Tanja Bern Sterne der See

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Inhaltsangabe zu „Sterne der See“ von Tanja Bern

Aus der Reihe "KOPFKINO IN SPIELFILMLÄNGE", ideal für all die mittellangen zeitlichen Zwischenräume, die das Leben bereithält: Bahn-, Bus-, Flug- und Autoreisen, die Zeit in Wartezimmern, am Strand oder im Freibad, als Gute-Nacht-Geschichte, einfach so für Zwischendurch oder auch zum gegenseitigen Vorlesen statt Fernsehen. Lesezeit: ca. 120 Minuten
Ben verliert seine Schwester Kristin an den Krebs. Vor ihrem Tod hatte sie für ihn einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht, weil sie ahnte, dass Ben dort zu sich selbst finden könne. Obwohl er keinen Bezug zu Irland hat, lässt er sich darauf ein und fährt nach Kerry. Dort begegnet er der Irin Hanna, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Aber sie verbirgt ein Geheimnis und hält Ben einerseits etwas auf Abstand, sucht aber andererseits auch seine Nähe. Ben verliebt sich in dieses wildromantische Land und verliert an Hanna sein Herz. Dann wird sie plötzlich vermisst, und Ben setzt alles daran sie zu finden ...

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  • nicht nur für Irlandfans eine klare Leseempfehlung

    Sterne der See

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. October 2016 um 13:26

    Das Cover ist so toll. Ich gerate direkt ins Träumen und möchte sofort nach Irland Reisen und die dort beschriebene Landschaft selbst bestaunen. Es passt wirklich hervorragend zu dieser Irland-Novelle.Das Buch beginnt sehr traurig. Man ist mit Ben bei Kristin. Sie liegt im krankenhaus, abgemagert und ihrer Haare beraubt. Sie weiß das sie sterben wird und versucht Ben den Abschied leichter zu machen. Man spürt sofort das Ben und Kristin zwei Hälften eines Ganzen sind. So unterschiedlich ihre Vorlieben sein mögen, so verbunden sind sie und teil(t)en fast alles. Die Idee Ben nach ihrem (Kristins) Tod nach Irland zu schicken, finde ich wunderbar. Er wandelt dort auf ihren Pfaden und ist auf diese Weise immernoch bei ihr und sie bei ihm. Gleichzeit gibt die Entfernung zum Zuhause die Möglichkeit Abstand zu gewinnen, wirklich zu verstehen und verarbeiten, dass jemand geliebtes nicht zurückkommen wird. Ich konnte mich sehr gut mit Ben identifizieren und verstehen wie er sich fühlte.Irland und seine Menschen sind bezaubernd dargestellt. Man möchte sie allesamt knuddeln und ein Guinness mit ihnen trinken. Klar, das Ben sich hier sofort wohl fühlt und mit den Menschen ins Gespräch kommt. Dann kommt Hannah ins Spiel. Auf ihrem Apfelschimmel Bríd wirkte sie fast unwirklich, wie eine irische Fee. Natürlich ahnt man, dass Ben und Hannah vielleicht zusammen finden können, aber man spürt auch, dass dies nicht ohne Hinderniss geschieht.Tanja Bern´s Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Ihre Beschreibungen der Menschen und Landschaft sind so überzeugend, dass ich mir diese vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen konnte. Und obwohl es eine Kurgeschichte ist - von denen ich bekannterweise eher kein Fan bin - hat mir diese außerordentlich gut gefallen. Ich hatte nicht das Gefühl mitten in der Geschichte alleine gelassen zu werden - irgendwie unfertig. Ein großer Pluspunkt in meinen Augen. Die Liebe zum Detail ist in jeder Zeile spürbar, daher spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus - nicht nur für Irlandfans.

