Tania Douglas Die Ballonfahrerin des Königs

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 21 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(5)
(1)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Ballonfahrerin des Königs“ von Tania Douglas

Eine mutige Frau zwischen Freiheit und Guillotine Frankreich, im Revolutionsjahr 1795. Um dem Schafott zu entkommen, hat sich die Adlige Marie-Provence de Serdaine in einem verlassenen Schloss versteckt. Niemand weiß von ihrem Schwur, den eingekerkerten Königssohn zu retten. Unter falschem Namen erlangt die junge Frau eine Anstellung beim Arzt des Kindes, wo sie auch dem bürgerlichen André Levallois näherkommt. André ist ein Pionier der Ballonfahrt – dies bringt Marie auf einen tollkühnen Gedanken: Wird sie das gefangene Königskind womöglich mit Hilfe einer Montgolfiere aus dem Turmverlies befreien können? EIN GROSSER HISTORISCHER SCHICKSALSROMAN MIT VIEL ZEITKOLORIT, LIEBE UND DRAMA

kurzweilige Geschichte in einer mir nicht so bekannten Zeitepoche

— dieben
dieben

Stöbern in Historische Romane

Marlenes Geheimnis

Hier erlebt man Geschichte, die zu Unrecht nahezu vergessen ist. Ein Buch, das berührt und bewegt. Ich kann nur sagen: Liest selbst!

tinstamp

Edelfa und der Teufel

Ungewöhnlicher historischer Roman, der im Piemont des 16. Jahrhunderts spielt - auch Fantastisches wie der Teufel fehlt nicht.

Rufinella

Agathas Alibi

Im Stil eines Agatha Christie-Romans geschrieben, leider ohne den Charme des Originals

Yolande

Games of Trust

Unerträglich

Asbeah

Der Preis, den man zahlt

50er-Jahre-Männer-Phantasie mit gewissenlosem Agent ohne Überzeugungen, der plötzlich sein Gewissen entdeckt, warum auch immer

StefanieFreigericht

Das Fundament der Ewigkeit

Historische Fakten und Fiktion bilden eine gewohnt meisterhafte Erzählung, die allerdings eine Weile braucht, um dann gänzlich zu fesseln.

Ro_Ke

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Spannender historischer Roman mit zauberhafter Liebesgeschichte

    Die Ballonfahrerin des Königs
    teetaesschen

    teetaesschen

    "Die Ballonfahrerin des Königs" von Tania Douglas handelt von Marie-Provence de Serdaine, die als junge Adelige die Französische Revolution erlebt. Sie verliert ihre Eltern, ihren Besitz, aber nicht ihren Stolz. Sie kriecht zunächst mit ihrer Tante und ihrem Onkel in einem leerstehenden Schloss in der Nähe von Paris unter. Doch die stolze Marie-Provence kann das Versteckspiel nicht lange ertragen, sie mischt sich unter die Bürger von Paris und arbeitet bei Doktor Jomart, um den Königssohn, den einzigen Überlebenden der Königsfamilie, bei den Visiten zu besuchen. Sie will den jungen König befreien, da dieser droht in der Gefangenschaft zu sterben. Bei Doktor Jomart lernt sie Andre Levallois kennen. Der junge Mann ist als Bürgerlicher auf der Seite der Revolution und ahnt nicht, dass Marie-Provence eine Adelige ist.  Das Buch ist äusserst spannend und kann einen durchaus die Nacht durchlesen lassen. Der historische Rahmen wird glaubwürdig mit den fiktiven Charakteren verwebt. Das Besondere an diesem Buch ist sicherlich, dass Marie-Provence keine schwaches junges Mädchen, das sich vom Schicksal in die Arme eines starken, jungen Mannes treiben lässt, sondern eine glaubwürdig selbstbewusste Frau ist, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Das bedeutet aber nicht, das Andre nur den ihr verfallenen jungen Mann an ihrer Seite spielen darf. Er hat ebenso viel Tiefe aufzuweisen wie Marie-Provence und dem Leser werden auch Einblicke in seine Gefühls- und Gedankenwelt gewährt. Das macht die Geschichte auch so ungewöhnlich und spannend.   

