Tamy Fabienne Tiede Club der letzten Wünsche

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Inhaltsangabe zu „Club der letzten Wünsche“ von Tamy Fabienne Tiede

»Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich im Kindergarten Würmer gegessen und anderen Kindern meine Schippe über den Schädel gezogen, und jetzt lag ich in einem Krankenhaus mit einem Tumor in meiner Lunge.« Jesslyn wird sterben. Aber nicht, bevor sie nicht unter freiem Himmel geschlafen, das Meer gesehen, sich verewigt hat. Und nicht, bevor sie nicht die ganz, ganz große Liebe getroffen hat. Gemeinsam mit ihren Freunden erfüllt sich Jesslyn ihre letzten großen Wünsche.

Diese Geschichte geht an Herz und Nieren!

— AlexandraHonig

Liebe geht durch alle Zeiten - auch den Tod.

— MadamePenumbra

Ein wunderbares Buch mit einer emotionalen Geschichte, von der man jedoch nicht zu viel erwarten sollte.

— Samirabooklover

Dieses Buch bedarf keiner Worte, sondern Tränen, Lachen und unendliches Lesen.

— Iamnotl

Lest es, es geht unter die Haut!

— Sweetybeanie

Die bittersüße Liebesgeschichte einer todkranken jungen Frau, die ich eher jungen Leserinnen empfehlen würde.

— Ruffian

Eine durchwachsene Geschichte, die erst ab der Hälfte Fahrt aufnimmt

— Skyline-Of-Books

Ein trauriges und emotionales Buch.

— weinlachgummi

Unglaublich emotional und wunderschön ღ

— MilenasBookWorld

Eine tiefgründige und ergreifende Geschichte, bei der man Taschentücher bereithalten sollte.

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    Club der letzten Wünsche

    Schneeflocke1

    12. August 2017 um 21:25

    https://buecherwurm0212.wordpress.com/2017/07/12/club-der-letzten-wuensche-tamy-fabienne-tiede/#more-1622 Inhalt: „Was würdest du tun? Unter freiem Himmel schlafen, ans Meer fahren, dich ein letztes mal Hals über Kopf verlieben?“ Diese Fragen schwirren in Jesslyns Kopf, als sie die erschütternde Diagnose erhält: Sie hat Krebs. Dabei gibt es noch so vieles, was sie unbedingt erleben will. Also schreibt sie eine Liste, die ihre letzten kleinen und großen Wünsche enthält. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr bei deren Erfüllung zur Seite stehen und ihr zeigen, dass das Leben – so kurz es vielleicht sein mag – wundervolle Momente bereithält. Cover: Ich finde das Cover eigentlich schön. Doch mir ist es irgendwie zu 0815. So ein Cover hat man mittlerweile auf fast jeden Buch. Es ist einfach nichts neues mehr. Schreibstil: Der Schreibstil war meiner Meinung nach sehr angenehm. Sehr flüssig geschrieben. Auch schwierige Szenen in denen wahrscheinlich viele ein Problem mit dem schreiben gehabt hätten sind hier sehr flüssig und gut beschrieben. Man bekommt als Leser nicht zu wenig und nicht zu viel mit. Meine Meinung: Mir hat das Buch an sich sehr gut gefallen. Was ich nur irgendwie schade finde ist das die Charaktere sehr wenig beleuchtet werden. Also Jesslyn versteht man als Leser sehr gut. Denn wir verfolgen sie die ganze Zeit. Aber die meiste Zeit davon ist sie nicht alleine. Und diese Freunde sind so gut wie immer bei ihr, aber man lernt diese Leute nicht wirklich kennen. Man weiß ok das und jenes aber wie die Person funktioniert oder wie sie denkt und so, das erfahren wir nicht. Was ich sehr schade finde. Denn ich als Leser verbringe 287 Seiten mit diesen Personen ohne sie wirklich kennenzulernen. Aber ich muss sagen das dieses Buch wirklich gut beschreibt wie es ist wenn man die Diagnose bekommt. Also so Dinge wie „Nicht wahr haben wollen“ „Frust“ „Akzeptanz“ usw. all das wird hier sehr schön beschrieben. Man erlebt wie sich Jesslyn fühlt. Wir lesen was in ihr vorgeht und wie sie sich durch diese Diagnose verändert. Was all das mit ihrem Leben macht. Und das habe ich in wenigen Büchern bis jetzt so gut erzählt bekommen. Allerdings muss ich sagen ist die Idee mit der Liste nun auch nicht mehr die neuste. Ich wusste im Prinzip bevor ich die Liste gelesen hatte was ungefähr drauf stehen würde und das fand ich sehr schade. Denn auch wenn man sich inspirieren lässt kann man doch hier wenigstens mal was ausgefallenes einbauen und nicht immer die gleichen Dinge. Aber die Geschichte an sich ist wirklich sehr gut und die Liste an sich wird gar nicht so oft erwähnt. Die Dinge passieren einfach und dann führt eines zum anderen und so funktioniert es eben irgendwie auch mit einem 0815 Element.

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  • Rezension zu "Club der letzten Wünsche" von Tamy Fabienne Tiede

