Tamara Siler Jones

 4.1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Die Toten im Schnee, Die Pfade des Bösen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Tamara Siler Jones

Die Toten im Schnee

Die Toten im Schnee

 (5)
Erschienen am 08.10.2014
Die Pfade des Bösen

Die Pfade des Bösen

 (4)
Erschienen am 16.04.2015
Tal der Seelen

Tal der Seelen

 (1)
Erschienen am 12.11.2015
Die Toten im Schnee: Roman

Die Toten im Schnee: Roman

 (1)
Erschienen am 08.10.2014
Threads Of Malice

Threads Of Malice

 (1)
Erschienen am 25.10.2005
Ghosts in the Snow

Ghosts in the Snow

 (1)
Erschienen am 01.10.2004

Neue Rezensionen zu Tamara Siler Jones

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phantastische_fluchtens avatar

Rezension zu "Die Pfade des Bösen" von Tamara Siler Jones

sehr heftig und brutal aber absolut spannend
phantastische_fluchtenvor 5 Monaten

In den nördlichen Weiten verschwinden immer mehr junge Männer auf geheimnisvolle Art und Weise, um nie wieder aufzutauchen. Als den Kastellan Dubric Byerly die Nachricht erreicht, begibt er sich mit seinen beiden Pagen Lars und Otlee in das Gebiet, nicht ahnend, in welche Gefahr er die beiden jungen Männer bringt. Sein Knappe Dien befindet sich schon vor Ort, denn seine Schwiegereltern  leben dort und  seine gesamte Familie hilft den alten Leuten bei der Vorbereitung zum Pflanzenfest. Auch ein Verwandter von Diens Frau ist verschwunden. Während sich Dubric mit Otlee bei Maeve, der Mutter des verschwundenen Neffen von Dien, einquartiert, schickt er Lars weiter zu Dien, damit die beiden Männer aus einer anderen Richtung ermitteln.
Sobald der Kastellan das Gebiet betritt, in dem die Jungen verschwunden sind, erscheinen ihm die Geister der Verschwundenen und der alte Ermittler muss erkennen, dass er es nicht nur mit Entführungen, sondern mit grausamen Morden zu tun hat. Die Erscheinungen sind übel zugerichtet, sie wurden gefoltert und verstümmelt. Und die Zahl der Geister wächst immer weiter ohne dass die vier Ordnungshüter eine Spur des Täters finden.  Und bald richtet der Mörder sein Augenmerk auch auf Lars und Otlee. 
Kommentar:
Ich habe bei Amazon gesehen, dass die Serie sehr unterschiedlich bewertet wurde. Vielen sind die Personen zu oberflächlich. Wie beim Gericht, wenn zehn Sachverständige eine Meinung  zu einem Thema abgeben und man zehn gegensätzliche und unterschiedliche Interpretationen  bekommt, so ist auch eine Rezension sehr subjektiv.
Ich sehe Otlee förmlich vor mir. Ein kleiner, schmächtiger und etwas übereifriger Junge. Er hat die Chance erhalten, mehr aus seinem Leben zu machen und hat diese Chance mit beiden Händen ergriffen.  Er ist ein Bücherwurm und verfügt über eine schöne Handschrift, so dass er die Protokolle schreiben darf. Er bewundert Lars, Dien und Dubric und möchte immer alles richtig machen.
Und dann Lars. Er ist zwei Jahre älter als Otlee und wirkt schon sehr reif für sein Alter. Von seinem Eltern nach Faldorrah geschickt und dort allein gelassen, hat er Dubric zu seiner Vaterfigur erkoren. Er möchte es seinem Vorbild recht machen und jeden Rückschlag in einer Ermittlung sieht er als seinen Fehler an. Er ist ernst und klug und sieht oft mehr, als die anderen Menschen. Bei Zeugenbefragungen ist er der ruhige Pol (der gute Polizist) während Dien eher der einschüchternde Kerl ist. Dien arbeitet seit Jahren für Dubric und die beiden Männer verbindet eine tiefe Freundschaft. Dien ist Dubrics rechte Hand,  verheiratet und hat vier Töchter, die er um alles in der Welt beschützen will. Den Grausamkeiten der Morde steht er hilflos gegenüber, oft reagiert er daher mit Gewalt und Zorn.
Und dann Dubric. Ich habe, außer bei Col Buchanan, noch nie einen Helden in einem Buch erlebt, der über sechzig Jahre alt ist. Ich finde das mutig von der Autorin. Die Reife des Kastellan steht im Gegensatz zu der Jugend von Lars und Otlee.  Otlee ist sehr kindlich, Lars oft zu ernst, Dien die Naturgewalt und Dubric der Denker. Für mich ist das ein starkes Team. Auch die bemängelte Holprigkeit der Sprache kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Es handelt sich hier um eine brutale Welt. Das Leben ist hart und viele Menschen fristest ein karges Dasein. es ist eine mittelalterliche Welt doch die Autorin lässt immer wieder Anmerkungen einfließen, das es hier einmal Fortschritt und Technik gab. Warum sie ins Mittelalter zurückgefallen ist, erklärt sie jedoch nicht.Die Welt bleibt insgesamt sehr blass, der Leser bekommt keine zusätzlichen Informationen über die Örtlichkeiten und Begebenheiten, hier fehlt es eindeutig an Tiefe.
Tamara Siler Jones hat sicherlich viel CSI geschaut, denn viele der Ermittlungsmethoden erinnern an die Teams der Serien. Dubric weist seine Mitarbeiter an, stets Indizienbeutel bei sich zu tragen, sowie Stift und ein Notizbuch. Er hält die Menschen von den Tatorten fern, soweit es geht, denn er weiß, dass Spuren zerstört oder verunreinigt werden können. Er kennt sich mit Fußspuren, Indizien und mit Autopsien aus und hat auch zwei Mediziner als Helfer, die ihm mit Rat und Tat zu Seite stehen.
Ich lese normalerweise keine Thriller und auch keine nordischen Krimis, weil ich es nicht mag, wenn die Opfer so brutal verstümmelt und ausgeweidet oder anderweitig grausam gefoltert werden. Heutzutage gibt es ja kaum noch Krimis mit einem guten einfachen Mord, wie bei Agatha Christie, ohne dass sich Autoren in einen Blutrausch schreiben. Auch hier sind die beschriebenen Morde extrem sadistisch, grausam und verstörend. Schon im ersten Band fand ich die Anzahl der Ermordeten sehr hoch, hier steigt sie auf über zwanzig. Weniger wäre sicher mehr gewesen. Ein Kritikpunkt ist für mich, dass die vier Ermittler, vor allem die beiden Jungen, alles relativ gefasst wegstecken und zur Tagesordnung übergehen. Trotz erheblicher Verletzungen agieren die Protagonisten weiter und scheinen alles am Ende unbeschadet zu überstehen.  Das hat mich schon an Band eins gestört, scheint aber sowohl in TV Krimiserien als auch in den aktuellen Krimis und Thrillern normal zu sein.
Nichtsdestotrotz ist es eine ungemein spannende Story, die sicherlich auch jedem Thrillerfan gefallen dürfte. Das Szenario ist hier einfach etwas anders aber genauso fesselnd.
Das Cover vermittelt den Eindruck, dass es sich um einen High Fantasy Roman handelt aber außer dem mittelalterlichen Szenario, den Geister und einem Hauch Magie, ist es eher ein Buch a la CSI oder Criminal Minds.

