Tanja Hammer Haeverflox: Alte Geister

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Inhaltsangabe zu „Haeverflox: Alte Geister“ von Tanja Hammer

Das junge Hassenichgesehn Haeverflox ist Dämonenjäger mit Leib und Seele. Doch so sehr er sein Handwerk auch beherrscht, gegen die ihn regelmäßig heimsuchenden Schatten seiner Vergangenheit ist jedwede Kampfkunst machtlos. An manchen Tagen vermag er den ihn plagenden Erinnerungen an die schmerzvollsten Stunden seines Daseins nurmehr im Schankraum zu entkommen, diesmal allerdings bleibt ihm eine solche Flucht verwehrt. Denn das Schicksal führt ihn ausgerechnet an jenen Ort zurück, an dem seine alten Geister einst das Licht der Welt erblickten.

Ich habe leider einen Synapsenkollaps beim Lesen erlitten. Nein, das war irgendwie nichts, obwohl die Beschreibung so gut klang.

— Lia_Luna

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    Haeverflox: Alte Geister

    Janika_Hoffmann

    25. August 2016 um 10:43

    Haeverflox ist ein Hassenichgesehn, ein kleines, fuchsartiges Wesen. Allerdings lebt er als einziger seiner Art nicht unter seinesgleichen, sondern auf dem Festland, wo er sich zum Wächter Orcumorras ausbilden lässt. Doch auch hier wird er stets von seiner dunklen Vergangenheit verfolgt. Diese holt ihn in Form eines Auftrags ein. Ausgerechnet ganz in der Nähe seiner alten Heimat soll er eine Gefahr abwenden, die auch sein Volk bedroht. Dabei wird er begleitet von seinem Lehrmeister, einer Wächteranwärterin, die er nicht ausstehen kann, und einem zwielichten Artgenossen. In vielerlei Hinsicht wird diese Reise für Haeverflox eine große Herausforderung. „Haeverflox“ bildet die Vorgeschichte zu Tanja Hammers „Orcumorra“-Reihe. Da ich zuvor noch nie von „Hassenichgesehns“ gehört hatte und es offenbar um Wächter und Krieger gehen sollte, war ich sofort neugierig. Auch die Rückkehr zur eigenen Vergangenheit, die im Klappentext bereits angedeutet wurde, reizte mich. Das Cover ist auf den ersten Blick stimmig und mit einem schönen Rahmen versehen. Es erschlägt nicht, die Krähe passt zum Inhalt, auch wenn ich sie mir ein wenig gewaltiger gewünscht hätte. Einzig die Farbgebung ist für meinen Geschmack zu blass. Sicher geht es um alte Wunden des Protagonisten und einen düsteren Auftrag, dennoch hätte ich es im Regal vermutlich mit dieser schwachen Färbung nicht länger angesehen. Leider konnte der Inhalt für mich nicht halten, was das Äußere verspricht. Gleich ab dem zweiten Satz springt einen der Schreibstil an. Dieser ist sehr geschnörkelt mit langen, selbst nach mehrmaligem Lesen oft kaum verständlichen Schachtelsätzen. Ebenfalls sind so viele Adjektive und doppelte Relativsätze vorhanden, dass allein durch Korrektur dieser Tatsache vermutlich ein Drittel des Buches gestrichen würde. Dazu wird eine sehr hochgestochene Sprache verwendet, die der Autorin jedoch nicht mühelos aus der Feder fließt, sondern sehr gezwungen und angestrengt wirkt, wodurch sie auch beim Lesen sehr anstrengt. Die ersten etwa hundert Seiten des Buches über habe ich maximal ein bis zwei Kapitel am Stück gelesen, ehe ich eine Pause brauchte. So bin ich auch nie richtig in die Geschichte reingekommen, auch wenn zum Ende hin eine leichte Gewöhnung eingetreten ist. Die mit fast jedem Kapitel springende Zeit, in der die Geschichte spielt (hauptsächlich Gegenwart und Vergangenheit) hat mich sehr verwirrt. An sich mag ich solche Stilmittel, hier jedoch war es zu viel. Aus einem wirren Kapitel, das einem kaum Infos vermittelt hatte, wurde man in ein ähnliches Kapitel aus der Vergangenheit geworfen, dann zurück in die Gegenwart und wieder in die Vergangenheit. Einige Sachverhalte wurden hier nach und nach aufgeklärt, die „dunklen Flecke“ gelangten jedoch nie wirklich in meinen Gedanken an, um mich neugierig zu machen, da ich dem Verlauf gar nicht richtig