Tania Krätschmar Luisa und die Stunde der Kraniche

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Inhaltsangabe zu „Luisa und die Stunde der Kraniche“ von Tania Krätschmar

Wenn die blaue Stunde naht, ist es Zeit, seine Träume zu leben. Wenn die Kraniche über die Ostsee fliegen, beginnt die magische Stunde zwischen Tag und Nacht, in der die Zeit ihren eigenen Gesetzen folgt: Das wusste schon Luisas Großvater, der Standuhren sammelte. Seltsam still ist es ohne ihn, findet Luisa Mewelt, als sie die Tür von »Haus Zugvogel« öffnet. Zwei Wochen will die Schmuckdesignerin im Ferienhaus der Familie an der Ostsee allein über den Antrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch alles kommt anders: Ein gewisser Kranichexperte, ebenso unwiderstehlich wie frech, kreuzt ihren Weg. Und immer wieder trifft Luisa die alte Mary, deren Ansichten über das Leben sie seltsam berühren …

Ein lesenswertes Buch mit eindrucksvollen Beschreibungen der Boddenlandschaft in und um Zingst sowie der wundervollen Kraniche

— Tulpe29
Tulpe29

Magisches Buch an der Ostsee

— Leserin71
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Stimmungsvoller Roman in toller Landschaft

— Kelo24
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Ein toller Sommerroman

— Amber144
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Ein-am-Stück-durchlesen-Buch.

— blaues-herzblatt
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Lesenswerter Frauenroman

— Heike66
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Netter Unterhaltungsroman für stürmische Herbstabende!

— lesekat75
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Ein Sehnsuchtsroman!

— Monika58097
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Manchmal magisch, aber irgendwie nicht das, was ich erhofft hatte

— katikatharinenhof
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Ein Roman zum Entspannen und Träumen!

— Bambisusuu
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  • Ein lockerleichter Roman mit einigen Mankos

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Krimine

    Krimine

    22. September 2017 um 23:47

    Die Schmuckdesignerin Luisa lebt gemeinsam mit ihrem beruflich erfolgreichen Freund Richard in Berlin. An seiner Seite genießt sie ein unbeschwertes Leben und muss sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen. Als Richard jedoch ein verlockendes Berufsangebot in London erhält und Luisa einen Heiratsantrag macht, ist sie sich plötzlich nicht mehr sicher, ob es das ist, was sie will. Mit dem Ziel über Richards Bitte nachzudenken, nimmt sie sich eine Auszeit und reist in das familiäre Ferienhaus nach Zingst, wo sie eine traumhafte Zeit verbringt. Denn die antiken Uhren ihres Großvaters haben es ihr schon immer angetan, wie auch das sanft rauschende Meer. Und plötzlich trifft sie auf die alte Mary, deren Erzählungen sie seltsam berühren und auf den Kranichexperten Jan, der ihre wohlgeordnete Welt ins Wanken bringt."Luisa und die Stunde der Kraniche" ist ein kurzweiliger Roman, in dessen Mittelpunkt die wankelmütige Kunsthandwerkerin Luisa steht, die sich über ihr weiteres Leben Gedanken machen muss. Eine Entscheidung steht an. Und Luisa, die Veränderungen hasst, tut sich unheimlich schwer damit. So erlebt der Leser eine mit sich hadernde Frau, der erst nach vielen Jahren in einer zweckbestimmten Beziehung erkennt, dass sie nur das hübsch anzusehende und praktisch zu handhabende Anhängsel eines karrieresüchtigen Menschen ist. Doch der Sprung von einem bequemen Leben in eine aufregende aber nicht sichere Zukunft braucht viel Mut, der erst einmal aufgebracht werden muss.Eingebettet in wunderschöne Landschaftsbeschreibungen und mit viel Atmosphäre versehen, entwickelt sich die Geschichte um die Hauptfigur Luisa eher ruhig, lässt aber viel Platz für Gedanken und Emotionen. Dadurch erlebt der Leser die Entwicklung von einer anfangs blassen und leicht unsympathischen Frau zu einem lebendigen und gefühlvollen Menschen hautnah mit. Auch erfährt er wissenswerte Details über Kraniche und ihren Lebensraum und nimmt Anteil an der Faszination, die von diesen Tieren ausgehen. Allerdings gibt es auch einige Mankos, die den Lesegenuss etwas trüben. Da sind zum einen die erwähnten Informationen über Kraniche, die sehr umfangreich sind und die Handlung ins Stocken bringen, zum anderen fehlen einfach ein paar Turbulenzen, um der Geschichte die nötige Spannung zu verliehen. Und dann ist da noch eine mystische Komponente, die gut in das Geschehen passt, aber zu geradlinig und durchschaubar geraten ist.Fazit:"Luisa und die Stunde der Kraniche" ist ein lockerleichter Roman, der sich wunderbar flüssig liest, dem aber etwas mehr Spannung gut getan hätte.

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  • Leserunde zu "Luisa und die Stunde der Kraniche" von Tania Krätschmar

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    taniakraetschmar

    taniakraetschmar

    25 mal "Luisa und die Stunde der Kraniche" zu gewinnen! Für Romanceleserinnen, Ostseefans und alle, die das Naturschauspiel des Kranichzugs lieben!  Im August ist mein neuer Roman "Luisa und die Stunde der Kraniche" herausgekommen. Ich freue mich sehr auf eine Leserunde im September! Sagt in ein, zwei Sätzen, was ihr mit Kranichen verbindet und hüpft in den Lostopf. Blanvalet stellt 25 Exemplare zur Verfügung, eine abschließende Rezension wäre toll.Und darum geht es in "Luisa und die Stunde der Kraniche": Wenn die Kraniche über Zingst einfliegen, beginnt die magische Stunde zwischen Tag und Nacht, in der die Zeit ihren eigenen Gesetzen folgt: Das wusste schon Luisas Großvater, der Standuhren sammelte. Seltsam still ist es ohne ihn, findet Luisa Mewelt, als sie die Tür von Haus Zugvogel öffnet. Zwei Wochen will die Schmuckdesignerin im Ferienhaus der Familie an der Ostsee allein über den Antrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch alles kommt anders: Ein gewisser Kranichexperte, eine Mischung aus unwiderstehlich und frech, kreuzt ihren Weg. Und immer wieder trifft Luisa die alte Mary, deren Ansichten über das Leben sie seltsam berühren … 

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  • Sturm am Bodden

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Tulpe29

    Tulpe29

    18. September 2017 um 11:56

    Eine unterhaltsame Geschichte mit vielen Wendungen und Verwicklungen, an deren Ende die Protagonistin aber doch noch zur richtigen Entscheidung für sich kommt.Einen nicht unwesentlichen Anteil haben dabei auch die beeindruckenden, herrlichen Kraniche, die sich in der Boddenlandschaft genauso wohlfühlen wie ihre menschlichen Bewohner. Das Buch macht neugierig auf diesen wundervollen Landstrich und alles, was er zu bieten hat.

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  • Magisches Buch an der Ostsee

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Leserin71

    Leserin71

    17. September 2017 um 22:49

    Eigentlich sollte für Luisa der Himmel voller Geigen stehen: Ihr langjähriger Lebensgefährte soll in London eine herausragende Stelle annehmen und will mit ihr zusammen hin - Heiratsantrag eingeschlossen.Aber genau hier beginnt das Problem für Luisa. Sie ist sehr entscheidungsunfreudig und zieht sich zurück in das Ferienhaus ihrer Familie in Zingst. Die Stimmung mit blauer Stunde, Opas Standuhren und besonders den Kranichen führen sie zu dem, was ihr wichtig ist.Meine Meinung:Von Tania Krätschmar hatte ich schon andere Bücher gelesen und so war ich sehr neugierig auf "Luisa und die Stunde der Kraniche". Kraniche und ihren majestätischen Flug konnte ich auch schon mal in Darß-Zingst-Fischland beobachten. Die Infos über die Glücksvögel fand ich sehr gut in die Geschichte eingebunden, wie auch das Thema Diabetes 1. Wunderbare Landschaftsbeschreibungen, romantische Szenen und fast schon magische Begegnungen machen das Buch zu etwas Besonderem.Luisa mag zwar etwas naiv und wenig entscheidungsfreudig erscheinen, aber sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und braucht einfach ein bisschen länger, bis sie die richtige Entscheidung treffen kann. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für dieses flüssig zu lesende Buch für's Herz.

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  • Wie Entscheidungen einen Lebensweg verändern können

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Kelo24

    Kelo24

    16. September 2017 um 18:10

    "Jedes Mal, wenn du eine Entscheidung triffst, beeinflusst du diesen (Lebens)Weg. Mit manchen Entscheidungen änderst du den Verlauf deines Weges mehr, mit anderen weniger". Auszug aus dem Brief des Großvaters an seine Enkelin Luisa zum 18. Geburtstag,  Prolog, Seite 7,   Ja, mit Entscheidungen hat Luisa, die Protagonistin dieses Romans, so ihre Probleme, denn sie hasst sie und alle sich daraus ergebenden Veränderungen. Alles soll so bleiben, wie es ist, denn es ist gut so. Aber ist es das wirklich? Nach dem Antrag ihres Freundes Richard, einem narzisstischen, egozentrischen, eitlen Gockel, der sich als Mittelpunkt der Weg sieht, um den sich alles zu drehen hat, nimmt sich Luisa kurzerhand eine Auszeit von 2 Wochen im Familienferienhaus in Zingst. Ihr zukünftiges Leben als schmückendes Beiwerk des ach so erfolgreichen Gatten, angepasst, fügsam und finanziell von ihm abhängig erscheint ihr plötzlich doch nicht mehr so verlockend. Im Haus ihrer Großeltern holt sie dann die Vergangenheit an viele glückliche Tage mit der Familie schmerzhaft ein, die sie in den vergangenen Jahren auch sträflich vernachlässigt hatte. Es kommt wieder zu einer Annäherung zwischen Luisa und ihrer Schwester und ihren Zwillingen, die etwas Leben in die Bude bringen. Daneben kreuzen auch 2 andere Personen ihren Weg. Zum einen  Jan, der Kranichexperte, den sie zuerst mehr als nur schrecklich findet, der aber ganz andere Saiten in ihr zum Klingen bringt; zum anderen trifft sie immer an den unmöglichsten Orten auf die alte Mary, die ihr irgendwie bekannt vorkommt...   Ohne zu viel von der Handlung zu verraten: Luisa durchlebt turbulente Zeiten mit Höhen und Tiefen und nutzt die blaue Stunde am Abend zum Reflektieren über ihr bisheriges Leben und ihre Wünsche, die sie ganz allmählich wieder in ihrem Inneren ausgräbt, und besinnt sich auf die Werte, die ihr insbesondere ihr Großvater mit auf ihren Weg gegeben hat und die ihr wichtig sind.   Die Handlung ist eingebettet in wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, die eine besondere Stimmung erzeugen - besonders die der "blauen Stunde" - und ganz nebenbei kann man beim Lesen so einiges über Kraniche erfahren. Die Geschichte macht definitiv Lust, sofort die Koffer zu packen und an die Ostsee zu fahren, um den Kranichzug live miterleben zu können und sich dabei den Wind um die Nase wehen zu lassen. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel fliegen nur so dahin. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen; einzig die Figur der Mary als "zukünftiges Ich" war mir etwas zu viel.  Dies war mein erstes Buch von Tania Krätschmar, aber sicher nicht das Letzte.   Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4 Sterne.      

