Tana French Grabesgrün

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Inhaltsangabe zu „Grabesgrün“ von Tana French

Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob Ryan und Cassie Maddox verfolgen, führt sie nur tiefer in ein Dickicht, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren. Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas Furchtbares erlebt hat – im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte …

Ganz spannend und durchdacht. Leider gefällt mir das Ende nicht.

— gorgophol

Ich hätte es glaub lieber ohne die unendlichen Dialoge des Protagonisten gelesen

— birgitfaccioli

Sehr gutes Buch, das Ende fand ich persönlich allerdings enttäuschend.

— mischiefmanaged

Ein Weltklasse Debüt

— Chrissy_

Ein intelligenter Kriminalroman

— Yolande

Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich konnte es kaum aus den Händen legen.

— Tapsi0709

Interessant zu lesen und wahnsinnig gut geschrieben. Oft mehr Roman als Krimi, dabei aber trotzdem spannend.

— Thaliomee

Spannend und ein ganz eigener Schreibstil

— eulenmama

sehr gut

— tizian0

Ein total spannender Krimi, der viele falsche Fährten legt. Das Ende war überraschend für mich.

— ***Chrissy***

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  • Ein intelligenter Kriminalroman

    Grabesgrün

    Yolande

    10. March 2017 um 12:55

    Grabesgrün ist das erste Buch einer Reihe über verschiedene Detectives der Dubliner Mordkommission. Es wurde von der amerikanisch-italienischen Autorin Tana French geschrieben. Dabei handelt es sich um den Debütroman der Schriftstellerin für den sie, zu Recht, viele Preise gewonnen hat.Inhalt (Klappentext): Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob und Cassie verfolgen, führt sie nur tiefer ins Dickicht. Und keiner darf erfahren, was Rob selbst vor vielen Jahren Furchtbares erlebt hat - im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte.Endlich mal wieder ein Kriminalroman ohne blutrünstige Details. Sympathische Ermittler, wobei es heutzutage wohl nicht mehr möglich ist, einen Krimi oder Thriller zu schreiben, ohne dass mindestens einer der Ermittler große private oder psychische Probleme hat. Das Buch hat eine angenehm ruhige und intelligente Erzählstruktur und verdient den Namen "KriminalROMAN" zu Recht. Es hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Lösung in meinen Augen etwas banal wirkte. Aber vielleicht macht gerade das den Reiz dieses Krimis aus.

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  • Grabesgrün

    Grabesgrün

    Tapsi0709

    29. January 2017 um 07:08

    Es ist das zweite Buch, was ich Tana French gelesen habe und mit diesem Meisterwerk hat sie mich total in ihren Bann gezogen. Es gibt Spannung von vorne bis hinten, hochs und tiefs ... einfach der Wahnsinn. 
    Die einzelnen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und sehr authentisch dargestellt.

  • Die Vergangenheit ruht nicht

    Grabesgrün

    Thaliomee

    06. August 2016 um 18:08

    Dieses Buch ist das vierte, dass ich von Tana French gelesen habe. Da mir die anderen sehr gut gefallen haben, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Die Geschichte ist aus Perspektive des Detective Rob geschrieben, der mit seiner Kollegin Cassie ermittelt und auch privat eine Menge gemeinsam hat. Die beiden sind so gut befreundet, dass auf der Polizeistation gemunkelt wird, sie wären ein Paar. An einer Ausgrabungsstelle in einem Vorort wird eine Kinderleiche gefunden. Was niemand weiß: Rob hat selbst als Kind in der Nähe gewohnt - bis zwei Freunde spurlos verschwunden sind. Er war dabei, kann sich aber an nichts erinnern. Nun glaubt Rob, dass es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt. In diesem Krimi geht es sowohl um private Probleme und Beziehungen als auch um die Ermittlungsarbeit. Diese steht aber oft über längere Zeit im Hintergrund, was mich persönlich nicht gestört hat. Der Stil ist wirklich gut, Tana French kann wirklich gut schreiben. Sie analysiert Beziehungen und Personen sehr genau, schreibt aber immer locker und gut lesbar. Außerdem muss man noch erwähnen, dass dieser Krimi in Irland spielt. Irland klingt nach saftigen Wiesen, wolligen Schafen und halb verfallenen Denkmälern. Aber die Autorin zeigt uns ein anderes, weniger romantisches Irland. In einem Vorort von Dublin ist das Leben trist und deprimierend. Während früher noch kleine Waldgebiete diese vergessenen Schlafstädte umgaben, wird jetzt nur noch eine Schnellstraße gebaut.