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  • Einfach traumhaft

    Sterne der See

    Kitty411

    22. February 2016 um 16:18

    Zum Buch:  „Distant Shore: Sterne der See“ von Tanja Bern ist ein Kurzroman, der am 31.08.2015 im Kopfkino Verlag erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: http://www.amazon.de/Distant-Shore-Sterne-Tanja-Bern-ebook/dp/B014RNO5D8/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1456080477&sr=8-1&keywords=distant+shore  Klappentext: Aus der Reihe "KOPFKINO IN SPIELFILMLÄNGE", ideal für all die mittellangen zeitlichen Zwischenräume, die das Leben bereithält: Bahn-, Bus-, Flug- und Autoreisen, die Zeit in Wartezimmern, am Strand oder im Freibad, als Gute-Nacht-Geschichte, einfach so für Zwischendurch oder auch zum gegenseitigen Vorlesen statt Fernsehen. Lesezeit: ca. 120 Minuten  Romantische Irland-Novelle:  Ben verliert seine Schwester Kristin an den Krebs. Vor ihrem Tod hatte sie für ihn heimlich einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht, weil sie ahnte, dass Ben dort zu sich selbst finden könne. Obwohl er keinen Bezug zu Irland hat, lässt er sich darauf ein und fährt nach Kerry. Dort begegnet er der Irin Hanna, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Aber sie verbirgt ein Geheimnis und hält Ben ein wenig auf Abstand, sucht aber auch seine Nähe. Ben verliebt sich in dieses wildromantische Land und verliert an Hanna sein Herz. Dann wird sie plötzlich vermisst, und Ben setzt alles daran sie zu finden ...   Die Story: Nachdem Ben’s Schwester den Kampf gegen den Krebs verloren hat, fällt er in ein tiefes Loch. Doch er ist bemüht, Kristin’s letzten Wunsch zu erfüllen, und so tritt er eine Reise an, die sie vor ihrem Tod für ihn gebucht hatte, eine Reise nach Irland, das Land, in dem sie glücklich war. Schönwald spürt Ben den Zauber der Insel, und als er dann noch Hanna trifft scheint sich für ihn alles zum Positiven zu wenden. Doch Hanna scheint ein Geheimnis zu haben… Zum Autor: Tanja Bern wurde in Herten geboren und ist dem Ruhrgebiet immer treu geblieben. Durch eine starke Verbundenheit zur Natur und die Liebe für mystische Geschichten entstand bei ihr schon früh, das Bedürfnis zu schreiben. Im Frühling 2008 erschien Tanja Berns Debüt, der Auftaktroman ihrer irischen Fantasy-Buchreihe. Mittlerweile ist sie in verschiedenen Genres tätig und schreibt für verschiedene Verlage. Außerdem ist die Autorin in diversen Anthologien vertreten und veröffentlichte schon mehrere Kurzgeschichten auf dem Literaturportal LITERRA. Wer mehr erfahren möchte oder an kostenlosen Kurzgeschichten interessiert ist, sollte unbedingt auf der offiziellen Homepage der Autorin vorbeischauen: www.tanja-bern.de (Quelle: www.amazon.de) Meine Meinung: Ich stehe gerade noch total unter dem Einfluss dieses tollen Kurzromans, den ich soeben beendet habe. Nachdem ich schon viel über das Buch gehört hatte, habe ich es spontan gekauft und wollte es als Lektüre nebenbei lesen… nun, daraus wurde dann nichts. Schon die ersten Sätze waren packend und die Situation hat mir eine Gänsehaut beschert, sehr emotional ist der Beginn, und zugleich hat er mich auch sofort in den Bann des Buches gezogen. Das hat dazu geführt, dass ich die Story verschlungen habe, ein Weglegen war einfach nicht möglich. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und zieht den Leser sofort in das Geschehen hinein, man spürt eine Nähe zu dem Protagonisten Ben und fühlt sehr mit ihm mit. Zugleich versinkt man immer tiefer in der Story und erlebt eine eher ungewöhnliche, aber sehr schön geschrieben Geschichte. Wer sich, wie ich, tief in solch gefühlvolle Geschehnisse hineinfallen lassen kann, der sollte sich aber lieber ein paar Taschentücher bereitlegen, denn die Stimmung ist beim Lesen sehr stark spürbar… Der flüssige Schreibstil trägt ebenso zum Lesegenuss bei wie die schönen, bildhaften Beschreibungen der irischen Landschaft, aber auch der Stimmung und Atmosphäre dort. Alles in allem eine traumhafte Geschichte, in der man den mystischen Zauber Irlands spürt und die einen mit  angenehmer Romantik und Gefühlen ohne jeglichen Kitsch gefangen nimmt. Von mir gibt es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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  • Eine Wundervolle Irland Romance Novelle

    Sterne der See

    RedFairyBooks

    19. September 2015 um 12:14

    Tanja Bern Distant Shore 1 - Stern der See Verlag: KopfKino Verlag Genre: Irland - Romance Novelle ★★★★★ Klappentext: Ben verliert seine Schwester Kristin an den Krebs. Vor ihrem Tod hatte sie für ihn einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht, weil sie ahnte, dass Ben dort zu sich selbst finden könne. Obwohl er keinen Bezug zu Irland hat, lässt er sich darauf ein und fährt nach Kerry. Dort begegnet er der Irin Hanna, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Aber sie verbirgt ein Geheimnis und hält Ben einerseits etwas auf Abstand, sucht aber andererseits auch seine Nähe. Ben verliebt sich in dieses wildromantische Land und verliert an Hanna sein Herz. Dann wird sie plötzlich vermisst, und Ben setzt alles daran sie zu finden ... Quelle Meine Meinung: Auch dieses mal schaffte Tanja Bern es wieder einmal mich mit ihrem Schreibstil von der ersten Minute an zu fesseln. Sie schafft es einfach immer wieder die Emotionen so zu beschreiben, das sie einem unter wirklich unter die Haut gehen. Als Kristin starb und es Ben das Herz zerrissen hat, in diesem Moment füllten sich meine Augen tatsächlich mit Tränen. Dazu ihre Beschreibung der Kulisse.  Die einzelnen Orte... Es ist als würde ich diese Orte kennen. Obwohl ich noch nie in Irland war, hatte ich tatsächlich die Küste und all die wundervollen anderen Ort von der ersten Sekunde an bildlich vor Augen. Und dies ist es einfach was Tanja Bern´s ihre Bücher ausmachen. Fazit: Dieses Buch kann ich einfach nur wärmstens empfehlen. Besonders den Leuten die keine Angst haben das auch einmal ein Tränchen kullern könnte. Ich persönlich freu mich schon wahnsinnig auf den zweiten Teil 

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  • Die Magie Irlands und ganz viel Gefühl

