Tamar Verete-Zehavi Aftershock

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 16 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(6)
(4)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Aftershock“ von Tamar Verete-Zehavi

Ein Selbstmordattentat und die Folgen Jerus ist 17 und Israelin. Nadira ist 18 und Palästinenserin. Sie leben nicht weit voneinander entfernt, treffen sich aber nur einmal - in einem Supermarkt in Jerusalem, an dem Tag, als Nadira ihren Sprengstoffgürtel zündet. Die 15-jährige Ella überlebt das Attentat, anders als ihre beste Freundin Jerus. Doch kann sie auch lernen weiterzuleben?

Wie geht es eigentlich den Überlebenden eines Selbstmordattentats - die, die nicht einfach da weitermachen können, wo das Leben aufhörte.

— miss_mesmerized

Stöbern in Jugendbücher

Krönchen, Chucks und sieben Zwerge

Voller Witz und Humor. Eine wirklich süße, kleine Geschichte. Sehr gut für zwischendurch, wenn man etwas zum Schmunzeln brauchst

Buecherwurm22

So was passiert nur Idioten. Wie uns.

Ich bin sehr positiv überrascht, Ein tolles Buch über die Liebe und ihre Hindernisse.

Lagoona

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Trotz Cliffhanger des Todes ein geiles Buch. Sarah J Maas ist eben nicht umsonst eine meiner Lieblingsautoren

ClaraEva

Goldener Käfig

Einzig das Ende konnte das Buch noch halbwegs retten!

Booksforfantasy

Soul Mates - Flüstern des Lichts

Super spannend, mit aufregenden Cliffhänger am Ende. Fraue mich schon auf den 2. Band.

Eva_140

The Promise - Der goldene Hof

Eine romantische Geschichte, die die Augen vor realen Konflikten nicht verschließt. Ich hatte wirklich Spaß und freue mich auf mehr!

MartinaSuhr

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Tamar Verete-Zehavi - Aftershock

    Aftershock

    miss_mesmerized

    15. January 2017 um 12:00

    Bevor Ella sich mit ihrer Freundin Jerus für den Abend zurechtmachen kann, soll sie noch kurz für ihre Großmutter einige Besorgungen tätigen bevor der Schabbat beginnt. Plötzlich durchzieht ein Knall die Luft, ein Selbstmordattentat vor dem Supermarkt, der Ellas Freundin in den Tod reißt und sie sowie unzählige andere verletzt. Ella hatte Glück, denn sie hat keine allzu schweren Verletzungen und ist noch am Leben – aber ist das wirklich ein Glück? Schon im Krankenhaus drehen sich ihre Gedanken nur noch um die Attentäterin, ein 18-jähriges Mädchen aus Palästina. Sie will nicht wie die extremen Rechten anfangen die Araber zu hassen und doch verspürt sie eine enorme Wut, dass man ihr die Freundin genommen hat. So zu leben wie vorher ist nicht mehr möglich, denn alles hat sich verschoben.Tamar Verete-Zehavi schildert glaubwürdig aus der Sicht eines jungen Mädchen das einschneidende Erlebnis. Zunächst die unmittelbaren Gedanken bezogen auf sich selbst, bevor sie den größeren Zusammenhang erfassen kann. Die kritische emotionale Lage zwischen dem eigenen Überleben und dem Verlust der Freundin, der bedeutungslos gewordenen Umwelt und den immer tiefer eingrabenden Gedanken um die Motive der Täterin werden intensiv und nachvollziehbar geschildert. Man kann die Reaktionen des Mädchens verstehen, der Wunsch einerseits nach Rache, aber auch danach zu verstehen, warum so etwas passieren kann und gleichzeitig doch auch der Wille nicht noch mehr Hass zu säen, sondern Frieden zu suchen. Die langsame Annäherung an die palästinensische Realität, wo sie ebenfalls auf Schmerz und Wut trifft. Die Autorin schafft es, eine individuelle Geschichte, wie sie sich leider täglich ereignet, exemplarisch zu erzählen ohne in stereotype Muster zu verfallen und allzu einfache Erklärungen zu geben. Die Zerrissenheit ob der komplexen sachlichen wie emotionalen Lage kommen hierbei gut zu tragen und bieten auch keine schnellen Lösungen für diesen andauernden Konflikt. Sie zeigt auch, dass der Blick nicht nur auf die Täter gerichtet sein darf, sondern die Überlebenden ebenfalls Aufmerksamkeit verdienen in ihrem Kampf zurück ins Leben.

