Tamara Bach Mausmeer

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Inhaltsangabe zu „Mausmeer“ von Tamara Bach

Nur dieses eine Wochenende. Nur noch einmal in Opas altes Haus am Arsch der Welt, hier war alles immer gut. Nur das will Ben, der gerade achtzehn geworden ist und irgendwie festhängt – in der Schule, in der Familie, im Leben. Ein paar Tage raus aus allem. Zusammen mit Annika, der großen Schwester, die doch immer die Vernünftigere war. Einen Spaziergang, ein Osterfeuer und einen umgefallenen Tisch und die Folgen später sieht nicht mehr alles so aus wie vorher

Ein Buch, das mich mit seinem Spagat zwischen genialem Erzählstil und eigenwilligem Inhalt gefesselt hat.

— Irve

Der Sprung ins Mausmeer braucht Mut, er ist erst kalt. Doch es mangelt nicht an Luft, das Wasser ist klar & das Auftauchen besonders!

— Binea_Literatwo

Interpretationsstoff

— Gwenpfote

Freie Zeit am See und die erste große Umbruchphase des Lebens

— Shimona

Ein Buch mit Ecken und Kanten!

— MissPaperback

Wenige Seiten. Vielleicht leichte Literatur für zwischendurch? Oder doch Etwas, wofür man lange zum verdauen, zum verstehen braucht?

— Yassmin_Em

Das Buch ist insgesamt gut, ist aber teilweise schwierig zu lesen. Aber die Handlung ist wirklich originell.

— Martins_Buecherbox

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  • *+* Tamara Bach: "Mausmeer" *+*

    Mausmeer

    Irve

    17. May 2018 um 18:13

    Selten habe ich am Schluss ein Buch zugeklappt, das mich so zwiespältig zurückgelassen hat. Schreibstil und Aussage sind für mich topp, jedoch konnten mich die Charaktere nicht wirklich erreichen und auch der Handlungsverlauf traf oft so gar nicht meinen Geschmack. Aber da es sich in erster Linie um ein Buch für Jugendliche und nicht für deren Eltern handelt, muss ich die Messlatte entsprechend ansetzen. Der 18-jährige Ben, Rebell und ein stückweit Loser und schwarzes Schaf der Familie, entführt bei seiner Geburtstagsparty Schwester Annika, das Vorzeigekind und Musterstudentin. Sie fahren in Opas alte Hütte, die ohnehin bald verkauft werden soll. Ben möchte noch einmal die Vergangenheit zum Leben erwecken, noch einmal die schöne Zeit, die er oft hier mit seiner Schwester verbracht hat, erleben. Ben ist gerade volljährig geworden, aber alles andere als erwachsen. Seine innere Zerrissenheit, seine Planlosigkeit, sein Gefühl der Einsamkeit und des Verlassenseins brechen sich Bahn und weisen den Weg in diese Flucht aus dem Alltag. Warum er die Schwester mitnimmt, die auf den ersten Blick so perfekt wirkt? Vielleicht, weil auch sie es nicht ist, auch wenn es die anderen denken. Sie hangelt sich am Gerüst des Lebens entlang, das da heißt Schule, Studium, Lernen und Funktionieren. Glücklich wirkt sie nicht dabei, kein Stück. Vielleicht ist es diese Emotionslosigkeit, die die Geschwister ausstrahlen, die mich daran hindert, mich ihnen nahe zu fühlen? Stellenweise war ich entsetzt, wie „fertig mit der Welt“ die Geschwister in ihren jungen Jahren schon sind. Während ihrer Zeit in der Hütte des verstorbenen Opas wird das den Buch betitelnde Mausmeer zum Schauplatz einiger bedeutender Geschehnisse und Wenden. Mich persönlich hat die Handlung, vor allem die hier spielenden Szenen mit den anderen Protagonisten, die mir wie Störenfriede auf die fragile Harmonie der Geschwister wirkten, nicht so überzeugt. Dennoch ist das Herausschälen der Charaktere von Ben und Annika sowie ihrer beider Entwicklung gut gelungen. Der Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, hat mir aber von Beginn an sehr gefallen. Dieser Purismus, es findet sich kein Wort zu viel. Es gibt unvollständige, nicht zu Ende geführte Sätze, die die Unfertigkeit und die Ratlosigkeit der Protagonisten für mich grandios unterstützen. Die Autorin geizt mit Details, was die Geschichte gedanklich individuell befüllbar macht. Unter der ersten Ebene lässt sich zwischen den Zeilen eine zweite herauslesen, die gelegentlich mit voller Wucht trifft. Mir kamen Schlagworte in den Sinn wie Ohnmacht gegenüber dem äußeren Gefüge, Planlosigkeit, auf sich gestellt sein, Schubladendenken sowie das Ausbrechen aus eben diesen. Das Ende ist offen und das fand ich, die offene Enden überhaupt gar nicht mag, in diesem Fall sehr gut. Die Geschichte könnte verschieden zum Abschluss gebracht werden. Ben und Annika sind in gewisser Weise beliebig austauschbar, denn wer fühlt sich nicht hin und wieder „fehl am Platz“, überfordert, hilf- und planlos? Dementsprechend variabel können die anschließenden Lösungen ausfallen, die sich ein jeder herbeisehnt. Ob dies alles tatsächlich so mit der Intention der Autorin konform geht, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall gibt mir „Mausmeer“ viele Denkanstöße – in Bezug auf die Geschichte, aber auch darüber hinaus. Inhalt Nur dieses eine Wochenende. Nur noch einmal in Opas altes Haus am Arsch der Welt, hier war alles immer gut. Nur das will Ben, der gerade achtzehn geworden ist und irgendwie festhängt – in der Schule, in der Familie, im Leben. Ein paar Tage raus aus allem. Zusammen mit Annika, der großen Schwester, die doch immer die Vernünftigere war. Einen Spaziergang, ein Osterfeuer und einen umgefallenen Tisch und die Folgen später sieht nicht mehr alles so aus wie vorher. Autorin Tamara Bach, 1976 in Limburg an der Lahn geboren, studierte in Berlin Englisch und Deutsch für das Lehramt. Ihr erstes Buch, „Marsmädchen“, wurde als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und erhielt außerdem den Deutschen Jugendliteraturpreis. Weitere Bücher und Auszeichnungen folgten, u.a. der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis 2013 für „Was vom Sommer übrig ist“. 2014 stand „Marienbilder“ auf der internationalen Auswahlliste White Ravens. Ihr Roman „Vierzehn“ wurde gleich in zwei Kategorien für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Ihr neuestes Bauch heißt „Mausmeer“ und erscheint ebenfalls bei Carlsen. Heute lebt und schreibt Tamara Bach in Berlin. Quelle: Carlsen Verlag

