Luisa und die Stunde der Kraniche

von Tania Krätschmar 
4,3 Sterne bei40 Bewertungen
Luisa und die Stunde der Kraniche
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lesefant04s avatar

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, doch passt das Cover leider nicht gut zu den Beschreibungen im Buch, deshalb "nur" 4 Sterne.

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sehr schönes Buch, was zum Nachdenken über das Leben anregt, mit Gänsehaut-Moment am Schluss

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Inhaltsangabe zu "Luisa und die Stunde der Kraniche"

Wenn die blaue Stunde naht, ist es Zeit, seine Träume zu leben.
Wenn die Kraniche über die Ostsee fliegen, beginnt die magische Stunde zwischen Tag und Nacht, in der die Zeit ihren eigenen Gesetzen folgt: Das wusste schon Luisas Großvater, der Standuhren sammelte. Seltsam still ist es ohne ihn, findet Luisa Mewelt, als sie die Tür von »Haus Zugvogel« öffnet. Zwei Wochen will die Schmuckdesignerin im Ferienhaus der Familie an der Ostsee allein über den Antrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch alles kommt anders: Ein gewisser Kranichexperte, ebenso unwiderstehlich wie frech, kreuzt ihren Weg. Und immer wieder trifft Luisa die alte Mary, deren Ansichten über das Leben sie seltsam berühren …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734104190
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:21.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesefeuers avatar
    Lesefeuervor 10 Monaten
    [Rezension] „Luisa und die Stunde der Kraniche“ von Tania Krätschmar

    „Luisa und die Stunde der Kraniche“ ist ein Roman von Tania Krätschmar und erschien 2017 im Blanvalet Verlag.

    Wenn die Kraniche über die Ostsee fliegen, beginnt die magische Stunde zwischen Tag und Nacht, in der die Zeit ihren eigenen Gesetzen folgt: Das wusste schon Luisas Großvater, der Standuhren sammelte. Seltsam still ist es ohne ihn, findet Luisa Mewelt, als sie die Tür von »Haus Zugvogel« öffnet. Zwei Wochen will die Schmuckdesignerin im Ferienhaus der Familie an der Ostsee allein über den Antrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch alles kommt anders: Ein gewisser Kranichexperte, ebenso unwiderstehlich wie frech, kreuzt ihren Weg. Und immer wieder trifft Luisa die alte Mary, deren Ansichten über das Leben sie seltsam berühren …

    Meine Meinung:
    Zu allererst fällt einem natürlich dieses wunderschöne Cover auf. Weil ich die Ostsee mag, musste ich da natürlich zugreifen. Ich mag Tania Krätschmars Schreibweise einfach gerne und so konnte sie mich auch mit diesem Buch wieder überzeugen. Ich bin quasi mit Kranichen groß geworden. Hier in der Gegend gibt es große Felder, wo sich die Kraniche sammeln und dann Richtung Süden fliegen. Hier gibt es Aussichtstürme und jährlich werden Zählungen gemacht. Ich mochte Luisa sehr gerne, fand sie oftmals aber sehr naiv. Aber allgemein waren die Charaktere für’s Buch wirklich perfekt. Hätte es ein anderes Ende gegeben, wäre ich Luisa sehr böse gewesen. Aber so war die Geschichte für mich sehr stimmig und ich habe dieses Buch von Tania Krätschmar wirklich wirklich sehr genossen.

    Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Sie studierte Germanistik in Berlin, Florida und New York und arbeitete dann als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie tätig als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

    Fazit: 4 Sterne


    Ich möchte mich recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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    dermoerderistimmerdergaertners avatar
    dermoerderistimmerdergaertnervor einem Jahr
    Die blaue Stunde

    "Luisa und die Stunde der Kraniche" von Tania Krätschmar
    Inhalt: Nach dem überraschenden Heiratsantrag ihres langjährigen Freundes Richard, erbittet sich die 38-jährige Luisa zwei Wochen Bedenkzeit, denn Richard ist vor allem eines wichtig: seine Karriere.
    Sie möchte im Ferienhaus ihrer Familie in Zingst an der Ostsee in Ruhe über ihre Zukunft nachdenken. Vieles erinnert sie hier an ihren verstorbenen Großvater und an ihre Schwester, zu der sie wegen Richard seit sechs Jahren keinen Kontakt mehr hat. Luisa genießt die Zeit in Fischland Darß Zingst, die Ruhe und die Natur. Immer wieder begegnet ihr die alte Mary, die ihr seltsam bekannt vorkommt. Auch der Kranichexperte Jan Sommerfeldt läuft ihr immer wieder über den Weg...
    Meine Meinung: Da ich schon einige Male in Fischland Darß Zingst Urlaub gemacht habe, die Ostsee liebe und genau wie Luisa die Kraniche beobachtet habe, war dieses Buch für mich ein Muss!
    Der Schreibstil von Tania Krätschmar ist absolut flüssig zu lesen und obwohl die Geschichte sehr vorhersehbar ist, hat sie mich doch schnell gefesselt. Manche Bücher liest man einfach genau zur passenden Zeit. In diesem Fall im Urlaub in der Nähe der Ostsee. Vor allem haben mir die bildhaften Beschreibungen der Natur, von Fischland Darß Zingst, vom Bodden und die Informationen über die Kraniche gefallen. Auch die Erklärungen zu den Uhren des Großvaters und zur magischen blauen Stunde vermitteln eine besondere Atmosphäre.
    Luisa mochte ich zwar wirklich gern, aber ihre Unentschlossenheit, vor allem gegen Ende des Buches, nervte mich ein bisschen. Aber auch alle anderen Charaktere waren ausnahmslos sympathisch.
    Die mystische Komponente hat mir nicht so gut gefallen und ich fand sie überflüssig. Luisa hat die Bedeutung auch erst erkannt, nachdem sie ihre Entscheidung getroffen hatte.
    Mein Fazit: Ein Fernweh erzeugender netter Unterhaltungsroman, in dem die Themen Zeit, Familie und Liebe eine Rolle spielen. 
    Ich bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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    Klusis avatar
    Klusivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein faszinierender Roman mit vielen Facetten und mit einer sehr wankelmütigen Protagonistin.
    Luisa und die Stunde der Kraniche

    Der Antrag ihres langjährigen Freundes Richard löst bei Luisa Zweifel aus. Eigentlich spricht alles dafür, ja zu sagen, denn auf den ersten Blick wirkt die Beziehung perfekt. Richard trägt sie auf Händen, aber je länger sie darüber nachdenkt, umso stärker machen sich Zweifel breit. Luisa beschließt, sich eine Auszeit zu nehmen und im Ferienhaus ihrer Familie an der Ostsee über ihre Zukunft nachzudenken.
    Während ihres Aufenthalts im Haus Zugvogel gehen ihr so einige Sachen durch den Kopf. Sie erinnert sich an frühere Begebenheiten und daran, was ihr einmal wichtig war. Durch Richard hatte sie sich von der eigenen Familie immer weiter entfremdet und kaum noch Kontakt zu ihrer Schwester und ihren Nichten. Bei ihren Spaziergängen auf Zingst begegnet ihr häufig eine alte Dame, die ihr merkwürdig bekannt vorkommt und die so manche Lebensweisheit mit ihr teilt,die sie nicht so einfach wieder vergessen kann. Auch lernt Luisa hier den Kranichforscher Jan kennen und fühlt nach und nach eine innige Freundschaft zu dem Mann, der ihr auf den ersten Blick eigentlich völlig unsympathisch war. Er ist so ganz anders und passt nicht in Luisas Welt, wie sie bisher war. Aber auch sie beginnt, zu zweifeln, ob sie mit Richard ihr wahres Glück finden kann.

