Tania Witte leben nebenbei

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Inhaltsangabe zu „leben nebenbei“ von Tania Witte

Die exaltierte Karrierefrau Johanna ist spurlos verschwunden. Als ihre Haushaltshilfe Frau Schäfer merkt, dass niemand ihre Arbeitgeberin vermisst, wirft sie jede Diskretion über Bord und sich selbst ins Geschehen. Auch die frischgebackene Mutter Marte wird von dem Strudel, den das Leben erzeugt, in unverhoffte Abgründe gezogen, und die besonnene Nicoletta kämpft mit Rollenerwartungen und der Frage, die auch die schöne Tekgül umtreibt: Kann ein Mensch sich willentlich entlieben? Berlin, Erkner, Island, Johannesburg und ein Dorf bei Ingolstadt – die Irrungen des Lebens würfeln den queeren Freundeskreis durch die Welt und am Ende landen alle da, wo es am meisten weh tut: bei sich selbst. In leben nebenbei verzaubert die quirlig-queere Autorin Tania Witte ihre Leserinnen und Leser erneut durch ihre lebendige Sprachkunst – doch neben dem Stil sind es vor allem die Geschichten um Nicoletta und ihre Freundinnen, für die man das Buch lieben wird.

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  • Rezension zu "leben nebenbei" von Tania Witte

    leben nebenbei
    dark_swan

    dark_swan

    10. February 2013 um 22:47

    Was für ein spritziger, luftiger Episodenroman! Tania Witte entwirft mit leichter Hand einen queeren Kosmos an Beziehungsgeschichten. Eigentlich eine Fortsetzung des Romans "Beziehungsweise Liebe", lässt sich das Buch auch problemlos einzeln lesen. Ich selbst habe den Vorgänger beispielweise nicht gelesen und hatte keine Mühe, mich einzufühlen in die verschiedenen Leben, in die Ängste, Hoffnungen und Träume der Personen. "Leben nebenbei" gleich einer (guten) TV-Serie, in der man Folge für Folge die Lebensgeschichten verschienener Personen erlebt, die lose oder fester miteinander verschränkt sind, und die natürlich immer an besonders spannenden Stellen abbrechen - was wunderbar gemein und raffiniert ist -, während eine der anderen Geschichten weitergeführt wird. Die Autorin erzeugt damit hat einen Lesesog, dem man schwer entkommt. Man möchte weiterlesen, mehr erfahren, wissen, wie es weitergeht mit den einzelnen Leuten. Hinzukommt, dass uns das Buch einen wunderbaren Blick auf jene Details schenkt, die auf den ersten Blick unwichtig scheinen, sich jedoch oft als viel wesentlicher herausstellen als die, die wir selbst als bedeutsam erachten. Die liebevolle Art, in der die Autorin ihre Figuren gestaltet, ihnen ein dreidimensionales Leben mitgibt und keine langweilige Abziehbildfläche, führt dazu, dass jede/r einem ans Herz wächst, und damit meine ich nicht nur die sympathischen Figuren. Manch Episode ist höchst amüsant, eine andere kriminalistisch oder gar mystisch, die nächste geht einem richtig nahe. Die Autorin schreibt mit sicherer Hand und beschenkt die LeserInnen hin und wieder mit kleinen aphoristischen Perlen, die man sich am liebsten um den Hals hängen möchte. (Ich wünschte, es wären noch mehr, denn es ist eine Stärke der Autorin, eine, die ihre Handschrift in Zukunft von vielen anderen deutlich unterscheiden könnte.) Noch etwas möchte ich anmerken: Es ist der zweite Roman der Autorin, und die Souveränität, die es ausstrahlt ist auch insofern bewundernswert, weil zweite Romane häufig misslingen. (Ein seltsames Phänomen, das viele AutorInnen kennen. Zweite Bücher sind die schwersten.) Hier aber spürt man keine Angestrengtheit, sondern eine begeisternde Leichtigkeit. Natürlich arbeitet das Buch unter anderem auch mit Charakter-Stereotypen (aber welche Serie tut das nicht?), versieht sie jedoch immer wieder mit überraschenden kleinen Details, fügt etwas Unerwartetes hinzu und bricht sie somit wieder auf. Fazit: "Leben nebenbei" ist ein unterhaltsamer Episodenroman in der Manier der Maupin'schen Stadtgeschichten. Gefühlvoll, witzig, farbig, atmend, auch traurig an mancher Stelle. Der Autorin liegen ihre Figuren spürbar am Herzen. Dadurch hat sie ein Buch gechaffen, das nicht nur Spaß macht, sondern auch süchtig wie eine rasante Fernsehserie!

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