Tamar Tandaschwili

 3,5 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf von Tamar Tandaschwili

ist 1973 in Tbilisi, Georgien geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft und Psychologie, publiziert einen vielgelesenen Blog und arbeitet als Psychologin und Aktivistin, vor allem für Frauen und die Rechte sexueller Minderheiten. 2018 erschien ihr erster Roman „Löwenzahnwirbelsturm in Orange“ in deutscher Übersetzung, mit ihrem zweiten Roman „Materikon“ („Als Medea Rache übte und die Liebe fand“) stand sie auf der Shortlist für den renommierten georgischen SABALiteraturpreis und löste ebenfalls heftige Diskussionen aus.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Tamar Tandaschwili

Cover des Buches Löwenzahnwirbelsturm in Orange (ISBN: 9783701716913)

Löwenzahnwirbelsturm in Orange

 (4)
Erschienen am 06.06.2018
Cover des Buches Löwenzahnwirbelsturm in Orange (ISBN: 9783442718764)

Löwenzahnwirbelsturm in Orange

 (1)
Erschienen am 10.01.2022
Cover des Buches Als Medea Rache übte und die Liebe fand (ISBN: 9783701717378)

Als Medea Rache übte und die Liebe fand

 (1)
Erschienen am 19.10.2021

Neue Rezensionen zu Tamar Tandaschwili

Cover des Buches Löwenzahnwirbelsturm in Orange (ISBN: 9783442718764)
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Rezension zu "Löwenzahnwirbelsturm in Orange" von Tamar Tandaschwili

Ein Aufschrei gegen das Patriarchat in Georgien
MarcoLvor einem Jahr

Ich gebe zu, das Buch war nicht leicht zu lesen – manchmal etwas wirr und holprig, dennoch mit einer gewissen Konsequenz in den Abfolgen. Vor allem die vielen (und für uns natürlich ungewöhnliche) Namen, machten die Lektüre etwas schwierig. Aber es lohnt sich.
Der Roman ist ein Aufschrei – ein Manifest gegen die patriarchalen Zustände in Georgien. Mit scharfer Zunge geht die Autorin gegen die orthodoxe Kirche, das korrupte Staatssystem und die in allem innehaltende Frauenfeindlichkeit und Homophobie vor.
Die Psychologin Eka erzählt ihre Geschichte, führt selbst eine Beziehung zu einer Frau, und begegnet bei ihren Sitzungen stark traumatisierten Frauen und Männern, welche der staatlichen – aber auch kirchlichen Gewalt zum Opfer fielen. Folter, Missbrauch, Gewaltausübung.
Es sind alles Tabuthemen in Georgien – umso mutiger finde ich dieses Buch. Es ist schwierig, als selbst bestimmende Frau in dem Land zu leben, die gegen das System aufbegehrt, und zudem noch homosexuell ist.
Manche Szenen sind schockieren, obwohl wir ja im Prinzip wissen, wie die Gesellschaftsstruktur in solchen Ländern aussieht.
Der Titel des Buches erklärt sich im letzten Kapitel selbst mit seinem leicht beschwörenden Inhalt und versöhnt ein klein wenig mit der Härte der vorangegangenen Seiten.
Tamar Tandaschwili arbeitet selbst als Psychologin, ist Aktivistin und steht für die Rechte der Frauen unterdrückten queeren Bevölkerung ein. Dieses Buch ist ihr erster auf deutsch erschienener Roman (Original 2016).
Manche Kapitel (sie sind alle sehr kurz) musste ich zwar zweimal lesen, wenn die Konzentration mal nicht so wollte wie ich, aber ich gebe hier trotzdem und sehr gerne eine Leseempfehlung – und sei es darum, den Blick über den Tellerrand auszuweiten. 

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