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  • Grabesgrün

    Grabesgrün

    Aoibheann

    01. April 2016 um 11:04

    "Grabesgrün" habe ich mir vor einigen Tagen ausgeliehen. Ich war zunächst ein bisschen skeptisch, denn oft schon stand in Krimis, bei denen das Ermittler-Duo auch privat sehr eng agierte, die private Beziehung weitaus mehr im Vordergrund als der eigentliche Fall. Ich war sehr angenehm überrascht, dass das hier nicht der Fall ist und sich das Verhältnis zwischen privat und dienstlich die Waage hält. Insgesamt mir das Buch unheimlich gut gefallen. Sehr spannend geschrieben, auch recht realistisch, wie ich fand. Die Erzählung hat gut dargestellt, dass Polizeiarbeit aus vielen kleinen Puzzleteilen besteht und konnte das aber trotzdem lebendig und interessant rüberbringen. Tana French trifft mit ihrer Sprache die richtige Mischung aus Humor und Ernst, die Personen sind toll herausgearbeitet und die eigentliche Ermittlung hat mich auch sogleich gepackt.  Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten!

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  • Sehr spannend!

    Grabesgrün

    Olivera_Lloyd

    04. February 2016 um 21:41


  • Niveauvoll?

    Grabesgrün

    eskimo81

    Wer hat die kleine Katy ermordet und auf einem Opferaltar-Stein bei einer Ausgrabungsstätte aufgebahrt? Die jungen Dubliner Ermittler, Rob Ryan und Cassie Maddox verfolgen jede Spur - nur leider führ jede einzelne in ein dickes Wirrwarr von Unklarheiten...  Tana French Schreibstil wird als herausragend, niveauvoll beschrieben. Für mich ist niveauvoll was ganz anderes. Und statt Komma ist für mich einfach lang und öd. Es zieht einen Satz unnötig in die Länge. Die vielen verschachtelten, eingeschobenen Sätze, oftmals in Klammern weitere Details - einfach nur unlogisch, verwirrend und vor allem, unmöglich dem roten Faden zu folgen. Eine Spannung zu spüren. Sicherlich darf ein Krimi detailreicher sein als ein Thriller. Aber eine gewisse Spannung muss ich einfach spüren. Auch muss es Freude machen, das Buch zu lesen, es muss fesseln und interessant sein. Ein Krimi muss flüssig sein - flüssig zu lesen. Das Thema, sehr interessant, die Lösung, unvorhersehbar - aber eben auch sehr mühselig bis man zum Schluss kommt - aber - ganz speziell, irgendwie hat die Autorin es geschafft, dass ich so fasziniert war, dass ich das Buch nicht einfach weglegen konnte. Einfach aufhören ohne Ende. Das hat mich positiv überrascht. Mit den Ermittlern, vor allem mit Ryan, hatte ich echt mühe. So ungreifbar, eintönig, speziell und doch lahm - kaum möglich, das zu erklären / beschreiben. Oftmals war ich froh, wenn ich während des Lesens eine Pause einlegen konnte. Es ist kein Krimi, den ich an einem Stück durchfuttern konnte, nein ich brauchte Pausen - das ist ein neues Lesegefühl für mich und irgendwie ist das nicht ein Gefühl, das mir Freude bei einem Krimi macht... Bei einem Historischen Buch oder einem Klassiker von Thomas Mann gehört das dazu. Nur schon um die wundervolle schriftstellerische Leistung zu "erleben" und das ganze sacken zu lassen... Ich habe gesehen, dass das nächste Buch nicht mehr mit Ryan als Hauptperson erschienen ist - vielleicht gebe ich der Autorin eine zweite Chance? Fazit: Ein Krimi, der mich nicht fesseln konnte. Ich brauchte Pausen um das ganze zu verstehen und all die Verschachtelungen etc. zu durchschauen. Das Thema sicherlich interessant - für mehr reicht es aber auch nicht...