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  • Zwischen den Zeilen lesen

    Mausmeer

    Gwenpfote

    15. May 2018 um 15:33

    Der Inhalt Ben wird 18 Jahre alt und hat eine Sinnkrise. Was soll er mit seinem Leben anfangen? Was bringt ihm die Schule eigentlich noch? Und wem kann er sich anvertrauen? Am Tage seines Geburtstages meldet er sich von der Schule ab, ohne mit seinen Eltern darüber zu reden. Während seiner Geburtstagsfeier beschließt Ben, mit seiner älteren Schwester Annika zum Haus seines verstorbenen Opas zu fahren. Nur einmal noch die schönen Tage der Kindheit aufleben lassen und die Alltagssorgen hinter sich lassen. Meine MeinungUff, dieses Buch ist mir auf den ersten Seiten wahnsinnig schwer gefallen, denn der Schreibstil ist… wie soll ich sagen… „anders“? Ungewöhnlich, sehr gewöhnungsbedürftig. Das trifft es wohl ganz gut. Die Autorin schreibt abwechselnd aus der Sicht der beiden Geschwister Benedikt und Annika. Sie verwendet die von mir so ungeliebte Ich-Perspektive gepaart mit Präsens als Zeitform. *schauder* Mag ich nicht, werde ich auch nie mögen, aber ich gebe jedem Buch gerne eine Chance.Das Buch beginnt mit Annikas Sicht auf die Geburtstagsfeier ihres jüngeren Bruders Ben, der vor einigen Tagen 18 Jahre alt geworden ist und sie darf auf der Feier die Anstandsdame spielen, da die Eltern der beiden in den Urlaub fahren. Bietet sich an, denn das Buch spielt kurz vor Ostern rechtzeitig zu den Osterferien. Allerdings ist der Schreibstil sehr abgehackt und holprig, ja fast eher wie eine Checkliste oder ein Notizbuch. Annikas Gedanken rasen nur so dahin und manchmal fällt es mir schwer, ihr zu folgen.Die junge Frau hat verständlicher Weise keine große Lust, auf ihren Bruder und dessen Freunde aufzupassen, da sie eine wichtige Arbeit für Ihr Studium zu erledigen und somit aus ihrer Sicht etwas Besseres zu tun hat. Doch Ben gelingt es, seine Schwester ins Auto der Eltern zu verfrachten (Alkohol und „Gras“ sei Dank), um mit ihr zum Haus am See zu fahren, dass ihrem Opa gehört hat. Das Haus am Mausmeer. So nennen sie den kleinen See. Als die Perspektive zu Ben wechselt, ändert sich der Schreibstil plötzlich zu einer strukturierteren, ausführlicheren und weniger hektischen Darstellung. Das ist der Moment, wo es bei mir Klick gemacht hat und ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, denn nun wurde mir klar, dass diese gehetzte Schreibweise Annikas unsteten und nur auf sich und ihr Studium gerichteten Charakter unterstreichen soll. Ben hingegen reflektiert sich und seine Umgebung, wirkt nachdenklich, gemäßigter und nimmt sich mehr Zeit für die kleinen Dinge.Ab da zieht mich das Buch in seinen Bann und offenbart eine traurig-tragische Geschichte um einen jungen Mann, der zwar mitten im Leben steht, aber dennoch völlig verloren ist. Verzweifelt versucht Ben, mit Annika ins Gespräch zu kommen, sie für ein paar ruhige Tage zu begeistern, ihr von seinen Sorgen zu erzählen, doch Annika blockt ab, wo sie nur kann.Es schmerzt, mit an zu sehen, wie die beiden an einander vorbei reden und leben und man bangt mit Ben, daß ihm endlich eine Aussprache gelingt; das ihm gelingt, die Distanz zu seiner Schwester zu überbrücken. Auch mit den Eltern scheint es nicht zum Besten zu stehen. Gerade der Vater entpuppt sich als voreingenommen und denkt von seinem Sohn immer nur das schlechteste. Ich fühle mich unangenehm an meine eigene Familie erinnert, in der es ebenfalls eine Person gibt, die immer eine vorgefertigte Meinung zu mir hat, egal worum es geht. So geht es auch Ben, der die besten Noten mit nach Hause bringen könnte und sein Vater würde wohl dennoch behaupten, er hätte nicht genug dafür gelernt oder gar abgeschrieben. Fazit:Dies ist ein Buch, wie wir es wohl in der Schule gelesen hätten. Klassischer Stoff für eine Interpretation und Analyse der Charaktere. Ich bin sehr froh, durchgehalten zu haben und mich nicht von der seltsamen Erzählweise hab abschrecken lassen, denn „Mausmeer“ ist ein kleines Juwel. Gesellschaftskritisch, mitreißend und gefühlvoll, wenn man sich die Zeit nimmt, zwischen den Zeilen zu lesen, darüber nachzudenken und nicht einfach nur durch die Seiten hetzt, wie Annika durch ihre Gedankenwelt.