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phantastische_fluchtens avatar

Rezension zu "Die Toten im Schnee" von Tamara Siler Jones

Band eins der fesselnden forensischen Fantasyserie
phantastische_fluchtenvor 5 Monaten

Dubric  Byerly wurde von der Göttin Malanna verflucht. Seit dem Tod seiner Gattin vor 43 Jahren, für den er die Göttin verantwortlich macht, sieht er tote Menschen. Allerdings erscheinen  ihm nur die Geister von Mordopfern  und er sieht es als seine Pflicht an, diese Morde aufzuklären.
Als Kastellan von Faldorrah ist es seine Pflicht, die Bewohner in der Burg und deren Umgebung zu schützen. Er benutzt innovative Ermittlungsmethoden doch bei den Morden an verschiedenen Dienstmädchen der Burg kommt der alternde Kastellan einfach nicht weiter. Die Zahl der Opfer steigt und die Ausführung der Morde wird immer brutaler. Die jungen Frauen werden aufgeschnitten, ihre Eingeweide werden entfernt und der Mörder entnimmt die Nieren.
Von seinem Dienstherrn und der Bevölkerung unter Druck gesetzt, verdächtigt er bald den jungen Risley, einen Enkel des Königs, der Morde. Denn welchen Grund sollte es sonst geben, dass Nella, eine junge Magd, die Risley liebt, von dem Mörder verschon wird?