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    • 5

    eskimo81

    05. January 2016 um 07:13
  • Schon Roman oder noch Krimi?

    Grabesgrün

    Floh

    Das Buch von Tana French wirft mir nach Beenden der knapp 700 Seiten eine wichtige Frage auf: Handelt es sich hier um einen Roman oder doch um einen Krimi? Zum Inhalt und Thema: Auf einer Ausgrabungsstätte wird ein kleines Mädchen tot aufgefunden. Eine Aufklärung des Falles sollen die beiden noch recht jungen Ermittler Rob und Cassie herbeiführen. Rob scheint für den Fall jedoch nicht die ideale Besetzung zu sein; sind am gleichen Tatort vor vielen Jahren doch zwei seiner Freunde aus Kindertagen plötzlich spurlos verschwunden. Gibt es einen Zusammenhang? Wie sehr ist Rob, ehemals Adam in dem Fall verwickelt? Kann er seine Vergangenheit verbergen? Oder verraten ihn seine Unbefangenheit und Gefühle? Schreibstil: Tana French gelingt es trotz sehr weniger Spannung und Kriminalistik den Leser am Lesen zu halten. Sie benutzt eine sehr bildhafte Darstellung der Ereignisse und Gefühle. Diese Art gefällt mir sehr gut. Man lernt die gesamte Umgebung, die Gefühle, die Situationen, Schwierigkeiten des Falls und die Emotionen der Protagonisten sehr gut kennen. Durch diese lebhafte und atemberaubende Umschreibung aller Dinge die dort passieren, ist man wahrhaftig mitten im Geschehen, als würde man in einem Film mitspielen. Alles ist so lebhaft.  Charaktäre:  Die Hauptakteure dieses Romanes (Krimis?) sind sehr sympatische Querköpfe mit einer tiefen Verbundenheit zueinander. Es macht Spaß die Ermittlungen gemeinsam mit ihnen zu begleiten. Auch diese Sympatie gelingt es French durch ihren genialen Schreibstil. Weniger gelungen finde ich den übermäßigen Zigaretten- und Alkoholkonsum der Ermittler. Ist das typisch Irisch? Oder soll dies den Stress in dem Fall untermalen?  Fazit: Das Ende des Buches und die wenige Kriminalistik haben mich sehr enttäuscht. Wäre Tana French nicht so ausgesprochen talentiert in ihrem Schreibstil gewesen, hätte ich das Buch aufgrund fehlender Spannung nicht zu Ende gelesen. Aber trotzdem muss ich gestehen, dass mir der Schauplatz und das Drumherum so gut gefallen hat, dass ich für einen Roman 5 Sterne vergeben würde, für einen Krimi jedoch nur 3. Also entscheide ich mich für 4 Sterne!

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    • 2
  • Grabesgrün / Tana French

    Grabesgrün

    Lenny

    10. December 2015 um 16:12

    Ein Ermittler mit Vergangenheit! Die Vergangenheit wird durch den aktuellen Fall an die Oberfläche geholt, Doch es soll keiner erfahren, dass Rob vor vielen Jahren etwas Furchtbares im gleichen Wald erlebt hat, wo die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden wird. Er und seine Kollegin Cassie ermitteln und kommen sich auch privat sehr nah. Eine spannende und gute Geschichte, ein überraschender Ausgang, einiges war mit hier zu ausführlich. Ganz tolle Verhörpraktigen hat man hier kennengelernt, das hat Spass gemacht.