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  • Nachdenken mit bittersüßem Beigeschmack

    Mausmeer

    PetrovaFire

    26. April 2018 um 20:21

    Ursprünglich veröffentlicht auf Books on Firehttps://www.booksonfire.de/2018/03/rezi-tamara-bach-mausmeer.html#moreZitat"Nachrichten im Radio. Es ist Krieg, es ist immer Krieg, es sind Menschen zusammengekommen, um über den Krieg zu reden, es sind Menschen zusammengekommen, um zwischen den Beteiligten zu vermitteln. Woanders ist einer wahnsinnig geworden und hat Menschen, die er nicht mal kannte, umgebracht und verletzt, bis die Polizei ihn erschoss. Dann noch, dass Ostern ist. Karfreitag. Und das Wetter für das kommende Wochenende: schlechte Temperaturen und schlechter Niederschlag. Frohe Ostern. Es ist acht Uhr und vier Minuten." - Seite 49.Meine MeinungIch bin auf "Mausmeer" durch den gemeinsamen Bloggerempfang von Carlsen und Thienemann-Eslinger auf der Leipziger Buchmesse 2018 aufmerksam geworden. Zuvor hatte ich von dem Buch noch gar nichts gehört, jedoch stellte Tamara Bach dort ihr Buch vor und machte mich spontan neugierig."Mausmeer" ist anders. Wer ein klassisches Jugendbuch erwartet oder etwas, dass sich mal so zwischendurch lesen lässt, wird enttäuscht werden. Tamara Bach schreibt größtenteils im Stream of Consciousness, zu deutsch Bewusstseinsstrom. Hierbei wird man förmlich zum Protagonisten und liest seine oder ihre Gedanken. Ich empfand es als erfrischend mal eine andere Erzähltechnik im Jugendbuch zu erfahren und finde es gut, dass Carlsen seinem jungen Publikum auch mehr als die Ich-Perspektive zutraut.Durch die Erzählung als Bewusstseinsstrom entfallen sämtliche unwichtige Beschreibungen von Dingen und man ist näher an Annika und Benedikt. Man wird förmlich sie beim Lesen. Zugleich entstehen witzige Situationen aus der Form heraus. Wer kennt es nicht, dass die Gedanken abdriften und man sich an vollkommen unwichtige Dinge erinnert. So auch hier. Wusstet ihr zum Beispiel, dass, wie so gut wie alles in Deutschland, die Geschwindigkeit von Rolltreppen genormt ist? Ich vorher nicht.Sehr gut gefallen hat mir, dass dieser Coming-of-Age Roman endlich mal ohne eine Liebesgeschichte auskam, sondern sich mit der Beziehung zwischen unterschiedlich alten Geschwistern beschäftigt. Zugleich zeigt es den inneren Konflikt, welchen wir wohl alle immer wieder austragen, zwischen den Erwartungshaltungen anderer und dem was wir uns für unser Leben wünschen.Was mich allerdings etwas irritierte, war das manchmal sich die Protagonisten in ihren Gedanken in der dritten Form betrachteten und dabei Formen wie "Brüderchen" und "Schwesterchen" nutzten. Mich warf dies jedes Mal etwas aus dem Lesefluss. Ich vermute zwar, dass diese Erzähltechnik eine innere Distanz und Abwehr gegen die Situation symbolisieren soll, aber hoffe, dass die Autorin dies in kommenden Büchern anders löst. Gleiches gilt für die unpersönliche Form "Die Eltern" statt "meine/unsere Eltern", allerdings wirkte hier der Effekt der distanzierten Beziehung besser als bei "Brüderchen" und "Schwesterchen".  Fazit"Mausmeer" von Tamara Bach regt zum Nachdenken an und hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack.Ich kann diesen Roman ohne Bedenken jedem zwischen 16 und 25 empfehlen.