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  • Ein toller Sommerroman

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Amber144

    Amber144

    16. September 2017 um 17:18

    Zuerst fällt einem das wunderschöne Cover auf. Es passt perfekt zum Roman und hat mich sofort an die Ostsee erinnert. Kraniche sind auf dem Bild auch zu sehen.Der Schreibstil hat mich sofort gefesselt und mir sehr gut gefallen. Die Personen sind sehr genau beschrieben, sodass im Kopf sofort ein Bild entsteht.Luisa ist in ihrem ruhgen Leben angekommen. Sie geht der Tätigkeit nach, die sie liebt und ihr Lebensgefährte unterstützt sie dabei. Allerdings muss sie bei einer wichtigen Frage doch überlegen und nimmt sich eine Auszeit in Zingst. Zingst, sowie auch dei Umgebung sind perfekt beschrieben. Wenn man selbst schon dort Urlaub gemacht hat, wird man alles sofort wieder erkennen. Aber selbst wenn nicht, kann man sich alles sehr gut vorstellen und hört quasi das Meer während dem Lesen rauschen. Was mir sehr gut gefallen hat, dass auch die "Steinmännchen" erklärt werden, die ja doch eher unbekannt sind.Am meisten hat mich aber die Berücksichtigung von einer Stoffwechselerkrankung begeistert. Gerade Diabetes Typ 1 ist eher unbekannt. Wenn man Diabetes hört, denkt man eher an Typ 1 Diabetes und wenn man sich auf die Suche begiebt, findet man über Typ 1 auch nur sehr wenig. Gerade in Büchern habe ich bisher noch nie etwas dazu gelesen und war deswegen doch erstaunt darüber. Das Buch ist aber nicht überladen damit, sondern das Thema wird nur angerissen. Trotzdem toll und ich hätte bei diesem Buch nicht mit so einem ernsten Thema gerechnet.Für mich gibt es allerdings auch einen kleinen Kritipunkt. Das Ende war doch schon sehr offen und kam für mich persönlich zu schnell.Insgesamt aber ein Buch, dass mir wirklich gut gefallen hat.Deswegen vergebe ich 4 Sterne

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  • Eine wunderschöne Geschichte mit Tiefgang

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    16. September 2017 um 09:54

