Tamara Pirschalawa Dark Side Of The Moon

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Inhaltsangabe zu „Dark Side Of The Moon“ von Tamara Pirschalawa

Alkohol, Drogen, kriminelle Delikte und Gewalt, sogar nahezu offen gelebter sexueller Missbrauch - eine Jugend, wie sie kaum schlimmer sein kann. Unvorstellbar für Peter Nowak, einen erfolgreichen Autor aus Frankfurt, aber dennoch bittere Realität für andere. Als Nowak zufällig bei einem Gespräch über die sogenannten Killerspiele eine rätselhafte Frau namens Selina kennenlernt, beginnt er zu ahnen, dass es noch eine andere Welt als seine gibt - gar nicht so weit entfernt von ihm. Fortan trifft er sich regelmäßig mit Selina und erfährt nach und nach, dass ihre Jugend völlig andere Dimensionen und Auswirkungen hatte als seine eigene und dass man die Welt und die Menschen auch aus anderen Perspektiven sehen und erleben kann: Nämlich von ganz unten. Tamara Pirschalawa schreibt von Menschen und Situationen, die sie kennt. Von Kindern und Jugendlichen, die in eine lieblose und gleichgültige Welt geboren wurden und mit Gewalt- und Straftaten versuchen, auf sich aufmerksam zu machen. Diese Erzählung basiert auf wahren Begebenheiten aus dem Frankfurt der siebziger/achtziger Jahre, ist aber aktueller denn je. Die Autorin erinnert dabei auch an herausragende Ereignisse, die damals durch die Medien gingen. Aktuelle Zahlen und Fakten sowie eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt, die eine für den Leser sicherlich unerwartete Richtung nimmt, machen diese Erzählung zu einem Leseereignis, das packend und lehrreich zugleich ist.

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  • Rezension zu "Dark Side Of The Moon" von Tamara Pirschalawa

    Dark Side Of The Moon
    Kristina_mit_K

    Kristina_mit_K

    22. September 2011 um 12:19

    »Man kann über gewisse Dinge nicht wirklich ein Urteil fällen, wenn man nicht über den Tellerrand hinausschaut.« Dieses Zitat aus ›Dark side of the moon‹ ist gleichzeitig die Mission, die dieses Buch erfüllt. Die Protagonisten Selina und der Schriftsteller Peter Nowak bilden dabei die Rahmenhandlung – den roten Faden. Besonders raffiniert und spannend ist die Erzählform, die, zwischen Prolog und Epilog, in sieben Gesprächsaufzeichnungen aufgegliedert ist. In ihrem neuesten Werk appelliert die Autorin indirekt an die Gesellschaft und weckt einmal mehr soziales Verantwortungsbewusstsein. Sie widmet sich Tabus – Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt, Tierquälerei – und schreckt auch vor kontroversen Themen wie Zölibat und Vegetarismus nicht zurück. Eine ausgesprochen gelungene Gratwanderung, und eine Bandbreite, die keineswegs überladen wirkt. Kinder zu starken, mündigen Bürgern heranzuziehen, liegt ihr besonders am Herzen. Frau Pirschalawa zeigt deutlich auf, wie wichtig Zuwendung, Geborgenheit, Fürsorge und Wärme sind, um eine stabile Basis aufzubauen. Dazu gehören liebevolle Grenzen, Halt und Orientierung, Beachtung und Interesse. Gleich zu Beginn wird mit typischen Klischees und stupider Meinungsmache aufgeräumt. Von wegen ›früher war alles besser‹ ... Oftmals trübt fehlende Selbsterfahrung die eigene Wahrnehmung, beschönigt und verzerrt. Viel zu oft werden hinter scheinbar perfekten Fassaden ein schönes Leben und eitel Sonnenschein vermutet. Andersherum bringt man Gewalt unwillkürlich mit sozialen Brennpunkten in Verbindung. Nun sind solche ganz sicher kein fruchtbarer Nährboden, aber letztendlich hängen die Lebensumstände immer vom individuellen Umfeld ab, von den Angehörigen und Freunden. Darüber hinaus spielt der Einfluss der Pädagogen in der Schule naturgemäß eine große Rolle. Tamara Pirschalawa gehört zu meinen Lieblingsautoren, weil sie es versteht, den Leser aktiv einzubeziehen und einzubinden. Man diskutiert automatisch mit. Wunderbare Sinnbilder veranschaulichen den Inhalt. Zitat von Selina: »Die Vergangenheit ist der Lehrmeister eines Menschen.« Und hier sind auch die Bildungseinrichtungen gefragt: ›Neben ,Traumfänger – Die Vision des Julius Balthasar'‹ sollte auch dieses Buch im Unterricht Verwendung finden. Generationsübergreifend wertvoll, fördert es gegenseitigen Respekt und Verständnis füreinander. Was alle Altersgruppen miteinander verbindet, ist der Wunsch – das Streben – nach Akzeptanz und Anerkennung. Für dieses Ziel müssen die richtigen Weichen gestellt sein, und ›Dark side of the moon‹ trägt genau dazu bei.

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