Tania Krätschmar Clara und die Granny-Nannys

(54)

Lovelybooks Bewertung

  • 55 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 0 Leser
  • 36 Rezensionen
(38)
(10)
(5)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Clara und die Granny-Nannys“ von Tania Krätschmar

Nanny gesucht Granny gefunden Nicht mehr jung, aber noch lange nicht alt - und jetzt? Als Granny-Nannys durchstarten, natürlich! Suse, Karen und die verwitwete Hanni werden von Agenturbetreiberin Clara Behrens nach Berlin vermittelt. Sechs Tage in der Woche mit schlecht erzogenen Gasteltern, Kindern und Hunden, dazu noch jede Menge skurriler Katastrophen in der winterlichen Hauptstadt, an denen sie glatt scheitern könnten ... wären da nicht ihre regelmäßigen Montagstreffen im Café Maiwald! Denn ehrliche Geständnisse aus dem Jetzt und Früher werden für Suse, Karen und Hanni zum Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Super geschrieben, teils lustig-teils nachdenklich

— Heike66

sehr schön. lustig, turbulent, ein wenig dramatisch, aber viel zu viel Liebesgedöns, das war unnötig

— CorneliaP

Ein wundervoller Wohlfühl-Roman, der generationenübergreifend begeistert :-)

— VeraHoehne

Eine tolle Idee wird war

— MeinFreizeitGlueck

Hat mir gut gefallen & es lässt sich in einem Rutsch lesen. Allerdings gibt es noch den einen oder anderen Fehler im Buch (aber vertretbar).

— jassizipp

Schönes Buch mit großem Spannungsaufbau

— Lesefeuer

Manchmal etwas überzogen, aber insgesamt gut zu lesen und unterhaltsam.

— angi_stumpf

Federleichte Geschichte über das Alter, über Träume und den Mut, sie wahr werden zu lassen. Ein wunderbares Wohlfühlbuch.

— Queenelyza

Ein unglaublich bewegendes und unterhaltsames Buch! Ich liebe es 💕

— Sternenstaub_Buchblog

Eine gute Grundidee aber für mich nicht so gut umgesetzt. Alle Geschichten leider nur kurz angeschnitten, man würde gerne mehr erfahren,

— Agnes94

Stöbern in Romane

Die Stille zwischen Himmel und Meer

Über das sich-selbst-finden

kadiya

Die Schlange von Essex

Der Klappentext hat dann doch nicht so viel mit dem tatsächlichen Buchinhalt zu tun. Lasst Euch da nicht verwirren!

CathyCassidy

Die Insel der Freundschaft

Ein nettes Buch über eine Insel mit besonderen Lebewesen, nämlich Ziegen, und über den Versuch der Käseherstellung.

xLifewithbooks

Die Außerirdischen

Ein äußerst kritischer Blick auf unsere Gesellschaft. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite!

miro76

Der verbotene Liebesbrief

Unglaublich spannend bis zur letzten Seite. Lucinda Riley in Höchstform.

bekkxx

Liebe zwischen den Zeilen

Eine Liebeserklärung ans Lesen und an die Bücher!

Sarah_Knorr

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rundumgelungene Geschichte

    Clara und die Granny-Nannys

    Heike66

    21. October 2017 um 08:45

    Die Geschichte rund um die 3 Granny Nannies Suse, Karen, Hanni und ihre Gastfamilien spielt im herbstlich/winterlichen Berlin. 3 ältere Damen suchen eine Herausforderung in ihrem Leben, das wird teils lustig, aber auch ernsthaft beschrieben. Ich fand auch das Drumherum: Leben auf einem Hausboot, in einem Gasthof mit Pferdepension oder einer alten Villa im noblen Dahlem sehr gelungen. Ich habe das Buch an 2 Tagen gelesen, weil ich gar nicht anders konnte. Am Ende hätte ich gern gewußt wie es mit Karen, Suse, Hanni und der Agenturbetreiberin Clara weiter geht und würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen.

    Mehr
  • Ein wundervoller Wohlfühl-Roman - absolut lesenswert :-)

    Clara und die Granny-Nannys

    VeraHoehne

    10. June 2017 um 17:34

    Autorin:Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie Germanistik. Schon das Studium führte sie auch nach Florida und New York, wo sie dann später auch als Bookscout in Manhattan arbeitete, zudem lebte sie in den Niederlanden und kehrte kurz vor dem Mauerfall in ihre Heimat zurück, wo sie auch heute noch lebt und als Autorin, Texterin, Übersetzerin und Rezensentin tätig ist. Sie hat einen erwachsenen Sohn. Ihr 8. Frauen-Roman steht kurz vor der Veröffentlichung, zudem erschienen von ihr Erzählungen in Anthologien und sie betrat berufliches Neuland (Bio-Bauernhof, Second-Hand-Boutique). Handlung:Drei Frauen jenseits der 50 und auch 60 mit unterschiedlicher Vergangenheit, die nochmal was Spannendes erleben wollen, landen als erste Kundinnen bei Clara Behrens aus Hamburg, die ganz frisch eine Granny-Nanny-Agentur – quasi für Senior-AuPairs – gegründet hat. Clara vermittelt die drei Frauen in ganz spezielle Familien nach Berlin: Single Suse, 55, Köchin im Restaurant ihres Bruders, aus Norddeutschland landet bei einem Restaurant- und Pferdebesitzer in ihrem Alter mit junger Frau und kleiner Tochter; Karen, 63, geschieden und frisch pensionierte Lehrerin aus Hessen, soll in den drei Monaten die drei Kinder (15, 9 und 7 J. alt) einer amerikanischen Diplomatenfamilie betreuen, die bald zurück nach Washington zieht, sowie Hanni, 60, verwitwet, aus Bayern, die bei Anja, einer alleinerziehenden Mutter von 12jährigen Zwillingsjungs – einer Karrierefrau – auf deren schickem Hausboot einzieht. Der zeitlich befristete Umzug nach Berlin soll nicht die einzige Veränderung im Leben der drei Frauen bleiben: An ihrem freien Montag treffen sich die Drei immer im Café Maiwald in Schöneberg und tauschen sich über ihr altes und neues Leben aus und müssen mit ganz neuen Problemen und Abenteuern klarkommen – eine unverzichtbare Freundschaft entsteht … Fazit:Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass das jetzt tatsächlich, das erste Buch von Tania Krätschmar war (neben Kurzgeschichten in Anthologien), das ich gelesen habe – es war ganz sicher nicht das letzte, denn es hat mich wirklich sehr begeistert. Und zwei Bücher der Autorin sowie das vorbestellte neue, das im August erscheint, warten noch in meinem SuB auf mich. Ein Anreiz zum Kauf der Bücher von Tania Krätschmar war für mich auch immer, dass sie hier in Berlin und der Brandenburger Umgebung spielen, wo es auch wunderschöne Eckchen gibt, die in der Literatur leider viel zu selten zum Handlungsort erklärt werden.Auch diese Geschichte spielt im – weihnachtlichen – Berlin und die Autorin nimmt die Leser mit auf eine Entdeckungsreise mit den Granny-Nannys durch die zu jeder Jahreszeit faszinierende, wunderschöne Hauptstadt, wo die Fäden der drei Frauen aus Nord (Ostfriesland), Süd (Bayern) und West (Hessen) im Osten, also in Berlin, zusammenlaufen. Würde mich jetzt nicht wundern, wenn das Café Bilderbuch in Schöneberg Pate für das Café Maiwald im Buch gestanden hat, wo ich auch immer gern Mango-Joghurt-Torte esse.Das Cover ist optisch ähnlich aufgebaut wie das seines Vorgängers bei Blanvalet „Eva und die Apfelfrauen“ – hübsch, ansprechend und die drei Teetassen haben ja irgendwie auch was mit dem Roman zu tun.Das Buch ist auf 384 Seiten mit 34 Kapiteln von perfekter Leselänge + Nachwort bei sehr angenehmen Schriftbild aufgeteilt.Zu Beginn der Story wird man als Leser mit Vergangenheit und Gegenwart im Leben der drei Protagonistinnen vertraut gemacht und erfährt, wer oder was jeweils ausschlaggebend war, eine neue Herausforderung im Leben als Granny-Nanny zu suchen. Unterschiedlicher wie diese drei Frauen könnten auch ihre Gastfamilien nicht sein. Tania Krätschmar hat sich hier wirklich einen wunderbaren Plot ausgedacht und man bekommt als Leserin gleich drei Geschichten in einer geboten. Und wie im echten Leben stoßen eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere aufeinander – fast alle sehr sympathisch, bis auf wenige Ausnahmen.Fernab ihrer Heimat und ihrer bis dahin eigenen Probleme, lernen sie nochmal ganz andere Familienkonstellationen, neuzeitliche Probleme innerhalb junger Familien und dem Drang, etwas zu verändern, nicht nur bei und für sich selbst, kennen. Sie stellen sich den Herausforderungen ihres neuen Lebens, lernen, dass es nie zu spät für Freundschaften ist – und auch nicht für amouröse Abenteuer – und starten nochmal so richtig durch auf allen Linien – vielleicht bis auf eine der drei.Auch die netten Zeilen von Clara Behrens an ihre allerersten Granny-Nannys lockern die Geschichte noch auf.Dieses Buch liest sich wunderbar leicht und es ist einfach eine wunderschöne Geschichte, warmherzig erzählt und trotz weihnachtlichem Background auch im Sommer toll zu lesen! Ich habe dieses Buch wahnsinnig gerne gelesen und hätte nach dem Finale, das nochmal so richtig was fürs Herz war, noch ewig an dieser Geschichte weiterlesen wollen. Dies ist ein Roman, der generationenübergreifend so ziemlich alle Liebhaber(innen) dieses Genres begeistern kann. Für diese wirklich schöne Story eine 5*****-Leseempfehlung meinerseits 

    Mehr
  • vom glück ein ziel gefunden zu haben

    Clara und die Granny-Nannys

    MeinFreizeitGlueck

    08. June 2017 um 11:54

    clara und die granna-nannys, wieder ein buch von tania krätschmar, für einen sonnigen lesetag. eine sehr sprudelnde geschichte über einen fünfköpfigen Frauenclub. sehr gut herausgearbeitete charaktere. es hat viel spaß gemacht.

  • es macht Mut für Neues

    Clara und die Granny-Nannys

    MeinFreizeitGlueck

    01. June 2017 um 11:33

    Clara:   Fünf Frauen , die Ihr bisheriges Leben hinterfragen.   Clara deren unternehmungslustige  Mutter ,Sie auf die Idee der Granny-Nanny Agentur bringt. Suse: die mit Ihrem abhängigen Bruder, in Ostfriesland,die Robbe betreibt. Karen: Lehrerin im Ruhestand aus Fischbachtal Hanni: die Witwe, deren erfolgreicher Sohn ,sie auf den Weg bringt. ------------- Suse: trifft auf eine Kleinfamilie mit Reiterhof und dem Willen ein Restaurant zu eröffnen. Karen: eine amerikanisch Großfamilie mit Chauffeur & Komunikationsmangel. Hanni: eine Alleinerziehende mit Zwillingen. ----------- Aufregende Zwischenfälle, Typveränderungen und Begegnungen mit skurrilen Großstädtern warten auf die Drei.   ------------- Die Granny-Nannys treffen sich regelmäßig im Café Maiwald.Von dort starten sie  in das Erlebnis Berlin. ----------- Bei einer unerwarteten Silvesterparty werden,schließlich alle Lebenswege miteinander verknüpft.  --------------   Von Anfang an war ich mitten im Geschehen. Erstaunt von den vielen Ereignissen. Ein sehr spritziges Buch , mit unerwarteten Pointen .     

    Mehr
  • machen!!

    Clara und die Granny-Nannys

    MeinFreizeitGlueck

    01. June 2017 um 11:13

    Clara:   Fünf Frauen , die Ihr bisheriges Leben hinterfragen.   Clara deren unternehmungslustige  Mutter ,Sie auf die Idee der Granny-Nanny Agentur bringt. Suse: die mit Ihrem abhängigen Bruder, in Ostfriesland,die Robbe betreibt. Karen: Lehrerin im Ruhestand aus Fischbachtal Hanni: die Witwe, deren erfolgreicher Sohn ,sie auf den Weg bringt. ------------- Suse: trifft auf eine Kleinfamilie mit Reiterhof und dem Willen ein Restaurant zu eröffnen. Karen: eine amerikanisch Großfamilie mit Chauffeur & Komunikationsmangel. Hanni: eine Alleinerziehende mit Zwillingen. ----------- Aufregende Zwischenfälle, Typveränderungen und Begegnungen mit skurrilen Großstädtern warten auf die Drei.   ------------- Die Granny-Nannys treffen sich regelmäßig im Café Maiwald.Von dort starten sie  in das Erlebnis Berlin. ----------- Bei einer unerwarteten Silvesterparty werden,schließlich alle Lebenswege miteinander verknüpft.  --------------   Von Anfang an war ich mitten im Geschehen. Erstaunt von den vielen Ereignissen. Ein sehr spritziges Buch , mit unerwarteten Pointen .         

