Tamsin Winter

 4.3 Sterne bei 4 Bewertungen

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Being Miss Nobody

Being Miss Nobody

 (4)
Erschienen am 01.06.2017

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Rezension zu "Being Miss Nobody" von Tamsin Winter

Being Miss Nobody von Tamsin Winter
FairyOfBooksvor 8 Tagen

>>There is a time for being quiet and there is a time for speaking up.<< /
>>Es gibt eine Zeit, um leise zu sein, und es gibt eine Zeit, um zu sprechen.<<

Zum Cover: Ich mag die Farben ja total, ich liebe vor allem das knallige Pink, obwohl ich gar nicht so der Rosa-Typ bin, aber mit der dunkelblauen Schrift harmoniert das irgendwie echt schön zusammen.
Auch die süßen, kleinen Wölkchen haben etwas zartes und zerbrechliches, doch die große, schwarze Wolke ist ein deutlicher Bruch in diesem Bild und auch das Mädchen, das von dem Regen, der aus dieser kommt, übergossen wird.
Man merkt bei diesem Cover sofort, dass hier hinter ein ernstes Thema auf einen wartet. Dennoch ist auch die Aufmachung von Außen wie Innen wirklich eine wirklich schöne Auflockerung.

Zum Originalinhalt: "Rosalind hates her new secondary school. She's the weird girl who doesn't talk. The Mute-ant. And it's easy to pick on someone who can't fight back. So Rosalind starts a blog - Miss Nobody; a place to speak up, a place where she has a voice. But there's a problem: Is Miss Nobody becoming a bully herself?"

Ins Deutsche übersetzt: Rosalind hasst ihre neue weiterführende Schule. Sie ist das komische Mädchen, das nicht spricht. Die stumme Ameise. Und es ist leicht, jemanden zu finden, der sich nicht wehren kann. Also startet Rosalind einen Blog - Miss Nobody; ein Ort zum Sprechen, ein Ort, wo sie eine Stimme hat. Aber es gibt ein Problem: Wird Miss Nobody selbst zum Tyrann?

Meine Meinung: Zum Einen habe ich mir dieses Buch wieder auf Vorwand gekauft, weil es um das Thema "Selektiven Mutismus" geht und ich mich aufgrund dessen absolut mit Rosalind identifiziere.
Zum Anderen hat es mich daher gehend überhaupt nicht enttäuscht, es hat mich teilweise sogar noch überraschen können, denn es ist weitestgehend tiefgründiger als ich annahm.
Es geht zwar vorweg hauptsächlich um Rosalind und wie sie ihren Alltag mit dem Mutismus bestreitet, in dem sie auf eine neue und weiterführende Schule geht, aber neben dem hat sie noch eine andere Last der Trauer zu tragen.
Denn ihr kleiner Bruder Seb ist an Leukämie erkrankt und was das für ein Ende bereithält, brauche ich gar nicht verraten, oder?
Jedenfalls habe ich schon alleine deshalb einige Male schwer meine Tränden hinunterschlucken müssen und wenn man bedenkt, wie sehr Rosylind in ihrer Schule aufgrund ihres Schweigens gemobbt wird, ist diese Tatsache noch umso trauriger.
Denn Seb ist der einzige Mensch bis dato mit dem sie gelöst und ohne jegliche Furcht sprechen kann. Dass ihr dieser Mensch letztlich entrissen wird, ist wirklich unsagbar traurig.
Jedoch besteht dieses Buch nicht nur aus traurigen Momenten, um wieder etwas sonnigere Gedanken zu bekommen, erwähne ich Ailsa, Rosalinds erste, richtige Schulfreundin. Sie ist so eine gute und so sympathisch.
Glaubt mir, wenn ich es euch sage, Ailsa werdet ihr lieben! Sie hilft Rosalind auf so eine perfekte Weise, die die Freundschaft zu einer der Schönsten macht, die ich bisher in einem Buch gelesen habe.
Und schließlich nach der Zeit des Trauerns findet man dann auch endlich seine Stimme und dieser Weg ist in diesem Buch beschrieben. Es ist Rosalinds Weg, damit zu beginnen, ihre eigene Stimme zu finden.
Dabei finde ich es äußerst wichtig, dass sie dies in kleinen Schritten tut und erst auch nicht von jedem akzeptiert wird oder ihre Meinung auch umstritten ist, die sie auf ihrem Blog teilt, das macht diese ganze Geschichte noch realer.
Vor allem ist diese Message, die am Ende gesagt wird, eine so wichtige, dass ich sie extra deshalb noch einmal über diese Rezension geschrieben habe.

