Totengleich

von Tana French 
4,2 Sterne bei378 Bewertungen
Totengleich
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (300):
MisterMorningreds avatar

Der einzige French-Krimi, der mir Probleme bereitete. Leichte Plotschwächen, doch ein grandioses Setting! Diese Wohngemeinschaft, grausig ..

Kritisch (17):

Mit viel Elan begonnen und auch der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, aber die ausschweifende und teilweise unlogische Handlung ha...

Alle 378 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Totengleich"

Dem Tod wie aus dem Gesicht geschnitten Als die junge Polizistin Cassie Maddox in ein verfallenes Cottage außerhalb von Dublin gerufen wird, schaut sie ins Gesicht des Todes wie in einen Spiegel: Die Ermordete gleicht ihr bis aufs Haar. Wer ist diese Frau? Wer hat sie niedergestochen? Und hätte eigentlich Cassie selbst sterben sollen? Keine Spuren und Hinweise sind zu finden, und bald bleibt nur eine Möglichkeit: Cassie Maddox muss in die Haut der Toten schlüpfen, um den Mörder zu finden. Ein ungeheuerliches Spiel beginnt. Die junge irische Kriminal-Literatin Tana French erzielte mit ›Totengleich‹, ihrem zweiten Roman, einen außergewöhnlichen Erfolg bei den Lesern und wurde von der Kritik in eine Reihe mit Crime-Autorinnen wie Minette Walters, Elizabeth George oder Val McDermid gestellt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596175437
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:784 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:17.12.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.08.2009 bei Argon Verlag erschienen.

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne167
  • 4 Sterne133
  • 3 Sterne61
  • 2 Sterne13
  • 1 Stern4
  • Sortieren:
    F
    Flosanvor einem Jahr
    Ein etwas anderer Krimi...

    Cassie Maddox ist als Undercoveragentin in einem Mordfall unterwegs. Pikanterweise könnte das Mordopfer ihr Zwilling sein, so sehr ähnelt sie der Ermordeten. Für die Undercoveragentin bietet sich die perfekte Möglichkeit im engsten Kreis des Opfers zu recherchieren, indem sie die Identität der Toten annimmt. So zieht Cassie (Agentin) als Lexie (Opfer) in das Haus der Toten, in der diese gemeinsam mit 4 Freunden bis zu ihrem Tode lebte. Schnell wird klar, dass die Vier mehr über die Geschehnisse wissen, als sie vorgeben. 
    Die Story hat mir gut gefallen, obwohl ich eigentlich kein Fan von klassischen "Detektiv-Krimis" bin. Die Geschichte bleibt bis zum Schluss spannend auch wenn es einige "Durststrecken" zu überbrücken gab. Ich hatte öfter das Gefühl, dass  die Geschichte stockt und es einfach nicht weitergeht. Die Gespräche der Beteiligten wurden teilweise sehr langatmig beschrieben und ich hatte häufiger den Eindruck als würde man sich im Kreis drehen. Ich wurde jedoch ebenso häufig durch diverse Wendungen in der Story überrascht und habe das Weiterlesen nicht bereut.
    Was mir am meisten gefallen hat, war das Gefühl erwischt zu werden. Ich habe mit Cassie/Lexie mitgefiebert, wenn sie mal mal kurz davor stand aufzufliegen. 
    Insgesamt ein guter Krimi, jedoch ein Stern Abzug aufgrund der teilweisen Längen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Yolandes avatar
    Yolandevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wieder ein sehr guter Krimi
    Etwas unglaubwürdig, aber gut

    "Totengleich" ist der zweite Band einer Krimi-Reihe der US-amerikanischen Autorin Tana French. Auch in diesem Buch wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive des beteiligten Detectives erzählt. Dieses Mal handelt es sich um Cassie Maddox, die auch schon im ersten Band eine Rolle spielte.
    Inhalt (Klappentext): In einem verfallenen Cottage außerhalb von Dublin wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ermittlerin Cassie Maddox kann kaum fassen, was sie zu sehen bekommt: Die Tote gleicht ihr bis aufs Haar. Wer ist diese Frau? Wer hat sie niedergestochen? Und hätte eigentlich Cassie selbst sterben sollen?
    Die Tote wohnte mit vier anderen Studenten in einem abgelegenen alten Herrenhaus, wo sich die Freunde ein verschworenes Universum geschaffen haben, misstrauisch beäugt von den Dorfbewohnern. Eine unheimliche Idee nimmt Gestalt an: Kann Cassie Maddox in der Rolle der Toten in deren abgeschlossene Welt eindringen, um den Mörder ihrer Doppelgängerin zu finden?
    Mal davon abgesehen, dass der Plot etwas unglaubwürdig ist (zuviele Zufälle), ist das Buch wieder sehr gut und spannend geschrieben. Der Erzählstil von Tana French gefällt mir wirklich sehr. Dadurch, dass die Geschichte in der Ich-Form erzählt wird, bekommt man tiefe Einblicke in die seelische Verfassung der Hauptprotagonistin. Es gibt wieder nur eine Leiche und keine blutrünstigen Schockmomente. Vielleicht hätte man das Ganze etwas straffen können, zwischenzeitlich gab es doch ein paar Längen, aber alles in allem habe ich mich wieder sehr gut unterhalten.

    Kommentieren0
    18
    Teilen
    Günter-ChristianMöllers avatar
    Günter-ChristianMöllervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Auf der Suche nach der Wahrheit
    Tod im Spiegel

    Die junge Ermittlerin Cassie Maddox wird in ein verfallenes Cottage außerhalb Dublin gerufen. Doch die Tote gleicht ihr, als ob sie ihre Zwillingsschwester wäre. Und schlimmer noch, sie hat einen Studentenausweis auf den Namen Alexandra Madison. Ein Name, mit dem Detective Maddox mehr als nur vertraut ist. Es ist exakt die Identität, die Cassie bei einem früheren Undercover-Einsatz im Drogenmilieu benutzt hatte.

     

    Das Buch lebt einerseits von der Ich-Perspektive von Cassie Maddox, die sarkastisch distanziert ihre Eindrücke von der Polizei- bzw. Detektivarbeit schildert. Ich musste mitunter an die Privatdetektive von Raymond Chandler denken, nur dass es dieses Mal ja aus der Sicht einer Frau geschah. Die Betrachtungsweise ähnelte sich mitunter:

    „Ich habe jahrelange Übung darin, O’Kelly an mir abprallen zu lassen.“ (S.119)

    Andererseits lebt das Buch von dem Kampf zweier Eliten. Zum einen ist da die Polizeielite mit ihren strengen idiotischen Regeln, nach denen sie vorgehen muss, und die die Polizeioberen und ihre Mitarbeiter immer wieder versuchen auszutricksen, um die Wahrheit aufzuspüren, womit sie gut die Hälfte ihrer Energie und Motivation verheizen. Und die zweite Elite ist in diesem Fall die zukünftige Führungsschicht der Gesellschaft. Die jungen promovierten Akademiker, die Post-Docs, in deren Mitte die Ermordete gelebt hatte. Doch diese vier sind nicht nur Individuen, sie sind auch eine Familie, die wie Pech und Schwefel zusammenhält, und Klugheit ist mit Klugheit allein nur sehr schwer niederzuringen.

    Doch der Leser begegnet auch poetischen Sequenzen, die die verletzlichen Gefühle von Cassie widerspiegeln:

    „Der Windhauch war den Garten hinuntergeglitten, durchstreifte das Laub und befingerte den Efeu. Im Mondlicht sah das Gras weich und weiß aus wie Nebel, als könntest du glatt hindurchgehen. Wieder durchlief mich das Frösteln.“ (S.250)

    Der Leseeindruck war für mich insgesamt so überwältigend, dass ich nur 5 von 5 Sternen für dieses Kunstwerk vergeben kann.