    Club der letzten Wünsche

    majosBooks

    23. June 2017 um 07:21

    Autorin: Tamy Fabienne TiedeVerlag: PiperSeitenanzahl: 288Preis: 9,99€ISBN: 978-3-492-30984-4InhaltWas würdest du tun?Unter freiem Himmel schlafen, ans Meer fahren, dich ein letztes Mal Hals über Kopf verlieben?Diese Fragen schwirren in Jesslyns Kopf, als sie die erschütternde Diagnose erhält: Sie hat Krebs. Dabei gibt es noch si vieles, was sie unbedingt erleben will. Also schreibt sie eine Liste, die ihre letzten kleinen und großen Wünsche enthält. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr bei deren Erfüllung zur Seite stehen und ihr zeigen, dass das Leben - so kurz es vielleicht sein mag - wundervolle Momente bereithält.(Klappentext "Club der letzten Wünsche)Meine MeinungJesslyn, ein 19-jähriges Mädchen, lässt sich aufgrund einer Erkältung beim Arzt untersuchen. Dabei kommt jedoch heraus, dass es sich bei ihr weniger um eine einfach Erkältung handelt, sondern vielmehr um Lungenkrebs - unheilbar.Auch wenn Jesslyn der Ernst der Lage durchaus bewusst ist, scheut sie nicht davor zurück Witze über ihre Krankheit zu reißen - sehr zum Missfallen von James.James ist einer der Praktikanten in dem Krankenhaus, in dem Jesslyn untergebracht worden ist und schnell stellen beide fest, dass da etwas zwischen ihnen ist, was sie nicht ignorieren können, so sehr sie sich auch bemühen.Ob nächtliche Ausflüge auf die Dachterrasse oder das Organisieren von Überraschungsbesuchen der besten Freundin, James ist an Jesslyns Seite egal was geschieht. So auch als sie beschließt auf die Chemotherapien zu verzichten und sich ihr Zustand immer weiter verschlechtert.Die dem Tod geweihte Jesslyn hat nur noch ein paar letzte Wünsche, wobei sich nur einer wirklich auf sie selbst bezieht. Und dieser ist alle Dinge auf ihrer Liste, die sie zusammen mit Boomer, ihrem Bruder, angefertigt hat bis zu ihrem Tod zu erledigen..Als ich mit dem Buch begonnen hatte, hatte ich irgendwie immer "Club der roten Bänder" im Kopf und habe immer, wenn irgendetwas passiert ist, gleich Vergleiche zu der Serie gezogen. Ich weiß auch nicht genau warum, aber vermutlich einfach nur, weil das Buch und die Serie gleichermaßen das Thema der Krebserkrankung aufgreift und in beiden Fällen auch die Hauptcharaktere die betroffenen Personen sind.Das Buch ist größtenteils aus der Sicht von Jesslyn geschrieben, hat aber zwischendurch auch ein paar Kapitel aus James' Sicht.Am Ende des Buches -also im Grunde die 'Nachgeschichte' kann man aus den Perspektiven jeder wichtigen Person aus Jesslyns Leben lesen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben.Diese Perspektivwechsel, vor allem James und Jesslyn, können einem in mehr als einer Situation darüber aufklären, was eigentlich vor sich geht -beispielsweise als James auf einmal richtig wütend wird als sich Jesslyn wieder einen kleinen Spaß erlaubt.Auch wenn man sich als Leser schon ziemlich genau ausmalen kann wie alles ausgeht und was ungefähr noch alles passieren wird, verliert man doch nicht die Lust am Lesen.Mit seinen 288 Seiten gehört das Buch nicht zu den dicken Schinken, für die man teilweise Ewigkeiten braucht um sie durchzulesen. Auch der flüssige und wirklich gut zu lesende Stil trägt zu einem schnellen Lesen bei.Ich frage mich immer noch warum ich es so lange auf meinem SuB liegen hatte. Ich habe das Buch tatsächlich in den letzten beiden Tagen in der Schule gelesen - und da auch nur in den Mittagspausen. Also man ist mit dem Buch wirklich schnell durch.Das liegt aber auch an der Geschichte selbst. Sie ist zwar ziemlich 'einfach' gestrickt -soweit man Krebserkrankung und deren Folgen als einfach bezeichnen kann- und man könnte meinen, dass es dadurch schnell langweilig werden könnte aber dadurch, dass man wissen möchte wie es mit Jesslyn und den anderen weiter geht, kann man auch nicht einfach so zwischendurch mal aufhören.Was bei mir auch immer zu einem schnellen Lesen beiträgt sind kurze Kapitel - und davon gibt es hier genug.Zwar sind hier auch welche dabei, die wirklich sehr kurz sind, aber hier hat mich das, ehrlich gesagt, überhaupt nicht gestört.Was mir von allem am meisten gefallen hat, waren die tiefgründigeren Textstellen, bei denen man wirklich sehr zum Nachdenken angeregt wird.Es sind Themen, über die ich persönlich zwar auch schon mal in irgendeiner Form nachgedacht habe, aber dabei nie so tief gegangen bin. Nach diesen Stellen saß ich dann echt erstmal vor dem Buch und habe dann um die 10 Minuten erstmal nur darüber nachgedacht, was da steht.Folgende Textstellen fand ich besonders schön:"Ich glaube, man sollte vor nichts Angst haben. Das ist reine Zeitverschwendung. Respekt dagegen ist viel wichtiger. Du solltest allem auf der Welt ein gewisses Maß an Respekt zollen, und dann, das verspreche ich dir, kannst du alles mit offenen Armen empfangen. Vollkommen befreit von dem ganzen Schmerz, der mit so etwas wie Furcht einhergeht. Also - um auf deine Frage zurückzukommen - nein, ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich habe Respekt davor. Denn wenn wir sterben, sind wir alle gleich. Tot und kalt. Nichts weiter. Der Schöpfer sieht uns in die Augen und gibt uns hoffentlich endlich unsere Erlösung. Dann ist es egal, wie reich oder arm du warst, es kommt nur noch auf dich an. Was hast du Gutes getan und was Schlechtes? Das ist das Einzige, was noch zählt. Es wird abgerechnet, und jeder bekommt, was er verdient hat. Und ich weiß, dass dann alles gut wird. Das jeder endlich vollkommen frei sein kann. Zumindest jeder, der es sich traut"(Seite 210)"Liebe ist ein rettender Anker und eine beflügelnde Macht, der Speer, der dich durchbohren kann, und die Arznei, die dich heilen lässt. Liebe hat keine Größe, denn sie ist endlos. Und sie liegt nie falsch. Sie ist niemals schwarz, niemals tot. Liebe hat kein Ende, aber dafür immer einen Anfang."(Seite 262)Der einzige Punkt, der mich hier etwas gestört hat, war, dass Jesslyn nicht wirklich glaubhaft rüber kam - zumindest am Anfang nicht. Ihr Verhalten glich eher dem eines Kindes als dem einer 19-jährigen. So konnte ich ihr Handeln manchmal nicht so ganz nachvollziehen, was sich aber glücklicherweise im Laufe des Buches geändert hat.FazitEin Buch, welches eine ernste Thematik behandelt, lange im Gedächtnis bleibt und so voller Liebe ist, dass man es einfach lesen muss und einmal angefangen nicht mehr aus der Hand legen kann.~4,5/5 Sterne

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  • Haltet die Taschentücher bereit!

    Club der letzten Wünsche

    AlexandraHonig

    30. May 2017 um 17:27

    Club der letzten Wünsche ♡Tamy Fabienne TiedeWas würdest du tun, wenn du die schreckliche Diagnose Krebs erhältst? Jesslyn erfährt, dass sie bald sterben wird, dabei ist sie noch so jung und es gibt noch so viele Dinge, die sie erleben will. Kurzerhand schreibt sie eine Liste mit letzten Wünschen und Vorhaben und arbeitet diese zusammen mit James, dem Praktikanten aus dem Krankenhaus mit den göttlichen Grübchen, ihrem Bruder Boomer sowie ihrer Krankenschwester Bonnie und ihrer besten Freundin Yuliya ab. Zusammen bilden sie den Club der letzten Wünsche.Zugegeben, die Idee mit der Liste der letzten Wünsche ist nicht neu. ABER ich liebe solche Geschichten einfach und diese hier wurde meiner Meinung nach so so gut umgesetzt. Ich habe es größtenteils in öffentlichen Verkehrsmitteln gelesen und musste mir dauernd kleinere Tränchen wegwischen und zum Ende hin sogar ganze Sturzbäche.Mir ist die Geschichte absolut an Herz und Nieren gegangen. Jesslyn hat vor Allem Angst und versucht die Wahrheit daher weitestgehend zu verdrängen. Über ihre Krankheit und dessen Verlauf will sie eigentlich überhaupt nichts wissen. Sie ist sehr wechselmütig – so lernen wir das Mädchen kennen, dass sie wohl mal gewesen und, aber auch das durch die Krankheit gezeichnete, unsichere Mädchen. Manchmal macht sie es den Leuten in ihrer Umgebung sehr schwer sie zu mögen und ist abweisend und sogar teilweise gemein und beleidigend – aber dieses Verhalten begründet sich wohl auf die Nachricht ihres baldigen Todes. James ist ein Traum! Er ist geduldig, loyal und sentimental und damit genau das Gegenteil von Jesslyn. Er ist das perfekte Gegenstück zu ihr. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Charaktere, die die Autorin geschaffen hat, so real und authentisch geblieben sind. Sie machen Fehler, brauchen Auszeiten, verhalten sich auch mal ohne Grund völlig daneben und händeln ihr Leben genau wie jeder andere. Ich finde es nämlich immer schwierig, mich mit diesen immerzu ‚perfekten’ Protagonisten zu identifizieren. Für Fans von solchen Geschichten wie ‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter’ von John Green und ‚mein bester letzter Sommer’ von Anne Freytag also genau das richtige!5 von 5 ♡

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  • einige Klischees aber trotzdem schön und berührend

