Tanja Hanika Der Angstfresser

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Inhaltsangabe zu „Der Angstfresser“ von Tanja Hanika

Kurzweilig, spannend und ein paar interessante Ideen mit Schwächen in der Charakterentwicklung

— Couchpirat

Eine ideenreiche Story mit vielen Horrorelementen.

— Anneja

Ein absolut spannendes und morbides Horror-Spektakel, welches mich begeistern konnte. Nichts für schwache Mägen.

— Ambermoon

Dieses Buch schockiert und fasziniert zugleich! Nichts für schwache Nerven :)

— Elizzy

Super Plot, tolles Setting, unerwartete Wendungen und was den Horror betrifft „kranker Scheiss“

— jewi

ich werde wohl nie wieder einer Einladung folgen

— CorneliaP

Sollte mich je eine Einladung zu einem Horrorabend von Chester Harris erreichen - ich ignoriere sie ;D

— Janna_KeJasBlog
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  • Kurzweilig, spannend und ein paar interessante Ideen

    Der Angstfresser

    Couchpirat

    21. May 2018 um 14:53

    *** Gekürzt Rezension - Vollständig und mit Bildern auf meinem Blog *** Das Buch Frau Pirat lacht schon immer, wenn ich in meinen Rezensionen auf die Haptik des Buches eingehe, aber was muss, das muss :-) Bei diesem Taschenbuch handelt es sich um eine 204 Seiten starke Taschenbuch-Ausgabe.Das Cover gefällt mir insgesamt wirklich ausgezeichnet. Farbwahl, Motiv und Schrift sind sehr stimmig, allerdings stößt man hier auch auf eines der Probleme des Buches. Mir ist natürlich vollkommen klar, dass selbst verlegte Bücher nicht die Druckqualität aufweisen können, wie Ausgaben aus dem Verlagshaus. Denn so hammermäßig ich den Einband eigentlich auch finde, so sehr stört mich der verwaschen wirkende Druck auf Vorder- und Rückseite. Besonders störend ist das natürlich bei der Inhaltsangabe, der Text ist nur schwer lesbar. Als ob Polens Amazon Fulfillment etwas festeren Karton in einen Tintenstrahldrucker gesteckt und das Cover im Entwurfsmodus ausgedruckt hätte. Dazu ist die Papierwahl auch noch ziemlich bescheiden. Das sehr weiße Papier führt bei mir, dank ultraheller Halogen-Lampe am Bett, zu brennen in den Augen und hemmt für mich dadurch den Lesefluß, weil mich die Seiten beim lesen einfach blenden. Verlagsbücher verwenden meist Papier, dass einen leichten Grauton besitzt und ein augenschonenderes lesen zulässt. So, jetzt liest sich die Rezension wahrscheinlich schon wie ein totaler Verriss, tatsächlich lasse ich aber die Print-Qualität nicht mit in die Bewertung einfließen. Hey, hier handelt es sich um ein selbst verlegtes Buch, bei dem man als Autor für sämtliche Kosten selbst aufkommt und hofft, dass sich diese Kosten auch irgendwie wieder armotisieren. Und davor habe ich den allergrößten Respekt. Aber ich bin nun mal auch ein Buch-Haptiker und ich muss das hier einfach erwähnen :-) Meine Meinung zum Buch Insgesamt empfand ich “Der Angstfresser” extrem kurzweilig und ein wirklich spannendes Thema. Lediglich zu Beginn des Buches kam ich leicht ins Straucheln, denn da scheint sich ein Kapiteldreher eingeschlichen zu haben.Das Buch startet gleich