    Mehr
  • Rezension zu "Aftershock" von Tamar Verete-Zehavi

    Aftershock

    yoko

    13. November 2010 um 22:08

    Manchmal kennt der Mut keine Grenzen. Man springt über den eigenen Schatten, begräbt Vorurteile und schiebt Ängste beiseite. Ein besonders aufwühlendes Beispiel dafür ist das Buch „Aftershock: Die Geschichte von Jerus und Nadira“ von Tamar Verete-Zehavi. Sie erzählt in ihrem Jugendroman von zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Jerus ist siebzehn und Israelin, die achtzehnjährige Nadira Palästinenserin. Beide leben im selben Land, aber nicht in der gleichen Welt. In einem Supermarkt in Jerusalem zündet Nadira ihren Sprengstoffgürtel. Zufällig ist Jerus auch dort und wartet auf ihre Freundin Ella. Jerus stirbt, Ella überlebt schwer verletzt. Von einem Tag auf den anderen ändert sich das Leben der 15-Jährigen komplett. Über Ellas Schmerz schwebt eine dunkle Wolke, aber nach dem ersten Schock spielt sie die Starke und unterdrückt jeden Schmerz. Nach und nach taut sie ein wenig auf. Trotzdem legt sich eine düstere Erkenntnis wie ein zu eng gebundener Schal um ihren Hals und die ist genauso bitter wie der Schmerz über den Verlust ihrer besten Freundin: Sie fühlt sich nicht mehr dazugehörig im Kreis ihrer Freundinnen. Sie igelt sich ein und schottet sich ab von der Welt. Erst kann sie nicht verstehen, was da mit ihr passiert. Sie taucht immer mehr ab und strickt sich einen eigenen Schutzmantel, der sie vor der Realität bewahrt und nicht an das Schlimme erinnert. In einer Phantasiewelt malt sie das Bild der jungen Palästinenserin und schreibt sich alles von der Seele. Doch schon bald möchte sie es nicht bei ihrer ausgedachten Geschichte belassen und nimmt Kontakt zu Nadiras Familie auf. Wenn man die Geschichte liest, schafft es die Luft nicht immer über den Hals hinaus. Eigentlich möchte man die Augen schließen. Nicht sehen, zu was Menschen in der Lage sind. Nicht lesen, wie weh es tut, wenn man von heute auf morgen ein fremdes Ich im Spiegel anschaut. Nicht fühlen, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Aber ich ermuntere alle, weiter zu lesen, denn Hoffnung und Mut brechen bald die düstere Kruste auf. Die Sonne kommt durch. Es ist eine Freude, wie aus der zusammengekauerten Ella ein Mädchen heranreift, das wieder laufen kann und dabei unwahrscheinlich gerade ist. Wie sie mit Rückgrat über Brücken läuft, die die Erwachsenen versperrt haben. Tamar Verete-Zehavi hat mit Ella eine Figur geschaffen, die sehr authentisch wirkt. Es liest sich wie ein Tagebuch, als gäbe es keine Autorin, sondern nur Ella ganz allein, die der Welt ihre eigene Geschichte erzählen möchte. Mich hat der Roman außerordentlich beeindruckt. Es ist eines jener Bücher, die man nicht so schnell vergessen kann. Immer wieder sitzt du neben Ella und lauscht ihren Gedanken. Man möchte Ellas Hand nehmen und alle Fragen beantworten. Reden ist wichtig. Besser als schweigen. Und dass man auch aufeinander zu gehen kann, obwohl Stacheldraht dazwischen liegt, beweisen Helden wie Ella immer wieder. Mut und Zivilcourage kennen eben keine Grenzen. PS: Es gibt diese mutigen Menschen auch im wirklichen Leben. Nicht oft, aber es gibt sie: Einer von ihnen wurde mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet. Der Palästinenser Ismail Khatib hat 2005 seinen Sohn verloren, er wurde von israelischen Soldaten erschossen. Gemeinsam mit seiner Frau hat Ismail Khatib die Organe seines Sohnes als Spende für israelische Kinder freigegeben. Damit wollte er ein Zeichen des Friedens setzen. Im Schmerz hat der Palästinenser menschliche Stärke und außergewöhnlichen Mut bewiesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Aftershock" von Tamar Verete-Zehavi

    Aftershock

    philine

    19. October 2009 um 14:48

    Das israelische Mädchen Ella überlebt nur knapp das Selbstmord-Attentat der 18-jährigen Palästinenserin Nadira. Aber ihre beste Freundin Jerus stirbt. Damit Ella ihren Schock verarbeiten kann, will sie herausfinden, was Nadira zu der Tat bewegte. Dabei helfen ihr Etan, in den sie verliebt ist, und ihr palästinensischer Freund Maher, dessen Onkel die Terroristin kannte. Aftershock zeigt, dass Israelis und Palästinenser nicht nur Soldaten sind, sondern gewöhnliche Menschen mit den gleichen Gefühlen. Sie schließen untereinander Freundschaften, trotz des Völkerhasses.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks