Tanja Bern Flüstern der Ewigkeit

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Inhaltsangabe zu „Flüstern der Ewigkeit“ von Tanja Bern

Als Andrei gegen seinen Willen in einen Vampir gewandelt wird, ändert sich sein Leben schlagartig. Zwar entkommt er den Klauen des Vampirfürsten, der für seine neue Lebensform verantwortlich ist, aber er ist nun zu einem Dasein als Nachtwesen gezwungen. In der Vampirin Sabienne findet er eine treue Freundin, die ihn in dieses neue Leben einführt. Andrei nimmt ihre Ratschläge jedoch nur zögerlich an und geht seinen eigenen Weg. Während Sabienne die bretonische Stadt Saint-Pol-de-Léon unsicher macht, lernt Andrei den geheimnisvollen Samuel Marshwood kennen und verliebt sich in ihn. Fast zu spät erkennt er, dass Samuel der Sohn eines berüchtigten Vampirjägers ist. Doch auch Samuel kämpft mit seinen Gefühlen. Zwischen den ungleichen Männern entspinnt sich eine heikle Romanze, die das Leben aller aufs Spiel setzt.

Mal was ganz anderes. Eine berührende Story über zwei Feinde, die gegen alle Widrigkeiten zu Liebenden werden.

— Tintenklex
Tintenklex

Eine Liebesgeschichte die berührt

— na_dine
na_dine

Schöne Gay-Love-Story im Vampirgewand

— Mietze
Mietze

Spannend! Wird von Seite zu Seite besser!

— ulla08
ulla08
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  • Wenn die Liebe an die Grenzen geht

    Flüstern der Ewigkeit
    na_dine

    na_dine

    30. November 2015 um 19:26

    Mit Tanja Bern habe ich ja bereits Erfahrung und es erstaunt mich wie unterschiedlich ein Autor schreiben kann. Der veränderte Schriftstil gab den Charakteren natürlich auch etwas ganz eigenes und es wurde nicht langweilig, weil man wieder neue Seiten der Autorin entdeckte. Gut gefiel mir auf jeden Fall die Thematik des Buches, dass es sich um zwei männliche Protagonisten drehte, die beide sehr unterschiedlich sind: Andrei der Vampir und Samuel der Vampirjäger. Im ersten Teil des Buches dreht es sich ausschließlich um Andrei und sein Leben. Man wird direkt von dem Geschehen gefesselt ohne langes Vorwort oder große Umschweife. Die Vampire hatten hier etwas sehr eigenes was nicht an Twilight erinnerte, da sie zum Teil doch noch menschenähnlich waren. Knapp vor der Hälfte wechselt die Sicht und es geht aus Samuels Sichtweise weiter, danach wechseln die Sichten pro Kapitel der beiden Protagonisten, auch wenn das zwischendurch für mich verwirrend war, weil nicht dabei stand aus welcher Sicht das Kapitel jetzt ist. Aber irgendwann hatte man den dreh raus. Tanja Bern schrieb viele emotionale Szenen und lies fast kein Thema aus, ob Tod oder Sex. Das ganze wird aber von der Ausführlichkeit der Sexszenen sehr einfach gehalten, aber dadurch stand die Liebe der beiden mehr im Vordergrund. Ich hatte oft das Gefühl das Buch wieder zur Hand nehmen zu müssen und wissen zu wollen wie es weiter geht. Ich verstand Andrei aber auch Sam als Charakter, wobei es mich vielleicht etwas störte, dass die beiden es so einfach bei jedem Mann hatten, wenn man das Zeitalter betrachtet. Bei Andrei kann ich es irgendwo noch verstehen, aber bei Sam hätte die ein oder andere Abfuhr auch mal gut getan. Trotzdem wurde die Geschichte mit vielen Auf und Ab's geschrieben und ich hatte nicht das Gefühl, als wisse ich genau worauf es hinauslief. Tanja Bern schaffte es mich hin und wieder zu überraschen und so genoss ich das Buch, sodass es mich nicht langweilte. Die Akzeptanz der eigenen Homosexualität hätte ich mir vielleicht gerne noch etwas verzweifelter gewünscht – wie gesagt, man betrachte das Zeitalter – aber wenn man über diese Kleinigkeiten hinwegsieht, kann man mit dem Buch wirklich glücklich werden und viel Spaß beim lesen haben. Schlussendlich kann ich jedem das Buch empfehlen der sich auf dem Gebiet/Genre gerne einmal ausprobieren möchte, es wird euch wirklich gefallen! Tanja Bern hat einen lockeren und verständlichen Schriftstil der es einem ermöglicht das Buch flüssig und – leider viel zu schnell – lesen zu können. Das Ende ist an sich abgeschlossen und ich denke es wird auch bei dem einen Buch bleiben, obwohl ich mir durchaus vorstellen könnte ein weiteres Mal in die Welt von Andrei und Sam abzutauchen. Das Buch bekommt von mir (gute!) 3 Sterne.