    Mir war beim Lesen schnell klar, dass die Beziehung zwischen Richard und Luisa nicht so innig ist, wie es scheint. Nach und nach kamen immer wieder Bemerkungen, die diesen Eindruck erhärteten. Auf seine Art meint es Richard sicher ernst, und auf seine Art liebt er Luisa wohl auch, aber auf eine sehr eigennützige Weise. Luisa selbst hat es mir nicht leicht gemacht, sie zu mögen. Sie ist ein sehr widersprüchlicher Charakter, mit dem ich von Anfang an meine liebe Mühe hatte. Aber selbst wenn man sich mit Protagonisten nicht wirklich anfreunden kann, so ist dies doch oft unabhängig davon, ob einem der Roman gefällt. Ich hätte der jungen Frau gerne mal den Kopf gewaschen, denn ihre wankelmütige Art hat mich zum Teil tierisch genervt, und doch hat mir die Geschichte insgesamt ausgesprochen gut gefallen. Hier geht es sehr viel um die Natur und um das Phänomen der Kranichflüge an der Ostsee. Gerade durch den Kranichexperten Jan erfährt man viel Faszinierendes über diese Vögel. Selbst Luisa, die anfangs kaum Interesse an der Natur hatte, lässt sich nach und nach darauf ein und findet Gefallen daran, die Kraniche zu beobachten.
    Ich habe vor längerer Zeit einen Roman der Autorin gelesen, in dem es um Wölfe ging, und auch damals war ich absolut fasziniert von dem immensen Wissen, das Tania Krätschmar in ihren Romanen verarbeitet und so anschaulich und fesselnd 'rüberbringt, dass man sich dem nicht entziehen kann, so auch diesmal mit den Kranichen. Für mich ist dies ein richtiger Fernweh-Roman, denn ich habe Sehnsucht nach der Ostsee bekommen. Neben dem Beziehungsproblem zwischen Luisa und Richard und den phänomenalen Naturbeschreibungen bietet der Roman aber auch noch weitere interessante Aspekte. Da ist einmal Luisas Familie, die man näher kennen lernt, und auch hier, im Umgang mit ihrer Schwester und ihren beiden Nichten, macht Luisa entscheidende Fehler. Die Spannungen und Probleme innerhalb der Familie sind ein großes Thema des Romans. Daneben spielt auch ein gewisser Romatik-Faktor eine Rolle, immer dann, wenn Jan in der Geschichte auftaucht.
    Dann sind da auch noch die rätselhaften Begegnungen mit der alten Mary, und es geht um einen außergewöhnlichen, sehr seltenen Vogel. Hier kommen zum Teil magische Elemente ins Spiel, die dem Roman einen zusätzlichen Reiz verleihen. Auch um das Thema „Zeit“ geht es hier in ganz besonderer Weise. Sehr gut hat mir dazu die Geschichte über Luisas Großvater und seine Standuhren und ihre Erinnerungen an die gemeinsam erlebte „blaue Stunde“ gefallen.
    Insgesamt betrachtet hat mich der Roman fasziniert und gefesselt und ausgesprochen gut unterhalten. Er hatte alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche. Auch mit Luisa habe ich viel Geduld aufgebracht und war lange nachsichtig mit ihr, auch wenn sie es am Ende dann doch etwas übertrieben hat mit ihrer Wankelmütigkeit. 