    Club der letzten Wünsche

    MagicAllyPrincess

    09. May 2017 um 20:01

    Die 19. jährige Jesslyn erhält die erschütternde Diagnose Krebs. Zunächst verschließt sie sich komplett, will nichts näheres über ihren speziellen Krebs, die Behandlungsmethoden, den weiteren Verlauf oder über eventuelle Heilungschancen wissen. So vergehen einige Wochen, in denen Jess die erste Chemo erhält und in dieser Zeit nur gelegentlich Besuch von ihrer Alkoholsüchtigen Mutter bekommt. Das Verhältnis der Beiden ist total zerrüttet, sodass die Besuche für Jesslyn eher eine Qual, anstatt trostspendend sind. Erst nach einigen Wochen, traut sich Jess ihrem Halbbruder Boomer von ihrer Krankheit zu erzählen. Und auch für Pfleger James entwickelt sie Gefühle, die auf Gegenseitigkeit beruhen. So beginnt Jesslyn trotz ihrer Krankheit aufzublühen. Bevor sie sterben muss, möchte sie noch ein paar für sie sehr wichtige Dinge erleben. Daher entsteht die "Dass-muss-ich-noch-alles-dringend-machen-bevor-ich-an-Scheißkrebs-sterbe"-Liste. Ein Wettlauf gegen den Tod beginnt.  Ich lese Bücher immer sehr gerne dann, wenn die Zeit einfach passend ist. Da ich schon recht lange wusste, dass ich auf die Premierenlesung der Autorin zu ihrem Debütroman "Der Club der letzten Wünsche" gehen würde, habe ich erst einige Tage zuvor zu dieser Geschichte gegriffen. Es war auch der absolut perfekte Zeitpunkt, weil ich den Inhalt einfach noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel heraus gelesen habe.   Jesslyn ist bedingt durch ihre familiären Verhältnisse eine kleine Rebellin, extrem taff und gegenüber Menschen im allgemeinen sehr kritisch und meist unfreundlich. Ihre Mutter trinkt seit vielen Jahren und ihr Vater hat sich selbst das Leben genommen. So lässt Jesslyn kaum Menschen an sich heran, einzig Halbbruder Boomer und ihre beste Freundin Yuliya, die zu der Zeit, als Jess ihre Diagnose erhält, noch in Frankreich lebt, haben Zugang zu der verschlossenen jungen Frau. Für James, einen ihrer Pfleger, entwickelt sie mit der Zeit allerdings auch immer mehr Gefühle. Und auch der smarte und gutaussehende Typ, der ebenfalls einen schlimmen Schicksalsschlag erleiden musste, verliebt sich in die eigenwillige Jesslyn. So schöpft die junge Frau wieder ein wenig Lebensmut und möchte die letzten Monate die ihr noch bleiben, so gestalten, wie sie sich dies wünscht. Gemeinsam mit Halbbruder Boomer erstellt sie ihre "Dass-muss-ich-noch-alles-dringend-machen-bevor-ich-an-Scheißkrebs-sterbe"-Liste. Als definitiv sicher ist, dass die Chemotherapie ihr Leben "nur" verlängert, bricht Jesslyn diese ab und zieht mit ihren Freunden, James, Boomer und Yuliya, die wegen Jess Krankheit zurück gekehrt ist, in eine eigene Wohnung. Gemeinsam "arbeiten" die Vier Jesslyns "Wunschliste" ab.  Ich bin seht zwiegespalten, was diesen Roman angeht. Zum einen hat er mich wahnsinnig berührt und besonders auf den letzten Seiten auch ziemlich zum Weinen gebracht, zum anderen war mir manches aber "to much" und anderes wiederum durch zu viele Fügungen fast zu "perfekt". Ich möchte nicht zu viel verraten, euch aber dennoch ein wenig erklären, was ich mit meinen Aussagen meine. Die Diagnose unheilbar krank zu sein und bald sterben zu müssen, ist definitiv das schlimmste Schicksal, dass einem widerfahren kann. Doch Jess trifft es noch einiges härter, wenn man ihre familiäre Situation betrachtet. Ihr Bruder Boomer ist schwul, ihre beste Freundin Yuliya bricht ihre Zelte in Frankreich ab und kommt zurück, um bei Jess zu sein. Was speziell mit ihr passiert, war für mich auch schnell klar und ein daraus entstehendes Ereignis, war extrem vorhersehbar, obwohl dies natürlich trotzdem sehr rührend ist. Es gibt diese klassische Liebesgeschichte, der Held ist selbstverständlich gutaussehend, hat tolle Grübchen und selbst ein hartes Schicksal erlitten. Da Jesslyn unmöglich zu ihrer Mutter zurück kann, als sie sich dazu entschließt, das Krankenhaus zu verlassen, muss eine andere Lösung her, diese heißt, eine eigene Wohnung. Der Einzige der Vier, der tatsächlich einen Job hat (James) kann diese ohne jegliche Schwierigkeiten anmieten. Weder Boomer noch Yuliya verdienen Geld, die Beiden leben mit Jesslyn in den Tag hinein. Dennoch ist die Wohnung recht groß, richtig schön und mit neuen Möbeln ausgestattet, die Vier haben einen vollen Kühlschrank etc. Ich könnte hier noch einiges mehr aufzählen, will aber nicht noch mehr vorwegnehmen. Tamy Fabienne Tiede bedient sich leider vieler Klischees und erschafft zum Teil ziemlich realitätsferne Szenarien.   Doch dann gibt es eben auch die andere Seite. Die Autorin ist noch recht jung, in ihr steckt aber unheimlich viel Potential. Tamy Fabienne Tiede hat einen sehr schönen und angenehmen Erzählstil. Sie schaffte es durchaus, mich an ihr Buch zu binden. Ihre Charaktere sind ebenfalls toll ausgearbeitet. Protagonistin Jesslyn kann sich unheimlich glücklich schätzen, gleich mehrere dieser fantastischen Menschen an ihrer Seite zu haben. Die Autorin erzählt leidenschaftlich und voller Enthusiasmus. Was mir auch ganz besonders gut gefallen hat, ist die Botschaft, die sie ihren Lesern vermitteln möchte. Das Leben kann so viele schöne und wundervolle Momente bereit halten, wenn man diese nur bewusst wahrnimmt, (er)lebt und mit den richtigen Menschen teilt. Protagonistin Jesslyn erkennt dies recht spät, doch ihre letzten Monate sind berührend und bereichernd gleichermaßen. Gemeinsam mit den Menschen die sie von Herzen liebt, verbringt Jess eine extrem intensive und trotz all ihrer Schmerzen und dem Zerfall ihres Körpers, einmalige Zeit. Nicht immer ist es die Blutsverwandtschaft, die einem den größten Halt im Leben gibt, sondern die Familie, die man sich selbst aussucht. Trotz des nahenden Todes und des beklemmenden Gefühls, hat mich dieses Buch auch oft bezaubert.  Jesslyn ist eine außergewöhnliche Person, die ich nicht sofort, dann allerdings aber um so mehr mochte. Boomer ist ein liebenswerter Kerl, den sich wohl jedes Mädchen als Bruder oder besten Freund wünscht, er ist feinfühlig, süß, aber trotzdem stark. James ist ein richtiger Dreamboy, in den man sich einfach verlieben muss. Er tut alles für Jess und wächst dabei über seine Grenzen hinaus. Yuliya ist keine typische beste Freundin, für Jess ist sie aber mehr als passend, die Beiden gehören einfach zusammen. Ein weiterer Charakter, der mir sehr gut gefallen hat, ist Krankenschwester Bonnie, auch sie wird für Jesslyn eine sehr wichtige Person, große Schwester und Mutter in einem. Das Ende ist klischeebehaftet, gleichzeitig aber auch unheimlich lebensbejahend, rührend, sehr gefühlvoll, tragisch, aber dennoch wunderschön. Genauso wünscht es sich jeder Leser, der zu einer solchen Geschichte greift.   Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Bücherwelt noch einiges von Tamy Fabienne Tiede hören bzw. zu lesen bekommen wird. Für mich hat sie auch absolut zu recht den "Piper-Award" auf wattpad gewonnen. Durch die Lesung und den somit auch besseren Einblick in die Entstehung des Buches, die Recherche daran, sowie das persönliche Kennenlernen, wird mir diese Geschichte ganz bestimmt immer im Kopf und auch im Herzen bleiben.  "Club der letzten Wünsche" von Tamy Fabienne Tiede ist ein sehr berührendes und tiefgreifendes Buch. Allerdings bedient sich die Autorin auch vieler Klischees, dies war mir oft ein wenig zu viel des Guten. Manche Gegebenheiten sind leider auch zu realitätsfern. Die toll ausgearbeiteten Charaktere, die Liebe und tiefe Verbundenheit zwischen Jesslyn und ihren Wegbegleitern und das emotionale und ebenso Mut-machende Ende, konnten mich wiederum überzeugen.

