Tamy Fabienne Tiede

 4.2 Sterne bei 34 Bewertungen

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Club der letzten Wünsche

Club der letzten Wünsche

 (34)
Erschienen am 01.02.2017

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Rezension zu "Club der letzten Wünsche" von Tamy Fabienne Tiede

Wirklich gelungen
Schneeflocke1vor einem Jahr

https://buecherwurm0212.wordpress.com/2017/07/12/club-der-letzten-wuensche-tamy-fabienne-tiede/#more-1622

Inhalt:

„Was würdest du tun? Unter freiem Himmel schlafen, ans Meer fahren, dich ein letztes mal Hals über Kopf verlieben?“ Diese Fragen schwirren in Jesslyns Kopf, als sie die erschütternde Diagnose erhält: Sie hat Krebs. Dabei gibt es noch so vieles, was sie unbedingt erleben will. Also schreibt sie eine Liste, die ihre letzten kleinen und großen Wünsche enthält. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr bei deren Erfüllung zur Seite stehen und ihr zeigen, dass das Leben – so kurz es vielleicht sein mag – wundervolle Momente bereithält.

Cover:

Ich finde das Cover eigentlich schön. Doch mir ist es irgendwie zu 0815. So ein Cover hat man mittlerweile auf fast jeden Buch. Es ist einfach nichts neues mehr.

Schreibstil:

Der Schreibstil war meiner Meinung nach sehr angenehm. Sehr flüssig geschrieben. Auch schwierige Szenen in denen wahrscheinlich viele ein Problem mit dem schreiben gehabt hätten sind hier sehr flüssig und gut beschrieben. Man bekommt als Leser nicht zu wenig und nicht zu viel mit.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch an sich sehr gut gefallen. Was ich nur irgendwie schade finde ist das die Charaktere sehr wenig beleuchtet werden. Also Jesslyn versteht man als Leser sehr gut. Denn wir verfolgen sie die ganze Zeit. Aber die meiste Zeit davon ist sie nicht alleine. Und diese Freunde sind so gut wie immer bei ihr, aber man lernt diese Leute nicht wirklich kennen. Man weiß ok das und jenes aber wie die Person funktioniert oder wie sie denkt und so, das erfahren wir nicht. Was ich sehr schade finde. Denn ich als Leser verbringe 287 Seiten mit diesen Personen ohne sie wirklich kennenzulernen. Aber ich muss sagen das dieses Buch wirklich gut beschreibt wie es ist wenn man die Diagnose bekommt. Also so Dinge wie „Nicht wahr haben wollen“ „Frust“ „Akzeptanz“ usw. all das wird hier sehr schön beschrieben. Man erlebt wie sich Jesslyn fühlt. Wir lesen was in ihr vorgeht und wie sie sich durch diese Diagnose verändert. Was all das mit ihrem Leben macht. Und das habe ich in wenigen Büchern bis jetzt so gut erzählt bekommen. Allerdings muss ich sagen ist die Idee mit der Liste nun auch nicht mehr die neuste. Ich wusste im Prinzip bevor ich die Liste gelesen hatte was ungefähr drauf stehen würde und das fand ich sehr schade. Denn auch wenn man sich inspirieren lässt kann man doch hier wenigstens mal was ausgefallenes einbauen und nicht immer die gleichen Dinge. Aber die Geschichte an sich ist wirklich sehr gut und die Liste an sich wird gar nicht so oft erwähnt. Die Dinge passieren einfach und dann führt eines zum anderen und so funktioniert es eben irgendwie auch mit einem 0815 Element.

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Rezension zu "Club der letzten Wünsche" von Tamy Fabienne Tiede

Rezension zu "Club der letzten Wünsche" von Tamy Fabienne Tiede
majosBooksvor einem Jahr

Autorin: Tamy Fabienne Tiede
Verlag: Piper
Seitenanzahl: 288
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-492-30984-4

Inhalt

Was würdest du tun?

Unter freiem Himmel schlafen, ans Meer fahren, dich ein letztes Mal Hals über Kopf verlieben?


