gliedert sich in kurze Kapitel, die aus der wechselnden Perspektive des jeweils handelnden Charakters aus dem Umfeld von Hans Stichler erzählt wird. Das machte mir den Einstieg in die Geschichte etwas schwerer und verwirrte mich zu Beginn. Im Verlauf des Romans kam ich besser in die Geschichte rein und der Wechsel der Perspektive trägt meiner Meinung nach zu der tollen Art des Romans bei. Alleine deshalb schon lohnt es sich absolut weiterzulesen und ich bin mir sicher ich werde das Buch noch ein zweites Mal lesen und das denke ich nicht bei vielen Romanen, die ich gelesen habe. Aber ich habe das Gefühl erst jetzt die ganze Vielfalt dieses Romans erfassen zu können und auch in der ersten Hälfte etwas von der Geschichte verpasst zu haben, in Erwartungen an festgelegter Genre. Aber der Roman von Takis Würger ist in meinen Augen nur schwer in ein Genre einzusortieren. Es ist kein klassischer Krimi, obwohl man im weiteren Verlauf des Buches auf ein Verbrechen stößt. Es ist kein Thriller, da dafür die klassische Spannung fehlt. Im Ganzen gesehen ist es wohl eine Mischung aus Gesellschaftskritik mit Krimi- und Thrillerelementen und hat seine ganz eigene Spannung und Dramatik… Dabei lebt dieser Roman in meinen Augen vor allem von der Faszination für die Sprache des Autors. Dem es gelingt in fast schon poetischer Sprache den Leser gefangen zu nehmen und bis zum Ende nicht mehr loszulassen. Die Charaktere in Takis Würgers Roman spielen fast schon eine untergeordnete Rolle. Mir schien es eher so als sollten Sie nur die Geschichte transportieren, sozusagen die Message des Autors. Trotzdem sind sie interessant, jedoch gerade durch die kurzen wechselnden Kapitel erfährt man immer nur recht wenig über sie. Auch der Hauptcharakter wird von Takis Würger nur soweit vorgestellt, wie es für die Geschichte notwendig ist. Tiefgreifende Gefühle oder Gedanken werden dem Leser nicht mitgeteilt. Dadurch bleibt dem Leser mehr Zeit sich auf die Sprache und die Handlung zu konzentrieren und beides ist vom Autor großartig gestaltet.
    Fazit:

    Ein kurzer und vor allem kurzweiliger, weil interessanter Roman. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte es schnell nachholen. Sonst hat man definitiv etwas verpasst. Schon jetzt eines meiner Lesehilights in 2018 und das im Februar....Ich wünsche allen Lesern viel Spaß mit "Der Club" von Takis Würger.

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    Vorleser2s avatar
    Vorleser2vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Debütroman, der noch lange den Geist beschäftigt
    Über Studentenverbindungen und elitäre Clubs

    Nachdem Hans Eltern verstorben sind, wird der Waise auf ein Internat im Bayrischen Wald geschickt. Er ist ein Außenseiter, ruhig und in sich gekehrt und die anderen Jungs verspotten ihn. Hans ist einsam. Ihm bleibt das Boxen und die Ausflüge auf den höchsten Turm des Kollegs, bei denen er sich wünscht, dass seine Tante Alex ihn in einem Wagen abholen und zu sich nehmen wird.
    Diese Tante bittet ihn nach seinem Abitur um seine Hilfe und unterbreitet ihm ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann. Hans erhält ein Stipendium an der Universität in Cambridge, wo Alex als Professorin für Kunstgeschichte arbeitet, wenn er sich im Gegenzug in einer renommierten Studentenverbindung einschleust und ein Verbrechen aufklärt... Mehr dazu bei den Vorlesern auf www.dievorleser.blogspot.de

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    Ginevras avatar
    Ginevravor 8 Monaten
    Einblick in eine geschlossene Gesellschaft

    Hans Stichler wird nach dem Tod seiner Eltern von seiner britischen Tante auf die renommierte Universität Cambridge geschickt. Doch sie ist nicht nur großzügig, sondern hat eine Sonderaufgabe für Hans: er soll in einem elitären Studentenclub eine Serie von Verbrechen aufdecken, die Gewalt gegen Frauen betreffen.
    Hans wird durch einen guten Bekannten seiner Tante im Club eingeschleust - und trifft auf den eleganten Muff einer vergangenen Zeit. Die Clubmitglieder wirken auf ihn zunächst nur etwas versnobt, dabei wohlerzogen, sogar ihre Feste scheinen im Rahmen zu bleiben. Er wird immer mehr zum Teil und dringt immer tiefer in die Rituale und Geheimnisse ein... und plötzlich steht er zwischen den Stühlen...

    Takis Würger, geboren 1985, beschreibt in diesem Roman teilweise eigene Erlebnisse, die er im Rahmen eines Studienaufenthalts in Cambridge hatte. Wie seine Clubmitglieder, boxte er als Schwergewicht für einen Boxing Club. Heute ist er Redakteur beim Nachrichtenmagazin »Der Spiegel«. 
    Mich hat dieser Roman ziemlich schnell gepackt und in Atem gehalten, da die Geschichte spannend ist - beinahe wie ein Psychothriller. Durchgehend schwingen moralische Fragen mit, die ein heißes Eisen betreffen - nämlich die Gewalt gegen Frauen, die mal brutal, mal ganz subtil auftritt. Auch die lebenslangen Folgen für die Opfer werden nicht beschönigt. Von der Erzählsprache her fand ich den Roman gut geschrieben, stellenweise hätte ich mir noch ein paar (spachliche und inhaltliche) Überraschungen gewünscht... aber das ist Geschmackssache. Fazit: ein packender Roman zu einem - leider - wieder sehr aktuellen Thema. 4 von 5 Sternen!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    KEIN & ABER Verlags avatar
    Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen.

    Eine raffinierte Kombination aus berührender Liegesgeschichte, Entwicklungsroman und spannungsreicher Ermittlung eines Verbrechens. Wir verlosen 5 Exemplare von Takis Würgers Debütroman Der Club und freuen uns über Eure Bewerbungen bis zum 27.02.2017.

    krimielses avatar
    Letzter Beitrag von  krimielsevor einem Jahr
    ...ich bin begeistert: https://www.lovelybooks.de/autor/Takis-W%C3%BCrger/Der-Club-1403499294-w/rezension/1449555276/ Dankesehr, dass ich dieses kleine böse und so klar erzählte Buch lesen dürfe.
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