    Mehr
  • [Rezension] „Clara und die Granny-Nannys“ von Tania Krätschmar

    Clara und die Granny-Nannys

    Lesefeuer

    21. October 2016 um 11:29

    „Clara und die Granny-Nannys“ ist ein Roman von Tania Krätschmar und erschien 2014 im Blanvalet Verlag.Suse, Karen und Hanni wollen als Granny-Nannys durchstarten. Die Agenturchefin, Clara Behrens, vermittelt sie nach Berlin. Immer Montags treffen sich die drei Frauen, ihr Highlight in der Woche zwischen komischen Gasteltern, unerzogenen Kindern und allerlei Stress. Meine Meinung:Von diesem Buch war ich schon gleich zu Beginn begeistert. Die Protagnisten im Buch gefielen mir wirklich gut. Die drei Frauen sind alle wirklich sehr unterschiedlich, wobei Suse und Karen schon noch etwas selbstbewusster dargestellt werden als Hanni. Die Gastfamilien sind alle irgendwie „unnormal“ und übertrieben dargestellt, aber das macht es widerum ja auch spannend. Suse kommt zu einer Familie, bei der sie sich gar nicht um das Kind kümmern soll, sondern eher als billige Kraft für den familiären Restaurantbetrieb eingestellt ist. Karen kommt zu einer reichen amerikanischen Familie, wo eigentlich nichts wirklich glatt läuft und Hanni passt auf Zwillingsjungen auf, deren alleinerziehende Mutter mehr mit Abwesenheit aus beruflichen Gründen glänzt, als mit Anwesenheit. Die Geschichte um Suse fand ich persönlich immer am Spannendsten und so wird pro Kapitel immer wieder eine andere Frau beleuchtet in gerechter Abwechslung. Die Kapitel sind überschaulich lang, was ich persönlich ja sehr schätze. Außerdem läusst sich das Buch wirklich sehr schön flüssig lesen. Im Laufe des Buches wurde recht viel Spannung aufgebaut, zum Schluss, hingegen, fand ich es dann aber etwas schwach. Der Schluss war ok, aber dadurch, dass so viel Spannung aufgebaut wurde, hätte ich mir eher noch eine Explosion (in welche Richtung auch immer) gewünscht.Das Cover ist einfach aber toll. Irgendwie erinnert es tatsächlich an Großmütter.Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Sie studierte Germanistik in Berlin, Florida und New York und arbeitete dann als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie tätig als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.Fazit: 4 Sterne.

    Mehr
  • Hier gibt es keine normale Familie ...

    Clara und die Granny-Nannys

    angi_stumpf

    02. October 2016 um 16:08

    Die Geschichte: Clara will etwas in ihrem Leben ändern und beschließt, den Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu wagen. Sie gründet eine “Granny-Nanny”-Agentur, also quasi die ältere Variante einer Au-pair-Vermittlung, bei der statt Kindermädchen “Leih-Großmütter” in die Familien geschickt werden. Ihre ersten drei Kandidatinnen hat sie schnell gefunden: Hanni, Suse und Karen reisen nach Berlin zu ihren Gastfamilien. Was sie dabei so erleben und wie sie sich dadurch verändern, erzählt dieser Roman. Meine Meinung: Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die “Granny-Nannys” Hanni Wiesinger (59), Karen Parotat (63) und Suse Hartema (54), drei sehr unterschiedliche Frauen. Während die ehemalige Lehrerin Karen eine eher toughe, geradlinige Person ist und auch Suse recht entscheidungsfreudig wirkt, ist Hanni das absolute Gegenteil. Sie wird als sehr naives Hausfrauchen vom Lande dargestellt. Das fand ich manchmal etwas übertrieben, zumal sie auch noch genau in meiner Heimat lebt und ich die Beschreibungen der Gegend nicht bestätigen kann. Das war also auch ein bisschen persönlich, denn wer wird schon gerne als etwas zurückgebliebenes Landvolk dargestellt?! :)Suses Wurzeln liegen im schönen Ostfriesland und Karen lebt in Hessen im beschaulichen Fischbachtal, doch beide zögern nicht und stürzen sich in das Großstadtgewimmel von Berlin. Hanni ist die Einzige, die von ihrem Sohn zu diesem Schritt mehr oder weniger überredet werden muss. Die Gastfamilien sind sehr unterschiedlich, aber sie haben gemeinsam, dass die Umstände allesamt etwas übertrieben wirken. Es ist keine einzige Konstellation dabei, die man als halbwegs “normal” bezeichnen könnte. Hanni landet bei einer erfolgreichen Frau, die ständig beruflich unterwegs ist und deren Zwillingssöhne nichts als Computer, Handy und Pizza im Kopf haben. Suse hat mit ihrem Gastkind kaum Kontakt und wird stattdessen als billige Köchin für ein Restaurant benutzt. Und Karen hat es auch nicht leicht mit ihrer reichen amerikanischen Familie, in der eigentlich so gar nichts richtig läuft. Der Schreibstil ist sehr flüssig, wunderbar lesbar und anschaulich, so dass man schnell ein konkretes Bild der Figuren und Schauplätze vor sich hat. Trotz der manchmal etwas überzogenen Situationen fand ich die Story gelungen und die Charaktere ganz sympathisch, vor allem auch einige Nebenfiguren. Am Ende hätte ich mir noch einen kurzen Epilog gewünscht, so dass man weiß, was aus den drei Frauen wird. Aber vielleicht dürfen wir uns ja sogar auf eine Fortsetzung freuen. Fazit: Ein unterhaltsames Buch über drei Frauen, die noch einmal ganz neu durchstarten im Leben. Manchmal etwas überzogen, aber insgesamt toll durchdacht und schön zu lesen.