    Sterne der See

    danischwarz

    18. September 2015 um 08:31

    Kurzbeschreibung: Romantische Irland-Novelle: Ben verliert seine Schwester Kristin an den Krebs. Vor ihrem Tod hatte sie für ihn heimlich einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht, weil sie ahnte, dass Ben dort zu sich selbst finden könne. Obwohl er keinen Bezug zu Irland hat, lässt er sich darauf ein und fährt nach Kerry. Dort begegnet er der Irin Hanna, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Aber sie verbirgt ein Geheimnis und hält Ben ein wenig auf Abstand, sucht aber auch seine Nähe. Ben verliebt sich in dieses wildromantische Land und verliert an Hanna sein Herz. Dann wird sie plötzlich vermisst, und Ben setzt alles daran sie zu finden ... Meine Meinung: Tanja Bern schafft es immer wieder, sich in mein Herz zu schleichen... Selbst in die 66 Seiten dieser Kurznovelle packt sie soviel Gefühl, Wärme und ihre ganz typische Magie, die diese Geschichte zu einem weiteren Wohlfühlbuch macht. Mit dem Tod seiner geliebten Zwillingsschwester Kirstin fühlt sich Ben Evers, als hätte man ihm einen Teil seiner Seele entrissen. Er musste miterleben, wie der Krebs sie langsam aufgefressen hat. Doch kurz vor ihrem Tod hat sie etwas für ihn geplant: Eine Reise in ihr geliebtes Irland, in dem kleinen, weißgetünchten Cottage mit den rotlackierten Fentstern und Türen. "Fahr für mich", hatte sie gesagt und nun hält Ben die Unterlagen in der Hand, die sogar auf seinen Namen lauten. Eigentlich hatte er sich nie für Irland interessiert, lieber liegt er im Süden an einem Strand.... Was soll er am Arsch der Welt?   Doch dies war Kristins letzter Wunsch und Ben setzt alles dran, ihn ihr zu erfüllen. Kaum im malerischen Irland angekommen, dauer es nicht lange, bis er dem Zauber der Insel und dem Charme der Iren verfällt. Als ob Kristin gewusst hätte, dass er hier seinen Frieden finden würde... Als er die naturverbundene Hanna kennenlernt, schafft sie das, was er nicht mehr für möglich gehalten hätte: Sein wundes Herz beginnt ein Stückchen zu heilen. Doch Hanna zieht sich immer wieder von ihm zurück... Der Schreibstil der Autorin ist wieder einmal absolut gefühlvoll und emotional, ohne dabei kitschig oder klischeehaft zu wirken.  Sie hat ihr ganz eigenes Talent, Wärme, Gefühl und ein kleines bisschen Magie so geschickt in ihrem Geschichten zu verweben, dass man einfach die Seele baumeln lassen kann. Sehr bildhaft beschreibt sie dieses herrlich raue und doch romantische Fleckchen Erde, so dass mich die Magie Irlands regelrecht gefangen nehmen konnte. Fazit: Mit ihren Geschichten schafft Tanja Bern es immer wieder, mein Herz zu erobern. Ob Kurznovelle oder Roman, sie hat ihren ganz eigenen magischen Schreibstil, der es uns erlaubt, einfach nur die Seele baumeln zu lassen und uns an die Seiten fesselt. Distant Shore - Die Sterne der See ist eine wundervolle Wohlfühl-Novelle, die ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann. 5 von 5 Sterne

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  • Band einer Reihe und verzauberte mich durch lebendig beschriebene Umgebungen Irlands.