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  • Club der letzten Wünsche

    Club der letzten Wünsche

    Samirabooklover

    26. April 2017 um 22:32

    InhaltSchon in der Vergangenheit hatte Jesslyn es nicht immer leicht, doch das ganze wird durch ihre Diagnose getoppt. Jesslyn hat Krebs. Unheilbar.Aber so leicht lässt sie sich nicht davon unterkriegen. Nicht bevor sie alle Punkte auf ihrer Liste erlebt hat... MeinungAls ich in der Buchhandlung zum ersten Mal auf das Buch gestoßen bin, ist es mir sofort aufgefallen. Die Farben des Covers sind wunderschön und der Titel hat mich gleich an "Club der toten Dichter" und "Club der roten Bänder" erinnert - Zwei Dinge, die ich liebe.Die Geschichte an sich ist wohl nichts Neues und findet man ziemlich häufig in den Büchern momentan. Aber was ein Buch mit einer solchen Geschichte ausmacht, ist die Umsetzung.Und ich war sehr gespannt, ob die Autorin mich in dieser Hinsicht überzeugen kann.Anfangs bin ich nicht wirklich mit der Protagonistin Jesslyn und ihrem Verhalten warm geworden.Sie hat sich relativ kindisch verhalten, besonders in Bezug auf ihre Krankheit.Auch ihr Umgang mit dem Umfeld, dem sie ständig abwehrend, zwischendurch unfreundlich, wenn nicht sogar etwas überheblich, begegnete, hat mich gestört. Ich finde, dass die Autorin hier ein klares Bild von Jesslyns Charakter vermitteln wollte und sich zu Beginn etwas zu sehr auf ihre Idee von Jesslyn fixiert, ihr durch das Schreiben die freie Entfaltung genommen hat. Außerdem war das Verhältnis zwischen den Ärzten und Jesslyn, bzw. den Familienmitgliedern, für mich sehr unrealistisch. Die Situation, in die sich Jesslyn durch ihr Unwissen gebracht hat, ist meiner Meinung nach sehr unwahrscheinlich, daher las ich mit Skepsis weiter.Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten hat mich die Geschichte doch noch positiv überraschen können. Ich habe die Charaktere näher kennengelernt, die mir so immer vielfältiger erschienen.Die kleinen Überraschungen von Jesslyns Freunden waren einfach wundervoll und ich habe gemerkt, dass sich immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gestohlen hat.Und auch die unterschiedlichsten Gefühle sind vermittelt worden. Ich konnte Jesslyn und ihre Sichtweise verstehen, was mich nur noch emotionaler zurück gelassen hat. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich der Schluss so berühren würde. Ich hatte Tränen in den Augen und war teilweise überwältigt von den letzten Seiten.Und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin zum Ende hin erst wirklich aufgeblüht ist. Damit konnte ich ihr den holprigen Anfang auch wieder verzeihen ;)Gestört hat mich jedoch, dass die Autorin ständig etwas nebenbei angesprochen hat, das wahrscheinlich eine gewisse Bedeutung haben sollte, sie aber weiter nicht ausgeführt hat (z.B. kleine Familiengeheimnisse, die wohl nie aufgedeckt werden)  - vermutlich weil das Buch sonst zu lang gewesen wäre. Ich finde, sie hätte sich da mehr auf das Wesentliche konzentrieren sollen: Sie hat einfach zu viele Ideen gehabt, ohne sie wirklich umzusetzen, dabei gilt manchmal: Weniger ist mehr.Fazit"Der Club der letzten Wünsche" war ein wunderbares Buch mit einer emotionalen Geschichte.Durch den Schreibstil der Autorin habe ich währenddessen jedoch meine Schwierigkeiten gehabt, wodurch die Lesefreude leider etwas gemindert wurde.Nach dem Beenden war ich einen kurzen Moment regungslos, da mich das Ende voller Gedanken zurückgelassen hat und das zeigt mir, dass trotz allem viel Positives in diesem Buch steckt. Insgesamt lohnt es sich, die Geschichte zu lesen. Man sollte jedoch keines der atemberaubenden Meisterwerke, wie es viele aus diesem Genre gibt, erwarten. :)

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  • Nervige Protagonistin und leider emotionslos

    Club der letzten Wünsche

    kitty_montamer

    19. April 2017 um 09:19

    Jesslyn hatte es weder in ihrer Kindheit leicht, noch in der Gegenwart, denn mit 19 Jahren erkrankt sie an Lungenkrebs und hat fortan nur noch sehr wenig Zeit. Der Plot hörte sich für mich sehr vielversprechend an. Ich lese gerne Geschichten, in denen es um das bittere Schicksal einer Person geht. Ich mag es die Emotionen eben dieser Figur anzunehmen und mit ihr zu verschmelzen. Ich mag den Schmerz, den diese Geschichten, wenn sie gut geschrieben sind, in mir auslösen. "Club der letzten Wünsche" erinnerte mich sehr stark an die Serie "Club der roten Bänder". Zumindest vom Titel her. Ich bemerkte während des Lesens auch ein Paar Parallelen, die mich nicht weiter gestört haben, ich die Tatsache, dass es sie gibt, dennoch erwähnen möchte.Mein größtes Problem bei diesem Buch: Jesslyn ist eine sehr anstrengende Person. Sie verhält sie absolut nicht ihrem Alter entsprechend, sondern eher wie ein pubertierendes, 12-jähriges Mädchen. Wenn sie den Krankenschwestern die Zunge raussteckt, hatte ich immer das Bedürfnis, sie zu rügen und ihr zu sagen, sie soll sich bitte mal zusammenreißen. Ich konnte mich zu keiner Zeit mit ihr identifizieren und habe mich eigentlich nur über sie geärgert, weil sie einfach frech ist. Als Leser bekommt man zwar immer mal wieder einen Einblick in ihre ziemlich schwere Kindheit, die meines Erachtens aber dennoch keine Entschuldigung ist, sich so zu benehmen, wie sie es tut. Auch die von Tamy Fabienne Tiede ausgewählte Ich-Erzählweise, die ich favorisiere, weil ich mich so eigentlich besser mit der Hauptfigur identifizieren kann, konnten nicht bewirken, dass ich mich zu irgendeinem Zeitpunkt mit Jesslyn angefreundet habe. Sie war mir die ganze Zeit ein rotes Tuch.»Es war schon irgendwie absurd. Ab dem Moment, ab dem meine Tage gezählt waren, fing mein Leben erst richtig an.«Zitat aus: "Club der letzten Wünsche"Bedauerlicherweise kann ich auch über den Verlauf der Geschichte nichts Positives sagen. Für mich stand die Liste im Fokus. Jedoch dauert es eine ganze Zeit, bis diese überhaupt geschrieben wird. Bis zur Vollendung bleibt schließlich nicht mehr ganz so viel Zeit, was sich bemerkbar gemacht hat. Vieles kam mir zu abgehackt rüber. Da und von der Liste an sich hätte ich mir mehr gewünscht.Die Beziehungen der einzelnen Figuren zueinander haben mir jedoch ganz gut gefallen und die Tatsache, dass ihre Freunde für Jesslyn da waren und sie zu jeder Zeit unterstützt haben ebenso.Die Beziehung zu James hingegen konnte ich nicht verstehen und nicht nachvollziehen. Jesslyn ist die ganze Zeit kratzbürstig, aber bei James ist sie dies plötzlich nicht? Das ging mir leider alles zu schnell und war mir auch zu utopisch, wie viele Dinge, die in "Club der letzten Wünsche" vorkommen. Die Autorin hat mir an einigen Stellen zu viel des Guten präsentiert. Zu viel Kitsch, zu viel erzwungene Trauer und zu viele Klischees wurden bedient. Ich habe besonders bei einer Stelle die Augen verdreht, weil es wirklich viel zu viel war. Achtung! Spoiler!  Um nur mal eine Szene zu nennen: Jesslyns beste Freundin Yuliya ist schwanger. Im sechsten Monat. Dass ihre beste Freundin das nicht gesehen, bzw. gemerkt hat, fand ich schon seltsam. Ich habe an dieser Stelle noch gedacht, dass Yuliya jetzt bestimmt zu Jesslyn sagen wird, da es ein Mädchen ist, wird sie es nach ihr benennen und ich behielt - leider - Recht. Das ist mir zu viel Klischee. Entschuldigung. Spoiler Ende!  Das Ende hat mich dann doch noch etwas gnädiger stimmen können, da ich die Idee, die Jesslyn letztendlich umgesetzt hat, richtig gut fand und auch sehr emotional hätte werden können, doch nachdem ich die restlichen 250 Seiten auf eine Gefühlsregung meinerseits gewartet hatte, war es dort dann leider auch zu spät.Fazit:"Club der letzten Wünsche" setzt sich mit einem ernsten Thema auseinander. Die Gefühle, die eine solche Geschichte in dem Leser auslösen sollten, kamen bei mir jedoch nicht an, was zum größten Teil an der Hauptfigur lag. Mit ihr kam ich leider überhaupt nicht zurecht.Die Idee des Buches hat mir sehr gut gefallen und hatte sehr viel Potenzial, welches leider nicht genutzt wurde.© www.mybooksparadise.de