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  • Konnte mich icht ganz erreichen

    Flüstern der Ewigkeit
    Koriko

    Koriko

    14. September 2015 um 12:43

    Story: Frankreich, 19. Jahrhundert: Andreis komplettes Leben wird auf den Kopf gestellt, als Vampire in sein Dorf einfallen und nahezu alle Bewohner töten oder verschleppen. Auch der junge Mann und seine Verlobte werden von Orvills Gefolgsleuten mitgenommen, allerdings mit dem Ziel sie in Vampire zu verwandeln. Andrei wird hierbei im Rahmen eines Experimentes zum Vampir, was bedeutet, das er sich grundlegend von den übrigen Vampiren unterscheidet: er ist nicht nur in der Lage sich Orville zu wiedersetzen, er ist auch wesentlich menschlicher. Als es ihm gelingt mit der Gefangenen Sabienne zu fliehen, ist es die Vampirin, die ihm das Leben als Wesen der Nacht näherbringt und an seiner Seite bleibt. Lediglich Sabiennes Gefühle kann er nicht erwidern, da er sich eher zu Männern hingezogen fühlt. Als er zufällig dem jungen Sam begegnet und sich Hals über Kopf in ihn verliebt, ahnt er nicht, mit wem er es eigentlich zu tun hat. Denn Sam entstammt einer alten Linie von Vampirjägern und hat unzählige von Andreis Artgenossen getötet … Eigene Meinung: Die Autorin Tanja Bern ist für ihre historischen, romantischen Bücher bekannt und legte mit „Nah bei mir“ bereits einen Gay Romance Roman vor. Mit „Flüstern der Ewigkeit“ wagte sie sich einmal mehr in die Vergangenheit vor, wenngleich sie mit den Vampiren dieses Mal eine deutlich fantastischere Komponente gewählt hat, als mit der dezenten Geisterthematik in „Nah bei mir“. Inhaltlich verspricht das Buch Spannung, Romantik und eine ordentliche Portion Drama – all das bekommt der Leser auch, jedoch muss man sich schnell damit abfinden, dass die Handlung recht schnell vorangetrieben wird. Es geht Schlag auf Schlag, mitunter einfach zu schnell, um sich alles bildlich vorstellen zu können. Dabei ist man leider nie nah am Charakter sondern erlebt die Ereignisse aus einer gewissen Distanz. Dadurch wirkt die Geschichte stark „heruntererzählt“, mitunter recht gehetzt. Es wäre schön gewesen, wenn sich Tanja Bern mehr Zeit gelassen hätte, Dinge und Ereignisse zu beschreiben und auch auf ihre Charaktere einzugehen. Gerade von diesen und ihren Gefühlen erfährt man in bestimmten Situationen nichts. Hat Andrei Angst bei der Wandlung, welche Schmerzen durchlebt er, wie fühlt er sich, als sich Orville an ihm vergeht? All das bleibt außen vor, was sehr schade ist. Das Buch hat Potenzial, doch es wird einfach zu schnell und zusammenfassend erzählt. Gerade beim Finale wird dies deutlich – es fehlen der Spannungsaufbau und das Einstimmen auf den Endkampf, so dass dieser auf den letzten Seiten spürbar am Leser vorbeizieht. Kurz vor Schluss flaut die Spannungskurve enorm ab, so dass sich die letzten 50 Seiten ziemlich in die Länge ziehen. Hier fehlt einfach die Action und Spannung, die eigentlich vorhanden sein müsste – immerhin dürfen sich Andrei und Sam einer Gruppe Vampirjäger entgegenstellen. Lediglich bei den Erotikszenen, die nur dezent angedeutet werden, wirkt sich dieser Stil positiv aus, da Tanja Bern auf ausufernde Sexszenen verzichtet und stattdessen alles in angenehme, sehr sinnliche Worte packt. Die Charaktere bleiben dem Leser leider ebenso fern, wie die Geschichte – man lernt sie recht oberflächlich kennen, auch wenn ihre Hintergründe sehr genau beschrieben und die Beweggründe ebenso gut begründet werden. Das liegt vor allem daran, dass man gefühlstechnisch nie wirklich beim Charakter ist, wenn etwas geschieht. Der Leser hat immer eine gewisse Distanz zu den Figuren, die es schwer macht, sie zu begreifen und wirklich mit ihnen mitzufiebern. Sie kommen ein wenig kühl rüber, was sehr schade ist. Gerade Andrei bleibt auf eine seltsame Art und Weise blass, obwohl er der Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist und man viel über ihn und seine Gedanken erfährt. Es ist schwer zu beschreiben, wieso man mit ihm nicht warm wird. Zumeist entzieht er sich dem Leser, ebenso wie Sam, der erst in der zweiten Hälfte wirklich wichtig wird und aus dessen Perspektive die Geschichte ab diesem Zeitpunkt ebenfalls erzählt wird. Dafür sind die Nebenfiguren gut beschrieben und lebendig in Szene gesetzt, wenngleich man ihre Beweggründe nicht immer nachvollziehen kann. Warum Sams Vater so extrem handelt, weswegen Orville einem solchen Experiment zustimmt und weshalb Castielle diese Experimente durchführt, bleibt weitestgehend im Dunkeln. Es fehlt an Tiefgang, Erklärungen und gut 300 weiteren Seiten, um die Geschichte stimmungsvoll und atmosphärisch umzusetzen und alle Seitenstränge und Grundideen auszubauen, die Tanja Bern eingeführt hat. Stilistisch ist „Flüstern der Ewigkeit“ gut gelungen – Tanja Bern hat einen schönen, schlichten, etwas altmodischen Stil, der zur Geschichte passt. Leider birgt dies die Gefahr, dass es an Tiefgang mangelt und viele Szenen zu kurz abgehandelt werden. Allein die Tatsache, dass Andreis Entführung durch Vampirjäger nicht aus seiner Sicht beschrieben wird (sondern aus Sams in Form einer Rückblende), nimmt unheimlich viel Dynamik und Spannung aus der Geschichte – Tanja Bern umgeht etliche Actionszenen und nutzt lieber die Perspektive des anderen Protagonisten, was dem Buch den Schwung nimmt. Genau dieser Punkt sorgt dafür, dass der Roman so schwergängig und distanziert bleibt – zu oft ignoriert die Autorin die Regel „Show, don’t Tell“ und zu sehr wird die Handlung zusammengefasst. Fazit: „Flüstern der Ewigkeit“ ist ein historischer Vampirroman, der mit interessanten Grundideen und einigen spannenden Figuren punkten kann, es jedoch nicht schafft diese Aspekte überzeugend auszubauen. Die Geschichte wird zu gehetzt runtererzählt, die Charaktere bleiben recht blass und konturlos, und eine kontinuierliche Spannungskurve sucht man vergeblich. So stilsicher Tanja Bern auch ist, in diesem Fall scheitert sie an den Actionszenen, was dem Roman den Schwung und die Dynamik raubt. Schade – hier hätte man mehr herausholen können: mit mehr Seiten, mehr Gefühl und mehr Action.