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  • Ganz okay, aber auch nicht mehr

    Grabesgrün

    jasbr

    26. May 2015 um 22:47

    Ein junges Mädchen wir ermordet - im gleichen Ort, indem schon einmal zwei Kinder spurlos verschwunden sind. Ist das Zufall? Ermittelt wird von dem Ermittlerduo Rob und Cassie. Die zwei sind nicht nur Partner, sondern auch sehr gute Freunde.  Die Beziehung zwischen den beiden, wie sie sich entwickelt hat und immer noch tut, nimmt in diesem Buch einen großen Raum ein. Auf der einen Seite ist das natürlich spannend und interessant zu erfahren. Auf der anderen Seite wird dadurch aber auch immer wieder die eigentliche Krimi-Handlung unterbrochen, was mich an der ein oder anderen Stelle dann doch gestört hat.  Rob ist außerdem in einer besonderen Situation: Seine besten Freunde sind damals in diesem Ort verschwunden, wo er jetzt ermitteln muss. Auch hier das gleiche Spiel: Auf der einen Seite macht es Spaß mitzurätseln, wie ein Zusammenhang bestehen kann. Auf der anderen Seite zieht es aber die Geschichte eindeutig in die Länge. Am Anfang kam ich sehr schwer in die Geschichte hinein: Obwohl der Schreibstil sehr flüssig ist, wirkt der Aufbau etwas durcheinander. Es gibt viele Flashbacks, die auf den ersten Blick nicht wichtig scheinen und es an der ein oder anderen Stelle auch nicht sind. Dadurch kommt die Story nicht richtig in Fluss und man gerät in Gefahr, über die Seiten "hinwegzufliegen", ohne die Story bewusst wahrzunehmen. Das rächt sich dann, denn es kommen sehr viele Personen und somit auch sehr viele Namen vor. Hier kommt man leicht durcheinander und manchmal musste ich zurückblättern, um wieder durchzublicken. Die Auflösung ist dann auch nicht wirklich überraschend, auch wenn diese ausführlich beschrieben und sehr gut gemacht ist. Insgesamt war das Buch für mich eher durchschnittlich: Ganz okay, aber auch nicht mehr. Trotzdem werde ich der Reihe eine weitere Chance geben :)

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  • Ein Psychothriller der besonderen Art

