Ich muss gestehen das mich die Fortsetzung leider nicht mehr so abholen konnte wie der Auftakt und das aus unterschiedlichen Gründen. Doch kommen wir wie immer zunächst zu den positiven Aspekten. Der Zeichenstil war wieder der absolute Hammer und über mangelnde Details oder Kreativität kann man sich in meinen Augen nicht beschweren. Bereits auf den ersten Seiten geht es ordentlich zur Sache und alle Freunde eines gepflegten Gemetzels sollten hier vollends auf ihre Kosten kommen. Die Reihe ist nichts für schwache Nerven und in meinen Augen eher was für eingefleischte Horrorfans, denn stellenweise könnte man wirklich an seine Grenzen kommen (sowohl von dem, was man sehen möchte (mental) als auch magentechnisch). Mir persönlich gefiel es das sich nicht stupide die Szenen einfach wiederholten, sondern immer wieder etwas Neues eingebracht wurde, auch wenn es stellenweise nicht so wirklich Sinn ergab, und das nehme ich direkt als Überleitung für die Punkte, die mir nicht so gut gefallen haben. Irgendwie wirkte es auf mich so als ob man unbedingt noch einen oben draufsetzen wollte und das gleichzeitig die Gesellschaftskritik und jegliche Logik/Story dafür büßen mussten, nur um zu zeigen, wie grausam und ekelerregend man einen Band gestalten kann. Das fand ich unglaublich schade da es sich für mich so anfühlte, als ob man die Botschaft, die man eigentlich präsentieren wollte, völlig aus den Augen verloren hat und nun nur mehr schocken möchte. Ich finde man hätte seinen Prinzipien treu bleiben und einen anderen Weg suchen sollen, denn in meinen Augen hätte sich beides wunderbar miteinander vereinbaren lassen (Story + Ekelfaktor). Von dem her schade, dass die Fortsetzung nicht das hohe Niveau des Vorgängers halten konnte. Ich möchte euch Details dazu gerne ersparen, da ich euch nicht spoilern möchte und ich immer der Meinung bin das sich jeder selbst ein Bild machen sollte über eine Reihe (des einen Freud, des anderen Leid), weswegen ich nicht näher darauf eingehen werde wie zufällig aneinander gereiht die einzelnen Kapitel wirkten. Einen durchgängig roten Faden suchte ich jedenfalls vergeblich und für mich ist an dieser Stelle wohl auch eher Schluss, da für mich vor allem die Gesellschaftskritik ein großer Pluspunkt war, um die Reihe zu lesen. In diesem Sinne gibt es von mir keine Empfehlung, aber auch kein ,,Lasst die Finger davon”, sondern jetzt seid ihr am Zug zu entscheiden, ob ihr die Reihe weiterverfolgen möchtet oder nicht ;)
Takuya Okada
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Der zweite Band von die Gesellschaft der Tiere hebt sich ein wenig von der Geschichte des ersten Bandes ab und man liest viele Nebengeschichte bevor es wieder um die Hauptfigur die am Ende des ersten Bandes hervorkommt. Was die Brutalität und die Brachiale Erzählform angeht steigert Band 2 eindeutig den 1. Band von die Gesellschaft der Tiere.
Nach dem gelungenen Auftaktband von "Die Gesellschaft der Tiere" von Takuya Okada, hatte ich doch recht hohe Erwartungen an die Fortsetzung, vielleicht sogar zu hohe. Während der erste Teil mich nämlich wirklich beeindruckt hat, indem er auf subtile wie eindringliche Weise gesellschaftskritische Fragen aufwarf und einen bleibenden Nachhall im Kopf hinterließ, konnte der zweite Teil dieses Niveau leider nicht mehr halten.
Aber kommen wir zuerst einmal zum Inhalt. Um Spoiler zu vermeiden, habe ich lediglich die Inhaltsangabe vom ersten Teil beigefügt: Nach einem Autounfall finden sich ein Vater und seine Tochter inmitten einer ungewöhnlichen Dorfgemeinschaft wieder. Die Dorfbewohner sind allesamt Tiermenschen – halb Tier, halb Mensch. Die anfängliche Gastfreundschaft schlägt plötzlich in brutale Gewalt um, denn für die Tiermenschen sind die menschlichen Neuankömmlinge nichts anderes als Frischfleisch!
Der Fokus liegt dieses Mal deutlich stärker auf Schockmomenten, welche in erster Linie durch makabere Szenen und einer großen Menge an Blut erzeugt werden. Natürlich kann das je nach Leserschaft durchaus seinen Reiz haben, mir persönlich fehlte hier aber das Gleichgewicht zwischen Provokation und inhaltlicher Tiefe. Ich hatte das Gefühl, dass statt einer klaren, zusammenhängenden Handlung, streckenweise eher möglichst drastische Bilder aneinander gereiht wurden. Mir kam es zudem so vor, als würden der erste und zweite Teil kaum bis gar nicht ineinandergreifen?!
Ganz ohne Nachhall blieb die Lektüre jedoch auch nicht. Der zweite Band regt nämlich ebenfalls zum Nachdenken an, berührt gesellschaftliche Themen und spielt mit unbequemen Fragen, die zum Reflektieren einladen. Das ist ein Aspekt, den ich durchaus schätze und trotzdem empfand ich die inhaltliche Substanz insgesamt als viel zu gering, gerade im Vergleich zum Auftakt.
Dennoch möchte ich auch noch kurz die Zeichnungen positiv hervorheben. Sie sind erneut stark, detailreich und schaffen es größtenteils, eine bedrückende Atmosphäre einzufangen. Bildsprache und künstlerische Umsetzung überzeugen also nach wie vor.
"Die Gesellschaft der Tiere 2" konnte mich im Gegensatz zum ersten Band demnach leider nicht in gleicher Weise begeistern. Zwar hoffe ich, dass die Entwicklung vielleicht auf etwas Größeres hinausläuft und kommende Bände dann doch noch einen tieferen Sinn entfalten, aber sollte es inhaltlich bei dieser rein blutlastigen Ausrichtung bleiben, wäre das für mich wohl der letzte Teil der Reihe.
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