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  • Können Feinde zu Liebenden werden?

    Flüstern der Ewigkeit
    Sophie333

    Sophie333

    21. August 2015 um 20:12

    „Flüstern der Ewigkeit“ konnte mich von der ersten Seite an in seinen Bann ziehen. Hier stehen die leisen Töne im Vordergrund - was mir in den meisten Büchern nicht gefällt, hat mich hier ausnahmslos überzeugt. Andreis Dorf wird von Vampiren angegriffen. Die meisten überleben diesen Angriff nicht und wer doch, wird in Gefangenschaft genommen. So auch Andrei, nur dass er zu allem Übel auch noch verwandelt wird. Zusammen mit Sabienne gelingt ihm die Flucht. Sie wir zu seiner einzigen Verbündeten und Vertrauten, die ihm in der noch unbekannten Welt hilft. Entgegen seiner grausamen Vampirnatur ist er jedoch anders – und als er dann auf Samuel trifft, verliebt er sich. Nur ist dieser eigentlich sein natürlicher Feind. Haben die beiden trotzdem eine Chance?! Die Geschichte ist aus zwei Sichten geschrieben und besteht aus mehreren Teilen. Zunächst ist man hautnah bei der Verwandlung Andreis dabei und seinen Anfangstagen als Vampir. Allgemein wird hier nichts beschönigt und es fließt eine Menge Blut. Trotz der ganzen Grausamkeit, wirkt es aber nie zu abstoßend. Durch die Ich-Form ist man Andrei sehr nahe und erlebt seine Gefühle aus erster Hand. Nachdem er Samuel kennengelernt hat, ändert sich die Sichtweise und später werden die Ereignisse aus abwechselnder Sicht geschildert. Dadurch hat man einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt der beiden und freut und leidet unweigerlich noch mehr mit. Einzig im letzten Teil war mir der Sichtwechsel manchmal zu oft, sodass ich manchmal nicht wusste, wer da nun mit mir „spricht“. Insgesamt ist der Schreibstil jedoch flüssig und leicht. Angesichts der Grausamkeiten, die den beiden widerfahren eigentlich ein Widerspruch. Allerdings schaffte es auch ein wenig Distanz und trotz der Ich-Form. Man litt mit, wurde aber nicht zu sehr runter gezogen. Die Story an sich, war einfach absolut nach meinem Geschmack. Grausame Vampire auf der einen Seite und nicht minder verabscheuenswerte Vampirjäger auf der Anderen. Kein klares Schwarz und Weiß – kein Gut und Böse. Und mittendrin Andrei und Samuel die sich beide nicht unbedingt ihrer Art entsprechend verhalten. Man merkte die Verzweiflung der beiden, aber auch die Liebe und das war eine rundum gelungene Mischung. Intrigen und Geheimnisse und immer auf der Flucht. Dabei wollen sie einfach nur in Ruhe leben. Kein Kitsch, obwohl es viele Gefühle gab. Das Buch spielt in der Vergangenheit, was vielleicht das Cover auch schon ein wenig andeutet. Welches eigentlich so gar nicht nach meinem Geschmack ist. But, don't judge a book by its cover.... Man muss sich zunächst rein finden. Nach ein paar Seiten ist man aber mittendrin und zumindest mich hat es bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.