    Kommentieren0
    33
    Teilen
    Xirxes avatar
    Xirxevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Krimi, der deutlich mehr zu bieten hat als die übliche Tätersuche. Und dazu noch in einer wunderbaren Sprache.
    Freunde für's Leben...

    Eine Frau wird tot aufgefunden - und sie gleicht der Ermittlerin Cassie Maddox wie eine Zwillingsschwester. Obwohl Cassie nach ihrer Zeit im Morddezernat nun im Dezernat für Häusliche Gewalt tätig ist, wird sie in diesen Fall im wahrsten Sinne des Wortes hineingezogen. Und zwar so tief, wie sie es sich wohl nie hätte träumen lassen...
    Dieses Buch nur einen Krimi zu nennen, würde ihm einerseits ungerecht, zum Anderen wären passionierte KrimiliebhaberInnen eventuell von der Lektüre enttäuscht. Denn die Aufklärung eines Mordes ist nur ein Teil der Geschichte; mindestens ebensoviel Raum nimmt die Beziehung der FreundInnen der Getöteten untereinander ein, die auf eine besondere Weise einmalig war. Was für die meisten Menschen die Familie bedeutet, das waren sie sich als Freunde. Gemeinsam studierten sie an der selben Uni und lebten im selben Haus, gegenüber ihrer Umwelt waren sie eine verschworene Gemeinschaft. Cassie wird im Zuge der Ermittlungen unter besonderen Umständen Teil dieser Gemeinschaft und der Autorin gelingt es, diese intensive Zusammengehörigkeit so deutlich zu machen, dass ich beim Lesen Cassies Hin- und Hergerissensein zwischen Pflicht und dem Zauber dieser Verbundenheit voll und ganz nachvollziehen konnte. Ich konnte nicht anders als diese Gruppe zu beneiden und litt buchstäblich mit, als dieses Verbrechen einen Keil in diese Einheit trieb. Auch ist diese Geschichte nicht nur die Suche nach der Lösung eines Falles, sondern wirft auch Fragen auf wie: Sind Freunde das Wichtigste im Leben? Was macht das Leben schön? Die Autorin gibt keine Antworten darauf, aber es regt zum Nachdenken an. Mich zumindest ;-)
    Und nicht zuletzt sind diese 770 Seiten in einen wunderbaren Stil geschrieben, der mich beim Lesen manchmal weniger an einen Krimi denken ließ als an schöne, zum Teil sogar poetische Literatur. Wer glaubt, so etwas passe nicht zusammen: Einfach mal lesen!

    Kommentieren0
    16
    Teilen
    jackdecks avatar
    jackdeckvor 4 Jahren
    Totengleich

    Cassie Maddox zum Tatort gerufen wird, traut sie ihren Augen nicht, tot liegt da ihr Spiegelbild....Früher bereits Undercover eingesetzt, liegt es nahe dass sie sich wieder auf Undercover einlässt. Sie schlüpft in die Rolle der Toten, die somit den versuchten Mord überlebt hat. Sie zieht in deren Wohngemeinschaft und weiß schon bald nicht mehr ob sie nun Lexie oder Cassie ist, sie identifiziert sich immer mehr mit ihrer Rolle...Cassie ist sehr sympathisch, zeitgleich ist das was dann passiert aber auch voller Nervenkitzel und es steht immer die Frage im Raum, wer der Täter ist.
    Ich hatte permanent neue Verdächtige, habe aber mit dem Ausgang des Buches in dieser Form nicht gerechnet. Und ich würde lügen, wenn ich schreiben würde, dass dieses Ende mich nicht berührt. Ganz im Gegenteil, ich hänge dem Buch noch ein wenig nach und hätte mir, wenn ich einen Wunsch frei haben würde, für einige Personen ein etwas anderes Ende ersehnt.
    Wobei es hier ja ein durchaus logischer Verlauf ist und gerade das ist ja auch das Schöne, die Leser werden immer mal wieder überrascht. Ich fand die Beschreibung der einzelnen Charaktere, der Beziehungen und der Spannungen zwischen ihnen, sehr fesselnd. Was auf den ersten Blick wie eine perfekte Idylle anmutet, bekommt mit der Zeit Risse. Mit jeder Seite wird man mehr in die Geschichte hineingezogen und erkennt, dass es dieses Paradies, das die fünf Protagonisten sich aufbauen wollten, gar nicht gibt, dass sie jedoch verzweifelt gegen dieses Erkenntnis ankämpfen und versuchen, es mit allen Mitteln zu halten, auch wenn sie wissen, dass das alles nur schlecht enden kann. Mein einziger Kritikpunkt ist die Länge die Geschichte hier deutlich in die Länge. Für mich zu viele Dinge der Wohngemeinschaft, ohne dass die Geschichte merklich weiter kommt oder Dinge zum Vorschein kommen. Dafür geht's am Ende recht schnell und etwas holprig zu Ende. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen und ich habe mich hier über einen komplett anderen Verlauf gefreut, den ich zu Beginn so nicht erwartet hatte.