    Sterne der See

    Katis-Buecherwelt

    09. September 2015 um 12:04

    Neu verlegt im KopfKino Verlag! Klappentext: Ben verliert seine Schwester Kristin an den Krebs. Vor ihrem Tod hatte sie für ihn heimlich einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht, weil sie ahnte, dass Ben dort zu sich selbst finden könne. Obwohl er keinen Bezug zu Irland hat, lässt er sich darauf ein und fährt nach Kerry. Dort begegnet er der Irin Hanna, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Aber sie verbirgt ein Geheimnis und hält Ben ein wenig auf Abstand, sucht aber auch seine Nähe. Ben verliebt sich in dieses wildromantische Land und verliert an Hanna sein Herz. Dann wird sie plötzlich vermisst, und Ben setzt alles daran sie zu finden ... Zum Buch: Die Covergestaltung wirkt sehr romantisch und ist mit einem barocken Filter überzogen, was dem Foto eine ganz besondere Weiche gibt. Sehr gut gefällt mir das Ornament im Hintergrund des Titels, der durch seine geschwungene Schrift sehr schön hervorgehoben wurde. Im Ganzen ein sehr verträumtes Cover, was ideal zur Geschichte passt und neugierig macht. Erster Satz: "Ben wagte es kaum, in Kristins müde Augen zu sehen." Meine Meinung: Auf "Distant Shore - Sterne der See" von Tanja Bern bin ich durch die Entdeckung des KopfKino Verlages aufmerksam geworden. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich wurde in eine wundervolle Geschichte eingesogen. Ben ist ein junger gebrochener Mann, der gerade erst seine Zwillingsschwester Kristin an Krebs verloren hat. Seine Schwester buchte heimlich vor ihrem Tod eine Reise nach Irland, die Ben antreten sollte. Ben, der eigentlich gar kein Bezug zu Irland hat und eher ein Sonnenanbeter ist, tritt aus Liebe zu Kristin diese Reise an. Dort lernt er die Irin Hanna kennen und auf einmal ist alles ganz anders. Doch auch Hanna hat eine Bürde vorzuweisen. Was für ein Geheimnis bewahrt sie und findet Ben einen neuen Sinn in seinem Leben? Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll und lebendig. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, als wäre ich selber in Irland und könnte die Umgebungen sehen, spüren und riechen. Auf wenigen Seiten schaffte die Autorin es, mich als Leser in ihre Welt zu ziehen und dies ist eine wahre Kunst im Betracht darauf, dass es sich hier um einen Kurzroman handelt. Tanja Bern vermittelte mir das Gefühl, als würde sie selbst ihr Herz an Irland verloren haben und genau das, gibt sie an ihre Leser weiter. Ich bin begeistert, wie sie mit nur wenigen Sätzen eine solche Stimmung hat aufkommen lassen. Die Charaktere sind gefühlvoll und authentisch beschrieben. Auf den ersten Seiten, in dem es um den Tod von Kristin geht, flossen die ersten Tränen und ein dicker Kloß machte sich in meinem Hals breit. Doch diese Szene bleibt nicht die einzige, in dieser Erzählung. Das angepriesene Verschwinden im Klappentext klang meiner Meinung nach etwas zu dramatisch, als wie es dann in der Story wiedergegeben wurde. Dennoch passte es perfekt in die Geschichte und wurde gut gelöst. Der Titel "Sterne der See" klingt sehr romantisch. Was sich dahinter genau verbirgt, wird in der Geschichte erzählt. Dies ist der erste Teil einer Trilogie, welche sich 2016 fortführen wird. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und fiebere dieser entgegen. Fazit: "Distant Shore - Sterne der See" ist der erste Band einer Reihe und verzauberte mich durch lebendig beschriebene Umgebungen Irlands. Mit sehr viel Gefühl und Romantik führt Tanja Bern ihre Leser durch diese Erzählung. Eine absolute Leseempfehlung für einen gemütlichen Leseabend. ~ romantisch ~ gefühlvoll ~ eine Liebeserklärung an Irland ~ berührend ~ 

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  • NEUVERÖFFENTLICHUNG

    Sterne der See

    Tanja_Bern

    10. August 2015 um 17:28

    Die Geschichte wird (leicht überarbeitet) im KopfKino Verlag neu veröffentlicht werden! Freut euch auf  zwei weitere Teile, Hörbucher bei audible und iTunes, und zum Schluss ein Sammelband (Taschenbuch) mit allen Geschichten. 

    Distant Shore 1 - Sterne der See (September 2015) 
    Distant Shore 2 - Gold der Dünen (ca. Juli 2016) 
    Distant Shore 3 - Perlen des Meeres (ca. Oktober 2016) 