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  • Buchverlosung zu "Flüstern der Ewigkeit" von Tanja Bern

    Flüstern der Ewigkeit
    Romanticbookfan

    Romanticbookfan

    17. August 2015 um 11:14

    Aktuell läuft die Blogtour zu Flüstern der Ewigkeit, bei der wir Euch das Buch näher vorstellen. Es gibt auch was Schönes zu gewinnen u.a. ein Print und 3 ebooks! Ihr habt Zeit bis zum 22.08.2015 um 18 Uhr, in den Tagen danach wird ausgelost und die Gewinner  werden PER MAIL (Facebookname gilt auch um eine PN zu schicken) benachrichtigt. Mitmachen könnt ihr auf den teilnehmenden Blogs, u.a. bei mir: http://romanticbookfan.blogspot.de/2015/08/blogtour-flustern-der-dunkelheit-gay-romances.html

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  • Ein etwas anderer Vampirroman abseits bekannter Pfade

    Flüstern der Ewigkeit
    coala_books

    coala_books

    09. August 2015 um 13:12

    Als das Dorf von Andrej eines Tages überfallen wird, scheinen Albträume wahr zu werden. Blutrünstig fallen Vampire über die Bewohner her. Zu Andrejs Glück hat sich das Clanoberhaupt in den Hübschen Burschen aus dem Dorf verguckt und macht ihn zu einem der Ihren. Aufgrund einer neuen Wandlungsmethode scheint er anders zu sein und gelingt es ihm, aus den Fängen des Vampirclans zu fliehen. Er merkt schnell, dass nicht alle Vampire so bösartig sind, beschließt jedoch recht früh seinen eigenen Weg zu gehen. So denkt auch Samuel, der einem Clan von Vampirjägern entstammt. Als er Jagd auf Andrej macht, merkt er schnell, dass dieser Vampir nicht seinen üblichen Vorstellungen vom blutrünstigen Vampir entspricht. Dies und die starke Anziehung lassen ihn an seine, bisherigen Leben zweifeln. Doch den beiden bleibt keine Zeit, diese ungewöhnliche Zusammenkunft näher zu analysieren, denn Samuel wird von seinem Vampirjäger Clan, von der er sich losgesagt hatte, verfolgt. Einmal etwas anderer Vampirroman, der Jäger und Gejagten aufeinander treffen lässt und diese Paarung noch durch eine ordentliche Portion Gefühle durcheinander bringt. Nach einem etwas schwachen Start nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf. Die Personen sind hervorragend beschrieben und man hat schnell Zugang zu ihren Gefühlen und Überlegungen. Beide in jüngster Vergangenheit gezeichnet, versuchen sie gemeinsam das Vergangene zu verarbeiten. Überraschend war zudem der Ausbruch aus dem üblichen Schema, starker Charakter rettet schwachen Charakter. Andrej und Samuel sind beide auf ihre Art stark und haben zudem eine verletzliche und auch romantische Seite. Wir erleben zwei Starke Charaktere, die auch ihre verletzliche Seite zeigen und sich wunderbar ergänzen. Eine wundervolle Liebesgeschichte, welche die bekannten Pfade verlässt und durch neue Ideen zu punkten weiß. Runde Charaktere und eine ansprechende Geschichte ergeben eine hervorragendes Buch, welches voll und ganz überzeugen konnte.