    Mehr
  • Eine wunderbare Geschichte dreier Grannys-Nannys und ihrer Freundschaft

    Clara und die Granny-Nannys

    Lesegenuss

    28. March 2015 um 11:50

    Durch ein Gespräch mit ihrer Mutter, Elke Tinkermann, kommt Clara Behrens auf eine gute Idee. Der eigene Sohn Leoin ging nach den Sommerferien für ein Jahr als Au-pair ins Ausland. Warum sollte so etwas nicht für ältere Frauen geben, Grannys, die als Nanny arbeiten würden? Zitat S. 13 "Sie hat gesagt, man soll sich seine Träume erfüllen, solange es geht. Sie hat sich selbst gemeint, aber auch mich." Ihr Mann Tommi unterstützt Claras Idee und wenn die Granny-Nanny-Agentur gut laufen würde, wollte diese ihren unliebsamen Job kündigen. Er bemerkte an, dass die Zeitung, bei der er arbeitete, darüber einen Artikel veröffentlichen würde. Suse Hartema, alleinstehend, lebte an der ostfriesischen Küste und führte dort zusammen mit ihrem Bruder das Restaurant "Zur Robbe". Leider lief alles nicht so gut, zumal ihr Bruder Bodo mehr denn je dem Alkohol zusprach. Seit fast zwanzig Jahren führte Suse ein eher eintöniges Leben, ab und an mal einen Mann, doch keiner blieb. Bis sie im Hamburger Abendblatt den Artikel über die Granny-Nanny-Agentur liest und in ihr den Wunsch weckte, mal ein anderes Leben zu führen.   Karen Parobat, seit achtzehn Jahren geschieden, lebte im beschaulichen Fischbachtal und frisch gebackene Pensionärin. Heute war ihr letzter Tag als Lehrerin gewesen und sie freute sich auf das neue Leben. Ja, wenn da nicht die Tochter mit den Enkelkindern wäre, die sie ausgerechnet heute dringend als Kindermädchen-Ersatz braucht. Sicher, Karen liebte ihre beiden Enkel. Allerdings war sie sauer, dass der Schwiegersohn nicht mal einspringen konnte, die Tochter dringend zum Job musste und der angeblich kranke Babysitter putzmunter ihr im Supermarkt begegnet. Hatte ihre Tochter gedacht, sie sei jetzt im Ruhestand und könnte weiterhin jeden Tag auf die Enkel aufpassen? Weit gefehlt, denn Karen hat andere Pläne. Als sie zufällig den Bericht über Clara Behrens und die Granny-Nanny-Agentur sieht, steht ihr Entschluss fest. Die Dritte im Bunde ist Hanni, verwitwet, lebt sie in einem Hundert-Seelen-Dorf, Weihenzell. Ihr Sohn Ben war mit Gitta verheiratet, was keinen davon abhielt, an der immer wieder kehrenden Tradition des sonntäglichen Mittagessen festzuhalten. Doch immer öfter ließ sich Gitta entschuldigen. Hanni liebte Kinder und wünschte sich natürlich Enkel. Ben ist es, der Hanni dazu drängt, nicht weiterhin so festgefahren zu leben. Zitat S. 35 "Du bist viel zu jung, um alt zu sein!" Im Internet hatte er von der Granny-Nanny-Agentur gelesen und will, dass seine Mutter sich damit beschäftigt. Zu lange war sie unselbständig gewesen, alles hatte der Mann von ihr ferngehalten. Auch die technischen Erneuerungen wie Internet. Es dauert ein paar Tage, dann aber ruft Hanni Clara Behrens an.  Alle drei Frauen erhalten die Nachricht, dass Berlin bzw. Umland für die nächsten Monate ihr neues Umfeld mit Job sein würde. Obwohl ihnen der Sprung ins kalte Wasser nicht leicht fällt, gelingt es mit Clara Behrens Anregung, sich jeden Montag im Cafe Maiwald zu treffen. Es macht einfach Freude, die Entwicklung der drei Frauen zu sehen. Vor allem Hanni, Überraschung pur! Zwischen ihnen entwickelt sich eine ganz tolle Freundschaft, mit Ecken und Kanten. Das gehört dazu. Allein die Vorstellung, wie Hanni den Umgang mit dem Smartphone lernt, köstlich. Jede der Gastfamilien ist eine Herausforderung an die Grannys und schweißt die drei Frauen zusammen. Tania Krätschmar hat die Charaktere authentisch beschrieben und die Stadt Berlin als Handlungsort ist einfach ideal. Multi-Kulti! Ich liebe Berlin! Zitat S. 378 "Ja, Berlin hat uns verändert", sagte Karen. "Das Vierteljahr hat uns verändert", sagte Hanni. "Hoffentlich hat es mich auch verändert", murmelte Suse, aber das hörte nur Hanni. Es war eine herrliche Lesezeit, die ich mit diesem Buch hatte und möchte keine Sekunde davon missen. Ein Roman für Jung und Alt, mutmachend, denn das Leben bietet so viele Möglichkeiten. Ich würde mir eine Fortsetzung der Granny-Nanny-Agentur mit anderen Charaktere wünschen.

    Mehr
  • Super Frauenroman

    Clara und die Granny-Nannys

    DaniB83

    04. March 2015 um 16:40

    Der Inhalt Clara möchte einen Schritt in Richtung Selbständigkeit gehen und gründet daher eine Agentur, die ältere Damen an Familien vermittelt, die Hilfe bei der Kindererziehung und im Haushalt brauchen. Also ein Au-Pair auf “alt”. Die “Granny-Nannys”, die Clara für ihren Start anheuert, sind grundverschieden und kommen auch in die unterschiedlichsten Familien, die aber eins gemeinsam haben: Sie leben in Berlin. Für die drei Damen, die bisher alle auf dem Land gelebt haben, wird dieser Ausflug auf Zeit zur wahren Erlebnisreise. Suse, Karen und Hanni erleben die verzwicktesten und verrücktesten Situationen und am Ende werden die drei dickste Freundinnen. Eigene Meinung Ich finde diesen Roman echt toll, da er so leicht und flüssig zu lesen ist. Teilweise ist er sogar spannend und man lebt mit den Protagonistinnen mit, wie sie ihre neuen, teilweise sehr skurrilen, Erfahrungen machen. Empfehlen kann ich den Roman allen Frauen (für Männer wahrscheinlich eher nichts), die gerne mit in ein Buch versinken möchten und dennoch kurzweiligen Lesespaß suchen.

    Mehr
  • Leserunde zu "Clara und die Granny-Nannys" von Tania Krätschmar

    Clara und die Granny-Nannys

    taniakraetschmar

    20 Romane! Leserunde! Granny-Nannys ante portas! Weihnachten steht vor Tür! Nicht nur für euch, sondern auch für meine Granny-Nannys Karen, Suse und Hanni. Sie kommen für ein Vierteljahr aus der Provinz nach Berlin, um drei Familien zu unterstützen. Dabei erobern die drei Berlin und werden sie Freundinnen fürs Leben. Aber wichtiger noch: Jede lernt sich selbst auf eine nie gekannte Art und Weise kennen. Weil es uns verändert, wenn wir etwas Neues wagen. Und wer jetzt ernsthaft glaubt, dass es ein Roman über drei graugelockte Damen ist, die mit Kindern Kekse backen, täuscht sich gründlich! 60 ist manchmal das neue 30, und was man da treibt, hat so gar nichts mit Altersweisheit zu tun.  Nicht das Geringste. Seid ihr neugierig geworden? DESHALB GIBT ES EINE LESERUNDE ZU DEN GRANNY-NANNYS! Sagt rasch, wo ihr - jetzt oder später - als Granny-Nannys hingehen würdet! Unter den Antworten  werden am 7. Dezember, also nächsten Sonntag, 20 Bücher verlost, die Blanvalet freundlicherweise zur Verfügung stellt. Ich beantworte jede Frage und freue mich riesig über lebhafte Teilnahme. Alles Liebe, bis bald Tania Krätschmar

    Mehr
    • 298
  • Von schlechterzogenen Eltern, anstrengenden Kindern und Freundinnen fürs Leben...