    Grabesgrün

    Xirxe

    20. May 2015 um 22:06

    Ich muss gestehen, dass mich Bücher auf der Bestsellerliste eher abschrecken als anziehen. Zu oft habe ich schon festgestellt, dass die dort Genannten kaum das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt wurden (wie ich finde). Doch ab und zu gibt es auch Ausnahmen: dieser Kriminalroman ist einer davon. Erzählt wird das Ganze in Ichform von der Hauptfigur Detective Rob, der als Kind mit zwei Freunden verschwand und alleine mit blutigen Füßen wieder auftauchte. Niemand weiß, was geschah und Rob kann sich an nichts erinnern. Alle Ermittlungen verliefen ins Leere und so muss er mit dieser ständigen Ungewissheit weiterleben. Als an dem Ort des damaligen Verbrechens ein totes Mädchen aufgefunden wird, gerät Rob in Bedrängnis. Zum einen weiß ausser seiner Kollegin niemand von seiner Vergangenheit und zum andern drängt Vieles von früher zurück ins Bewusstsein - nur das Entscheidende nicht: Was geschah damals? Rob und seine Befindlichkeiten stehen klar im Mittelpunkt dieser Geschichte. Seine Ängste, die wiederkehrenden Erinnerungen, seine Gefühle zu seiner Kollegin und der Umgang mit ihr werden derart überdeutlich und intensiv dargestellt, dass man förmlich mit ihm lebt. Die Sprache mag nicht so ganz der Vorstellung eines Detectives der Mordkommission entsprechen, bildhaft, gefühlvoll und teilweise sogar poetisch, doch umso mehr der eines Menschen mit einem tiefen Empfinden, der seine innere Zerrissenheit kennt und zeitweise nicht mehr ein noch aus weiß. Genau wie er wollte ich wissen, wer der Täter ist und warum, doch das Handeln seiner Figur interessierte mich ebenso. Ist das Alles nun ein richtiger Kriminalroman oder nicht? Gut, es geht um ein ermordetes Kind und die Suche nach dem Mörder und den Hinterleuten. Es gibt ja sogar dieses zweite Verbrechen, dass vor langer, langer Zeit geschah und immer wieder in die aktuellen Geschehnisse hineinreicht. Doch so eine richtige Mörderjagd mit womöglich noch weiteren Untaten ist diese Lektüre definitiv nicht. Alles in allem meine ich eher, es ist das Psychogramm eines Detectives mit einer grausamen Vergangenheit, der einen Mord aufzuklären hat. Wie man so ein Genre nennen sollte? Hm, tja, da bin ich auch gerade überfragt ;-) Aber an alle KrimiliebhaberInnen: Wer lieber 'reine' Krimis liest, könnte bei diesem Buch vielleicht nicht auf ihre/seine Kosten kommen.

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  • Spannend, aber hätte kürzer sein können!

    Grabesgrün

    zazzles

    14. April 2015 um 12:29

    Der Plot dieses Buches lässt sich eigentlich sehr knapp zusammenfassen: Bei einer Ausgrabungsstätte wird eines Tages die Leiche eines jungen Mädchens entdeckt und nun gilt es herauszufinden, wer der Täter war. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass einer der Ermittler - Rob Ryan, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird - selbst ein Geheimnis mit sich trägt: Die Ortschaft, in der der Mord passiert ist, ist ihm keineswegs unbekannt. Denn was keiner weiss: Rob - damals noch unter seinem richtigen Namen Adam Ryan - ist selbst dort aufgewachsen. Als er noch ein Kind war, sind zwei seiner damals besten Freunde verschwunden (und vermutlich ermordet worden) und sie sind bis heute nicht gefunden worden. Rob selbst kann sich in Bezug auf diese Nacht an kaum etwas erinnern, so dass auch er selbst nicht weiss, was damals wirklich geschehen ist. Damit bieten sich dem Leser schon zwei interessante Fälle, die es aufzulösen gibt. Natürlich kommt man nicht umhin sich zu fragen, ob sogar eine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen besteht und ob möglicherweise derselbe Täter dahinter steckt. Bis auf seine Partnerin Cassie Maddox, weiss allerdings niemand, dass Rob der kleine Junge von damals ist. Bei seinen Ermittlungen stösst er dann nach und nach auf interessante Details, die ein wenig Licht in das Dunkel seiner Vergangenheit bringen. Obwohl das Buch mit seinen 700 Seiten relativ lang ist, habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Nichtsdestotrotz muss ich dennoch im Nachhinein als Kritikpunkt anfügen, dass die Story ruhig etwas gekürzt hätte werden können, denn zu meinem Bedauern stellt sich am Ende heraus, dass einige der Nebenhandlungen eher irrelevant für das Geschehen bzw. die Auflösung am Ende waren. !Achtung jetzt folgen massive Spoiler! Die Sache mit Cassie und Rob fand ich einfach überflüssig und es war für mich nicht nachvollziehbar, weshalb ihr freundschaftliches Verhältnis danach unwiderruflich zerstört war, so dass die beiden am Ende beide ihre eigenen Wege gingen, ohne noch miteinander zu sprechen. Das hätte man sich ruhig sparen können. Desweiteren ist es für mich unklar, weshalb dieses Telefongespräch zwischen Sams Onkel und Mr. Adams erwähnt, aber dann nicht weiter thematisiert wurde? Sollte das den Leser bloss auf eine falsche Fährte locken oder steckte wirklich mehr dahinter, da die Aufzeichnung des Gesprächs ja eher darauf schliessen lässt, dass dieser Adams irgendwelche krummen Dinger am Laufen hat? Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, weshalb die Sache auf Befehl von Robs Chef einfach fallen gelassen wurde. Das fand ich schade und es hätte deshalb meiner Meinung nach genauso gut weggelassen werden können. Als dritter und letzter enttäuschender Punkt muss natürlich die Sache um Robs Vergangenheit erwähnt werden. Während rund 700 Seiten ist man gespannt, was damals im Wald passiert ist, erst recht, da immer wieder darauf eingegangen wird. Und am Ende entpuppt sich dann alles als Schall und Rauch, denn das Geheimnis bleibt ungeklärt und hat im Endeffekt rein gar nichts mit den aktuellen Ermittlungen zu tun. Das fand ich ebenfalls sehr schade, da man während des Lesens doch den Eindruck hat, dass mehr hinter der Sache steckt, als man denkt. Hier wurde meiner Meinung nach Potential verschenkt. /Spoiler-Ende Trotz dieser erwähnten Kritikpunkte hat mich die Geschichte aber gut unterhalten und auch wenn mich die Auflösung am Ende nicht vom Hocker gehauen oder gar einen "AHA!"-Moment ausgelöst hat, war die Enthüllung des Täters dennoch nachvollziehbar und schlüssig. Dafür gibt es von mir 4 von 5 Sternen!