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  • Der See oder das Mausmeer ~ Ferien vom Leben ?!

    Mausmeer

    Shimona

    20. April 2018 um 17:40

    Sechs Tage umfasst das Buch von Tamara Bach: Mittwoch vor Gründonnerstag bis  einschließlich Ostermontag. Die Autorin hat einen ganz 'eigentümlichen Schreibstil, der mit dem Stil von Judith  Hermann zu vergleichen ist. Bach hat  jedoch einen noch reduzierteren Stil. Beide schreiben allerdings über Menschen, die ihren Weg finden wollen.  Durch den 'reduzierteren' Stil ergeben sich kurze Sätze, keine komplexeren Sätze,  sondern teilweise sogar Sätze, die nicht  zu Ende gebracht sind oder der Satzbau absichtlich verdreht ist. Sie erzählt impulsiv. Der Fluss des Erzählens ist ein  Gedankenstrom ~ Stream of Consciousness ursprünglich genannt oder der 'Innere Monolog der aus der Sicht von Ben  geschrieben ist.  Die zweite Hälfte des Buches ist eindeutig  besser! Hier wird deutlich, was die Autorin mit der Geschichte sagen will. Der dramatische Umbruch geschieht durch  einen Konflikt, den das Geachwisterpaar  Ben und Anni noch mehr zusammenrücken  läßt. Es ist rührend, wie sich Ben in der ersten Buchhälfte um seine Schwester Anni  kümmern will und die Situation in der zweiten Hälfte komplett umgeschwenkt. Nun kümmert sich die Schwester um ihren Bruder. Im Kapitel 'Ostersonntag' wird Ben's  Problematik mit der Schule und dem  Leben sehr deutlich und die Geschichte  kommt zum Höhepunkt. Das Thema Gott/Jesus/Ostern zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Abschied von der Kindheit, Aufbruch ins  Leben eines Erwachsenen...wie schwer das doch sein kann. Wunderbar dargestellt: das Osterfeuer als Symbol des Umbruchs.

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  • Rezension zu Mausmeer von Tamara Bach

    Mausmeer

    MissPaperback

    19. April 2018 um 18:01

    INHALTOpas altes Haus. Der Geruch nach der Erinnerung. Annika und Ben beschließen ein Wochenende in die Natur zu fahren, aufs Dorf, in Opas altes Haus. Ein ganz normales Wochenende unter Geschwistern? Weit gefehlt. Eine Eskapade jagt die nächste bis die beiden vor einer für sich ausweglosen Situation zu stehen scheinen. Eine rasante Geschichte zweier Jugendlicher, die sich selbst finden.MEINE MEINUNGEin rasantes Spektakel auf 143 Seiten! Der Schreibstil, ungewöhnlich, aber dennoch interessant. Die Geschichte, spannend und dennoch tiefgründig.Dies waren meine Erwartungen an Tamara Bachs neues Buch. Jedoch hat man oft sehr hohe Erwartungen an Bücher oder auch Autoren, die sie schwer oder eben garnicht erfüllen können.In Mausmeer wurde ich recht schnell in die Geschichte hinein geschuckt, sodass ich mich erstmal zurecht finden musste. Wer sind überhaupt die Protagonisten, wo befinde ich mich gerade und wo soll diese Geschichte hingehen. Wir befinden uns in einem kleinen Dorf, Ben und Annika wollen dem Alltag entfliehen. Alles geht schief, eine typische Spätpubertätskrise und die Eltern nerven einfach nur noch.Tamara Bach schreibt kurz, ohne viele Erklärungen und mit wenig Details. Leider gefällt mir dies persönlich garnicht und beeinflusst meine Meinung schon sehr stark. Dennoch hat mir der Inhalt super gut gefallen und aus diesem Grund bin ich auch so zwiegespalten. Annika und Ben sind tolle Charaktere, jeder für sich einzigartig, voller Mut, vielen Facetten und so garkeine normalen Teenager, wie man sie in den meisten Jugendbüchern findet.Natürlich findet man in Mausmeer nicht die großen Emotionen, Liebesgeplänkel und detaillierte Passagen, dennoch lernt man die Protagonisten auf ihre eigene, individuelle Art kennen, weshalb ich das Buch nicht schlecht bewerten kann. Denn der Schreibstil ist nur meine eigene Sicht der Dinge, der Inhalt ist jedoch das, was Tamara Bach mit ihrer Art erschaffen hat. Sie hat lebensnahe Charaktere erschaffen und sie in eine Welt verpackt, die für sie genau die richtige ist.FAZITTrotz dem der Schreibstil gar nichts für mich war, möchte ich dennoch die tolle Charakterentwicklung hervorheben, die Tiefe der Gefühlswelt in die man trotz weniger Seiten tauchen konnte und ihre Art den Charakteren auf so eine schöne Art zu begegnen.

