Tanja Busse Die Einkaufsrevolution

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(6)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Einkaufsrevolution“ von Tanja Busse

Geiz ist geil, und Shoppen macht Spaß. Aber ist Einkaufen wirklich nur ein Privatvergnügen? Oder ist es, aller Werbung und Imagepflege zum Trotz, eine Entscheidung so wichtig wie jede Kanzlerwahl? Interessiert uns wirklich nicht, warum ein handgewebter Teppich 1,95 Euro kostet und wo die vier Euro für den Starbucks-Kaffee landen?Tanja Busse deckt Skandale der modernen Produktion und Preispolitik auf und zeigt, wie der Konsument als gesellschaftliche Macht der Zukunft Einfluss nehmen kann. Im praktischen Teil gibt sie konkrete Tipps, wo und wie verantwortungsvoller Konsum möglich ist.Der aufgeklärte Konsument wird der Gegenspieler der globalen Wirtschaftsmächte werden. Denn tatsächlich reagieren Unternehmen auf verändertes Kaufverhalten wesentlich prompter als auf jeden neuen Gesetzesentwurf. Wir tun zwar gern so, als wären es gänzlich unbeeinflussbare wirtschaftliche Prozesse, die festlegen, wo was und wie produziert wird. In Wahrheit aber sind wir selbst es, die mit unserem Kaufverhalten die Standards der Produktion bestimmen.Wenn wir die Textilprodukte nicht mehr kaufen, die in einer der so genannten "Exportproduktionszonen" inChina oder Indonesien hergestellt werden, wo die Unternehmen keine Steuern und Zölle zahlen, und (Wander-) Arbeiter keine Rechte haben und Hungerlöhne beziehen, dann werden diese Produkte so auch nicht mehr produziert. Wenn wir den Orangensaft aus dem in Brasilien hergestellten Konzentrat nicht kaufen oder die Schokolade verschmähen, deren Rohstoffe in Afrika unter skrupellosem Einsatz von Kindern gewonnen werden, so verschwinden diese Marken vom Markt. Auch die Spielzeugindustrie und die Pharmaindustrie werden Umweltgifte nur solange einsetzen, wie wir ihnen die entsprechenden Produkte abkaufen. Die von Lobbyisten weichgespülten EU-Richtlinien oder der Verbraucherschutz können uns die Verantwortung nicht abnehmen.Tanja Busse beleuchtet kritisch die Geschichte der in den sechziger Jahren einsetzenden Konsumkritik, legt ein theoretisches Fundament für ein zeitgemäßes Selbstverständnis des Verbrauchers und zeigt auf, wie die Industrie mit Kundenprofilen und RFID-Chips ihrem Ideal des gläsernen Kunden näher kommt. Ihr Buch hilft dem Konsumenten, sich seiner Macht bewusst zu werden und von ihr sinnvoll Gebrauch zu machen.

Stöbern in Sachbuch

Der Egochrist

ein zeitgemäßes Werk voller Authentizität, Introspektion und Kritik

slm

Nur wenn du allein kommst

Sehr lesenswerter Bericht, der informiert, nachdenklich macht und um gegenseitiges Verständnis wirbt.

Igelmanu66

It's Market Day

Ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten und eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas

isabellepf

Was das Herz begehrt

In einer lockeren, einfachen Art das wichtige Organ Herz näher gebracht!

KleineLulu

Die Stadt des Affengottes

Spannende Reise ins Herz Südamerikas

Sabine_Hartmann

Green Bonanza

Inspirierend, lecker und mit der Illusion, mal etwas richtig gesundes auf den Tisch zu stellen

once-upon-a-time

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Einkaufsrevolution" von Tanja Busse

