Tamara Bach

 3,7 Sterne bei 234 Bewertungen
Autorin von Marsmädchen, Was vom Sommer übrig ist und weiteren Büchern.
Autorenbild von Tamara Bach (©privat)

Lebenslauf von Tamara Bach

Tamara Bach wird 1976 in Limburg an der Lahn geboren. Sie studierte in Berlin Englisch und Deutsch auf Lehramt. 2002 wurde ihr Buch "Marsmädchen" als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und erhielt außerdem 2004 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Neun Jugend- und Kinderbücher und einige Auszeichnungen folgten. "Das Pferd ist ein Hund" ist ihr neuster Roman. Heute lebt und schreibt Tamara Bach in Berlin.

Alle Bücher von Tamara Bach

Cover des Buches Marsmädchen (ISBN: 9783646924831)

Marsmädchen

 (51)
Erschienen am 24.01.2014
Cover des Buches Was vom Sommer übrig ist (ISBN: 9783551314215)

Was vom Sommer übrig ist

 (38)
Erschienen am 02.07.2015
Cover des Buches Vierzehn (ISBN: 9783551318183)

Vierzehn

 (31)
Erschienen am 01.08.2019
Cover des Buches Sankt Irgendwas (ISBN: 9783551584304)

Sankt Irgendwas

 (28)
Erschienen am 30.07.2020
Cover des Buches Busfahrt mit Kuhn (ISBN: 9783646924824)

Busfahrt mit Kuhn

 (21)
Erschienen am 24.01.2014
Cover des Buches Mausmeer (ISBN: 9783551583802)

Mausmeer

 (23)
Erschienen am 28.02.2018
Cover des Buches Jetzt ist hier (ISBN: 9783646924848)

Jetzt ist hier

 (16)
Erschienen am 24.04.2014
Cover des Buches Marienbilder (ISBN: 9783551582997)

Marienbilder

 (9)
Erschienen am 24.01.2014

Neue Rezensionen zu Tamara Bach

Cover des Buches Sankt Irgendwas (ISBN: 9783551584304)
MaFus avatar

Rezension zu "Sankt Irgendwas" von Tamara Bach

Kurzes Buch mit Potential
MaFuvor 7 Monaten

Sehr gut in die Welt der Jugendlichen hineingedacht, gute Sprache! Aber teilweise auch unrealistische Handlung, Dinge werden angedeutet, aber nicht aufgeklärt, auch für den Schluss hätte ich mir mehr Biss gewünscht.

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Cover des Buches Das Pferd ist ein Hund (ISBN: 9783551558022)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Das Pferd ist ein Hund" von Tamara Bach

Langeweile und Eltern im Stress des Homeschoolings
Gwhynwhyfarvor 8 Monaten

«Und sie hat auch nicht mehr andauernd geredet und gesungen, wie sonst. Irgendwie ist sie kleiner geworden und grauer. Ich dachte, irgendwann verschwindet sie einfach.»


In diesem Buch steckt eine Metapher: Es ist Winter und so kalt, dass alle Schulen geschlossen werden. Kein Virus, sondern Kälte – die wiederum für die innere Einsamkeit steht. Schulfrei – fast – natürlich gibt es ein wenig Onlineunterricht und Hausaufgaben, Clara kommt es zunächst vor wie ein langes Wochenende. Doch schnell fühlt es sich gar nicht mehr lustig an, zumal sie sich mit ihrer besten Freundin so richtig verkracht hat. Kein Chat mehr miteinander. Auch Claras kleine Schwester Luze ist einsam. Sie hatte nur einen Freund, und der ist fortgezogen, weit weg. Seit dieser Zeit hatte sich Clara zurückgezogen, nichts mehr konnte sie erfreuen. Bis sie eines Tages einen weißen Hund anschleppte, einen unsichtbaren Hund, der immer bei ihr ist, mit dem sie reden kann. Der weiße Hund ist eigentlich ein Pferd, stellt sie später fest. Die Kleinste im Bund der Geschwister ist Emmchen. Im Haus weiter oben wohnt Vincent, für Clara der schönste Junge der Welt. Ein düsterer Typ, der nie lacht. Clara versucht ihn mit Witzen zum Lachen bringen, doch er ignoriert sie im Treppenhaus. 


Gregor und Mama haben Stress miteinander, weil nun einer der Eltern stets zu Hause bleiben muss. Homeoffice im Schlafzimmer. Die Kinder müssen still sein, dürfen die Onlinemeetings nicht stören. Mama hat Präsentationen und Gregor findet ebenso wichtig, was er zu arbeiten hat. Wer bleibt zu Hause, wer darf gehen? Dicke Luft ist angesagt. Nun fragt Vincents Vater, ob er Vincent mal abgeben darf. Doch der hat darauf gar keine Lust. Aber er muss. So schlimm wird es dann gar nicht. So Mama sieht ihre Chance, ihre Mädchen auch mal bei Vincents Vater abzugeben. Die Eltern arbeiten, die Kinder müssen sich selbst beschäftigen, und so Sie drehen einen Film über die Hausgemeinschaft, interviewen alle Hausbewohner.


«Der Vater von Vincent hat mich angestarrt und dann in die andere Richtung geguckt, in die ich nach Mama gerufen habe. Ich hab noch mal gerufen.

Wieder nichts. 