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  • Rezension zu "Mausmeer" von Tamara Bach

    Mausmeer

    Yassmin_Em

    16. April 2018 um 22:14

    Wenige Seiten. Vielleicht leichte Literatur für zwischendurch? Oder doch Etwas, wofür man lange zum verdauen, zum verstehen braucht? InhaltZwei Geschwister, die gegensätzlicher nicht sein können. Er, das schwarze Schaf der Familie. Sie, das vermeintliche Vorzeigekind im Verbande. Ben versucht, nach Jahren der Distanz, wieder eine Verbindung zu seiner Schwester Annika aufzubauen, indem er sie - mehr oder weniger - unfreiwillig dazu bringt, ein Wochenende im verwitterten Haus ihres Opas zu verbringen. Seine Intention? Er möchte mit ihr im Vertrauen sprechen. Über sich selbst. Was sich daraus entwickelt? Das erschließt sich euch, wenn ihr euch das Buch zur Hand nehmt.Meine MeinungIch hatte erst gehofft, dass die Geschichte bestimmt (vor allem, weil es wirklich nur sehr wenig Seiten waren) sehr viel hergeben würde. Zumal die Story an sich auch sehr viel Potential geboten hat, denn es ist eine Rarität eine solche Geschwisterkonstellation in einem Buch zu finden. Dieses grundsätzlich vorhandene Potential wurde hier aber leider nicht ausreichend ausgeschöpft. Da Tamara Bach bei dieser Erzählung auf Parataxen setzt, war es zunächst sehr schwer, sich diesem ungewöhnlichen Schreibstil anzunehmen. Leider hat auch der unübersichtliche Wechsel zwischen den Gedanken der beiden Geschwister nicht gerade sein Bestes daran getan, den Rezipienten zu entlasten. Abgesehen davon hat mich die Geschichte auch emotional nicht ganz erreichen können und eher dafür gesorgt, dass ich sie mit einem relativ nüchternen Gefühl beendet habe. Von den Protagonisten weiß man nur das nötigste und kann sie nicht wirklich skizzieren. Es gab Momente, in denen ich das Gefühl hatte, die Autorin würde tiefgründiger in die Materie dringen - diese haben sich dann jedoch schnell wieder verflüchtigt. Ich finde es auch sehr schwer, einzuschätzen, wie ich das Buch nun im Allgemeinen fand, denn irgendwie kann ich diese ganze Erzählung auch jetzt - nach dem Lesen - nicht richtig erfassen. All in all, it can be said that...Resümierend muss ich gestehen, dass es ein Buch der ganz anderen Sorte ist und ich denke, dass es abhängig vom individuellen Leser ist, ob einem diese Story gefällt oder eben nicht. Mich konnte die Geschichte leider nicht überzeugen. Einen Versuch kann es aber wert sein, denn schnell gelesen ist es nämlich alle Male und vielleicht liegt es in diesem Fall auch einfach an meinem Wesen😅. Nichtsdestotrotz kann ich hier keine eindeutige Leseempfehlung vergeben.

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  • Urlaub am Mausmeer.