    Clara und die Granny-Nannys

    Cappuccino-Mama

    10. February 2015 um 15:40

    Nachdem ich von Tania Krätschmars Roman EVA UND DIE APFELFRAUEN so sehr begeistert war, freute ich mich nun auf CLARA UND DIE GRANNY-NANNYS. Die Erwartungen an das Buch waren hoch, doch konnten sie auch erfüllt werden? Das Cover: Auch bei diesem Buch ist das Cover eher schlicht gehalten, passt aber thematisch sehr gut zur Handlung. Der weiße, matte Hintergrund ist leicht gemustert und erinnert mich auch diesmal wieder etwas an eine Tapete. Aber auch sonst sind die Ähnlichkeiten zum Cover von EVA UND DIE APFELFRAUEN klar erkennbar. Waren dort fünf Äpfel (für jede der Freundinnen einer) und ein Apfelblütenzweig zu sehen, so sind es bei diesem Buch drei Teetassen samt verschiedenfarbigen, freundlich gemusterten Untertassen, die das Cover zieren. Drei Gedecke in unterschiedlichem Design und dennoch hervorragend zusammenpassend – genau wie es bei den drei so unterschiedlichen Nannys der Fall ist, die trotz ihrer Individualität miteinander harmonisieren. Das Geschirr wird von oben betrachtet, wodurch der goldgelbe, appetitliche Inhalt der Tassen gut sichtbar ist. Als Zweig wurde diesmal einer mit Orangenblüten gewählt, dazu eine ganze Orange, sowie eine aufgeschnittene – farblich eine tolle Ergänzung zum Tee in den Tassen. Die Handlung: Drei Frauen in den besten Jahren – dennoch fühlen sie sich jung genug, eine große Herausforderung anzunehmen: Karen, Suse und Hanni kommen aus der Provinz und betreuen für ein Vierteljahr als Granny-Nannys in der Großstadt Berlin Kinder und Jugendliche. Doch was sich nach Spaß anhört, treibt den Frauen mitunter eher die Tränen in die Augen und an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, denn so reibungslos wie sie die Betreuung vorgestellt haben, verläuft sie keineswegs Und der Aufenthalt wird zur Berg- und Talfahrt. Doch zum Glück werden aus den Granny-Nannys echte Freundinnen und das regelmäßige Montagstreffen im Café Maiwald zum Höhepunkt der Woche. An diesen Tagen tauschen sie ihre Erfahrungen aus und lachen viel miteinander... Clara... Die Hamburgerin Clara Behrens, die als Schulsekretärin arbeitet, gründet eine Agentur, in der sie Nannys vermittelt, was sich zuerst jedoch nicht sehr spektakulär anhört. Jedoch sind die Nannys, die sie in ihrer Kartei hat, keine gewöhnlichen, sondern vielmehr Frauen, die nicht mehr ganz jung, aber auch noch nicht so alt sind, dass sie sich bequem zurücklehnen und die Füße hochlegen wollen. Ausschlaggebend für die Gründung der Agentur war Claras Mutter Else Tinkermann. Die alte Dame ist mit ihren 79 Jahren gesundheitlich angeschlagen, blickt zurück auf alte Zeiten und darauf, was sie noch alles gerne erlebt hätte. Und so bestärkt sie ihre Tochter darin, ihre Träume zu verwirklichen, solange ihr dies noch möglich ist. Diese Möglichkeit möchte Clara nun Frauen bieten, welche noch nicht zum alten Eisen gehören wollen, die in der zweiten Lebenshälfte ihrem Leben einen neuen Inhalt geben wollen, die neue Städte kennenlernen möchten und Familien tatkräftig unterstützen wollen. Unterstützt wird auch Clara, denn ihr Mann Tommi steht stets hinter ihr und ihren Plänen. … und die Granny-Nannys: Karen & Familie Alley: Karen Parotat ist 63 Jahre alt, eine ehemalige Lehrerin, und nach vierzig Jahren Schuldienst gerade erst frisch im Ruhestand – oder sollte ich besser sagen im Unruhestand? Denn eines wird schnell klar: Karens Tochter Anne begrüßt es, dass ihre Mutter fortan über viel Zeit verfügt, denn so kann Karen doch auf die beiden Enkelkinder aufpassen, und die Familie könnte zudem viel Geld sparen. Kein Wunder, dass Karen sich da ausgenutzt fühlt. Wenn sie auf Kinder aufpassen soll, weshalb dann nicht in einer anderen Stadt und in einer fremden Familie? Da kommt Karen Clara Behrens' Angebot gerade recht. Und so verlässt Karen das heimische Fischbachtal und kommt als Nanny zu den Alleys, einer amerikanischen Familie. Die Alleys sind wohlhabende Leute, die für einige Zeit in Berlin leben, aber schon bald wieder in die Staaten zurückkehren wollen. Der Familienvater ist meist beruflich bedingt meist nicht daheim. Mutter Rhonda eifert mit Hilfe ihrer strengen Low-Carb-Diät einem sehr zweifelhaften Schönheitsideal hinterher, überlässt die Erziehung Karen und trinkt viel zu häufig Alkohol. Karen ist erstmal entsetzt und fassungslos angesichts der in der Villa herrschenden Zustände. Ich fand es ebenfalls erschreckend, wie wenig sich Rhonda um ihre drei Kinder Eliza (15), Phoebe (7) und Mark (9) kümmerte und wie gleichgültig sie ihr zu sein schienen. Kein Wunder, dass die älteste Tochter gegen ihre Mutter rebellierte. Und dann ist da noch der Familienhund, der auf den Namen Krupp hört (oder eben auch nicht), und der noch für einiges an Aufregung sorgt. Suse & Familie Maron: Die 54jährige Suse Hartema ist eine begeisterte Köchin, führt mit ihrem Bruder im ostfriesischen Bensersiel einen Gasthof - gemeinsam übernahmen die beiden Geschwister „Die Robbe“ einst von ihren Eltern. Doch dort ist die kinderlose Singlefrau alles andere als zufrieden, denn die Zusammenarbeit mit dem ewig schlechtgelaunten Bodo ist alles andere als angenehm. Ihr Bruder trinkt zuviel Alkohol, behandelt sie ungerecht und weiß ihre Arbeit nicht zu schätzen. Am liebsten würde Suse einfach nur weg von ihrem Zuhause. Doch dann entdeckt Suse eines Tages in einer Hamburger Zeitung das Inserat von Clara Behrens, in dem diese nach ihren Granny-Nannys sucht. Und so bewirbt Suse sich bei der Agentur. Clara schickt Suse nach Lübars (einem Ortsteil mit viel Natur und erhaltener Dorfstruktur) in eine Familie, die einen Pferdehof und ein Restaurant betreibt. Suse wundert sich bei ihrer Ankunft erstmal über die sonderbare Familienkonstellation. Die Gasteltern wirken nicht gerade wie ein Ehepaar. Martin ist drei Jahre älter als Suse, während seine Frau Hella vom Alter her eher seine Tochter sein könnte. Das gemeinsame Kind, die sechsjährige Stella wird von der Mutter über alle Maßen verhätschelt und es hat den Anschein, als wolle Hella ihr gesamtes Umfeld von ihrer kleinen Tochter fernhalten. Doch zum Glück verbindet Suse und Martin die Leidenschaft fürs Kochen. Hellas Leidenschaft für Pferde hingegen passt so gar nicht in Suses Welt. Hanni & Familie Hamm: Die verwitwete Hanni Wiesinger lebt in Franken, im beschaulichen Weihenzell. Seit ihr Mann Hermann vor drei Jahren starb, klammert sich die knapp 60jährige Hanni an ihren einzigen Sohn, hofft auf ein Enkelkind, denn selbst nach zwölf Jahren ist die Ehe des Sohnes Ben und der Schwiegertochter Gitta noch immer kinderlos geblieben. Doch eines Tages drängt Ben sie dazu, einen neuen Sinn in ihrem Leben zu suchen, endlich mal die eigenen vier Wände zu verlassen und als Nanny zu arbeiten, denn der immer gleiche Tagesablauf, das tägliche Telefonat und das sonntägliche Familienessen – das kann doch nicht alles gewesen sein! Und schließlich arbeitete die gelernte Erzieherin vor der Geburt ihres Sohnes in einem Kindergarten, hat also Erfahrung im Umgang mit Kindern. Zuerst fühlt Hanni sich von ihrem Sohn regelrecht abgeschoben, doch dann findet sie zunehmend doch Gefallen an der Idee. Aber dann landet die Nichtschwimmerin Hanni ausgerechnet bei einer alleinerziehenden Zwillingsmutter, die mit ihren Kindern auf der Havel in einem Hausboot lebt. Die alleinerziehende Anja ist berufstätig und mit ihren beiden zwölfjährigen Söhnen Arthur und Theo offensichtlich überfordert. Es ist wohl das schlechte Gewissen den beiden gegenüber, weil sie ihnen nicht so viel Zeit widmen kann, wie sie es gerne würde, weshalb sie ihnen vieles durchgehen lässt und ihnen ihre Wünsche erfüllt. Das nutzen die beiden Jungs, die lauter Blödsinn im Kopf haben, auch schamlos aus. Und so fehlt Arthur und Theo auch der nötige Respekt vor Hanni. Deren Kochkünste werden von den Jungs so gar nicht geschätzt, denn die beiden leben nur von Pizza. Wie gut, dass Hanni bei Rentner Werner, der der Bootsnachbar der