Tali Sharot Die Meinung der anderen

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Inhaltsangabe zu „Die Meinung der anderen“ von Tali Sharot

Meinung, Macht und Manipulation Ein Unternehmer überzeugt Investoren, Milliarden in ein windiges Biotechnologie-Startup zu stecken. Einem Arzt gelingt es nicht, seinen Patienten zu einer wichtigen Impfung zu bewegen. Was entscheidet also, ob uns das Denken anderer beeinflusst? Und wie beeinflussen wir die anderen? Die Psychologin und Neurowissenschaftlerin Tali Sharot findet anhand eigener Forschungsergebnisse verblüffende Antworten auf diese Fragen und analysiert die Hirnmechanismen, die hinter unseren Ansichten stecken. Sie zeigt, wie wir andere Menschen prägen können — und von ihnen geprägt werden. Wir nehmen ständig Einfluss auf andere Menschen: im Klassenzimmer, in der Teamsitzung oder in den Sozialen Medien. Und wir werden beeinflusst – meist unbewusst und mehr als uns lieb ist. Anhand eigener psychologischer, neurowissenschaftlicher und verhaltensökonomischer Forschungen belegt Tali Sharot, dass wir dieses Wechselspiel kaum durchschauen: Allzu oft sind wir steinzeitlichen Instinkten und Reflexen unterworfen – und daher zum Scheitern verdammt, wenn wir andere zu etwas bewegen wollen. Doch Sharot zeigt auch, wie wir andere Menschen positiv beeinflussen können und wie uns das Verständnis des Gehirns dabei hilft: Ein ebenso spannender wie unterhaltsamer neuer Blick auf die Grundlagen unseres Verhaltens.

Man findet sich in so vielen Stellen des Buches wieder. Toll!

— live_between_the_lines
live_between_the_lines

4,5 Sterne

— LillySj
LillySj

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  • Die Meinung der anderen

    Die Meinung der anderen
    Zeilentraumfaenger

    Zeilentraumfaenger

    26. July 2017 um 20:09

    Die Meinung der anderen ist ein Buch, von dem ich etwas ganz anderes erwartet hatte, das mich aber dennoch begeistern konnte, da es wirklich interessant war.Falls jemand aufgrund des Titels und des Covers Interesse bekommen hat, kann ich euch nur raten, den Klappentext sehr gründlich zu lesen. ich hatte ihn nur kurz überflogen, weil ich direkt Feuer und Flamme war und war dann beim Lesen ziemlich überrascht.Der Titel und die Sterne auf dem Cover suggerieren für mich irgendwie, dass es um die Meinungsbildung im Bezug auf Menschen geht. Was man zum Beispiel durch gewisse Körperhaltungen und Ausdrucksweisen für einen Eindruck auf Fremde hinterlässt. Stattdessen bezogen sich so gut wie alle Kapitel des Buches darauf, wie Menschen Entscheidungen im Allgemeinen treffen. Welche Faktoren eine Rolle spielen, wenn man eine Entscheidung, egal worüber, trifft und wie leicht es ist, uns in der Werbung, aber auch in der Politik zu beeinflussen.Wie gesagt war ich kurz ein bisschen verwirrt, aber dann doch Feuer und Flamme. Tali Sharot hat es geschafft, ein Buch mit vielen Kleinigkeiten, die man meistens doch schon weiß, wenn man sich ein bisschen mit dem Thema befasst hat, zu füllen, ohne dabei zu langweilen.Jedes Kapitel wurde mit einigen Geschichten und Studien gefüllt, die entweder super interessant, oder amüsant waren, sodass es nie trocken gewirkt hat. So hat Lernen im Endeffekt sogar Spaß gemacht. Wer jetzt wirklich etwas komplett neues sucht, oder etwas, das einem wirklich dabei hilft, Menschen zu manipulieren und dazu zu bringen, alles zu machen, was einem gerade so einfällt, wird hier definitiv nicht fündig (Was vielleicht auch gar nicht so schlecht ist :D)Aber für Menschen, die sich mit leichter Beeinflussung und der Funktion des Gehirns dabei, auseinander setzen wollen, ist dieses Buch bestimmt perfekt.