    Mausmeer

    seekingzamonia

    11. April 2018 um 09:15

    Es ist Ostern. Ben ist achtzehn.  Er hat die Schule geschmissen, hadert mit sich, seinen Plänen, seinem Leben.  Einmal noch möchte er im Haus seines Opas „am Arsch der Welt“ sein, das Haus, das seit Jahren unbewohnt ist. Nur noch voll ist von Erinnerungen, an Kindheit, an Vergangenheit. Annika, seine große Schwester nimmt er mit, bekifft nach einer Party, eigentlich gegen ihren Willen.  Er möchte einmal noch mit ihr reden, einmal mit ihr Zeit verbringen. Und dann ist es im Endeffekt doch nicht mehr so, wie er es kannte, damals, als alles noch gut war. Schwierig. Schwierig. Ein kleines Buch. Ein kurzes Buch. Man könnte meinen, ein Buch für zwischendurch. Müsste sich ja quasi im Stehen runterlesen, das Buch. Tut es aber nicht. Denn die Worte haken und kleben und sperren sich gegen einfach mal so gelesen werden. Es sind kurze Sätze. Gedankenfetzen, Ideen, Fragmente, die einem stakkatoartig entgegenkommen. Kurze Sätze in einem kurzen Buch, die lange wirken. Weil man drüber nachdenken muss, nicht immer alles sofort versteht. Nicht alles zuordnen kann, manchmal dreimal zurückguckt, ob denn jetzt Ben oder Annika am Zug ist mit erzählen, mit denken. Gedanken und Worte mischen sich mit Handlungen zu einem Fluss. Beide kommen zu Wort, der Teenager mit Lebenskrise, der nicht mehr weiss, was er eigentlich will und wieso alles so schwer ist. Die große Schwester, die eigentlich die ach so Vernünftige ist wie der Vater immer sagt, die studiert und erwachsen ist. Sollte man meinen. Die eigentlich gar nicht so verschieden sind, die Geschwister. Wie man nach und nach merkt, wenn man ihren Gedanken so zuhört. Die beide lernen und verstehen wollen und sich eigentlich näher stehen als sie denken. Denn der Altersunterschied, der störte immer schon. Und die unterschiedliche Behandlung durch die Eltern, die war immer da.  Ben „entführt“ Annika, um ihr wieder näher zu kommen. In der heilen Welt von damals, die effektiv gar nicht mehr so heile ist. Passieren tut eigentlich nicht viel auf diesen 143 Seiten. Wenige Tage und wenige Stunden sind wir mit Ben und Annika „am Arsch der Welt“. Und gucken zu, bei Dingen, die gar nicht nur im Buch vorkommen, sondern die wir alle selber kennen. Oder kennen könnten.  Ein bisschen schwierig ist es manchmal, Zugang zu finden zu den Beiden. Wir wissen ja nicht mal, wie sie aussehen. Müssen wir das? Wir gucken in die Köpfe und das ohne Erklärungen, ungefiltert. Müssen vermutlich auch nicht alles verstehen.  Aber können greifen, wie einsam sie sind in ihren jeweiligen Lagen.  Das Greifen ist aber schwierig in Worte zu fassen. Beim Lesen steht einem das Buch manchmal im Wege. Ich habe nicht durch-gelesen, obwohl es eben kurz ist. Ich musste ab und an weglegen, drüber nachdenken. Über Worte, die anders gebraucht werden als sonst. Ob ich das jetzt mag oder nicht. Aber vermutlich ist auch das gar nicht wichtig, mein Mögen.  Denn es hat gewirkt, das Buch.  

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  • Tolles Buch, zeitweise zu wenig Gefühle und zu schwierig zu verstehen

    Mausmeer

    Martins_Buecherbox

    09. April 2018 um 22:36

    Kurzbeschreibung Ben, der kurz vor dem Abi die Schule geschmissen hat und ein bisschen festhängt, möchte über das Osterwochenende mit seiner großen Schwester Annika aufs Land, in das Haus seines toten Opas. Dort möchte er sich Annika anvertrauen, denn seinen Eltern hat er noch nichts erzählt. Die Eltern, die im Urlaub sind und die nichts von seinem Ausflug mit Annika wissen. Doch irgendwie ergibt sich für Ben nicht die richtige Gelegenheit, ihr alles zu erzählen, denn auch auf dem Land ist mehr los als er denkt.Rezension Zuerst einmal : Dieses Buch war für mich sehr speziell, aber auf einer guten Art. Das Buch ist in einem schwierigem Schreibstil geschrieben, aber sobald man im Schreibstil ist, ist das Buch gut zu verstehen. Die Handlung ist relativ einfach und aus dem Leben gegriffen (was, wie ich finde sehr gut ist!). Einige mögen das vielleicht langweilig finden, aber ich fand dies, wie gesagt, wirklich gut. Die Handlung kann einfach jeder verstehen. Ein 18-jähriger bricht die Schule ab und möchte aus allem raus und sich seiner großen Schwester anvertrauen. Auf jeden Fall, finde ich, ist das sehr originell, denn ich kenne kein zweites Jugendbuch wie dieses (falls jemand doch eins findet, in die Kommentare schreiben). Die Protagonisten in diesem Buch sind Annika und Ben. Ich finde, dass man sich mit beiden relativ gut identifizieren kann. Einmal der kleine Bruder, der die Schule geschmissen hat und aus allem raus will und die große Schwester, die studiert, jetzt Semesterferien hat und vom Bruder mitgenommen wird.Dadurch, dass das Buch aus beiden Sichten geschrieben ist, wird das ganze noch spannender und interessanter . Jetzt möchte ich noch mal auf den Schreibstil zurückkommen. Dieser ist zwar an einigen Stellen schwierig, aber trozdem sehr gut ! Der Schreibstil der Autorin Tamara Bach zeichnet sich für mich dadurch aus, dass sie fast nie direkt auf den Punkt kommt und eher oberflächlich, kaum mit Gefühlen schreibt. An einigen Stellen ist das wirklich passend und gut, an anderen Stellen für die Geschichte eher hinderlich. Jedoch möchte ich betonen, dass sie nicht alle Stellen so gefühlslos schreibt, sondern auch gut an einigen Stellen die Gefühle der Protagonisten schildert.Die vollständige Rezension und mein Fazit findet ihr auf https://martinsbuchbox.blogspot.de/2018/04/mausmeer-rezension.html Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an den Carlsen Verlag.