Familie ist, stets ein offenes Ohr findet. Dieser hat mit Anja und den Jungs so seine Probleme, weil es den beiden Jungs einfach an Erziehung und gutem Benehmen fehlt. Hanni und Werner freunden sich schnell miteinander an, schippern gemeinsam übers Wasser und Hanni lebt in Werners Gesellschaft wieder richtig auf. Meine Meinung: Man ist so alt, wie man sich anfühlt. - Mit diesem (augenzwinkernden) Zitat der „Grande Dame“, der Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin Hildegard Knef begrüßt Tania Krätschmar ihre Leser. Wie sehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut, nachdem mir EVA UND DIE APFELFRAUEN bis zum heutigen Tag im Gedächtnis geblieben ist. Eine Gemeinsamkeit haben die beiden Bücher – in beiden steht auch die Freundschaft zwischen Frauen im Mittelpunkt. Sehr gut gefiel mir Claras Post, die sie ihren Nannys nach Berlin schickte. Darin ging sie auf die jeweilige Nanny ein, gab Empfehlungen, Veranstaltungstipps und zeigte den Frauen damit zugleich, wie sehr sie deren Einsatz in den Familien schätzte. Drei Nannys schickt Clara nach Berlin – es sind ihre ersten Nannys, die ihr daher auch besonders am Herzen liegen. Dennoch sollen die Frauen in der Millionenstadt auch Gelegenheit zum Austausch haben, weshalb Clara ein Montagstreffen im Café Maiwald ins Leben ruft. An ihrem freien Tag sollen sich Karen, Suse und Hanni dort treffen und ein paar Stunden miteinander verbringen. Bei Torte, Tee und Prosecco schütten sie sich gegenseitig ihr Herz aus, teilen Freud und Leid miteinander. Ich mochte alle drei Nannys auf ihre eigene Art und Weise, obwohl sie doch eigentlich so unterschiedlich sind. Suse mochte ich für ihre Leidenschaft – egal ob für das Kochen oder für was auch immer. Karen mochte ich, weil sie eine Kämpferin ist und sich für ihre Gastkinder einsetzt. Hanni war dennoch meine Lieblingsnanny. Sie war ein graues, oder sollte ich sagen ein „greiges“ (Mischung aus grau und beige – Hannis Standardfarbe bei ihrer Kleidung) Mäuschen, immer etwas ängstlich und nicht besonders selbstbewusst. Doch bestärkt durch ihre „Leidensgenossinnen“ und Werner gewinnt sie an Mut und Zuversicht, traut sich heraus aus ihrem Schneckenhaus und ihr Leben wird zusehens bunter (und das nicht nur in Sachen Kleidung!), sie wird selbstbewusster und durch das Internet eröffnen sich Hanni ganz neue Welten. Es ist ein wahrer Glücksfall, dass aus diesen doch sehr unterschiedlichen Frauen sich sofort beim Kennenlernen verstehen und schon bald enge Freundinnen werden, die einander auch in schweren Situationen Halt bieten und die stets zueinander stehen. Sie stützen sich gegenseitig, trösten sich, motivieren sich gegenseitig dazu durchzuhalten, aber rücken sich, wenn nötig, auch mal den Kopf zurecht. Es war ein Wechselbad der Gefühle, die Suse, Karen und Hanni durchleben mussten – angefangen bei „Undank ist der Welt Lohn“, der Degradierung zum Haushaltspersonal, bis hin zu Sympathie-Bekundungen wie einem Lächeln, einer Umarmung oder einem lieben Wort, war hier alles vertreten - und letzteres entschädigt doch ungemein. Aus den braven Frauen vom Lande werden mitunter richtig mutige Frauen, die auch vor „verrückten“ Aktionen nicht Halt machen. Oder rechnet man damit, drei ältere Damen in einem Tattoo-Studio anzutreffen? Schade, dass der Au-Pair-Aufenthalt nur drei Monate dauert (von Oktober bis Dezember), und sich die Wege wieder trennen – zumindest räumlich, denn dank Internet und Handy bleiben sie sicher miteinander in Verbindung. Lokalkolorit war im Buch reichlich vorhanden, denn natürlich lernten die Nannys an ihren freien Tagen auch einige von Berlins Sehenswürdigkeiten kennen. Ich durfte mit Hanni den Berliner Dom samt seiner Hohenzollern-Gruft besuchen, segelte mit ihr auf dem Wannsee, schlenderte mit den Nannys über einen der zahlreichen Berliner Weihnachtsmärkte, bestaunte mit ihnen das Lichtspektakel „Festival of Lights“ und die Gedächtniskirche und feierte zum Schluss mit Karen, Suse und Hanni Silvester auf dem Teufelsberg. Und hin und wieder kam natürlich auch der Berliner Dialekt zum Einsatz, was das Buch ebenfalls authentisch wirken ließ. Nur eines habe ich in diesem Buch vermisst – wie schön wäre ein Stadtplan von Berlin gewesen, auf dem die Handlungsorte eingetragen gewesen wären: Lübars, das Café Maiwald, der Teufelsberg. So musste ich dann letztendlich doch wieder einmal auf das Internet zurückgreifen. Dafür aber waren die Granny-Nannys so gut beschrieben, dass ich sie bildlich vor Augen hatte: Hanni, die unscheinbare graue Maus, die neuen Dingen immer etwas ängstlich gegenübersteht – sei es in Sachen Technik oder Aussehen, und die viel mehr kann, als sie sich selbst zutraut. Hanni startet etwas blauäugig in ihren Au-Pair-Job, denn sie glaubt tatsächlich, sie könne die Zwillinge mit Legosteinen in Begeisterung versetzen. Doch die Jungs interessieren sich mehr für ihre Handys, auf denen sie stundenlang herumtippen. Hanni ist wohl diejenige der drei Freundinnen, die die größte Wandlung vollzogen hat – ihre Freundinnen wollen, dass sie endlich Farbe bekennt – weg mit den tristen Klamotten, der langweiligen Frisur und her mit einer ganz neuen, selbstbewussten Hanni. Suse, die große Blonde, die manchmal die Augen vor dem verschließt, was für die beiden Freundinnen auf den ersten Blick erkennbar ist. Und Claras Mann Tommi würde für die attraktive Suse trotz ihres Alters nicht die Hand ins Feuer legen. Ob er damit recht behält? Karen, die einige Pfunde zuviel auf den Rippen hat und durch ihre schwarzgefärbten Haare jünger aussehen will, und der der Mut fehlt, zu ihren eigentlich grauen Haaren zu stehen. Doch manchmal fühlt Karen sich wirklich uralt, denn die ein oder andere Alterserscheinung macht ihr dann doch zu schaffen. In 34 Kapiteln auf ca. 384 Seiten durfte ich die Nannys bei ihrem Berlin-Aufenthalt begleiten. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten – und das auf jeder einzelnen Seite. Ich lernte ungezogene und unerzogene Kinder und einen ebensolchen Hund kennen, Eltern, die diese Bezeichnung nicht verdienen, Mütter, die nicht teilen wollen oder welche, die heillos überfordert sind, aber auch hilfsbereite Nachbarn, eine nette Bedienung mit Herz und Berliner Schnauze und natürlich auch die drei Nannys. Wie nicht anders erwartet, konnte mich das humorvolle Buch, das aber auch seine ernsten Momente hatte, voll und ganz überzeugen. Der frische, flotte und kurzweilige Schreibstil von Tania Krätschmar ließ die Seiten dahinfliegen und es gab nicht eine Seite des Buches, an dem Langeweile aufkam. Das Buch wirkte sowohl durch das Lokalkolorit authentisch, als auch durch die Details – eine amerikanische Familie verwendet nun mal auch englische Worte und Redewendungen, man feiert Thanksgiving und verhält sich eben manchmal typisch amerikanisch. Mit etwas Wehmut schloss ich am Ende das Buch, denn wie gerne hätte ich die drei Nannys auf weiteren Einsätzen begleitet. Freuen würde ich mich daher sehr, wenn es eine Fortsetzung von diesem Buch geben würde - die Weichen sind gestellt und der Grundstein dafür gelegt. Fazit: Wie schon EVA UND DIE APFELFRAUEN konnte mich auch CLARA UND DIE GRANNY-NANNYS wieder einmal voll und ganz überzeugen. Es gab viel zu lachen, aber auch Szenen, die nachdenklich stimmten. Sowohl Agenturchefin Clara, als auch Karen, Suse und Hanni waren sympathisch, während man in den Gastfamilien mitunter auf eher unangenehme Zeitgenossen traf – mitunter waren die Elternteile eher die Schwererziehbaren. Und so wie die Nannys einst im fernen Berlin ankamen, so gingen sie nicht, als ihre Zeit bei den Familien beendet war. Sie machten teilweise eine enorme Wandlung durch und eines hatten sie in Berlin auf jeden Fall gefunden: Freundinnen fürs Leben. Dieser Roman ist eine wunderbare Liebeserklärung von Tania Krätschmar an ihren Wohnort Berlin. Fürs Herz, für den Schmerz und für viele tolle Lesestunden möchte ich diesem Herzensbuch eine absolute Empfehlung aussprechen und gebe dem Roman 5 Sterne.