Diese Fragen schwirren in Jesslyns Kopf, als sie die erschütternde Diagnose erhält: Sie hat Krebs. Dabei gibt es noch si vieles, was sie unbedingt erleben will. Also schreibt sie eine Liste, die ihre letzten kleinen und großen Wünsche enthält. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr bei deren Erfüllung zur Seite stehen und ihr zeigen, dass das Leben - so kurz es vielleicht sein mag - wundervolle Momente bereithält.
(Klappentext "Club der letzten Wünsche)

Meine Meinung

Jesslyn, ein 19-jähriges Mädchen, lässt sich aufgrund einer Erkältung beim Arzt untersuchen. Dabei kommt jedoch heraus, dass es sich bei ihr weniger um eine einfach Erkältung handelt, sondern vielmehr um Lungenkrebs - unheilbar.
Auch wenn Jesslyn der Ernst der Lage durchaus bewusst ist, scheut sie nicht davor zurück Witze über ihre Krankheit zu reißen - sehr zum Missfallen von James.
James ist einer der Praktikanten in dem Krankenhaus, in dem Jesslyn untergebracht worden ist und schnell stellen beide fest, dass da etwas zwischen ihnen ist, was sie nicht ignorieren können, so sehr sie sich auch bemühen.
Ob nächtliche Ausflüge auf die Dachterrasse oder das Organisieren von Überraschungsbesuchen der besten Freundin, James ist an Jesslyns Seite egal was geschieht. So auch als sie beschließt auf die Chemotherapien zu verzichten und sich ihr Zustand immer weiter verschlechtert.
Die dem Tod geweihte Jesslyn hat nur noch ein paar letzte Wünsche, wobei sich nur einer wirklich auf sie selbst bezieht. Und dieser ist alle Dinge auf ihrer Liste, die sie zusammen mit Boomer, ihrem Bruder, angefertigt hat bis zu ihrem Tod zu erledigen..

Als ich mit dem Buch begonnen hatte, hatte ich irgendwie immer "Club der roten Bänder" im Kopf und habe immer, wenn irgendetwas passiert ist, gleich Vergleiche zu der Serie gezogen. Ich weiß auch nicht genau warum, aber vermutlich einfach nur, weil das Buch und die Serie gleichermaßen das Thema der Krebserkrankung aufgreift und in beiden Fällen auch die Hauptcharaktere die betroffenen Personen sind.

Das Buch ist größtenteils aus der Sicht von Jesslyn geschrieben, hat aber zwischendurch auch ein paar Kapitel aus James' Sicht.
Am Ende des Buches -also im Grunde die 'Nachgeschichte' kann man aus den Perspektiven jeder wichtigen Person aus Jesslyns Leben lesen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben.
Diese Perspektivwechsel, vor allem James und Jesslyn, können einem in mehr als einer Situation darüber aufklären, was eigentlich vor sich geht -beispielsweise als James auf einmal richtig wütend wird als sich Jesslyn wieder einen kleinen Spaß erlaubt.

Auch wenn man sich als Leser schon ziemlich genau ausmalen kann wie alles ausgeht und was ungefähr noch alles passieren wird, verliert man doch nicht die Lust am Lesen.
Mit seinen 288 Seiten gehört das Buch nicht zu den dicken Schinken, für die man teilweise Ewigkeiten braucht um sie durchzulesen. Auch der flüssige und wirklich gut zu lesende Stil trägt zu einem schnellen Lesen bei.
Ich frage mich immer noch warum ich es so lange auf meinem SuB liegen hatte. Ich habe das Buch tatsächlich in den letzten beiden Tagen in der Schule gelesen - und da auch nur in den Mittagspausen. Also man ist mit dem Buch wirklich schnell durch.

Das liegt aber auch an der Geschichte selbst. Sie ist zwar ziemlich 'einfach' gestrickt -soweit man Krebserkrankung und deren Folgen als einfach bezeichnen kann- und man könnte meinen, dass es dadurch schnell langweilig werden könnte aber dadurch, dass man wissen möchte wie es mit Jesslyn und den anderen weiter geht, kann man auch nicht einfach so zwischendurch mal aufhören.
Was bei mir auch immer zu einem schnellen Lesen beiträgt sind kurze Kapitel - und davon gibt es hier genug.
Zwar sind hier auch welche dabei, die wirklich sehr kurz sind, aber hier hat mich das, ehrlich gesagt, überhaupt nicht gestört.

Was mir von allem am meisten gefallen hat, waren die tiefgründigeren Textstellen, bei denen man wirklich sehr zum Nachdenken angeregt wird.
Es sind Themen, über die ich persönlich zwar auch schon mal in irgendeiner Form nachgedacht habe, aber dabei nie so tief gegangen bin. Nach diesen Stellen saß ich dann echt erstmal vor dem Buch und habe dann um die 10 Minuten erstmal nur darüber nachgedacht, was da steht.
Folgende Textstellen fand ich besonders schön:

"Ich glaube, man sollte vor nichts Angst haben. Das ist reine Zeitverschwendung. Respekt dagegen ist viel wichtiger. Du solltest allem auf der Welt ein gewisses Maß an Respekt zollen, und dann, das verspreche ich dir, kannst du alles mit offenen Armen empfangen. Vollkommen befreit von dem ganzen Schmerz, der mit so etwas wie Furcht einhergeht. Also - um auf deine Frage zurückzukommen - nein, ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich habe Respekt davor. Denn wenn wir sterben, sind wir alle gleich. Tot und kalt. Nichts weiter. Der Schöpfer sieht uns in die Augen und gibt uns hoffentlich endlich unsere Erlösung. Dann ist es egal, wie reich oder arm du warst, es kommt nur noch auf dich an. Was hast du Gutes getan und was Schlechtes? Das ist das Einzige, was noch zählt. Es wird abgerechnet, und jeder bekommt, was er verdient hat. Und ich weiß, dass dann alles gut wird. Das jeder endlich vollkommen frei sein kann. Zumindest jeder, der es sich traut"(Seite 210)

"Liebe ist ein rettender Anker und eine beflügelnde Macht, der Speer, der dich durchbohren kann, und die Arznei, die dich heilen lässt. Liebe hat keine Größe, denn sie ist endlos. Und sie liegt nie falsch. Sie ist niemals schwarz, niemals tot. Liebe hat kein Ende, aber dafür immer einen Anfang."(Seite 262)


Der einzige Punkt, der mich hier etwas gestört hat, war, dass Jesslyn nicht wirklich glaubhaft rüber kam - zumindest am Anfang nicht. Ihr Verhalten glich eher dem eines Kindes als dem einer 19-jährigen. So konnte ich ihr Handeln manchmal nicht so ganz nachvollziehen, was sich aber glücklicherweise im Laufe des Buches geändert hat.

Fazit

Ein Buch, welches eine ernste Thematik behandelt, lange im Gedächtnis bleibt und so voller Liebe ist, dass man es einfach lesen muss und einmal angefangen nicht mehr aus der Hand legen kann.


~4,5/5 Sterne

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Rezension zu "Club der letzten Wünsche" von Tamy Fabienne Tiede

Haltet die Taschentücher bereit!
AlexandraHonigvor einem Jahr

Club der letzten Wünsche ♡

Tamy Fabienne Tiede

Was würdest du tun, wenn du die schreckliche Diagnose Krebs erhältst? Jesslyn erfährt, dass sie bald sterben wird, dabei ist sie noch so jung und es gibt noch so viele Dinge, die sie erleben will. Kurzerhand schreibt sie eine Liste mit letzten Wünschen und Vorhaben und arbeitet diese zusammen mit James, dem Praktikanten aus dem Krankenhaus mit den göttlichen Grübchen, ihrem Bruder Boomer sowie ihrer Krankenschwester Bonnie und ihrer besten Freundin Yuliya ab. Zusammen bilden sie den Club der letzten Wünsche.

Zugegeben, die Idee mit der Liste der letzten Wünsche ist nicht neu. ABER ich liebe solche Geschichten einfach und diese hier wurde meiner Meinung nach so so gut umgesetzt. Ich habe es größtenteils in öffentlichen Verkehrsmitteln gelesen und musste mir dauernd kleinere Tränchen wegwischen und zum Ende hin sogar ganze Sturzbäche.
Mir ist die Geschichte absolut an Herz und Nieren gegangen. Jesslyn hat vor Allem Angst und versucht die Wahrheit daher weitestgehend zu verdrängen. Über ihre Krankheit und dessen Verlauf will sie eigentlich überhaupt nichts wissen. Sie ist sehr wechselmütig – so lernen wir das Mädchen kennen, dass sie wohl mal gewesen und, aber auch das durch die Krankheit gezeichnete, unsichere Mädchen. Manchmal macht sie es den Leuten in ihrer Umgebung sehr schwer sie zu mögen und ist abweisend und sogar teilweise gemein und beleidigend – aber dieses Verhalten begründet sich wohl auf die Nachricht ihres baldigen Todes.
James ist ein Traum! Er ist geduldig, loyal und sentimental und damit genau das Gegenteil von Jesslyn. Er ist das perfekte Gegenstück zu ihr. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Charaktere, die die Autorin geschaffen hat, so real und authentisch geblieben sind. Sie machen Fehler, brauchen Auszeiten, verhalten sich auch mal ohne Grund völlig daneben und händeln ihr Leben genau wie jeder andere. Ich finde es nämlich immer schwierig, mich mit diesen immerzu ‚perfekten’ Protagonisten zu identifizieren.

Für Fans von solchen Geschichten wie ‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter’ von John Green und ‚mein bester letzter Sommer’ von Anne Freytag also genau das richtige!

5 von 5 ♡

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