    Luisa Mewelt ist seit nunmehr sieben Jahren mit Richard Hartung zusammen. Sie leben in Berlin, genießen das Leben, den Luxus, die tolle Dachgeschosswohnung von Richard, die er sich dank seines Berufs leisten kann. Richard ist in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich. Die 38-jährige Luisa ist Goldschmiedin und hat ihr Atelier mit einer kleinen Wohnung im Souterrain des Hauses. Doch ihr Leben spielte sich oben bei Richard ab. Berlin im Spätsommer, Schauplatz Dachterrasse. Richard macht seiner Luisa einen Heiratsantrag. Wie sich herausstellt, braucht er sie als Ehefrau, Vorzeigefrau. Er hat ein Topangebot in London erhalten und das würde für ihn einen weiteren Karrieresprung bedeuten. Schon in acht Wochen, Anfang November, soll der Umzug und auch die Heirat erledigt sein. Doch Luisa gehört zu den Menschen, die sich oft nicht entscheiden, wankelmütig sind. Ganz im Gegensatz zu ihrer jüngeren Schwester Emilia. Zu ihrer Familie hat Luisa allerdings so gut wie keinen Kontakt mehr. Grund ist die Person Richard. Dieser erklärt Luisa in einem Endlosgespräch, dass er sie dort braucht. Doch sie nimmt sich eine Auszeit, Bedenkzeit. Zwei Wochen heim auf den Darß, nach Zingst, dort wo die Familie das Haus des Großvaters für sich behalten hat. Als Rückzugsstätte. Schon auf dem Weg nach Zingst macht Luisa Bekanntschaft mit einem für sie merkwürdigen Typen, der sich später als der Kranichexperte schlechthin entpuppt. Eine weitere, irgendwie seltsame Begegnung hat sie ebenfalls Anfangs, als ihr Mary begegnet. Immer wieder taucht diese auf und die Schilderungen aus ihrem Leben sind so lebendig, identisch mit Luisas. Erkennt diese rechtzeitig ihren Weg? Kann Mary ihr die Augen öffnen? Von ihr erfährt Luisa ebenso, dass Kraniche Glücksvögel sind. Zitat S. 136 || Weil sie die Freiheit verkörpern. Den Tanz im Wind. DAs Grenzenlose. Die Nähe zum Himmel. Die Natur. Tausend Kraniche muss man falten, um von den Göttern einen Wunsch gewährt zu bekommen, heißt es in Japan. || Eigentlich ist Luisa es klar geworden, dass sie Richard nicht heiraten wird. Darin bestätigt sie auch der Besuch ihrer Schwester mit den Nichten. Wie hat sie diese vermißt, die Familie. Und sie genießt den Umgang mit Jan, entdeckt die Liebe zur Natur wieder. Es ist die Zeit der Kraniche, Es ist ein großartiges Schauspiel, diese ziehenden Kraniche am Himmel zu sehen. Und ihre Liebe zu den Standuhren des Großvaters, die in dem Haus stehen. Was ist schon Zeit? Doch es kann eng werden, denn Mary teilt ihr mit, dass sie nur noch bis Äquinoktium auf der Insel sei. Und immer wieder fragt sich Luisa, wie es angehen kann, dass nur sie Mary sieht und niemand sie kennt oder je gesehen hat. Der Autorin ist es durch ihre gelungene bildliche Schreibweise, den Darß, die Orte, die Landschaft, überhaupt die Natur und die Vögel vorzustellen. Ich war zwar schon einmal dort, allerdings nur als Tagestourist. Und da nimmt man nicht alles so auf. In die jeweiligen Situationen sich ineinzuversetzen, dass ist Tania Krätschmar wieder einmal gelungen. Sie versteht es, Gefühle, Emotionen authentisch wiederzugeben. Mit Charme und Liebe hat die Autorin ihren Charakteren Leben gegeben und dazu mit verschiedensten Eigenschaften, egal ob Beruf oder Talente, ausgestattet. Luisas Entscheidungen, ein Hin und Her, zeigen auf, dass sie den Boden unter ihren Füßen noch festigen muss. Vor allem, dass sie sich als LUISA nicht verbiegen lassen sollte. Wird es ihr gelingen, die Luisa zu sein, die sie möchte und nicht die von einer anderen Person geprägte Luisa? Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Und sicherlich gibt es dort draußen, irgendwo auf dem Darß, einen Ort dieser traumhaften Ostseekulisse. "Luisa und die Stunde der Kraniche" ist nicht nur die Geschichte von Luisa Mewelt, sondern auch die ihrer Familie, die ihren Ursprung im Haus Zugvogel hat, ein Zufluchtsort, Heimat. Das Thema Kraniche spielt schon eine große Rolle im Roman und man erfährt so einiges über ihr Leben, den Kranichzug, ihr Verhalten. Das Thema Zeit, Großvaters Standuhren, die wie der Leser erfährt, nur Luisa aufziehenkann, es von ihm gelernt hat, es hat alles eine große Bedeutung. Es ist eine besondere Atmosphäre, die die Geschichte umgibt. Von Beginn an nimmt es dich mit auf eine Reise, lässt dich eintauchen in das Leben von Luisa und rundum, aber vor allem bringt es dich in eine traumhafte Landschaft mit besonderem Zauber.

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  • Perfekte Unterhaltungslektüre

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    blaues-herzblatt

    blaues-herzblatt

    14. September 2017 um 22:16

    Luisa wird von dem Heiratsantrag ihres Freundes völlig überrannt und reist zum nachdenken an die Ostsee in das Meereshaus der Familie. Auf Zingst erwarten Sie Menschen die ihr ihre verschiedenen Optionen lebhaft vor Augen führen. Wie wird sie sich entscheiden und was haben die Kraniche damit zu tun?  Vom ersten Wort an war ich fest im Buch drin, der Schreibstil war wunderbar fließend und angenehm, mit viel Naturbeschreibung und Details durchsetzt und die Seiten flogen mit der Zeit nur so dahin.  Luisa war für mich von Anfang an ein interessanter Charakter,da er meinem eigenen so gegensätzlich war. Sie ist ein sehr duldsamer und "sich fügender" Mensch der sich oft an andere Menschen anpasst und da vielleicht in manchen Momenten zu viel von sich selbst aufgibt, aber lest selbst ;).  Die Geschichte an sich fand ich spannend und mal etwas anderes als die allgemein gebräuchlichen Liebesromane, sondern mit einer frischen Brise durchsetzt.  Das Thema Kraniche hat mir gefallen, da der Laie (ich) einiges an Fakten und Wissen mitnehmen kann und sich dahingehend eine spannungsreiche Wendung entwickelt. Daran anschließend natürlich alle Vorzüge eines Ostseeromans der wunderbare Meer-Situation beinhaltet.  Gegen Ende kam ich aus dem Lesen gar nicht mehr heraus, weil mich der Ausgang so beschäftigt hat.  Für mich ein Buch für jeden Romantiker und Ostseeliebhaber und jeden der gerne Lebensentscheidung mitverfolgt und sich fragt was er selbst wählen würde. Die perfekte Unterhaltungslektüre.