im Prolog mit Chester Harris Horrorparty und schon einmal den ersten Grausamkeiten, die den geneigten Leser gleich in seinen Bann ziehen. Alleine was Chester da bereits an Ideen für seine Gäste auffährt, lässt viel für den Horrorroman hoffen. In Kapitel 1 erfährt man über das traumatische Erlebnis des Horror-Schriftstellers im Laufe einer Vorlesung, die quasi die Initialzündung für Chesters kranke Pläne darstellt. Auf der direkt darauf folgenden Autogrammstunde treffen der Protagonist und einer seiner größten Fans, Ethan Josephson, aufeinander. In Kapitel 2 dann aber der große Bruch. Ethan sitzt schlecht gelaunt im Bus und fährt nach Hause.Vermeintlich von der Lesung seines größten Idols, aber warum ist er dann so schlecht drauf? Ich würde mich über ein persönliches Treffen mit Stephen King total freuen, warum also wirkt Ethan so deprimiert? Des Rätsels Lösung: Kapitel 1 spielt ein paar Monate vor den Begebenheiten im Horror-Haus. Kapitel 2 hingegen noch einmal vor dem Kapitel 1 und das ergibt keinen Sinn. Mein Gedanke war dann nur ein “oh oh, wenn das schon so los geht…”. Aber das ist zum Glück der einzige richtige Abfolgefehler, der Rest des Geschichte entwickelt sich dann in chronologisch korrekter Weise weiter. Irgendwie hatte ich den Eindruck, Kapitel 2 wurde vorgezogen, um den Leser mit der verunglückten Lesung des Chester Harris  bei der Stange zu halten und nach dem Prolog nicht mit Ethan den Drive aus der Geschichte zu nehmen. Der Rest des Horrorromans spielt dann in einer eigens von Chester Harris umgebauten Villa, die mit allerhand Abscheulichkeiten auffährt. Viele Ideen hätten direkt aus der Filmreihe “Saw” stammen können. Sei es nun ein Friedhof auf dem Dachboden der Villa oder eine Zombiegrube im Keller, das Buch lässt kaum was aus und schildert zum Teil auch recht drastisch, was den Partygästen im Laufe des Abends so zustößt. Also das Buch ist für zartbesaitete Menschen definitiv nicht geeignet, für mich persönlich hätte man aber auch noch eine Schippe drauf legen können.So bewegt sich der Roman auf der Ekelstufe zwischen Mainstream-Horror und den Romanen des Festa-Verlages ;-) Eine monstermäßig gute Handlung darf man in einem Roman dieses Genres in der Tat nicht erwarten, Horror gilt seit jeher eher als leichte oder seichte Unterhaltungsform. Dennoch weiß “Der Angstfresser” mit interessanten und spannenden Ideen durchaus zu unterhalten und zu überraschen. Schade, das dabei leider die Hauptfiguren ein wenig ins Hintertreffen geraten. Besonders Ethan, von Beginn an als ein wichtiger Charakter aufgebaut, bleibt eher farblos und uninteressant. Bedauerlich, aus dem Protagonisten wäre bestimmt noch ein wenig mehr machbar gewesen. Dann fehlt jetzt ja eigentlich nur die Wertung.Ich habe ja bereits weiter oben erwähnt, die Print-Qualität und die Papierwahl werden in der Bewertung nicht mit einbezogen.Das Buch war wirklich sehr kurzweilig und bot ein paar sehr interessanten Ideen. Und auch wenn die beteiligten Personen zum Teil recht flach blieben, vergebe ich für “Der Angstfresser” 4 von 5 Couchpiraten.