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  • Schöne Vampir-Gay-Story

    Flüstern der Ewigkeit
    Mietze

    Mietze

    20. July 2015 um 18:32

    Huhu. Heute die Rezi zum Blogtour Buch von Bookshouse. Eine Vampire-Gay-Romance-Story. Mal was ganz anderes. Hat mir gut gefallen und lässt sich leicht und flüssig lesen. Allerdings hätte das ganze für meinen Geschmack etwas expliziter sein können. Amazon Bookshouse Als Andrei gegen seinen Willen in einen Vampir gewandelt wird, ändert sich sein Leben schlagartig. Zwar entkommt er den Klauen des Vampirfürsten, der für seine neue Lebensform verantwortlich ist, aber er ist nun zu einem Dasein als Nachtwesen gezwungen. In der Vampirin Sabienne findet er eine treue Freundin, die ihn in dieses neue Leben einführt. Andrei nimmt ihre Ratschläge jedoch nur zögerlich an und geht seinen eigenen Weg. Während Sabienne die bretonische Stadt Saint-Pol-de-Léon unsicher macht, lernt Andrei den geheimnisvollen Samuel Marshwood kennen und verliebt sich in ihn. Fast zu spät erkennt er, dass Samuel der Sohn eines berüchtigten Vampirjägers ist. Doch auch Samuel kämpft mit seinen Gefühlen. Zwischen den ungleichen Männern entspinnt sich eine heikle Romanze, die das Leben aller aufs Spiel setzt. Das Cover ist diesmal leider nicht so mein Fall. Ich mag die Kombi aus farbig und schwarz/weiß nicht wirklich und der Kopf des Herrn rechts (ich nehme an es ist Andrei) sieht aus als wäre er schlecht auf den Körper gesetzt worden und ist irgendwie zu groß. Schrift und Schnörkel gefallen mir gut. Im Gesamtbild leider aber für mich nicht so gut gelungen. Das Buch wird wieder aus der Sicht zweier Protagonisten erzählt. Wir beginnen mit der Geschichte von Andrei, der nach einem blutigen Überfall auf sein Dorf als Vampir und Gefolgsmann des Fürsten Orville erwacht. Dieser führt nichts Gutes im Schilde und will sich Andrei als Lustsklave halten. Zusammen mit der schönen aber grausamen Vampirin Sabienne verlässt er den Vampirhort und macht sich auf in die Welt. Dabei hadert er sehr mit seinem Dasein und versucht auch als Vampir so menschlich wie möglich zu bleiben, im Gegensatz zu Sabienne die Menschen eher als Mittel zum Zweck ansieht. Dann begegnet er Samuel. Auch aus Samuels Sicht betrachten wir die Situation. Wir erleben Samuels grausame Zeit bei den Vampirjägern und lernen seinen brutalen Vater kennen. Samuel ist ein eher sanftmütiger Mensch dem es gar nicht behagt Vampire zu töten. Nach einigen schlimmen Ereignissen in seinem Leben, stumpft er jedoch ein wenig ab und macht sich auf einen blutigen Rachefeldzug durch die Vampirgebiete und versucht dabei den Jägern seines Vaters möglichst aus dem Weg zu gehen. Als die beiden sich treffen, stürzen sie in einen Strudel aus Lust, Liebe und Gefahr. Denn ein Jäger und ein Vampir - diese Liebe darf nicht sein, und schon gar nicht zwischen Männern zu dieser Zeit. Die Story wird gefühlvoll erzählt, man spürt den Schmerz der beiden Protagonisten deutlich. Ich hatte am Anfang ein wenig Schwierigkeiten mit der altertümlichen Sprechweise die aber natürlich zur Zeit passt in der die Geschichte spielt. Es spielt sich einiges an Dramen ab, die jedoch wirklich gut ins Buch integriert wurden und einem ans Herz gehen. Ich hätte mir jedoch ein wenig "härtere" Charaktere gewünscht. Beide sind auf ihre Art doch sehr romantisch veranlagt. Der Schreibstil selbst ist bildhaft und vielleicht ein wenig blumig. Ich bevorzuge bei Gay-Romance doch eher den Macho-Part und mag es auch gerne etwas expliziter. Das hat mir hier ein wenig gefehlt, ist aber Geschmackssache. Das Buch ist daher auch sehr gut für Leute geeignet die in das Gay-Genre ein wenig rein schnuppern wollen. Schöne Gay-Romance im Fantasy-Bereich. Nicht zu explizit und daher auch für "Anfänger" geeignet. Romantikern und Vampirliebhabern zu empfehlen^^

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  • Schatten der Vergangenheit