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  • Im Dickicht der Wälder ("In the woods" - engl. Originaltitel)

    Grabesgrün

    SigiLovesBooks

    Ich habe nach "Geheimer Ort" nun das Début "Grabesgrün" -( oder in engl. Originaltitel "In the woods" , was mir hier treffender erscheint) von Tana French gelesen und bin damit zum Fan der Autorin "mutiert" ;-) Mir hat dieser erste Kriminalroman eindeutig besser gefallen als der 5. Das Cover der Erstauflage gefiel mir bereits, das "neue Gewand" der Neuauflage ist aber auch sehr überzeugend und gut gewählt. Besonders die Buchqualität bei Fischer TB muss ich lobend erwähnen (kaum Rillen nach dem Lesen). Inhalt/Buchrücken: "Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die zwei jungen Dubliner Ermittler Rob und Cassie verfolgen, führt sie nur tiefer ins Dickicht (des angrenzenden Waldes). Und keiner darf mehr erfahren, was Rob Ryan selbst vor vielen Jahren (1984) Furchtbares erlebt hat - im Wald bei jener archäologischen Fundstätte". Meine Meinung: Eine wirklich außergewöhnliche, sehr spezifische Art, Kriminalromane zu schreiben, sind der Autorin zu eigen; das Buch ist flüssig zu lesen, der Spannungsbogen führt durch die ganzen fast 700 Seiten (!!!) - dies alles schon einzigartig - und ist dennoch irgendwie "filigran", sehr detailreich und hat Tiefe: Zuweilen salopp im Jargon der Dialoge, wenn Rob und Cassie über "ihren Fall" diskutieren - und sich langsam großes Vertrauen zwischen den Ermittlern aufbaut; auch in "privaterer Runde" der Ermittlungsarbeit, die sich als äußerst schwierig entpuppt.- Jeder steht unter Erfolgsdruck , aber die Ermittler kooperieren während gemeinsamer " Kochabende" bei Rob, Cassie und später noch Sam  und kommen ihrem Ziel, den Fall zu lösen und sich selbst immer näher. Cassie ist mit einem Profiler zu vergleichen und hat nicht nur ein Psychologiestudium, sondern auch weibliche Intuition als "Waffen" einzusetzen, sie ist eine äußerst sympathische Figur, ebenso wie Rob : Einiges muss verborgen bleiben, da ihnen der Fall sonst entzogen wird: Hintergrund  ist Rob und seine "Vorgeschichte" - präzise und taktisch sowie timingmäßig sehr klug führt French den Leser zurück in dessen Vergangenheit bis ins Jahr 1984.... und man stellt sich die Frage, was damals passierte und ob eine Verbindung zum aktuellen Fall besteht. Wie in "Geheimer Ort" ist auch hier zuweilen eine Prise irische Mystik herauszulesen, die ich wohlplatziert fand und zu dem excellenten, außergewöhnlichen und zuweilen poetischen Stil von Tana French passt. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, da es sich um einen Krimi handelt, also: Selber lesen! Fazit: Tana French beherrscht das Genre und nimmt den Leser mit, der ihr folgen möchte, auf eine psychologisch spannende Kriminalreise in die Wälder Irlands; die Handlung ist atmosphärisch dicht und bildreich in außergewöhnlichen, schönen und interessanten Schreibstil nachvollziehbar aufgezeigt - und was den Bau der Schnellstraße betrifft (und die damit verbundenen Grundstücksspekulationen in Irland) auch real und sozialkritisch, was mir ebenfalls (wenn auch am Rande) sehr gut gefiel. Kein vorhersehbarer, aber ein außergewöhnlich guter Krimi, der Freude machte, ihn zu lesen und daher 4,5 Sterne und 92 ° auf der KC von mir erhält.