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    L
    LeKovor einem Jahr
    Entdeckung der Kraniche

    Luisa und die Stunde der Kraniche 

     Autorin:Tania Krätschmar 

     Genre:Roman Erschienen:21. August 2017 

     Version:eBook, broschiert

     Seiten:336 

     Verlag:Blanvalet


    Inhalt (übernommen): Wenn die blaue Stunde naht, ist es Zeit, seine Träume zu leben. Wenn die Kraniche über die Ostsee fliegen, beginnt die magische Stunde zwischen Tag und Nacht, in der die Zeit ihren eigenen Gesetzen folgt: Das wusste schon Luisas Großvater, der Standuhren sammelte. Seltsam still ist es ohne ihn, findet Luisa Mewelt, als sie die Tür von »Haus Zugvogel« öffnet. Zwei Wochen will die Schmuckdesignerin im Ferienhaus der Familie an der Ostsee allein über den Antrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch alles kommt anders: Ein gewisser Kranichexperte, ebenso unwiderstehlich wie frech, kreuzt ihren Weg. Und immer wieder trifft Luisa die alte Mary, deren Ansichten über das Leben sie seltsam berühren …


    Meine Meinung: Zunächst hat mich das Cover angesprochen. Ich liebe das Meer. Als ich gelesen habe, dass es sich um die Ostsee handelt und sich der Klappentext super lesen lies, war mir klar, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Ich muss zugeben, dass es das erste Buch ist, welches ich von der Autorin lese, aber sicher nicht das letzte.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach zu lesen. Es viel mehr sehr schwer, das Buch aus den Händen zu legen, da ich unbedingt wissen wollte, ob Luisa den Antrag von Ihrem Freund Richard annimmt oder das Leben für Sie doch eine andere Wende nimmt.

    Zunächst dachte ich mir, was ist Luisa für eine Person, was findet sie an Richard und warum ist ihre Familie ihr nicht wichtiger? Als sie jedoch auf Zingst angekommen ist und sich so gegeben hat, wie sie eigentlich ist, habe ich sie in mein Herz geschlossen. Jan, der Kranichexperte, war mir nach einer gewissen Zeit sehr sympathisch. Ich habe sehr viel über Kraniche gelernt. Über Mary habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht. Es ging von ihr ganz wundersame Sachen aus, ich habe mich sehr oft gefragt, was will sie bei Luisa erreichen und wer ist sie?

    Die Autorin beschreibt die Orte, in dem Buch, so genau, dass man sich diese einfach vorstellen konnte. So hatte ich oft das Gefühl, als ob ich genau an dem Ort war und die Handlung von außen sehen konnte.

    Das Buch ist mit sehr viel Gefühl geschrieben, was man beim Lesen merkt.

    „Luisa und die Stunde der Kraniche“ ist ein Roman, welcher zum Nachdenken anregt. Was ist einem im Leben wichtig und was will man erreichen? Mit welchen Leuten geht es einem gut und welche sollte man lieber meiden?

    Es ist ein rundum gelungener Roman, daher gebe ich dem Buch 5 von 5 Büchersternen.

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    0Soraya0s avatar
    0Soraya0vor einem Jahr
    Kranichflüge zur blauen Stunde

    Zum Inhalt (Klappentext):
    Wenn die blaue Stunde naht, ist es Zeit seine Träume zu leben...
    Wenn die Kraniche über die Ostsee fliegen, beginnt die magische Stunde zwischen Tag und Nacht, in der die Zeit ihren eigenen Gesetzen folgt. Das wusste schon Luisas Großvater, der Standuhren sammelte. Seltsam still ist es ohne ihn, findet Luisa Mewelt, als sie die Tür von "Haus Zugvogel" öffnet. Zwei Wochen will die Schmuckdesignerin im Ferienhaus der Familie an der Ostsee allein über den Antrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch alles kommt anders: Ein gewisser Kranichexperte, ebenso unwiderstehlich wie frech, kreuzt ihren Weg. Und immer wieder trifft Luisa die alte Mary, deren Ansichten über das Leben sie seltsam berühren...