Und dann hab ich gesagt ‹ich guck mal› und bin ins Schlafzimmer geschlichen.»


Das Buch ist in extrem einfacher Prosa aus Sicht von Clara erzählt, mich haben die Wortwiederholungen etwas genervt. «Und dann» ist gefühlt 20 Mal pro Seite vorhanden. Es liegt eine Absicht hinter der einfachen Struktur, die die Monotonie unterstreicht, auch die Monotonie der Handlung, Prosa, aus dem Bauch auf Papier gesetzt. Es passiert oberflächlich nicht viel, so fehlt auch ein Spannungsbogen. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Clara ist die Älteste, ihr obliegt es, auf die Kleinen aufzupassen. Anwesende Eltern, die nicht da sind, weil sie im Homeoffice sitzen. Verlust, der Umgang damit – fast alle diese Kinder haben jemanden verloren. Die Interviews mit den Hausbewohnern; auch die haben es nicht alle einfach, Verlust ebenfalls hier ein Thema. Schule, Freunde, der Verlust im Alltäglichen – Langeweile kommt auf. Trotz allem zieht sich Humor durch das Kinderbuch, schon allein, weil Clara ständig Witze erzählt. Ein authentisches Buch im Mikrokosmus eines Mietshauses im Lockdown, das sich mit dem Thema Verlust als Hauptthema befasst. Der Carlsen Verlag gibt eine Altersempfehlung von 10 - 14 Jahren, ich bin hier eher bei 8 -11 Jahren. Das Sprachniveau ist für mich persönlich ab 12 Jahren nicht mehr angemessen.



Tamara Bach, 1976 in Limburg an der Lahn geboren, studierte in Berlin Englisch und Deutsch für das Lehramt. Ihr erstes Buch, «Marsmädchen», wurde als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und erhielt außerdem den Deutschen Jugendliteraturpreis. Weitere Bücher und Auszeichnungen folgten, u.a. der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis 2013 für «Was vom Sommer übrig ist». 2014 stand «Marienbilder» auf der internationalen Auswahlliste White Ravens. Ihr Roman «Vierzehn» wurde gleich in zwei Kategorien für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Heute lebt und schreibt Tamara Bach in Berlin. 2021 wurde sie für ihr «beeindruckendes literarisches Werk» mit dem James Krüss Preis ausgezeichnet! 


Ulrike Möltgen, 1973 in Wuppertal geboren, studierte Kommunikationsdesign bei Wolf Erlbruch. Sie lehrte als Dozentin an der Folkwang Universität der Künste in Essen, ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und in Ausstellungen gezeigt. Zuletzt hat sie Cover und Vignetten dieses Kinderbuch angefertigt.


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Cover des Buches Sankt Irgendwas (ISBN: 9783551584304)
Kleinbrinas avatar

Rezension zu "Sankt Irgendwas" von Tamara Bach

Unterhaltsamer Lesespaß
Kleinbrinavor 8 Monaten

Nach einigen eher weniger positiven Bewertungen habe ich nicht allzu viel von „Sankt Irgendwas“ erwartet. Da mich die Kurzbeschreibung jedoch sehr gereizt und mich auch die Leseprobe überzeugt hat, wollte ich dem Buch trotz kleiner Vorbehalte eine Chance geben und ich wurde nicht enttäuscht.

Tamara Bach hat mit „Sankt Irgendwas“ ein sehr unterhaltsames und ungewöhnliches Buch geschaffen, dass nahezu ausschließlich aus Protokollen besteht. Diese wirken dabei oft sehr roh, sind aber auch gleichzeitig sehr unterhaltsam und sarkastisch und ich mochte die kleinen Bemerkungen, die andere Mitschüler noch hinzugefügt haben. Zwar lernt man die Schüler praktisch gar nicht kennen, sondern erfährt immer nur kleinere Gedankenfetzen von ihnen, allerdings hat mich das absolut nicht gestört.

Die Geschichte, in der die Klasse 10b mit ihrem Klassenlehrer Herr Utz und Frau Kaiser auf Klassenfahrt nach Sankt Irgendwas sind, liest sich durchweg flüssig, unterhaltsam, oftmals sehr witzig und so manches Mal habe ich auch einfach nur den Kopf geschüttelt, wenn der überkorrekte und viel zu strenge Herr Utz seine Launen an den Schülern ausgelassen hat. Denn für Utz hat diese Studienfahrt nur einen Zweck: Die Schüler sollen keinen Spaß haben, sondern werden von Museum zu Museum geschleppt, müssen in brütender Hitze Referate halten und Ausflüge, die einfach nur Spaß machen sollen, sind praktisch tabu.


Was mich allerdings ein wenig gestört hat, ist die reißerische Werbung für das Buch, denn hier heißt es, dass etwas schrecklich schiefgeht, etwas schlimmes passiert ist, etc. So, wie sich das liest, könnte man fast schon an Mord, Vergewaltigung oder sonstiges denken, was hier definitiv nicht der Fall nicht. Hier wäre in diesem Fall weniger mehr gewesen.


Kurz gesagt: „Sankt Irgendwas“ ist insgesamt ein toller Lesespaß, der mich aufgrund der sarkastischen und witzigen Protokolle und den Erzählungen der Schüler:innen vollends überzeugen und begeistern konnte. Bitte mehr davon! 

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