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    • 3

    SigiLovesBooks

    26. January 2015 um 19:59
  • Grabesgrün

    Grabesgrün

    Cellissima

    17. January 2015 um 10:22

    Ein Mädchen wird mitten in der Nacht getötet und auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte aufgebahrt. Wer ist für dieses furchtbare Verbrechen verantwortlich? Die verantwortlichen Ermittler in diesem Fall, Rob und Cassie, scheinen auf der Stelle zu treten. Und für Rob ist der Fall nochmal ein gutes Stück schlimmer als für den Rest der Ermittler, da er 20 Jahre zuvor an eben diesem Ort Zeuge eines schrecklichen Ereignisses wurde ...****** "Grabesgrün" ist ein sowohl ermittlungstechnisch als auch psychologisch spannender, über weite Strecken nicht wirklich vorhersehbarer und gerade auch sprachlich herausragender Krimi. Wie mittlerweile fast schon üblich, so fließen auch hier zwischenmenschliche Beziehungen und Probleme mit ein; die knapp 700 Seiten kommen sehr kurzweilig daher und sind schnell gelesen.Für meinen Geschmack hätten jedoch etwas weniger Zwischenmenschliches und etwas mehr Arbeit am Fall gut getan.Zudem hatte ich -vielleicht verwöhnt durch viele gute, typisch englische Krimis- einen typisch irischen Krimi erwartet.Krimis aus U.K. sind toll, ich hatte bisher viele englische ... ich habe auf meine ersten, richtig guten, typischen, atmosphärischen irischen Krimis gehofft.Diese Hoffnungen und Erwartungen wurden nicht erfüllt, da dieser Krimi leider kein bisschen typisch irisch war. Er hätte überall spielen können ...******Fazit: Kein schlechter Krimi, aber auch keiner, den man unbedingt gelesen haben muss. Und wer die typische U.K./Irland-Atmosphäre erwartet, der wird leider enttäuscht.