Fazit: Da mir dieses Buch unglaublich viel gegeben hat und mir jetzt schon sehr wichtig ist, hoffe ich, dass es noch viele lesen werden. Besonders diejenigen, die vielleicht noch nie etwas von dem Begriff "Mutismus" gehört haben.
Das Thema liegt mir wahnsinnig am Herzen, weil es einfach ein sehr schwieriges Thema ist, das schwer ist, in Worte zu fassen. Mir fällt es da selbst nicht leicht. Umso wichtiger, dass es doch solche Bücher gibt. Zwar noch sehr selten, aber es gibt sie.
"Being miss nobody" von Tamsin Winter ist für mich eine echte Empfehlung wert, die ich euch nun somit ausspreche, denn es bekommt von mir absolute 5 Sterne. Hoffentlich gibt es euch genauso viel wie es mir gegeben hat.

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HarIequins avatar

Rezension zu "Being Miss Nobody" von Tamsin Winter

Von einer psychischen Krankheit, Überwindung und Freundschaft
HarIequinvor einem Jahr

„Literally someone could have a gun pointed at my head threatening to kill me if I didn’t say something and I still couldn’t make any words come out.“

Rosalind hat es nicht leicht an ihrer neuen Schule: durch ihre psychische Krankheit „Selective Mutism“ ist sie unfähig vor fremden Leuten oder wenn sie nervös ist, zu sprechen. Schnell wird sie von ihren Mitschülern als „Die Komische“ abgestempelt und bekommt den Spitznamen „Mute-Ant“. Um ihre Stimme doch irgendwie hörbar zu machen startet sie den Blog „Miss Nobody“, in dem sie sich gegen sämtliche Mobber der Schule ausspricht. Anklang findet sie schnell und die anderen „Nobodys“ der Schule tun sich zusammen. Doch das Projekt gerät auβer Kontrolle, als die Gemobbten plötzlich selbst zu den Mobbern werden.

Ich hatte im Vorfeld den Eindruck, dass es sich hier um ein Jugendbuch mit Teenagerin als Protagonistin handelt, merkte dann aber schnell, dass Rosalind doch eher jünger ist – 11, um genau zu sein. Anfangs hat es mich ein wenig irritiert (zwecks Identifikation), konnte mich aber schnell damit anfreunden, da Rosalind sehr angenehm ist und durch das junge Alter keine unnötige Liebesgeschichte im Buch entsteht. Es geht vorwiegend um ihre Krankheit und wie sie versucht mit dieser umzugehen. Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, weiβ ich natürlich nicht, wie realistisch die Darstellung und die Therapie hier sind. Aber interessant war es auf jeden Fall zu lesen, da sie mir komplett fremd war.

Die Darstellung der Kinder in ihrer Schule ist zwar etwas klischeehaft, aber für das Buch passend. Sie sind unsensibel gegenüber Rosalind und versuchen sie durch Schikane zum Reden zu zwingen, klauen Essen der Mitschüler, schubsen diese herum etc. Der Blog von „Miss Nobody“ ändert einiges zum Positiven, läuft aber (erwartungsgemäβ) schnell aus dem Ruder. Anfangs fand ich es noch ein wenig zu moralisch (ganz ehrlich – einige der Mitschüler haben es tatsächlich verdient), aber gegen Ende wird die Hasswelle auf ein ungeahntes Niveau gehoben.

Zusätzlich zu ihren eigenen Problemen hat Rosalind damit zu kämpfen, dass ihr kleiner Bruder Seb an Leukämie erkrankt ist. Was eigentlich eher eine Nebengeschichte ist, hat mich unerwartet viele Tränen gekostet und dem Buch eine Schwere verliehen, die man vom Klappentext her nicht erahnen würde.

Das Ende war für meinen Geschmack leider viel zu abrupt (buchstäblich mitten in einer Rede) und ein Epilog hat mir auch gefehlt. Es fühlt sich nach der letzten Seite irgendwie unvollständig an.

Ich weiβ gar nicht, ob man „Being Miss Nobody“ eher als Jugend- oder Kinderbuch einordnen soll. Rosalinds Alter lässt eher auf letzteres schätzen, aber angefühlt hat es sich eher als Jugendbuch. Letztlich ist es aber nicht so wichtig, da es so oder so empfehlenswert ist, egal für welches Alter. Man lernt etwas über eine kaum präsente Krankheit, die Protagonistin ist sympathisch und das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Handlung kommt zwar etwas langsam ins Rollen, wird dafür aber ab der Hälfte richtig spannend und unvorhergesehen. Eine süβes Buch über Freundschaft, Überwindung und darüber, sich Gehör zu verschaffen.



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