Kommentar:
Ich habe zuerst Band drei der Serie gelesen und war so begeistert, dass ich die beiden vorherigen Bücher gleich gekauft habe. Dubric ist kein 08/15 Held, wie man ihn oft in Fantasyromanen findet. Er ist ein alternder Mann, der alles in seinem Leben verloren hat, was ihm wichtig war. Er hat nur noch seine Arbeit und diese nimmt er sehr  ernst. Er verlangt sich und seinen Helfern alles ab und denkt nicht darüber nach, der er oft alle in Gefahr bringt. Im Gegensatz zu ihm sind seine beiden Helfer noch sehr jung. Otlee ist der Sohn eines Bäckers, der die Chance erhält, mehr aus sich zu machen. Er kann lesen und schreiben und ist eine buchstäbliche Leseratte. Mit seinen 12 Jahren ist er noch etwas zu jung für die gefährlichen Aufgaben, er führt daher das Protokoll bei Zeugenbefragungen. Ihm entgeht kein Wort der Aussagen und somit ist er Dubric eine große Hilfe. Lars ist zwei Jahre älter. Er wurde im Alter von 9 Jahren auf die Burg geschickt, um dort eine Ausbildung zu erhalten. Für ihn ist Dubric eine Vaterfigur. Lars ist aufgeweckt und intelligent, er kann gut kombinieren und er sieht Dinge, die anderen Menschen entgehen. Trotzdem mag er nicht glauben, dass Risley der Täter ist.
Natürlich klingt das Alter der beiden Helfer erschreckend jung. Man muss aber als Leser bedenken, dass es sich um eine mittelalterliche Welt handelt und das auch bei uns damals Jungens mit 14 Jahren schon als erwachsen galten.
Das Buch ist teilweise etwas verstörend, da die Opfer sehr detailliert beschrieben werden. Aber nie aus Effekthascherei sondern aus Notwendigkeit. Der Kastellan bedient sich forensischer Ermittlungsmethoden, ähnlich denen von CSI. Er untersucht Schnittwunden und Fußspuren, er sammelt Beweisstücke und befragt Zeugen. Er handelt absolut logisch, nur als er den Enkel des Königs verdächtigt, zögert er. Er hat den Thronfolger aufwachsen sehen und kennt ihn seit Jahren. Er traut ihm keine so brutalen Morde zu.
Mich hat auch dieser Roman von der ersten Seite an gepackt. Tamara Siler Jones hat hier etwas Neues geschaffen, dass sie selber forensische Fantasy nennt. Somit kommen auch Thrillerfans hier auf den Genuss.
Das Cover ist in einem dunklen Blau gehalten und zeigt zwei Schattenwesen vor einem weißen Mond, im Hintergrund die Burg. Übersetzt wurde das Buch von Michael Krug, der die Spannung der Geschichte perfekt ins Deutsche übertragen hat.
Eine spannenden, teils verstörende aber empfehlenswerte Lektüre für alle Fantasyfans, die Lust auf etwas Neues haben und von den ewig strahlenden Helden genug haben

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Archers avatar

Rezension zu "Tal der Seelen" von Tamara Siler Jones

Magier, Morde, Geister
Archervor 2 Jahren

Dubric Byerly, der Kastellan von Faldorrah, hat einen neuen Fall. Oder auch viele neue Fälle. In einer nahen Provinz finden sich dutzende oder hunderte tote Tiere, mit eingeritzten Symbolen, die darauf deuten, dass ein Blutmagier am Werk ist. Byerly hat vor vielen Jahrzehnten als General Kriege gegen diese Magier geführt, doch jetzt weiß er kaum, wie er gegen sie bestehen soll. Früher hat es besonders befähigte Assassinen gegeben, Magiertöterinnen, doch die letzte von ihnen ist schon lange tot. Und so stellen sich Dubric, seine Gefährtin Maeve, seine Pagen, sein Knappe und dessen Familie wieder einmal einer Gefahr, der sie eigentlich nicht Herr werden können.

Diese Fantasy-Mystery-Reihe ist für mich eine der besten, die je geschrieben wurde. In einer halb Mittelalter-, halb magischen Welt müssen ein alter Kastellan, der noch immer ein toughes Badass ist, und seine Untergebenen, die mehr Familie und Freunde darstellen, gegen übermächtige Kräfte kämpfen, die sie tatsächlich auch nur besiegen können, wenn sie alle zusammenhalten. Und dieses Zusammenhalten ist wirklich nicht einfach. Jeder von ihnen trägt traumatische Erlebnisse aus den vorherigen Geschehnissen herum, Magie und Geister treiben böse Spiele mit ihnen und niemand ist sicher. Der Schreibstil ist außergewöhnlich gut für Fantasy, die Charaktere entwickeln sich weiter und man kämpft und flucht und leidet, verliert und gewinnt mit ihnen. Leider ist das wohl der letzte Band der Reihe, was ich extrem schade finde.

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