folgen konnte. Auch die Hauptgeschichte kam so nur sehr langsam in Fahrt, da Haeverflox mehrere Kapitel lang gefühlt nur in Selbstmitleid und Gereiztheit badete, während Zeitsprünge immer wieder die Vergangenheit in seiner Heimat thematisierten, ohne aber bis kurz vor Ende des Buches zum Kernpunkt zu kommen. Stattdessen wurden gerade für Haeverflox und seine Familie stetig wechselnde Spitznamen genutzt. Gerade bei seinen Brüdern, über die man sonst nicht viel las, war es schwer, statt ihrer durchaus komplizierten Namen auch noch mit zwei bis drei Spitznamen umzugehen und dennoch zu erkennen, wer nun gerade was macht. Eine einzelne Kurzform hätte ich hier sehr förderlich gefunden. Ab und an wechselte auch die Perspektive ohne Abgrenzung für einen kurzen Moment. Eine Anmerkung hier: Mit „Hassenichgesehn“ habe ich eine irgendwie komische Wesensform verknüpft, einfach vom Namen her, und die Paarung mit einer Wächterausbildung sehr interessant gefunden. Leider ist mir nicht ersichtlich geworden, weshalb dieser ulkige Name gewählt wurde. Zwar habe ich eine Idee, womit der Name zusammenhängen könnte, dieser reicht für mich jedoch nicht aus, um das Volk derartig danach zu benennen. Die Beweggründe und Charakterzüge der Figuren fand ich ebenfalls nicht ersichtlich oder nur sehr schwer nachzuvollziehen. Bei der Handlung war es häufig ähnlich. In einer Szene recht weit hinten im Buch wurde erwähnt, dass eine Figur stirbt, und die Zeichen deuteten auf Figur A. Da diese anschließend lebendig ist, musste es sich aber folglich um Figur B handeln. Figur A behauptet jedoch, diese Figur sei schon lange fortgelaufen. Wer also ist gestorben? Im Buch wird da nichts mehr von erwähnt. Außerdem ist B durch das Weglaufen böse, wird wenige Minuten später zum Retter und dann doch wieder böse. Die Beweggründe, woher diese Charakterwandlung kommen könnte oder ob es sich um eine List handelt, wird schlichtweg nicht erklärt. Ebenso handeln Figuren teils absolut widersprüchlich, zum Beispiel indem sie die ganze Zeit kein Vertrauen schenken und plötzlich vollstes Vertrauen fassen, oder indem die ganze Zeit betont wird, Haverflox würde nichts mehr fürchten als die Rückkehr auf seine Heimatinsel (die er daher nie antreten will), dann ist es plötzlich doch eine andere Furcht, die noch stärker ist. Die Handlung wird dadurch sprunghaft und zeigt keinen roten Faden. Auch das Motiv der Liebe auf den allerersten Blick finde ich nicht gelungen. Das allerletzte Kapitel hat mich unbefriedigt zurückgelassen, weil es in meinen Augen keinen runden Abschluss des Romans darstellt, sondern die handelnde Figur sich schon wieder total anders verhält als zuvor und sich mir der Sinn nicht erschließt. Auch werden hier plötzlich Infos über die Welt gegeben, die im laufe der Geschichte besser untergebracht gewesen wären. Abschließend sind mir noch einige Lektoratsfehler aufgefallen, überwiegend bezüglich der Getrennt- und Zusammenschreibung. Diese waren nicht so zahlreich, wie ich es anderswo schon erlebt habe, aber dennoch deutlich häufiger, als es der Fall sein sollte, und haben mich beim Lesen ebenfalls gestört. Auch die bereits genannte Adjektivschwemme und die extreme Satzverschachtelung und -länge hätte ein gründliches Lektorat beheben können und sollen. Insgesamt hat mich „Haeverflox“ leider nicht überzeugen können. Die Sprache ist sehr anstrengend und verschachtelt, der Geschichte zu folgen schwer bis unmöglich. Ich konnte nie in der Geschichte versinken, sondern habe mich stattdessen andauernd über Widersprüche oder Lektoratsfehler aufgeregt. Damit hat das Buch mich leider sehr enttäuscht.Die Grundidee finde ich jedoch nicht schlecht und die Lektoratsschwächen sind nicht die größten, die ich jemals gesehen habe, daher kann das Buch sich noch zwei Sterne sichern.

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