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  • Luisa und die Stunde der Kraniche

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Heike66

    Heike66

    14. September 2017 um 08:43

    In ihrem neuesten Buch schickt Tania Krätschmar Luisa auf die Reise vom schicken urbanen Berlin in die ursprüngliche Landschaft auf dem Darß an der Ostsee. Luisa will sich hier, im Ferienhaus ihrer Familie, darüber klar werden, ob sie ihren langjährigen Freund Richard heiraten möchte. Sie begegnet ihrer eigenen Vergangenheit/Familiengeschichte und in Gestalt der alten Mary ihrer eventuellen Zukunft.Ich mag den Schreibstil von Tania Krätschmar, vor allem die immer wieder sehr atmosphärischen Beschreibungen der Umgebung. Man sieht die Ostsee fast vor sich, dazu trägt natürlich auch das wunderschöne Buchcover bei. Wer die "blaue Stunde" auch so liebt ist spätestens hier mittendrin im Lesefluß! Luisa ist nicht  der Typ Starke Frau, dafür macht sie zuviele Umwege bis zu ihrer endgültigen Entscheidung. Wer ihr folgt, beschäftigt sich automatisch auch ein wenig mit seinem eigenen Leben.

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  • Luisa's Entscheidung

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    lesekat75

    lesekat75

    13. September 2017 um 23:35

    Der Prolog beginnt sehr sympathisch, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass Großeltern einem so vieles weitergeben können auch den 18. Geburtstag finde ich für den Brief gut gewählt.Luisa, Goldschmiedin aus Berlin, bekommt einen Heiratsantrag ihres erfolgreichen Freundes Richard. Im Prinzip weiß sie, dass Richard und sie nicht zusammenpassen. Sie traut sich bloß nicht, es ihm zu sagen. Für Richard ist es eine Niederlage, dass Luisa den Antrag nicht freudestrahlend annimmt und somit ein typisches Verhalten für eine „karrieregeilen“ Anwalt. Mir sollte ja eigentlich nur Richard unsympathisch sein, aber Luisas Unschlüssigkeit finde ich auch anstrengend. Sie muss wohl im Verlauf der Geschichte noch lernen, dass sie zu ihrer Meinung stehen sollte und man immer wieder im Leben Entscheidungen treffen muss. Der spontane Einfall nach Zingst zu reisen, um ihre Gedanken zu sortieren finde ich gut, auch, dass es sofort mit der Reise losgeht.Das Thema Familie ist in den Roman gut eingebunden. Es geht um Großeltern, Schwesternliebe und das Auseinanderleben einer engen Schwesternbindung.Das Ferienhaus Zugvogel der Familie Mewelt macht sofort Lust auf Urlaub am Meer, und strahlt Gemütlichkeit aus. Die Standuhren erinnern Luisa an ihren Großvater. Dieses Kapitel hätte nach meinem Empfinden emotionaler geschrieben werden können, da Luisa ein vermutlich eine enge Beziehung zu ihrem Großvater hatte. Auch Erinnerungen an ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester Emilia kommen wieder.Durch das Wiedertreffen mit dem nervigen Reisenden aus dem Zug Jan Sommerfeldt bekommt die Geschichte mehr Schwung. Er ist durchaus sympathisch, lustig, naturverbunden und Hobbykoch.Ebenso „erscheint“ regelmäßig eine alte Dame namens Mary (Gibt es sie wirklich oder sieht nur Luisa sie?). Dies wird am Ende des Buches sehr schön aufgelöst.Der Teil mit den Fragen der Besucher an der Aussichtsplattform war mir persönlich zu langatmig. Das anschließende Gespräch zwischen Jan und Luisa habe ich umso mehr „aufgesogen“. Emilia ruft an und fragt, ob sie Luisa mit den Zwillingen besuchen kann. Auch hier gibt es scheinbar eine positive Entwicklung. Die Schwestern sprechen sich gegenseitig auch wieder mit Spitznamen an („Mila“/“Lulu“). In vielen von Luisa’s Gedanken wird immer klarer, dass sie nicht zu Richards passt und vermutlich nie gepasst hat. Sie scheint aber nicht zu merken, dass sie bei Richard nur negative und Jan ausschließlich positive Gedanken hat. Mary gibt ihr auf jeden Fall wieder eigene Erfahrungen mit auf den Weg.   Mir gefällt, dass der Brief (jetzt in vollständiger Version) vom Prolog am Ende der Geschichte wieder auftaucht. Die Idee, dass Mary vom Großvater geschickt wurde, finde ich sehr gut.Das Ende kam so schnell... ein Dialog im Krankenhaus oder ein Epilog mit einem Familientreffen im Haus Zugvogel wäre auch schön gewesen.Ich muss zugeben, dass ich mich erst einlesen musste, aber jetzt bin ich froh, mit Luisa die Stunde der Kraniche erlebt zu haben.

