Tama Janowitz

 2.7 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Keine Zeit für schlechten Sex, Großstadtsklaven und weiteren Büchern.

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Tama JanowitzEin Kannibale in Manhattan
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Ein Kannibale in Manhattan
Ein Kannibale in Manhattan
 (1)
Erschienen am 01.01.1989
Tama JanowitzGroßstadtsklaven
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Großstadtsklaven
Großstadtsklaven
 (1)
Erschienen am 20.04.2017
Tama JanowitzDas Herz der Narren
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Das Herz der Narren
Das Herz der Narren
 (1)
Erschienen am 01.01.2001
Tama JanowitzEin Kanibale in Manhattan.
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Ein Kanibale in Manhattan.
Ein Kanibale in Manhattan.
 (1)
Erschienen am 01.01.1987
Tama JanowitzKeine Zeit für schlechten Sex
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Keine Zeit für schlechten Sex
Tama JanowitzGroßstadtsklaven
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Großstadtsklaven
Großstadtsklaven
 (1)
Erschienen am 01.04.1998
Tama JanowitzUnisex
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Unisex
Unisex
 (1)
Erschienen am 01.09.1998
Tama JanowitzNew York
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New York
New York
 (0)
Erschienen am 20.03.2006

Neue Rezensionen zu Tama Janowitz

Neu
M

Rezension zu "Großstadtsklaven" von Tama Janowitz

Ganz nah dran
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Ganz nah dran

„Wenn du mit Bruce zusammenlebst, wirst du der Sklave sein. In anderen Städten ist das anders, aber da sind die Mieten nicht so hoch. Roger hat nicht die gleiche Macht über dich, weil du immer damit drohen kannst, auszuziehen und dir in Boston deine eigene Wohnung zu nehmen“.

Wobei die Ich-Erzählerin des Buches aus tiefster, eigener Erfahrung spricht in diesem Telefonat mit ihrer Freundin.

Und jeden Gedanken von Abby, die aus Boston nach New York ziehen will und sich hierzu vielleicht erst einmal einen eher langweiligen Mann herauspicken möchte, Hauptsache, der hat eine Wohnung, mit aller Macht versucht, ihrer Freundin auszureden.

Denn sie selbst lebt mit einem Künstler, kaum erfolgreich, Stash. Und hatte es gewagt, sich zu einem Kaffee mit einerm attraktiven anderen Mann, Mikell, zu treffen. Der bei einer engen „Freundin“ lebte. Die das aber gar nicht lustig fand, dass „ihr“ Mikell auch nur mit einer anderen telefoniert. Wie auch Stash die Wände beben lies, als die Ich-Erzählerin ihm brav und frei vom neuen Kontakt erzählte.

In dieser „Stadt der Freiheit“ ist die Freiheit im ganz praktischen Sinne nur Makulatur.

Die Geld haben, achten mit allem darauf, es zu bewahren, die kein Geld haben, arbeiten mit aller Macht daran, welches zu bekommen. Allein schon, um nicht auf der Straße zu landen.

„Das ist New-York. Sie lassen sich für hundertsiebzig Dollar die Haare schneiden und tragen schwarze Ledergürtel mit Schnallen aus puren Silber“.

Und all das, was im Buch von 1987 in frischer Natürlichkeit auf den Punkt treffend von dieser Stadt erzählt wird, nun kann man 30 Jahre später beurteilen, hat sich nicht verbessert. Eher noch ist es so, dass weitere Städte an die Seite New Yorks getreten sind und was Mieten, Kontakte, Verbindungen und Jobs angeht, viele, viele Der Bewohner täglich strampeln müssen, um auch nur den Kopf über Wasser zu halten (wobei New-Yorker sicherlich noch breit lächeln würden angesichts der „preiswerten Mieten“ einer Stadt wie München.

Und da ist der Titel „Sklaven“ nun wirklich nicht weit hergeholt. Was im wörtlichen Sinne in diesen freizügigen Jahren Ende der 80er in New York natürlich ebenfalls möglich ist, wie Prostitution zumindest für eine der Beteiligten ein probates, wenn nicht sogar das einzige Mittel ist, sich ein Verbleiben in diesem „Schmelzpunkt der Kunst und Kultur“ zu ermöglichen.

Da versteht man den armen Fred, der attraktive Frauen auf offener Straße anspricht, sich als Millionär ausgibt und diese zu einem Shopping bei Tiffanys einlädt.

Was leider auch nur wenige Male funktioniert, bis er im Laden zu bekannt wird und Hausverbot erhält.

Skurril ist das eine, das die Figuren verbindet, „egoman“ ein noch treffenderer Ausdruck, denn außer um sich selbst kreis dort kaum jemand, was Janowitz mit Esprit, einer rasanten und immer auf den Punkt kommenden Sprache und einem unbestechlichen Auge für die Feinheiten von Persönlichkeiten Seite um Seite dem Leser vor Augen führt.

Eine sehr anregende, teils vergnügliche, teils aber auch eine Lektüre, bei der einem das Lachen im Hals stecken bleibt.

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