Tamar Noort

 4 Sterne bei 262 Bewertungen
Autor*in von Der Schlaf der Anderen, Die Ewigkeit ist ein guter Ort und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Tamar Noort, geboren 1976 in Göttingen, ist in den Niederlanden aufgewachsen. Sie studierte Kunst- und Medienwissenschaften sowie Anglistik und hat die Masterclass Non-Fiction an der Internationalen Filmschule Köln absolviert. Für einen Auszug aus ihrem Debüt «Die Ewigkeit ist ein guter Ort» gewann sie 2019 den Hamburger Literaturpreis. Tamar Noort war Stipendiatin im Künstlerdorf Schöppingen und in Worpswede. Sie erhielt das Spreewald-Literatur-Stipendium und das Heinrich-Heine-Stipendium Lüneburg. Neben ihrer literarischen Arbeit macht sie Dokumentationen für ZDF, Arte und 3sat. «Der Schlaf der Anderen» ist ihr zweiter Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Schlaf der Anderen (ISBN: 9783499015137)

Der Schlaf der Anderen

(125)
Erscheint am 13.11.2026 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.

Alle Bücher von Tamar Noort

Cover des Buches Der Schlaf der Anderen (ISBN: 9783499015137)

Der Schlaf der Anderen

(125)
Erscheint am 13.11.2026
Cover des Buches Die Ewigkeit ist ein guter Ort (ISBN: 9783499007934)

Die Ewigkeit ist ein guter Ort

(106)
Erschienen am 18.07.2023
Cover des Buches Der Schlaf der Anderen (ISBN: B0F9DZ5FK1)

Der Schlaf der Anderen

(17)
Erschienen am 17.06.2025
Cover des Buches Die Ewigkeit ist ein guter Ort (ISBN: 9783839819890)

Die Ewigkeit ist ein guter Ort

(14)
Erschienen am 27.07.2022

Neue Rezensionen zu Tamar Noort

Cover des Buches Der Schlaf der Anderen (ISBN: 9783463000626)
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Rezension zu "Der Schlaf der Anderen" von Tamar Noort

ancla_books4life
Ein ruhiges Buch über innere Kämpfe und versöhnliche Momente

**** Mein Eindruck ****

Dieses Buch setzt sich kritisch und durchdacht mit dem Problem auseinander, nicht in den Schlaf zu finden – obwohl im Leben scheinbar alles funktioniert. Doch was, wenn genau dieses „Funktionieren“ nicht dem entspricht, was man wirklich braucht? In den feinen Zwischentönen geht es um Rollenbilder, Erwartungen und die Frage, wie sehr wir uns in vorgegebene Strukturen fügen. Und noch wichtiger: Was möchte das Herz eigentlich? Was treibt uns wirklich an?

Janis ist berufsbedingt wach, während andere schlafen. Sina hingegen liegt wach wegen ihrer inneren Kämpfe. Statt zur schnellen Pille zu greifen, landet sie im Schlaflabor – und dort begegnen sich die beiden. Eine kurze, aber nachhaltige Begegnung, die leise ihre Kreise zieht. Das Buch ist insgesamt äußerst ruhig erzählt und verfolgt einen versöhnlichen Ansatz im Umgang mit Schlafproblemen und innerer Unruhe. Viele Leserinnen und Leser werden sich hier wiederfinden – in der Rastlosigkeit, im Druck zu funktionieren, in der Suche nach einem sanfteren Umgang mit sich selbst.

Mir persönlich fehlte jedoch ein Element, an dem ich emotional wirklich hätte hängenbleiben können. Die Figuren sind klug gezeichnet, charmant und interessant, doch die Geschichte bleibt sehr kontrolliert. Die Ecken und Kanten, das Laute, das Unbequeme – all das hätte ich mir stellenweise gewünscht. Auch die Botschaft bleibt eher sanft und indirekt, was sie zwar stimmig, aber für mich nicht nachhaltig genug machte, um das Buch zu einem Highlight werden zu lassen.

Stilistisch gibt es nichts zu beanstanden: Der Text ist flüssig, durchdacht und sprachlich sauber. Dennoch fehlten mir die ganz großen, markanten Sätze, die sich ins Gedächtnis brennen.


