Takis Würger Der Club

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Inhaltsangabe zu „Der Club“ von Takis Würger

Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen.

Ein Büchlein mit ernstem Ton aber unheimlich stimmungsvoll und stimmig. Ich bin begeistert!

— katzenminze
katzenminze

Fantastisches Debüt!

— myAvalon
myAvalon

Ein absolut lesenswertes Debüt, welches mich sofort fesseln konnte. Toller Schreibstil & gelungener Plot auf nur wenigen Seiten!

— MissSnorkfraeulein
MissSnorkfraeulein

Ein gelungenes Debüt, welches ab der ersten Zeile zu fesseln und zu begeistern weiß!

— Stefan92
Stefan92

Man muss kein Freund des Boxsports sein, um diesen Roman zu mögen. Großartiges Debüt, absolut lesenswert!

— FrolleinJott
FrolleinJott

Interessantes Thema, wunderbar geschrieben: toller Roman! Diesen sollte man lessen.

— Nil
Nil

Ein tiefer Hintergrund ,und eine super interessante Geschichte

— Moorteufel
Moorteufel

Eine grandiose Mischung aus Krimi, Sportnovelle, Liebesgeschichte und Coming-of-Age-Story machen „Der Club“ zu einem tollen Erlebnis.

— killmonotony
killmonotony

Ganz großes Kino!

— Marakkaram
Marakkaram

ein ganz spezieller Schreibstil, irgendwie bezaubernd, trotz der Thematik...

— Ananda79
Ananda79

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    Der Club
    lyydja

    lyydja

    22. September 2017 um 14:45

    Der Roman Der Club von Takis Würger handelt von Hans, der auf Bitten seiner Tante in Cambridge ein Verbrechen aufklären soll und hat mich von der ersten Seite an gepackt.Die Geschichte erzählt von verschiedenen Charakteren unter anderem auch von Alex, handelt in erster Linie von Hans, der meiner Meinung nach einen ganz besonderen Charakter hat und man erlebt sein Leben von der Geburt an bis dato mit. Mit dem nüchtern gehaltenen Schreibstil hat mich die Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen auch wenn sie sich wie ich finde an manchen Stellen etwas gezogen hat und mir zu sehr beschrieben war. Auch die Atmosphäre der ganzen Geschichte war irgendwie besonders.Insgesamt war Der Club eine undurchsichtige Geschichte, bei der sich am Ende alles fügt und einen Sinn ergibt mit wunderbaren Charakteren, die ihre wenigen Schwächen mit ihrem fantastischen Erzählstil wettmacht.

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  • Leseempfehlung!

    Der Club
    katzenminze

    katzenminze

    19. September 2017 um 17:42

    Die Sprache des „Clubs“ hat mich von Beginn an gepackt. Die klaren, präzisen, kurzen Sätze geben allem einen melancholischen und ernsten Touch. Das passt einfach ganz wunderbar zum Thema und Inhalt des Romans. Und natürlich zu Hauptcharakter Hans. Besonders beeindruckt hat mich bei diesem Roman die Umsetzung des Autors. Letztlich gibt es nämlich kein Gut und Böse in diesem Buch. Dabei wäre gerade das ein Leichtes gewesen. Nein, Würger hat es geschafft, mich jeden Charakter noch in einem anderen Licht sehen zu lassen. So mag zum Beispiel Alex in jungen Jahren ein Trauma erlitten haben, aber ihr unaufhörlicher Fokus darauf hat sie von ihrem einzigen Verwandten entfernt, der sie so dringend gebraucht hätte. Oder Josh, der definitiv ein eingebildetes A*** mit zu viel Geld ist, aber letztlich eben auch ein Mensch, der seiner dementen Oma vorliest und sich so sehr einen echten Freund wünscht. Auch Hans macht sich Gedanken über Richtig und Falsch, aber er wächst daran. Wunderbar, das zu lesen. Durch das ominöse Verbrechen, das Hans unter falschem Namen im Pitt Club der altehrwürdigen Cambridge Universität aufklären soll, gewinnt die Geschichte an Spannung. Ich habe an diesem Buch rein gar nichts auszusetzen. Sogar die wundervolle Gestaltung ist auf den Inhalt abgestimmt! Geht es noch besser? Die Sprache hat mich direkt gepackt. So präzise, so stimmungsvoll, kein Wort ist zu viel und doch liest es sich einfach schön. Die Geschichte ist stimmig, traurig, geheimnisvoll und Hauptcharakter Hans ist zwar ein recht stummer und unsicherer, aber vielleicht gerade deswegen wunderbarer Charakter. Seine Entwicklung zu begleiten hat mir viel Freude gemacht. Von mir gibt es also eine klare Leseempfehlung zu diesem hübschen, ernsten Büchlein. Und Takis Würger werde ich im Auge behalten!

