Tania Blixen

 3.9 Sterne bei 190 Bewertungen
Autorin von Jenseits von Afrika, Afrika - dunkel lockende Welt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tania Blixen

Tania Blixen ist das Pseudonym von Karen Christence von Blixen-Finecke, geborene Dinesen, die im April 1885 in Rungstedlung bei Kopenhagen geboren wurde. In ihrer bürgerlichen Familie wuchs Tania zwar wohlbehütet auf, doch die strenge Erziehung und die Religiösität machten ihr zu schaffen, sodass sie eine starke Abneigung dagegen entwickelte, welche sie später auch nach Ostafrika trieb. Da ihr Vater dem Adel angehörte, hatte Tania auch viel Kontakt zu anderen Adeligen, darunter Bror von Blixen-Finecke, den sie später heiratete. Um ihrem Elternhaus zu entfliehen, besuchte Tania Kunstschulen in Paris und Rom und veröffentlichte 1907 ihre ersten Kurzgeschichten. Im Jahr 1912 verlobte sie sich mit Bror. Gemeinsam entschlossen sie sich, den bürgerlichen Zwängen in Kopenhagen zu entfliehen und eine Milchfarm in Nairobi zu betreiben. Zwei Jahre später heirateten sie in Mombasa und stellten fest, dass Bror anstatt einer Milchfarm eine Kaffeefarm erworben hatte. Die nächsten Jahre waren geprägt von großen Schwierigkeiten auch aufgrund des Weltkriegs und dem sorglosen Umgang Brors mit Geld. Außerdem steckte er sich mit Syphilis an und damit auch Tania; beide kehrten 1915 kurzzeitig nach Dänemark zurück, um sich mit dem arsenhaltige Arsphenamin behandeln zu lassen. Durch die einhergehende Schwermetallvergiftung litt sie ihr ganzes Leben lang an chronischen Schmerzen. 1925 erfolgte die Scheidung. Nun half Tanias Bruder Thomas Dinesen ihr beim Management der Farm, bis sie 1925 zurück nach Dänemark reisten, damit Tania ihre Werke veröffentlichen konnte. Ihre Liebesbeziehung zu dem Offizier Denys Finch Hatton endete 1929. Tania liebte die Arbeit auf der Farm, entdeckte vorurteilsfrei die afrikanische Kultur und machte sich viele Freunde. Insgesamt verbrachte sie 17 Jahre als Kaffeefarmerin in Kenia. Doch 1931 musste sie Konkurs anmelden, ihre Farm verkaufen und zurück nach Dänemark kehren, wo sie nun ausschließlich als Schriftstellerin arbeitete. Nach sehr erfolgreichen veröffentlichten Werken, aber auch einer schwer angeschlagenen Gesundheit, starb sie in Rungstedlund am 7. September 1962.

Alle Bücher von Tania Blixen

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Cover des Buches Jenseits von Afrika (ISBN: 9783717524380)

Jenseits von Afrika

 (66)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Afrika - dunkel lockende Welt (ISBN: 9783717517184)

Afrika - dunkel lockende Welt

 (32)
Erschienen am 01.03.1986
Cover des Buches Babettes Fest (ISBN: 9783328102359)

Babettes Fest

 (28)
Erschienen am 09.10.2017
Cover des Buches Nordische Nächte (ISBN: 9783328100652)

Nordische Nächte

 (8)
Erschienen am 11.10.2016
Cover des Buches Wintergeschichten (ISBN: 9783641144043)

Wintergeschichten

 (6)
Erschienen am 22.04.2014
Cover des Buches Die unsterbliche Geschichte (ISBN: 9783717540533)

Die unsterbliche Geschichte

 (4)
Erschienen am 07.02.2006
Cover des Buches Die Straßen um Pisa (ISBN: 9783717582120)

Die Straßen um Pisa

 (3)
Erschienen am 01.03.1995

Neue Rezensionen zu Tania Blixen

Neu

Rezension zu "Schatten wandern übers Gras" von Tania Blixen

Erinnerungen an Afrika
Herbstrosevor 3 Monaten

Fünfundzwanzig Jahre nachdem ihre Farm in Afrika längst verkauft war und sie wieder in ihrer dänischen Heimat lebte, schrieb Tania Blixen nochmals einige ihrer afrikanischen Erinnerungen auf. In „Schatten wandern übers Gras“ (Shadows on the Grass, 1960) berichtet sie über ihren ihr sehr ergebenen somalischen Diener Farah, erzählt von der Löwenjagd mit Gewehr oder Fotoapparat und über ihr gutes Verhältnis zu den Einheimischen, bei denen sie des Öfteren zu Erste Hilfe-Maßnahmen gerufen wurde. Sie grübelt über Träume nach, nächtliche, zerronnene und geplatzte Träume, über ihre verlorene Heimat in Afrika und über gute und beste Freunde. Ab und zu taucht in ihren Betrachtungen auch der verstorbene Denys Finch-Hatton wieder auf, mit dem sie damals mehr als nur Freundschaft verband. 

Die Autorin Tania Blixen war Dänin und wurde 1885 als Karen Christence Dinesen auf dem Familienbesitz Rungstedlund geboren. Mit ihrem Ehemann, dem schwedischen Baron Bror Blixen, wanderte sie 1914 nach Kenia aus, wo sie eine Kaffeefarm kauften. Dort verliebte sie sich in den gutaussehenden Denys Finch-Hatton – ihre große Liebe, die tragisch endete. Er starb 1931, als er mit seinem Flugzeug abstürzte. In Afrika entdeckte Tania Blixen auch ihr literarisches Talent. Mit ihrem 1940 erschienenen Roman „Afrika – dunkel lockende Welt“, der später unter dem Titel „Jenseits von Afrika“ verfilmt wurde, wurde sie weltberühmt. Nach einem Brand musste sie 1931 ihre ohnehin ertragslose Farm aufgeben und kehrte nach Dänemark zurück, wo sie 1962 verstarb. 

Das vorliegende kleine Buch gibt einen allgemeinen Einblick in das damalige Leben in Afrika und auf der Farm. Es besteht aus fünf Kapiteln, die jedes auf ein anderes Thema eingehen. Der Schreibstil ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, zumal die ersten Seiten nicht gerade als interessant zu bezeichnen sind. Zum Glück ändert sich das später, so dass ich es als aufschlussreiche und bemerkenswerte Lektüre benennen möchte, die für den interessierten Leser sicherlich ein Gewinn ist. 

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Rezension zu "Jenseits von Afrika" von Tania Blixen

Eine Farm in Afrika
NiWavor 10 Monaten

1914 reist Tania alias Karen Blixen nach Kenia, wo sie eine Kaffeeplantage betreibt. Im Klassiker „Jenseits von Afrika“ schreibt die Autorin ihre Liebe nieder, die sie Land, Natur und Kultur Afrikas entgegenbringt.

„Jenseits von Afrika“ ist erstmals 1937 erschienen, hat zahlreiche Leser mit den Beschreibungen des schwarzen Kontinents gebannt und avancierte durch die Verfilmung mit Meryl Streep zum Must-Read der Weltliteratur. 

Afrika ist für mich als Europäerin ein magisches Mysterium. Die prächtige Tierwelt, die Savanne durchzogen von fremdartigem Wild, Löwen und gefährliche Tiere, all das finde ich faszinierend und fesselnd. Ich war gespannt, wie es Tania Blixen in Kenia ergangen ist.

Bei diesem Buch handelt es sich um einen autobiographischen Roman, der wahrscheinlich nicht zu Hundertprozent der Realität entspricht. Wahr ist sicherlich, der Tatendrang, die feurige Lebenslust und der melancholische Blick, mit dem die Autorin von Afrika spricht. 

Allein der erste Satz - der wohl der berühmteste Satz des Gesamtwerks der Autorin ist - offenbart dem Leser, dass er in jeder Hinsicht eine besondere Geschichte in den Händen hält:

„Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuß der Ngong-Berge.“ (S. 7) 

Damit allein war schon mein Interesse geweckt. Immerhin sind wir im Jahr 1914, Tania beziehungsweise Karen Blixen ist eine junge Frau, und sie hat eine Plantage in Kenia. Die Autorin hat mich damit beeindruckt, weil meiner Meinung nach damals wie heute ein enormes Maß an Courage zu dieser Lebenswahl einer Frau gehört.

Mit diesem Werk blickt man mit der Autorin auf ihre Jahre in Afrika zurück. Dabei hält man gar keinen Roman in den Händen, sondern es handelt sich eher um eine episodenhafte Erzählung ohne Spannungsbogen. Blixen hat ihre Erlebnisse, ihr Leben auf der Farm, in Kurzgeschichten und einigermaßen thematisch sortiert wie prosaisch formuliert zusammengefasst. Das Buch schwebt zwischen Bericht und Roman, und liest sich manchmal wie ein Kurzgeschichten-Sammelband.

Besonderen Raum nehmen die Einheimischen und die Natur ein. Dabei schildert die Autorin Sitten, Gebräuche und Erfahrungen mit Kikuyu und Massai. Begegnungen und ihr Zusammenleben sind packend erzählt. Blixen versucht, den Geist der Menschen zu fassen, zu erklären und lässt ihn in ihrem Buch auferstehen. 

Begegnungen mit Tier und Natur sind ebenso faszinierend erzählt. Kenia schillert in prachtvollen Farben, ist ausgedörrt von der Trockenheit, fürchtet sich vor seinen Löwen und bietet herrliche Schauspiele. 

Ausgespart werden private Details. Blixens Beziehungen - ihre Ehe sowie die berühmte Affäre mit Denys Finch - bleiben gänzlich unerwähnt. Nur mit entsprechenden Hintergrundwissen und Sinn für Details lassen sich Hinweise darauf finden.

Mit „Jenseits von Afrika“ hat Tania Blixen ihrer Liebe zu diesem Kontinent ein Denkmal gesetzt. Der melancholische Blick auf jene Jahre, die Erlebnisse und die fühlbar magische Stimmung lassen die Eindrücke lebendig werden, und ziehen den Leser mitten in das Afrika dieser Zeit hinein. 

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Rezension zu "Jenseits von Afrika" von Tania Blixen

Ein Blick auf ein vergangenes Kenia
reneevor 10 Monaten

Tania Blixen oder Karen Blixen oder Isak Dinesen lebte von 1913 bis 1931 in Afrika in Kenia und hatte dort eine Farm. "Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuß der Ngongberge." :-) In diesem Buch gibt sie in episodenhaften Blicken ihre Sicht zu dieser Zeit wieder. Dabei lässt die dänische Autorin in diesem Buch ihren sehr fortschrittlichen Geist erkennen und zeigt was für eine außergewöhnliche Frau sie war. Sie wirkt wie aus der Zeit gefallen und ist mir dabei absolut sympathisch und hat eine unheimliche Kraft/einen starken Willen. Als die Zeit in Afrika für sie zu Ende geht, merkt man, dass sie äußerst ungern zurück nach Dänemark geht, es gab in der Familie Unstimmigkeiten. Ihre Autarkie wird wohl nicht allen Familienangehörigen gefallen haben. 


Ihre Blicke nach Kenia verraten einen scharfen und wachen Blick auf den Menschen in Kenia und seine Gedanken und sein Handeln, zeigen dabei ein interessantes psychologisches Gespür. Ebenso sieht sie die verschiedenen Stämme und Völker Kenias und ihr stammeseigenes Denken und Handeln. Sie zeigt beim Betrachten der Menschen in ihrer Umgebung keinerlei Berührungsängste und lässt keinerlei rassistisches Gedankengut erkennen. Sie wirkt respektvoll im Umgang mit anderen, egal welche Hautfarbe der Mensch vor ihr hat. Genauso impliziert dieses Buch auch eine gewisse Gesellschaftskritik. Aber dies ist kein Wunder, wenn man die vorangegangenen Worte genau gelesen hat. 


Nun gibt es ja auch den gleichnamigen Film. Einen Film der mir sehr gefallen hat. Aber der letztendlich nicht wirklich etwas mit dem Buch zu tun hat. Die Beziehungen der Tania Blixen sind in dem Buch nur Nebensache, werden kaum bis gar nicht erwähnt. Und sie haben mir auch nicht gefehlt. Das Hauptaugenmerk des Buches liegt auf der Zeit Tania Blixens in Afrika und ihren Betrachtungen des Landes und seiner Bevölkerung. Und das Ganze ist in einer wunderbar poetischen Sprache formuliert und das Lesen dieses Meisterwerkes hat mir sehr gefallen.


Und deswegen gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung! 

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Jenseits von Afrika

Die Gruppe "die literarische Runde/ Sub Aufbau mit Niveau möchte gerne ab dem 15.08.2020 zusammen Jenseits von Afrika lesen.

Jeder, der sich angesprochen fühlt, kann gerne mitmachen. Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch.

Jeder darf mit seinem Buch mitlesen. Es werden keine Bücher verlost.

Willkommen bei der Leserunde

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Zusätzliche Informationen

Tania Blixen wurde am 16. April 1885 in Kopenhagen (Dänemark) geboren.

Community-Statistik

in 319 Bibliotheken

auf 27 Wunschzettel

von 6 Lesern aktuell gelesen

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