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  • Leider nicht meins

    Mausmeer

    Katzyja

    14. March 2018 um 17:51

    Bei diesem Titel hat mir der Klappentext überhaupt nichts ausgesagt, ich wusste nicht worum dieses Buch handeln wird und ob dieser kurze Ausschnitt von einem Brief stammt oder ein Gedankengang sein soll. Es liest sich nicht so einfach und deshalb hatte ich eher an einen Brief gedacht, doch sobald man anfängt das Buch zu lesen, merkt man, das sich dieser Schreibstil durch das ganze Buch ziehen wird. Für mich ein Horror. Der Schreibstil ist sehr abgehackt und beim Lesen konnte ich keinen Bezug zu den beiden Protagonisten aufbauen. Die Geschichte hat auch keinen tieferen Kern finde ich. Wenn ich nicht gewusst hätte, das dass Buch nur 144 Seiten hat, hätte ich es vorher abgebrochen. Aufgrund der geringen Seitenzahl habe ich es aber bis zum Schluss gelesen. Es werden keinerlei Emotionen sichtbar. Die Protagonisten wirken kühl und depressiv. Ich habe zwar mitbekommen, das es sich um zwei Geschwister handelt, die sehr unterschiedlich sind und das ihr Elternhaus wohl nicht ganz so rund läuft wie es sein sollte, aber eine greifbare Story konnte ich nicht finden. Ich hatte eher das Gefühl, das es eine knappe Nacherzählung eines nicht so begeisterten Schülers hätte sein können. Was ein kleiner Pluspunkt war, ist die Tatsache, das sich die beiden Geschwister im Laufe der Geschichte besser kennen lernen, aber trotzdem fehlten einfach die Emotionen, es gab keine Gefühle und deshalb musste ich mich zum lesen leider sehr zwingen. Ich habe etwas anderes erwartet, eine richtige Geschichte zu dem Haus des Großvaters. Das Potenzial war da, wurde aber aus meiner Sicht nicht ausgeschöpft.FazitDieses mal kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen, es sei denn jemand hat großes Interesse an tiefgründigen Büchern, vielleicht liegt mir diese Art einfach nicht. Für meinen Teil kann ich allerdings nur sagen, das ich enttäuscht wurde.

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  • Sehr besonders und leise ... und trifft darum mit voller Wucht

