Tanja Dückers Der längste Tag des Jahres

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Inhaltsangabe zu „Der längste Tag des Jahres“ von Tanja Dückers

Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, reißtdas Läuten des Telefons vier Geschwister aus ihrem Alltag: Gerade ist der Vater, das"Zentralgestirn"der Familie, gestorben. Unter dem Eindruck der Todesnachricht erkennen die längst erwachsenen Kinder auch den eigenen Lebensweg in unerbittlicher Schärfe. Nur der jüngste Bruder ist nicht zu erreichen. Niemand aus der Familie ahnt, daß er die ungelebten Träume seines Vaters auf eigenwillige Art wahrmacht.§Aus den Reaktionen der fünf Geschwister kristallisiert sich ein raffiniert erzählter Roman über Erinnerungen, nachgetragene Liebe und die Familie, die auch dann noch unser Leben bestimmt, wenn wir meinen, sie längst hinter uns gelassen zu haben. Selten ist dieser einschneidende Moment eindrucksvoller eingefangen worden als in diesem Roman.

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  • Rezension zu "Der längste Tag des Jahres" von Tanja Dückers

    Der längste Tag des Jahres

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. February 2012 um 17:50

    Am 'längsten Tag des Jahres' stirbt ein Mann an Herzversagen. Tanja Dückers (Familien-) Geschichte handelt davon, wie die vier Kinder des Mannes diese Nachricht nacheinander erhalten und wie sie damit umgehen. In den einzelnen Abschnitten bekommt man einen Einblick in vier ganz unterschiedliche Lebensentwürfe, in die sich die einzelnen Kinder entwickelt haben. Jeder nimmt die Nachricht anders auf, nimmt teilweise Kontakt mit den Geschwistern auf, oder blickt auf verschiedene Situationen mit den Eltern und Geschwistern zurück. Eine Sonderstellung nimmt dabei das Leben des jüngsten Sohnes ein, der den besten Kontakt zum Vater hatte, gleichzeitig aber als Aussteiger und Wüsten-Erforscher sicher das fremdeste (und exotischste) Leben führt. Tanja Dückers ist eine tolle Beobachterin, erfindet (wie in ihren anderen Büchern) immer wieder andere interessante Lebenslinien, die verschiedene Verknüpfungspunkte miteinander haben. Dabei sind mir die Beschreibungen der deutschen Autorin oft näher, als es Schilderungen aus anderern Länder sind. Interessante Idee gut umgesetzt.

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  • Rezension zu "Der längste Tag des Jahres" von Tanja Dückers

    Der längste Tag des Jahres

    samson

    03. May 2007 um 09:35

    Der Vater stirbt an einem heißen Sommertag. Übrig bleiben fünf Kinder, die unterschiedlicher nicht sein können. Tanja Dückers erzählt von jedem einzelnen, wie er diese Nachricht erhält und verarbeitet. Ein leiser Roman, der einen in einen Erzählsog reißt. Nur das letzte Kapitel war mir zu sehr fachgesimpel.

  • Rezension zu "Der längste Tag des Jahres" von Tanja Dückers

    Der längste Tag des Jahres

    Kablutrin

    09. February 2007 um 17:08

    Deserts Tanja Dückers neuer Roman »Der längste Tag des Jahres« Dass Thomas, als er die Todesanzeige seines Vaters in den Händen hält, sie ihm vorkommt »wie das Zeugnis einer völlig anderen Welt«, liegt wohl daran, dass er in der kalifornischen Mojave-Wüste lebt und alle Kontakte zum Früheren abgebrochen hat. Thomas ist einer der fünf Kadereit-Geschwister, die Tanja Dückers in dem Roman »Der längste Tag des Jahres« mit dem Tod des Vaters konfrontiert. Den Geschwistern dämmert, dass der Vater am »längsten Tag des Jahres« nicht seinem schwachen Herzen und der Hitze, sondern der Insolvenz seiner beiden Unternehmen HONEYLIFE und der GROSSEN ZOOTIERHANDLUNG erlag. Man hätte jetzt gern noch mit dem Vater dies oder jenes getan. Der mäßig erfolgreiche Schauspieler David »hätte ihn gern noch vieles gefragt, seinen Vater«, erinnert sich aber gleichzeitig an fehlgeschlagene Gespräche, die er mit alkoholreichen »Deserts« vergeblich aufzulockern versucht hat. Höchstens über das Geschäft hätte er mit seinem Vater reden können, das aber hat David einen Dreck interessiert: »Hatte diese Schufterei nicht die ganze Familie jahrzehntelang tyrannisiert?« Enttäuschungen aus der Kindheit vermischen sich mit neuen Enttäuschungen. Zum Beispiel Annas Enttäuschung darüber, dass Tochter Janina es »eklig« findet, einen Toten anzusehen, auch wenn es der eigene Großvater ist: »Sie wäre so gerne mit ihren Kindern gemeinsam noch einmal, ein letztes Mal zu ihrem Vater gegangen. Nicht einmal dieser Wunsch konnte ihr erfüllt werden!« Und beim Telefonat mit der verhassten Sylvia geht es nur um schwesterliche Machtkämpfe. Das Trauern um den Vater wird zum Trauern um die eigene verhunzte Kindheit. Bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Charaktere haben die Geschwister doch eines gemeinsam: Sie bemitleiden sich selbst. Tanja Dückers zeigt am Beispiel von Thomas, Benny, David, Anna und Sylvia die Befindlichkeit einer ganzen Generation auf. Auch schon im Vorgängerroman »Himmelskörper« bearbeitete Tanja Dückers das Thema der Generationen. Aus der Sicht der Enkelperspektive erzählt sie darin, wie Krieg und Nachkriegszeit im Gedächtnis einer Familie fortgetragen werden und versuchte sich so von Etikettierungen wie »Fräuleinwunder« oder »Sprachrohr der Spaßgeneration« loszuschreiben. Dieser Linie folgt Tanja Dückers auch, wenn Thomas selbst in der Wüste von der Vergangenheit seiner Familie eingeholt wird: »Einer von diesen Veteranen hat vielleicht meinen Großvater erschossen oder mit einer Granate in die Luft gejagt und mein Großvater vielleicht einen seiner Kumpel.« Diese vereinzelten Ausflüge in die deutsche Vergangenheit wirken neben den psychologisierenden Ausflügen in das Seelenleben der fünf Protagonisten allerdings wie Pflichtübungen. Um als Schriftstellerin ernstgenommen zu werden, glaubt Tanja Dückers wohl, sich an ›ernste‹ Themen wie Familienporträts, Nationalsozialismus und Krieg heranwagen zu müssen, statt über das zu schreiben, was sie selbst erlebt hat. In ihrem Debütroman war sie derart befangen noch nicht. »Spielzone« ist ein »Patchwork-Roman« über die Bewohner von Berlin Neukölln und Prenzlauer Berg, über großstädtische Provinzialität und Szeneleben. Dahin sollte Tanja Dückers lieber zurückkehren.

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