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  • Er will deine Angst und er bekommt sie auch

    Der Angstfresser

    Anneja

    12. May 2018 um 15:22

    Dieses Buch erhielt ich direkt von der Autorin, welche mich ansprach, nachdem mir ein Buch aus dem Horrorgenre nicht so ganz zusagte. Nachdem ich dann die Kurzbeschreibung zum Buch erlesen hatte, konnte ich einfach nicht "Nein" sagen und erhielt das Buch, welches die Autorin sogar signiert hatte.  Da ich mein Leben mit einigen Ängsten beschreiten muss, sorgte dieses Buch, bei mir, für ordentlich Neugier. Müsste ich mich meinen Ängsten stellen? Würde ich meinen persönlichen Horror erleben? Am Ende kann ich sagen, nein. Denn so extrem war es dann doch nicht, aber eine Nacht im Buch würde ich  trotzdem ablehnen. Die Story an sich war clever durchdacht und punktete mit so manchen überraschenden Moment. Auch die Idee des Buches habe ich vorher noch nie erlesen können. Hier war es auch hilfreich mit der Autorin Kontakt zu haben, da sie mich darüber aufklärte, das sie bewusst Klischees des Genre, versuchte zu vermeiden.  An was es mir fehlte war die Atmosphäre. Wo im Film ein Jumpscare schon für ordentlichen Angst sorgen kann, so sind es in Büchern die Beschreibungen. Auch eine schnelle Abfolge von Geschehnissen kann dies versuchen, aber beides war im Buch nicht zu finden. Dunkle Gänge wurden mit wenigen Worten abgetan, wobei eine genauere Beschreibung mit Spinnenetzen, Spinnen, hallenden Geräuschen und schattenerzeugenden Lampen, so mancher Frau die Schweißperlen auf die Stirn gebracht hätte.  Ich hatte zudem nur das Gefühl, das es um die Todesangst geht, obwohl es um alle Ängste gehen sollte. Wo blieb die Angst vor dem Ersticken oder die sich nicht mehr bewegen zu können? Ein wenig mehr Vielfalt und hätte mich mehr zum Buch hingezogen gefühlt. Wenn ich eines kam, dann sehr flink durch das Buch. Die Wortwahl war sehr klar und beherbergte fast keine Fremdwörter, die dem Leseverlauf Einhalt gebieten konnten. Allerdings sollte man sich darauf gefasst machen, das die Autorin so einige ungeheuerliche Momente ins Buch eingebaut hat, welche mich zum Teil schon sehr schockierten, denn an Blut wird nicht gespart.   Die Geschichte dreht sich um Chester Harris, welcher Horrorbuch-Autor ist und dem so langsam das Publikum abhanden kommt. Er will es jedoch nochmal allen zeigen und veranstaltet ein Abendessen, welches seinen Gästen lehren soll, was es heißt Horror und Angst zu spüren.  Chester macht im Buch einen erstaunlichen Wandel durch, da er anfangs sehr harmlos wirkt, aber schließlich immer mehr in den Wahnsinn abdriftet. Dieser Wandel machte mir wohl am meisten Angst, da er zeigte wie viel man für etwas opfern kann.  Seine Idee und seine Gäste ergeben eine interessante Mischung, da die geladenen Personen wohl nicht gerade Fans davon sind, sich ihren Ängsten zu stellen. Als sie es jedoch müssen, hatte ich manchmal das Gefühl, das sie viel zu leicht aufgaben. Wo blieb ihr Überlebenswille? Hatten sie keinen?  Der vorbereitete Abend hatte fast etwas von Gangster-Spielchen, in denen die Bosse ihren Untergebenen oder Komplizen zeigten, wer hier die Macht hat. Blut durfte hierfür ordentlich fließen, immerhin wollte man einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Ende, war dann etwas mit dem ich mich nicht so ganz anfreunden konnte, da er meiner Meinung nach zu voraussehbar war. Der große Showdown hätte für mich ruhig noch etwas blutiger und ausgefallener sein können, aber hier spalten sich die Meinungen und das ist auch gut so.  Ein besonderes Highlight war jedoch die Entwicklung so mancher Personen, welche erst in der Todesangst, ihren Gefühlen freien Lauf ließen. Lang verheiratete Paare, die vielleicht kaum noch ein Wort wechseln, stehen sich plötzlich gegenüber und zeigen, das ihre Liebe immer noch existiert. Dies ist vielleicht nicht gerade Angst fördernd, aber man fiebert mit, ob dieses Paar, sich vielleicht doch bald wieder in den Armen hält.   Wenn dieses Cover eines kann, dann überzeugen. Besonders die Schreibweise des Buchtitels hat es mir angetan, da die zerkratzt wirkende Schrift einfach zum Buch passt.  Auch wenn es schon genug Bücher in den Farben rot, schwarz, weiß gibt, springt dieses einfach aus der Menge heraus. Hierfür sorgt der rote Hintergrund mit der weißen Schrift. Aber auch die männliche Silhouette hat etwas, da man sie gut mit dem Hauptcharakter in Verbindung bringen kann.  Für einige der blanke Horror, für mich eine interessante und gut durchdachte Story, welche vor guten Einfallen gerade zu strotzt. Allerdings fehlte es mir ein wenig an Atmosphäre und Tiefgang.