    Mausmeer

    Damaris

    03. March 2018 um 10:22

    Ich wünschte, du könntest mich sehen. Wie ich hier sitze, den Kopf in die Hände gestützt, überlegend, was ich schreiben soll. Ja, genau du, die/der du dich vielleicht für "Mausmeer" interessierst. Ich wünschte, ich könnte beschreiben, wie sehr mich das Buch beeindruckt hat, leise begeistert hat. Und jetzt fällt es mir doch schwer wiederzugeben, was dieses Buch ausmacht. Eventuell gelingt es mir ein bisschen.Er sagt "Hey", sagt es laut. (S. 5) - Ein Junge, kommt zu einem Mädchen ins Zimmer, weckt sie auf und zappelt rum. Sie fragt sich, wie er bis zu ihr ins Dachgeschoss geklettert ist, noch nicht ahnend, dass sie die Osterfeiertage komplett mit ihm gemeinsam verbringen wird. Warum geht man nur immer automatisch davon aus, dass wenn ein Junge und ein Mädchen aufeinander treffen, es sich um ein (mögliches) Paar handelt? Auch hier nahm ich das an. Erst später, aus dem Kontext der Geschichte, wird klar, dass es um Bruder und Schwester geht - Ben und Annika.Vielleicht liegt es am Schreibstil, den die Autorin hier verwendet, dass ich mich anfangs erst in die Geschichte finden musste. Denn eigentlich ist dieser ganz einfach und direkt, dabei aber doch auch ungewöhnlich. Tamara Bach schreibt 'wie man denkt', mit kurzen Sätzen, in denen Ausführungen manchmal nur angeschnitten werden, der Leser in diesem Fall mitdenken muss. Probleme macht das nicht, aber es ist besonders. Nach kurzer Zeit ging völlig darin auf (diese Märchenmetaphern!), war komplett vereinnahmt, und fragte mich mehrmals, wie es einer Autorin gelingen kann, so genial zu schreiben.Jugendliche sind Ben und Annika nicht mehr, Ben ist gerade achtzehn geworden, Annika ist älter, sie studiert. Und es ist Ben, der Annika 'entführt'. In das alte Haus des Großvaters, das sowieso verkauft werden soll, sobald die Eltern aus dem Osterurlaub zurückkommen. Warum Ben dort Zeit mit seiner Schwester verbringen möchte, weiß er wohl selbst nicht so genau. Er weiß auch nicht, was jetzt wird, nachdem er die Schule abgebrochen hat und er die Erwartungen seiner Eltern/Familie ganz sicher nicht mehr erfüllt. Ben weiß nur, dass ihm alles zu viel ist. Er hat sich verloren. Und vielleicht hofft er, durch die Beziehung zu seiner Schwester (die nie unproblematisch war) Antworten zu finden."Mausmeer" ist ein leises, ein stilles Buch, das mich aber durch die Wucht der Gedanken, die ich von den Protagonisten zu hören meinte, mehrfach stark getroffen hat. Wie nachvollziehbar diese doch waren. Wie echt und unverstellt. In der Geschichte geht es nicht um eine Tragödie, eine große/unerwiderte/dramatische Liebe oder ausweglose Situation. Tamara Bach gelang hier ein Roman, der sich mit scheinbaren Alltagsgedanken und auch Zukunftsängsten auseinandersetzt, sich dabei aber absolut treu bleibt. Und so geht die Geschichte zu Ende wie sie begonnen hat - glaubwürdig und leise. Ich hörte sie gerade darum.FazitVielleicht ist "Mausmeer" ein Roman, den man erst auf den zweiten Blick schätzen lernt. Vielleicht trifft einen die Geschichte aber auch mit voller Wucht, so wie mich. Tamara Bachs wunderbarer Stil ist genau meiner, ihr Buch für mich so besonders, dass es zu meinen literarischen Schätzen zählt. Es ist ruhig, es ist sehr dicht und es ist unmissverständlich bildgewaltig. Und wer jetzt wissen möchte, was es mit diesem Meer einer Maus auf sich hat, der muss das Buch lesen. Klare 5 von 5 Sterne vergebe ich.

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  • Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

    Mausmeer

    Lovinbooks4ever

    28. February 2018 um 11:45

    Ehrlich gesagt, hadere ich immer noch mit mir, wie ich das Buch bewerten soll. Der Inhalt und der Schreibstil haben bei mir die unterschiedlichsten Meinungen hervorgerufen. Denn der Schreibstil ist mehr als gewöhnungsbedürftig und war leider überhaupt nicht meins. Abgehackte, kurze Sätze aneinander gereiht. Kaum Erklärungen. Es wirkt alles wie steif, hektisch und es kamen für mich keine Gefühle auf. Die Charaktere waren für mich dadurch so weit entfernt wie noch nie zuvor in einem Buch. Man kann also sagen, dass der Schreibstil mir absolut nicht gefallen hat. ABER der Inhalt hat mich überzeugen können und konnte mich trotz des Schreibstils recht gut unterhalten. Mausmeer ist für mich kein Buch mit vielen Emotionen oder einer großen spannenden Geschichte. Vielmehr war es für mich ein Alltagsbuch. Eine Situation, die so und zwar genauso passieren kann. Die Beziehung zwischen den Geschwistern Annika und Ben ist sehr angespannt. Sie ist die geliebte, intelligenten Tochter und er eher der draufgängerische Rebell, das Problemkind. Und als Ben Annika einfach mitnimmt zu dem alten Gehöft ihres Opas, hofft er, dass er endlich mit ihr reden kann. Ihr seine Ängste und Sorgen zu beichten und auf  Verständnis zu hoffen. Und was zwischen den beiden geschieht hat mir wirklich gut gefallen. Wie bewerte ich aber nun das Buch? Der Schreibstil hat mich eher gequält, aber die Story fand ich recht gut. FAZIT Ich hatte so meine Probleme mit „Mausmeer“. Der Schreibstil war für mich, ehrlich gesagt, eine Qual. Aber die Story konnte mich überzeugen. Es ist kein tiefsinniges Buch und es beinhaltet auch keine großen Emotionen. Aber es ist ganz nett für zwischendurch und mit 144 Seiten ja auch wirklich schnell gelesen. 3 von 5 Punkten

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