  • Eine herrliche Kurznovelle

    Sterne der See

    ClaudiasBuecherhoehle

    07. March 2015 um 20:05

    Distant Shore von Tanja Bern erschienen bei Oldigor Der Klappentext Ben Evers verliert seine Zwillingsschwester durch eine Krankheit und zerbricht fast an ihrem Tod. Dann entdeckt er, dass sie zuvor für ihn einen Urlaub in Irland gebucht hat. Obwohl er eher den Süden bevorzugt, erfüllt er Kristin ihren Wunsch. Schon am ersten Tag begegnet er der geheimnisvollen Irin Hanna, die ihn auf besondere Weise anzieht. Aber die junge Frau verbirgt etwas vor ihm und er versteht nicht, warum sie stets auf Abstand bleibt, bis Hanna plötzlich vermisst wird ...Eine bezaubernde Romanze ... lassen Sie sich von Irland verzaubern ... Meine Meinung zum Cover Das Cover sieht richtig schön aus und macht Lust auf einen Urlaub in Irland. Das Meer mit diesem grünen Farbklecks am Rande – einfach nur idyllisch! Die Kurzgeschichte besteht aus 10 Kapiteln und wird in der dritten Person erzählt. Meine Kurzrezension Ben ist ein sympathischer junger Mann, der sehr an seiner Schwester hing und ihren Tod nur schwer verwinden kann. Er beugt sich Kristins letztem Wunsch und tritt die Reise nach Irland an. Dort findet er mehr, als er zu hoffen gewagt hatte… Hanna ist etwas verschlossen, doch eher auf eine angenehme Art. Sie liebt ihr Pferd und ihre Heimat über alles und passt richtig gut in das Bild von Irland hinein. Ich wurde gleich mit der ersten Seite komplett in die Story geworfen, die doch sehr traurig beginnt. Der Leser findet sich nämlich im Krankenzimmer der krebskranken Kristin wieder, was mich sehr bedrückte. Ihr bald darauf folgender Tod tat sein Übriges. Doch dann wurde ich von der Story auf eine schöne Art und Weise gefangen genommen und auf eine Reise nach Irland entführt. Tanja Bern hat es geschafft, dass sich mir die Landschaft in all ihrer Pracht in meinem Kopf entfaltete. Es gibt eine Menge Kleinigkeiten, auf die die Autorin sehr viel Wert gelegt hat. Dinge, wie zum Beispiel ein Amulett von Ben oder auch die Seesterne an der Küste Irlands. Die Bedeutung dahinter verrate ich euch nun an dieser Stelle nicht;) Der Schreibstil ist wunderschön und leicht zu lesen. Tanja Bern konnte mich mit ihrer Kurznovelle „Distant Shore“ zu 100% überzeugen. Sie hat mich auf eine Reise in ein Land mitgenommen, das ich jetzt auf jeden Fall einmal besuchen muss! Die Landschaft und die Gestaltung des ortsansässigen Pubs fand ich sehr authentisch beschrieben – ich hatte das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Die Story beschränkte sich nicht nur auf nackte Fakten, sondern beinhaltet auch noch einen Mythos, was mir sehr gut gefiel. Die wachsende Vertrautheit zwischen den Protagonisten wirkte auf mich sehr realitätsnah, die zarten Liebesbande empfand ich als wunderschön. Überhaupt ist die Geschichte von einem besonderen Zauber geprägt, der stets zu spüren war. Das Ende versetzte mir noch eine letzte Gänsehaut, bevor ich viel zu schnell wieder von Ben, Hanna und Irland Abschied nehmen musste. Ich kann gar nicht anders und muss einfach 5 von 5 möglichen schwarzen Kätzchen vergeben. Die Autorin Tanja Bern wurde in Herten geboren und ist dem Ruhrgebiet immer treu geblieben. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie und drei Katzen in Gelsenkirchen. Durch eine starke Verbundenheit zur Natur und die Liebe für mystische Geschichten entstand bei ihr schon früh, das Bedürfnis zu schreiben. Im Frühling 2008 erschien Tanja Berns erste Publikation, der Auftaktroman der Fantasy-Buchreihe "Die Sídhe des Kristalls". Bisher sind fünf Bände veröffentlicht. Außerdem ist die Autorin in diversen Anthologien vertreten und veröffentlichte schon mehrere Kurzgeschichten auf dem Literaturportal LITERRA. Tanja Bern hält regelmäßig Lesungen, oft kombiniert mit passender Musik, da sie auch Sängerin ist. Zurzeit arbeitet sie an verschiedenen Romanen und Kurzgeschichten unterschiedlichen Genres. Seit Juli 2011 wird Tanja Bern von der Agentur Ashera betreut. Im Oldigor Verlag erschien bereits ihr mystischer Regiokrimi „Ruf der Geister“ und der Fantasyroman "Der silberne Flügel". E-Book 63 Seiten ISBN 978-3-95815-063-8 Preis: 3,49 Euro © Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag An dieser Stelle geht ein herzliches Dankeschön an die Autorin für die Bereitstellung dieses tollen Exemplars!

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  • wunderschöne Romanze vor beeindruckender Kulisse

    Sterne der See

    Nimbooda

    02. February 2015 um 21:08

    Über den Inhalt wurde ja schon mehrfach geschrieben, deshalb spare ich mir das. Für mich war es das erste Werk aus der Feder von Tanja Bern, welches ich gelesen habe, aber sicher nicht das letzte. Durch Ihren Schreibstil, die detailreiche Beschreibung der Landschaften und die liebevolle Ausgestaltung ihrer Charaktere und der Story, war ich sofort in der Geschichte gefangen. Ohne zuviel zu verraten: Ich war sehr berührt von den Protagonisten, die nicht, wie so oft, wegen ihres perfekten Äußeren liebenswert sind, sondern Narben, Ecken und Kanten haben dürfen (eben auch optische). Tanja Bern erzählt diese besondere Liebesgeschichte mit viel Einfühlungsvermögen und absolut überzeugend. Irland mit seiner rauen Landschaft, den besonderen Menschen und vielen Legenden ist ein perfekter Hintergrund für diese Romanze und macht Lust sich das Land einmal persönlich anzusehen. Wie gesagt sicher nicht der letzte Roman, den ich von der Autorin lesen werde und meine absolute Empfehlung für alle Romantiker.

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  • Eine zauberhafte Novelle

    Sterne der See

    Fabella

    03. January 2015 um 10:15

    Inhalt: Seine Schwester an den Krebs zu verlieren ist schwer, seine Zwillingsschwester zu verlieren noch schwerer. Ben zieht es buchstäblichen den Boden unter den Füßen weg. Doch seine Schwester hat ihm etwas hinterlassen. Eine Reise in das Land, das sie so geliebt hat: Irland. Und obwohl ihn überhaupt nichts dahin zieht, tritt er diese Reise an und verfällt selbst dem Zauber des Landes und der Leute. Bald schon verliert er auch sein Herz an eine junge Frau, Hanna. Doch sie hat ein Geheimnis, das sie nicht teilen möchte .. un ddann verschwindet sie. Meine Meinung: Ich mag keine Novellen. Es ist einfach schlimm, kaum hat man angefangen, ists schon wieder zu Ende. Und das fand ich hier wieder einmal besonders schade. Denn wie gern hätte ich noch mehr über dieses Land gelesen, was nicht nur Bens Schwester, sondern auch die Autorin so fasziniert. Und das liest man mit jedem Wort, dass dieses Land beschreibt. Es ist eine sehr schöne Geschichte, die ich allerdings ins typische Herz-Schmerz-Genre legen würde. Das ist nicht abwertend gemeint, ich lese so etwas wirklich gern. Man sollte nur vorgewarnt sein, falls man es nicht mag. Ich jedenfalls litt mit dem Protagonisten Ben über den Tod seiner Schwester mit, verfolgte mit Spannung seine Reise in das unbekannte Land. Mochte die Treffen mit Hanna und natürlich war mir bereits vor Ben klar, wovor Hanna weglief, doch das konnte ich ihm ja leider nicht sagen .... also verfolgte ich auch das weitere Geschehen mit Herzklopfen. Viel kann man leider über eine so kurze Geschichte nicht schreiben, ohne allzuviel wichtiges zu verraten, daher bleibt mir nur übrig, Euch diese kleine Geschichte ans Herz zu legen. Fazit: Eine wirklich schöne Novelle die einem ein bisschen den Zauber von Irland vermittelt, verpackt in eine romantische Geschichte fürs Herz. Perfekt für eine gemütliche Stunde zum Träumen.