    Flüstern der Ewigkeit
    ulla08

    ulla08

    16. July 2015 um 12:40

    Andrei verdankt es wahrscheinlich seinem guten Aussehen, dass er nicht wie die meisten anderen Bewohner seines Dorfes bei einem Überfall blutrünstiger Vampire einfach ausgelöscht wird. Der grausame Orville begehrt ihn und lässt ihn aus eine experimentelle Art wandeln. Ob dies dazu führt, dass Andrei anders ist? Rasch stellt er fest, dass die meisten der Legenden, die er über die Wesen der Nacht gehört hat, nicht wahr sind. Er empfindet Freude, Mitleid und Schmerz, sein Herz schlägt weiterhin in seiner Brust. Doch leider stimmt es, dass er Blut trinken muss und sich geben den Zwang bei Hunger nicht wehren kann und dass Sonnenlicht für ihn tödlich ist. Andrei beschließt, seinen ganz eigenen Weg zu gehen und lässt sich dabei auch von den Vampiren, die ihm im Gegensatz zu Orville, freundlich gesonnen sind, nicht beirren. Samuel hasst sein Leben. Seine Familie, besonders sein Vater haben ihn mit brutaler Gewalt in die Rolle eines Vampirjägers gepresst. Doch Samuel verspürt oft Zweifel an seinem Tun und Mitleid. Das Töten höhlt ihn aus, bis er sich entschließt zu fliehen. Den Vampiren kann er nicht entkommen: Er spürt sie und dank seine Ausbildung fühlt er sich verpflichtete, den Menschen gegen sie beizustehen. So ist sein erster Impuls auch, Andrei zu töten, als er ihn zufällig entdeckt. Irgendetwas ist aber anders an dem Verhalten des jungen Vampirs. Samuels Neugier wird geweckt. Je näher er Andrei kennenlernt, desto mehr wächst seine Faszination. Ist es nur sexuelle Anziehung, oder steckt viel mehr dahinter? Samuel muss sich bald entscheiden, denn er wird verfolgt. Sein Vater will ihn zurück in den Reihen der Jäger haben … „Flüstern der Ewigkeit“ von Tanja Bern ist ein unheimlich spannend erzählter Vampir-Roman, der fast völlig ohne explizite Szenen auskommt. Er fängt, trotz der Dramatik der Geschehnisse, ein wenig langsam an, wird aber von Seite zu Seite spannender und besser. Richtig toll wird die Geschichte in dem Moment, als sich die Männer zum ersten Mal begegnen. Andrei und Samuel finden sich zwar von Anfang an interessant, aber sie wissen beide, dass eine Menge Geheimnisse zwischen ihnen stehen. Beide fühlen sich schuldig für die Geschehnisse in ihrer Vergangenheit und beide glauben, dass diese für immer zwischen ihnen stehen wird. Sie erleben eine Überraschung: Es ist leichter, dem Menschen zu verzeihen, den man liebt, als sich selbst. Mir hat „Flüstern der Ewigkeit“ richtig gut gefallen. Ich habe mit Samuel und Andrei gefiebert, ob sie es schaffen die Schatten ihrer Vergangenheit zu überwinden und ihre Feinde zu besiegen. Natürlich verrate ich nicht, wie das Buch ausgeht. Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, hätte ich nichts dagegen, mehr von den beiden und der Welt in der sie leben, zu lesen. Man ist sehr nahe an den Gefühlen der Hauptpersonen, weil Tanja Bern die Story abwechselnd aus Samuels und Andreis Perspektive erzählt. Beide Männer haben etwas vom einem „Tortured Hero“, aber im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten des Genres sind ihre Wunden frisch. So sehr ich auch viele der bekannten Serien mag, so denke ich dort doch manchmal: „Hey, Junge! Das ist jetzt 500 Jahre (oder so …) her! Komm drüber hinweg!“ Bei Andrei und Samuel hat man dieses Gefühl nie. Sie sind erwachsen und zusammen wachsen sie weiter, für ihre gegenseitige Liebe sogar über sich hinaus. Eines noch zum Schluss: Mich faszinieren Geschichten, in denen die Partner in einer Beziehung gleich stark sind. Das kommt hier wunderbar heraus. Hingabe ist keine Schwäche, sondern ein Geschenk, das Stärke, Mut und Vertrauen erfordert. Fazit: Auf jeden Fall 5 Punkte und eine Leseempfehlung.

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