    Kommentieren0
    38
    Teilen
    gras avatar
    gravor 4 Jahren
    Das Sein bestimmt das Bewusstsein

    Eine junge Frau wird erstochen aufgefunden. Am Tatort finden sich keine Spuren, ein Tatverdächtiger ist nicht in Sicht. Doch die Ermittler haben ein Ass im Ärmel: zufällig (aber ist es wirklich Zufall?) gleicht die Tote einer Polizistin wie ein Zwilling. Mangels anderer Ermittlungsansätze wird aus der Toten eine Schwerverletzte gemacht, die nach einigen Tagen in ihre Wohngemeinschaft zurückkehrt. Die Polizistin in ihrer neuen Rolle hat nur die Aufgabe, Ermittlungsansätze zu finden. Doch was sie findet, ist ein harmonisches, einfaches Leben, das ihr so viel erstrebenswerter erscheint als ihr eigenens. Darüber vergisst sie fast ihren Auftrag und gefährdet nicht nur die Ermittlungen, sondern auch sich selbst.

    Intelligent und spannend, nochmal deutlich besser als der erste Teil der Reihe.

    Kommentieren0
    18
    Teilen
    Cellissimas avatar
    Cellissimavor 4 Jahren
    Besser als der Auftakt der Reihe!

    In der Ruine eines alten Cottages in der Nähe von Dublin wird die Leiche einer jungen Frau gefunden.
    Die Besonderheit: sie gleicht Ermittlerin Cassie Maddox bis auf´s Haar!
    Die erhoffte heiße Spur bleibt aus.
    So entschließen sich die Ermittler dazu, auf´s Ganze zu gehen, um mit ihren Ermittlungen voranzukommen: offiziell wird mitgeteilt, dass das Opfer den Angriff überlebt habe - und Maddox wird anschließend verkabelt und als das Opfer in die WG eingeschleust.
    Die Ermittler haben die Hoffnung, den Mörder in diesem Haus zu finden ...

    ******
    "Totengleich" stellt schon eine deutliche Steigerung zum Auftakt der Reihe dar: sprachlich wieder sehr gut, ein Stück mehr typisch irisch, als noch Band 1 es gewesen ist (der -wir erinnern uns- überall hätte spielen können ... ), entsprechend stimmungsvoller - und wirklich spannend.
    Der Spannungsbogen wird über knapp 800 Seiten vorbildlich gehalten, die Spannung steigert sich ab einem gewissen Punkt gar kontinuierlich.
    Die Geschichte ist schön düster, es liegt ständig Gefahr in der Luft.
    Ist man zunächst überzeugt davon, dass Maddox doch sofort auffliegen muss, weil den Mitbewohnern doch sofort auffallen muss, dass sie nicht die echte Lexie vor sich haben, wird man eines Besseren belehrt. -Maddox schlägt sich tapfer und bringt so Einiges in Erfahrung ...
    Nicht zuletzt deshalb, weil sie den Lebensstil des Opfers gut imitiert, bspw. um Mitternacht herum zu einem langen Spaziergang aufbricht.
    Plötzlich hat sie aber das Gefühl, dass ihr jemand folgt ...

