Tanguy Viel Das absolut perfekte Verbrechen

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Inhaltsangabe zu „Das absolut perfekte Verbrechen“ von Tanguy Viel

Ob es wohl diesmal gelingen würde? Der große Coup. Das perfekte Verbrechen. Ein Raubüberfall ohne Blutvergießen und ohne eine Spur zu hinterlassen.
Pierre, Andrei, Marin, das ist, was von »der Familie« übrig blieb, nachdem der »Onkel«, Drahtzieher und Fixpunkt des kriminellen Clans, sich altersschwach ins Jenseits verabschiedet hat.
Vor der Kulisse von Meer, Nebel und Frachtschiffen geht es nun um nichts Geringeres, als das am Hafen gelegene Casino auszurauben. Lucho, eine Knastbekanntschaft von Marin, soll helfen, den raffinierten Plan umzusetzen. Von ihm stammt die Idee mit dem ferngesteuerten Heißluftballon.
Und Marins Frau Jeanne, unerreichbar und begehrenswert, spielt mit.
Eine meisterhafte Parodie der klassischen Gaunergeschichten um Loyalität, Verrat und Rache. Tanguy Viel und sein kongenialer Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel erzählen sie in einem unnachahmlich musikalischen Ton wie eine tänzerische Tragödie in drei Akten: so schön wie ein Film mit Belmondo!

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  • Rezension zu "Das absolut perfekte Verbrechen" von Tanguy Viel

    Das absolut perfekte Verbrechen

    tedesca

    30. July 2012 um 15:06

    Ein namenloser Ich-Erzähler berichtet über dieses "perfekte Verbrechen", über seine Planung und Durchführung, und schon bald wird dem Leser klar, dass es so "perfekt" nicht gewesen sein kann. Düstere Stimmung und eine gewisse Abgeklärtheit zeichnen diesen Text, warm werden kann man weder mit ihm noch mit den beschriebenen Figuren, aber das dürfte auch nicht die Absicht des Autors gewesen sein. In seiner oft skizzenhaften Sprache umreisst er das Geschehen, was fehlt, findet man zwischen den Zeilen, nichts bleibt offen. Ich musste immer an eine Film-Noir-Version von "Ocean's 11" denken, in der der Sunnyboy nicht so sonnig ist wie George Clooney und der Lockvogel nicht so Cool wie Julia Roberts, sondern in der die Figuren immer einen Schatten im Gesicht haben, sich immer hinter vorgehaltener Hand verbergen. Alles in allem ein Bravourstück, für das man sich Zeit nehmen sollte. Kein Krimi, kein Thriller im herkömmlichen Sinne, aber das sind Viels Bücher ja sowieso nie.

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  • Rezension zu "Das absolut perfekte Verbrechen" von Tanguy Viel

    Das absolut perfekte Verbrechen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. February 2010 um 14:44

    Marin kommt nach drei Jahren aus dem Knast. Und schlägt zunächst erstmal den Ich-Erzähler Pierre zusammen. Vielleicht auch, um richtig zu stellen, wer der Boss der „Familie“ ist. Marin hatte im Gefängnis viel Zeit zum Nachdenken und klügelte den Plan aus, das Casino der französischen Hafenstadt auszurauben. Der alte „Onkel“, der nicht ein eigentlicher Onkel ist, befürwortet diesen Plan. Zu den drei Banditos Andrei, Pierre und Marin gesellt sich Lucho, von dem man nichts so richtig weiß, außer, dass er nichts trinkt. Bis zu jenem 31. Dezember, dem Abend des Überfalls... Zunächst viel es mir schwer, in das Buch hineinzukommen. Aber dann assoziierte ich überraschend den Schreibstil mit der Synchronstimme Robert de Niros (Christian Brückner) und schon fiel es mir viel leichter, mir die Bande, den Ich-Erzähler und die gesamte Szenerie vorzustellen. Alles in Allem ein kurzlebiges Buch mit überraschend leichtfüßigen Personen, die scheinbar ohne Moral zu Werke gehen.

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  • Rezension zu "Das absolut perfekte Verbrechen" von Tanguy Viel

    Das absolut perfekte Verbrechen

    kfir

    30. June 2009 um 18:13

    Fünf Mitglieder einer ehrenwerten Familie einer nordfranzösischen Hafenstadt planen das perfekte Verbrechen. Der Überfall auf ein Casino soll nicht nur reiche Beute bringen, sondern auch ganz ohne Spuren und ohne jegliche Gewalt vonstatten gehen. Doch trotz akribischer und ausgefeilter Planung läuft nicht alles nach Wunsch. Das Nachspiel an das Verbrechen wird im Anschluss ungleich spannender und fulminanter als der eigentliche Coup. Pierre, einer der Ganoven, erzählt seine Sicht der Geschichte, richtet die Worte an seinen Chef Marin. Häufig bedauernd einer Lebensbeichte nicht unähnlich, doch mitunter auch mit den vorwurfsvollen Worten einer Anklage. Dabei lässt Pierre seiner Erinnerung freien Lauf, seine Gedanken und Gefühle mischen sich stets mit dem Erlebten. Dieser Bewusstseinsstrom sprudelt die Geschichte nur so hervor, die Sätze und Fragmente gehen fließend ineinander über, der Erzähler kommt immer mehr in Fahrt, verleiht der Story seine eigene Intensität. In einer selten gekannten Vitalität erzeugt Tanguy Viel so Bilder, die sich mit zunehmender Lesegeschwindigkeit zu einem bunten und virtuosen Kopfkino steigern. Ein wesentlicher Anteil an diesem Lesevergnügen gebührt sicherlich dem preisgekrönten Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel. Manches Detail dieser Geschichte mag am Ende unerwähnt bleiben, doch gewährt das Gesamtbild dem Leser immer genügend Raum für eigene Interpretationen. Der eigentliche Raubzug mag zu Mitte des Buches bereits erzählt sein, doch findet der Coup mit seinem Nachspiel ein paar Jahre später ein dramatisches Finale, welches die Spannung noch einmal auf die Spitze treibt. Eine kluger Thriller, in seiner Stimmung und Sprache überaus virtuos und spannend in Szene gesetzt.

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