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  • Eine tolle Novelle von Tanja Bern, die die Magie Irlands spiegelt.

    Sterne der See

    katja78

    28. December 2014 um 11:06

    Tanja Bern erschafft hier auf wenigen Seiten eine sehr greifbare emotionale Bindung. Egal ob es die Verbindung zwischen Bruder und Schwester ist, die tief im Inneren doch wusste, was ihrem Bruder gut tut und ihm Halt geben wird, oder Hanna, die Ben den Charme von Irland auf eine ganz besondere Art zeigt, so wie sie, das Land und die Menschen dort kennengelernt hat. Wenige Zeilen können so doch auch viel Wert enthalten. Manchmal haben eben die Menschen auch einen gewissen Zauber intus, dem man hoffnungslos verfallen kann. Die Autorin schafft ein Zwischenspiel mit Natur und Mensch und kann ihre Charaktere durch kleine Gesten mehr beleben als manch einer auf 200 Seiten. Sie zeigt ihren Lesern außerdem was einem Wichtig sein sollte. Neben der geweckten Reiselust ist das auf jeden Fall der Mensch und manchesmal benötigt man ein Innehalten um klar sehen zu können, bewusst wahrzunehmen. Fazit Eine tolle Novelle von Tanja Bern, die die Magie Irlands spiegelt. Leseempfehlung!

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  • Mitreißende Romanze, die eine Sehnsucht nach Irland entfacht ...

    Sterne der See

    women-edition

    23. December 2014 um 16:21

    Unter dem Titel „Distant Shore“ hat die Gelsenkirchener Autorin Tanja Bern eine Novelle veröffentlicht, die zu Herzen geht. Es ist eine eindrucksvolle Geschichte zweier Menschen, die in einem sagenumwobenen Land aufeinander treffen. Die Story beginnt mit einem Schicksalsschlag. Ben wollte nur schnell für sie einen Kaffee aus der Cafeteria holen. Als er endlich mit dem heißen Getränk zu ihrem Krankenzimmer zurückkehrt, ist sie ihren letzten Weg bereits gegangen. Für Ben bricht eine Welt zusammen, als seine Zwillingsschwester Kristin den Kampf gegen den Krebs verliert. Doch Kristin hinterließ ihrem Bruder eine letztes Geschenk: Sie hat für ihn einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht. Ben, der lieber im Süden am Strand liegt, tritt die Reise an, um den Wunsch seiner Schwester zu erfüllen. Kaum auf der Insel angekommen, entfaltet das Land seine Wirkung. Der junge Mann ist überrascht, wie vertraut ihm Land und Leute sind, obwohl er noch nie zuvor in Irland war. Und dann ist da plötzlich Hanna. Eine junge Frau, die etwas Geheimnisvolles umgibt. Langsam nähern sich beide an, doch Hanna macht immer wieder einen Rückzieher. „Distant Shore“ ist eine mitreißende Romanze und genau der richtige Lesestoff, um in hektischen Zeiten einfach mal innezuhalten. Tanja Berns Schreibstil gibt einem das Gefühl, live dabei zu sein und entfacht eine Sehnsucht, die Geheimnisse Irlands zu entdecken. Dass sich die Autorin selbst zu diesem Land hingezogen fühlt, spürt man in jeder Zeile.

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  • Leseprobe aus "Distant Shore"

    Tanja_Bern

    09. December 2014 um 08:33

    Auf dem Weg nach Farranfore verdichteten sich die Wolken und verdüsterten die Landschaft. Wind kam auf und Ben schätzte, dass er vom Meer kam, denn als er das Fenster herunterfuhr, schmeckte er die salzige Luft der See. Ein Regenguss kam so heftig, dass er binnen Minuten völlig die Sicht auf der Autobahn verlor. „Verflixt, als ob der Linksverkehr nicht schon genug Probleme macht“, murrte er. Sturmböen griffen nach seinem Wagen und Ben konnte das Fahrzeug kaum auf der Spur halten. Als sein Handy das GPS verlor und er nur noch anhand der Beschilderung weiterkam, verlor er zuweilen die Orientierung. Der Sturm peitschte über die Hügel und fegte Äste von Sträuchern auf die Straßen. Bei Castleisland fiel es Ben schwer, die richtige Abzweigung zu finden und er bog Richtung Tralee ab. Viel zu spät bemerkte er, dass dies ein Fehler war, denn hier fand er keine Verbindung mehr nach Farranfore. Immer noch wütete das Wetter. Die Wolken neigten sich so weit zur Erde, dass sie die Hügel zu verschlingen drohten. Mittlerweile fuhr Ben nur noch im Schritttempo, kein anderes Auto schien auf den Straßen zu sein. So rasch wie das Unwetter gekommen war, verschwand es unerwartet und Ben blickte ungläubig auf vereinzelte Sonnenstrahlen, die sich bereits ihren Weg durch die graue Wolkenwand suchten. Dann blitzte am südwestlichen Himmel etwas Blaues hervor. Das Meer? Auf Kristins CD sang die Sängerin Órla Fallon von entfernten Küsten … Ben wollte sehen, wie der Wind die Wellen an den Strand schlug. Er wollte von Irland auf den Nordatlantik schauen! Spontan bog er in einen Weg, der augenscheinlich zum Strand führte. Dies bereute er allerdings recht schnell, denn Schlaglöcher und Schlammpfützen machten ein Fortkommen bald unmöglich. Der Wagen holperte noch ein Stück weiter und blieb dann stecken. Die Reifen drehten durch und Ben schaltete genervt die Zündung ab. „Na, das klappt ja alles ganz prima.“ Dem Wetter traute Ben noch nicht wirklich, deshalb wartete er noch ein wenig ab, bis er schließlich ausstieg. Klare Luft wehte ihm entgegen. Sie brachte den Geruch nach Meer, Torf und feuchten Wiesen mit sich. Für einen Moment schloss Ben die Augen, sog die Düfte in sich ein. Trotz des Unwetters fühlten sich die Temperaturen mild an. Leises Blöken tönte über die grasüberwachsene Fläche. Einige Schafe, die Schutz vor dem Regen gesucht hatten, trotteten in seine Richtung. Ben blickte sich weiter um. Von seiner Position aus konnte er bereits einen Zipfel vom Meer sehen. Links von ihm erhob sich ein erdfarbener Hügel. Er ließ sein Fahrzeug zurück und ging die schlammdurchweichte Straße hinab. Sie endete an einer breiteren Fläche, wo Ben vermutete, dass man hier bei normalem Wetter sein Auto abstellen konnte, und ging in einen Pfad über, der durch kurzes Gras verlief. Je näher Ben dem Meer kam, desto mehr Sand fand sich zwischen den Halmen. Dann bot sich ihm ein wunderschöner Ausblick. Wie dunkle Tinte schwappte die See an den Strand, weiße Schaumkronen trieben auf der Oberfläche. Die Wolkendecke riss auf und die Sonne warf glitzernde Schemen auf das bewegte Wasser, tauchte die Umgebung in goldenen Schein. Am Strand hob ein helles Pferd aufmerksam den Kopf in seine Richtung. Es lief allein durch die Brandung. Verwundert sah sich Ben um. Nein, nicht allein, dachte er. Weiter hinten sah er eine schlanke Gestalt mit flatterndem Haar. Suchend blickte sie auf den Sand, hob von Zeit zu Zeit etwas auf und trug es zurück ins Meer. Dies war also die Küste, die Kristin so geliebt hatte. When you dream of me, dream when I'll meet you. On that distant shore …, erinnerte er sich an Órla Fallons Lied, das Kristin an den Anfang ihrer CD gesetzt hatte. Er wünschte sich nichts mehr, als sie hier wiederzusehen − doch das blieb ein unerfüllter Traum.   *   Hanna linste zu ihrer Stute Bríd. Sie tänzelte in den vorderen Wellen und tollte am Strand wie ein Hund. Belustigt beobachtete sie einen Moment ihr Pferd, dann fiel ihr Blick wieder auf einen Seestern, der verloren im Sand lag. Behutsam hob sie ihn auf und brachte ihn zurück in das sichere Wasser. Ein Wiehern ließ sie aufhorchen, denn sie kannte Bríds Laute gut. War dort jemand? Oben in den Dünen stand ein junger Mann und schaute auf sie herab. Wie lange mochte er schon hier in der Gegend sein? Hatte er sich im Unwetter verlaufen? Sie selbst war noch nicht lange hier, war durch den Regen her geritten, um die Seesterne zu retten, die oft nach einem Sturm an den Strand gespült wurden. Ihr Onkel lachte immer über ihre Eigenarten, doch Hanna kümmerte sich nicht darum. Das Blöken der Schafe drang bis zum Strand herunter und sie fragte sich, ob Cormacs Tiere wieder ausgebüchst waren. Der Mann lief den kleinen Pfad hinab und ging auf Bríd zu. Sein blondes Haar war windumtost und er suchte Augenkontakt zu ihr. Fragend sah er sie an. Um zu verdeutlichen, dass er ruhig zu ihrem Pferd gehen könne, nickte Hanna ihm zu. Unsicher näherte er sich Bríd. Die Stute schnupperte neugierig an seiner Jacke. Vorsichtig streichelte er ihr über die Nüstern. Bríd senkte den Kopf und schubberte sich an ihm − so enthusiastisch, dass der Fremde aufgrund ihrer Kraft zurückstolperte. Amüsiert grinste Hanna. Ihr Border Collie Charly kam mit hängender Zunge aus den Dünen geprescht und raste ins Wasser. Belustigt schüttelte Hanna über ihre Tiere den Kopf. Ihr Onkel sagte immer, sie wären genauso verrückt wie sie. Suchend schaute Hanna in das angespülte Treibgut. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Ein winziger Seestern war mit den dunklen Algen angespült worden. Er hatte die Größe ihres Daumennagels. Behutsam hob sie ihn in ihre Handfläche und betrachtete das kleine Meereswesen, das ohne ihre Tat hilflos im Sand vertrocknen würde. „Hier ist noch einer“, sagte plötzlich der Fremde direkt neben ihr. Sie hatte ihn nicht bemerkt. Mit funkelndem Blick schaute Hanna ihn an. Er sah gut aus mit dem kurzen Haar, das vom Wind abstand, und den grauen Augen, die in seinen Tiefen einen melancholischen Zug vermuten ließen. „Danke.“ Sie nahm ihm vorsichtig den Seestern ab. Ohne sich weiter um ihn zu kümmern, ging sie zum Wasser, watete in die Wellen und brachte die beiden Tiere in ihren gewohnten Lebensraum. „Können sie nicht selbst zurückkrabbeln?“, fragte der Fremde. Hanna drehte sich zu ihm um. Eine Welle schwappte so hoch, dass ihre Hose vom Meer umspült wurde. Sie schüttelte den Kopf. „Sie würden langsam vertrocknen und sterben.“ „Das wusste ich nicht.“ Bríd trabte zu ihnen. „Vorsicht! Sie wirft dich sonst um.“ Der Mann drehte sich um und konnte dem Pferd gerade noch ausweichen. Hanna zuckte mit den Schultern. „Sie ist ein freches Biest.“ Sie fasste nach den Zügeln und zog Bríd zärtlich zu sich heran, küsste sie auf die Nüstern. „Ich heiße Ben.“ Charly stürmte heran und begrüßte ihn, als würde der Hund ihn bereits kennen. Die schmutzigen Sandpfoten ignorierte Ben und streichelte den Border Collie ausgiebig. „Mein Name ist Hanna. Hast du dich verlaufen?“ „Eher verfahren. Mein Auto steckt oben im Schlamm fest.“ Hanna lachte auf. „Dann hast du jetzt ein weiteres Problem. Cormacs Schafe lieben Autos.“ Ben entgleisten die Gesichtszüge. „Ich verstehe nicht. Werden sie den Wagen …“ Sie winkte ab. „Sie machen nichts kaputt, keine Sorge. Aber sie belagern parkende Autos.“ „Oh, okay. Dann … dann werde ich sie wohl vertreiben müssen.“ Ein Grinsen konnte sich Hanna nicht verkneifen. „Du kannst es versuchen.“ Die sturen Viecher reagierten nur auf gälische Zurufe und Charly würde mit ihnen weitaus besser zurecht kommen. Hanna beugte sich hinab und holte eine wunderschöne Muschel aus dem Sand. Aus einem Impuls heraus gab sie ihm das Meereskleinod. „Vielleicht bringt sie dir Glück.“ Verdutzt nahm Ben sie entgegen. Sie schenkte ihm ein kleines Lächeln, rief Charly zu sich und wanderte weiter den Strand entlang. Warum wirkte er so verloren? In seinem Blick lag eine Sehnsucht, die sie nicht deuten konnte − und Trauer. Sie sah sich zu ihm um. Er betrachtete die Muschel und schaute ihr dann verunsichert nach. Ihr Herz machte einen Satz, als sie ihn auf diese Weise zurückließ.   *   Ben starrte auf die Muschel, die Hanna ihm gegeben hatte. Das Innere schillerte in der Sonne und schien einen Zauber zu bergen. Die Oberfläche erstrahlte in klarem Weiß und war glatt geschliffen. Er sah auf. Hannas Haar schlang sich wie kupfergoldene Algen um ihre schmale Gestalt. Die Augen schimmerten blaugrün wie das Meer. Abrupt löste sie den Blick, rief ihren Hund zu sich und schlenderte davon. Nur einmal sah sie sich mit einem seltsamen Ausdruck um. Wie bei Phil Gallagher barg diese Frau für ihn eine Vertrautheit, die er tief in der Seele spürte, aber nicht einzuordnen wusste. Versonnen lächelte Ben. Kristin hatte Recht. Auf diesem Land lag ein Zauber und er wurde von den besonderen Menschen, die hier lebten, verströmt. Mit der Muschel in seiner Hand ging er den Pfad zurück zu den Dünen. Nur einmal stockte er. Einen der Seesterne hatte Hanna übersehen. Bewegungslos verharrte das Meerestier im Sand und wartete auf den unvermeidlichen Tod. Ben steckte die Muschel in die Hosentasche und hob ihn auf. Ob er vielleicht gar nicht mehr lebte? Hanna verschwand hinter einer Biegung und konnte ihm diese Frage nicht beantworten. Schulterzuckend trug Ben den Seestern zu einem Felsen im Meer. Dort setzte er ihn ins Wasser. Zaghaft hob sich einer seiner fünf Arme und Ben lächelte. Wie hatte Kristin sie früher genannt? Sterne der See. (aus den Kapiteln "Entfernte Küste" und "Sterne der See")  

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