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  • Luisa und die Stunde der Kraniche

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Lese-katze92

    Lese-katze92

    13. September 2017 um 18:42

    Luisa, die in Berlin ein weitestgehend ruhiges Leben als Goldschmiedin mit eigenem Atelier führt, steht vor der scheinbar schwersten Frage ihres Lebens. Soll sie ihren langjährigen Partner RIchard heiraten? Luisa ist 38 Jahre alt, genießt ihr Leben und hat mit dem Thema Hochzeit eigentlich schon längst abgeschlossen, als ihr Partner Richard eines Abends per Kniefall die Frage aller Fragen stellt. Allerdings wäre eine Ehe für ihn nur Formsache, wegen seines neuen Jobs. Schon länger schwelen in der oberflächlich gut funktionierenden Beziehung einige grundsätzliche Probleme, mit denen sich beide Partner, hauptsächlich aber Luisa, arrangiert haben. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Luisa sich eine Bedenkzeit an der schönen, eigentlich ihr so vertrauten Ostsee nimmt. Zingst, der Ort an dem sie viele glückliche Momente mit ihrer Schwester Emilia und ihren geliebten Großeltern im Hause Zugvogel verbracht hat, wird ihre Zuflucht, der Ort wo sie sich endlich wieder selbst finden kann, wo sie weit weg vom Großstadttrubel über den Heiratsantrag nachdenken kann und Zeit hat, vom Alltag aufzutanken.  Dort trifft sie auch auf ihr vertraute, aber auch auf völlig neue Gesichter, die ihr Leben in neue Bahnen lenken. Auch entdeckt sie dort längst vergessene Interessen wieder für sich, wie z.B. das ausgiebige Schwimmen in der Ostsee oder das Beobachten der vorüberziehenden Kraniche.Insgesamt ist "Luisa und die Stunde der Kraniche" ein sehr schönes Buch. Es wurde mit viel Liebe zum Detail geschrieben und vermittelt auch wissenswerte Informationen über Kraniche und die Umgebung rund um Zingst. Dieses Buch ist nicht nur was für Ostseefans sondern auch für Freunde der Natur oder schöner Liebesgeschichten mit familiären Bezug. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, Luisa ein Stückchen auf Ihren Weg zu begleiten, zwar war dies nicht immer leicht, aber dennoch bin ich sehr zufrieden damit. Auch die schön beschriebene Kulisse des Hauses Zugvogel und dessen Umgebung veranlassen den Leser zum Träumen und verursachen sogar etwas Fernweh. Dieses Buch zaubert grade zum Übergang in den Herbst eine besondere Atmosphäre, die den Leser schnell in ihren Bann zieht und die Vorfreude auf die ersten Kranichformationen steigen lässt.Das Cover wurde sehr schön herbstlich gestaltet und lädt seinen Leser zum Träumen ein:)

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  • Luisa und die Stunde der Kraniche

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Lese-katze92

    Lese-katze92

    13. September 2017 um 18:42

    Luisa, die in Berlin ein weitestgehend ruhiges Leben als Goldschmiedin mit eigenem Atelier führt, steht vor der scheinbar schwersten Frage ihres Lebens. Soll sie ihren langjährigen Partner RIchard heiraten? Luisa ist 38 Jahre alt, genießt ihr Leben und hat mit dem Thema Hochzeit eigentlich schon längst abgeschlossen, als ihr Partner Richard eines Abends per Kniefall die Frage aller Fragen stellt. Allerdings wäre eine Ehe für ihn nur Formsache, wegen seines neuen Jobs. Schon länger schwelen in der oberflächlich gut funktionierenden Beziehung einige grundsätzliche Probleme, mit denen sich beide Partner, hauptsächlich aber Luisa, arrangiert haben. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Luisa sich eine Bedenkzeit an der schönen, eigentlich ihr so vertrauten Ostsee nimmt. Zingst, der Ort an dem sie viele glückliche Momente mit ihrer Schwester Emilia und ihren geliebten Großeltern im Hause Zugvogel verbracht hat, wird ihre Zuflucht, der Ort wo sie sich endlich wieder selbst finden kann, wo sie weit weg vom Großstadttrubel über den Heiratsantrag nachdenken kann und Zeit hat, vom Alltag aufzutanken.  Dort trifft sie auch auf ihr vertraute, aber auch auf völlig neue Gesichter, die ihr Leben in neue Bahnen lenken. Auch entdeckt sie dort längst vergessene Interessen wieder für sich, wie z.B. das ausgiebige Schwimmen in der Ostsee oder das Beobachten der vorüberziehenden Kraniche.Insgesamt ist "Luisa und die Stunde der Kraniche" ein sehr schönes Buch. Es wurde mit viel Liebe zum Detail geschrieben und vermittelt auch wissenswerte Informationen über Kraniche und die Umgebung rund um Zingst. Dieses Buch ist nicht nur was für Ostseefans sondern auch für Freunde der Natur oder schöner Liebesgeschichten mit familiären Bezug. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, Luisa ein Stückchen auf Ihren Weg zu begleiten, zwar war dies nicht immer leicht, aber dennoch bin ich sehr zufrieden damit. Auch die schön beschriebene Kulisse des Hauses Zugvogel und dessen Umgebung veranlassen den Leser zum Träumen und verursachen sogar etwas Fernweh. Dieses Buch zaubert grade zum Übergang in den Herbst eine besondere Atmosphäre, die den Leser schnell in ihren Bann zieht und die Vorfreude auf die ersten Kranichformationen steigen lässt.Das Cover wurde sehr schön herbstlich gestaltet und lädt seinen Leser zum Träumen ein:)

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  • Ein Sehnsuchtsroman!