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  • Stärke: bildhafte Beschreibungen

    Grabesgrün

    jana_confused

    16. May 2014 um 20:53

    Tana French - Grabesgrün (Rezension auch auf meinem Blog) Klappentext: Tödliches Grauen tief im Wald  Ein kleines Mädchen wird tot im Wald aufgefunden. Inmitten einer Ausgrabungsstelle, aufgebahrt auf einem Opferalter, erschlagen und vergewaltigt. Die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob Ryan und Cassie Maddox werden mit dem Fall betraut. Aber jede Spur, die die beiden verfolgen, führt sie tiefer in ein Dickicht hinein, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren. Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas unaussprechlich Entsetzliches erlebt hat. Tief im Wald, an ebenjener Stelle. Inhalt: Rob Ryan und Cassie Maddox wurden bisher mit wenig Interessanten Fällen konfrontiert, als ihnen dieser Fall um die tote Katie auf den Tisch flattert. Sofort stürzen sich die beiden in die Ermittlungen und laufen immer wieder im Kreis. Ihr größtes Hindernis: es besteht der Verdacht dass der Mord etwas mit dem Verschwinden von Rob's besten Freunden vor 20 Jahren zutun hat. Nur Cassie weiß von seiner Vergangenheit. Und wenn dieses Geheimnis ans Tageslicht kommt ist klar: Rob wird seinen Job verlieren. Bis Licht ins Dunkle um die kleine Katie kommt, kommen sich Rob Ryan und Cassie Maddox näher - doch es ist alles anders, als zunächst gedacht ... Eigene Meinung / Fazit: Zunächst war ich mehr als positiv überrascht von der durch und durch bildhaften Darstellung der Kulissen und vor allem der Gedanken. Ich glaube so eine Liebe zum Detail ist nicht so oft im Thriller Genre zu finden. Interessanter Weise ist das Buch aus der Sicht von Rob Ryan an den Leser geschrieben. Das heißt: Rob erzählt seine Geschichte wie diese auf ihn zu der Zeit gewirkt hat. Als Leser kommt man hier nicht drum herum ihm am Ende zuzustimmen. Es war ein bisschen so, als würde er von mir sitzen und mir seine Geschichte erzählen. Leider waren die (ca.) ersten 250 Seiten dann doch sehr langatmig. Dann nahm das Buch Fahrt auf. Nicht nur um den Fall, sondern auch um Cassie und Rob. Grandioser Schreibstil, ob es ein Thriller ist - darüber lässt sich streiten. Vielleicht eher ein Roman mit Thriller Charakter. Die Geschichte war Interessant und deshalb: 4 von 5 Sternen Buch 10/20 der SUB-Abbau Lesechallenge 2014 auf lovelybooks

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  • Psychogramm eines Detectivs

    Grabesgrün

    Karin_Kehrer

    06. February 2014 um 14:35

    Auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte wird die Leiche der 12-jährigen Katy Devlin gefunden. Ein Fall, der besonders den Ermittler Rob Ryan tief berührt. Denn in diesem Wald bei der Ausgrabungsstätte verschwanden vor vielen Jahren seine beiden Jugendfreunde spurlos. Jegliche Erinnerung an den schrecklichen Vorfall ist aus seinem Gedächtnis getilgt. Und so wird die Suche nach Katys Mörder auch zu einer Reise in die Vergangenheit für ihn, die fatal enden könnte. Die Autorin breitet in diesem Roman das Psychogramm von Rob Ryan aus, der mehr durch die Ereignisse in der Vergangenheit verstört wurde, als er sich selbst eingesteht. Eine faszinierende, detailreiche Innenschau, die durch einen bemerkenswerten Schreibstil auffällt. Nachteil: Dieser Schreibstil wird nach einiger Zeit langatmig und ausufernd, die Handlung nur mühsam vorangetrieben.  Der Mordfall - durchaus realistisch geschildert mit all der Kleinarbeit an Ermittlungen - wird zum menschlichen Desaster.  Natürlich werden auch im realen Leben nicht alle Fragen beantwortet, aber diese Story lässt den Leser unbefriedigt zurück. Vor allem auch deshalb, weil Detective Ryan seine Erinnerungen nicht zurückbekommt und das Verschwinden seiner Freunde unaufgeklärt bleibt. Fazit: Psychologisch gut ausgearbeitet und bedrückend, interessanter Schreibstil, aber langatmig und am Ende unbefriedigend. 

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