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  • Einmal gefunden, oft gelesen, nochmal gekauft

    Club der letzten Wünsche

    Iamnotl

    14. April 2017 um 22:15

    Original habe ich das Buch kostenlos auf Wattpad gelesen - und sofort lieben gelernt. Denn es hat alles, was man sich wünscht. Und jetzt steht es fast schon ausgelesen ganz vorne in meinem Bücherregal.Im Großen und Ganzen dreht sich das Buch nur um eines: die tödliche Krankheit, die Jesslyn ins Grab bringen wird. Aber bereit ist sie dafür eigentlich noch lange nicht. Und deswegen beginnt sie, nachdem sie ihr Schicksal endlich akzeptieren kann, mit ihren Freunden ihre Wunschliste abzuarbeiten. Immerhin bleibt für sie die Zeit nicht stehen.Die Protagonistin Jesslyn bezaubert mit einer herrlich frischen Art und wenn man nicht wüsste, wie "nervig" ihr Schicksal ist, könnte man fast eifersüchtig werden. Denn wer kann schon behaupten, in seinem Leben seine letzten Wünsche erfüllt bekommen zu haben? (Es ist aber besser, wenn sie das niemals zu Ohren bekommen würde. Denn einen zynischen Kommentar würde sie sich wahrlich nicht verkneifen.)Es ist also gar kein Wunder, dass ich sofort begeistert von ihr war. Ihre ruppige Art hat mich einfach angezogen. Das Gegenteil wäre mir allerdings lieber gewesen - ich hasse es zu heulen. Genau dazu hat sie (und ihr Schicksal) mich nämlich gebracht und ich spreche hier nicht von wässrigen Augen, sondern von ganzen Wasserfällen und lauten Schluchzern. Schon lange hat mich kein Buch mehr so emotional mitgerissen, auch wenn das Ende eigentlich von Anfang an klar ist.

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  • CLUB DER LETZTEN WÜNSCHE. TAMY FABIENNE TIEDE.

    Club der letzten Wünsche

    buecherkompass

    26. March 2017 um 18:53

    INHALTAls Jesslyn die Diagnose Krebs erhält wirft sie das völlig aus der Bahn und das, obwohl sie es in ihrem Leben noch nie besonders leicht hatte. Doch bis zur Diagnose hatte sie wenigstens eines.Glücklicherweise ist Jess nicht alleine, ihre Freunde stehen ihr bei und zeigen ihr, dass auch ein kurzes Leben voller wundervoller Momente stecken kann.MEINUNGJesslyn ist unnahbar; sie ist eine Protagonistin an der man sich stößt; eine Protagonistin die aneckt und das nicht ohne Grund. Sie kommt aus undankbaren familiären Verhältnissen, hat in der Vergangenheit einiges erlebt und beschlossen Rückschläge nicht mehr an sich ranzulassen, ebenso wenig wie Andere. Es ist offensichtlich, dass sie ihren Panzer mit Stolz trägt und gerne irritiert. Doch als sie die Diagnose Krebs erhält, beginnt ihr Panzer (langsam aber sicher) zu bröckeln.Denn wer nichts an sich heranlässt, der entgeht nicht nur dem Leiden, sondern auch dem Leben. Das bekommt Jess zu spüren, als sie auf ihre eigene Zerbrechlichkeit gestoßen wird. Als sie dann auch noch James kennenlernt ist das der finale Auslöser für ein einsetzendes Umdenken. Ihr nunmehr einziger Wunsch ist es, die letzten Momente, die ihr auf der Erde bleiben auszukosten. Ganz ohne Chemotherapie und lebensverlängernde Maßnahmen, dafür in vollen Zügen.Club der letzten Wünsche weckt das Bewusstsein für die Fragilität des eigenen Lebens und macht deutlich, dass nichts ewig währt. Das dominierende Thema des Buches scheint dabei jedoch nicht die Krankheit zu sein, sondern die Freundschaft.Während Jess zunächst etwas kaltherzig wirkt, wird bald deutlich, dass sie sich nur zu schützen versucht, sich so jedoch selbst aus dem Spiel des Lebens rausnimmt.Durch die Ich-Perspektive sind die Gedankengänge (und somit die Handlungen) der Protagonistin gut nachvollziehbar, zugleich wird man Teil einer positiven Charakterentwicklung. Ein in Faktor, der das Lesen besonders angenehm gestaltet.Erst als Jess lernt Gefühle zuzulassen, öffnet sie sich auch wieder dem Leben. Ein Buch das zum Nachdenken anregt und mir persönlich sehr nahe ging.

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  • Dinge, die einem wirklich wichtig sind ...

    Club der letzten Wünsche

    Kunterbuntestagebuch

    18. March 2017 um 15:03

    Was würdest du tun? Unter freiem Himmel schlafen, ans Meer fahren, dich ein letztes Mal Hals über Kopf verlieben? Diese Fragen schwirren in Jesslyns Kopf, als sie die erschütternde Diagnose erhält: sie hat Krebs. Dabei gibt es noch so vieles, was sie unbedingt erleben will. Also schreibt sie eine Liste, die ihre letzten kleinen und großen Wünsche enthält. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr bei deren Erfüllung zur Seite stehen und ihr zeigen, dass das Leben - so kurz es vielleicht sein mag - wundervolle Momente bereithält. Fazit: Ich gebe zu, Bücher zu diesem Thema gibt es ja bereits wie Sand am Meer. Aber trotz allem ich auch schon einige davon gelesen habe, konnte mich dieser Roman fesseln und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, er ist flüssig und man kann sich komplett auf die Geschichte konzentrieren. Die Hauptprotagonistin Jesslyn ist mir direkt ans Herz gewachsen. Nicht etwa, weil sie mit ihrem Schicksal hadert - viel eher fand ich ihren Sarkasmus und ihre Art, die Welt zu sein herrlich erfrischend. Denn sie lässt sich nicht unterkriegen, egal welche Stolpersteine ihr das Leben noch in den Weg wirft. Der Stolperstein Krebs hingegen lässt sich nicht so leicht überwinden. Doch zusammen mit ihrem Halbbruder, ihrer besten Freundin und James, dem sie ihr Herz geöffnet hat, schafft sie es, ihre "Das muss ich noch dringend machen bevor ich an scheiss Krebs sterbe" - Liste abzuarbeiten. Und währenddessen lernt sie noch einiges dazu. Wie es am Ende mit ihr weitergeht, das müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Steffi G.