    Die Einkaufsrevolution
    silson

    silson

    07. June 2010 um 21:00

    Tja... was soll ich zu diesem Buch schreiben. Vielleicht fange ich mit dem groben Thema an. Tanja Busse beschreibt in diesem Buch ausführlich an welchen Stelle unsere globalisierte Welt ökologisch und sozial krankt. Das fängt umfasst den lokalen Milchbauern der unter ruinösen Milchpreisen leidet (und trotzdem westlich leben kann) und endet bei Kaffeebauern die an den gerinen Kaffeepreisen wortwörtlich verhungern. Die Lösung die in dem Buch angeboten wird läuft immer auf eines hinaus: Die Konsumenten müssen durch ihre Kaufentscheidungen die Konzerne in eine gerechtere Richtung drängen. Sprich: Nur das kaufen, was sozial und ökologisch gerecht produziert wurde. Diese Idee gefällt mir tatsächlich recht gut. Leider fehlen mir in den Buch weitere alternativen bzw. zusätzliche Maßnahmen. Ich denke, dass auch die Politik einen wichtigen Beitrag leisten kann und muss. So fehlen zB. wichtige Kennzeichungspflichten die es mir erst ermöglichen würden die richtigen Dinge zu kaufen. Daher halte ich das Buch für etwas eindimensional. Trotz allem ist das ein gutes Buch für jeden dem die aktuelle Weltwirtschaft nicht zusagt und er einen Anfang sucht um was dagegen zu tun. Für alle die schon ein wenig Wissen zu diesen Thema erlangt haben gibt es mit Sicherheit bessere Bücher. Daher von mir 3,5 Sterne aber weil das nicht geht doch noch 4. :-)

    Mehr
  • Rezension zu "Die Einkaufsrevolution" von Tanja Busse

    Die Einkaufsrevolution
    clows

    clows

    23. June 2008 um 14:44

    ich wurde oft gefragt, warum ich kein "weißbuch markenfirmen" schreibe, also eine art einkaufsführer fürs gute gewissen oder eine liste "guter" konzerne. gute konzerne gibts im globalisierten kapitalismus nicht, weil profit und reichtum ohne ausbeutung und armut ökologisch nicht möglich sind. ich glaube information hilft die welt verbessern. das gelingt tanja busse, die mir ihr buch "die einkaufsrevolution - konsumenten entdecken ihre macht" geschickt hat, weil sie darin ausführlich aus dem schwarzbuch markenfirmen zitiert. und offenbar geht es auch ihr statt gewissenswischiwaschi mehr um die notwendigkeit, dem machtmissbrauch durch konzerne widerstand entgegezusetzen.ich wurde oft gefragt, warum ich kein "weißbuch markenfirmen" schreibe, also eine art einkaufsführer fürs gute gewissen oder eine liste "guter" konzerne. gute konzerne gibts im globalisierten kapitalismus nicht, weil profit und reichtum ohne ausbeutung und armut ökologisch nicht möglich sind. konsum mit gutem gewissen verspricht nun das buch "shopping hilft die welt verbessern" des journalisten fred grimm. ich hab das buch nicht gelesen, aber viel blöder als im titel gehts ja wohl nicht. wenn man dort z.b. laut presseberichten erfährt, dass mc donald's in den usa nun auch fairtrade-kaffee ausschenke und der autor "zahlreiche handy-hersteller" zitiert, "die kein tantal kongolesischer herkunft (weil dies dort krieg provoziert, anm.) mehr verwenden wollen" (wollen!), erinnert das an brecht: das gegenteil von gut ist gut gemeint. ich glaube information hilft die welt verbessern. das gelingt tanja busse schon besser, die mir gerade ihr buch "die einkaufsrevolution - konsumenten entdecken ihre macht" geschickt hat, weil sie darin ausführlich aus dem schwarzbuch markenfirmen zitiert. und offenbar geht es auch ihr statt gewissenswischiwaschi mehr um die notwendigkeit, dem machtmissbrauch durch konzerne widerstand entgegezusetzen. die macht der konsumentInnen innerhalb des kapitalismus ist ja vergleichbar mit jener der wählerInnen innerhalb der repräsentativen demokratie: ein nützliches instrument. nützlich für die mächtigen wenn sie als beruhigungsspritze missbraucht wird, etwa per angeblich "nachhaltigem" kaffee bei mc donald's. nützlich für die gesellschaft, wenn sie mit kritischer information, der einsicht in die notwendigkeit wirtschaftlicher umverteilung und der bereitschaft zum widerstand gegen eliteninteressen verbunden ist.

    Mehr