Tamara Bos

 4.7 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Romys Salon, Papa, hörst du mich? und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Tamara Bos

Cover des Buches Romys Salon (ISBN:9783836956260)

Romys Salon

 (12)
Erschienen am 01.06.2018
Cover des Buches Papa, hörst du mich? (ISBN:9783772525162)

Papa, hörst du mich?

 (2)
Erschienen am 01.08.2014
Cover des Buches Wo ist Winkys Pferd? (ISBN:9783825176679)

Wo ist Winkys Pferd?

 (0)
Erschienen am 26.08.2009

Neue Rezensionen zu Tamara Bos

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Rezension zu "Romys Salon" von Tamara Bos

Traurig und schön
Leselammvor 16 Tagen

Die zehnjährige Romy muss nach der Schule zu ihrer Oma Stine in den Frisiersalon, was ihr zunächst gar nicht gefällt. Romys Oma ist immer beschäftigt, streng und unnahbar, doch auch die geschiedenen Eltern haben keine Zeit für sie. Die zunehmende Vergesslichkeit macht die Oma zunächst sanfter und verspielter und lässt Stine und Romy näher zusammenrücken. Sie verbringen eine schöne Zeit miteinander. Romy kümmert sich um ihre Oma und den Salon, bis deren demenzbedingte Ausfälle immer deutlicher werden und Romys Eltern einschreiten.

In dieser Geschichte wird das Thema Demenz von Angehörigen kindgerecht und einfühlsam aus der Sicht des Kindes erzählt. Die einzelnen Phasen der sich entwickelnden Demenz werden sehr deutlich und es werden durchaus auch positive Seiten der Krankheit gezeigt. Trotzdem beschönigt das Buch nichts und es wird auch klar gesagt, dass es keine Heilung für diese Krankheit gibt. Wichtig fand ich den Aspekt, dass man die Kinder mit in die Entscheidungen rund um die Pflege der betroffenen Angehörigen einbeziehen und nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden sollte. 
Ich fand dieses Buch sehr berührend, es kann gut als Gesprächsanlass für die ganze Familie dienen und zeigt einen menschlichen und warmherzigen Blick auf die Krankheit Alzheimer. Gerade wenn man persönlich betroffen ist, empfehle ich die gemeinsame Lektüre, um sich miteinander auszutauschen. Auch der gleichnamige Film, der ab Januar in die Kinos kommt, lohnt sich für die ganze Familie und wirkt noch lange nach.

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Rezension zu "Romys Salon" von Tamara Bos

Geteiltes Leid ist halbes Leid
SteffKvor 16 Tagen

"Geteiltes Leid ist halbes Leid". So lässt es der Schuhmacher van Putten die zehn-jährige Romy wissen. Und so teilt sie es, teilt die schöne und zugleich traurige Geschichte von ihr und ihrer Oma Stine.

Es ist ein leises Buch, das eine Hingabe für die menschliche Beschreibung seiner Charaktere hat. Durch Romys Augen erfolgt ein langsames, wunderbar sanftes Kennenlernen der Menschen in ihrem Leben. Da sind Mama Margot und Papa Willem, die sich vor kurzem getrennt haben, Romys Freundin Tess, van Putten, der Schuhmacher und eben Oma Stine, die in ihrer Jugend der Liebe wegen aus Dänemark in die Niederlande kam. Nicht zu vergessen sei Stines Kater Jens, der nach Romys Rückkehr aus der Schule stets gestreichelt werden will. Romy geht nämlich nicht wie ihre Schulkameraden nach der Schule heim, sondern zu ihrer Oma, die in der kleinen Stadt Lutten einen Friseur-Salon führt. 

Die eher steife Beziehung zwischen Romy und Oma Stine verkehrt sich mit der Veränderung Stines im Zuge ihrer Demenzerkrankung in eine liebevolle und fürsorgliche. Die Erkrankung wird schleichend mit ersten Anzeichen bei Stine beschrieben. Sie vergisst - von einer Frage, die sie stellen will bis hin zum Umzug ihrer Mitarbeiterin. Sie wechselt unerwartet in ihre Muttersprache und hat Probleme mit der Kasse und deren Abrechnung. Anders als ihre Eltern, beschäftigt mit den Folgen der Trennung, spürt Romy ganz feinfühlig, dass etwas mit ihrer Oma nicht stimmt und schon früh thematisiert auch Stine ihre Vergesslichkeit. Sie spricht über ihren vollen bzw. leeren Kopf und zeigt sich - wohl zum ersten Mal überhaupt - vor Romy verletzlich. Die aus der Vergesslichkeit und dem mitunter Durcheinandersein Stines resultierende Dependenz von Romy tut letzterer gut und sie übernimmt immer mehr und gerne Verantwortung für ihre Oma und die Führung des Salons. Letztlich lässt Stines Erkrankung die beiden enger zusammenrücken und sich erst richtig erkennen. In all der Tragik ist es schön, dass sie nun die Zeit füreinander haben, die sich zuvor scheinbar nicht ergab. Als jedoch plötzlich Romys Vater im Salon steht und Stines Situation erkennt, gerät die Welt, wie sie Romy sich rund um Stine aufgebaut hat, aus den Fugen. Und so wird aus Romys Vorstellung von einem Leben aller unter einem Dach das Altersheim für Stine und aus dem Friseur-Salon eben nicht wie angedacht „Romys Salon“, sondern eine Café-Bar. 