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    Monika58097

    Monika58097

    13. September 2017 um 17:23

    Luisa, Schmuckdesignerin, nimmt sich 2 Wochen Auszeit im "Haus Zugvogel" in Zingst, das einstige Wohnhaus ihrer Großeltern und jetzt Ferienhaus der Familie. Der Luxus liebende Richard hat ihr einen Heiratsantrag gemacht und obwohl Luisa dem bequemen Leben im Luxus nicht abgeneigt ist, weiß sie plötzlich nicht mehr, ob Richard überhaupt der richtige Mann an ihrer Seite ist. An der Ostsee will sie über sich, über Richard und über ihre Zukunft nachdenken.  Schon viel zu lange war sie nicht mehr im Haus ihrer Großeltern, dem Haus mit den alten Standuhren, die ihr Opa gesammelt und oft mit ihr zusammen aufgezogen und ihr von der blauen Stunde erzählt hat, der Stunde zwischen Tag und Nacht. Richard bevorzugt Urlaub in Luxus-Ressorts. Auch mit Luisas Familie kann er nicht viel anfangen. Auf diese Weise hat sich Luisa immer mehr von ihrer Familie entfernt. Richard bestimmt ihr ganzes Leben. Dann bekommt sie Besuch von ihrer Schwester Emilia und ihren Zwillingen Nina und Nike und Luisa wird langsam klar, auf was sie so lange verzichtet hat.  Luisa lernt den smarten Kranich-Experten Jan kennen, der so spannend von den majestätischen Vögeln erzählen kann Er ist so anders als Richard, offen, fröhlich und er liebt die Natur genau so wie sie selbst. Und da ist etwas, das sie magisch zu ihm hinzieht.  Und dann ist da auch noch die alte Mary, die ihr immer wieder begegnet, aber offenbar von anderen nicht wahrgenommen wird. Mary, die alte Dame, die ihr seltsam vertraut ist, die so weise Ansichten über das Leben hat und die Luisa sehr zum Nachdenken bringt, doch wer ist Mary wirklich? "Luisa und die Stunde der Kraniche" - es ist ein wunderbarer Roman in einmaliger Kulisse der Halbinsel Fischland-Darss-Zingst. Eine eher leise Geschichte um Liebe und Zufälle - gefühlvoll, großartig. Ein Roman, wie ich ihn so sehr liebe. Ein Sehnsuchts-Roman. Wer schon einmal die Kraniche dort oben an der Ostsee beobachtet hat, der weiß, was ich meine. Und jedes Mal, wenn die Kraniche über meine Stadt hinweg ziehen, muss ich wieder an Zingst denken. An diese Weite des Meeres, das Rauschen des Windes und der Wellen. Dieser Roman weckt Sehnsüchte, die Sehnsucht, endlich wieder einmal dorthin zu fahren.  "Luisa und die Stunde der Kraniche"  eine Geschichte, die man einfach lieben muss. Eine Geschichte, die glücklich macht, die aber auch zum Nachdenken anhält, die überlegen lässt, ob man auch achtsam genug mit sich selbst umgeht. Absolute Lese-Empfehlung!

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  • Gedanken in Opas Lehnstuhl