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  • Eine informative und unterhaltsame Lektüre gleichermaßen

    Die Meinung der anderen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    03. July 2017 um 12:44

    Wir beeinflussen andere Menschen in unserem Sinne an den unterschiedlichsten Stellen und Orten unseres Lebens und Alltags. Noch mehr aber werden wir beeinflusst, nicht nur von der unsäglichen Werbung, gegen die sich so viele gewappnet wähnen, sondern auch von Trends, Kollegen und so manchem „on dit“ von Freunden und Bekannten.Wie sich die immer weiter sich ausdehnende Nutzung sogenannter „sozialer“ Medien auswirkt auf die Meinungsbildung und deren Beeinflussung von außen, ist noch gar nicht recht in den Blick gekommen.Wenn man das sehr informative und verständlich geschriebene Buch der Londoner Psychologieprofessorin Tali Sharot liest, merkt man schnell, dass die Unabhängigkeit von der Meinung anderer, auf die nicht Wenige von uns stolz sind, eine Chimäre ist.Sie weist nach, dass schon seit Urzeiten der Mensch in seinen Instinkten als Herdentier geprägt wurde und seit diesen Zeiten eine seiner größten Ängste ist, aus dem sozialen Verbund seiner jeweiligen Gruppe herauszufallen. Zu dieser jeweiligen Gruppe dazuzugehören, wird von Tali Sharot als das wesentliche Movens identifiziert, das sein jeweiliges Verhalten bestimmt.Diese uralte Disposition ist unserem Verstand, auf den wir so stolz sind, wenn es um unsere Unabhängigkeit vom Denken anderer geht, kaum zugänglich und von ihm daher schwer zu kontrollieren.An vielen Beispielen macht sie nachvollziehbar, wie das funktioniert und sorgt so beim oft erstaunten Leser für so manche selbstkritische Erkenntnis und eine Art neue Bescheidenheit, was die eigene Beinflussbarkeit angeht auf der einen Seite, und das eigene Mitwirken an „Meinungsmache“ in Richtung anderer.Eine informative und unterhaltsame Lektüre gleichermaßen.

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  • Gutes Überblick-Werk

    Die Meinung der anderen
    melli_2897

    melli_2897

    02. July 2017 um 14:17

    Für Sozialpsychologie und Verhaltensforschung bin ich immer zu haben, also ist "Die Meinung der anderen" schnell auf meiner Bücherliste gelandet und in der vergangenen Woche habe ich mich ans lesen gemacht.   Die Rahmenthematik lautet hauptsächlich: wie wir in unserem Denken beeinflusst werden und wie wir wiederum andere beeinflussen. Durch das Cover bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass der inhaltliche Fokus auf unserem Online-Verhalten und der Macht von Bewertungsplattformen liegt. Dem war aber (leider?) nicht so.   Vielmehr werden verschiedenste Aspekte aufgegriffen - darunter die Fragen: Warum wollen wir immer alles zu früh wie möglich wissen? Welche Strategien funktionieren in einer Diskussion am besten? Gibt es so etwas wie eine "Intelligenz der Masse"? Warum handeln wir so, wie wir es eben tun?   Mir ist des öfteren in den Sinn gekommen, dass vermutlich die meisten von uns diese Fragen alle grob mit Halbwissen aus der Psychologie beantworten können. Die wissenschaftlichen bzw. neurologischen Vorgänge hinter unserer Psyche bleibt für uns aber oftmals im Verborgenen. Tali Sharot belegt all ihre Ausführungen mit zahlreichen empirischen Studien, die vielen von uns im Einzelnen bekannt sind (z.B. Marshmallow-Test oder das Experiment mit der Clownpuppe).   Obwohl das Buch mir nicht viele neue Erkenntnisse übermitteln konnte (weil ich mich mit dieser Thematik schon mehrfach auseinandergesetzt habe), hat "Die Meinung der anderen" es aber geschafft, alle Studien und deren Anwendungen im wahren Leben sinnvoll miteinander zu verknüpfen und somit einen gesammelten Überblick zu geben. Das verstreute Wissen ("davon habe ich schon mal gehört.." & "ich glaube, bereits etwas über diese Studie gelesen zu haben…") wird so verständlich geordnet und ist leichter abrufbar.   Ich glaube, dass dies wohl ein geeignetes Schlussfazit für dieses Buch ist: Für komplette Neulinge auf diesem Gebiet gibt "Die Meinung der anderen" einen prima Überblick über verschiedene Aspekte der empirischen Verhaltensforschung. Für Leser, die sich mit dem Thema schon länger beschäftigen, ist es ein gutes "Sammelwerk", das eine Verbindung zwischen allen Studien und Forschungsbereichen schafft.