    Meine Meinung:
    "Luisa und die Studne der Kraniche" war mein erstes Buch von Tania Krätschmar. Ab der ersten Seite war ich in der Geschichte gefangen, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen musste!
    Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Dabei wird vor allem die Gegend in Zingst so bildhaft beschrieben, das man meinen könnte, man befindet sich gerade selbst dort.
    Luisa war mir direkt sehr sympatisch, auch wenn sie ihr Leben viel zu lange von ihrem Freund Richard hat bestimmen lassen. Als dieser ihr einen Antrag macht, hat sie den Mut sich für ihre Entscheidung zwei Wochen Zeit zu nehmen, um sich darüber klar zu wrden was es bedeutet. Das hat mich beeindruckt, den Richard ist keinerder Männer der es einfach hinnimmt, denn er denkt alles läuft immerso wie er es will und für ihn gut ist.
    Es ist schön zu lesen, wie diese Auszeit im Haus ihres Großvaters ihr gut tut, sie zum nachdenken und letztlich auch ihrer Familie wieder näher bringt. Und vor allem findet sie dort wieder zu sich selbst.
    Schön fand ich auch die Informationen zu den Kranichen, die u.a. in der Kranichführung geliefert werden.
    Bis zum Ende bleibt es interessant, denn wenn man denkt Luisa hat sich endlich entschieden kommt alles wieder anders.

    Fazit:
    Absolute Leseempfehlung für alle die gerne etwas über Kraniche sowie die blaue Stunde erfahren und dabei Luisa auf ihrem Weg zurück zu sich selbst begleiten wollen :)

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    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein unterhaltsamer Ostseeroman mit besonderer Atmosphäre
    Wenn die Welt den Atem anhält, bevor sie in die Dunkelheit stürzt

    Luisa Mewelt (38) braucht Zeit zum Nachdenken. Nach etlichen Jahren Beziehung hat Richard, ihr Freund, ihr einen Heiratsantrag gemacht. Die Goldschmiedin und Schmuckdesignerin ist unentschlossen, was sie antworten soll, und nimmt sich eine Auszeit im Ferienhaus Zugvogel in Zingst an der Ostsee, der Heimat ihrer verstorbenen Großeltern. Doch am Ende beschäftigen sich ihre Gedanken nicht nur mit Richard, sondern auch mit einem frechen Kranichexperten namens Jan, der alten Mary, ihrer Familie und den faszinierenden Zugvögeln, die nicht nur in der blauen Stunde einen Zauber versprühen.

    Meine Meinung:
    Mit "Luisa und die Stunde der Kraniche" hat Tania Krätschmar einen unterhaltsamen und stimmungsvollen Wohlfühlroman mit mystischen Elementen veröffentlicht. Durch den flüssigen, angenehmen Erzählstil bin ich sofort gut in die Geschichte eingetaucht. Wundervolle Landschaftsbeschreibungen und sonstige detailreiche Schilderungen haben eine besondere Stimmung geschaffen. Vor meinem inneren Auge sind schnell viele Bilder entstanden. Zudem hat es die Autorin geschafft, Fernweh bei mir zu erzeugen. Dazu trägt auch das ansprechende Cover bei.

    Die Darstellung der Charaktere empfand ich als authentisch. Interessant und reizvoll fand ich dabei besonders die Hauptprotagonistin Luisa, die nicht als perfekte oder stereotypische Romanheldin gezeichnet ist, sondern als wankelmütiger Mensch mit Schwächen und Fehlern. Auch in anderen Aspekten hebt sich das Buch auf erfrischende Art von anderen Liebesromanen ab. Beispielsweise erfährt der Leser viel über die Kraniche und die Krankheit Diabetes - und das nicht auf langweilige, sondern interessante Weise.  Dadurch ist das Buch keine seichte Unterhaltung, sondern eine lehrreiche Lektüre.

    Insgesamt haben mich nur wenige Kleinigkeiten gestört. Sprachlich fand ich einige wenige Formulierungen nicht ganz passend. Etwas schade war auch, dass die mystische Komponente für mich schon sehr früh zu durchschauen war.

    Mein Fazit:
    "Luisa und die Stunde der Kraniche" ist ein stimmungsvoller Ostseeroman, der für angenehme Lesestunden und gelungene Unterhaltung sorgt. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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    MeinFreizeitGluecks avatar
    MeinFreizeitGlueckvor einem Jahr
    Kurzmeinung: wieder zum Abtauchen !!
    Zeitglück

    Ein Buch zum Abtauchen.
    In die Lebensgeschichten, um Luisa ,Emilia und Ihre Familien.
    Verwicklungen, um einen noch nicht beantworteten Heiratsantrag.
    Mit einem stürmischen Ende!

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    AnnaBerlins avatar
    AnnaBerlinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Stimmungsvoll, aber mit einer eher unsympathischen Protagonistin
    Stimmungsvoll, aber mit einer eher unsympathischen Protagonistin


    Inhalt: Zwei Wochen möchte Luisa im Ferienhaus ihrer Familie an der Ostsee in Zingst verbringen und dabei vor allem über den Heiratsantrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch in Zingst läuft die Zeit anders und Luisas Schwerpunkte verschieben sich mit jedem Tag mehr. Und dann kreuzt auch noch ein gewisser Kranichexperte ihren Weg. Und auch die alte Mary, die Luisa immer wieder trifft, stimmt sie nachdenklich. Denn das Leben der alten Dame berührt sie auf eine seltsam vertraute Art…
     
     
    Der Story-Stapel
    Erster Satz: „Natürlich hätte sie es kommen sehen müssen.“
    Wir lernen erst einmal Luisa in ihrer ursprünglichen Umgebung, also in Berlin bei Richard kennen und bekommen damit direkt einen Eindruck von der Beziehung. Ich denke, dass die Autorin dabei wollte, dass man als Leser zu Richard wenig Sympathien aufbaut, denn er wurde wirklich als sehr oberflächlich und geld- bzw. machthungrig dargestellt. Auch der Antrag, den Luisa erhält, ist alles andere als romantisch und ihre Flucht nach Zingst ist auch für den Leser eine Erleichterung. In Zingst bekommt das Buch dann eine andere Dynamik. Neue Charaktere strömen in die Geschichte ein, Luisa hört mehr auf ihr Bauchgefühl und legt die oberflächliche Hülle, die sie durch Richard übergestreift hat, ab. Dabei gibt es auch Szenen, die wirklich Spaß machen oder Sehnsucht nach Zingst und der Ostsee hervorrufen. Bis zum Schluss wähnt man sich in Sicherheit, bis die Autorin noch einmal wirklich ruppige Wendungen hervorruft, so dass man als Leser die gefühlte Sicherheit wieder verliert.
     
    Der Charakter-Stapel
    Luisa ist ein Charakter, mit dem man am Anfang mitfühlt, dann glücklich die Entwicklung sieht, die aber sehr lange auf sich warten lässt und wo man am Ende sich die Haare raufen möchte, weil sie so viel wieder aufs Spiel setzt; sich nicht konsequent durchsetzt und man am Ende an jede Entwicklung zweifelt. Das war auch der Grund, wieso sie mir im Verlaufe des Buches wieder unsympathischer wurde. Ihre inkonsequente Art und gleichzeitig das Wesen, immer den leichten Weg zu gehen, war mir einfach nichts. Da wird Luisa von tollen Nebencharakteren wie ihre Schwester Emilia oder Jan überstrahlt. Selbst die Zwillinge von Emilia hatten für mich mehr Charakterstärke als Luisa.
     
    Der Stil-Stapel
    Das Buch liest sich sehr flüssig und besonders die Beschreibungen von Zingst lassen Fernweh aufkommen. Die eine Szene, die Hintergrundwissen über die Kraniche vermittelt, kann für den ein oder anderen Leser vielleicht etwas langatmig sein, aber stört den Lesefluss grundsätzlich nicht. Das Buch lebt von den Szenen, die es malt und die mal Spaß machen und mal mystisch und mal informativ sind.
     