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  • Gesichter des Todes und der Angst

    Der Angstfresser

    Ambermoon

    Angst, Blut und Schmerz. Chester Harris will mehr davon. Er ist Horrorautor und es stellt ihn nicht länger zufrieden, die Leser mit seinen Gruselgeschichten zu erschrecken. Daher lädt er zu einem Horrorabend ein, der seinen ahnungslosen Gästen alles abverlangt. Sie müssen ein Spiel um Leben und Tod überstehen, indem sie die eigenen Grenzen überschreiten. Angst, Blut und Schmerz stehen auf Chesters Speiseplan und er wird viel davon bekommen. Warnung: Der Horrorroman enthält explizite Gewaltdarstellungen und abstoßende Details...(Klappentext)                                                 ♜♜♜♜♜♜♜ "Dies hier war echt und nichts schmeckte ihm besser als wahre Angst" (S. 63) Hier wird nicht lange gefackelt - kein langsames Herantasten, keine gemütliche Vorbereitung auf das Grauen. Schon im Prolog wird verstümmelt und gefoltert, gedroht und gemordet - DAS ist die Vorbereitung des Lesers auf den Horror und DAS ist auch noch harmlos im Gegensatz zu dem was noch folgen wird. "Die Augenhöhle schien das Brenneisen einzusaugen, doch Chester entriss es ihr und versenkte es anschließend im rechten Auge. Der Qualm kratzte in seiner Kehle, aber nichts hatte jemals für ihn so gut geduftet wie der Geruch nach verbranntem Menschenfleisch." (S. 8) Obwohl es nach dem Prolog ruhiger wird, dauert es nicht lange, bis das Grauen wieder einsetzt. Trotzdem kann man ab Beginn das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit Chester Harris blickt man in das Innerste einer kranken Seele, aus was diese erwuchs und ihn zu dem machte was er nun ist - ein Psychopath der Angst riechen, Schmerz zufügen und Blut fließen sehen will und das nicht nur noch auf Papier seiner Horrorbücher, sondern in der Realität. Dafür hat sich Chester etwas ganz besonderes ausgedacht, nämlich einen Horrorabend in der Abgeschiedenheit mit einem von ihm ausgewählten Publikum. Zumindest lässt er seine Gäste im Glauben, sie wären die Zuschauer. Doch es dauert nicht lange und ihnen wird klar - sie sind die Hauptattraktion und allein für die Unterhaltung von Chester bestimmt. Angefangen bei seiner Mutter, über seinen ehemaligen Verleger bis hin zu einem Fan und einer Bloggerin. Hier geht es um Leben und Tod, ok...eigentlich nur um den Tod, um die verschiedenen Gesichter des Todes, der damit verbundenen Ängste und wie man diesen entgegentritt, denn Chester hat nicht vor sich an seine eigenen Regeln zu halten oder jemanden entkommen zu lassen. Als Leser erhält man jedoch nicht nur Einblick in Chesters kranke Sichtweise, sondern auch in die der Betroffenen, in die Gedanken desjenigen, der gerade für "Unterhaltung" sorgt. Man ist also mitten drin, statt nur dabei, wenn hier jemand am lebendigen Leibe operiert oder zerfleischt wird. Die Autorin, Tanja Hanika, hat sich hier so einiges für Chester und seine Gäste einfallen lassen und das ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Hier werden die Urängste des Menschen neu entfacht, aber auch die Neugierde und der Voyeurismus angestachelt. Dies alles erfolgt in einem flüssigen und verdammt bildhaftem Schreibstil, der einem die Gänsehaut rauf und runter laufen lässt. So sehr es auch einem ekelt, so sehr man die Augen schließen möchte - man wird gepackt, die Klauen der Spannung graben sich tief in des Lesers Fleisch und die Augen huschen, vor Entsetzen weit aufgerissen, über die Seiten. Für schwache Nerven und einen empfindlichen Magen ist dieser Roman definitiv nichts. Ein kleiner Tipp am Rande: achtet auf die Namen des ein oder anderen Protagonisten. So mancher ließ mich durchaus schmunzeln. Fazit: Dieser Roman ist ein absolut spannendes und morbides Horrorspektakel, welches Bilder im Kopf entstehen lässt, die man so schnell nicht mehr los wird. Und trotzdem, so schräg es vielleicht für manche klingen mag, aber ich hätte mir gewünscht noch einige Seiten länger mit Chester und seinen "Gästen" verbringen zu dürfen. So ekelhaft und abartig so manche Szenen auch waren, so packend und fesselnd waren sie auch, sodass meine Augen manchmal nicht so schnell lesen konnten, wie ich gerne gewollt hätte. Dies war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von dieser Autorin! © Pink Anemone

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    • 3
  • Der Angstfresser

    Der Angstfresser

    Elizzy

    19. April 2018 um 09:47

    Zusammengefasst Chester Harris ist ein erfolgreicher Horrorautor er hat bereits einige Bücher veröffentlicht und liebt es seinen Lesern Angst und Schrecken einzujagen. Doch es läuft nicht mehr so gut wie noch zu Anfangs und er beschliesst mit Hilfe eines Teams ein Haus nach seinen Vorstellungen zu renovieren und dieses für einen Horrorabend herzurichten. Für diesen besonderen Abend lädt er eine Handvoll Menschen ein und noch ehe sie sich versehen, landen sie im Albtraum ihres Lebens. Darüber Gedanken gemacht Bevor ich das Buch las, grübelte ich über die Warnung des Buches nach und war mir sicher, dass mich diese abstossenden Details bestimmt nicht so abschrecken würden. Doch da hatte ich mich gewaltig getäuscht! Bereits im Prolog wurde mir beinahe übel und ich war geschockt und fasziniert zu gleich. Es ist erstaunlich, wie viel man sich tatsächlich vorstellen kann und dies macht sich Tanja zu nutze und treibt den Leser so immer weiter an den Rand des Erträglichen. Ich empfehle euch das Buch nicht beim Frühstück zu lesen 😉 und am besten auch nicht im Bett, denn die einzelnen Szenen sind wirklich sehr detailliert und verursachten mir hin und wieder leichte Übelkeit. Obwohl das buch nur knapp 200 Seiten umfasst, haben es genau diese ganz schön in Sich, hier trifft das Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“ wie die Faust aufs Auge. Man ist innerhalb von ein paar Seiten mitten in der Geschichte und kommt nur schwer wieder raus! Das Tempo ist rasant und brutal. Ich war doch ein wenig erleichtert, als ich die letzte Seite umgeblättert habe und den Angstfresser überlebt habe 😉 Gefiel mir sehr Bis dato war mir nicht bewusst, wie sehr einen ein Buch mitreissen und beeinflussen kann. Die Geschichte ist durchaus spannend geschrieben und man fiebert von der ersten Seite an mit den „Opfern“ mit und wünscht sich doch sehr, dass dieses Buch gut enden möge. Doch der Weg dorthin ist erstaunlich hart und ich war selbst überrascht, wie oft ich das Buch zur Seite legen musste, um kurz durchzuatmen. Das spricht auf jeden Fall für Tanja Hanika, die es hier geschafft hat den Leser vollkommen zu fesseln und die Geschehnisse so detailliert beschrieb, dass man gar nicht anders konnte, als Kopfkino zu haben. Gefiel mir nicht Ich selbst habe nicht viele Horrorromane gelesen und bin mir deshalb nicht sicher, was dieses Genre ausmacht. Persönlich fand ich, dass ich mich bei einem Horrorroman vor allem gruseln müsste, doch bei Der Angstfresser war für mich weniger der Gruselfaktor im Fokus, als viel mehr der Ekel und die Grausamkeit des Geschriebenen / der Story. Somit hat das Buch nicht ganz meine Vorstellungen von einem Horrorroman erfüllt. Schreibstil & Cover Der Schreibstil ist sehr detailliert und lässt einen so vollkommen in die Geschichte eintauchen. Obwohl der Schreibstil bewusst abstossend gewählt wurde, konnte ich das Buch doch zu Ende lesen, sage aber klar; ihr solltet die Warnung im Klappentext ernst nehmen! Das Cover ist toll genau so wie das Format das Buches! Fazit Auf jeden Fall ein Buch, das es ganz schön in sich hat und dass man meiden sollte, falls man schwache Nerven oder einen empfindlichen Magen hat 😉 von mir eine Leseempfehlung an alle mutigen und furchtlosen unter euch! Bewertung Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5) Botschaft ♥♥♥ (3/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5) Hier könnt ihr das Buch kaufen

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  • Wenn Fiktion zu wenig ist

    Der Angstfresser

    Janna_KeJasBlog

    10. April 2018 um 21:03

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de | Der Horror-Autor Chester Harris ist nicht zufrieden. Seine letzte Lesung gleicht einem Desaster und auch seine Bücher erfüllen ihn nicht mehr. Die Fiktion einer Geschichte erfüllt Chester nicht mehr. Er will Grenzen überschreiten. Den Kritikern seines aktuellen Buches ins Gesicht lachen. Und so entsteht die Idee eines Horrordinners, seines Horroabends! | Randnotiz: den Namen des Protagonisten liebe ich! | Erst das Gute oder erst die Kritik? Das frage ich mich bei jeder Rezension …Dieser Horrorroman hat ein Ende das in sich stimmig ist, mich aber etwas unzufrieden zurücklässt. Autorin Tanja Hanika hätte gerne einen Schritt weiter gehen dürfen, denn die Geschichte selbst ist definitiv nicht(s) für zartbesaitete Leser*innen, das hätte das Ende gerne widerspiegeln dürfen. Und vielmehr Kritik findet sich in diesem Buch nicht. Horror-Leser*innen kommen absolut auf ihre Kosten! Detailliert wird beschrieben, was die Besucher*innen dieses Abends erleiden müssen. Es lohnt sich, sich nach einer Leseprobe umzuschauen, denn der Prolog verspricht feinsten Horror. Nur ist Tanja Hanika so fies und geht danach ein paar Tage zurück in der Geschichte und die Horror-Liebhaber*innen müssen sich somit ein paar Seiten gedulden, bis Chester Harris seinen Plan in die Tat umsetzt. Und dann ist die Warnung vom Klappentext „Der Horrorroman enthält explizite Gewaltdarstellungen und abstoßende Details.“ ernst zu nehmen! Ob nun bezogen auf Augenlieder, Augenhöhlen, Hände, Gehirne oder weiteres – Chester hat Gefallen daran, seine Mitmenschen zu ängstigen, gar über die Vorstellungen hinaus dem Wort ‚Horror‘ Leben einzuhauchen. "Der Qualm kratzte in seine Kehle, aber nichts hatte jemals für ihn so gut geduftet wie der Geruch nach verbranntem Menschenfleisch."(Seite 9) Wer mit solchen und weitaus detaillierteren Szenen keine Probleme hat, ist genau richtig bei diesem Buch! Das was Chester für den Abend vorbereitet hat, geht über die Grenzen der Vorstellungskraft hinaus. Wer nun Filme wie „Saw“ vor Augen hat, mag vielleicht im ersten Moment nicht Unrecht haben und doch ist „Der Angstfresser“ etwas völlig anderes. Chester will seine Gäste nicht vor die Wahl stellen, nicht wirklich. Wenn die Konfrontation nicht die gewünschte Unterhaltung bietet, dann sorgt er eben selbst dafür: die Öffnung eines Schädels, wohl bemerkt bei Bewusstsein des Auserwählten, selbst erschaffene Zombies. Ja, Ihr lest richtig! Ein Abend mit vielerlei Horrorelementen und ein Abend, welcher die Abgründe der Gäste aufzeigt, denn Chester ist nicht der Einzige, der von seinen Erlebnissen berichtet. Auch verschiedene Gäste kommen zu Wort – ist Chester Harris der einzige Anwesende, welcher sich an den Schmerzen anderer erfreuen kann, Grenzen überschreiten will? Viel zu selten finden sich weibliche Autorinnen in diesem Genre, oder sie gingen an mir vorbei (daher gerne Buchtipps an dieser Stelle an mich!), und gerade deshalb bin ich nach diesem Buch, sowie „Scream Run Die“ definitiv eine Leserin von Tanja Hanikas vergangenen und zukünftigen Büchern!

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