Besorgt von dem Umstand, dass es Stine im Heim immer schlechter geht, beschließt Romy kurzerhand (und natürlich ohne das Wissen ihrer Eltern), Stine auf abenteuerliche Weise an den Ort zu bringen, den diese ihr Leben lang nicht vergessen hat: An den Strand ihrer Kindheit in Dänemark. Die Reise bringt beide an ihre Grenzen und so erkennt auch Romy, dass es für Stines Unterstützung und Wohlergehen mehr braucht, als sie allein geben kann. Und so schließt das Buch mit Romys Erkenntnis, dass Veränderungen einfach zum Leben dazu gehören und dass sie es nur gemeinsam schaffen werden, Stine eine schöne letzte Zeit zu bereiten. 

Romys Augen und ihre Kinderseele zeigen uns, wie wichtig es ist, Kinder in Veränderungen einzubeziehen – sei es die Trennung vom Partner oder die Erkrankung eines nahestehenden Menschen. Mit großer Einfachheit bringt Romy Dinge und Gefühle auf den Punkt. Und so lässt uns das Buch die Erkrankung Demenz in der Wahrnehmung eines Kindes nachvollziehen. Es macht anhand der beiden Protagonistinnen die Umkehrung ihrer Lebens- und Lernwege deutlich: Während die eine verlernt, lernt die andere. 

Traurigkeit und Schmunzeln wechseln sich schnell ab bei dieser liebevoll mit Vignetten gestalteten Lektüre. Was zurückbleibt ist eine Wärme, die von dieser Geschichte ausgeht und ein tiefer Appell an das Mitgefühl eines jeden. Auch wirft es die Frage nach Mehrgenerationen-Häusern auf und ein Überdenken von Ausgrenzung von nicht in die Gesellschaft passenden Mitmenschen.

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Rezension zu "Romys Salon" von Tamara Bos

Eine besondere Freundschaft zwischen Romy und Stine
Hummel68vor 16 Tagen

Romy ist 9 Jahre alt und lebt bei ihrer Mutter. Nach der Schule geht Romy zu ihrer Oma, die einen Frisiersalon hat. Doch Romy mag ihre Oma nicht besonders gern, denn sie ist sehr streng und hat nur wenig Zeit für Romy. Manchmal darf Romy ihrer Oma im Salon helfen und z.b. Kaffee kochen oder abgeschnittene Haare auffegen. Mit der Zeit verändert sich Oma Stine jedoch und macht manchmal merkwürdige Dinge. Sie erzählt Romy von ihrer Kindheit in Dänemark , macht verrückte Sachen mit Romy und wird liebevoll und dankbar. Romy findet die neue Situation klasse und die Beiden werden ein tolles Team. Jedoch geht die ganze Sache nicht lange gut und als Oma Stine ausversehen den Salon in Brand steckt, steht fest, dass sie in ein Pflegeheim muss. Als Romy merkt, dass ihre Oma im Pflegeheim unglücklich ist, schmiedet sie einen Plan und fährt mit ihrer Oma ans Meer. Doch war dieser Plan wirklich so eine gute Idee?

Tamara Bos hat mit " Romys Salon " eine einfühlsame Geschichte über das Thema Demenz geschrieben, welche traurige aber auch lustige Momente und die ganz besondere Freundschaft zwischen Romy und ihrer Oma Stine beschreibt.

Romy, mit ihren 9 Jahren , wird sehr authentisch dargestellt. Man fühlt mit ihr mit und kann ihre Wut, Verzweiflung, Hilfslosigkeit, aber auch Freude und Glück sehr gut nachvollziehen. Sie möchte, dass ihre Oma sich wohl fühlt und nimmt dafür allen Mut zusammen, um ihre Oma noch einmal an den Ort , an dem sie glücklich war, zurück zu bringen. Es ist nicht leicht für Romy zu verstehen, dass Oma Stine sich aufeinmal verändert und das Gehirn nicht mehr das macht , was Oma Stine möchte.

Tamara Bos ist es jedoch sehr gut gelungen, dass Thema kindgerecht umzusetzen. Sie erklärt sehr einfühlsam welche Schwierigkeiten und Herausforderungen bei solch einer Krankheit zu meistern sind und wie sich viele Dinge verändern.

Romy hat das Herz am rechten Fleck und versucht mit viel Liebe und Emphathie das Beste aus der Sache zu machen.

Das Buch ist toll geschrieben und regt einem zum nachdenken an. Man fühlt sich manchmal so, als würde man die Geschichte hautnah miterleben und das macht eine gute Geschichte aus.

Sehr gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen.

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Seid dabei bei den exklusiven Previews zur Kinderbuchverfilmung „Romys Salon“! Wir verlosen an 15 Leserunden-Teilnehmer je ein Buch sowie 2 Freikarten für die Preview-Vorstellung in der Woche der Demenz vom 16.-22.09.

Eine berührende Familiengeschichte mit ehrlichem und liebevollen Blick auf die Demenzerkrankung, die Oma Stine und Enkelin Romy einander näherbringen.

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