**** Empfehlung? **** 

Ein gutes, ruhiges Buch mit klugen Gedanken und einem versöhnlichen Blick auf innere Unruhe – aber keine Geschichte, die mich langfristig begleitet oder nachhaltig erschüttert hat. Vielleicht geht es dir dabei ja anders. 

Cover des Buches Der Schlaf der Anderen (ISBN: 9783463000626)
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Rezension zu "Der Schlaf der Anderen" von Tamar Noort

Leseratte_09
Einschläfernd

Das erste Buch von Tamar Noort habe ich mit viel Interesse gelesen, hat es doch – unabhängig vom Thema Glauben – dazu angeregt, darüber nachzudenken, was einem selbst im Leben wichtig ist. Als ich das zweite Buch der Autorin sah, hat mich das Cover direkt angesprochen. Die Gestaltung und dann auch der Klappentext lies mich zum Buch greifen und ich habe mich auf eine gute Lektüre gefreut.

Leider hat mich das Buch überhaupt nicht erreicht. Auch in diesem Buch ist der Schreibstil der Autorin sehr angenehm und lässt die Geschichte gut lesen. Leider war die Handlung dagegen keine flüssige Sache, sondern eher zäh und es hat lange gedauert, bis ich überhaupt in die Geschichte eintauchen konnte. Die Protagonistin war mir hat mich mit jeder Seite mehr genervt und ich konnte mit ihren Handlungen nichts anfangen. Sicher soll auch dieser Roman zum Nachdenken über die Bedeutung von Freundschaft bringen und der Bedeutung von Zeit, die wir den Dingen / Aufgaben in unserem Leben widmen. Der Schreibstil macht es sicher für viele Leserinnen und Leser interessant und passend. Mich hat das Buch leider nicht gefesselt.

Für den Stil und die Idee des Plots gibt es dennoch 2 Sterne von mir.

Cover des Buches Der Schlaf der Anderen (ISBN: 9783463000626)
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Rezension zu "Der Schlaf der Anderen" von Tamar Noort

midnightreadwithlana
Zwischen Müdigkeit und Menschlichkeit liegt ein Ort, an dem uns der Schlaf verlässt

Der Schlaf der anderen hat mich in einer Lebensphase getroffen, in der Schlafentzug nicht einfach ein literarisches Motiv ist, sondern mein Alltag. Tamar Noort schafft es, die absolute Erschöpfung, die Ungerechtigkeit eines schlafenden Partners neben sich und die verzweifelte Sehnsucht nach einem einzigen Moment echter Ruhe so realistisch einzufangen, dass ich mich stellenweise schmerzhaft wiedergefunden habe. Besonders Sinas Wut auf ihren Mann – dieses stille, ohnmächtige „Warum darfst du schlafen und ich nicht?“ – hat mich tief berührt.


Der melancholische, ehrliche Schreibstil passt perfekt zur emotionalen Leere und Überforderung, die Schlafmangel mit sich bringt. Gleichzeitig gelingt es Noort, mitten in dieser Dunkelheit eine zärtlich-chaotische Freundschaft zwischen zwei völlig ungleichen, herrlich schrulligen Figuren zu erschaffen. Janis und Sina sind beide eigenwillig, verletzlich und auf ihre Art verloren – und gerade das macht ihre Verbindung so glaubwürdig.


Die Szene, in der Sina auf der alten Couch im Klassenzimmer einschläft, war für mich absolut ikonisch. Diese Mischung aus Erschöpfung, Erleichterung und dem absurden Setting zeigt, wie weit Schlafentzug Menschen treiben kann – und wie menschlich das ist.


Einziger Kritikpunkt: Janis’ übergriffiges Verhalten zu Beginn, als er ungefragt Sinas Handy nutzt und ihrem Mann schreibt. Das fühlte sich für mich unpassend und unrealistisch an, weil es nicht zur glaubwürdigen Nähe der beiden passte, die sich später so fein entwickelt.


Trotzdem bleibt Der Schlaf der anderen ein ruhiger, intimer Roman über Erschöpfung, Nähe und die seltsamen Verbindungen, die entstehen, wenn zwei Menschen im falschen Moment am richtigen Ort sind. Besonders frischgebackene Eltern oder Menschen, die den Wahnsinn des Schlafentzugs kennen, werden sich hier sehr gesehen fühlen.

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