    Mehr
  • Empfehlenswert auch für U 40 -Leser!

    Clara und die Granny-Nannys

    Igela

    26. January 2015 um 19:56

    Clara gründet eine Granny-Nanny Agentur , die ältere Nannys an Familien vermittelt . Schon bald stehen die ersten Nannys auf der Matte und wollen vermittelt werden. Clara organisiert für Suse ,Karen und Hanni einen Au pair Platz bei Familien in Berlin. Hanni wird ab sofort auf einem Hausboot die verwöhnten 12 jährigen Zwillinge einer alleinerziehenden Mutter betreuen. Suse wird in einer Familie, die ein Restaurant besitzt , arbeiten. Und Karen wird die Nanny einer amerikanischen Familie mit drei Kindern und einem Hang zu kohlenhydratfreien Menüs. Stress, Durchsetzungsvermögen und ab und zu beide Augen zudrücken : Der Job verlangt den drei Frauen einiges ab. Zum Glück haben sie ihre wöchentlichen Treffen im Café Maiwald , bei denen sie einander Mut zusprechen und den einen oder anderen Prosecco schlürfen. Das zentrale Thema dieser Geschichte ist, wie man auch im fortgeschrittenen Alter Neues anpacken und alte , eingefahrene Muster ablegen kann . Sehr gut umgesetzt und gelungen ist diese Mitteilung klar und eindrücklich beschrieben worden . Ich fand klasse, wie die älteren Damen ihr Leben umkrempeln, neu organisieren und anpacken! Die sehr unterschiedlichen Charaktere der drei Frauen und ihre unterschiedlichen Lebenseinstellungen lassen die Geschichte sehr abwechslungsreich werden. Sehr gelungen und realitätsnah wurden die drei Protagonistinnen beschrieben . Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und witzig.... so manches mal musste ich sehr schmunzeln beim lesen . Ab und zu musste ich mir jedoch bei gewissen Erziehungsgrundsätzen der Familien kopfschüttelnd an den Kopf greifen. Hier wurde gelegentlich etwas übertrieben beschrieben . Eine abwechslungsreiche Geschichte , die ich auch U 40 - Lesern wärmstens empfehlen kann!

