Tami Shem-Tov

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Das Mädchen mit den drei Namen

Das Mädchen mit den drei Namen

 (7)
Erschienen am 05.08.2009

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Rezension zu "Das Mädchen mit den drei Namen" von Tami Shem-Tov

Rezension zu "Das Mädchen mit den drei Namen" von Tami Shem-Tov
Daniliesingvor 9 Jahren

Zu Anfang sei gleich erstmal gesagt: Dieses Buch ist wunderschön gemacht!

In "Das Mädchen mit den drei Namen" wird eine wahre Begebenheit erzählt, die sich zur Zeit des 2. Weltkriegs zutrug.

Das Mädchen Jacqueline und ihre Familie sind jüdisch, und aufgrund der Besetzung Hollands durch die Nazis, dazu gezwungen, sich zu trennen. So lebt Jacqueline bei einer Arztfamilie, die ihr einen bestmöglichen Schutz gewährt.

Allerdings muss sie, der Sicherheit wegen, einen neuen Namen annehmen, der weniger Aufsehen erregt und so nennt man sie fortan Lieneke. Tatsächlich gibt es in diesem Buch so einige Situationen, in denen es für Lieneke, aber auch für ihre Eltern, brenzlich wird. Immer wieder müssen sie sich verstecken oder verstellen, um nicht ertappt zu werden.

Über diese Zeit hinweg, sind die Briefe ihres Vaters an sie, nahezu Lienekes einziger Hoffnungsschimmer. Ihr Vater kann nämlich wunderschön zeichnen und illustriert jeden Brief an Lieneke mit viel Liebe und Gespür fürs Detail.

Das Wunderbare an "Das Mädchen mit den drei Namen" ist, dass alle Briefe abgedruckt wurden und man als Leser so intensiv mit in diese Vater-Tochter-Beziehung eingebunden wird. Da es sich um die echten Briefe, in Originalsprache, handelt, werden diese natürlich immer auch übersetzt.

Dieses Buch ist wirklich ein berührender Beweis der Liebe zwischen zwei Menschen, denen es eine Zeit lang nicht möglich ist, sich zu sehen. Auch die Angst, die diese Situation mit sich bringt, erfasst die Autorin Tami Shem-Tov, gekonnt. Sie bringt die eigentliche Wirkung der Briefe, durch die zusätzlich erzählte Geschichte, noch mehr hervor und lässt den Leser mit den Figuren mitfühlen.

"Das Mädchen mit den drei Namen" erzählt eine Lebensgeschichte - in Wort und Bildern - wie sie aufrüttelnder kaum sein könnte. Es berührt einfach zu sehen, wie der Vater mit seinen Briefen stets versucht, die Hoffnung zu wahren. Und wie sich andere dafür einsetzen, Familien wie Lienekes zu schützen und ihnen wieder zu etwas Glück und Freude im Leben zu verhelfen.

Sicher ist dieses Buch durch viele traurige Passagen geprägt, aber doch gibt es immer auch hoffnungsfrohe und ausgelassene Momente. So ist "Das Mädchen mit den drei Namen" niemals zu schwer, aber dennoch sehr tiefgründig!

Ein sehr lesenswertes Buch für Jugendliche ab 13 und natürlich auch Erwachsene!

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