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  • Selbsterkenntnisse garantiert

    Die Meinung der anderen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    08. June 2017 um 10:29

    Selbsterkenntnisse garantiertEs gibt so manchen, der sich gefeit wähnt gegen „Die Werbung“, gegen Manipulationen anderer. Weil der Verstand ja weiß, was dahintersteckt.Das meint man aber auch nur, wie dieses kluge und fundiert vorgetragene Werk der Londoner Psychologie-Professorin Tali Sharot dem Leser umgehend vor Augen führt.Fakt ist und bleibt, dass der Mensch ein; vor langer Zeit; in seinen Instinkten geprägtes „Herdentier“ ist und damit das „Herausfallen aus dem sozialen Verbund“ als eine der größten Ängste und das „Dazugehören“ als eine der wichtigsten Sehnsüchte und Bedürfnisse gesetzt sind.Eine Grunddisposition, die ein eingehend unbewusstes Konglomerat von Bedürfnissen und Reaktionsweisen setzt, die mit dem Verstand kaum zu durchschauen und noch weniger wirklich zu kontrollieren sind. Eine Grunddisposition, welche die Andockstellen für die Werbung, das Branding, das Image und jedwede andere Manipulation zur Verfügung stellt.Letztlich gilt, dass jeder auf jeden, ob bewusst oder unbewusst, Einfluss auf die Anderen nimmt und auch nehmen will. Manche betrieben dies eben nur professioneller und geschickter.Und so ist es durchaus nachvollziehbar, wie wenig Beweise tatsächlich am Ende des Tages an tieferliegenden Überzeugungen verändernd rühren können, so irrational und nicht selten auch so hinderlich, gar dumm manche der Überzeugungen auch sein mögen.„Wir spüren einen inneren Drang, in einem Streitfall oder einer Diskussion Munition zu liefern, die klarmacht, warum wir recht haben und die andere Seite nicht“.Eben auch wenn die andere Seite recht haben sollte.Daher gilt auch, wie Sharot treffend herausarbeitet, dass eben nicht die Menschen, die am Meisten zu sagen hätten, oder die den besten Rat geben könnte, auch den meisten Einfluss haben.Was nun aber entscheidet nun aber, wer Einfluss nehmen kann, wem man glaubt und warum ist das so? Und, vor allem, geht es auch anders (ja, es geht auch im positiven Sinne anders mit mehr Resilienz gegen Manipulationen und mehr positivem Einfluss auf andere)?Fragen, denen Sharot detailliert, mit vielen praktischen Bezügen und praktischen Beispielen flüssig und verständlich nachgeht. Mit zunächst vielfachen „Aha-Effekten“ beim Leser, was die Erkenntnisse über die eigene (Leicht-) „Gläubigkeit“ angeht. Um später dann eine gewisse Wahrhaftigkeit zur Basis der Möglichkeit eines konstruktiven, positiven Einflusses auf andere zu setzten. Auch wenn es da ein wenig wissenschaftlich wird mit neuronalen Schnittstellen.As Buch ist eine spannende Reise in die Wirkweise und die entscheidenden Faktoren des eigenen Gehirns und öffnet vielfach die Augen für die tiefliegenden Dispositionen, welche die Menschen seit ehedem bis heute prägen.

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