    Der Kritik-Stapel
    Luisa ist ein wankelmütiger Charakter, der sich erst ewig nicht entwickelt, dann doch zu sich selbst findet und das dann wieder über den Haufen wirft. Dadurch verliert sie Sympathiepunkte und nimmt dem Buch seine Kraft. Ansonsten löst das Buch viel Fernweh nach Zingst aus und beschert dem Leser einige angenehme Lesestunden.
     
     
    Auf den Lesen-Stapel?
    Ja man kann das Buch lesen, wenn man Fernwehbücher mag, denn die Lust, selber nach Zingst zu reisen und die Kraniche zu erleben, wächst durch das Buch enorm. Leider macht es einem die Protagonistin weder leicht, sich mit ihr zu identifizieren, noch ihr Handeln nachzuvollziehen oder sie zu mögen. Die Sympathiepunkte holen andere Charaktere heraus, so dass es von mir eine bedingte Leseempfehlung mit 3 ½ Sterne gibt.

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    kabigs avatar
    kabigvor einem Jahr
    Kurzmeinung: "Die Spuren der Vergangenheit verblassen, je weiter die Gegenwart zur Zukunft wird."
    Wenn die blaue Stunde schlägt

    Von Außen betrachtet, scheint das Leben der Schmuckdesignerin Luisa perfekt zu sein. Sie lebt mit ihrem Freund Richard in Berlin in einer wunderbaren Villa, sie hat ihren Traumjob und um Geld müssen die beiden sich nun wirklich keine Sorgen machen. Doch warum zögert Luisa dann, als Richard sie fragt, ob sie ihn heiraten will? Um sich darüber klar zu werden, reist Luisa in das Ferienhaus ihrer Familie nach Zingst. Aber an der Ostsee trifft sie nicht nur auf Jan Sommerfeld und die geheimnisvolle Mary, sondern sie erinnert sich auch an ihre Vergangenheit, intensiviert den kontakt zu ihrer Schwester und muss sich fragen, wer sie eigentlich ist und was sie vom Leben erwartet.

    "Die blaue Stunde ist die Dämmerung nach dem Sonnenuntergang, bevor es dunkel wird. Es ist die Zeit, in der die Welt den Atem anhält, bevor si in die Dunkelheit stürzt." (S.76)

    Tania Krätschmar beschreibt Zingst und die Natur dort so zauberhaft, dass man selber sofort dorthin möchte, um diese Landschaft mit allen Sinnen zu genießen. Und nicht nur der Ort, sondern auch ihre Art, der Zeit immer und immer wieder auf verschiedenen Art Bedeutung zu verleihen, lässt einen als Leser nachdenklich werden, was im Leben eigentlich wichtig ist. Luisas Geschichte hat mich berührt und mir vor Augen geführt, dass man manchmal inne halten sollte und manche Entscheidungen nicht auf Anhieb und mit dem Kopf, sondern mit Bedacht und auch ein bisschen Bauchgefühl getroffen werden sollten. Einzig das Ende der Geschichte war für mich nicht vollkommen gelungen, denn auf einige Fragen fehlt mir dann doch noch die Antwort.

    Insgesamt ein wirklich schöner Roman, der zum Träumen einlädt und vielleicht dem ein oder anderen Anregungen für das nächste Urlaubsziel gibt. Auf jeden Fall ein super Lesevergnügen für Zwischendurch!

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    Krimines avatar
    Kriminevor einem Jahr
    Ein lockerleichter Roman mit einigen Mankos

    Die Schmuckdesignerin Luisa lebt gemeinsam mit ihrem beruflich erfolgreichen Freund Richard in Berlin. An seiner Seite genießt sie ein unbeschwertes Leben und muss sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen. Als Richard jedoch ein verlockendes Berufsangebot in London erhält und Luisa einen Heiratsantrag macht, ist sie sich plötzlich nicht mehr sicher, ob es das ist, was sie will. Mit dem Ziel über Richards Bitte nachzudenken, nimmt sie sich eine Auszeit und reist in das familiäre Ferienhaus nach Zingst, wo sie eine traumhafte Zeit verbringt. Denn die antiken Uhren ihres Großvaters haben es ihr schon immer angetan, wie auch das sanft rauschende Meer. Und plötzlich trifft sie auf die alte Mary, deren Erzählungen sie seltsam berühren und auf den Kranichexperten Jan, der ihre wohlgeordnete Welt ins Wanken bringt.