    Fazit: Toller Krimi, der so fesselnd ist, das man die knapp 800 Seiten nahezu am Stück lesen will und wird.
    Einzig das Ende war etwas zu verwirrend.
    4,5 Sterne!





    Kommentieren0
    8
    Teilen
    simsas avatar
    simsavor 5 Jahren
    Der 2. Fall für Cassie Maddox

    Sie sieht aus wie ich!


    Als Cassie Maddox zu einem Tatort gerufen wird, ahnt sie nicht, dass sie dem Mordopfer bis aufs Haar gleicht.

    Und nicht nur das, sofort stellt sich ihr die Frage, auf wen es der Täter abgesehen hat. Denn die ermordete Frau gleicht Cassie nicht nur, nein, sie lebt auch mit ihrer vor Jahren erfundenen Identität. Damals ermittelte sie als Alexandra J. Maddison und eben diese Identität schnappte sich das Opfer nach der Stilllegung.

    Ganz klar, dass Cassie zurück in die Rolle muss, um hier zu ermitteln. Schließlich schwebt auch sie in Gefahr...




    Von Tana French hatte ich im Vorfeld schon einiges gehört. So gab es nach ihrem ersten Buch „Grabesgrün“ einige Fans, aber auch viele Leute, denen das Buch nicht gefallen hat.

    Ich selber kenne diesen ersten Fall für Cassie Maddox nicht und bin mit „Totengleich“ sofort bei Band 2 eingestiegen.


    Hier noch einmal die richtige Reihenfolge:


    1) Grabesgrün
    2) Totengleich
    3) Sterbenskalt
    4) Schattenstill


    Auch wenn ich, wie schon gesagt, den Vorgänger nicht kenne, kam ich wunderbar in das Buch hinein. Tana French hat, so glaube ich, alles wichtige noch einmal beschrieben, zeitgleich aber so viel offen gelassen, dass ich persönlich sehr gerne noch „Grabesgrün“ lesen würde.


    Aber zum Buch „Totengleich“... der Plot bietet ja schon einmal viele Möglichkeiten und auch die Seitenzahl von 784, verspricht eine spannende und verzwickte Geschichte.


    Und doch war das Buch so anders, als ich es erwartet hatte. Natürlich gab es spannende Momente, aber sie waren nicht so packend, wie ich es im Vorfeld vermutete.

    Insgesamt wird auch schnell klar, dass Tana French sich sehr viel Zeit in ihrem Buch nimmt. Sie beschreibt halt sehr genau die Umgebung, hält Dialoge über viele Seiten (!) und als Leser/-in hat man jegliche Szenen ganz genau vor Augen.

    Dies ist natürlich perfekt, aber zeitgleich auch so, dass ich es ein wenig schwer hatte in das Buch zu finden. Denn es dauert schon ca. 200 Seiten, bis Cassie im Fall ist und dann auch ermittelt.

    Dies war für mich, gleich zu Beginn, etwas zu lang.


    Aber ab dann macht der Thriller Spaß. Cassie ist sehr sympathisch, zeitgleich ist das was dann passiert aber auch voller Nervenkitzel und es steht immer die Frage im Raum, wer der Täter ist.

    Ich hatte permanent neue Verdächtige, habe aber mit dem Ausgang des Buches in dieser Form nicht gerechnet. Und ich würde lügen, wenn ich schreiben würde, dass dieses Ende mich nicht berührt. Ganz im Gegenteil, ich hänge dem Buch noch ein wenig nach und hätte mir, wenn ich einen Wunsch frei haben würde, für einige Personen ein etwas anderes Ende ersehnt.