    Mehr
  • Berlin verändert die Granny-Nannys und ihre Gastfamilien....

    Clara und die Granny-Nannys

    Angie*

    Zum Inhalt: Clara gründet in Hamburg eine Agentur zur Vermittlung von älteren Au-Pair Damen, sogenannten Granny-Nannys. Sie sollen jungen Familien bei diversen Problemen zur Seite stehen und drei Monate bei ihrer Gastfamilie leben. Es bewerben sich die schüchterne Witwe Hanni aus Franken, Suse, die Restaurantfachfrau aus Bensersiel (Ostfriesland) und die pensionierte Lehrerin Karen aus Fischbachtal.  Die drei Seniorinnen werden nach Berlin vermittelt in ganz unterschiedliche Familien.  Immer am Montag, ihrem freien Tag, treffen sie sich im Café Maiwald, tauschen sich dort bei Prosecco und Sahnetorte aus und werden zu echten Freundinnen, die sich mit Rat und Tat in ihrer für sie neuen Lebenssituation unterstützen,,,,,auch Clara bringt sich mit ermunternder Briefpost ein und brennt am Ende der drei Monate darauf, die Drei persönlich kennenzulernen. Meine Meinung: Die Autorin hat dem Leben von alten und jungen Menschen genau auf die Finger geschaut. Sie beschreibt frisch, munter, lustig  und mit viel Weisheit und Kenntnis unterschiedliche Situationen in den Familien und vor allem verschiedene Charaktere. Der Leser lernt schnell die ursprüngliche Lebenssituation der drei Granny-Nannys kennen - und dadurch entwickelt sich Sympathie, da fast jeder Leser eine Identifikationsfigur für sich entdecken kann.  Auf keiner Seite langweilt man sich und für Berlin-Liebhaber ist dieses Buch fast ein Muss*.  Die Atmosphäre und Ausstrahlung der Stadt wurde sehr ansprechend geschildert. Die drei Granny-Nannys verändern sich innerlich und auch äusserlich bis hin zum gemeinsamen Stechen von Tatoos. Die  Gastfamilien profitieren sehr von der Lebenserfahrung und Weisheit der Älteren und manch bittere und schwierige Situation wird von den Granny-Nannys liebevoll aufgefangen.Das Granny-Nanny Modell ist sicher ein tolle Idee für das echte Miteinander von Jung und Alt!  Einfach eine schöne und herzliche Lektüre, der man unbedenklich fünf Sternchen geben kann. Ein Dankeschön an den Verlag und die Autorin, dass ich den Roman in einer Leserunde bei Lovelybooks  mitlesen durfte. 

    Mehr
    • 2
  • Granny Nannys und die Veränderungen

    Clara und die Granny-Nannys

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2015 um 18:02

    Ich durfte im Rahmen einer Leserunde das Buch mitlesen.  Worum geht es in den Buch? Das Buch handelt von drei Frauen, die auf unterschiedlichste Weise auf die Granny-Nanny-Agentur aufmerksam werden und über diese nach Berlin zu verschiednen Familien kommen um dort als Kindermädchen arbeiten. Da ist einmal Karen: Sie möchte nicht mehr immer von ihrer Tochter als Kindermädchen benutzt werden und bewirbt sich deshalb als Kindermädchen. Ihre Familie ist aus der USA und alles andere als einfach. Die Zweite Granny Nanny ist Suse: Diese gönnt sich eine Auszeit aus der von ihr und ihren Bruder betreibenen Gaststätte. Eine Arbeit mit Kindern kann sie sich gut vorstellen. Leider wartet diese Aufgabe nicht so in Berlin auf sie. Und dann ist noch Hanni. Hanni wird eigentlich von ihren Sohn zur Granny Nanny Agentur aufmerksam gemacht. Er findet, dies wäre doch mal was für sie. Und so kommt Hanni nicht ganz von sich aus nach Berlin und in einen Familie, wo sie auch noch einiges lernen kann. Jeden Montag treffen sich die drei Frauen in Cafe Maiwald und tauschen ihre Erlebnisse aus. Dabei wachsen sie zu Freundinnen zusammen. Tania Krätschmar zeigt mit ihren Roman, dass man selbst im Alter noch einmal neue Wege bestreiten kann und dadurch manchmal ungeahnte Veränderungen geschehen können. Man verliebt sich, dabei kann es trotz des Alters manchmal noch blind vor Liebe ist oder es gelingen einen Veränderungen, die andere in Erstaunen versetzen. Manchmal findet man sich selbst in einer der Frauen wieder und manches bringt einen zum Nachdenken. Der Roman ist jedoch mehr in die humorvolle Ecke einzuordnen. Es gab einige Szenen, wo ich richtig lachen konnte. Und eh dies geschieht, bedarf es einige Erzählkunst. Ich habe den Roman sehr genossen, da er meine Altersgruppe anspricht. Gern würde ich mehr über die drei Frauen lesen.

    Mehr
  • Wunderbare Unterhaltung

    Clara und die Granny-Nannys

    SusanneSH68

    16. January 2015 um 20:51

    Ich mag die Bücher von Tania Krätschmar und so freute ich mich wieder über eine Neuerscheinung und wurde nicht enttäuscht. Es macht Spaß zu lesen, aus welchen Gründen sich die drei Granny-Nannys entscheiden, diesen Schritt zu gehen und wie dann letztlich ihr Mut belohnt wird. Tolle neue Erfahrungen, neue Freundinnen und auch so gibt es einige Veränderungen bei den drei Damen. Die Clara vom Titel ist eigentlich nur eine Nebenperson, wenn auch zunächst das Bindeglied zwischen den drei Nannys. Ein Roman, der auch Mut machen kann, dass Alter aktiv zu gestalten. Gut zu lesen, man sitzt gedanklich mit im Cafe Maiwald und schüttelt auch den Kopf über das, was sich in den Gastfamilien so abspielt. Volles Lesevergnügen.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks