Ich liebe Schauerromane und Spukhausgeschichten und da mich bisher jedes Buch von Tanja Hanika begeistern konnte, war ich ganz besonders gespannt auf "Von Schatten und Gespenstern auf Darkmore Manor".
Schon im Prolog nahm mich das historische Setting mit seiner unheimlichen Atmosphäre gefangen. Die dort beschriebene Séance ist ein gelungener Einstieg in das folgende Geschehen rund um den Spuk in Darkmore Manor.
Die Haupthandlung setzt ein halbes Jahr später, im Herbst 1891, ein. Eugene, der sich nach den Erlebnissen bei der Séance zur Gespensterjagd berufen fühlt, und seine Nichte Lilian begeben sich nach Darkmore Manor, um das Herrenhaus von seinem Spuk zu befreien. Dort treffen sie auf diverse Hausbewohner, die einiges zu verbergen haben, und auf Francis, der als angehender Schriftsteller auf Inspirationen hofft, und die beiden bei der Lösung der Rätsel um das Herrenhaus unterstützen will.
Während Lilian, Eugene und Francis Darkmore Manor erkunden und versuchen, dem Spuk auf die Spur zu kommen, machen sie eine Reihe von Entdeckungen und sehen sich immer gefährlicheren Problemen gegenüber. Schließlich müssen sie erkennen, dass sie die Gefahren, die im Herrenhaus lauern, unterschätzt haben.
Die Autorin erschafft vielschichtige, lebendige und authentische Charaktere, die einem ans Herz wachsen. Vor allem Lilian war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist mutig und unerschrocken und geht den Rätseln auf Darkmore Manor beharrlich auf den Grund. Ich fieberte und rätselte mit ihr mit und fragte mich ein ums andere mal, wie das, was sie alles entdeckt, zusammenhängen könnte.
Die Spannung baut sich im Laufe der Handlung langsam aber kontinuierlich auf und es gibt ein paar Wendungen, die mich zu überraschen und zu fesseln wussten, bis hin zu einem mitreißendem Finale. Die Atmosphäre ist dabei dem Genre entsprechend unheimlich, gruselig und furchteinflößend.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Von Schatten und Gespenstern auf Darkmore Manor" eine klassische Spukhausgeschichte ist, die mit einer gelungenen Mischung aus historischen und gruseligen Elementen zu überzeugen weiß.
Der leicht antiquierte Sprachstil passt hervorragend zum Thema, macht das Leseerlebnis authentisch und verleiht dem Buch einen ganz besonderen Charme.
Eine dichte und düstere Atmosphäre, sympathische Charaktere, dazu ein flüssiger Schreibstil und eine spannende und unheimliche Handlung machen das Buch für mich zu einem Highlight.
Ich kann hier also eine absolute Lesempfehlung aussprechen und vergebe 5 von 5 ⭐️.

