    "Luisa und die Stunde der Kraniche" ist ein kurzweiliger Roman, in dessen Mittelpunkt die wankelmütige Kunsthandwerkerin Luisa steht, die sich über ihr weiteres Leben Gedanken machen muss. Eine Entscheidung steht an. Und Luisa, die Veränderungen hasst, tut sich unheimlich schwer damit. So erlebt der Leser eine mit sich hadernde Frau, der erst nach vielen Jahren in einer zweckbestimmten Beziehung erkennt, dass sie nur das hübsch anzusehende und praktisch zu handhabende Anhängsel eines karrieresüchtigen Menschen ist. Doch der Sprung von einem bequemen Leben in eine aufregende aber nicht sichere Zukunft braucht viel Mut, der erst einmal aufgebracht werden muss.

    Eingebettet in wunderschöne Landschaftsbeschreibungen und mit viel Atmosphäre versehen, entwickelt sich die Geschichte um die Hauptfigur Luisa eher ruhig, lässt aber viel Platz für Gedanken und Emotionen. Dadurch erlebt der Leser die Entwicklung von einer anfangs blassen und leicht unsympathischen Frau zu einem lebendigen und gefühlvollen Menschen hautnah mit. Auch erfährt er wissenswerte Details über Kraniche und ihren Lebensraum und nimmt Anteil an der Faszination, die von diesen Tieren ausgehen. Allerdings gibt es auch einige Mankos, die den Lesegenuss etwas trüben. Da sind zum einen die erwähnten Informationen über Kraniche, die sehr umfangreich sind und die Handlung ins Stocken bringen, zum anderen fehlen einfach ein paar Turbulenzen, um der Geschichte die nötige Spannung zu verliehen. Und dann ist da noch eine mystische Komponente, die gut in das Geschehen passt, aber zu geradlinig und durchschaubar geraten ist.

    Fazit:
    "Luisa und die Stunde der Kraniche" ist ein lockerleichter Roman, der sich wunderbar flüssig liest, dem aber etwas mehr Spannung gut getan hätte.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    taniakraetschmars avatar

    25 mal "Luisa und die Stunde der Kraniche" zu gewinnen!

    Für Romanceleserinnen, Ostseefans und alle, die das Naturschauspiel des Kranichzugs lieben! 

    Im August ist mein neuer Roman "Luisa und die Stunde der Kraniche" herausgekommen. Ich freue mich sehr auf eine Leserunde im September! Sagt in ein, zwei Sätzen, was ihr mit Kranichen verbindet und hüpft in den Lostopf. Blanvalet stellt 25 Exemplare zur Verfügung, eine abschließende Rezension wäre toll.
    Und darum geht es in "Luisa und die Stunde der Kraniche": 
    Wenn die Kraniche über Zingst einfliegen, beginnt die magische Stunde zwischen Tag und Nacht, in der die Zeit ihren eigenen Gesetzen folgt: Das wusste schon Luisas Großvater, der Standuhren sammelte. Seltsam still ist es ohne ihn, findet Luisa Mewelt, als sie die Tür von Haus Zugvogel öffnet. Zwei Wochen will die Schmuckdesignerin im Ferienhaus der Familie an der Ostsee allein über den Antrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch alles kommt anders: Ein gewisser Kranichexperte, eine Mischung aus unwiderstehlich und frech, kreuzt ihren Weg. Und immer wieder trifft Luisa die alte Mary, deren Ansichten über das Leben sie seltsam berühren … 



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