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    • 4
  • Harte und weiche Kerle oder Schweb wie ein Schmetterling und stich wie eine Biene

    Der Club
    Nespavanje

    Nespavanje

    05. September 2017 um 21:10

    Hans Stichler, der aus sehr bescheidenen Verhältnissen kommt, bekommt mithilfe einer Verwandten ein Stipendium für die Universität in Cambridge. Er soll dort allerdings nicht nur einfach studieren, sondern soll sich Zugang zu einem exklusiven Box - Männerbund verschaffen. Dort soll er herausfinden, welches Geheimnis die Mitglieder des Pitt Clubs miteinander teilen. Der Roman von Taxis Würger - Der Club ist eine gute Mischung aus Kriminalfall und Liebesgeschichte. Er hat alles was man sich von guter Unterhaltungsliteratur wünscht. Ein symphatischer Hauptprotagonist, eine Liebesgeschichte und ein Geheimnis um einen Männerbund an einer Universtität. Dabei geht es nicht umbedingt um einer neuen Weltordnung oder Verschwörungthriller á la Dan Brown, sondern mehr um ein viel primitiveres. Selbst das Cover ist sehr gelungen. Die Phrase - Never judge a book by its cover - drückt im Englischen sehr schön aus, dass man Dinge nicht nach ihrem äußeren Erscheinungsbild beurteilen sollte - Bei diesem wirklich sehr gelungenen Cover fällt mir es schwer es nicht zu tun. Ein weiteres Thema ist das Boxen, eine Leidenschaft von Hans und dem Schriftsteller, dessen Kindheit und Jugend zu Beginn des Buches erzählt wird. Der Anfang kommt ein wenig holprig und emotionslos daher und obwohl der Roman nur knappe 240 Seiten aufweißt, hätte man die Kindheit und Jugend ruhig weglassen können. Alternativ hätte man der Tante etwas mehr Raum überlassen können. Dafür beweist - Der Club - dass gute Literatur nicht zwangsweise 800 oder mehr Seiten braucht um eine gute Geschichte zu erzählen. Oft ist weniger mehr. Die sehr gut gezeichneten Charaktere - ein wenig hat mich Würgers Stil an Truman Capote erinnert - tun ihr übriges dazu. Der Club ist ein Debütroman und ich hoffe ganz schrecklich - dass Takis Würger weiterschreibt und wir bald einen weiteren Roman in Händen halten.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2298
  • Nun wird aufgedeckt

    Der Club
    Moorteufel

    Moorteufel

    11. August 2017 um 12:48

    "Der Club " ist eine eine Gemeinschaft den nur Männer beitreten könne und die ihre eigenen Regeln ,was das aufgenommen werden und ihre Aktivitäten hat.Nun ist es ja gut das es sowas gibt,das ,man da sowas wie eine Gemeinschaft ist und zusammenhalten kann.Aaaabbbber... wie es meist so ist, gibt es immer schwarze schafe, die es übertreiben,und zu spät erkennen was sie angerichtet haben.Oder über die kosequenzen  darüber nachdenken.Hans Stichler ,soll rausfinden was im "Pitt Club" passiert und was dort unter verschluß gehalten werden soll.Dafür bekommt er ein Stipendium in Cambridge und tipps und unterstützung wie er in den Club am besten reinkommt.Und was er da aufdeckt, ist schon erschreckend.Ich fand das Buch sehr Traurig und leicht düster, und doch mußte ich ich es zuende lesen ,weil ich neugierig war ,was Hans rausfinden würde.DEr schreibstil war genauso fesselnd ,wie der Autor selber(den ich dieses Jahr live auf einer Lesung lauschen durfte).Es lohnt sich dieses Büchlein zu lesen .

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    • 2
  • Rezension: Der Club

    Der Club
    killmonotony

    killmonotony

    08. August 2017 um 07:15

    Schon ein wenig zu spät, aber besser spät als nie, komme ich nun auch im „Club“ an. Ich gestehe, ich habe mich ein wenig geziert, „schon wieder“ ein gehyptes Buch zu lesen, da ich schon des Öfteren enttäuscht wurde. Aber nicht hier und nicht von Takis Würger! „Der Club“ hat mich bereits von der ersten Seite an fesseln können und danach auch nicht mehr losgelassen. Ohne viel über die Story gelesen zu haben, bin ich in Hans‘ Geschichte hineingestolpert, so konnte ich wenigstens frei von Erwartungen lesen. So viel wusste ich: Es geht ums Boxen. Da ich jetzt aber kein Sportfan bin, habe ich den Empfehlungen vertraut und mich einfach blind ins Abenteuer gestürzt. Nun ein paar Worte zum Inhalt: Hans ist noch jung, als er seine Eltern verliert. Da seine Tante Alex in England ihn nicht aufnimmt, fristet er seine Jahre bis zum Abitur in einem Internat.  Das Boxen, mit dem er schon früh begonnen hat, hilft ihm durch die Trauer und mit seiner Einsamkeit fertig zu werden, denn Freunde hat er keine. Kurz bevor Hans sein Abitur macht, bekommt er einen Brief von seiner Tante: Er soll ihr bei einer wichtigen Ermittlung helfen. In Cambridge angekommen, erwarten Hans jedoch keine genaueren Details, sondern die Frage seiner Tante: „Du boxt doch noch, oder?“ Alex hat die junge Charlotte dazu auserkoren, Hans behilflich zu sein, Mitglied im Pitt Club zu werden, der elitäre Boxclub von Cambridge. Doch Hans kommt aus bescheidenen Verhältnissen und bringt zudem nicht den versnobbten Charakter mit, den die Mitglieder alle inne zu haben scheinen. Doch im Pitt Club scheint nicht alles mit rechten zuzugehen und es scheint, als würde Charlotte ihm auch einiges verheimlichen. Hans gelangt nicht nur in den Pitt Club und gewinnt einen Einblick in die Welt der elitären Boxer, sondern auch in die der „Schmetterlinge“ und ihren fragwürdigen Riten… In Cambridge habe ich gelernt, wie viel Großes der Mensch leisten kann: Er kann die Grundlagen der formalen Logik errechnen und ein Medikament gegen Malaria finden. Aber in Cambridge habe ich auch gelernt, was der Mensch in seinem Kern ist: ein Raubtier. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Durchschnittlich....

    Der Club
    lievke14

    lievke14

    05. July 2017 um 13:29

    Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden. Doch hinter den schweren Türen dieses legendären Clubs wird Hans vor eine sehr prekäre Wahl gestellt…. Besagter Hans Stichler ist ein vom Pech und Unglück verfolgter junger Mann. Schon früh verwaist, wächst er zunächst in einem katholischen Internat auf, ganz ohne familiäre Bindungen zu seiner verbliebenen Tante, die als Professorin in Cambridge arbeitet. Zuwendung und Nestwärme sind ihm fremd. Seit frühester Kindheit ist er auf sich allein gestellt und hat daher Schwierigkeiten soziale Kontakte zu knüpfen. Doch nach seinem Schulabschluss wird er genau dorthin beordert. Seine Tante besorgt ihm ein Studienplatz und Stipendium….einfach so. Doch Hans merkt schnell, dass hinter diesem Engagement etwas anderes steckt. Er soll in den sogenannten Pitt-Club, ein renommierter Boxclub der Universität, eintreten und dort mysteriöse Machenschaften aufdecken. Dabei werden konkrete Verdächtigungen unter Verschluss gehalten. Hans weiß also gar nicht, wonach er suchen soll. Da unser Protagonist selbst ein begeisterter Boxer ist, dauert es auch nicht lange, dass dieser seine Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Und voila….schon ist er drin im „Club“ …. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass der besagte Pitt-Club eine studentische Verbindung ist, wie es sie so zahlreich gibt an den Elite-Universitäten dieser Welt. Zu dieser Vereinigung hat nicht jeder Zutritt.  Hier gelten allein ein ordentlicher  finanzieller Hintergrund und/oder die richtigen Beziehungen. Nach außen hin werden brüderlicher Gemeinschaftssinn und wissenschaftliche und berufliche Förderung der Mitglieder zur Schau gestellt. Die Sitten und Bräuche innerhalb des „heiligen Bundes“ dagegen sind geheim und undurchsichtig….aus gutem Grund…. Takis Würger führt uns hinein in eine Welt voller Geld, Arroganz und Karriere-Seilschaften. Die ausschließlich männlichen Mitglieder definieren sich über ihre reichen Familien. Der Boxclub ist für sie mehr Prestige als Sportclub. Es geht zwar natürlich um das Boxen und Gewinnen von Meisterschaften, aber alles in allem stärken die Siege hauptsächlich das persönliche Erscheinungsbild nach außen hin. Denn die Herren des Clubs fühlen sich als etwas Besseres als die üblichen Studenten und leben dies auch aus. Diesem Roman liegt durchaus ein interessantes Thema zu Grunde. Dennoch konnte er mich nicht wirklich überzeugen. Die Charaktere sind allesamt sehr stereotyp gezeichnet. Hier gibt es nur schwarz und weiß. Der Protagonist ist zwar eine sympathische Figur, wirkt aber die ganze Geschichte über recht blass und nichtssagend. Auch die Gegenspieler kamen sehr eintönig und farblos daher. Natürlich war das eigentliche Verbrechen, dass schlussendlich aufgedeckt wird ziemlich schlimm. Allerdings wurde die ganze Geschichte unendlich tröge und langweilig aufgebaut. Es gab keinerlei Widersprüche oder Dramatik. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin und hinterlies bei mir auch keine große emotionale Nachwirkung. Den kurzen und prägnanten Schreibstil hingegen empfand ich als sehr angenehm. „Der Club“ ist ein nettes Buch für zwischendurch ohne viel Tiefgang. Allerdings gilt auch hier: Jeder sollte sich eine eigene Meinung bilden. Also selber lesen und überraschen lassen....

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    • 6
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1711
  • Das Privileg der Schmetterlinge

    Der Club
    jenvo82

    jenvo82

    07. June 2017 um 09:59

    „An diesem Morgen gab ich mir ein Versprechen, es schien mir wichtig, und eigentlich war es einfach: Ich werde nie wieder lügen.“ Inhalt Nach dem Tod seiner Eltern wechselt Hans auf die Universität in Cambridge und folgt damit einer Einladung seiner einzig verbleibenden Angehörigen, seiner Tante Alexandra. Ihr Verhältnis ist zwar leicht unterkühlt, doch die Ausbildung in altehrwürdigen Mauern erscheint dem jungen Mann durchaus reizvoll. Hinzu kommt die Möglichkeit den Boxclub der Schule aufzusuchen, sofern Hans zu dieser eingeschworenen Gemeinschaft Zutritt bekommt. Tante Alex gelingt es, mit Hilfe ihrer Studentin Charlotte, deren Vater ein alteingesessenes Mitglied ist, ihren Neffen in den legendären „Pitt Club“ unterzubringen. Schon bald erweist sich Hans als sehr guter Boxer und ebenbürdiges Mitglied der Gemeinschaft, findet Gleichgesinnte und feiert mondäne Partys. Doch bei all diesen gesellschaftlichen Verführungen vergisst er nicht, was sein eigentlicher Auftrag ist: Er soll ein Verbrechen aufdecken, welches schon einige Zeit zurückliegt und den Schuldigen wird er in den Reihen seiner neuen Freunde finden … Meinung Der 1985 geborene Autor Takis Würger ist selbst Boxer und Mitglied diverser Clubs an der Universität Cambridge, wie das Nachwort des Buches verrät. Und tatsächlich merkt man dem Roman eine gewisse Innerlichkeit und Kenntnis der örtlichen Rahmenbedingungen an. Gerade die Atmosphäre in den Clubs, die hippen Dinnerpartys, die vielen Drinks und die von Rauchschwaden geschwängerte Luft, Frauen die sich erfolgreichen Männern an den Hals werfen und Hinweise auf Intrigen und Absprachen die möglicherweise knapp an der Legalität vorbeischrammen, findet der Leser hier eindrucksvoll in Wort und Tat umgesetzt. Gerade dieser Aspekt konnte mich von dem Roman überzeugen, der sich auch gründlich und interessant mit der Boxermentalität, mit Begriffen wie Ehre, Freundschaft und Rückhalt beschäftigt. Insgesamt ein richtig gutes, rundes Buch, welches nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern auch Kopfkino bietet. Erzählt wird aus diversen Perspektiven, die gerade für den Leser einen Wissensvorsprung darstellen und ein sehr umfassendes Porträt liefern, welches durch die Erlebnisse der einzelnen Charaktere beschrieben wird. Opfer und Täter treffen sich auf der Bühne des Pitt Clubs oder an dessen verborgenen Hintertüren. Man spürt Wut, ebenso wie Rachgelüste, wie Gönnerhaftigkeit und Unschuldsbekundungen – Gewalt gibt es kaum und wenn, dann nur sehr endgültig und als scheinbar logische Folge eines geplanten Vorgangs. Außerdem ist es dem Autor gelungen einen Roman zu schreiben, der kein klassischer Krimi ist und doch viele Parallelen aufweist. Gekonnt entsteht eine subtile Spannung hinter der man diverse Verbrechen vermutet, die man so genau gar nicht festmachen kann. Die Männer in sündhaft teuren Smokings verbergen mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Und unter ihnen ein unbescholtener Hauptprotagonist, der ganz im Gegensatz zu anderen ehrenhafte Absichten hegt und nur im Sinne seines eigenen Gewissens handelt. Dadurch wird die Figur von Hans Stichler noch greifbarer und seine Position als Spion schwelt unter der Oberfläche. Werden die anderen entdecken, was er zu verbergen versucht? Fazit Ich vergebe 5 Lesesterne für diesen facettenreichen, anschaulichen Roman über einen Boxer und seine Rolle in einem Spiel, bei dem es um Gerechtigkeit, Aufklärung und Wiedergutmachung geht. Diese Lektüre präsentiert eine dichte Story auf relativ engem Raum und wirkt wunderbar ausgleichend, so dass man sich als Leser freuen kann, dem Schauspiel beizuwohnen und eigene Rückschlüsse auf menschliche Verhaltensweisen und unentschuldbare Fehler zu ziehen. Ein richtig kleines Juwel.  

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    • 9
  • Eine zweifelhafte Männergemeinschaft

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    Sikal

    Sikal

    25. May 2017 um 09:42

    Hans muss als Kind und Jugendlicher schlimme Erfahrungen verarbeiten, seine Eltern sterben, mit Freunden ist er nicht reich gesegnet und im Internat findet er keinen Anschluss. Im Gegenteil er zieht sich mehr und mehr zurück, findet sein Auskommen mit Büchern und dem Klettern auf Bäume, bis er sich immer mehr dem Boxsport widmet. Nach dem Schulabschluss holt ihn seine Tante Alex an die Universität Cambridge, um dort als verdeckter Ermittler im elitären Pitt-Club ein Verbrechen aufzuklären. Genauere Angaben bekommt er nicht, er muss selbst herausfinden worum es sich handelt. Alex macht ihn nur mit Charlotte bekannt, die ihm kleine Hilfestellungen gibt. Anfangs abgeneigt, findet Hans Anschluss im Club, kann mit seinen Boxerfolgen punkten und kommt Schicht um Schicht der Wahrheit immer näher. Doch will er das wirklich alles so genau wissen? Das Buch liest sich spannend und schnell, die kurzen Kapitel verfliegen nur so. Die einzelnen Abschnitte sind aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass es für den Leser immer wieder eine abwechslungsreiche Sicht der Dinge gibt, ein Wissensvorsprung gegenüber Hans ergibt sich zwangsläufig. Der Autor hat hier ein kleines feines Buch verfasst, der Schreibstil ist kurz und prägnant, leicht zu lesen. Die handelnden Personen werden Stück für Stück entlarvt, erschreckende Einblicke in die Reihen der Reichen und vom Leben Verwöhnten werden offenbart. Die Geschichte selbst ist sehr vorhersehbar und doch ist man fasziniert ob der Geschehnisse. Der Protagonist wirkt für mich sehr authentisch. Mit seiner ruhigen Ausstrahlung, seinem zurückhaltenden Charakter lässt er sich zu keinen Ausschweifungen hinreißen. Dass der Autor selbst als Boxer in einem Club sowie dieser Universität Erfahrungen sammeln durfte, strahlt bestimmt in die Geschichte ein. Erschreckend finde ich, mit welcher Überheblichkeit sich diese jungen Männer Frauen nähern, wie diese zum Objekt werden und im Gegenzug zu welchen Anbiederungen Frauen fähig sind, welche Demütigungen sie in Kauf nehmen, um dazuzugehören. Es ist ein beeindruckendes Debüt, das einen tiefen Einblick in Geschehnisse und die Akteure einer Eliteuniversität bietet. Auf jeden Fall lesenswert!

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  • Elitäre Bruderschaften in einem ansprechenden Buch

    Der Club
    anushka

    anushka

    24. May 2017 um 09:57

    Hans hatte nicht immer ein leichtes Leben, schon gar nicht in seiner Kindheit. Die Eltern sterben zeitig und die Tante will das Kind nicht zu sich holen. So landet Hans in einem Internat, wo er von den Mitschülern drangsaliert wird. Er wendet sich dem Boxsport zu, der für ihn einen Ausgleich, eine Fokussierung und einen Sinn bietet. Mit Beendigung seiner Schulzeit bittet ihn die Tante plötzlich nach Cambridge. Sie soll ihm bei der Aufklärung eines Verbrechens helfen. Durch den Boxsport findet Hans Anschluss und bekommt schon bald eine Einladung in den exklusiven, elitären Pitt Club, um den sich Gerüchte und Mythen ranken und für dessen Zutritt manch einer die unvorstellbarsten Dinge tun würde. Schon bald sieht sich Hans mit den dunklen Abgründen seiner Mitmenschen konfrontiert und dem, was privilegierte Oberschichtssöhne aus Langeweile tun ...Takis Würger war selbst Student in Cambridge und Mitglied des legendären Pitt Clubs. Einige der Erlebnisse lässt er in seinen Debütroman einfließen, die zentrale Handlung ist aber nicht an reale Gegebenheiten angelehnt, zumindest nicht an eigene Erlebnisse im Pitt Club. Ich kann mich bei diesem Buch der 5-Sterne-Euphorie nicht so ganz anschließen. Die Handlung kam mir doch zu bekannt vor, die Auflösung war für mich schon zeitig klar und bot wenig Innovatives. Die Stärken dieses Buches liegen für mich ganz klar in der Charakterzeichnung der Figuren und dem Sprachstil sowie den lebensnahen Eindrücken und den gesellschaftskritischen Ansätzen. (Leider gingen diese gesellschaftskritischen Ansätze für mich wieder "flöten", nachdem ich ein Interview mit dem Autor gelesen hatte, in dem er sich ganz klar unkritisch positionierte.) Es ist erschütternd zu lesen, welches Menschen- und auch Frauenbild junge Männer vertreten, die sich um ihr Auskommen dank der Eltern (und bislang nicht der eigenen Leistungen) keine Gedanken machen müssen und wie sie auf andere, weniger Privilegierte herabschauen. Und andersherum wie sehr sich Studenten und Studentinnen andienen, um in diesen Club aufgenommen oder zu einer der Parties eingeladen zu werden. Hans, selbst aus weniger wohlhabenden Verhältnissen, betrachtet diese ganzen Prozesse nüchtern und sachlich und hebt selbst nie ab dabei. Seine Empfindungen und Entwicklungen sind eindringlich nachgezeichnet, wie beispielsweise noch in Kindertagen sein Wunsch nach der Liebe der Tante. Auf dieser Schiene konnte mich das Buch voll und ganz überzeugen. Die Figuren haben alle Tiefe und zugrunde liegende Bedürfnisse, die jedoch nicht platt und klischeehaft ausgebreitet und seziert werden.Meiner Meinung nach ist dieses Buch also vor allem aufgrund seiner Sprache und der Charakterzeichnungen der Figuren lesenswert, sowie aufgrund des tiefen Einblicks in die sozialen Vorgänge an Elite-Universitäten. Die eigentliche Handlung des Buches ist dabei eher zweitrangig.

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  • Beginnt stark und spannend, doch verliert an Kraft

    Der Club
    buchstabentraeumerin

    buchstabentraeumerin

    19. May 2017 um 21:06

    Viele Universitäten haben sie - die elitären Clubs, offen nur für männliche Studenten, ein Sprungbrett für die ganz große Karriere und ein nützliches Netzwerk für das gesamte Leben. Wie zum Beispiel "The Yvy Club" in Princeton oder "Skull and Bones" in Yale. In Cambridge gibt es seit 1835 den legendären "Pitt Club", der sich in seinen ersten Jahren noch der Politik verschrieben hatte, später jedoch mehr und mehr den sozialen Freuden frönte. Heißt im Klartext: Alkohol und Frauen. Die Söhne reicher, bisweilen am Leben ihrer Kinder uninteressierter Eltern, feiern dort sich selbst und ihre Freundschaft. Diese wird sehr hoch gehalten, denn wer Mitglied ist, erfährt die bedingungslose Unterstützung der anderen.In dieses Milieu gerät Hans, ein Deutscher, der nach dem tragischen Tod seiner Eltern erst bei Mönchen aufwächst und anschließend von seiner Tante nach Cambridge geholt wird. Seine gesamte Kindheit hindurch war Hans ein Einzelgänger, ein Sonderling in den Augen der anderen Kinder. Der Verlust seiner Eltern traf ihn schwer und vergeblich versuchte er von seiner Tante Wärme und Liebe zu finden, die ihn jedoch nicht zu sich nahm, da sie eigenen seelischen Ballast mit sich trug. Diese Erfahrungen und Zurückweisungen verinnerlicht Hans, so dass er zu einem wortkargen, in sich selbst zurückgezogenen jungen Mann heranwächst.Dieser Teil des Romans von Takis Würger hat mich sehr berührt und mitgenommen. Sprachlich hat Würger außerordentlich gut auf den Punkt gebracht, wie Hans sich fühlt. Nüchtern, aber ausdrucksstark. Mit seinem Umzug nach Cambridge verändert sich die Stimmung. Der Schwerpunkt liegt nun nicht mehr auf dem Heranwachsen Hans', sondern nimmt die versnobbte Welt des Pitt Clubs ins Visier. Hier dreht sich alles um das Boxen, Drinks, Frauen, Reichtum und vor allem um Macht. Macht im Boxring und Macht über andere. Eine freudlose und anstrengende Welt."An manchen Abenden in diesem Club hatte ich mich gefühlt, als löste sich mein Ich langsam auf, und irgendwann bliebe nur noch Hans Stichler übrig."Hans soll seine Tante beim Lösen eines Geheimnisses helfen, Genaueres erfährt er nicht. Fortan ist er hin und hergerissen zwischen dem berauschenden Gefühl, endlich dazuzugehören, und seinem Gewissen, das ihn mahnt, es nicht zu toll zu treiben und die Handlungen seiner neuen Freunde kritisch zu hinterfragen. Stück für Stück kommt er dem Geheimnis auf die Spur und deckt üble Machenschaften des Clubs auf.Takis Würger hat seine Geschichte wie ein Puzzle aufgebaut. In kurzen Abschnitten kommen mehrere Charaktere zu Wort und schildern ihre Erfahrungen und ihre Sicht der Dinge. So wie Hans erfährt der Leser also nur bruchstückhaft, was wirklich vorgefallen ist und wie die Zusammenhänge aussehen. Das ist an sich geschickt gemacht, nur mir persönlich waren die Kapitel viel zu kurz. Teilweise bemerkte ich erst spät, dass ein neuer Charakter zu Wort kam. Es war mir zu abgehackt, als dass ich der Geschichte gut hätte folgen können. Die Sprecher des Hörbuchs waren allerdings gut gewählt, markante Stimmen, die hervorragend zu dem jeweiligen Charakter passten."Ein Netzwerk würde es immer geben, solange die Universität von Cambridge existierte, und solange Menschen nach Macht strebten."Ich bin unsicher, ob es mit einer übersteigerten Erwartung zu tun hat, doch die Auflösung des Geheimnisses um den Pitt Club konnte mich überhaupt nicht mitreißen. Takis Würger bedient sich meiner Meinung nach sehr gängigen Klischees, so dass das Ende kaum überraschend war. Auch verlor ich immer mehr den Zugang zu Hans. Wo dieser anfangs noch stark gewesen war, ich seine Not und seine Selbstzweifel nachempfinden konnte, war er ab der Mitte wie ein Fremder, ein reiner Statist. Auch die anderen Charaktere blieben mir fremd, was maßgeblich auf den kurzen, knappen Schreibstil zurückzuführen ist, der mich nicht in die Geschichte hineinziehen konnte.FazitTakis Würger hat mit "Der Club" einen sprachlich und stilistisch anspruchsvollen Roman geschrieben, der mich allerdings nicht vollständig überzeugen konnte. Der Protagonist verlor im Laufe der Geschichte an Kraft und an Präsenz, während andere Charaktere diesen Verlust nicht auffangen konnten. Auch die Auflösung war mir zu geläufig, als dass der Autor mich damit hätte überraschen können.

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  • Ein Schmuckstück im Bücherregal

    Der Club
    TanyBee

    TanyBee

    18. May 2017 um 10:00

    Hans hat als Heranwachsender schlimme Erfahrungen gemacht, die ihn zu einem ruhigen, zurückhaltenden Mann werden ließen. Allerdings auch zu einem guten Boxer. Nach dem Abschluss in einem deutschen Internat holt seine Tante Alex ihn nach Cambridge. Er soll dort Mitglied im berühmten Pitt-Club werden und ein Verbrechen aufklären. Während dieser Mission lernt er Charlotte kennen, ein Mädchen mit reichen Eltern, die in die Gepflogenheiten des englischen Adels einführt, damit die Aufnahme in den Club gelingt.Das Buch liest sich sehr spannend, denn man möchte natürlich erfahren, welches Verbrechen gemeint ist und ob es aufgedeckt werden kann. Es geht um Verletzungen, die ein Leben lang nachwirken und um Rache. Dabei ist immer die Frage, ob auch wirklich alle die Wahrheit sagen. Was verbirgt sich hinter der schönen Fassade? „Der Club“ ist ein recht kurzes Buch, gut 200 Seiten, und während des Lesens hatte ich oft den Eindruck, dass andere Autoren die Geschichte sicher auf mindestens doppelt so vielen Seiten erzählt hätten. Das soll aber keine Kritik sein, denn ich mag kürzere Bücher eigentlich sehr gerne. Allerdings hätte man sich bei einer ausführlicheren Schilderung wahrscheinlich noch mehr mit den Protagonisten verbunden gefühlt. Die Emotionen kamen mir ein wenig zu kurz, aber das Rätsel um den Club und um die Wahrheit ist wirklich sehr gelungen. Am Ende gibt es ein großes Finale, nachdem ich erst einmal meine Gedanken sortieren musste. Der Autor treibt wirklich ein geniales Verwirrspiel mit dem Leser!Ein großes Lob an den Verlag: die Aufmachung mit dem Leineneinband in den Farben der Fliege des Pitt-Clubs lässt das Buch zu einem wahren Hingucker und Schmuckstück werden! Ich war mir erst nicht sicher, ob ich ein Buch lesen will, bei dem es ums Boxen geht, aber bei dem schönen Einband konnte ich schließlich nicht widerstehen. Und ich bin froh darüber! (Die Boxszenen fand ich übrigens dann gar nicht so schlimm.)Fazit: Leseempfehlung! Und: Kaufempfehlung! So eine schöne Gestaltung muss unbedingt gewürdigt werden und hat einen Ehrenplatz im Regal aller Buchliebhaber verdient.

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  • Ein überzeugender Debütroman

    Der Club
    seschat

    seschat

    28. April 2017 um 17:24

    Takis Würger ist ein feinfühliger wie erzählerisch grandioser Autor. Sein Debütroman "Der Club" lässt aufhorchen und wird nicht ohne Grund von Schriftstellergrößen wie Benjamin von Stuckrad-Barre oder Benedict Wells gelobt. Diese Erzählung braucht kein auffälliges Cover, um zu wirken, denn der Inhalt von 238 Seiten ist derart stimmig aufbereitet, dass man das Buch nie mehr schließen möchte.Die Geschichte um den deutschen Schüler Hans Stichler, der nach dem Tod der Eltern von der geistesgestörten Tante an die Universität Cambridge geschickt wird, um dort ein Geheimnis aufzudecken, bot beste Krimiunterhaltung. Das lag zum einen an den in jeglicher Hinsicht gebrochenen Figuren Würgers und zum anderen am hehren Handlungsort Cambridge. Würger hat die besondere Stimmung an der Eliteuniversität einfangen können. Darüber hinaus hat er mit Hans Stichler einen interessanten Hauptcharakter geschaffen, der zum Spielball seiner Tante wird. Durch seine Aufnahme in den Cambridger Pitt Club, ein verrufener wie geheimnisumwitterter studentischer Boxclub, eröffnet sich dem Jungen aus kleinen Verhältnissen eine ganz neue Welt ohne finanzielle Sorgen, aber mit viel Alkohol, Drogen und Gewalt. Und schnell fühlt sich Hans hin- und hergerissen zwischen Abscheu und Zugehörigkeitsgefühl. Hier im Club, s. Titel, soll er für seine Erziehungsberechtigte, Tante Alex, ermitteln und doch möchte er einzig und allein "normale" Freunde haben; welche in den oberen Kreisen aber Mangelware sind.Hans' Aufstieg in diese Elite-Vereinigung und seine stetig wachsende Ermittlertätigkeit machen dieses Buch so lesenswert. Obschon er noch nicht sehr alt ist, denkt er klar und fühlt sich in sein Gegenüber schnell ein. Hinzu kommt seine sarkastische Sichtweise auf die Dinge, die selbst schmerzlichste Stellen/Szenen ins Lächerliche zu ziehen vermag. Doch nicht nur er ist ein Gefangener der Vergangenheit. Auch Freundin Charlotte, eine Promotionsstudentin, oder Freund Billy, ein schwuler Kommilitone, können das frühzeitig Erlittene nicht einfach abstreifen. Welche interessante wie spannende Rolle der Pitt Club dabei spielte, sollte der Leser selbst herausfinden. Auf ein dramatisches und damit fulminantes Ende sollte man auf jeden Fall gefasst sein.Die feine Ausarbeitung der Charaktere und der häufige Wechsel innerhalb der Erzählperspektive zwischen den handelnden Personen hält die Spannung des Kriminalromans konstant hoch, der sich auch mit seinen sozialpsychologischen Ausführungen nicht zu verstecken braucht. FAZITEin vielversprechendes Debüt von einem Autor, der Fiktion und Wirklichkeit sehr plausibel miteinander kombiniert und dessen vielschichtigen Gedankengängen man als Leser gern folgt. 

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  • Begeisterndes Debüt

    Der Club
    krimielse

    krimielse

    20. April 2017 um 12:24

    Der Roman "Der Club" von Takis Würger ist für mich eine Lese-Überraschung unter den Frühjahrsbüchern. Der Autor hat ein kleines Juwel geschaffen, und der Verlag Kein & Aber hat dem Text einen sehr passenden bibliophilen Rahmen gegeben. "Die Einsamkeit war ein Loch, das ich in meinem ganzen Körper spürte, als wäre von mir nur die Hülle eines Menschen übrig geblieben." Hans Stichler, ein Junge aus einfachen Verhältnissen, bekommt die Chance, an der Universität Cambridge zu studieren. Als Kind hatte er die Mutter durch Krankheit und später den Vater durch einen Unfall verloren. Er war ein Außenseiter unter den anderen Kindern, als er angeregt durch seinen Vater mit dem Boxen begann und darin eine Stütze für sich findet. "Wenn ich heute an diese Zeit zurück denke glaube ich, dass mir andere Menschen erst erträglich wurden, als ich anfing, mich mit ihnen zu schlagen." Später, im Internat unter Mönchen, ist das Boxen für Hans die einzige Möglichkeit, dem harten Alltag und der Einsamkeit zu entfliehen. Kurz vor dem Abitur bietet ihm seine Tante Alex, eine Professorin in Cambridge, endlich die ersehnte Möglichkeit, bei ihr zu sein, getarnt als Stipendiat an ihrem College. Er soll ihr helfen, hinter die perfekte Fassade des elitären Pitt-Club zu blicken, dessen Eintrittskarte das Boxen ist. Hans weiß zunächst nicht, warum er Nachforschungen anstellt, doch je mehr sich zwischen altehrwürdigen Mauern, angefüllt mit Chesterfield-Möbeln, Trophäen und Kristall ereignet, umso mehr wünscht er sich, dazu zu gehören und nichts zu wissen. Er muss sich letztlich entscheiden, ob er für den richtigen Zweck bereit ist, das Falsche zu tun. "An manchen Abenden in diesem Club hatte ich mich gefühlt, als löse sich mein Ich langsam auf und irgendwann bliebe nur noch Hans Stichler übrig. Aber an diesem Abend wusste ich genau, wer ich war und wer ich nicht sein wollte." Die Geschichte, unterteilt in kurze Kapitel wie die Runden eines Boxkampfes, ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das ermöglicht beim Lesen neben interessanten Einblicken einen Vorsprung gegenüber dem Protagonisten. Gebannt folgt man Stück für Stück der Demaskierung der Figuren und ihren Lebensumständen und wirft gemeinsam mit Hans einen höchst erschreckenden Blick hinter die Fassade der britischen Oberschicht. Nach einem langsamen Start entwickelt sich das Geschehen nach Hans' Einführung in den Pitt-Club recht rasant. Und auch wenn der Hintergrund der Geschichte schnell durchschaubar ist, knabbert man an den einzelnen Verwicklungen ebenso wie an der Motivation der Charaktere, was subtil, höchst interessant und spannend ist. "Es ist egal, was du machst, wenn die Storys, die die Leute über dich erzählen, gut genug sind." Hans Stichler erweist sich als Charakter, dem man beim Lesen gerne nahe ist, weil er authentisch wie eine Figur aus dem echten Leben als einfacher Junge geblendet von Reichtum, Macht und Traditionen seinen Weg finden muss, nicht überirdisch wirkt, stolpert, und glaubhaft im rechten Moment zurück auf seinen Weg und zu seinen Idealen findet. Er ist ein Kämpfer, dem man jeden Sieg gönnt und dessen Gang ich beim Lesen gefesselt folgte. Der Autor hat selbst einige Jahre an einer Eliteuniversität in Großbritannien verbracht, war Mitglied eines Clubs und Boxer, wohl durch das eigene Erleben gerät seine Hauptfigur so lebensnah. Man fragt sich allerdings ständig, inwieweit die Schilderungen den Tatsachen entsprechen, doch diese Antwort bleibt aus. "Die Wahrheit...sind die Geschichten, die wir solange erzählen, bis wir glauben, sie wären Wirklichkeit." Ein wenig greifbarer und voluminöser hätte ich mir die beiden Frauenfiguren gewünscht. Alex, die Tante von Hans und Professorin in Cambridge, und Charlotte, ihre Studentin und Hans' Freundin, bieten beide viel und hochinteressanten spannenden Hintergrund, dennoch wirken beide auf mich etwas zu zweidimensional. Das mag daran liegen, dass das Hauptaugenmerk der Geschichte auf dem Pitt-Club und dem Boxen als Männerdomäne liegt und die Frauencharaktere den Hintergrund bilden, vor dem sich die Entwicklung abspult. Es ist ein ganz persönliches Empfinden, das der Rundheit des Buches jedoch nicht wirklich Abbruch tut. Die männlichen Begleiter von Hans sind dafür umso faszinierender und vielschichtiger und auf den ersten Blick dubioser ausgearbeitet, sie offenbaren sich erst auf den zweiten Blick. Josh als Sohn reichen Eltern, elitär, überheblich, verwirrend aggressiv und gleichzeitig menschlich und gefühlvoll, bemüht sich um die Freundschaft zu Hans. Und Angus, die graue Eminenz des Pitt-Club und Vater von Charlotte, zu dem Hans Zugang durch das Boxen findet und zu dem er sich hingezogen fühlt, wirkt auf den ersten Blick väterlich-besorgt und loyal, jongliert gleichzeitig im Job mit Menschen wie mit Spielfiguren. "In Cambridge hatte ich gelernt, wie viel Großes der Mensch leisten kann: er kann die Grundlagen der formalen Logik entwickeln, die Geschwindigkeit des Lichts errechnen und ein Medikament gegen Malaria finden. Aber in Cambridge habe ich auch gelernt, was der Mensch in seinem Kern ist: ein Raubtier." Am Ende geht alles auf, und Tarkis Würger hält noch ein paar kleine Überraschungen bereit, die sich im Nachhinein betrachtet perfekt und nahtlos ins Geschehen einfügen. Der recht kurze und mit passender schnörkelloser und stellenweise fast brutaler Sprache erzählte Roman wurde völlig zu recht mit dem Preis als bestes Roman-Debüt auf der Litcologne 2017 ausgezeichnet und mit seinem in den Farben und Stil einer Pitt-Club-Krawatte bezogenem Einband ist es nicht nur des Inhaltes wegen ein kleiner Schatz, den man unbedingt lesen sollte.

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