    Wobei es hier ja ein durchaus logischer Verlauf ist und gerade das ist ja auch das Schöne, die Leser werden immer mal wieder überrascht.


    Zu dem Ende möchte ich noch anmerken, dass es Ähnlichkeiten mit dem Anfang hatte. Tana French hat auch hier einen langen Anlauf genommen und ist dann sehr ausführlich zu der Auflösung gekommen. Manchmal ist weniger mehr, zumindest für mich.


    Trotz dieser kleinen Bemängelungen, möchte ich aber dennoch die weiteren Bücher von Tana French lesen, denn der größte Teil dieses Buches war einfach nur gut.


    Mein Fazit:

    „Totengleich“ ist ein Thriller, der nicht mal eben gelesen wird. Schließlich mag Tana French es,den Lesern ausführliche Dialoge und Handlungen zu bieten.

    Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen und ich habe mich hier über einen komplett anderen Verlauf gefreut, den ich zu Beginn so nicht erwartet hatte.

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    Cerepras avatar
    Cerepravor 5 Jahren
    Pageturner

    Lange ist es her, dass ich Tanz Frenchs Erstlingswerk gelesen habe und ich war begeistert. Warum ich so lange für das zweite Buch gebraucht habe, weiß ich nicht, aber es hat sich mal wieder gelohnt.

    Ein detaillierter, spannender, intensiver und sensibler Krimi, den ich nicht aus der Hand legen konnte. 
    French baut um ihre Figuren einen so intensiven Mikrokosmos auf, so dass man als Leser komplett darin eintaucht. Ihre Ermittler sind nicht die typischen alkoholabhängigen, geschiedenen und grantigen Kommissare, sondern Personen, die ihren Job lieben und darin aufgehen und sich darin verlieren. 
    Trotzdem hat jeder sein Päckchen zu tragen und dieses im Berufsalltag zu verarbeiten.
    Auf den 3. Teil freue ich mich jetzt schon. 

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    fcbfroschs avatar
    fcbfroschvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Die Nuancen zwischenmenschlicher Beziehungen sind so brillant und lebendig beschrieben, dass man sich als Teil der Geschichte fühlt. Toll!
    Ein Krimi voller Tiefe, Atmosphäre und zarten, zerbrechlichen Worten.

    Darum geht es:

    Die junge Ermittlerin Cassie Maddox, nach dem Knochknaree-Fall (Grabesgrün) erst einmal in ein tiefes Loch gefallen, arbeitet im Dezernat für Häusliche Gewalt. Dann wird sie – obwohl es nicht ihr Zuständigkeitsbereich ist – an einen Tatort gerufen, und blickt in das Gesicht einer Toten, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Noch dazu trägt die junge Frau die Identität, welche von Cassies ehemaligem Chef Frank Mackey für Maddox in einem Undercover-Einsatz erfunden wurde. Der Regen hat am Tatort alle Spuren verwischt, die auf Täter oder Motiv verweisen könnten. Ein Undercover-Einsatz von Cassie in der Rolle des Opfers ist die einzige Möglichkeit, dem Täter auf die Spur zu kommen. Sie begibt sich in gefährliche Gewässer und verliert sich beinahe selbst darin.

     

    Meine Bewertung:

    Die Bücher von Tana French sind auf vielerlei Weise besonders. Die junge Cassie Maddox, früher einmal als Undercover-Beamte eingesetzt, in „Grabesgrün“ neben Rob Ryan im Morddezernat ermittelnd, schlüpft in „Totengleich“ in das alte Gewand der Undercover-Polizistin. Und doch ist es, obwohl wir ihre Figur schon kennen, kein typischer Serien-Krimi. Natürlich wird Bezug genommen auf ihren Fall und ihre Freundschaft mit Rob. Ihre Leben bleiben verwoben, auch wenn sie nicht mehr miteinander arbeiten, oder gar Kontakt haben. Das Besondere an den Krimis der rothaarigen Autorin ist wohl, dass der Leser in jedem neuen Fall einen anderen schon bekannten Ermittler ganz nah erlebt und in ein atmosphärisches, mitreißendes Leben stürzt, wie ich es in noch keinem Krimi zuvor jemals erlebt habe.