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  • Ein Jahreshihlight mit ganz vielen Gänsehaut-Momenten

    Club der letzten Wünsche

    Kaddy_KD

    15. March 2017 um 12:55

    Klappentext Was würdest du tun? Unter freiem Himmel schlafen, ans Meer fahren, dich ein letztes Mal Hals über Kopf verlieben?Diese Fragen schwirren in Jesslyns Kopf, als sie die erschütternde Diagnose erhält: Sie hat Krebs. Dabei gibt es noch so vieles, was sie unbedingt erleben will. Also schreibt sie eine Liste, die ihre letzten kleinen und großen Wünsche enthält. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr bei deren Erfüllung zur Seite stehen und ihr zeigen, dass das Leben – so kurz es vielleicht sein mag – wundervolle Momente bereithält.   Meine Meinung Eine wunderschöne, schlichte Gestaltung mit übersichtlicher Struktur Eine Kleinigkeit, die mir auf den ersten Blick aufgefallen und auch ein Stück weit wichtig ist, ist, dass das Buch zwar sehr schlicht gehalten wird, aber die Gestaltung nicht unter den Tisch gefallen ist. Die meisten Taschenbücher, die mir gerade spontan einfallen, haben zwar ein wunderschönes Cover aber beim Gestalten vom Inneren hat man sich keine Mühe mehr gemacht. Gerade bei Taschenbüchern finde ich das sehr schade, weshalb ich dann auch viel lieber zur gebundenen Ausgabe greife. Bei „Club der letzten Wünsche“ dagegen hat man sich auch Gedanken zum Aussehen der einzelnen Kapitelanfänge bzw. der generellen Gesamtoptik vom Text, gemacht. Die Kapitelzahlen sowie das Datum vom Zeitpunkt vom jeweiligen Kapitel sehen aus als wären sie von Hand geschrieben worden. Dieser dezente Gegensatz gefällt mir total und lässt den kompletten Text nicht trostlos wirken. Neben der Handschrift begegnen einem bei jedem neuen Kapitel ein paar Sternchen, die – wenn man sie genauer betrachtet – genau dieselben sind wie vom Cover. Wird innerhalb von einem Kapitel der Absatz inhaltlich unterbrochen, so sieht man diese Trennung auch optisch an den Sternchen, die eine Trennlinie bilden. Etwas was ich besonders schön finde ich, dass Jesslyns Das-muss-ich-noch-dringend-machen-bevor-ich-an-Scheißkrebs-sterbe-Liste, die ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte ist, angedruckt ist und jedes erreichte Ziel abgehakt wird. Von der Gestaltung ist diese Liste, wie der Rest, sehr schlicht gehalten und passt total gut ins Gesamtkonzept. Außerdem hat man während dem Lesen immer die Liste bzw. ihre einzelnen Punkte vor Augen und weiß wovon die Protagonisten reden und was Jesslyn noch erreichen möchte.  Was würdest du tun? Diese Frage wird einem zu Beginn des Klappentextes gestellt und genau dieselbe Frage stellt sich auch Jesslyn, als sie die Diagnose Krebs erhält. Bevor ich also mit dem Lesen überhaupt anfange, beginne ich mich etwas mit dem Thema auseinanderzusetzen. Gerade in der heutigen Zeit, in der es nicht mehr undenkbar ist relativ jung die Diagnose Krebs zu bekommen, deshalb kann man ruhig innehalten und sich diese Frage fragen. Was würde ich also tun? Ich glaube im ersten Moment, nach einer hypothetischen Diagnose – ich spiel jetzt mal kurz in lauten Gedanken das Szenario durch -, würde bei mir der Schock die Oberhand gewinnen und den Trotz einladen gegen die Diagnose zu rebellieren. Für mich persönlich ist Krebs mit einem mühsamen Kampf verbunden, der letztendlich verloren wird. Jedenfalls kenne ich in meinem Umfeld keine anderen Fälle. Nach der rebellischen Phase würde bei mir der Verstand wieder an Stimme gewinnen und abwägen was, als Nächstes getan werden soll. Immerhin entscheidet man als Patient selbst, ob man eine Chemo macht oder sich dagegen entscheidet. Diese Entscheidung bestimmt dann mehr oder weniger den Verlauf, worin sich auch dann die Krebsgeschichten unterscheiden. Und eben diese Entscheidung von Jesslyn und die Momente danach machen ihre Geschichte zu etwas ganz besonderem.  Ein ernstes Thema wird locker-leicht erzählt Das Thema Krebs und wie derjenige, der die Diagnose bekommt sowie die Familie und Freunde, darauf reagieren, ist kein einfaches und leichtes Thema. Tamy Fabienne Tiede schafft es jedoch Jesslyns Geschichte so zu erzählen, dass man sie gerne liest und es sich auch nicht seltsam oder zäh anfühlt. Hinzu kommt, dass sie durch den unkomplizierten Schreibstil sowie den vielen verschiedenen Emotionen, die auch beim Leser ankommen, das Buch sehr gut und schnell lesen lässt. Der meiste Teil der Geschichte ist aus der Sicht von Jesslyn, in der Ich-Erzählperspektive, geschrieben. Dadurch kommt man zum einen in den direkten Genuss von ihren Gedanken und zum anderen erhält man einen ziemlich guten Einblick in ihre Gefühlswelt, sodass das Thema Krebs einem nicht mehr so weit entfernt vorkommt. Jesslyns Charakter mag ich persönlich total gerne, da sie sich absolut nicht unterkriegen lässt und immer einen Spruch auf den Lippen hat. Außerdem sieht Jesslyn die Dinge so, wie sie sind, und redet sie sich und den anderen nicht schön, was am Anfang ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, allerdings auch authentisch wirkt.   Fazit Hätte mir vor einiger Zeit jemand erzählt, dass ich kurz nach dem Jahresbeginn schon mein Highlight bzw. ein weiteres entdecke, dann hätte ich ihn wohl für verrückt gehalten. Dazu kommt noch, dass ich es nie für möglich gehalten hätte während dem Lesen, durch ein Buch, eine richtig starke Gänsehaut bekommen. Der Club der letzten Wünsche hat mich nicht nur gelehrt, dass durchaus sein kann da einem manchmal eine Geschichte richtig unter die Haut geht, sondern auch wie kostbar Gesundheit, Familie und gute Freunde sind. Aber auch wenn es mal nicht so rosig aussieht, darf man nicht den Kopf in den Sand stecken und aufgeben. Nein. Man sollte, auch wenn es sehr schwer sein kann, immer versuchen das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen. Auch wenn die Liebesgeschichte in „Club der letzten Wünsche“ für mich doch zu simpel und rosig ist, kann ich jedem diese Geschichte empfehlen, der sich traut in eine Gefühlsachterbahn zu steigen. Tamy Fabienne Tiedes Debüt ist keine „Friede, Freude, Eierkuchen“ Geschichte aber dafür kann sie mit großen Gefühlen überzeugen, bringt einem zum Nachdenken und lehrt das nicht alles selbstverständlich ist.

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  • Ergreifende Geschichte

    Club der letzten Wünsche

    Sabrina

    08. March 2017 um 09:52

    Jesslyn Bender erhält eine erschütternde Diagnose: Krebs. Aber mehr will sie auch gar nicht wissen über ihre Krankheit. Stattdessen lässt sie die Behandlungen einfach über sich ergehen und hofft, dass bald alles wieder besser wird, verschließt sich völlig allen Versuchen sie aufzuklären, wie es um sie steht. Deshalb trifft es sie umso härter, als sie erfährt, dass der Krebs schon gestreut hat und nicht mehr heilbar ist. Ihr Leben hat ein Ablaufatum. Doch James, einer der Krankenpfleger, der schon bald zu ihrer wichtigsten Bezugsperson wird, holt sie aus ihrem Tief und hilft ihr zu leben. Die letzten Monate zu genießen und auch ihr Bruder Boomer und ihre beste Freundin Yulyia sind für sie da und helfen ihr, ihre letzten Wünsche zu erfüllen.Ein Buch, was mich wirklich sehr berührt hat.Jesslyn ist ein sehr widerspenstiger Charakter, der gerne mal aneckt und es hat eine Weile gedauert, bis ich mit ihr richtig warm wurde, denn am Anfang habe ich mich ein bisschen schwer mit ihr getan. Irgendwie kann man sie aber auch verstehen, sobald man mehr über sie erfährt. Ihr abweisendes Verhalten gegenüber ihrer Mutter und ihre flapsige Art gegenüber denen, die sie herablassend behandeln. Ebenso wie die Tatsache, dass sie sich der Krankheit gegenüber verschließt. Ich glaube es es ganz normal, dass man so etwas am liebsten leugnen würde.Aber sobald sie die erschreckende Wahrheit erfährt, wendet sich das Blatt bei ihr und spätestens ab dem Punkt war ich voll dabei. Die Geschichte ist berührend und wunderschön. Sie ist nicht einfach, aber trotzdem gefällt sie mir mit all ihren Facetten. Es wird nichts beschönigt und man erlebt mit Jesslyn und ihren Freundin, die ihr zur Seite stehen, alle Phasen ihrer Krankheit. Es gibt gute und schlechte Tage. Zweifel und Frustration, Liebe und Zusammenhalt. Es ist einfach ein stimmiges Gesamtpaket und die letzten 40 Seiten habe ich durchgehend geweint, weil mir das alles einfach nahe ging.

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  • Club der letzten Wünsche

    Club der letzten Wünsche

    Sweetybeanie

    07. March 2017 um 17:27

    Zum Inhalt: Jesslyn hat es nicht leicht in ihrem Leben gehabt. Ihr Vater hat Selbstmord begangen, die Mutter ist abhängige Alkoholikerin und überlässt Jesslyn weitestgehend sich selbst. Alle Menschen, die Jesslyn mögen könnten, werden von der 19jährigen durch ihre ruppige Art abgeschreckt. Dabei würde Jesslyn so gerne lieben können, doch aus Angst, zurückgewiesen zu werden, lässt sie keine Liebe zu. Als sie aufgrund akuter Beschwerden ins Krankenhaus muss, ahnt sie nichts Schlimmes. Doch dann bekommt sie die Diagnose „Lungenkrebs – unheilbar“. Die Uhr tickt und diese Nachricht zieht Jesslyn endgültig den Boden unter den Füßen weg. Doch sie ist nicht allein. In Krankenschwester Bonnie und dem süßen Pfleger James findet Jesslyn unerwartet Freunde, die ihr und ihrem Halbbruder Boomer zu Seite stehen…. Meine Meinung: Ich habe das Buch eben gerade beendet – so vor ca. einer 1 Stunde und ich habe so sehr geweint. Jesslyn ist ein Mensch, den ich die ganze Zeit während des Lesens am liebsten in den Arm genommen hätte. So eine schwere Kindheit und doch – trotz aller Widrigkeiten so eine starke Persönlichkeit. Ich kann verstehen, warum sie Angst davor hat, an andere Menschen ihr Herz zu hängen – zu oft hat sie einen Verlust hinnehmen müssen. Und doch – gerade als ihr Leben endgültig den Bach runterzugehen scheint, findet sie – in der schwersten Zeit ihres Lebens - Menschen, die sie so lieben wie sie ist. Die sie niemals alleine lassen – egal wie schlimm die Situation gerade zu sein scheint. Ich habe James und ihre Freundin Yuliya, ihren Bruder Boomer und Schwester Bonnie beim Lesen bewundern müssen, denn die Kraft, die alle gemeinsam zusammen haben, um Jesslyn in ihren letzten Wochen ihr Leben so schön wie möglich zu gestalten, für sie da zu sein – egal wie schlecht es einem selber dabei geht, zuzuschauen, wie eine geliebte Person stirbt, die ist einfach überwältigend. Die Geschichte enthält so viele wunderbare Zitate und Sätze, die mich beim Lesen weinen ließen – gerade auch, weil sie so viel Wahrheit enthalten. Ich werde Euch nicht alle aufzählen, Ihr sollt das Buch ja lesen (das solltet Ihr in der Tat!!!), aber ein Zitat teile ich mit Euch: James: „Ich bereue nichts. Niemals. Das Leben ist zu kurz, um irgendetwas zu bedauern“ – Seite 199 Mein Fazit: Das Buch geht unter die Haut – tief, sehr tief. Es lässt Euch weinen, es lässt Euch lächeln, es lässt Euch einen Blick darauf werfen, was Liebe ist, was Liebe tut, es zeigt Euch, worauf es in Eurem Leben ankommt. Das Leben ist kostbar, genießt es, seid glücklich. Egal, wieviel Zeit Euch noch bleibt!

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  • Bittersüße Liebesgeschichte einer todkranken jungen Frau

    Club der letzten Wünsche

    Ruffian

    05. March 2017 um 21:47

    Bevor Jess ins Krankenhaus kam, wurde ihr von ihrem Umfeld nur Verachtung entgegengebracht. Sie wurde als nichtsnutzige, freche Göre wahrgenommen und als Flittchen. Sie ist kein einfacher Charakter. Sie ist sehr stur und treibt das Krankenhauspersonal mit ihrem Verhalten in den Wahnsinn, bis sie den Krankenpfleger James kennenlernt, dessen Grübchen sie ganz schwach werden lassen und der nach und nach ihre Mauern niederreißt.Doch wie kann sie zulassen, dass er sich in sie verliebt, wo sie doch bald stirbt? Aber die Liebe geht ihre ganz eigenen Wege. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Jesslyns Sicht erzählt und nach und nach erfährt man mehr über ihre Kindheit und Jugend, die sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie heute ist. Ihre Kindheit war schön, bis sich die Eltern trennten und ihre Mutter mit ihr in die Stadt gezogen ist. Nach und nach verschwand alles Schöne aus Jesslyns Leben. Ihr Vater ist inzwischen tot und ihre Mutter nur noch ein alkoholsüchtiges Wrack. Während die Krankheit Jesslyns Körper immer mehr zerstört, erfährt sie durch ihre Freunde so viel Gutes und erlebt so schöne und besondere Momente, sodass sie ausgerechnet jetzt die schönste Zeit ihres Lebens verbringt. Ihr Körper kann zwar nicht geheilt werden, aber ihre Seele und sie gibt die Liebe und Freundschaft, die ihr entgegengebracht werden vielfach zurück und kommt dabei zur Ruhe.Mir hat gut gefallen, dass der Verlauf von Jesslyns Krebserkrankung nicht beschönigt wird. Es wird deutlich wie schlecht es ihr geht und wie sie leidet, doch steht das nicht dauernd im Vordergrund, ist aber trotzdem allgegenwärtig, wie der Krebs in ihr. Aufgelockert wird die Geschichte durch die Liebesgeschichte, welche in die Handlung eingebettet ist. James ist ein wahr gewordener Teenietraum und lässt sicher die so manches Mädchenherz höher schlagen.Leider haben der Klappentext und der Titel falsche Erwartungen bei mir geweckt. Die Liste der letzten Wünsche spielt zwar immer wieder eine Rolle, steht aber mehr im Hintergrund und die Erfüllung der Wünsche wird fast schon nebenbei und relativ kurz abgehandelt. Es gibt hier zwar einige schöne Momente, doch hätte ich mir das alles etwas ausführlicher gewünscht. Vielleicht hat mich deshalb die Geschichte nicht so in ihren Bann gezogen. Ich habe sie gerne gelesen, würde sie aber vor allem jugendlichen Leserinnen empfehlen. 

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  • Eine durchwachsene Geschichte, die erst ab der Hälfte Fahrt aufnimmt

    Club der letzten Wünsche

    Skyline-Of-Books

    27. February 2017 um 14:28

    Klappentext „»Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich im Kindergarten Würmer gegessen und anderen Kindern meine Schippe über den Schädel gezogen, und jetzt lag ich in einem Krankenhaus mit einem Tumor in meiner Lunge.« Jesslyn wird sterben. Aber nicht, bevor sie nicht unter freiem Himmel geschlafen, das Meer gesehen, sich verewigt hat. Und nicht, bevor sie nicht die ganz, ganz große Liebe getroffen hat. Gemeinsam mit ihren Freunden erfüllt sich Jesslyn ihre letzten großen Wünsche.“   Gestaltung Das Cover ist in verschiedenen Blaunuancen gehalten, was mir gut gefällt. Der Hintergrund sieht aus wie ein heller Sommerhimmel. Ich mag auch die Schattenumrisse der vier Menschen am unteren Bildrand, da sie Protagonistin Jesslyn und ihre Freunde repräsentieren. Es sieht nach einem lockeren Beisammensein aus. Die Schrift des Titels gefällt mir am Cover aber definitiv am besten, da sie elegant und gleichzeitig cool aussieht.   Meine Meinung Tja, was soll ich sagen? Ich hatte mir erhofft, mit „Club der letzten Wünsche“ ein sehr berührendes Buch über Abschiednehmen und letzte Wünsche zu lesen, aber leider würden meine Hoffnungen nicht erfüllt. Das Buch hat mir ganz gut gefallen, aber es hat mich nicht umgehauen. Es war nett, aber zu mehr hat es leider nicht gereicht. Das Potenzial, das in der Geschichte und den letzten Wünschen gesteckt hätte, wurde für mich nicht ausgeschöpft.   Zunächst hat es überhaupt gut 100 Seiten gedauert, bis Protagonistin Jesslyn ihre Liste mit ihren letzten Wünschen aufschreibt. Bis diese dann umgesetzt werden dauert es auch noch einmal einige Seiten. Doch bevor diese Wunschliste erstellt wird, passiert eigentlich so gut wie nichts. Der Leser lernt zwar Jesslyn auf den ersten 100 Seiten kennen, aber da der Klappentext  und auch der Titel die letzten Wünsche so in den Fokus stellen, hätte ich erwartet, dass sich das Buch viel mehr um diese Wünsche drehen würde. Doch dies passiert wirklich erst ab der Hälfte des Buches, was ich schade fand. Diese Idee, alle letzten Wünsche vor seinem Tod umzusetzen, fand ich nämlich richtig cool und ich hätte mir gewünscht, dass das Buch die Wünsche mehr ins Zentrum stellt.   So hatte ich den Eindruck, dass diese Wünsche eher schmückendes Beiwerk waren. Es ging vielmehr um Jesslyn, ihre Leidensgeschichte und ihre Liebesbeziehung. Mit Leidensgeschichte meine ich allerdings nicht ihre Krebserkrankung, sondern vielmehr ihre Vergangenheit. Für mich hat die Autorin alles etwas übertrieben dargestellt, denn es wurden alle Klischees bedient, was das traurige Schicksal der Protagonistin angeht. Von Trennung der Eltern, über Alkoholsucht bis hin zu Selbstmord und tödlicher Erkrankung ist alles dabei. Ich hatte einfach den Eindruck, als würde die Autorin Jesslyn alle möglichen schlimmen Schicksale aufbürden, damit der Leser auf jeden Fall Mitleid oder Mitgefühl mit ihr empfindet. Das war für mich einfach zu viel des Guten, denn allein schon ihre Erkrankung war schlimm genug. Die traurige Vergangenheit war für mich da einfach etwas zu viel.   Zudem fand ich Jesslyn vor allem zu Beginn etwas anstrengend, weil sie sich zunächst vor ihrer Krankheit verschließt und sich nicht mal ansatzweise darum bemüht, mit den Ärzten zu kooperieren. Die Geschichte wird aus ihrer Ich-Perspektive erzählt und so erhielt ich einen guten Einblick in ihr Innenleben. Dabei haben jedoch Jesslyns Beschreibungen von sich selbst (gerade zu Beginn des Buches) bei mir manchmal ein Stirnrunzeln hervorgerufen, da sie andauernd von einer Schutzmauer spricht und davon, dass sie zu allen anderen Menschen immer ekelig und gemein ist. Sie hat dies für meinen Geschmack viel zu oft betont. Dies hat jedoch ab dem Punkt, an dem die Wunschliste geschrieben wurde, nachgelassen und Jesslyn war mir dann auch sympathischer. Generell gefiel mir die zweite Hälfte des Buches besser, weil dann durch die Erfüllung der Wünsche wirklich süße Szenen zustande kamen und vor allem das Ende sehr berührend war.   Die Liebesgeschichte in „Club der letzten Wünsche“ war einerseits romantisch, süß und herzerwärmend, andererseits war ich ihr gegenüber auch etwas skeptisch, denn diese Liebe auf den ersten Blick am Krankenbett fand ich doch etwas unglaubwürdig. James ist auf einmal da, schwört Jesslyn die große Liebe und möchte sie bis zum bitteren Ende begleiten und ich konnte einfach nicht verstehen, woher auf einmal diese tiefen Gefühle gekommen sein sollten. Sie kannten sich immerhin kaum.   Fazit Insgesamt hat mir „Club der letzten Wünsche“ gefallen, aber für mich hat es zu lange gedauert, bis es um die Wünsche ging. In der ersten Hälfte des Buches ist nichts wirklich passiert und die Protagonistin empfand ich auf diesen Seiten als anstrengend. Erst mit der Erstellung der Wunschliste nahm die Handlung Fahrt auf, denn es gab sehr berührende, süße Momente und vor allem das Ende war sehr emotional. Die Liebesbeziehung fand ich einerseits ergreifend, andererseits waren ihr Ursprung sowie die plötzlichen tiefen Gefühle etwas schwer nachzuvollziehen. 3 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • Club der letzten Wünsche

    Club der letzten Wünsche

    weinlachgummi

    21. February 2017 um 16:29

    Club der letzten Wünsche, ein sehr aussagekräftiger Titel, der mich sogleich angesprochen hat.  Der erste Satz lautet: Ich wünschte mir, die Sonnenstrahlen könnten meine Eingeweide wärmen. Klingt etwas strange, aber ich mag so etwas. Meine Erwartungen waren, vor allem eine emotionale Geschichte zu lesen, die mich bewegt. Leider konnte dies das Buch nicht ganz schaffen. Ich bin eine abstoßende Ruine, der klägliche Rest meiner Selbst,  der immer mehr in sich zusammenfällt.  Seite. 41  Cover und Titel finde ich passend und schön. Beides harmoniert gut miteinander. Und durch die Farbwahl hat es für mich etwas leichtes und wirkt nicht so drückend. Bei jedem neuen Kapitel befinden sich Sterne, sowie der auf dem Cover. Zum Inhalt: Jesslyn ist erst 19 Jahre alt, weiß aber, ihr Leben hat ein Verfallsdatum. Ein Datum, das immer näher rückt. So kommt es, dass sie und ihr Bruder eine Liste schreiben. Mit lauter Dingen, die sie noch erleben will.  Doch dies ist gar nicht so leicht, wenn man kaum atmen kann und die Metastasen einen zerfressen. Ob sie es schafft, alle Punkte abzuhacken? Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Jesslyn. Hin und wieder wechselt die Perspektive zu James, dort wird aber aus der Sicht eines Erzähler erzählt. Dies fand ich etwas schade. Der Schreibstil hat mir so weit gut gefallen. Das Buch lies sich gut lesen. Die Wortwahl passte zu einer Gruppe von Jugendlichen. Leider schaffte es die Autorin nicht, mir die Emotionen der Charaktere richtig nahe zu bringen. Das Thema Krebs und Sterben ist natürlich ein sehr trauriges Thema, welches einen leicht emotional aufwühlen kann. Doch für mich waren die Ausführungen oft nicht ausreichend und die Zeitsprünge zu lange. Ich hatte öfters das Gefühl, etwas nicht mit bekommen zu haben. Dinge wurden angesprochen, verliefen sich dann aber wieder. Gegen Ende wird es dann so richtig traurig. Aber für mich wirkte es leider zu gewollt.  Mein ganzes Leben lang hatte ich so getan, als wäre Schmerz eine Art Nebenwirkung des Lebens.  Dass er einfach dazugehört und man ihn in Kauf nehmen musste. Seite 17  Zu den Charakteren. Jesslyn, die Protagonistin war mir gleich sehr sympathisch. Sie spricht aus was sie denkt und macht einfach ihr eigenes Ding. Wie sie dann ihre Situation meistert, fand ich auch ganz toll. Sie ist sehr stark, aber auch frech und dickköpfig.  Die anderen Charaktere in dem Buch waren für mich nicht so greifbar. Die Autorin hat ihnen zwar einige Eigenschaften verpasst, aber da fehlte einfach etwas. Aber bei so wenig Seiten ist eine größere Charakterisierung auch schwer. Die Geschichte umfasst nur 288 Seiten. Und dies war für mich eindeutig zu kurz. Die Idee und auch der Entwurf der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Doch vieles ging einfach zu schnell. Mir fehlten Aufklärungen und Begründungen. Warum hilft ein Arzt, der jeden Tag mit sterbenden Menschen zu tun hat, ausgerechnet ihr in seiner Freizeit. Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus. Was genau war da mit der Schwester und was mit der Vorstrafe. Um nur ein paar Dinge zu erwähnen, die für mich nicht ganz rund waren. Die Geschichte an sich ist schön, doch das Gerüst fehlte mir. Die Substanz.   Ein trauriges und emotionales Thema. Die Geschichte war für mich nicht ganz rund, ein paar Seiten mehr und die Geschichte wäre großartig geworden.

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