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    gaby2707

    gaby2707

    12. September 2017 um 19:31

    Die 38-jährige Goldschmiedin und Schmuckdesignerin Luisa Mewelt lebt seit 7 Jahren in Berlin mit ihrem Freund Richard Hartung zusammen, als er ihr zum einen sein neues Jobangebot aus London vorstellt und sie gleichzeitig bittet seine Frau zu werden. Er, der normalerweise nichts von Heirat hält und von Kindern schon gar nichts wissen will, hat, wie er meint, mit einer vorzeigbaren Frau an seiner Seite in London noch mehr berufliche Chancen. In Luisa regen sich Zweifel und sie bittet Richard um 2 Wochen Auszeit in Zingst an der Ostsee. Hier hat die Familie Mewelt seit vielen Jahren ein kleines Haus, das reihum für Ferienaufenthalte genutzt wird. Hier trifft sie nach einigen Jahren auch ihre Schwester Emilia mit den Zwillingsmädchen wieder. Eine alte Frau, Mary, die sie auf ihre Spazierwegen trifft, kommt ihr sehr bekannt vor und auch zu dem Biologen und Kranichforscher Jan, der das genau Gegenteil von Richard zu sein scheint, baut sie in wenigen Tagen eine intensive Beziehung auf. Wie wird sich Luisa entscheiden? Mit der Hauptfigur Luisa hatte ich so meine Probleme. Einerseits kam sie mir vor wie eine Pubertierende, ohne eigenen Willen, ohne Selbstwertgefühl, ohne einen Weg vor Augen, nur auf Richard fixiert. Der wiederum weiß genau, wie er mit Kleinigkeiten seine Luisa manipulieren und so seinen Willen durchsetzen kann. Egoistisch, arrogant, selbstverliebt, karriereorientiert, der Luisas Schmuckdesign als Basteleien abtut – so einen Mann braucht eigentlich niemand. Außer Luisa, die sich bei ihm fast immer wohlfühlt, sich um nichts Gedanken machen muss, ihr kleines Atelier finanziert bekommt, und glaubt, ihn zu lieben. Dann kommt ganz langsam eine Wandlung, die mir gut gefallen hat. Luisa beginnt zu begreifen, was sie vermisst, was ihr an ihrem Leben nicht gefällt, wie sie ihr Leben eigentlich einrichten möchte. Als sie Mary kennenlernt, die anscheinend nur Luisa sehen kann, und diese aus ihrem Leben erzählt, sieht sich Luisa im Alter, wenn sie an Richards Seite bleibt. Auch die Begegnung mit ihrer Schwester Emilia, die so ganz anders ist als Luisa, und ihren Nichten Nike und Nina tragen dazu bei, dass Luisa nachdenkt. Die drei haben mir sehr gut gefallen. Und da ist dann noch Jan, der Biologe, Ranger und Kranichexperte, von dem ich sehr vieles über die Kraniche und ihr Leben an der Ostsee erfahre. Bei ihm, der sehr gut kochen kann und zuhört, kann sich Frau wohlfühlen. Ganz besonders gut gefallen haben mir hier die Beschreibungen der Landschaft rund um die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee. Auch in das kleine Haus der Familie Mewelt habe ich mich gleich nach Luisas Ankunft verliebt. Tania Krätschmar hat einen so intensiven, bezaubernden Schreib- und Erzählstil, dass ich beim Lesen richtig abschalten kann. Die Geschichte hat mich gefangen genommen und nur so durch die Seiten fliegen lassen. Wenn Luisa mit nackten Füßen am Wasserrand entlangläuft, kann ich die salzige Meeresluft riechen und das Plätschern der Wellen hören. Beim Lesen höre ich die Rufe der Kraniche. Eine wunderbare Geschichte über die Zeit, die verrinnt und die wir nutzen sollten, über die Wandlung einer jungen Frau zu sich selbst. Ich hatte mit diesem Roman ein paar wundervolle Lesestunden, die ich sehr genossen habe.

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  • Manchmal magisch, aber irgendwie nicht das, was ich erhofft hatte

    Luisa und die Stunde der Kraniche
    katikatharinenhof

    katikatharinenhof

    12. September 2017 um 11:04

    Luisa ist Goldschmiedin und lebt mit ihrem Freund Richard in Berlin. Es könnte alles perfekt sein in ihrem Leben, doch ausgerechnet der Heiratsantrag wirft sie aus der Bahn und so nimmt sie sich eine Auszeit im Ferienhaus der Familie an der Ostsee.Am Bodden angekommen, trifft sie immer wieder den Kranichexperten Jan und eine alte Dame namens Mary. Beide  durchkreuzen ihren festgefahren Weg immer wieder und hinterlassen kleine Botschaften, die Luisa berühren und zum Nachdenken bewegen...Das traumhafte Cover hat mit gleich auf Fischland Darß-Zingst entführt und verbreitet sofort Urlaubsstimmung. So bin ich gerne in die Geschichte von Tania Krätschmar eingetaucht. Der Schreibstil ist flüssig und angenehme zu lesen und ihre Beschreibungen der Ostseelandschaft sind wirklich traumhaft schön. Ich kann die salzige Ostseeluft einatmen, fühle den Wind in den Haaren und höre die Kraniche, wie sie am Himmel über mir hinwegfliegen.Leider hält die traumhafte Stimmung nicht immer an, denn Luisa ist eine Protagonistin, mit der ich meine Probleme habe. Anfangs dachte ich noch, dass Luisa nur durch die viele Grüblerei ein wenig verhuscht und naiv ist, aber in Verlauf des Buches habe ich dann festgestellt, dass sie sich leider fernab jeglichen reellen Bildes bewegt. Ihre Ansichten, ihr Verhalten und die Angepasstheit an das Leben, dass sie eigentlich nicht führen will, sind himmelschreiend und lassen mich mehr als einmal kopfschüttelnd zurück.Ihr Freund Richard ist ein reicher Fatzke, der meint, nur mit dem Finger schnippen zu müssen und alles tanzt nach seiner Pfeife. Das ist zwar alles recht nett gemeint, aber seine überhebliche Art geht mir echt tierisch auf den Zeiger.Hingegen Jan ist ein echter Schnuckel und sein Part erscheint mir etwas zu kurz. Seine Arbeit als Ranger ist zwar schön hervorgehoben, aber er greift mir zu wenig ins Geschehen ein.Mary ist eine liebe alte Dame, die auf wundersame Weise immer dann in Luisas Leben eingreift, wenn sie einen dicken Tritt in den Hintern braucht.Leider hält die magische Stimmung vom Cover nicht an und ich bin ein wenig enttäuscht, dass sich die Protagonistin so sang- & klanglos ins Geschehen eingefügt hat. Ein bisschen mehr Selbstvertrauen und Selbstachtung hätten ihr gut getan.

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