    Mehr
    • 2
    Arun

    Arun

    15. May 2014 um 09:22
  • Eine fesselnde Geschichte

    Die Ballonfahrerin des Königs
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    31. August 2013 um 20:38

    Wir werden in eine grausame Zeit geworfen, in der das Leben schneller unter der Guillotine enden kann, als einem lieb, besonders, wenn man wie Marie dem Adelstand angehört. Durch sie und die Mitverfolgten, die sich im Schloss verstecken und auch durch die Royalisten rund um Maries Vater, lernen wir diese Seite kennen. Durch ihre gute Freundin Rosanne (die Tochter einer Dienerin) , den Arzt des Waisenhauses, den Republikaner Cédric, den Ballonbauer André und einige andere lernen wir die andere Seite kennen. Die Autorin hat dabei sehr gut die einzelnen Personen und ihre Gesinnung herausgestellt, so dass sehr gut deutlich wurde, dass es nicht nur einfach schwarz und weiß, nicht einfach nur 'Richtig' und 'Falsch' gibt, sondern auch ganz viel dazwischen. So ist es mir als Leserin möglich geworden, mich in beide Seiten einzufühlen und mitzuerleben, wie auf beiden Seiten die Menschen von ihren Lebenszielen angetrieben werden. Maries Besessenheit, den kleinen König zu befreien, zog sich durch die Geschichte, wie auch auf der anderen Seite die Besessenheit Cédrics, Marie und ihren Vater zu vernichten. Dazwischen erblüht die Liebe zwischen Marie und André, die allein schon durch den Standesunterschied und die damit zusammenhängenden unterschiedlichen Ansichten, nicht unkompliziert ist. Aber nicht dies allein scheint der Tod für eben diese Liebe zu sein, sondern ein katastrophaler Vertrauensbruch, der mir als Leserin selbst auch ganz schön zu schaffen machte. Die Personen sind sehr vielschichtig und erscheinen in ihrer Handlung sehr glaubhaft. Die Autorin lässt mich deren Emotionen spüren und so kann ich sie gut verstehen und nachvollziehen, was sie antreibt. Gerade Marie macht es mir als Leserin darin nicht immer leicht, trotzdem kann ich ihren Weg verstehen und ihr am Ende sogar verzeihen, was ich mir teilweise während der Handlung nicht vorstellen konnte, so sehr haben mich die Folgen ihres Tuns gegenüber André mitgenommen. Die Charaktere sind wirklich eine große Stärke der Autorin, denn sie beschreibt diese sehr lebendig und menschlich mit all ihren guten und schlechten Eigenschaften. Dazu schreibt sie in einer schönen bildhaften Sprache, die das Frankreich der damaligen Zeit lebendig werden lässt und mir die Umgebung und die Menschen deutlich vor Augen führte, selbst die Gerüche stiegen mir in die Nase. Das Bild des kleinen leidenden Jungen in seiner Zelle werde ich wohl nicht mehr vergessen. Dankenswerterweise schafft sie es aber, dabei die Gräuel nicht im Detail zu beschreiben, sondern alles durch kleine Bilder oder Andeutungen ausreichend deutlich zu machen. Die eigene Fantasie reicht für den Rest völlig aus. Neben den grausamen und tödlichen Auswirkungen der Revolution wurden aber auch die neu entstanden Ströme gut deutlich gemacht. Man spürte richtig die Lust auf neue Lebensfreude durch die veränderte Mode und die Kunst, den Forschungsdrang konnte man gut miterleben z. B. durch das Mikroskop, das Metermaß und natürlich die Entwicklung des Ballons. Gerade die Entstehung des Ballons und der Flug damit waren sehr interessant und spannend beschrieben. Diese kleinen toll recherchierten Details machen mir immer wieder Spaß und machen die damalige Zeit noch deutlicher. Spannend war für mich an der Geschichte auch die Verflechtung der historischen Personen in die Handlung, die auch alle noch einmal extra vorne im Personenregister genannt wurden. Dies brachte mich dazu, das ein oder andere im Internet oder auf der Homepage der Autorin nachzulesen, die dort extra einige historische Informationen zu ihren Büchern mit Bildmaterial aufgeführt hat. So war gerade das ungewisse Schicksal des jungen Königs so in die Geschichte eingewebt, dass ich mir gut vorstellen kann, dass es wirklich so passiert sein könnte. Diese außergewöhnliche Geschichte mit ihren toll gezeichneten Figuren hat mich einfach gefesselt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Ballonfahrerin des Königs" von Tania Douglas

    Die Ballonfahrerin des Königs
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. March 2010 um 21:19

    Frankreich, kurz nach der Revolution: der Sohn von Marie Antoinette sitzt in Einzelhaft im Temple und die Bedingungen sind alles andere als Kindgerecht. Marie-Provence, die als Adelige selbst als vogelfrei gilt, möchte nur eines: den kleinen Charles aus dem Temple holen. Als Marie-Provence den jungen André kennen lernt, kommt Marie ein Gedanke, der vielleicht in der Tat die Rettung des Jungen bedeuten könnte: eine Ballon. Es ist eine grausame Zeit, in der die Autorin Tania Douglas ihren Roman "Die Ballonfahrerin des Königs" spielen lässt: Es ist kurz nach der Französischen Revolution und die Machtverhältnisse sind immer noch nicht ganz geklärt und das Leben kann schneller unter einer Guillotine enden, wie einem lieb sein kann. In genau dieser Zeit kann der Leser die junge Marie-Provence auf ihren Abenteuern begleiten. Die junge Frau ist als Adelige auch Opfer von Robespierres Terrorherrschaft und lebt in der ständigen Gefahr, festgenommen zu werden. Doch sie stellt sich dieser Gefahr und entführt in eine unglaubliche Welt: Der Leser lernt ein zweigeteiltes Frankreich kennen: Auf der einen Seite die Angst, vor den Revolutionären und auf der anderen Seite, das Bedürfnis nach Leben und Unbeschwertheit und dem Aufstreben der Wissenschaft. Die Autorin schafft es, diese Zerrissenheit wunderbar einzufangen und so für den Leser nachvollziehbar zu machen. Doch nicht nur die Atmosphäre des Romans überzeugt: auch die Charaktere wissen, wie sie jemanden für sich begeistern können. Ihr Hauptargument ist dabei ihre Authentizität. Tania Douglas ist es gelungen, Figuren zu schaffen, die sich in kein Schwarz – Weiß – Schema pressen lassen. Keine der Figuren ist ein Superheld, sondern jede Figur hat ihre Stärken und Schwächen und zweifelt oft auch an sich selbst. So ist es eine absolute Freude zu beobachten, wie sich diese entwickeln. Die Handlung selbst wartet mit einer Liebesgeschichte, Intrigen, Abenteuern und Geschichtsunterricht auf. Es ist der Autorin gelungen all diese Faktoren in ein wunderbares Gleichgewicht zu bringen und so nimmt kein Aspekt einem anderen unnötig Platz weg. In Kombination mit dem leichten, spannenden Schreibstil ist "Die Ballonfahrerin des Königs" ein Roman, für den man sich unbedingt Zeit nehmen muss, denn es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen. Abgerundet wird das Buch durch seine Aufmachung: Das Cover fängt wunderbar die Stimmung des Romans auf und hebt sich erfrischend von anderen Roman in diesem Genre ab. Zusätzlich gibt es ein Personenverzeichnis, ein Glossar und Karten. Eine absolute Empfehlung!

    Mehr