Takis Würger Knockout

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Knockout“ von Takis Würger

Einer boxt, weil er süchtig ist. Einer boxt, weil er keinen anderen Ausweg sieht. Einer boxt, um sich wieder zu spüren. Einer boxte, um das Vernichtungslager zu überleben. 20 Geschichten und eine Frage: Ist Boxen doch mehr als ein Sport? Für dieses Buch reisten Reporter nach Las Vegas, nach Tschetschenien und nach Oberhausen. Sie lebten mit den Kämpfern, sie weinten mit ihnen und einer fing sich einen Leberhaken. Es sind Geschichten mit Herz und manchmal einer harten Geraden. Von Kämpfern wie Schmeling, Tyson und einem Typen vom Rummel. Deutschlands beste Reporter über die Seele des Boxens.

Tolle Geschichten, viele Leben. Mir persönlich hat die zweite Hälfte des Buches am besten gefallen. Der Boxer von Auschwitz -> beeindruckend

— Avatarus
Avatarus
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ins Innere des Boxens

    Knockout
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. April 2015 um 14:21

    Ins Innere des Boxens „In den vergangenen 1 ½ Jahren hat Drew Sarich nach eigener Schätzung rund 24.500 berufsbedingte Schläge gegen den Kopf bekommen. An jedem Arbeitstag 44“. Wenn man nun noch weiß, dass Sarich nicht Boxer im engeren Sinne, sondern Darsteller im Musical „Rocky“ ist (und dafür schon ein hohes Box-Training benötigt, dann ahnt der Leser, was das für eine Welt ist. Das Boxen. Von Super-Profis mit effizienter „Berufseinstellung“ bis hin zu einfachen (und nicht hoch begabten) „Schlägern“, von ebenso professioneller Vermarktung bis hin zu halbseidenen „Geschäftsleuten“, es ist eine breite Palette, die Würger in diesem Buch versammelt zwischen den glitzernden Großkämpfen als gesellschaftliches Ereignis und denen „da unten“ in schmierigen Gymns („In der Bude der Illusionen“) auf dem Versuch des Weges nach oben. Oder eben stecken geblieben auf diesem Weg. „Für dieses Buch haben wir 20 Boxer aufgesucht. Wir haben mit ihnen geredet, gelacht und uns geschlagen. Dann haben wir die Geschichten ihres Lebens aufgeschrieben. Dies ist ein Buch über das Kämpfen“. Authentisch von Muhammed Ali und Mike Tyson hin zum Promotor Ahmet Öner (mehr als „kriminell“ oder „asozial“ gibt es an hoch dynamischen zu dessen Leben zu erzählen) oder eben Drew Sarich. „Steh auf, Mann“, das ist einer der Sätze, die das Buch hintergründig durchziehen. „Steh auf“ im Ring, wenn der Niederschlag nicht zu vermeiden war, „Steh auf“ im Leben, solange du atmest, wenn der Gegenwind aus dem Tritt gebracht hat. Das Leben als Kampf, das für einen wie Mike Tyson schon früh als solches erkennbar war. Als Teil einer Gang in Brooklyn hat das Leben ihn früh geprägt und macht vieles an seinem späteren Verhalten und an seine3r Einstellung der „Vernichtung des Gegners“ mit allen Mitteln deutllich. „Ich begann jetzt Rachepläne für die Schläge zu schmieden, die ich bei den Schikanen abgekommen hatte“. In den Texten und intensiven Bildern des Buches gelingt es den Autoren nicht nur, den Leser nah an die konkreten Personen zu bringen, sondern ebenso, diese ganz eigene, faszinierend-anschreckende Atmosphäre des Boxens spürbar in den Raum zu setzen. Das sind schon „harte Jungs und Männer“, von denen das Buch erzählt, aber anders, als man vorher dachte, anders, als es so manch kriminelle Aktionen in jüngeren Jahren des ein oder anderen vermuten lassen. Menschen auf dem Weg ins Leben, auf er Suche nach ihrem Platz, den sie mit Härte suchen und mit Härte zu verteidigen gedenken, bei aller Nachdenklichkeit, die sich im Lauf der Jahre einstellt. „Heute spürt Charly manchmal, welchen Preis er für sein Leben bezahlt hat“. Und der Leser spürt das auch. Eine empfehlenswerte, oft intensive Lektüre aus dem „Inneren des Boxers“, in welcher die „Welt des Boxens“ persönlich naherückt, weil die Autoren den Menschen naherücken.

    Mehr