    Atmosphäre ist das, was die Krimis von French am besten beschreiben. So beklemmen Cassies Zweifel, ob sie sich auf dieses gefährliche Spiel als Opfer in der Schussbahn einlassen soll. Fasziniert beobachtete ich die junge Ermittlerin, wie sie in ein anderes Leben, eine andere Identität schlüpft, die sie selbst einmal erfunden hat, und welche eine andere junge Frau mit neuem Leben erweckte. Die Rolle, die sie dann erfüllt, ist so intensiv und blumig, dass ich nicht anders konnte, als mich in den tiefen Wogen der weichen Worte zu verlieren. Das Whitethorn-Haus, in dem die Tote mit ihren vier Freunden wohnte, ist so voll und lebendig beschrieben, verändert seine Stimmung und Dichte, dass ich beim Lesen alles bildlich vor Augen sah. Und mir auch wünschte, all das real erleben zu können. Mehr als einmal standen meine Haare zu Berge, wenn Cassie zu den nächtlichen Spaziergängen aufbrach und sich das Gefühl beobachtender Augen in ihren Nacken brannte.
    Die Charaktere sind tiefgründig und detailreich ausgearbeitet. Sie sind voller Konturen, Schattierungen, Farbe, Pracht und Glanz, dass man meint, sie wirklich zu kennen. Man kann ihre Handlungen vorhersehen, kann sich vorstellen, wie ihr Leben ist. Ich spürte beim Lesen die Stimmungen zwischen ihnen, und auch wie sich Spannungen aufbauten. Auch Ungesagtes merkte ich, die feinen Hinweise auf unterschwellige unausgesprochene Gefühle, die zwischen ihnen stehen. Eben all die feinen Nuancen zwischenmenschlicher Beziehungen – all das erweckte French in dem zweiten Kriminalroman zum Leben.

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich bei Romanen kein vergleichbares und bei Krimis noch niemals annähernd so ein intensives Leseerlebnis hatte. Dieser Roman geht über Spannungsgeschichten weit hinaus. Er packt einen am Kragen und schleift einen, ob man will oder nicht (und man will!) in die Tiefen der Ermittlung. Er bringt einen an emotionale Grenzen, und ich staunte fast die ganzen 700 Seiten hindurch über diese großartige psychologische Tiefgründigkeit, mit der sich die Charaktere, das Haus, das Dorf präsentierten. Tana French hat einen sehr feinen Sinn für Worte, Stimmung und Atmosphäre. Und ich kann davon nicht genug bekommen!

    Fazit:

    Nach diesem Erlebnis weiß ich ganz sicher, dass man in einem gekürzten Hörbuch ihrer Thriller sehr viel verpasst. Totengleich ist ein sensibler und ansprechender Kriminalroman aus der Feder Tana Frenchs, die für ihre psychologische Tiefgründigkeit ihrer Bücher bekannt ist. Noch niemals habe ich ein emotional so aufwühlendes Buch gelesen, mir die Charaktere so bildlich vorgestellt, die feinen Tonlagen zwischenmenschlicher Beziehungen in einem Buch so sehr gespürt, wie hier. Die Feinfühligkeit der Wortwahl strahlt eine unbändige Magie aus, derer ich mich nicht entziehen kann. Ein absolut empfehlenswerter Krimi für alle, die sich gern in Büchern verlieren wollen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    TinaLiests avatar


    Bestsellerautorin Tana French feiert mit ihrer Krimireihe rund um die Dublin Murder Squad seit Jahren weltweite Erfolge. Pünktlich zum Erscheinen des 5. Bandes "Geheimer Ort", den wir euch bereits vorgestellt haben, gibt es die ersten vier Bände der Reihe jetzt in neuem Gewand! Düster, fesselnd und geheimnisvoll sind nicht nur die neuen Cover, sondern auch die Kriminalfälle, mit denen es die irischen Ermittler zu tun bekommen!

    Grabesgrün
    Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob Ryan und Cassie Maddox verfolgen, führt sie nur tiefer in ein Dickicht, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren. Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas Furchtbares erlebt hat - im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte.


    Totengleich
    Als die junge Polizistin Cassie Maddox in ein verfallenes Cottage außerhalb von Dublin gerufen wird, schaut sie ins Gesicht des Todes wie in einen Spiegel: Die Ermordete gleicht ihr bis aufs Haar. Wer ist diese Frau? Wer hat sie niedergestochen? Und hätte eigentlich Cassie selbst sterben sollen? Keine Spuren und Hinweise sind zu finden, und bald bleibt nur eine Möglichkeit: Cassie Maddox muss in die Haut der Toten schlüpfen, um den Mörder zu finden...


    Sterbenskalt
    Frank Mackey, Undercover-Ermittler, hat seine Familie seit 22 Jahren nicht gesehen. Er wollte der Perspektivlosigkeit seines Viertels für immer entfliehen, zusammen mit seiner ersten großen Liebe Rosie. Doch die hatte ihn versetzt und war allein nach England aufgebrochen, so hat Frank es jedenfalls immer gedacht. Bis in einem Abbruchhaus Rosies Koffer gefunden wird. Was ist damals wirklich geschehen? Frank muss zurück nach Faithful Place, undercover in seine eigene Vergangenheit – und feststellen, dass er diesen dunklen Ort immer in sich getragen hat …

    Schattenstill
    »Was Sie über Mord wissen müssen: In neunundneunzig von hundert Fällen bricht er nicht in das Leben der Menschen ein. Sondern sie öffnen ihm die Tür.« In Broken Harbour, einer windgepeitschten Geisterstadt voller Bauruinen, ist eine ganze Familie ausgelöscht worden. Seltsame Löcher klaffen in den Wänden ihres Hauses. Kühl und methodisch beginnt Detective Mike Kennedy mit den Ermittlungen – doch Broken Harbour zieht auch ihn erbarmungslos in sein zerstörerisches Kraftfeld.


    Wir verlosen gemeinsam mit dem FISCHER Taschenbuch Verlag 5 Buchpakete mit den ersten 4 Bänden rund um die Dublin Murder Squad von Tana French in neuem Gewand! Mit dabei sind "Grabesgrün", "Totengleich", "Sterbenskalt" und "Schattenstill".

    Wenn ihr eines der fünf Buchpakete gewinnen möchtet, dann beantwortet uns einfach folgende Frage:

    Was verbindet ihr mit Irland? Was kommt euch zuerst in den Sinn, wenn ihr an das Land denkt?

    S
    Letzter Beitrag von  snakeelevenvor 4 Jahren
    Grüne Insel
    Zur Buchverlosung
    SonnenBlumes avatar
    Im Zuges meines Tagespraktikums bei LovelyBooks darf ich eine eigene Leserunde leiten. Wir werden gemeinsam "Totengleich" von Tana French lesen. Vier Exemplare stehen zum Verlosen zur Verfügung, wer sonst noch dabei sein will, darf sich gerne anschließen! In dem Buch geht es, wie auch schon in "Grabesgrün", um die Ermittlerin Cassie Maddox und dieses Mal wird sie zum Fundort einer Leiche gerufen, bei dem die Tote ihr wie ihr Spiegelbild gleicht ... Das Cover zeigt schon, dass es sich um einen spannungsgeladenen Roman halten muss, aber davon kann sich jeder selbst überzeugen! Ihr könnt euch bis einschließlich 30. April im dafür vorgesehenen Unterthema für die vier Exemplare bewerben, wo ich auch die Gewinner bekannt geben werde. Ich würde mich freuen, wenn ihr noch ganz viele andere Leute einladet, damit wir alle zusammen über das Buch diskutieren können!
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks